Einzelbild herunterladen

Montag,2b.8ebruar WO

Giehener Anzeiger

192A

Helsinki, 25. Febr. (DNB.) Auf der Karelischen

leAmeigen Roter Anzeiger von Lausenden f und geleien.

geworden waren. Allerdings waren wir damals nicht allein die Betrogenen. Man hat auch die eige­nen 23ö l f e r betrogen. In all diesen soge­nannten Siegerstaaten haben die Völker nicht das. < bekommen, was sie damals erwarteten. Es sollte ja i ein Zeitalter der Gerechtigkeit kommen. Aber auch innerhalb dieser Nationen selbst ist die versprochene soziale Gerechtigkeit aus-geblieben. Am meisten aller­dings wurde unser deutsches Volk betrogen. Das deutsche Volk hat auf Grund von Versprechungen, die in 14 Punkten zusamMengefaßt worden waren, seine Waffen niedergelegt. Die Folge war Spaa und endlich Versailles. Damit kam allerdings eine neue Weltordnung auf, nämlich die Weltordnung der so­genannten Sieger und Besiegten, wobei die Sieger alle Rechte besaßen und die Besiegten überhaupt keine. Denn die anderen sind ja auch betrogen wor­den. Man hat damals die Italiener betrogen, man hat die Inder betrogen, man hat ihnen versprochen, daß, wenn sie für England eintreten wollten, dann würden sie nachher die Freiheit bekommen. Man hat die Araber betrogen, man hat ihnen versichert, daß sie ein großes arabisches Reich erhalten würden. Man hat allerdings nebenbei auch die Juden betro­gen, denen man das gleiche Gebiet, das man den Arabern zusprach, auch gleich vorneweg zusicherte. (Heiterkeit.)

Es gab damals angesichts unseres totalen Ver­falls auf allen Gebieten viele, die meinten, nun sei das Ende der deutschen Nation überhaupt gekom­men. Ich war anderer Auffassung. Was für viele das Ende zu sein schien, war in meinen Augen ein Anfang. Denn was war damals in Wirklichkeit zer­brochen? Zerbrochen waren unhaltbare For­men, die auf die Dauer doch nicht mehr hätten bestehen können. Zusammengefallen war die b ü r - gerlich-kapitalistische Welt. Ihr Zeitalter hatte sich überlebt, und in irgendeiner Form muß dieser Zusammenbruch überall kommen, er wird nirgends ausbleiben. Aber entscheidend war damals für uns nur eines: In dieser Zeit, da so viele äußere, formelle Einrichtungen zerbrochen waren, da ist nicht zerbrochen worden der deutsche Mensch! Er hatte ja gerade eine Leistung voll­bracht, wie fein Volk der Erde vorher. In einem vierjährigen Kampf hat dieses Volk 26 Staaten standgehalten und ist nur durch Lug und Trug be­siegt worden! Wenn sich damals nicht Deutsche ge­funden hätten, die das Vertrauen in das eigene Re­gime zerstörten, England und Frankreich hätten nie gesiegt! Wenn damals ein gewisser Adolf Hit­ler' statt deutscher Musketier zu sein deutscher Reichskanzler gewesen wäre (stürmisches Hände­klatschen) glaubt man etwa, daß damals diese kapitalistischen Götzen der internationalen Demo­kratie gesiegt hätten? (Stürmische Zurufe: Nie! Nie!) Und wenn ich nun vor 20 Jahren als Träger einer neuen politischen Idee in diesem Saale auf­trat, dann geschah dies als Repräsentant eines in Millionen einzelner Wesen ungebrochen weiter- lebenden deutschen Volkes. Es war mir damals eines ganz klar: An Stelle des alten Klassenstaates mußte das deutsche Dolksreich treten. Die Reichsidee mußte aus den Händen der früheren feudalen, bürgerlichen oder kapitalistischen Vertreter genommen und zu treuen Händen des deutschen . Volkes .gegeben werden, das Volk selbst aber zum

Die fortschreitende Vereinheitlichung der Länder­aufgaben und des Behördenaufbaues hat dazu ge­nötigt, die Ueberweifungsanteile der einzelnen Län­der an der Einkommensteuer, der Körperschafts­steuer und der Umsatzsteuer stärker anzunähern. Dies ist jetzt durch eine Senkung der Spitzenbe­träge und eine Erhöhung der niedrigsten Beträge bei den Ueberroeifungsanteilen geschehen. Vom 1. Oktober 1939 ab sind für die Anteile der einzelnen Länder ein Höchstbetrag von 25 RM. und ein Min­destbetrag von 17 RM. je Einwohner festgesetzt worden.

