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brachten 5416 RM. Sehr günsti-g war auch die Ent- wickluna im Giro- und Kontokorrentverkehr (Spar­giro). Die Guthaben am Jahresende mit 340 409 RM. sind um 52 634 RM. höher als Ende 1938. Der Umsatz in dieser Abteilun-g mit 1 Millionen NM. hält sich ungefähr auf der S)öt)e des Vor­jahres. Das Darlehensgeschäft war infolge Ein­schränkung der Bautätigkeit nicht sehr lebhaft. An­gelegt waren am Jahresende: gegen Hypotheken 1319 824 NM., auf Schuldscheine gegen Bürgschaft oder sonstige Sicherheiten 63 716 RM., an Gemein­den und sonstige öffentlich-rechtliche Körperschaften 643 411 NM. Der Bilanzwert der eigenen Wert­papiere der Kasse erfuhr durch weitere Anlage eine Erhöhung von 1 715 547 RM. aus 2 043 586 RM. Nach den Börsenkursen vom 31. Dezember 1939 be­rechnet sich der Wert dieser Papiere auf 2 099 675 RM. Der Unterschied von 56 089 NM. bildet eine stille Reserve. Rücklagen und Rückstellungen sind ausgewiesen mit 457 483 RM., das stnd über 10 v. $). des Gesamtbestandes an Spar- und Giro einlagen. In dem Reingewinn von 38 928 RM. sind rund 10 000 RM. außerordentliche Einnahmen ent­halten. Der Gewinn wird teilweise den Rückstellun­gen überwiesen, der Rest der Sicherheitsrücklage Angeführt werden. Infolge der großen Bestände an täglich verfügbaren Mitteln ist die Jahlungsbereit- schast der Kasse wesentlich höher, als nach Gesetz und Satzung vorgeschrieben. Der Anfang des neuen Geschäftsjahres läßt eine günstige Weiterentwicklung erhoffen: im Monat Januar war ein reiner Spar- einlagenzuwachs von 76 182 RM. zu verzeichnen. Dieses Ergebnis liegt erheblich über dem Zugang im gleichen Monat des Vorjahres.

Eine Oorfchronik

berichtet von kalten Wintern.

* Krumbach (Kreis Wetzlar), 22. Febr. In der Chronik unseres Dorfes ist einiges über kalte Winter in vergangenen Jahrhunder­ten niedergeschrieben. Die Aufzeichnungen der Chronisten dürften auch heute einiges Interesse fin­den. Der Chronist schreibt u. a.:

In den Wintern 1595 und 1608 hat allenthalben in Deutschland außergewöhnliche Kälte geherrscht. Alle Wasser, wie Rhein und Main, waren über­froren, so daß größere Feste auf dem Cis veran­staltet wurden. Viele Menschen hatten bei der star­ken Kälte an den Gliedmaßen Schaden genommen. Sogar Soldaten waren in ihren Schilderhäusern erfroren. Erfrorene Schafe und Hornvieh waren keine Seltenheit. Unzählige Obstbäume verdorrten infolge der außergewöhnlichen Kälte. Diele der da­mals gebräuchlichen Thermometer waren infolge der Kälte geplatzt."

Ueber den Winter 1739/40, also vor genau 200 Jahren, berichtet der dörfliche Chronist folgendes: Einen langen und sehr kalten Winter, welcher das christliche Europa betroffen und von dem ein ganzes Buch geschrieben werden könnte, war der von 1739/40. Wenn die Leute in den verflossenen dreißig Jahren einander etwas vom kalten Winter erzähl­ten, so meinten sie das Jahr 1709, in welchem strenge, außergewöhnliche Kälte gewesen. Der Win­ter des Jahres 1739/40 hatte aber alle vorigen har­ten Winter an Strenge, als auch an Dauer, vor­nehmlich wegen verursachten Schäden übertroffen. Anfang Oktober 1739, als die Leute dahier noch mit

Kornfaen beschäftigt waren, fing es an zu schneien. Fünf Monate hatte der Winter angehalten. Am 20. Mai schien während des Winters zum ersten Male die Sonne wieder warm. Der 9. und 10. Ja­nuar waren die kältesten Tage, da das Eis an den Fenstern fingerdick angefroren und in drei Tagen nicht aufzutauen gewesen, trotzdem man hat ein« heitzen wollen, wie man gewollt. Das Wasser ist in der warmen Stube gefroren, ja man ist beim warmen Ofen fast erfroren. Den 11. Januar aber hat die außergewöhnliche Kälte nachgelassen. Am 23., 24. und 25. Februar jedoch wieder auf die gleichen Grade gestiegen. Ein Schnee ist auf den andern gefallen, so daß derselbe in hiesiger Gegend halb Mannes tief gelegen hat. Dergleichen man sich jemals gesehen zu haben nicht erinnern können. Durch diesen frühen, strengen und langanhaltenden Winter stellte sich im Frühjahr bald Futterknvpp- heit ein. Da außergewöhnlich viele Hämmerchen" (Birkenkätzchen) gewachsen waren, wurde das Vieh

größtenteils damit gefüttert. Das Bund Stroh (Paufch) hatte 7 Alb. 4 fl. gegolten. Der Winter des Jahres 1739/40 muß wohl der damals strengste und verheerendste gewesen sein."

