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Wie England die Franzosen hinterging
Churchill ging es allein um Frankreichs Flotte
London in den Luftschutzkellern
ist nicht in seinen Heimathafen zurückgekehrt.
Welche Rolle in diesem Kampf um die Befreiung der europäischen Völker von britischer Bevormun- düng dem französischen Raum zukommt, erhellt aus allen wesentlichen Bestimmungen des Waffenstillstandsvertrages. Die Besetzung der französischen Küste vom Kanal bis hinunter zur Biscaya wird der deutschen Wehrmacht einmal den Flankenschutz gewähren, den sie In ihren Operationen gegen England braucht, zum andern auch die Basis bieten, um die britische Blockade zu durchbrechen und das
kirchen eroberte. — (PK.Tews-Scherl-M.)
Der italienische Heeresbericht.
Rom, 25. Juni. (DRV.) Der italienische Heeresbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Infolge der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens find heute früh 1.35 Uhr d i e Feindseligkeiten zwischen Italien und Frankreich auf allen nationalen und Ueberfeesektoren einge- stellt worden. Lines unserer U-Boote hat einen feindlichen Dampfer von 8000 BRT. versenkt. Lin anderes U-Boot, das im Roten Weer stationiert war,
Bel dem feindlichen Luftangriff auf,zumei Tripolis find Ziele von militärischem Interesse IHöh
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, besichtigte vom 17. bis 21. Juni 1940 die Verbände der Kriegsmarine und die Marineanlagen im Bereich der holländischen, belgischen und nordfranzösischen Küste, um sich von ihrer Einsatzbereitschaft gegen England zu überzeugen. Unser Bild zeigt den Großadmiral auf der Strandpromenade von Dünkirchen im Gespräch mit dem Kommandeur des Regiments, das Dün-
Am Montagabend erfolgte in der Nähe von Rom die Unterzeichnung des italienisch-französischen Was' fenstillstandsvertrages. Unser Bildtelegramm zeigt in der Mitte des Bildes am Tisch General Huntzi' g e r, links neben ihm Botschafter Nokl und General der Luftwaffe B e r g e r e t, rechts von ihm General P a r i f o t und Vizeadmiral Seine; im Vordergrund rechts (mit dem Rücken zum Beschauer) der italienische Außenminister Graf C i a n o und neben ihm Marschall Badoglio während der Verlesung des Waffenstillstandsabkommens. — (Scherl-Bilderdienst-M^
Die Unterzeichnung des italienisch-französischen Waffenstillstandsverlrags
fehl des Kronprinzen stehende Armeen hätten den Angriff durchgeführt. Betonwerke, in Höhlen eingebaute Werke, Maschinengewehrnester und Drahtverhaue seien von den Truppen im Sturm genommen worden. Der Kampfgeist der italienischen Soldaten habe eine unwiderst e h l i ch e Stoßkraft entwickelt. Der Vorstoß sei auf der ganzen Linie erfolgreich und tief in das feindliche Gebiet gelangt gewesen, als der Befehl zum Halten gekommen sei.
Feststellungen des französischen Informationsministers
handelt hat, beweist die scharfe Stellungnahme gegen den General d e Gaulle, der als gefügiges Werkzeug Churchills von London aus die Franzosen zur Fortsetzung eines sinnlos gewordenen Kampfes auf- zuhetzen suchte und nun als typischer Emigrant sich fegen die Interessen des eigenen Volkes und des- en verantwortungsbewußte Regierung stellt. Das ranzösische Volk hat es bereits begriffen oder wird es emsehen lernen, daß es übel beraten war, als es fein Geschick von dem des Kontinents löste und es zuließ, daß eigensüchtige und machthungriae Politiker Frankreichs Staatsfchiff in das britische Fahrwasser steuerten allen Lehren der stanzösischen Geschichte zum Trotz. Nun kehrt Frankreich unter dem harten Zwang der Tatsachen in die Front zurück, in die es seiner Natur nach und Überlieferung^ gemäß gehört, in die Front des kontinentalen Europa, das unter deutscher Führung angetreten ist, die Vorherrschaft, die die britische Plutokratie sich auf dem europäischen Festlande angemaßt hat, zu beseitigen.
