Donnerstag, 10. Dezember 104Ü
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Mexiko City, Dezenter 1940.
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In einem Lande wie Mexiko, wo zwischen unermeß- chern Reichtum und für europäische Beariffe kaum
Der Führer sprach zu S üüO Ossjziersanwärtern
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stört werden wird. Es handelt sich um Bananen
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17 000 BRT. wurden herausgeschossen, Schiffe mit 16 000 BRT. wahrscheii
wahrscheinlich versenkt.
> Cardenas, einer der lsten Staatsmänner
Der gefährliche puntt.
Don unterer berliner Gcffristleffung.
Stockholm, 18. Dez. (DNB.) Dor einiger Zeit hat die englische Regierung aus Mangel an Schiffsraum die Einfuhr von Bananen und
einem U-Boot angegriffen werde.
Englands unzureichende AuMUOwdutt on.
Mexikos, nach sechsjähriger Amtsperiode damit be- rnügen, daß an seiner Stelle der von ihm be-« f:mmte Kandidat offiziell den Posten des
chern Reichtum und für europäische Begriffe kaum aßlicher Armut die, ausgleichende Mittelschicht fehlt, inden die sozialen Gegensätze naturgemäß die
Englands Admiraliiät muß schwere Schiffsverluste zugeben
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Berlin, 18. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sprach heute mittag im Sporfpalaff zu 5000 Offiziersanwärtern des Heeres und der Luftwaffe sowie Junkern der Waffen-L-, die vor ihrer Beförderung zum Offizier stehen und nun nach Abschluß ihrer Ausbildung wieder zu ihren Feldtruppenteileu gehen. In einer packenden und mitreißenden Ansprache gab der Führer den jungen Soldaten die Parole für ihre spätere Aufgabe als Vorgesetzte in der nationalsozialistischen Wehrmacht und die Ausrichtung ihres Ledens. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von B rauch l l s ch, lieh den Appell in einem von den Offiziersanwärtern begeistert aufgenommenen Treuegelöbnis und Sieg-Heil auf de« Führer und Obersten Befehlshaber ausklingen.
Weihnachtsschiff für unsere Soldaten in Norwegen.
In Oslo traf ein Weihnachtsschiff für die deutschen Soldaten in Norwegen ein. Langsam fuhr das
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chärfte Form der Auseinandersetzung.
In seiner sechsjährigen Amtsperiode ist es dem ?.unmehr abgetretenen Präsidenten Cardenas Gelungen, durch seine „Partida de la Revolution" line gewisse politische „Gleichschaltung" zugunsten liner starken zentralen Regierungsgewalt zu schaf- -n. Nun wird der Mann seiner Wahl, General
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Stockholm, 18. Dez. (Europapreß.) Der englische Minister für Flugzeugproduktion, Lord Beaver b r o o k, suchte in einer Rundfunkansprache die Zweifel der englischen Bevölkerung an einer wirksamen Flugzeugproduktion mit einigen tröstlichen, aber unklaren Angaben zu beheben. Er erklärte, von August bis November sei die Erzeugung von Flugzeugen und Motoren im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt worden, ohne jedoch Angaben über die Vorjahresproduktion zu machen, von der man nur so viel weiß, daß sie häufig als zu niedrig kritisiert worden ist. lieber die Lieferungen aus Amerika begnügte sich Beaverbrook damit zu sagen, Motoren kämen in erhöhten Mengen, und der „Strom" fertiger Flug- zeuae solle ebenfalls verstärkt werden.
Anscheinend hatte Beaverbrook selbst das Gefühl, daß seine Ausführungen für die geplagten Engländer nur einen schwachen Trost darstellen. Deshalb fügte er hinzu: „Wir haben eine sichere Verteidigung, nämlich die Herrschaft der Meere." Offenbar soll dies ein amtliches englisches Eingeständnis sein, daß es die Herrschaft in der Luft nicht besitzt und auch keine Aussicht sieht, sie zu erringen. Und wie höchst problematisch es mit Englands Herrschaft der Meere bestellt ist, beweist ja eben erst wieder die Liste der Schiffsverluste selbst in der um knapp die Hälfte reduzierten Form, wie sie die britische Admiralität bekannt gibt.
Unter der deutschen Geqe blockade.
tralitätsgesetz die amerikanischen Schiffe aus den Gewässern der Kriegführenden verbannte. Fünf von diesen acht Schiffen sind gesunken, darunter auch der frühere „President Harding." Das holländische, in englischem Dienst fahrende Tankschiff „Pendrecht" (10 746 BRT.) ist im Atlantischen Ozean torpediert worden. Einen weiteren SOS^uf sandte das gleichfalls in englischen Diensten fahrende norwegische Tankschiff „Dal- fon n" (9860 BRT.) aus. Es teilte nut, daß es
imtierenden Präsidenten erlaubt hätte, so wäre iweifellos sein Vorgänger Cardenas wieder-
Außenminister G u c n i geführte« Besprechungen mit der Frage der Errichtung von Stützpunk - ten an der La-Plata-Mündung befaßen.
