Generalbebauungsplan für die Kliniken
sch en Baumgruppe in Verbindung mit einer schönen
treten werden.
11. Fortsetzung.
quch für 5uppen*l5löne und^ Einlagen..
VrfiGyPAHIERMEHl
eies xJ Iv n lei? VCLUUpi |inv. aiuuyv ~ , , ,. • . ,
roeaen mird die Aktion auf Donnerstag, von Arkaden erhalten wird. Im Durchblick durch
1 August verlegt Es kann in Dirndlkleidern ange- diese Arkaden wird bestehend aus einer hannonl-
I. ^luguji, verregi. ö rAon SRnumnritnnP n Verbrnduna Mit einer choner
„Nicht nötig." _ . .
„Wollen Sie nicht bald wieder an Land kommen?"
„Warum denn?"
„Dauerlauf."
„Fangen Sie doch allein an/
Es ist nichts zu machen. Er steht wie em Daum, wartet und sieht chr zu., ,
„Eigentlich könnten Sie sich ein bißchen ver- krümeln", ruft sie ihm, als sie näher kommt zu.
, Ach nee." Aber er tut es doch, wendet sich um und trottet in den Wald. Tilde kann sich in Ruhe abtrocknen und den Ruderanzug anziehen.
„Meinetwegen können Sie jetzt zurückkommen, ruft sie nach der Gegend hin, in der sie ihn ver-
Tageskalender für Sonntag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Der We/zu Jabel". 11 Uhr: Wochenschau-Sondervorstellung „Für ein besseres Europa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „G'schichten aus dem Wienerwald".
ZM.-Untergau 116 Wetterau.
Der ÄM.-Untergau 116 gibt bekannt:
(Nachdruck verboten.) 11.
Die schöne Melusine Roman bon Hans Richter
Achtung! Sorgfältiger verdunkeln!
Eine Mahnung der Polizei.
zieht.
Auch er mustert seine neue Bekannte von oben bis unten. „Ich weiß nicht", knurrt er.
„Aber ich weiß", triumphiert Tilde. „Sie haben mir vor ein paar Tagen einen Groschen gepumpt.'
^,Und Sie haben groß angegeben deshalb", lacht er.
Tilde wendet sich ab.
„Wollen Sie mir den fetzt etwa wredergeben?
fragt er. „ . _
„Nein, aber Sie haben wohl gar keinen Hunger am Morgen?" ~ .
„Und wie." Er hockt sich vor sein Feuer hm und hantiert mit dem Tops. „Ich habe nämlich schon was getan."
„Was denn?" , __ _
„Brötchen für uns geholt, Milch, Eier, ne Taffe müssen Sie aber selber haben."
„Wer sagt Ihnen denn, daß ich mit Ihnen früh- stücken will?" '
„Sie haben doch keine Milch?
„Nein", erwidert sie kleinlaut. „Ich wollte jetzt nach Gussow." .... ..
„Sie wollten nach Gussow , höhnt er. „Sie wissen wohl gar nicht, daß die Leute jetzt auf dem
Alle Jungmädel, ab 12 Jahre, auch solche, die zur Zeit zu Besuch in Gießen sind, haben am Mittwochs 31. Juli, 14 Uhr, auf dem Brandplc^ anzutreten. Die Hitler-Jugend wird in den Ferien verstärkt zur Kartoffelkäfersuchaktion eingesetzt und es wird erwartet, daß sich alle IM. der Wichtigkeit dieses Dienstes bewußt sind.
Landgerichtspräsident Colnot nach Darmstadt verseht.
Wie wir erfahren, ist Landgericht-Präsident Col« not der Präsident des Landgerichts Oberhessen, mit Wirkung vom 1. Oktober 1940 in gleicher Eigenschaft an das Landgericht nach Darmstadt versetzt worden. Landgerichtspräsident Colnot scheidet damit nach einer nur wenig über em Jahr langen Tätigkeit wieder von Gießen. *
Landgerichtspräsident Colnot wurde int Mai 1888 geboren9 Im September 1915 wurde er richtsassessor ernannt, im September 1927 wurde er Amtsgerichtsrat in Minden (Westfalen). Von bort wurde er im April 1928 in gleicher E genschaft nach Wetzlar versetzt. Im Juni 1934 erfolgte seme Ernennung zum Oberamtsrichter. Am 1. April 1937 wurde er unter gleichzeitiger Ernennung zum &mts= gerichtsdirektor nach Wiesbaden berufen. Don Wie^ baden kam Landgerichtspräsident Colnot nach Gießen.