reich sich nur in Besinnung, Ordnung und Arbeit wieder aufrichten könne. In absoluter Unab« hängigkeit hat also die Regierung ihren Be- schluß gefaßt und endgültig die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, ausgeschieden. Gewisse Parlamentarier und ehemalige französische Minister ur- teilten anders. Die französische Meinung wird ihnen gegenüber keine Nachsicht üben. Indem diese sich um die Verantwortung, die sie der Nation gegenüber hatten, drückten, haben sie sich von der französischen Gemeinschaft getrennt. Weder Beschuldigungen, noch Drohungen, ganz gleich von welcher Seite sie kommen mögen, ver- mögen die französische Entscheidung zu ändern."
Hafenstädte festgesetzt. In den großen Industne-Zen- Iren Mittel- und West-Englands werden in aller Mle gleichfalls umfassende Evakuierungsmaßnahmen vorbereitet. Daneben hat ein neuer Auszug der Zivilbevölkerung aus den großen Städten aus eigener Initiative eingesetzt. Diese Bewegung hat einen unglaublichen Mietwucher in ländlichen Gemeinden mit sich gebracht, über den Herr zu werden den Behörden noch nicht gelungen ist. Wahrscheinlich dürften demnächst die Mietpreise örtlich fest geregelt werden.
Nachdem Frankreich kapituliert hat, ist der Bruch Englands mit feinem ehemaligen Bundesgenossen vollständig geworden. Das beweist immer klarer der Ton, den die englische Presse jetzt Frankreich gegenüber anschlägt. Sie versucht dabei mit allen Mitteln, die Regierung P6tajn zu diskreditieren und die im Ausland lebenden Franzosen gegen sie auszuspielen. So behauptet „Daily Telegraph", daß eine Anzahl von Franzosen entschlossen fei, „die Ehre des französischen Banners hochzuhalten". Das gleiche Blatt beeilt sich dann, alle Franzosen,, die sich in diesem Augenblick jenseits der Meere gegen die Entscheidung ihrer Regierung wendeten, die die alliierte Sache aufgegeben habe, „der Sympathie und uner- fchütterlichen Brüderlichkeit Englands" zu versichern und ihnen die britische Nationalität anzubieten. „Manchester Guardian" schreibt: „Hitler hält jetzt Frankreich in seiner Gewalt, wie die Tschecho-Slo- roafei, nachdem er sich des sudetendeutschen Gebietes mit allen seinen Befestigungen bemächtigt hat. Was uns angeht, müssen wir den schweren und jüngsten Vorurteilen, welche uns entgegengebracht werden, Rechnung tragen. Die französischen Küsten fallen in die Hand der Deutschen, und zwar mit allen ihren Befestigungen und allen ihren Häfen. Das ist eine Kriegsbeute, deren Wert durch Hithtzc noch vermehrt werden wird."
hatten, bei der britischen Regierung in ter- o entert, damit die Erklärungen von Churchill, Beaverbrook und Halifax nicht aufrechterhalten würden, und England Frankreich gegenüber eine weitaus weniger verständnisvolle und kategorische Haltung einnehmen sollte. ,
Von da an überstürzen sich die Ereignisse. Die Besetzung des französischen Gebiets beschleunigte sich. Die unvermeidliche Notwendigkeit, die Be- oingungen des Siegers kennen zu lernen, wurde für die französische Regierung immer dringlicher. 'Diese betrachtete es als ihre Pflicht, in Frankreich zu bleiben, das Schicksal aller Franzosen zu teilen. Sie war überzeugt, daß Frank-
Wie schon gemeldet tritt eine Waffenstillstands- kommission zusammen, die ihren Sitz i n Wiesbaden haben wird. Zum Vorsitzenden der Waffenstillstandskommisfion hat der Führer den General der Infanterie von Stülpnagel ernannt. Aufgabe dieser Kommission ist es, die Durchführung des Waffenstillstandsvertrages zu regeln und zu überwachen. Die französische Regierung ist aufgefordert worden, ihrerseits 23er- hreter zu der Waffenstillstandskommission zu entsenden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Großadmiral Kaeder an der französischen Kanalküste.
