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Der Blockadering um England

wird Sie gewiß befriedigen.

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in London nichts bekannt.

fei

Ein Sonntag ununterbrochener Lustangriffe für London.

PK. Der Morgen dämmert über Bonricourt herauf. Hier, etwa 25 km südwestlich von Amiens, ist der Regimentsgefechtsstand. Noch liegt alles im bleiernen Schlaf, oom Regimentskommandeur bis zum letzten Mann. Noch ahnt niemand, daß dies der größte und ruhmreich ft e Tag des Regi­ments werden wird. Nur im Divisionsgefechts­stand sitzt d e r I a über seine Karte gebeugt. Immer wieder zieht er den Zirkel über eine bestimmte Strecke. Seine Livpen bewegen sich murmelnd. Es bleibt immer dieselbe Zahl, so oft er rechnet. 70 Kilometer sind es. Einen Augenblick fallen ihm die grauen Gestalten der Soldaten ein, die vornüber­gebeugt, mit staubverkrusteten Gesichtern in unend­lich langen Reihen an ihm oorüberziehen. Doch dann straffen sich seine Züge und seine Augen rich­ten sich auf die Meldung, die vor ihm liegt: Feind am anderen Seine-Ufer im Aufbau stärkerer Abwehrfront be­griffen." Das hieße erstes Halt in diesem glän­zenden Verfolgungstempo. Sein Finger gleitet über die Seine-Schleife, von Ande über Les Andelys bis Courcelles. Dann erhebt er sich jäh und begibt sich zum Vortrag beim Divisionskommandeur.

Kurze Zeit später rasen die Kradmelder zu den Regimentern. Der Kommandeur gibt die Parole aus:Koste es was es wolle, das Regiment erreicht noch heute Les Andelys und bil­det jenseits der Seine einen Brückenkopf gegen einen Gegner, der sich mit stärkeren Kräften zur Vertei­digung einrichten will.".

Die Länge der Marschstrecke hat sich schnell herum­gesprochen. Die Offiziere stehen vor ihren Kom­panien und berichten, daß die Umklammerung im vollsten Gange ist. Sie rütteln auf, und jeder be­greift, daß es heute darauf ankommt wie noch nie zuvor. Als die Kolonnen dann an dem großen StraßenschildParis 95 Kilometer" vorbeimarschie­ren, da weiß jeder: wir werden es schaffen. Durch das Regiment läuft ein Wort von geheim­nisvollem Klang, melodisch und doch schicksalsschwer. Keiner spricht es französisch aus. Manche verdrehen es, aber sie hören es am Tonfall, daß dort das Schicksal wartet. Es heißt: Les Andelys.

Noch eine Schwierigkeit ist zu beheben. Da der Gestchtstroß nicht heran ist, kann Gerät und Munition nicht verladen werden. 70 Kilometer mit fast einem Zentner belastet, kann niemand lau­fen. Ein Leutnant kommt zur jubelnden Freude einer Soldaten mit einem zweirädrigen hohen

Oer Marsch auf Les Andelys.

Ein Ruhmesblatt aus der Verfolgungsschlacht zwischen Somme und Seine.

Von Kriegsderichier Kluge.

15 bis 20 Maschinen zählen, und alle fünf M i - nuten kam eine neue Welle. In den ersten Stunden zählte man oom Gebäude der Associated- Preß-Agentur 17 Bombenexplosionen. Der Boden bebte von den explodierenden Bomben, das Ge­bäude zitterte in seinen Grundfesten.. Einige Feuer waren ausgebrochen." Selbst der patriotischste Bewohner Englands, so berichtet Associated-Preß weiter, kann nicht länger leugnen, daß London durch die Luftangriffe hart getroffen wurde. Ganze Teile der Stadt liegen in Schutt und Asche. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Erde. Es gibt ganze Bezirke ohne Gas, Wasser und Elektrizität. London und seine Vororte sehen nicht mehr schön aus Das Leben in London geht zwar weiter, aber das Leben ist hart, besonders in den ärmeren Bezirken, wo zahlreiche Gebäude zerstört wurden. Die Hälfte der Londoner Bevölke­rung gehe Nacht um Nacht in die öffentlichen Luft­schutzkeller. Außerhalb der großen Luftschutzunter­stände sieht man bereits gegen Mittag große Men­schenschlangen anstehen, da ein Familienmitglied, beladen mit Decken, Kissen usw. Platz für die übri­gen Familienmitglieder freihält. Auf den Unter­grundbahnperrons bleiben knapp 50 Zentimeter Raum zum Aus, und Einsteigen der Fahrgäste, da Tausende die Untergrundbahn zum zweiten Heim machen. Die Beköstigung ist vollkommen unzuläng­lich, da wegen der zerstörten Gasleitungen nur kalte Mahlzeiten zubereitet werden können. D'.e Wir­kungen des sechswöchigen Bombardements häufen sich