Kurz nach Vollendung seines 90. Lebensjahres verstarb in Potsdam General der Artillerie von Gronau, Ritter des Ordens Pour le mSrite mit Eichenlaub, Teilnehmer des Feldzuges von 1870/71 und des Weltkrieges. *

Die lettische Regierung hat den obligatorischen Ar­beitsdienst eingeführt.

Die Besatzung landete an der Ostküste Englands. Die gleiche Reederei hat bereits die DampferKensington Court",Arington Court" undCedrington Court" verloren.

*

Die italienische Kronprinzessin hat in Neapel einer Tochter das Leben gegeben, die auf den Namen Maria Gabriela von Savoyen getauft werden wird.

Der Führer hat dem Geheimen Kommerzienrat Dr. Oskar Ritter von Petri in Nürnberg aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres die Goethe-Medaille für Kunst und Wissen­schaft verliehen.

große Armee" gebildet worden, unb i n A e g y p -, H e l s i n k , 25. Febr (DNB.) Auf der Karelischen t en stünden die nahöstlichen Truppen Englands Landenge sollen die russischen Angriffe zwischen dem unter dem Befehl von General W a v e l l. Es sei Finnischen Meerbusen und Muolajaroi, bet Kowtsto offensichtlich daß die englisch-französischen Kriegs. 1 und Kaslahati, desgleichen bei Sommo, Naykkyarvt

eib- üden bbfinder nlagen rtigung in Verkstätte t Kling Nerto. gistenmeist ktstr.16 erant der ikenkassen i.Bedienung

Während der ersten fünf Kriegsmonate 1810 315 ART. versenkt.

Gesichts benutzen.

:leie hat linigungs- auch von es Schön- ouerstoH- r Gesicht leiweuil wfei W0.45 =4*5"»

U"stf»dS'

elskiasse

nicht*

-o kaDD'

190. Jahrgang Nr.48

Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen: Die Illustrierte Gießener «Vainilienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis:

Mit 4 Beilagen.NM. 1.95

OhneAllustrierte 1.80

Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Gefährliches Spiel im Nahen Osten

England und Frankreich als Unruhestifter am Pranger.

Wir müssen siegen und wir werden siegen!

Der Führer spricht am Geburtstag der Bewegung zur Alten Garde der NSDAP

d°ch lo 'uns in-

' r°,ch».

,Mnet tat u6 ! H n stei »u

betreten

; mit Be-

i?

Sic. J° bette

' ®°H(n

Ws

verkauf- vomittags ihr kommen «strasie 2o» ; fre'tt ,r. Verkauf: »evumpen u. stelle, eiserne 'starke B-m-

w Ns ,stz-u.Vau^ M sss» gss ZGröen,

Postscheckll686Frankf./M. vrühlscheUnlverfitStsdruckererv. Lange

eIer nicht 5 Bourn. k Wachs- Ebringen Werte Königen, manchmal 1 Schluck, Wff ber a stürzen. * Er menbaiser gewisser- den Lip. des Bild, Er war cht einmal r wirllich abwenden.

und dem Bahnhof Kärnärä verlustreich abgewiesen worden sein. Auch bei ihren Angriffen östlich von Muolajärvi sowie bei Salrnenkaita und in Taipale hatten die Russen große Verluste gehabt und seien abgewiesen worden. Die von den Russen nordöstlich des Ladoga-Sees und ebenso in Richtung auf Salla ausgeführten Angriffe feien ohne Erfolg gewesen.

Starker Eindruck der Kührerrede in Nom.