Gens, 25. Ium. (Guropaf«&.) Der Kommissar für französische Propaganda, Jean P r o u v o st, empfing die in Bordeaux weilenden amerikanischen Journalisten. Er erklärte zur Lage und zum Streit zwischen England und Frankreich folgendes:
„Wir bitten untere Freunde in Amerika, die ungeheure Trauer Frankreichs zu verstehen. Wir suchen unsere Fehler und Irrtümer weder zu leugnen, noch zu verbergen. In der augenblicklichen Lage ist jeder Franzose davon überzeugt, daß Frankreich nur durch Besinnung und Ar- beit wieder aufleben kann und muß. Jeder Franzose unterschreibt die Erklärungen des Marschalls P^tain. Deshalb bedauern wir, daß die britische Regierung nicht dieselbe Zurückhaltung und dasselbe Schweigen beobachtet hat und uns nut ungerechten Vorwürfen überhäuft.
Es ist notwendig, daß wir schnell einen geschicht- Ilichen Rückblick tun. Vor der Kriegserklärung stimmte das Parlament in London für die allge- mcine Wehrpflicht. 26 britische Divisionen sollten vor Anfang der Feindselgkeiten nach Frankreich gehen. Die Regierungen Daladiers und Reynauds .... , , hörten nicht auf, die Aufmerksamkeit der britischen
freie Weltmeer zu gewinnen, ja die Gegenblockade Regierung auf die Schwierigkeiten zu ziehen, die gegen England aus einem gewaltigen Bogen, der Frankreich zu meistern hatte, das die Männer bis sich von Narvik bis Biarritz spannt, mit größter 43 Jahren unter den Waffen hielt, während die Intensität zu führen. Die Sicherung des sranzö- jungen englischen Klassen von 28 Jahren n och fischen Raums durch die drei gewaltigen Schlachten nicht mobilisiert roaeen. Die britische Regie- in Flandern und In Artois, vor Paris und im rung führte den Mangel an Waffen und Kasernen Elsaß und Lothringen bedeutet also eine erhebliche und die Unmöglichkeit, genügend ausgebildete Män- Derbesserung der strategischen Ausgangsstellung in ncr nach Frankreich zu schaffen, an. Im März 1940 dem nun beginnenden Entscheidungstampf gegen begab sich eine französische Vresseabordnung nach England. Dr. Fr. W. Lange. England. Sie stellte fest, daß die Kriegsanstrengun-
gen Englands sich als ungenügend erwiesen. ÖCf A>OrflyCnOC Wie zur Zeit Pitts gttiubte England an die
der Waffenstillstandskommission. BI <> -kad - und di« englische Regierung regiert«
" 1 I England weiter nach den überkommenen Tradi-
Stockholm, 26. Juni. (Europapreß.) Ministerpräsident Churchill beschäftigte sich am Dienstagnachmittag im Unterhaus mit dem englisch-fran- zösischen Gedankenaustausch, der dem französischen Waffenstillstandsangebot vorausgegangen war. Die Londoner Regierung habe kurz vor der stanzösischen Bitte um Waffenstillstand der Regierung Reynaud erklärt: „Vorausgesetzt, daß die französische Flotte in einen englischen Hafen gebracht wird und dort während der Waffensttll- standsverhandlungen bleibt, wird die englische Regierung der stanzösischen Regierung ihre Zustimmung oazu geben, daß sie sich darüber in Kenntnis setzt, welche Waffenstillstandsbedingunaen Deutschland an Frankreich zu stellen gedenkt." Reynaud habe ihn gefragt, ob England sich in der Lage sehe, Frankreich von seinen vertpaglichen Verpflichtungen zu entbinden. England habe sich jedoch trotz der schweren Leiden, die Frankreich bereits zu ertragen gehabt hätte, nicht dazu in der Lage gesehen. „Ich
erklärte", so sagte Churchill, „Frankreich solle einen Appeil' an d i e Vereinigten Staaten richten, woraus dann eine neue englisch-französische Konferenz ftattflnben sollte. Am 16. Juni wurde mitgeteilt, daß die Antwort der Vereinigten Staaten auf den französischen Appell als ungünstig bezeichnet werden müsse. Reynaud erneuerte daraufhin seinen Wunsch, daß die englische Regierung Frankreich von seinen Vertraasverpslichtungen ent- binden möge. Die Antwort blieb negativ."
