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Einberufungen in Rumänien
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aus. Die Stadt brannte schon lichterloh. Ich wollte zu Admiral v a « d e r S t a d, er war plötzlich mit unbekanntem Ziel a b g e r e i st. Ein junger Oberleutnant, der behauptete, das Kommando zu haben, war nicht imstande, zu helfen. Die Verwirrung unter unseren Offizieren war V T‘r'~ daß ich wußte, jetzt ist es aus! Wir fühlten alle, daß die Nachricht von der Kapitulation
Die Tragödie Middelburgs
Don französischen Granaten in Brand geschossen.
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Erst warm es Wmige. die ihn tranken. Hunderte. Tausende; bann Hunderttausende. Stetig wuchs die Zahl, Jahr um Jahr, bis der Weltkrieg diese Entwicklung unterbrach. 1918 gab es keinen Kathreiner mehr, wie es auch keinen Bohnenkaffee mehr gab. Als aber bald nach dem Ende des Krieges der Kathreiner wieder auf dem Markt erschien, zeigte es sich, daß seine alten Freunde ihm die Trme gehalten hattm, und neue Hunderttausende hinzukamen. Und das geschah, obwohl die Einfuhr aus Übersee jetzt wieder nahezu unbeschränkt war, der Kathreiner also in scharfem Wettkampf mit dem Bohnmkaffee stand.
Es wurde immer mehr Kathreiner getarnten, je mehr die wirtschaftlichen Folgm des Weltkrieges überwundm wurdm - und am meisten in dm letzten Jahren!
Worauf ist das zurückzufWM Wir habm es gründlich
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untersucht und wollen das Ergebnis unserer Untersuchung gerade heute Mitteilen, wo wir wirklich nichts zu untemehmm brauchm, um dm Verkauf des Kathreiner durch Werbung anzuregmr Der Verbrauch von Kathreiner hat sich immer stärker ausge- breitet, je mehr Menschen danach »erlangten, ihr Leben besser zu gehalten, vernünftiger zu leben, gesünder zu essen und zu hinten. Ein natürliches und allgemeines Verlangen, das besonders von Sebastian Kneipp gefördert wurde — jenem Manne, dem man dm Kathreiner verdankt, dm Kneipp-Malzkaffee!
Nicht allein, weil er so gesund ist - auch weil er gut schmeckt, deshalb hat der Kathreiner tm Laufe der Jahrzehnte so viele Millionen tteuer, überzeugter Anhänger gewonnen!
Ein guter Teil des deutschen Volkes ist mit ihm auf- gewachsen. Und ist mit ihm groß geworden!
Trostloses Durcheinander bei den Evakuierten aus Nordsrankreich
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persönliche Tapferkeit bei Einsatz und Landung.
Folgenden Offizieren des H e e r e s: Dem Kommandeur eines Infanterieregiments Oberst Krey- ina für die kühne und erfolgreiche Führung fernes Regiments. Er erkannte mit klarem Blick frühzeitig eine Flankenbedrohung und verhinderte durch schnell ausgeführte und zäh durchgehaltene Maßnahmen das Vordrängen einer feindlichen Division. Dem Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment Oberstleutnant o. C h o t i tz , der in schneidigem Vorwärtsdringen wichtige Brücken besetzte und sie trotz heftigen flankierenden Artillerrefeuers und feindlicher Gegenangriffe hielt. Er meisterte jede im Laufe des Kampfes auftretende Krise und hielt an dem Entschluß fest, später eintreffenden Pan- ! zerkräften den Weg frei zu halten.