Tilde wacht von einem Geräusch auf, das ihr < nicht in die Gegend paßt. Es ist Morgen. Wenig- i stens herrscht im Zelt jene gelbliche Helle, die Zel- : ten eigentümlich ist, und wenn man die eine Wand i ansieht, könnte man wirklich glauben, die Sonne schiene von außen darauf und es müsse warm sein.
Es ist aber nicht warm. Es ist elend kalt, huncke-
* falt. Das empfindet Tilde, als sie aus ihrem Schlaf- fack herauskriecht. Sechs Uhr ist es, eine Bäcker- fungenzeit, besonders im Urlaub. Wieder ein Irrtum! Robinsons haben sich nach der Sonne und nur nach der Sonne zu richten. Wenn sie scheint, muß man sein Tagewerk beginnen. Mit ihrem Un- teraana verschwindet man in der Klappe. Außerdem ist es auch viel zu kalt, um hier noch liegen zu bleiben^ ' ,, , e ± .. ,
Als Tilde die Dorderwand öffnet, erkennt sie auch die Ursache des Lärmens: Achill schwimmt weit draußen im See. Er liegt aus dem Rücken und strampeU mit den Beinen. Jetzt wirft er sich wieder nach vorn herum und verschwindet mit gewaltigen Kraulstößen um die Ecke.
Achill ist eine Beigabe, mit der man nicht gerechnet hat. Vielmehr hat man mit der Einsamkeit der Runeninsel gerechnet und damit, daß am frühen Morgen hier kein Mensch vorbeikommt. Fischer, wenn sie überhaupt auf dem See sein sollten, haben chre Netze am Schilf. Das Dorf Gussow kann man von hier aus nicht sehen und die Waldmuhle — Gott sei Dank — auch nicht. Dazu muß man au die Westseite der Insel gehen, mindestens aber aus
topf hin.
„Nehmen Sie!" , „ , ,, „
Es schmeckt großartig. Es schmeckt fogar viel besser als in Steinberaen, von Berlin gar nicht zu reden. So mag es Robinson geschmeckt haben, als er zum erstenmal wieder etwas Vernünftiges zwischen die Zähne kriegte. _ „ ri .
Heinz Deetjen tut alles mit großer Selbstverständlichkeit. Er ißt, spricht kein Wort dabei, sondern wirft nur ab und zu einen Blick auf die Gegend, verfolgt eine Weihe, die hoch in der Lust ihre Kreise zieht, und zeigt in die Höhe.
„Gabelweihe", sagt Tilde.
„Sieh mal an."
Als sie fertig sind, nimmt er das gebrauchte Geschirr, rauft ein paar Hände voll Gras aus und fängt an, es am Ufer zu säubern.
Tilde hilft ihm.
Als auch das geschehen ist, stopft er seine Pfeife und setzt sie in Brand. „Was nun?" sagt er.
„Ich muh bald fort", sagt Tilde.
„Wohin denn?"
„Nach Lüchow. Kennen Sie Schloß Lüchow?
~1Er macht ein Gesicht, ass habe er in eine ZitronL gebissen. „Was wollen Sie denn in Lüchow?"
Sein Ton ärgert sie. „Vielleicht dort wohnen." „Herzlichen Glückwunsch!"
(Fortsetzung folgt.).
Felde mehr als genug zu tun haben. Natürlich, Städterin. Wie heißen Sie eigentlich?"
Tilde ärgert sich. „In der Stadt pflegen bu> Herren ihren Namen zuerst zu nennen."