Bereisungsgefahr für britische Hlugzeuoe

Stockholm, 19. Okt. (Europapreß.) Zum er­stenmal wird in einem Kommunique des Londoner Luftfahrtministeriums davon gesprochen, daß eng-

Neuer Bombenangriff aus die Burmafiroße.

Lastwagenkolonnen und Munitionsfabrik bombardiert.

Tokio, 21. Okt. (DNB. Funkspruch.) Japanische Marineflugzeuge führten am Sonntag einen zwei­ten Bombenangriff auf die von den Eng­ländern zur Verlängerung des Krieges in China vor einigen Tagen wieder eröffnete Burma­st r a ß e durch. Sie hatten den Auftrag, vor allem wichtige Brücken zu zerstören. Dieser Auftrag ist trotz teilweise schlechter Sicht und Wolkenbildung

Minensucher am Werk

Äon Kriegsberichter <5. E. Schreiber.

meter zurücklegt, um den Poilu aus der letzten ret- tenden Stellung zu werfen? Er ahnt es nicht, daß die Seine heute noch in deutscher Hand sein wird.

Es ahnt aber auch niemand, daß in unseren Reihen ein junger Leutnant marschiert, der heute abend die größte Tat seines Lebens vollbrin­gen wird, um dann mit einem stillen, knabenhaften Lächeln auf den Lippen, regungslos unter der dunklen Zeltplane, an dem Ufer der Seine zurück­zubleiben angesichts der brennenden Stadt Les An­delys und der unzähligen Kolonnen, die um seiner Tat willen das andere Ufer erreichen, um den sieg­reichen Angriff weiter vorzutragen. Es ist der Leut­nant H. D., der jene französische Batterie erobern wird, die aus der Mitte der Seine­schleife ihr Feuer auf alle Ufer legen kann.

Die Ereignisse überschlagen sich. Um 16 Uhr sieht der Kommandeur der Divisions-Vorausabteilung, Oberstleutnant B., der mit Adjutant und Ordonnanz­offizier in Les Andelys das Ufer erreicht, die letz­ten Teile der Franzosen über die Brücke flüchten und sie in die Luft gehen. Ein grandioses, schau­riges Schauspiel. Kurze Zeit darauf setzen die An­fänge der Marschkolonne, das I. Bataillon bei Les Andelys und das II. Bataillon bei Courcelles über. Dem schneidigen Einsatz dieser Telle ist es zu ver­danken, daß bereits gegen Abend und die ganze Nacht hindurch die herankommende Marschsäule sofort übersetzen kann und das Regiment bereits am anderen Morgen zur Erweiterung des Brückenkopfes zum Angriff anzutreten in der Lage ist. Der Marsch an die Seine hat fein Ende gefun­den und ist in seiner ungeheuren Kraftanstrengung, seiner einzigartigen Leistung bereits in die Ge­schichte eingegangen. Als sein Wahrzeichen, fein Gleichnis entglomm an der Seine der ganze Him­mel in blutigem Rot von der brennenden Stadt Les Andelys.

lifche Flugzeuge während ihrer Einflüge nach Deutschland durch Eisbildung so st a r k be­hindert wurden, daß sie stellenweise ihre Flüge abbrechen mußten. Nach Ansicht eng­lischer Flugsachverständiger wird das Winterwetter der RAF. beträchtliche Schwierigkeiten bringen. Während die deutschen Maschinen von der fran­zösischen Nordküste nur eine knappe halbe Stunde bis London brauchten, dauere es meh­rere Stunden, bis die englischen Maschinen die ersten wichtigen Punkte in Deutschland erreich­ten. Die Dereisungsgefahr für die RAF. sei min­destens sechsmal so groß wie bei der deut­schen Luftwaffe.