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Die Nachricht von der Kapitulation der holländischen Armee durch General Winkelmann erfuhren wir durch Radio. Konteradmiral Dan der Stad, der gleichzeitig Kommandeur von Seeland und Stadtkommandant war, ließ sofort eine Bekanntmachung «schlagen, diese Radionach- r-icht sei ein deutscher Schwindel; der Widerstand in Zeeland sei f o r t z u s e tz e n ! Da Der Admiral in telegraphischer Verbindung mit der Regierung stand, glaubten wir, er hätte entspre- . a. . _____Li______ CIA mnr hormthf
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urteilungen solcher Kriegsgewinnler auf Kosten des französischen Volkes. Selbst in dem landwirtschast. lichen Departement Savoyen nimmt die Zahl der Preistreiber immer mehr zu. So ist in Annecy eine Reihe Lebensmittelhändler wegen Preistreiberei betraft worden. Unter den Angeklagten befindet sich elbst ein Bürgermeister, der feines Amtes enthoben wurde. In Paris, in den den Operationsgebieten benachbarten Norddepartements, in der Pyrenäen- aegend und im Departement Niävre macht sich eine leigende Lebensmittelknappheit bemerkbar. Die Verpflegung der in die Millionen gehenden Flüchtlinge ist nur auf gewisse Zeit gesichert.
Es ist beispiellose Heuchelei, wenn angesichts die- ser Tragödie die Pariser und Londoner Zeitungen nun über die Not der Flüchtlinge in sentimentalen Phrasen jämmerlich barmen. Der Krieg Eng. lands und Frankreichs ist es, der dieses Unglück heraufbeschworen hat! Der Führer wollte die Probleme, die gelöst werden muhten bereinigen, „ohne daß Millionen von Menschen verblute- ten und Milliarden von Werten zerstört wurden . Noch am 6. Oktober 1939 nach dem Feldzug in Polen hat der Führer den Westmächten die Hand zur friedlichen Auseinandersetzung geboten. Sie haben darüber gelacht und geglaubt, den Krieg als die bessere Lösung ansehen zu müssen. Nun haben sie, was sie wollen. Daß das Volk dabei leidet, ist einzig und allein die Schuld der Plutokraten, die mörderisch den Krieg vom Zaun brachen. Mitschuldige an diesem Verbrechen sind die englandhörigen Regierungen der kleinen Staaten. Sie waren durch Worte und Erfahrungen immer wieder gewarnt. Sie wollten sich nicht belehren lassen. Es ist ihre Schuld, es ist die Schuld Englands, Frankreichs und ihrer hörigen Vasallen, wenn jetzt Hunderttausende obdachlos auf verstopften Straßen durch das Land irren. Alles Unglück und Leid, das die Vertriebenen tragen müssen, kommt allein auf das blutige Schuldkonto der Plutokratenkaste.
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chende Informationen bekommen. Ich war bemüht, die Stadt nicht zum Kampfplatz werden zu lassen und bat den französischen General Duran, der mit seinem Stab und einer Kompanie vor der Stabt stand, Quartiere außerhalb zu nehmen. Der General gab mir den Rat, die Bevölkerung zu evaluieren. Zusammen mit dem Gouverneur und Lern Admiral wurde vereinbart, die Bevölkerung zum freiwilligen Räumen der Stadt aufzufordern. Die Proklamation hatte zur Folge, daß Frauen mnd Kinder die Stadt verließen.
Am 16. abends kam die Nachricht, daß die Deutschen den unweit der Stadt verlaufenden Kanal «überschritten hätten. Aber an die Kapitulw rtion wurde immer noch nicht geglaubt, warum,! -kann nur der Admiral van der Stad beantworten.^
-„Am 17. früh eilte ich zu dem französischen Stad , -berichtete der Bürgermeister weiter, „em Bataillonskommandeur versprach mir, die Stadt zu schonen. Am selben Tage 13 Uhr schlugen di e ersten Granaten in die Stadt. Wir richteten telephonisch an die Königin die Bitte um Hilfe. Wahrend wir warteten, schlug G ranate um Granate in untere Stadt! Endlich kam der Bescheid, die Königin sei schon in England. Ich eilte hin-
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(PK.) Wir sind auf einer Erkundungs- ahrt in Zeeland. Mühsam erkämpfen sich nsere Kraftwagen, die alle das Kennzeichen W. M. Wehrmacht-Marine" tragen, den Weg durch das Schlachtfeld von gestern. Ein schmaler Deich, mit- rn im Ueberschwemmungsgebiet, ist unsere Straße. Sie ist zerrissen von eingeschlagenen Granaten und nit den Trümmern harter Kämpfe übersät. Zwi- hen zerstörten Fahrzeugen und Geräten liegen roch die Toten, meistens junge Holländer, die, oie sich später zeigen wird, einer Lüge zum Opfer gefallen sind. Vor uns steht eine tun fit Rauchfahne am Horizont. Es ist M i d d e l - iurg. Die letzte Stadt vor Vlissingen, seit Stunden in deutscher Hand.