Rom, 26. Febr. (Europapreß.) Die gesamte ita- lienifche Presse unterstreicht die Gewißheit des Führers, daß Deutschland weder militärisch noch wirtschaftlich nieder gerungen werden könne. Weiter wird hervorgehoben, daß der Führer neuerdings daraus verwiesen habe, in dem gegenwärtigen Rin­gen sei das gute Recht auf Seiten Deutschlands. Aus den Ausführungen des Führers, so heißt es in der italienischen Presse, gehe hervor, daß Deutsch­land sicher sei des Sieges über die hegemonistischen Anmaßungen Englands. Fast gleichzeitig, so sagt die italienische Presse, habe Chamberlain in Birmingham auf die schon zur Genüge bekannte These der Westmächte hingewiesen, die in der For­derung der Wiederherstellung des Status quo gipfelte. Eine Neuigkeit in der Rede Chamberlains sei nur der scharfe polemische Ton gegenüber Ruß­land und zugunsten Finnlands gewesen.

Angst und Wut in London.

Berlin, 25. Febr. (DNB.) Unter stürmischem Beifall hatte der Führer in München aus der Erin­nerung an die Kampfzeit heraus festgestellt, Hetze und Anfeindung seien stets das sicherste Anzeichen dafür gewesen, oaß die Partei sich auf dem rich­tigen Wege befand. Wie richtig diese Worte ge­rne) en sind, zeigte sich schon in der gleichen Stunde, als sie gesprochen wurden. Mit einem ohnmäch­tigen Wutgeheul reagierte man in London auf des Führers vernichtende Abrechnung mit den Kriegshetzern. Eine Fülle von Verdrehungen und Verleumdungen, persönlichen Beschimpfungen und Beleidigungen wurden in offiziösenBemerkungen zu der Führerrede" verbreitet, aus denen aber im­mer wieder d i e Angst vor der Entschlossenheit und der Einheit des deutschen Volkes und seiner Führung erkennbar wurden.

branbftifter den Nahen Osten und die arabischen Länderals neue Reserven für Kanonenfutter" ausnutzen wollen und daß sie dort eine Armee auf­stellen,um die Balkanstaaten in den Krieg hinein­zuziehen. Aber gerade der Nahe Osten könne sich als gefährlicher Boden für die Umtriebe der Weft- mächte erweisen. In Palästina könnten die Un­ruhen nicht unterdrückt werden. In Syrien wachse die Volksbewegung gegen die französische Herrschaft, und im Irak brodele es so verdächtig, daß das englische Kriegsministerium bereits Befehl gegeben habe, indische Truppen zur Besetzung des Landes bereitzuhalten. So sei das Spiel der Westmächte auch im Nahen Osten ein gefährliches Spiel.

Oie Kämpfe

auf der Karelischen Landenge.

Berlin, 25. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald örtliche Ar­tillerie- und Spähtrupptätigkeit. In der Luft schwache Aufklärungstätigkeit und Iagdüberwachung an der deutsch-französischen Grenze und über der Deutschen Bucht. Ein französisches und ein britisches Flugzeug wurden abgeschossen. Eigenverluste traten nicht ein.

Durch Einsatz der Seekriegsmittel wurden während der ersten fünf Kriegsmonate (bis zum 20.2. 1940) 4 9 6 feindliche und mit Bannware für England fahrende neutrale Handelsschiffe mit 1 810 315 Brt. versenkt.

Oer Wehrmachtsbericht vom Gamstag.

Berlin, 24. Febr. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen verlief der Tag ruhig. Französische Flugzeuge überflogen mehr­mals die deutsche Weslgrenze, wurden jedoch durch sofort einsehende deutsche Iagd- und Flakabwehr zur Umkehr gezungen. Eigene Flugzeuge, die nach Frankreich hinein aufklärten, stießen an mehreren Stellen auf starke feindliche Flak- und Iagdabwehr. Sie waren denoch in der Lage, ihre Aufträge aus­zuführen und erreichten ohne Berluste die Heimat­flughäfen.

Ständige Verletzungen des niederländischen Hoheitsgebietes.