Neuer Znvasionsschwindel des britischen LuftfabrtministeriumS. Stockholm, 20. Okt. (DNB.) Bei dem allge­meinen Rätselraten in London, ob und wann ein deutscher Einfall in das Jnselreich erfolgt, verstieg sich das britische Luftfahrtministerium am Freitag zu der Erklärung, daß noch Informationen aus zu­verlässiger neutraler Quelle am 16. September e i n Jnoasionsversuch durch die Aktivität der RAF. zunichte gemacht worden sei. Deutsche Truppen, die die in den Kanalhäfen liegenden Schiffe bestiegen hätten, seien gezwungen gewesen, die Fahrzeuge zu verlassen. Die Lon­doner Presse veröffentlichte daraufhin am Samstag große Schlagzeilenberichte mit Ueberschriften _mie Deutscher Jnoasionsversuch siegreich zurück- ge schlagen" und machte den Lesern in diesem Zusammenhang Mittellung von neuen Erfolgen der englischen Luftwaffe. Lange ließ sich jedoch dieser völlig aus den Fingern gesogene Schwindel nicht aufrecht erhalten. Bereits 24 Stunden nach der Er­klärung sah sich der Londoner Rundfunk im Auf­trage der Regierung gezwungen, zu erklären, von einem deutschen Jnoasionsversuch am 16. September

Stockholm, 21. Okt. (Europavreß.) Rollende Luftangriffe gegen London, die Grafschaft Kent und andere Teile Südenalands sind auch in den Nach­mittagsstunden des Sonntags durchaeführt worden, jo daß die Millionenbevölkerung der britischen Haupt­stadt erneut einen Sonntag unter der Erde erlebte. Der Londoner Rundfunk muß be­stätigen, daß deutsche Flugzeugsormationen die Sperren durchbrachen und London erneut bombardierten. Es entstanden wiederum Brände, zahlreiche Anlagen, über deren Charakter man sich nicht weiter ausspricht, wurden vernichtet. Am Sonntagoormittag mußte in London viermal Luft- dlarm gegeben werden. Nach amtlichen Darstellun­gen übersteigen die Verheerungen, die bei den deut­schen Luftangriffen in derNacht zum Sonn- tag gegen London die mittelenglischen Grafschaften und den Noßwesten des Landes angerichtet wur­den, das Maß des in den letzten Tagen Dageweje- nen. Man spricht von umfangreichen Schäden an Industrieanlagen, Geschäftshäusern und sonstigen Baulichkeiten und räumt ein, daß die Zahl der in der Hauptstadt entfachten Brände beträchtlich ge­wesen sei, jedoch habe die Feuerwehr bie, Brände gegen Sonntag morgenunter Kontrolle" gehabt. Neben London wurden die mittelenglischen Graf- schallen, also das Gebiet um Birmingham und ter englische Nordwesten angegriffen. Neben Liverpool waren noch andere Städte am Mersev das Ziel der Aktionen. Don überall her gibt der britische Nach­richtendienst Meldungen wieder, die von großen Ma- terialschäden sprechen. Die Angriffe füllten in allen Teilen des Landes die ganze Nacht aus. Londons Luftalarm dauerte nahezu die ganze Verdunkelungs- zeit an.

Die deutschen Flugzeuge", so heißt es in einem Bericht der Associated Preß,sind in größten For­mationen gekommen. In jeder Welle konnte man

Kappen der Ankertaue versehen sind.