Die ganze Stadt ist ein Trümmerhaufen. Langsam fuhren wir durch Sttaßen, die von Nauerresten fast verschüttet sind. Die Bevölkerung hmüht sich, die immer wieder aufflammenden gründe zu löschen. Das Rathaus, eines der iltesten und schönsten in Holland, ist ausgebrannt. Wenige Häuser sind unbeschädigt. Eines toroon ist die Marinestation von Zeeland, der Sitz !»es holländischen Admirals van der Stad. Der gürgermeister von Middelburg empfängt uns in >en Räumen, die noch die Verwirrung der letzten Stunden zeigen. Er trägt eine silberne Kette um t>en Hals, das Zeichen feiner Würde. Ein Kor- »ettenkapitän der deutschen Kriegsmarine hat die Station übernommen. Er fragt den Bürgermeister, »arum in dem Gebiet Zeeland trotz der Kapitulation des holländischen Generals Winkel- mann der Widerstand fortgesetzt wurde. Der Bürgermeister Dr. van WcllrL de Bordes
geschnitten von seinen Kameraden, unter tapfer- iem Einsatz der eigenen Person hielt trotz erhal- mer Erlaubnis, sich zurückzuziehen. Dem Leutnant fr Reserve Wolfgang Graf Blücher, der un- tr hervorragendem persönlichen Einsatz in unge- ümen Vorwärtsdrängen ein stark besetztes feind- jches Bunkernest nahm. Dem Major i. G. einer almschirmjägerdivision Heinrich Trettner, der rn Einsatz der Truppe mustergültig vorbereitete nd in persönlichem Einsatz bei der abgesetzten nippe die Führungsunterlagen beschaffte und die ierbindung aufrechterhielt. Dem Kommandeur einer ransportgruppe, Oberst Diplom-Ingenieur Gerard Conrad für hervorragende Verdienste bei Ährung seines Verbandes in Vorbereitung und lurchführung des Einsatzes und für vorbildliche
Bukarest, 24. Mai. (Europapreß.) Alle Bukarester Blätter bringen am Freitagmorgen kurze Erläuterungen zu den am Mittwoch ergangenen Einberufungen für eine große Anzahl von Offizieren und Soldaten des Beurlaubtenstandes, lieber all wird darauf hingewiesen, daß diese Einberufungen nur für dreißig Tage gedacht seien und diese Zeit streng eingehalten werde. Die Einberufungen hätten lediglich den Zweck, die Offiziere und Mannschaften mit den neuen Kriegsmethoden und dem neuen Kriegsmaterial vertraut zu machen. Durch die Einberufungen und durch die Rückberufung der Urlauber sind etwa 300 000 Mann zum rumänischen Heer eingezogen worden, uci xjluhuc «uv v»*. — I—— —-o- - ., 1 Eine private Schätzung hat ergeben, daß Rumänien
zu helfen, das ohne unsere Schuld über unsere Stadt nunmehr etwa 1,3 Millionen Mann unter den gekommen ist." Waffen hat, die «sich aus Angehörigen von mtnbe»
Soweit der Bericht des Bürgermeisters von Mid- ften5 20 Jahrgängen zusammensetzen.