B e r I i n , 24. Febr. (DNB.) In der vergangenen Nacht haben britische Flugzeuge wiederum in ausgedehntem Maße niederländisches Hoheitsgebiet überflogen. Folgende Ein­flüge in die Niederlande wurden einwandfrei» fest­gestellt. Um 22.02 Uhr ein Flugzeug über der Insel Terschelling in östlicher Richtung. Um 22.32 Uhr ein Flugzeug bei Neuschanz östlich von Groningen in südwestlicher Richtung. Um 22.45 Uhr ein Flugzeug 10 Kilometer südlich Neu- schanz in südöstlicher Richtung und um 22.49 Uhr ein Flugzeug 10 Kilometer östlich Delfzijl in südwestlicher Richtung. Die Feststellung war in den drei letzten Fällen besonders einfach, da der Flug­weg der Flugzeuge in Deutschland genau bis zur Grenze verfolgt wurde. Binnen einer Woche haben sich damit die Ueberflieaungen niederländi­schen Hoheitsgebietes durch britische Flugzeuge min­destens auf zwölf Fälle erhöht. Besonders kraß verletzten die Engländer in der Nacht vom. 20. zum 21. Februar die niederländische Lufthoheit, als sie mit einer Anzahl von Flugzeugen auf verschiedenen Wegen vom Ausgang der Ejsftlsee quer über n i ederlä ndi sche s Gebiet bis zur deutschen Grenze flogen.

Verlogene Ausreden.

Montevideo, 24. Febr. (DNB.) Eine vom englischen Gesandten der Presse übergebene Erklä­rung, daß die Rettungsboote des deutschen Dampfers W a k a m a" von englischen Fliegern mit Maschi­nengewehrfeuer belegt worden find, weil man b i e leer treibenden Boote durch die Flug­zeuge habe versenken wollen, da sie eine Gefahr für die Schiffahrt bedeutet hätten, findet wegen ihrer offensichtlichen Verlogenheit keinerlei Glauben, zumal die Rettungsboote an der bra­silianischen Küste antrieben. Die Beschießung der wehrlosen deutschenWakama"-Besatzuna burd) die Engländer wird als eine überaus verächtliche und verwerfliche Methode der Seekriegfuhrung gebrandmarkt.

Oeutici -italienischer Warenverkehr für 1940 festqeiegt.

Wahrer dieser Reichsibee erhoben werden. (Brau­sender Beifall.)

Dieser Volksstaat wurde vor 20 Jahren in diesem Saale proklamiert. 13 Jahre hat der Kamvf ge­dauert, um ihn aufzurichten. Was ist in diesen 13 Jahren an Arbeit geleistet worden, was an Sorgen und Mühen zu überwinden gewesen. Was es beim Aufstieg im einzelnen an Rückschlägen gegeben hat, daß wissen Sie, meine alten Parteigenossinnen und Parteigenossen, am allerbesten. 1933 begann dann die Zeit, in der alles, was wir in den zahllosen Kund­gebungen proklamiert und gepredigt hatten, nun verwirklicht werden mußte. Wenn man gerecht ist, kann man nicht bestreiten, daß in dieser Zeit in Deutschland geradezu ein Wunder geschehen ist. Was ist in diesen wenigen Jahren an ReformarbeiL auf allen Gebieten geleistet worden? Ein Auf* bau von gigantischen Ausmaßen!

Wenn ich mir alle diese sogenannten inter­nationalen Staatsmänner der Demokratien, die heute in Europa große Töne reden, vorsteüe und i h r Lebenswerk ansehe, fo kann ich nur sagen: Ich habe im Inneren und nach außen nur das Unglück gehabt, gegen lauter Nullen kämpfen zu müssen. Diese Leute beherrschen den größten Teil der ganzen Welt und sind nicht einmal in der Lage, in ihren eigenen Ländern die Erwerbslosigkeit zu beseitigen! Und diese Leute reden von der Notwendigkeit eines Neu­ausbaues Europas. Das erinnert mich an die Redensarten unserer eigenen Demokraten in früheren Iahren, die vom notwendigen Neuauf­bau Deutschlands predigten. Dieser Neuaufbau ist allerdings eingetreten. Aber ohne sie. Auch der Neuaufbau der Welt wird eintreten! Aber gleichfalls ohne siet (Brausender Beifall.)