Manches deutsche Minensuchboot ist bei dieser gefährlichen Arbeit dock einmal mit einer Mine un­vermutet zusammengestoßen. Auf den Minensuch­booten kennt man jedoch das Gefühl für Gefahr nicht, Gewohnheit ist längst der Gefährte selbstver­ständlichen. Mutes geworden, wohl rechnet man mit dem Soldatentod, aber jede Furcht ist unbekannt.

Wenn man die seefahrenden Minensucher nennt, so darf man auch die Minensucher nicht vergessen, die im allgemeinen nicht als solche bezeichnet wer­den und die die Bergung von an der Küste treibend en Minen vornehmen. Wenn eine treibende Mine das Land erreicht, so ist sie nicht minder gefährlich, immer wieder hört man, daß leichtsinnige Menschen sich da heranmachen und ver­suchen, solche Minen zubergen". Die Aufgabe, solche Minen zu bergen, fällt den Minenspezialisten der Kriegsmarine zu, die solche Minen sofort un­schädlich machen. Wenn in den Stürmen der Nord­see, vor allem an der Westküste Dänemarks irgend­wo treibende englische Minen den deutschen Minen­suchern entgangen sind und an Land treiben, so werden sie sofort von den deutschen Wafsenoffizie- ren und ihren Soldaten unscharf gemacht und ge­borgen oder gesprengt. Auch diese Arbeit geschieht zum Schutze der Schiffahrt und Fischerei sowie der Zivilbevölkerung.

Unermüdlich bei jedem Wetter führen unsere Zerstörer und Torpedoboote den Sicherungsdienst durch. Unser Bild von der Heimfahrt eines Minenlegers zeigt, wie eben die Wasserbomben wieder entschärft werden. (PK.-Winkelmann. Scherl-M.)

800 000 Mann werden in USA. einqezoaen.

Washington, 19. Oft (Europapreß.) Die auf die einzelnen USA.^Staaten entfallende Aushe­bungsquote wurde jetzt von der Washingtoner Regierung bekanntgegeben. Danach werden in ben kommenden zwölf Monaten insgesamt 800 000 Mann auf Grund der Wehrpflicht einge­zogen. Das Hauptkontingent von über 148 000 Mann entfällt auf Neuyork, New Perser) und Delaware. Das kleinste Kontigent stellen die Neuen gland-Staa« ten mit insgesamt 30 000 Mann.

über den Gebirgen der Provinz Pünnan erfolg­reich durchgeführt worden. Außerdem haben die Flugzeuge mehrere La st Wagenkolonnen angegriffen, auseinanbergefprengt und zerstört. Eine zweite Bombenformation hat erneut in der Gegend südwestlich von Mengtje eine Munitions. fabrif bombardiert. Marschall Tschiangkei- schek hat Luftabwehrbatterien an verschie­denen Punkten der Straße aufstellen und in ge­wissen Abständen sogenannte Straßen-Repa- ratur-Kommandos einsetzen lassen, die die Aufgabe haben, sofort mit Ausbesierungsarbeiten zu beginnen, sobald Bomben-Volltreffer die Durch­fahrt unmöglich gemacht haben.

Weitere Fortschritte der japanischen Offensive.

Schanghai, 19. Okt. (DNB.) In einem schnei­digen Vorstoß von Hangtschou aus südwärts haben japanische Truppen die Eisenbahnverbindung zwi. schen den Provinzen Tschekjang und Kiangsi durch- schnitten und die Tschungking-Chinesen damit einer ihrer letzten Verbindungen zum Meere hin beraubt. Am 17. Oktober wurde die Stadt T s ch u k i in Tschekiang erobert, wo den Japanern ungeheure Mengen an militärischen Ausrüstungsstücken und wichtigen Vorräten in die Hand fielen. Tfchuki diente drei chinesischen Divisionen als Operations­basis. Nach Überschreiten des Tschientang-Flusies hatten die Japaner die Stadt Hangtschou in vier nächtlichen Gewaltmärschen erreicht. Als der Endangriff einfetzte, begannen die Chinesen zu fliehen, nachdem sie noch verschißene Stadtteile in Brand gesetzt hatten. Während der viertägigen Kämpfe erlitten die Chinesen beträchtliche Verluste. Die japanische Offensive in der Provinz Tschekiang hat zur Einnahme des befestigten Ortes Tsien- C h a n , 50 Kilometer nordwestlich von Nanking am nördlichen Ufer des Pangtsekiang, geführt. In Tsien- Chan befand sich bisher das Hauptquartier der Freischärler-Truppen der Tschungking-Regierung.