Oie Panamakanalzone, x
Washington, 18. Dez. (Europapreß.) Der nordamerikanische Militärsachverständige Crewe hat nach einer Besichtigung der Panamakanalzone erklärt, daß die bisherigen Befestigungsarbeiten in Kürze noch weiter vervollständigt werden sollen. Die Kanalzone werde für Flugzeuge unangreifbar fein. Binnen vier Jahren soll auch das neue Schleufensystem vollendet fein.
politische Vereinheitlichung in Nanking
Nanking, 18. Dez. (Europapreß.) Zur Der- einheitlichung des politischen Systems wurde in Nanking die Republikanische Partei auf- gelöst. Ihre Mitglieder sind geschloßen zur Kuomintang übergetreten. Gleichzeitig wurde auch die asiatische Erneuerungs- beweaung aufgelöst. Ihre Führer werden Mitglieder Des Kuomintang-Exekutiv-Ausschusses. Die sozialen Einrichtungen der aufgelösten Gruppen werden von der Ost asiatischen Liga übernommen, die im Gegensatz zur Kuomintang nicht • eine politische, sondern eine Volksbewegung sein will. In Nanking werden diese Maßnahmen als Schritte auf dem Wege zu einem China bezeichnet, das in einem einzigen Staate, unter einem einzigen Führer und einer einzigen Staatsauffaf- sung zusammengefaßt ist.
Die englische Admiralität hat die Churchillsche Vernebelungs- und Beschwindelungstaktik halbwegs aufgeben müßen und sich zu einem bemerkenswerten Teilgeständnis über die Schiffsverluste bequemt. Die Unterbindung der lebensnotwendigsten Zufuhren für England läßt sich ja nicht mehr vertuschen. Die Einschränkung der Rationen, die Vernichtung der Rohstoffzufuhr, alles das hat Eng- land in die Lage eines Schurken gebracht, der unter diesen harten Züchtigungen zusammenzuckt und daher an das mitleidige Herz der egoistischen Yankees rühren möchte. Die britische Admiralität also veröffentlicht eine nachttäglich korrigierte Meldung über die Schiffsverluste der Woche, die mit dem 1. Dezember endete, und eine weitere 23er- luftangabe für die nächste, die mit dem 8. Dezember schloß. Für die erste Woche werden statt 52 229 BRT. bisher, jetzt 81 658 BRT. Gesamtverluste zu- gegeben, für die zweite Woche 101190 BRT.
Die britisch^ Admiralität gibt damit Schiffsverluste bekannt, die nur knapp die Hälfte der tatsächlichen Einbuße umfassen. Es ist die Woche, die am 2. Dezember den vernichtenden Angriff deutscher U-Boote auf einen für England bestimmten Geleitzug brachte. 15 Schiffe mit über 110 000 BRT. und ein zur Sicherung bestimmter Hilfskreuzer von --------- '---------zwei weitere
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Bislang hatte die englische Admiralität sich über den Verlust der Geleitzüge ausgeschwiegen, obgleich vor allem auch die amerikanische Preße eine lange Gifte der SOS. funkenden englischen Schiffe dieser Seleitzüae veröffentlichte. Dann herrschte Schweigen im Äether, weil die großen Kähne inzwischen zu den Fischen geschickt worden waren. In ihrem letzten Bericht über die aeftiegene Versenkungszisfer qsbt also die englische Admiralität wenigstens teilweise zu, daß die deutschen U-Boote ihre Aufgabe kräftig erfüllten, und aus London meldet ein Funk- foruch nach den USA. kurz und bündig: ..Die britischen Schiffsverluste infolge des Handelskrieges
mit U-Booten und der Bombardements durch die Nazis haben einen gefährlichen Punkt erreicht. Der Durchschnitt der wöchentlichen Versenkungen ist weit größer geworden als der während des Weltkrieges."