Churchill habe noch einen Versuch gemacht, mit Reynaud zusammenzutreffen. Er habe jedoch bereits auf der Reise erfahren, daß Reynaud gestürzt und P 61 a i n zu seinem Nachfolger ernannt worden sei. Churchill gab dann zu verstehen, daß England alles getan habe, um die französische Flotte in englische Hände zu bekommen. Frankreich habe aber keine Versicherung abgegeben, daß es nicht zulassen würde, daß die französische Flotte in deutsche Hände gerate.
der Befestigungsanlaaen seien hier nur be- schränkt gewesen. Die Verteidigungswerke feien ' zumeist in natürlichen oder in die Felsen gehauenen elHöhlen angelegt, daher von Flugzeugen nicht
tionen.
„Herr Reynaud", so führtex Prouoost weiter aus, „führte am 12. Juni Weygand in fein Ministerium ein. In dieser stürmischsten und drama- tischsten Sitzung, die je eine französische Regierung erlebt hat, gab der Generalissimus ein Expost über die militärische Sage. Die herrschende Meinung unter den Kabinettsmitgliedern war, daß Frankreich mit oder ohne Waffenstillstand einer totalen B e - fetzung nicht entgehen würde. In dieser schrecklichen Sage beschloß der Ministerrat einstimmig, Churchill zu ersuchen, nach Frankreich zu kommen, um sich mit ihm zu verständigen. Für den nächsten Morgen 3 Uhr wurde ein Ministerrat festgesetzt, in dem Churchill angehört werden sollte. Während zwei Stunden warteten die stanzosi- kschen Minister ängstlich auf Churchill. Um 5 Uhr tarnen endlich Reynaud und Mandel an, die erklärten, Churchill gesprochen zu haben. Aber dieser habe nach England zurückkehren müssen.
Der Ministerrat fragte dann Reynaud nach der Meinung Churchills, wenn sich Frankreich gezwungen sehen würde, die Waffen niederzulegen. Herr Reynaud gab die folgende Antwort: „In Ueberein- ftimmung mit Lord Halifax und Lord Beaverbrook erklärte der englische Premierminister, daß die englische Regierung, wie in der Vergangenheit, fortfah- ren werde, Frankreich das Höchstmaß an militärischer Hilfe zukommen zu lassen. Wenn die Ereignisse aber Frankreich zwingen sollten, Deutschland um einen Waffenstillstand zu bitten, so würde man nach seiner Meinung dem Alliierten in keinem Falle Schwierigkeiten m a- ch en und würde die Lage, in der sich dieser gegen seinen Willen befinden würde, verstehen."
Vollständig informiert über die Erklärungen des I Premierministers, begann bann der Ministerrat die Debatte. Die Entscheidung, um Waffenstillstand zu ersuchen, wurde noch um 24 Stunden aufgeschoben, um die Antwort des Präsidenten Roosevelt auf den letzten Appell Frankreichs abzuwarten und um London genauestens über die Lage und die I aus ihr resultierenden Folgen zu unterrichten.
In der Zwischenzeit haben gewisse Minister, unter ihnen vor allem Mandel, die von der franzo- schen Regierung keinen Auftrag erhalten
Stockholm, 25. Juni. (Europapreß.) Mehrere Milionen Engländer haben in der Nacht zum Dienstag vier bis fünf Stuüden in den Luftschutzkellern zugebracht. Dienstagmorgen erklärte ein Engländer, der selbst durch das Heulen der Sirenen aus dem Schlaf gescheucht und nur notdürftig bekleidet in einen Unterstand geflüchtet war, im Londoner Rundfunk, man habe an Hand des Motorengeräusches über London feststellen können, daß zahlreiche deutsche Maschinen auf einmal über der Hauptstadt kreisten. Das Sirenengeheul konnte ungefähr kurz nach Mitternacht von den Außenbezirken auf den Mittelpunkt zukommend, gehört werden. London war nicht mehr B unvorbereitet, aber es lastete doch eine ge- te Stimmung über den Millionen, die zum erstenmal das erlebten, wovor Churchill feit Tagen, gerade nach dem franzfifchen Zusammenbruch, gewarnt hatte. Daß die Stimmung trübe und bedrückt war, geht aus der Andeutung hervor: „Die Menschen saßen in den Luftschutzkellern, sie schauten vor sich hin, und niemand sprach ein Wort."
