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sonders die Anwesenheit des Exgenerals de Gaulle, der im Augenblick des größten Unglücks anstatt sich an die Spitze einer Jnfanteriebrigade zu stellen, sich über den Kanal gerettet habe, sei es, die in ihrer Würdelosigkeit betrübe. Nun habe aber die französische Regierung den Befehl erteilt, jeden Schlag zu erwidern und bis zum Ende gegen die überlegene englische Flotte zu kämpfen.

Kleine politische Nachrichten.

Zwischen Brasilien und Japan ist ein Kultur­abkommen unterzeichnet worden, das einen gegen« eckigen Austausch auf den Gebieten von Wissen- chaft, Kunst, Musik, Literatur, Theater, Film, Rund- unf und Sport vorsieht.

Das als überfällig gemeldete nordamerikanische Heeresflugzeug ist in Georgia zerschmettert auf­gefunden worden. Brigadegeneral Money Cut

und die beiden anderen hohen Offiziere, die sich an Bord befunden hatten, sind tot.

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Zu judenfeindlichen Kundgebungen ist es in Französisch-Marokko gekommen. Im Ju­denviertel von Fez haben französische Offiziere die Juden verprügelt. Es ist auch von Schußwaffen Ge­brauch gemacht worden. Ein Jude wurde getötet

Reichserziehungsminister Rust traf, von Frorenz kommend, wo er das Agrartechnische Institut und die deutsche Schule besichtigt hatte, in Rom ein. Der Duce hat im Beisein des italienischen Unter­richtsministers den Minister empfangen und mit ihm eine herzliche Besprechung gehabt. Den Nach­mittag widmete der Minister dem Besuch der deut­schen kulturellen Einrichtungen. Zu Ehren des Mi­nisters hat der italienische Minister für nationale Erziehung, Bottai, einen Empfang veranstaltet.

Der Reichsleiter für die Jugenderziehung der NSDAP. Baldur von Schirach verlieh dem Schrift­leiter Heinrich Baron, der vor dem Krieg als Pariser Korrespondent der Führerzeitschrift der HI.Wille und Macht" tätig war, das goldene Ehrenzeichen der Hitler-Jugend. Baron war in Paris unter fadenscheiniger Begründung, wobei ihm auch seine Tätigkeit fürWille und Macht" zum Vorwurf gemacht wurde, zum Tode und seine Gattin zu fünfjähriger Zwangsarbeit verurteilt worden. Durch den raschen deutschen Sieg wurden beide befreit und gerettet.

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Reichsjugendführer Axmann traf in Begleitung des Stabsführers der Hitler-Jugend, M ö ck e l, zu Besprechungen mit dem Reichslecker für die Jugend­erziehung der NSDAP. Baldur von Schirach in Wien ein.

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Der Reichsgesundheitsführer und Hauptdienstlecker der NSDAP. Dr. Conti hat' den Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung, Dr. Ramm, zum Beauftragten des Hauptamtes, für Volksgesundheit der NSDAP, für d i e Krebs­bekämpfung in Deutschland ernannt. Ihr Auf­trag bezweckt die Zusammenfassung und einheitliche Ausrichtung aller auf diesem Gebiete tätigen Ein­zelkräfte und Organisationen.

Lord Byron und die Briten.

In einer Glosse unserer Berliner Schriftleitung: Englands schönste Stunde" waren Verse aus einem Gedicht Lord ByronsM inervas Fluch" zckiert, in denen der große britische Dichter der Romantik feinem Volke den Untergang prophezeite. Was Byron zu jenem Gedicht veranlaßt hatte, mögen unsere Leser aus einer Zuschrift erfahren, in der es heißt:

Byron kam auf feiner ersten Mittelmeerreife 1809 bis 1811 auch nach Griechenland und hielt sich lange in Athen und Umgegend auf. Zu der gleichen Zeit war ein anderer Engländer von Rang in Attika, Lord Elgin, der englische Gesandte am Hofe des Sultans. Elgin war ein fanatischer Sammler von, Altertümern. Er hatte sich vom Sultan die Er­laubnis geben lassen, daß er in Attika, das ja wie ganz Griechenland damals noch unter türkischer Herrschaft stand, nach Altertümern in und auf der Erde forschen undTransportables und Interessan­tes" also nicht nur Abgüsse von Skulpturen son­dern auchSteine mit alten Inschriften und Figuren" mitnehmen dürfe. Elgin machte in echt englischer Bescheidenheit von dieser Erlaubnis den weitgehendsten Gebrauch. Wo er etwas Wertvolles ver­mutete, ließ er durch feine aus England mitgebrach­ten Leute nachgraben. Er kaufte auch Häuser auf und ließ sie rücksichtslos abreißen, um in den Fun­damenten nachforschen zu können. Je mehr er fand, desto gieriger wurde er. Zuletzt scheute er selbst nicht mehr davor zurück, auch an dem Tempel der Göttin Pallas Athene auf der Akropolis Hand an- zulegen. Die am Giebel angebrachten herrlichen Skulpturen, von der Meisterhand des Phidias vor mehr als 2000 Jahren aus pentalischem Marmor verfertigt, reizten feine Gier. Er ließ sie von ihrem Hintergrund loslösen und einpacken. Zum Anden­ken an seine Tat wurde sein Name in die leere

Giebelwand eingemeißelt. Alle auf diese Weise ge­fundenen und geraubten wertvollen Altertümer wur­den auf 33 Schiffen nach England gebracht.