Einige Zeilen weiter berichtet der Chronist von einer damals angefertigten Gedächtnismünze an d e n Winter 1 739/40. Sie war von dem Breslauifchen Medailleur" Kittel geprägt wor­den und kostete 18 Silbergroschen. Auf der einen Seite war der Winter in einer Landschaft durch dürre und erfrorene Bäume ohne Blätter, durch einen Schlitten und den aus den Wolken stürmen­den Nordwind, auf der anderen Seite durch einen Ackersmann dargestellt, der wegen des strengen Winters betrübt und müßig bei feinem Pfluge fitzt und sein Grabscheit neben sich geworfen hat. Auf der einen Seite standWeil Lieb und Andacht sich in Kält und Eis verkehret" und auf der anderen Seitehat hart und langer Frost bas arme Land beschweret".

Gießen hat sich entschlossen, eine solche Hallen­veranstaltung durchzufüyren. Damit soll einmal die» Weiterführung des im Sommer begonnenen Irabt nings, das im Herbst in höchster Leistungsfähigkeit feine Spitze erreicht hatte, ermöglicht werden, zum anderen soll das Hallensportfest alle Leichtathleten wieder einmal zum kameradschaftlichen Wettkampf zusammenführen.

Etwa 70 bis 80 Turn- und Sportkameraden haben ihre Meldungen abgegeben, und es ist zu! erwarten, daß äußerst spannende Kämpfe statt­finden. Vor allem ist es erfreulich, daß unter den Meldungen diejenigen der Jugend besonders zahl­reich find. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Fachamt und der Hitler-Jugend soll und wird das Ziel erreicht werden, möglichst alle Jugendlichen zum sportlichen Wettkampf zu führen.

Mit diesem Hallensportfest soll zugleich die dies- jährige Saison eröffnet werden. Hi.

Ein Basketballspiel.

Im Einvernehmen mit dem Kreisfachwart für Leichtathletik wird im Anschluß an das Hallen- fportfeft am Samstag, 24. Februar, ein Basket­ballspiel zwischen zwei Gießener Mannschaften steigen, das den Zuschauern einen kleinen Einblick in die Schönheit dieses Hallenkampfspieles geben soll. Wenn auch die alte Spielstärke nicht mehr an­zutreffen ist, und die Spieler nach einer langen Ruhepause wieder erstmalig einen Basketball in die Hand nehmen, so dürften doch der Eifer und der Einsatz, der bestimmt von allen zu erwarten ist, dem Spiel die nötige Spannung verleihen und ihm neue Freunde gewinnen.

Kurze Sportnotizen.

E i n Fußball-Städtespiel zwischen Mar« bürg und Kassel wird am 17.März in Marburg ausgetragen.

Heue Gchlachiwertklaffen für Schweine

Die Hauptoereinigung der deutschen Viehwirt­schaft hat eine Aenderung der Schlachtwertklassen für Schweine angeordnet, die am 26. Februar 1940 in Kraft tritt. Während bei den Klassen a, bl unh b2 die Veränderungen gegenüber dem bisherigen Zustand geringfügig sind, umfaßt die Klasse c künf­tig Schweine von 90 bis 119,5 kg Lebendgewicht (bisher 100 bis 119 kg), d von 80 bis 89,5 (bisher 80 bis 99) und e von 60 bis 79,5 (bisher 60 bis 79) kg. Bei den Klassen f, gl, g2, h und i sind keine Aenderungen eingetreten.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Febr. Der Hauptmarkt für Großvieh und der Nebenmarkt für Kälber und Schweine nahmen einen lebhaften Verlauf. Es kosteten: Ochsen 37 bis 46,5 RM., Bullen 35 bis 44,5, Kühe 18 bis 44,5, Färsen 27 bis 45,5, Kälber 25 bis 65, Hämmel 30 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 RM.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Verlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen.

SJlXfpOTt

Oie ersten Neichssieaer.

5. Mnlerkampfspiele der Hitler-Jugend.

Mit dem Kürlaufen der Pimpfe und Jungmädel wurden die ersten Reichssiegerwettbewerbe der 5. Winterkampfspiele der Hitler-Jugend in Gar­misch-Partenkirchen beendet. Es konnte hierbei ein erfreulicher Fortschritt im Können unseres jüngsten Nachwuchses feftgestellt werden. Bei den Mädchen entspann sich in Abwesenheit der Vorjahressiegerin Eva Pawlick (Wien) ein scharfer Kampf zwischen den Wienerinnen und Hochland-Mädel, aus dem Irene Braun (Hochland) als Siegerin hervorging. Die Entscheidung war aber sehr knapp. Beim Jung­volk konnte der Berliner Bert Aschenbrenner seinen Vorjahressieg wiederholen: allerdings war der Nürnberger Unger (Franken), der in der Pflicht etwas zurückgelegen hatte, in der Kür zumindest ebenbürtig. Großen Beifall fanden die Leistungen der Kunstläufer bei den italienischen Jungfaschisten,

die mit ihrem Mannschaftsführer der Entscheidung beiwohnten.