Bauernkarren der Kolonne entgegengefahren, da­vor ein französischer schwerer Brauner. Sein Zug verlädt bereits Munition und Gerät. Die anderen Kompanien suchen noch nach Fahrzeugen und Pfer­den. Doch bald fahren hinter jeder Kompanie die­selben wunderlichen Gefechtsfahrzeuge. Die Hitze ist geradezu tropisch geworden. Der Asphalt unter den Füßen quillt breiig und klebt. Von der Straße steigt ein brütender Dunst auf. Die Bla­sen an den Füßen bereiten durch die Hitze unerträg­liche Qualen. Die Köpfe sind gesenkt, und der Schweiß rinnt aus allen Poren. Ein einziges Lab­sal gibt es bei diesem pausenlosen zermürbenden Marsch: Wasser! Es fahren Kolonnen vor, die mit Eimern und Kannen sich an den Straßenrand stel­len, um die' Feldflaschen zu füllen. Der Komman­deur des II Bataillons hat in einem Dorf einige Fässer Most gesunden; er steht mit feiner ganzen Meldestaffel an der Straße und läßt den Most mit Tassen, Bechern, Kannen und Wannen an die dur­stigen Landser austeilen.

Kurz vor Gournay-en-Bray, knapp 30 Kilometer westlich Beauvais, verläßt die Division die Route nationale, die nach Paris führt, denn sie soll ja viel weiter westlich daran vorbeistoßen. Em kurzes Stück geht es auf der großen Straße nach Rouen und dann endgültig in der alten südwestlichen Rich­tung weiter, schnurgerade auf Les An -

ein feindliches Fahrzeug eine Minensperrung ge­legt haben, so wird sie schon nach kurzer Zeit ge­funden, ausgenommen und unschädlich gemacht wer­den können.

Die Wege der Linienschiffahrt werden außerdem durch Sperrbrecher täglid) abgesucht, so daß die Passagierdampferlinien in der Ostsee und den dänischen Gewässern bisher fast friedensmäßig wei­tergeführt werden konnten.

Sobald feftsteht oder befürchtet wird, daß ein Schiffahrtsrvea durch einzelne Minen gefährdet ist, wird ein bestimmter Weg gesucht und der Schiff­fahrt zur Benutzung empfohlen. Verluste, besonders bei der neutralen Schiffahrt, sind bezeichnender­weise fast immer auf Nichtbeachtung der Anweisun­gen der deutschen Kriegsmarineftellen zurückzufüh­ren gewesen.

Die deutschen Minensuchverbände suchen indes Tag für Tag unverdrossen die chnen zugewiesenen Seegebiete ab. Jedes einzelne Boot ist als Selbst­schutz mit einem Minenbaum am Bug ausgerüstet. Die vorausragende Abweiseeinrichtung bringt in den Weg kommende Minen durch Ab­schneiden des Ankertaues zum Auftreiben. Danach werden solche Minen meist abgeschossen. Die Boote sind beim Suchen durch Suchleinen untereinander verbunden, die ebenfalls mit Vorrichtungen zum