delburg. Er hat als Holländer zu Deutschen ge- sprachen und sicher nicht das ganze Maß seiner vlCUC <ÖOI||C
Enttäuschung zum Ausdruck gebracht. Aber eines 6ßr ^ÜstUNgswerte lN NeUyvrk. ist gewiß, dieser Mann hat aus eigenem Erleben '
irte Ueberzeugung gewonnen, daß sein Volk der N e u y 0 r k, 24. Mai. (Eurovapreß.) Die in Er- demokratischen ^iegführung der Westmächte Aum Wartung großer Bestellungen Der Westmächte von Opfer gebracht worden ist. A. Zell. foer Spekulation in die Höhe getriebenen Rüstungs-
Änmbenanariff werte in den Vereinigten Staaten hatten am Don-
feiger -üOnwenaiigrin e nerstag an der Neuyorker Börse erneut merk- auf deutsche Samiätskompagme. Hebe Kurseinbußen zu verzeichnen. Diese Berlin 24. Mai. (DNB.) Die feindlichen Lust- Baissebewegung ist darauf zurückzuführen, daß die ftreitfräfte haben sich in verschiedenen Fällen Born- Spekulation angesichts der Verschlechterung der benangriffe auf Ziele zuschulden kommen lassen, die Kriegslage für die Westmächte nordamerikamsche deutlich durch das Rote Kreuz ge kenn- Rüstungswerte m großem Umfange auf den Markt zeichnet waren. So meldet die Sanitätskompanie geworfen hat.
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non 150 Meter angegriffen wurde. Durch Frank beging am Donnerstag seinen 40. Ge- Bombenabwurf wurden ?ier Mann getötet burtstag. Dr. Frank wurde 1933 Zum kommissa- unb acht Mann leicht verletzt, ferner wurden die rischen Justizminister in Bayern ernannt. Kurze g esamten Sanitatsfahr z eu g e zerstö r1.1Zeit darauf wurde er Reichskommissar für Die Er
neuerung der Justiz, am 19. Dezember 1934 Reichs- minifter ohne Geschäftsbereich, im September 1939 Chef der obersten Zivilverwaltung beim Oberbefehlshaber Oft und dann Generalgouverneur für Die besetzten polnischen Gebiete.
Aus Anlaß des 40. Geburtstages des Generell- qouverneurs Dr. Frank führten seine Mitarbeiter (Beamte, Angestellte und Arbeiter) in der deutschen Verwaltung des Generalgouvernements eine Sammlung für das K r i e g s h i l f s w e r k des Deutschen Roten Kreuzes, durch die wett über eine Million Zloty erbrachte.
Reichsstuddentenführer Dr. Scheel traf mit einer deutschen Abordnung zum Besuch der Wettkämpfe der faschistischen Studenten in Turin ein. Er wurde vom DiZesekretär der Faschistischen Partei, Dr. Mezzasoma, willkommen geheißen.
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Auf einer Arbeitstagung des Reichsheimstättenamtes der DAF. erklärte Reichsleiter Dr. Ley: „Wir werden nach dem deutschen Siege dem deut- schen ^olk nicht mit leeren Händen begegnen, und wir werden mit derselben Aktivität, mit der wir jetzt Bunker und Kanonen gebaut haben, Sied- langen und Wohnungen bauen."
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Um den vielseitigen Einsatz der Partei zur Erfüllung stacttspolitisch wichtiaer Aufgaben erfüllen zu können, hat der Reichsschatzmeister im Einvernehmen mit dem Sonderbeauftragten für die Spinnstoffwirtschaft den Bezug von Uniformen der Partei, ihrer Gliederungen und an^eschlossenen Verbände einheitlich geregelt und die Ausgabe von Uniformbezugscheinen verfügt.
Hauptjchriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter be8 Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.
Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen .-Theodor Kümmel. Pl.Nr.6.