Im Eishockey gab es einen entscheidenden Vor­rundenkampf der Gruppe A zwischen Berlin und Schwaben. Mit dem glücklichen 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)-Sieg erkämpfte sich das Gebiet Berlin einen Platz in der Zwischenrunde. Die Schwaben kämpf­ten sehr tapfer und hatten zu Beginn des Schluß­drittels noch die Führung, die sie aber nicht zu be­haupten verstanden. Ergebnisse:

Reichssiegerwettbewerb im Kunst­laufen: Deutsches Jungvolk: 1. Bert Aschenbrenner (Berlin) Platzz. 9, 657,4 Pkt.; 2. Un­ger (Franken) 11/652,8; 3. Schelling (Berlin) 13/648,4; 4. Emanuel (Westfalen) 21/616,8; 5. Kroll (Westfalen) 28/570,7. Jungmädel: 1. Irene Braun (Hochland) 7/668,55; 2. Holltaler (Wien) 10/659,63; 3. Solar (Wien) 16/651,55; 4. Mittelber­ger (Hochland) 20/638,44; 5. Pauser (Wien) 26/623,59.

Vorschau zum MW.-Hallensporlsest.

Seit dem vergangenen Sommer, als sich die Leichtathleten in unserem Kreis zum letzten Mal im sportlichen Wettkampf gegenüberftanben, hat sich manches geändert. Die Umstellungen, die der Krieg in fast jeder Hinsicht erforderlich machte, haben auch den Sport nicht ganz unberührt gelassen. Aktive und auch die Männer aus der Verwaltung sind zum größten Teil zu den Fahnen gerufen worden, um ihrer Pflkcht im Kampf gegen den Feind zu genü­gen. Damit ist selbstverständlich für die, die noch in der Heimat sind, eine gleich große Verpflichtung ent­standen. Die Leichtathletik hat im Kriege mehr denn je die Aufgabe, die Äugend körperlich stahlhart zu machen, damit sie sich, wenn einmal an sie der Ruf ergeht, mit höchster körperlicher Kraft und Wendig­keit einfetzen kann.

Es ist an sich der Leichtathletik wesensfremd, daß sie ihre Veranstaltungen in eine Halle verlegt, weil

der Ursprung aller leichtathletischen Hebungen in der freien Natur zu suchen ist. Die heutige Leicht­athletik jedoch mit ihren verbesserten Techniken und Neueinrichtungen ist ausschließlich saisonbedingt. Sie ist im reinsten Sinne des Wortes vom Wetter ab­hängig. Nicht selten kommt es vor, daß die Durch­führung einer Veranstaltung im Sommer nach wochenlangen Vorbereitungen und mühevoller Ar­beit kurz vor ihrem Anfang durch einen starken Regen unmöglich wird. Im Winter ist die Ausfüh­rung der meisten leichtathletischen Uebungen kaum möglich. Durch diese Verhältnisse gezwungen, sind in den letzten Jahren leichtathletische Veranstaltun­gen in der Halle immer zahlreicher geworden. So­weit es die räumlichen Verhältnisse zulassen, werden in der Halle Lauf, Wurf und Sprung gleichermaßen betrieben.

Das Fachamt für Leichtathletik im NSRL. Kreis 8

Überwunden durch des Lammes Blut.

Ludwig Nürnberger

Christine Engel, geb, Menges

im Alter von 57 Jahren.

Großen-Linden, den 22. Februar 1940.

Großen-Linden, den 22. Februar 1940.

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Die Beerdigung findet Sonntag, 25. Februar, nachm. 2% Uhr statt.

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Gießen (Johann es Straße 17), den 23. Februar 1940.

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im 64. Lebensjahre.

In tiefer Trauer:

Freitag

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Stadttheater

Am 21, Febr, entschUef sanft nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager u. Onkel

Lachlüste oonr dis 20 v. S. erhalten Sie bei wiederholten Auf. nahmen einer Anzeige

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 24. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Alte Heerstraße 4 aus statt.

nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden im Alter von 65 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Frau Volz, geb. Eurich.

Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwester und Mutter

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Babywaagen leihweise!

Am Mittwoch früh entschlief nach langen, schweren Leiden ganz unerwartet mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Heinrich Häuser, Bergmann i. R.

Karl Stöver Elfriede Stöver, geb. Stroh

In tiefer Trauer:

Marie Nürnberger, geb. Weber Otto Nürnberger

Emil Nürnberger, z. Z. im Felde.

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