PK. Gines der unheimlichsten Kampfmittel des Seekrieges ist die Mine. Ueberaü kann sie immer wieder erneut ausgelegt fein, um einem Feinde Verderben zu bringen. Kein Seemann weiß, ob nicht in dem so ruhig aussehenden Fahrwasser schon das Verderben für Schiff und Besatzung lauert Die großen Minensperren, die wich­tige Fahrstraßen und Meeresstrecken gegen feind­liche Angriffe abriegeln sollen, sind Freund und Feind meistens bekannt, denn mit Rücksicht auf die neutrale Schiffahrt werden solche Sperren so­gar öffentlich angekündigt. Zu den Minen, die von Schiffen, Minenlegern, ausgelegt sind, kommen im modernen Kriege noch L u f t m i n e n , das heißt solche, die aus der Luft, von Flugzeugen, gelegt werden. Das Besondere, Gefährliche dieser Minen ist die Tatsache, daß es sich meist um magneti­sche Minen handelt, die nach einem neuen System funktionieren im Gegensatz zu den bisher bekannten Kontaktminen, deren- Auslösung eine direkte Berührung notwendig macht Zudem sind sie häufig irgendwohin geworfen worden, um eine stystematische Suchaktion unmöglich zu machen.

Eine weitere, nicht vorausberechenbare Gefahr bilden treibende Minen, das sind solche Minen, die sich aus einer der sowohl von den krieg­führenden Parteien als auch von neutralen Staa­ten gelegten Minensperren insbesondere während der beginnenden Herbststürme l o s r e i ß e n und eine ständige Gefahr für jedwede Schiffahrt bilden.

Wie begegnet die deutsche Kriegsmarine nun die­ser Gefahr? Kriegsschiffe müffen selbstverständlich mit ollen möglichen Gefahren rechnen und sind deshalb auch mit allen Einrichtungen versehen, die geeignet sind, die Minengefahr herabzumindem. Nicht aber ist dies bei Handelsschiffen der Fall. Die deutsche Kriegsmarine hat eine außerordent­lich große Anzahl von Minensuchverbän- ben im Dienst, deren einzelne Flottillen fast unge­achtet von der Oeffentlichkeit nun auch in diesem Kriege wieder ihren harten Dienst bei jedem Wind und Wetter versehen.

'Neben den aktiven Flottillen sind es meist die Reserveverbände der seetüchtigen F i s ch d a m pf e r, die alle die vielen Zufahrtsstraßen in Dänemark, die Belte und den Sund, das Skagerrak und die Nordsee systematisch nach Minen absuchen und alle Fahrstraßep für die Schiffahrt sichern. Daneben gibt es in jedem größeren Hafen Hafenschutz- f l ottillen, aus ehemaligen Fischkuttern, deren Hauptaufgabe ebenfalls das unermüdliche Freifuchen der Schiffahrtswege nach Minen ist. Jedes Quadrat der Seekarte wird so regelrecht abgekämmt. Trei­bende Minen werden vernichtet, und sollte irgend-

d e l y s zu. Unterwegs werden weitere Fahrzeuge flottgemacht. Gasmaske und übriges Gerät werden verladen. Nur die Gewehre und die MG.s zum Fliegerbeschuß müssen noch getragen werden.

Nicht weit von Avesnes erfolgt dann auch der erste feindliche Fliegerangriff. Die Bomben schlagen weiter hinten ein. Unaufhaltsam geht der Vormarsch weiter. Dies war der letzte Ver­such des Gegners, jene drohende Heersäule, die sich unbeirrbar mit ihrer geballten Kraft auf die Seine zu bewegte, aufzuhalten. Zu spät ist die Verteidi­gung vorbereitet. Die Seine fließt durch Poris, und Paris ist das Herz Frankreichs. Wir werden seine Hauptschlagader treffen. Wenn das Herz auf­hören wird zu schlagen, stirbt Frankreich. Welcher französische Feldherr hat damit gerechnet, daß eine Armee auf ihn zukommt, die * tausend Kilometer marschiert ist, über 150 Kilometer angegriffen hat und dann noch einen Tagesmarsch von 70 Kilo»

Rezept bei Erkältung, Grippegesahr:

Kürz vor dem Zubettgehen oder im Bett möglichst heiß 12 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und 12 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa der dop­pelten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken und dann schwitzen! Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuwirken, nehme man noch einige Tage, und zwar 23mal täglich, einen Tee­löffel Klosterfrau-Melissengeist in einer Tasse Pfef­ferminz- oder schwarzem Tee.

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