Auf einem dieser Schiffe fuhr auch der Dichter Lord Byron zurück. Mit Ingrimm hatte er ge­sehen, auf welche Weise Elgin die toftbaren Alter­tumsschätze zusammengebracht hatte und besonders wie er den berühmten Tempel seines schönsten Schmuckes beraubt hatte. Wie oft hatte der Dichter auf der Akropolis vor dem Tempel gestanden und sich gelabt an den Denkmalen einer großen Kunst. Die Tat Lord Elgins galt Byron als eine schänd­liche Entweihung. Als dann Elgin nach feiner An­kunft in England die in Griechenland zusammen­geraubten Kunstwerke des Altertums, für deren Aufnahme feine Schloß in Schottland sich als viel zu klein erwies, für 35 000 Pfund an den englischen Staat verkaufte und dieser sie im Britischen Museum aufstellen ließ, war Byrons Zorn so groß, daß er ihm in einem Gedicht mit der UeberschriftM i - nervös Fluch" Ausdruck geben mußte.

In diesem Gedicht schildert er, wie Pallas Athene (Minerva) nachts zwischen den Säulen ihres ge­schändeten Tempels erscheint, in Lord Byron einen Briten erkennt, und von ihm drohend Rechenschaft für den Raub verlangt. Mazedonier und Römer, Goten und Normannen hätten bei der Eroberung Athens das Heiligtum nicht anzutasten gewagt, was nun geschehen, sei schamloser Diebstahl. Byron sucht in seiner Antwort sich und sein Volk mit der Bemerkung zu verteidigen, der Räuber Lord Elgin sei kein Brite, sondern ein Schotte, und zwischen ihnen und den Briten sei der gleiche Unterschied wie zwischen einem Böotier und einem Athener. Doch entrüstet weist Athene den Einwand zurück mit dem Bemerken, der englische Staat habe ja den Raub von dem Dieb gekauft, dessen Krämer-

aeist seine Lust am Stehlen noch übertreffe. Die Göttin flucht den Briten und weissagt Eng* land den Untergang:

Schweig und vernimm, was Pallas prophezeit! Vernimm und glaub, den Rest enthüllt Die Zeck.

Blick nach dem. Ganges, dessen Sklavenherden den Grundbau deines Reichs erschüttern werden.

Schau hin! Die Rache für Erschlagene schnaubt, der Aufruhr hebt sein geisterbleiches Haupt.

Bis Indus' Flut in dunklem Purpur loht, des Nordens bhitgen Schuldbrief fordernd, droht

So mögt ihr untergeht! Mit stolzen Rechten hat Pallas euch geschmückt nicht um zu knechten.

Noch einen Todeskampf besteht ihr, einen! Eh England Ketten trägt, wird Frankreich meinen.

Mit welchem Auge sehn vom Dünensttand die fliehenden Bürger ihrer Städte Brand,

Und schaun die Flammen wild entfacht am Themse­strande züngeln durch die Nacht.

Murr, Albion, nicht, denn jener Brand war dein, der sich vom Tajo wälzte bis zum Rhein.

Zu spät die Reue, euer Grauen vor Brand und Tod Leben für Leben heischt das ewige Gebot."

Aus alter Wett.

von einem Schneebrett tödlich getroffen.

Zwischen Nebelhorn und Laufbachereck im Allgäu ereignete sich ein schwerer Bergunfall. Der sechzig Jahre alte Kaufmann Karl Wetzel aus Köln machte mit einer Partie die Ueberschreitung des Höhen­weges. Auf dem Grat traf Wetzel, der etwas ab­seits stand, ein zwei Meter breites Schneebrett, das sich vom Grat gelöst hatte. Wetzel konnte nicht mehr beifeitefpringen und wurde 250 Meter in die Tiefe gerissen, wo er tot liegen blieb.

Kinobrand in Kolumbien.

Im Vorführungsraum eines Kinos in Sogamoso (Kolumbien) brach Feuer aus. Obwohl der Brand nicht auf den Zufchauerraum Übergriff, entstand un­ter den Zuschauern eine Panik. In dem entstehen­den Gedränge wurden 23 Kinder getötet; 28 Per­sonen erlitten mehr oder weniger schwere Verletzun­gen.

Htmptschriftlefter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik Feuilleton und Bllder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche NniversttütSdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6.

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Die Trauerfeier findet Freitag, den 27. September, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt

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