„Sie hätten es doch neulich schon getan, wenn ich nur lange genug gewartet hätte. Also gut, ich bin Heinz Deetjen." , „
,jlnb ich bin Tilde Rohloft.
Er schüttelt ihr mit Bärenkräften die Hand, schiebt einen Baumstumpf in die Nähe des 9euer6 uni) macht eine einladende Handbewegung. „Wenn Sie Platz nehmen wollen." rf , , ,, .
„Ich muß doch erst meine Tasse holen, stottert Tilde, „und Wurst und sonst etwas hab ich auch.
„Kann ich doch holen/'
„Sie wissen ja gar nicht, wo alles liegt.
Als sie mit einem Armvoll Sachen wieder zurückkommt, hat er so etwas wie Tischdecken gemacht, schenkt ihr Kaffee ein und schiebt ihr den Milch--
Aus der Stadt Gießen.
Das rasche Jahr.
Jeder Leser wird in diesen Sommermonaten dasselbe Erlebnis gehabt haben: wenn er im 3um Me Rosen und den Rittersporn und die Inden blühen sah, überfiel ihn sicherlich die Empfiittmng: Donney weiter, ift das schnell gegangen! Er hatte eben noch den langen Winter im Gedächtnis oder diese Er- innerung wirkte wenigstens im UnterbeVuhtseiN und so waren ihm die Wochen von der ersten Baumblüte bis zum Hochsommer wie im Fluge vergangen, und dieselbe Erfahrung kann jeder machen, der plötzlich aus der Stadt hinaus aufs Land kommt und nun die roten Ebereschen im graugrünen Laube ober bic Hocken auf bem Stoppelfeld sieht.
Die körperlichen Sinne und unsere Seele sind an dieser perspektivischen Verkürzung m gleicher Weise beteiligt: wir brauchen nur an einige bekannte optische Täuschungen zu erinnern, soweit, es sich um unsere Sinnesorgane handelt. Wenn wir auf emer Brücke stehen und auf den Fluß darmiter bücken, so haben wir sehr bald bas Gefühl, daß sich Ine Brücke bewegt und der Fluß sttllesteht. Unb dasselbe erleben wir, wenn wir in einem haltenden Zuge sitzen, während ein anderer einlauft, auch bann „bekommen wir das Gefühl', daß sich unser Zug bewegt und der einfahrende Zug stillesteht. Die großartigste optische Täuschung-aber ist unb bleibt, baß mir „nach bem Augenschein Sonne, Mond und Sterne um die Erde sich drehen jeyen, während es in Wahrheit gerade umgekehrt qt.
mutet. , . ,
Er ist sofort wieder da, er tragt eine kurze Hose wie sie und Öen Oelrock darüber. Er sieht so komisch aus, daß Tilde lachen muß.
„Wie sehen Sie denn aus?"
„Wenn Sie meinen Trainingsanzug haben, kann ich chn doch nicht anziehen", brummt er. „Also, wie wär's, zweimal um die Insel herum."
„Einverstanden." .
Er wirst den Oelrock ab unb gibt wie selbstverständlich das Tempo an. Ein recht ordentliches Tempo sogar, und er überläßt es ihr zu folgen. Als sie bas erstemal am Ostufer entlang kommen, sieht Tilde sein Zett und bas Boot davor. Das Boot liegt im Wasser und ist nur leicht an den Strand gezogen. Tilde möchte etwas dazu sagen. Unachtsamkeit ober etwas Achnliches, kommt aber
Dein Bild hilft mit!
Das KbF.-Monatsheft sucht Mitarbeiter aus ben Reihen seiner Leser, bie photographieren können. Jedes Bild, bas zum Abdruck kommt, wirb bezahlt. Näheres im neuen KdF.-Heft, bas bei jeder Dienst- teile ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude erhältlich ist. 3380U
OerlandwirtschastlicheMarktbeobachter
Die Erfolge ber Milch erzeugungsschlacht machen sich entgegen bes jahreszeitlich zu erwartenden Anlieferungsrückganges in einer weiteren Erhöhung ber Milcherzeugung bemerkbar. Auch bie B u 11 e r erzeu. cung ist demgemäß gestiegen, so baß im neuen Der- orqungsabschnitt wieber eine Sonderzuteilung von 125 Gramm je Kopf ber Bevölkerung erfolgen kann, unb Q u a r k zunächst weiterhin kartensrei bleibt. An V i e h ist bas Angebot von Großvieh unb Schweinen fast auf allen Märkten groß, bei Kälbern normal. Die Qualitäten waren bei Großvieh unb Schweinen mittel bis gut, bei Kälbern mittel.