>Großbritannien beschleunigt jeden Tag seine Verteidigungsmahnahmen. Industrie-Verlegungen und Evakuierungen an der Ost- und Südostküste folgen sich in immer schnellerem Rhythmus. Der englische Gesundheitsminister hat jetzt einen allgemeinen Evakuierungs-Erlaß heraus- gegeben, nachdem vorläufig die Schüler und Schülerinnen der Hafenstädte Portsmouth, Southampton und Gosport zu evakuieren find. Die Evakuierung soll so schnell wie möglich durchgeführt werden, da man mit deutschen Luftangriffen auf die britischen Flotten- und Luftbasen für die nächsten Stunden rechnet. DerDonnerstag und Freitag dieser Woche sind deshalb als die äußersten Evakuierungstermine Jür die Jugend der großen
nicht getroffen worden. Die Bomben fielen auf Häuser des alten Iudenviertels und verursachten an 20 Opfer.
Lin feindlicher Luftangriff auf Cagliari, bei dem gegen 30 Bomben abgeworfen wurden, hat keinen Schaden an den haufern angerlchtet und nur wenige Personen verletzt. Zwei Luftangriffe gegen Palermo find von unfern Jagdflugzeugen, die die feindlichen Flugzeuge zur Flucht zwangen, vereitelt worden. Der Krieg gegen Großbritannien geht weiter und 1 wird bis zum Siege fortgesetzt.
Italiens Alpenfront.
AtteSchwierigkcitendcsHochgcbirgskriegeS
Rom, 25. Juni. (Europavreß.) Der Wafienstill- stand ist in Kraft getreten. Auch an der italienischen Westfront ruhen die Waffen. Um 1.35 Uhr ist bas Signal zum Einstellen des Feuers gegeben worden. I Diesem Augenblick, so berichtet der Frontbencht- erstatter des „Popolo di Roma", sei kein feierlicher I Charakter gegeben worden. Die Truppen hätten einfach den Pefehl erhalten, an den erreichten Stellungen zu verbleiben. In welcher Weise sich das Ereignis auf der Gegenseite auswirkte, sei nicht festzu- I stellen gewesen. Rasch und einfach seien die Operationen des italienischen Heeres an der Westfront I abgeschlossen worden.
Die Stunde des Waffenstillstandes habe in einem Augenblick geschlagen, da die am 21. Juni begönne- Inen offensiven Operationen in voller Entwicklung und gutem Fortschreiten Igewesen seien. An allen Punkten sei der Wider- Istand des Feindes hartnäckia, ja wütend gewesen. Zahlreiche kriegstüchttge" und noch voll- I kommen unversehrte feindliche Divisionen hätten diese durch starke ständige Werke und tief gestaffelte zusätzliche moderne Verteidigungswerke fast unüber- windbar gestaltete Front besetzt gehalten. In fahr- I zehntelangem Ausbau sei diese französische Alpen- I front zu einer gewalttgen natürlichen Festung aus- gestaltet worden. Einen B l i tz k r i e g hier zu füh- ren, sei unmöglich gewesen. Die Einsahmöalich- lichkeiten der Luftwaffe zur Niederkämpsung
leicht festzustellen und noch weniger leicht anzugreifen Und zu zerstören. Ebenso wenig hätten in dem Kampfgebiet von durchweg hochalpinem Cha- rachter Durchbruchsmittel, Kampfwagen und Truppen in Massen eingesetzt werden können. Es hätte somit ein schwieriger Gebirgskrieg geführt werden müssen. Als der Angriffsbefehl gekommen fei, habe man die Gebirgsartillerie in Stellungen gebracht, die nu? echte Gebirgstruppen hätten erreichen können. Zwei unter dem B e -