Mein Kamps um die Freiheit unseres Volkes roaf ein Kamps gegen Versailles. Aber es handelt sich nicht um bas Paragraphenwerk von Versailles, sondern darüber hinaus um den Kampf gegenbie Geistesverfassung, die im Ver­sailler Diktat ihren Niederschlag gefunden hatte. Sie wurzelt in der Auffassung, daß zwei ober drei Völ­ker nun einmal vom lieben Gott bestimmt seien, bte ganze Erde zu beherrschen und daß, wenn ein Doll sich dieser Herrschaft nicht fügt, sie das Recht haben, zu behaupten, dieses Volk will die Erbe beherrschen! Herr Chamberlain sagt bas in einem Augenblick, in dem ganz Indien gegen ihn protestiert, in einem! Moment, in dem die Araber zum Wiberstand auf* rufen. In einer solchen Situation tritt dieser Herr auf und erklärt: Englanb kämpft gegen den Versuch einer deutschen gewaltsamen Weltbeherrschung. Mit diesen Phrasen hat man das Deutschland vor dckm Jahre 1918 vielleicht beeindrucken können, ba$ nationalsozialistische Deutschland nicht mehr! Der Herrgott hat die Welt sicherlich nicht für die Eng­länder allein gemacht! (Stürmischer Beifall.) Der Herrgott bat nicht bestimmt, daß ein paar kleinü Rassen, die ihr eigenes Volk noch nicht einmal mit dem Notwendigsten versehen können, drei Mertel der ganzen Erde unterjochen und die anderen 23öf­ter zum Hungerleiden verdammen. Das ist nun l möglich - gerne jen durch die Schwäche diejex 23 öltet

Rom, 24. Februar. (DNB.) In Rom fand die Tagung des deutschen und des italienischen Regle- rungsausschusses für die Regelung der deutsch-ita­lienischen Wirtschaftsbeziehungen statt um Öen Warenverkehr für das I " h r1940 eft- zulegen. Es wurden auch andere wirtschaftliche und finanzielle Probleme erörtert, die die beiden Lan­der, die auch auf diesem Gebiet ihre solidarische Zusammenarbeit fortsetzen, interessieren. Der Duce hat p e r f ö n I i d) e i n g e g r i f f e n , um bestimmte Weisungen zu erteilen. Die Vereinbarungen wurden von Botschafter v. Mackensen, dem Gesandten Clo- dius und Senator Giannini unterzeichnet. Italien siebt sckon jetzt bei der Einfuhr an erster und bei der Ausfuhr an dritter Stelle. Diese Entwicklung hat ihre Probe auch im Kriege bestanden.

Kleine politische Hachnchten.

In Buenos Aires ist der englische Botschafter bei dem argentinischen Innenminister vorstellig gewor be um strengste Internierung und Sfoüerung^b r Besatzung desAdmiral Graf 6 p e e m entlegenen ©egenben Argentiniens ZU fordern. Die argentinische Regierung hatte sich «nveranben er­härt, baß bieSpee^-Mannschaft frieb cher Be fdiäftiauna nachgehen könne, sobald deutsche Fir men Entsprechenbe Stellungen ^r Der ugung ha - ten Das unerhört breifte Ansinnen ist felbftoe stündlich abgelehnt worden.

Die bewaffnete englisch-Schaluppe io'

fiel einer Mine zum Opfer. Zehn Mitglieder Besatzung werben vermißt.

Der britische DampferRoyal Archer <2|66 Brt.) ist an ber schottischen Küste gesunken. Die Be satzung konnte an ßanb gebracht wer

Der britische Dampfer 'Aevingdon ^rt (4344 Brt.) ist in ber Nordsee versenkt woroe .