Auf bem Obstmarkt ist burch bie steigenden Zufuhren von Heibelbeeren eine weitere Entmannung eingetreten, während bie Wetterlage beim Gemüse bie Angebote etwas beschrankt, ohne je- boch eine Beeinträchtigung ber Versorgung zur Folge zu haben. Kartoffeln finb reichlich vorhanden, zumal jetzt auch die Robung ber mittelfrühen Sorten vor ber Tür steht. Qualität unb Ertrag ist auch bet ihnen erfreulich gut.
Oie Unterbringung der Spritzgeräte zur Kartoffelkäferbekämpfung.
Für die Neugestaltung des Stadtteils unserer ■ Gießener Kliniken ist durch B-ur-t Grrlach nom , Hessischen Hochbauamt ein Deneralbebauungsplan ausgearbeitet worden, der das Kliniksmertel von Grund aus verwandelt. Der Generalbebauungsplan, der im einzelnen bereits feslliegt, ist °°m R-icho- statthalter in Hessen, Gauleiter Spr e nger, geneh- niigt worben und wird im Laufe ber nächsten Fahre seiner Verwirklichung entgegengehen. An Zuge der gesamten Planung wird auch eine Neugestaltung des Gartengeländes um bie Kliniken unb msbelon- bere in der Klinikstraße erfolgen. Insbesondere die Klinikstraße, die in ihrer gegenwärtigen Gestatt nicht den allgemeinen Wünschen entspricht, wird eine grundsätzliche Umgestaltung erfahren. Die bisherige Klinikstraße wird eines Tages als ° lautliche Straße überhaupt in Fortfall kom- m e n unb in Zukunft lediglich als ein Weg innerhalb ber Kliniksanlagen m Erscheinung treten. Es wirb ein großer, gärtnerisch aus gestalte ter Platz entstehen, der von den verschiedenen Kttmken (Frauen- Klinik, Medizinische Klinik, Chirurgische Klimt), sowie von Neubauten und. Erweiterungsbauten um- schlossen werden wird. Die Klmiksbauten, bie be- stehen bleiben und jetzt mit Blendsteinen oertleibet sind werben einen neuen Verputz erhalten unb sich in ihrer gesamten Gestaltung freundlicher und Heller barbieten, als es gegenwärtig noch der Fall ist.
In ber Klinikstraße selbst werben alle bisherigen Einfriedigungen ber einzelnen Kliniksgebaude fallen.
1 Auch der gegenwärtige reichliche Busch- und Baum- ' bestand wird zu einem Teil fallen: lediglich einige . besonders schöne Baumgruppen werden erhalten [ bleiben. Durch die Anlegung von großen Nasen- L flächen soll ein weites gartenkünstlerisch ausgestalte. - tes Bild entstehen. Auch eine völlig neue Anlage der - einzelnen Wege ist vorgesehen. Die Gartenanlage wird außerdem eine Bereicherung durch bie Ausstellung von plastischem Schmuck erfahren, msbeson- dere durch die Aufstellung von Plastiken symbolischer Art. Ferner werden verschiedene größere Blumenbeete angelegt, es werden Vasen aufgestellt und auch etliche Springbrunnen geschaffen werden. Es werben verschiedene Nischen geschaffen, in denen Banke aufqestellt werden können, um damit den Patienten auch eine Möglichkeit zu geben, sich im ©arten, im Freien aufzuhalten.