Stockholm, 25. Mai. (Europapreß.) Die deutsche Offensive in Nordfrankreich hat die nördlichen Departements auf vielen Gebieten fast völlig unvorbereitet getroffen. Das brennende Problem ist nach wie vor das Los der Flüchtlinge. Selbst unter den von Staats wegen Evakuierten aus den nördlichen Grenzgebieten herrschen die unglaublich st en Zu stände. Unzählige Familien sind durch die schlechte Organisation auseinandergerissen worden. Minister Chautemps hat in einer Sitzung, an der alle Parlamentsabgeordneten der betroffenen Departements teilnahmen, ein trostloses Bild der Evakuierten geben müssen. Die Zahl der infolge der schlechten Organisation Vermißten geht in die Xau- j sende. Um den unhaltbaren Zuständen beizukommen, ist ein Nachrichtendienst für die Evakuierten in Paris geschaffen worden. Die Bevölkerung von Reims ist nach Nevers evakuiert worden. Die Einwohner von Diedenhofen sind nach ftodje- •n™ „<or fort geflüchtet, während die Einwohner aus der fn nrnfc Gegend von Laon in Mayenne emquarhert wur- ben. Städte mit einer gewöhnlichen Einwohnerzahl . »nnituintion DOn etoa 3000 beh-rb-rg°n jur Zeit noch zu- - u ?aplcUJa Häßlich 6000 Flüchtlinge, unb es herrscht
wahr war. Warum man uns belogen hatte dafür Durcheinander. Der Flüchtlingsstrom in
fanden wir keine Erklärung. Unsere Stadt brannte ^anzösische Hauptstadt ist nicht abgebrochen, an allen Ecken und Enden. In stundenlanger Ar- drei Millionen Flüchtlinge sind
beit versuchten alle Männer, das Feuer mederzu- jn Frankreich unterwegs, um sich neue
halten. Es ist uns nicht gelungen. Heimstätten zu suchen. Die Zahl der Flüchtlinge
Um 17 Uhr dauerte die Beschießung noch, immer ^b uf« wird allein mit 70 000 be-
an. Aus der Schußrichtung konnten wir feststellen, t
daß es sich um französische G ran a t e n han- Paris selbst werden täglich neue Organiscttio-
delte. Die holländischen Oftiziere woMen die Stadt gegründet und neue Hilfsquellen für Bera-
an die deutschen übergeben. Man mußte nur Unterbringung der Flüchtlinge geschaffen,
nicht wie. Wenn wir eine weiße Flagge aus einem Die gesamte konservierte Milch ist von den Behör- Durm hißten, bestand die Gefahr, daß die Fran- 6en am Donnerstag beschlagnahmt worden, um für zosen erst r e ch t die Beschießung fortsetzen wurden. kranken iftib Kinder verwandt zu werden. Da- Lieber setzte ich mich> mit dem i^zosftchen Admi- be- nimmt bie der Wucherer und Pr ei s- ral La Font in Vlissingen telephomsch in Derbm- Leiber aufs neue mit der ansteigenden Lebens- dung. Er zeigte sich sehr verbittert, daß wir an niittelknappheit zu. Am laufenden Band berichtet Uebergäbe dachten. Die Offiziere unserer Manue- & französische Presse von Verhaftungen und Der- statton hatten völlig den Kopf verloren. Eme ®ra- |lu'd 1 1 7 * --
nate war in den Hof des Gebäudes geschlagen und hatte die Verwirrung noch gesteigert. Wieder rief ich den französischen Admiral La Font an und ragte, wie wir mit den Deutschen Kontakt nehmen ollten. Er antwortete: „Sie gehen aufs Rathaus und erwarten den feindlichen Kommandanten!
Das konnte ich allerdings nicht tun, denn unser Rathaus stand nicht mehr.
Um 18 Uhr hörte die Beschießung auf. Kurz darauf tarnen die Deutschen. Ein Korporaltelegraphist namens F. Mink hatte ohne Befehl sich auf ein Motorrad gesetzt, eine weiße Flagge am Beiwagen besestigt und war durch die deutsche Feuersperre bis in die deutschen Linien gefahren. Dort hat er dem Kommandan- ten der deutschen Truppen die K a p i t u l at io n der Stadt an geboten. Für uns blieb nur das Loschen der Brände und der Versuch, das Unglück lindern