München, 24. Februar. (DNB.) Die natio- < nalsozialistische Bewegung unb mit ihr bas gesamte i beutsche Volk begingen am ©amstagabenb bie i 20. Wieberkehr jenes Tages, an bem Aböls Hitler : im Hosbrüuhaus - Festsaal in München mit ber I Derkünbung bes Programms ber NSDAP, ben politischen ©runbftein. legte zum Großbeutschen Reich ber Gegenwart. Wieberum versammelten sich bie ältesten Gefolgsmänner um ihren Führer am Ort bes unmittelbaren Erinnerns. Alle tragen sie bas golbene Ehrenzeichen ber Par­tei, viel auch ben Blutorben. Neben ben Tragern des schlichten Braunhembes sitzen Männer im felb= grauen Rock. Front unb Heimat reichen sich auch in biesem Raum bie Hanb. Mit bem Führer sind gekommen Rubolf Heß, Abolf Wagner, Heinrich Himmler, Wilhelm Brückner, Julius Schaub Chri­stian Weber, Ulrich Graf, Hermann Esser unb Hein­rich Hoffmann. Der Gauleiter bes Trabitwnsgaues Abolf Wagner macht sich zum Sprecher der alten Parteigenossen unb grüßt ben Führer.Ich bars Ihnen sagen, wie wir uns alle freuen, baß Sie so gesunv unb froh in unserer Mitte weilen. Wir alle bie wir Sie nun boch schon so lange kennen, wir brauchen Ihnen nur in bie Augen zu sehen, um Zu wissen, wie es um Sie unb bamit um uns steht. Würben heute in biesem Saale einige Englänber ober Fran­zosen sitzen, bann würben sie erkennen müssen, batz es nie gelingen wird, die Einheit der deutschen Nation zu zertrümmern. Das, was vor 20 Jahren von biefer Stelle aus begonnen würbe, bas wirb dauern, solange es Deutsche gibt. Denn uns be­seelt heute wie früher, ber gleiche Glaube unb ber gleiche Fanatismus, ber uns in biesem Raum b^ feelt hat, mit Ihnen mein Führer, bas neue Reich zu erobern, unb biefer gleiche Glaube unb 9leJy?e Fanatismus ist jetzt Gemeingut aller Deut chen geworben unb befähigt uns, ben Sieg ber beutschen Nation über alle Feinbe unseres Volkes zu er-

2?un steht ber Führer vor bem Mikrophon.

-Der Wer spricht:

Meine beutschen Volksgenossen unb -genossinnen!

Dor 20 Jahren bin ich zum ersten Male m biesem Saal vor bie breite Oeffentlichkeit getreten. Was mich hierher führte, war ber härteste und fanatischste Entschluß meines Lebens. Wenn ich nun heute nach 20 Jahren so viele meiner bamaligen ältesten JJC'ib fämpfer und -kämpferinnen vor mir sehe, wenn ich jetzt wieder in ihrem Kreis stehe, bann ist das allem cbon etwas Bemerkenswertes. Ich weiß nämlich nickt wie viele Politiker bemokratischer Lander es gibt,'bie nach so viel Jahren so wie ich wieder vor ihre ersten Anhänger treten konnttn. (Brausenber snpjfnn.') Als ich bamals biesen Saal betrat, kam ich nicht aus irgenbeiner pazifistischen Einstellung her­aus Ich war bamals noch Soldat, und zwar nut Leib unb Seele. Was mich hierher geführt hatte, mar ber Protest meines solba tisch en Empfindens in einer Seit, die man heute als bie Seit der tiefsten Erniedrigung unseres Volkes bezeichnen darf. Ein Zufammenbruch war damals über unler Volk gekommen, der schon deshalb ohne Beispiel in der Geschichte war, weil die i-Se-umn -» . Besiegten die Opfer eines ungeheuren Selbstbetrugs

Annahme von Anzeige« für bie Mittagsnummer bis8'/?Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Ps.,Textanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüsieMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen .

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

Moskau, 25. Februar. (DNB.) DiePrawba' wenbet sich gegen bie ßügenmelbungen ber Aus- lanbspreffe, bie ber Sowjetunion im Nahen Osten alle möglichen Angriffsabsichten zuschreiben. Es sei unbestreitbar, baß nicht auf sowjetischer Seite, wie bas bie englische Presse behaupte, z. B. im Kauka­sus Befestigungen angelegt werben, sonbern baß im Gegenteil Englanb unb Frankreich Befestigungen in Kars anlegen. Dieselbe Havas-Agentur, bie sich nicht genug ereifern könne, ber Sowjetunion aggressive Ansichten zu unterschie­ben, habe erst kürzlich ausgeplaubert, baß auch i n Abrianopel unb an ben Darbanellen englische Offiziere unb Festungsingenieure tätig sind. Unbestreitbar sei ferner, baß im Nahen Osten englisch-französische Streitkräfte konzentriert werben. In Syrien sei unter bem Kommanbo bes Generals W e y g a n b eine

General-Anzeiger für Oberhessen "zsssssr