Die bisherige Kliniksttaße erhält im Zuae der Umgestattung bei ihrer Einmündung in die Frankfurter Straße ein Torhaus in enger Verbindung mit einem monumentalen Tor, das einerseits das Kliniksgelände abschließt, von ber Frankfurter Straße her gesehen, aber einen reprafentatioen Eingang darstellt. Zu beiden Seiten des Torhauses reihen sich dann in großräumiger U-formlger Gestalt neue Daukörper an, in denen Kliniken und Institute untergebracht werden sollen
Am oberen Ende der Klinikstraße, bei der Einmündung in die Gafskystraße, wird ein Abschluß geschaffen in der Gestalt eines Straßenuberbaues, eines niedrigen Derbindungsbaues, der durch die Anlage verschiedener Durchgänge ^en^Charakter
In jüngster Zeit muß immer häufiger beobachtet werden daß die Verdunkelungsmaßnahmen nicht so sorgfältig durchaeführt werden, wie es unter den gegenwärtigen Verhältnissen unbedingt notwendig ist. Immer wieder müssen die Beamten der Polizei feststellen, daß da und bort in ben Hausern Licht angeschaltet wird, ohne daß eine vor- schriftsnmßige Verdunkelung ber betreffenben Raume erfolgte. Besonders auffällig ist, daß immer gerade dann wenn Fliegeralarm ertönt, ^"ter vielen un- verbunkelten Fenstern das Licht aufleuch4el^ed: m bie Nacht strahlt, unb damit im cnWibenjten Augenbttck, den feindlichen Fliegern ben Weg weisen kann. Es besteht kein Zweifel darüber daß diese Erscheinung darauf zuruckzufuhren ist,daß m ber Unruhe des Aufbruchs aus der Wohnung m den Keller, Licht in Räumen ange^Itet wird, »n denen schnell noch etwas zu holen ist, in Raumen, die
aber nicht verdunkelt finb. Die hellerleuchteten Fenster können einer ganzen Stadt zum Verräter werden. lieber diese Tatsache muß sich jedermann klar sein! Von jedermann muß soviel Derantwortungs- bewußtsein gefordert werden, das notwendig ist, um die Stadt vor Schaden zu bewahren.
Die Polizei wird, so hören mir, in Zukunst gegen alle Unverantrnortlichen, die nicht fur ^ine sachgemäße Verdunkelung sorgen, mit aller Strenge °°Für die Nachbarschaft aber ist es eine Pflicht, in jedem Falle ben Nachbarn darauf aufmerksam zsi machen, wenn da ober bort nicht richtig ^rdunkett ist. Dies soll nicht etwa als eine Bevormundung des einen dem anderen gegenüber erfch^nen sondern als eine selbstverständliche Gemein chaftspfttcht deren Erfüllung im Interesse des einzelnen wie auch der Gesamtheit liegt.
die Pra£vlt
Stabttheater: 20 Uhr „Trockenkursus - Gloria' Palast, Seltersweg: „Der Weg zu Isabel . — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „G'schichten aus bem Wienerwalb".
NSG. Die zur Bekämpfung des Kartoftelkafers erforderliche vorgeschriebene Pflichtspritzun'g aller Kartoffelfelder hat in großem Umfange die Beschaffung von Spritzgeräten und Spritzmitteln notwendig gemacht. Um diese jederzeit sofort einsetzen zu können, mußten sie unter Berücksichtigung der bestehen- den Gefährdung und der zu bespritzenden Kartoffelanbaufläche auf die Gemeinden des Bekämpfungsgebietes verteilt werben. In einzelnen Fällen sind nun gewisse Zweifel bei der Unterbringung ber Spritzgeräte unb Spritzmittel auf getreten. JDa bas Reich keine besonderen Unterstellräume schassen oder mieten kann, wird in einem Erlaß des Reichsminl- sters für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsministers des Innern vom 9. Juli ber Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Gemeinden für die Unterbringung der Spritzgeräte und Spritzmittel sorgen, soweit dies ohne besondere Kosten möglich ^%ie Gemeinden können die Geräte und Spritzmittel in eigenen Räumen etwa gemeinsam mit den Feuerlöschgeräten unterbringen ober aber sonstige kostenlose Unterstellmöglichkeiten bereitstellen.
m ermann teil.
' In kurzer Ansprache würd-iate Prof. Dr. Haas die Leistung der beteiligten Arbeiter, sagte ihnen herzlichen Dank und erläuterte in kurzen Zugen Die Zwecke denen das neue Bauwerk bienen soll. Kreisleiter Backhaus sprach von ber großen unb wichtigen Aufgabe ber gesundheitlichen Betreuung die den Kliniken im Dienste der Volksgemeinschaft gegeben ist. Regierungsbaurat Zimmermann sprach über ben Neubau in seinen Einzelheiten unb dankte allen am Bau Beteiligten für bie gute Zusammenarbeit. Regierungsbaurat Gerlach entwickelte schließlich in allgemeinverständlicher Art unb an Hand eines übersichtlichen Bildes ben General- bebauungsplan und ließ damit ben Arbeitern unb Handwerkern ein Verhältnis zu der Arbeit gewinnen, an ber sie bisher schufen unb an ber m ben folgenden Jahren zu schaffen sein wird. Die Ausführungen der einzelnen Redner wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
In absehbarer Zeit wirb auch für ben Envette- ■ rungsbau ber Medizinischen Klinik, an dem die Ar- i beit wieder ausgenommen wurde, das Richtfest ge- = feiert werden können unb damit ein zweiter Ab- » schnitt im Generalbebauungsplan seine Verwirklichung erfahren.
Strafkammer Gießen.
Die L. I. in G. mar beschuldigt, im vorigen Jahr fahrlässig ber Wahrheit zuwiber vor bem Amts- gericht Gießen eiblich betunbet zu haben, sie habe ihr Geschäft aufgegeben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von bret Monaten. Die Angeklagte mürbe freigefprochen.
die Landzunge. ...
Das Programm sicht also vor, baß man früh am Morgen zuerst einmal einen großen Schmimm macht. Man kann bas in großer Einsamkeit sogar unbekleidet tun — nur Achills Gegenmart wirkt störend. Anschließend Graslauf, barfüßig, davon hält der große Chan, ber auf Kneipp schwort, mel, banach Primuslocher unb Frühstück. Natürlich hat
nicht zu Worte, denn Achill beschleunigt das Tempo und springt über ein Feuerchen, das in sorgsam aufgeworfenem Kochloch schwelt und über dem ein Topf steht.
Also weiter. Am eigenen Zelt vorbei, noch env mal herum, Ostsette, Westseite.
„Endspurt!" ruft Achill und saust los.
Tilde ist keine schlechte Läuferin, aber sie kann ihm beim besten Willen nicht folgen. Mag dieser Waldmensch denken, .was er will. Man hat mcht umsonst ein Bürojahr hinter sich und verflixt wenig Zeit für den Sport. Das bißchen an den Winterabenden in der Halle rechnet nicht.
Endlich bleibt er stehen und läßt sie herankom- men. Jetzt erst hat Tilde Gelegenheit, bie Gummikappe vom Schopf zu ziehen, steht da und schüttelt die Haare. In diesem Augenblick sieht sie Achill zum ersten Male richtig an und Achill sie.
„Ich kenne Sie bodf, platzt sie heraus Das impertinente Gesicht, die jungenhafte Ueberhebttchkeit, >as hat sie doch alles schon einmal gesehen? Dabei muß sie feststellen, daß er gut aussieht, auch jetzt, als er die eigentlich lächerliche Oelhaut wieder über«
man vergessen, sich Milch zu besorgen, weil man jedoch auf Brötchen nur ungern verzichtet und das Dorf Gussow nicht wett ist, so wird „Lotteken heran müssen. w .. . .
Das Programm wird in einem Punkte geändert, Tilde zieht den Badeanzug über und läuft in heroi- scher Anwandlung ins Wasser. Eine Ente, bie von ihr aufgescheucht wird, zieht plärrend davon. Im ersten Augenblick ist es kalt. Man redet sich ein, daß es „schön kalt" sei, schwimmt und findet es bald wundervoll. Tilde hat die wasserdichte Kappe fest über ben Ohren und kann es sogar riskieren, zu tauchen. Als sie wieder in die Höhe kommt und Richtung nach ber Insel nimmt, steht Achill am Ufer.
„Ich wollte Sie eben herausholen", tutet er durch die zu einem Sprachrohr geformten Hände.
Im allgemeinen bemerken wir nur diese Sinnes- i täuschungen im Raum. Aber gerade unserer Zeit, in der große Ereignisse dem Leben andere und um gewohnte Gesichtspunkte geben, beweist, daß es auch eine Sinneetäuschung in der Z e i t gibt oder wenigstens eine perspektivische Verkürzung des normalen Zeitempfindens. Und bie Ungewöhnlichkeit großer Ereignisse berührt wieder bie Seele, bie jetzt das Tempo, ben Rhythmus, ben Sturmschritt merkt und sich über das rein daseinsmäßige „Dahinvegetteren •erbebt. In wunderschönen Versen läßt Schiller m der „Braut von Messina" den Chor bas Begreifen der Zeit burch die Seele deutlich werden:
„Etwas fürchten unb hoffen unb sorgen Muß der Mensch für ben kommenden Morgen, Daß er die Schwere des Daseins ertrage „ Hab bas ermübenbe Gleichmaß ber Tage.
Es gibt nichts Traurigeres, als feine Zeit zu verschlafen. Die Natur zwingt uns, em Drittel un- seres Lebens auf den Schlaf zu verwenden, um aus ihm neue Kraft und neuen Willen zu gewinnen. Wer aber seelisch immer schläft, wer sich aus seinem Trott nicht herausbringen läßt, wer nur m feinem engten Bezirk hockt, für ben hat schon der Volksmund ben schmückenden Beinamen einer Schtaftnütz- geprägt. Auf der Ofenbank ist es be- quemer unb gemütlicher als am sausenden Websttihl der Zett. Aber viele Geschlechter, bie bas Leben nur un engen Kreis durchschreiten, werden uns beneiden um die Gröhe ber Taten, deren lebende Zeugen wir sind.
Dornoüzen.
Tageskalenber für Samstag.
Nichifestfeier für den ersten Bauabschnitt.
Plastik, ein reizvoller Blickpunkt aeschaften werden. Um ein klares gärtnerisches und architettonisches Bild zu erreichen, werden innerhalb des Geländes verschiedlene kleinere Bauten entfernt werden.
Schon seit geraumer Zett, vor Ausbruch des Krieges, wurde Damit begonnen, den Generalbebauungsplan in feinen ersten Abschnitten zu ver- wirklichen. An ber Gafskystraße wurde mtt einem großzügigen Erweiterungsbau Der Medizinischen Klinik begonnen, während an der Ecke Frankfurter Straße und Klinikstraße der Erweiterungsbau für die Medizinische Poliklinik in Angriff genommen würbe. Nachdem beide Bauten unter Dem Zwang ber Verhältnisse nicht so rasch fortgefuhrt werden konnten, wie es wünschenswert gewesen wäre, qt es nun doch möglich seworden, insbesondere den Bau der Erweiterung für Die Medizinische Poliklinik zu fördern und auch bereits unter Dach zu bringen. Der Dau, der in der Planung dreistockia vorgesehen ist, wurde zunächst einstöckig ausgeführt und ist im Rohbau nahezu fertig.
Aus diesem Grunde sand am gestrigen Nachmittag in dem der Zett enftprechenden Rahmen ein Richtest U die am Dau beteiligten Arbeiter statt. Zur Feier hatten sich auch Kreisleiter Backhaus, Oberbürgermeister Ritter, der Nektar unserer Universität Professor Dr Kranz, ferner ^ofessor Herzog als Vorsitzender des Bauausschusses, der Direktor der Medizinischen Poliklinik Professor Dr. Haas und Oberarzt Dr. Schmidt emgefunben. Für das Hessische Hochbauamt nahmen Regierungs- baurat Gerlach und Regierungsbaurat ZlM-