Die volle, die nackte, die grauenerregende Wahrheit wird natürlich immer noch den Briten verschwiegen, daß alle Prahlereien Churchills, die deutsches U-Boote seien weggefegt, längst zusant- mengebrochen sind und alle angeblichen Erfindungen gegen diese Totengräber der englischen Seemacht in Londoner Nebel sich verwandelten, kann nicht mehr 'geleugnet werden. Der Minister für die Flugzeugproduktion, Lord Beaverbrook, hat gerade jetzt den Briten erklärt, die deutsche U-Boot- gesahr werde in den nächsten Monaten noch z u - nehmen, ohne daß er auch nur ein bescheidenes Hoffnungskräutlein gegen die Schwindsucht des englischen Schiffsraumes aufweisen konnte. Wenn die Briten jenseits des großen Teiches die dort so genannte „Geisterflotte" erwerben wollen, 24 alte, zum Abwracken zu geringe und feit Jahrzehnten in den Häfen der USA. verrottete Schiffe, darunter angeblich den alten deutschen Doppelschrau-
5amacho, zu beweisen haben, ob er der Richtige ft, den Schalthebel der „Cardenas- Maschinerie", wie man in Mexiko sagt, zu be- iienen. Leicht hat er es als offizieller Nachfolger lines Cardenas nicht, der in politischem Instinkt und inerbittlicher Entschlossenheit die anderen Staats- nänner Jbero-Amerikas bei weitem überragte. Jn- 'erpolitisch war Cardenas große Tat eine durch- greifende Ag r a r - R e f o v^n, nach der Mexiko wie faum' ein anderes Land der Welt Irängt — außenpolitisch wurde sein Name berühmt, ■15 er die stark vom nordamerikanischen Kapital ^herrschten Petroleumquellen Mexikos lerstaatlichte und damit einen rücksichtslosen I !kampf gegen b i e Oel-Magnaten d e r 11S A. und die Kapitalgewaltigen der W a l l st r e e t lufnahm. Maßnahmen so revolutionären Charakters Daren ihm nur möglich, weil er sich eben die „Car- !enas-Maschinerie" geschaffen hatte, die nach außen jöar peinlich das Scheingesicht der Demokratie oahrte, in Wirklichkeit aber durch zweckmäßige Be- jetzung der maßgeblichen Staats- und Militärposten bmie eine propagandistisch geschickte Zellenorgani- ation das Land nach seinem zentralen Willen be- !errschte. Im Zeichen dieser „Cardenas-Maschinerie" surde-auch der von ihm auserkorene neue Präsident Camacho mit überwältigender Majorität ge= oahlt — im Zeichen dieser „Cardenas-Maschinerie
i »irb er seine staatsmännischen Fähigkeiten in einer politisch unö wirtschaftlich gleich schwierigen Situa- ron seines Landes zu bewähren haben.
General Camacho ist heute 43 Jahre alt, also irnes der jüngsten Staatsoberhäupter der Welt. Ulan sieht diesen kräftigen und für seine Jahre chon ziemlich fülligen Herrn nur selten in Uniform, seine politische Laufbahn ist eine typisch mexikanische Karriere. Geboren als Sohn einer sehr armen Aauernfamilie im Staate Puebla, lernte er am ligenen Leibe das soziale Elend seines Landes ten* rcn. Sein Anschluß an „gehobenere Kreise" fand ir als Buchhalter-Lehrling, aber bald lies er aus ; tiefer Stellung davon, um einen nach den Begriffen 1e?s damaligen Mexiko beinah „bürgerlichen" Beruf Zu ergreifen, nämlich den des — R e v o l u 11 o - r ä r s. Praktische aktivistische Politik macht man in Rexiko durch das Ofizierkorps, und deshalb trat (amatfjo bald in die Armee ein. T2H 32 Jahren dar er bereits Generalmajor.
Ebenso wie Camacho heute die Uniform nur un- (?rn trägt — ist er auch in seinem politischen lampf kein Anhänger militärischer Methoden ge« Men. Er ist vielmehr der strategische M eifer am — Verhandlungstisch. Seme k eberredungsgabe und seine Verhandlungskraft ccenzen an Suggestion: zweimal hat er nur durch i:-e Kraft seiner Worte und seiner Persönlichkeit crsährliche Rebellen wieder auf den Weg der Loyalität gebracht. Während der Rebellion des Generals Chriftero im Jahre 1927 traf er unde- . r affnet diesen Rebellenführer in einer Bar bei tos Altos. Er überredete ihn, die Waffen nieder- 3ilegen und ins Ausland zu gehen. Denselben Er- F Ig konnte er verzeichnen im Jahre 1929 in Michalin, als er nur durch die Kraft seiner Personlich- k it nicht weniger als zwölf rebellierende Generale inanlafete, die Waffen zu strecken. Bald daraus t urbe er zum Kriegsmini st er ernannt, irr rar es, der den Aufstand des gefährlichsten rebel- terenben Generals Cedillo 1938 niederschlug. Zur T elohnung wurde Camacho zum Divisionsgeneral ! inb Ob-rkornmandierenden der mexikanischen Armee < nannt, also eine abenteuerliche militärische xar» r*re für einen so nüchternen Rechner.
Denn Camacho ist in Wirklichkeit alles andere t s ein Abenteurer. Cardenas wußte sehr wohl, darum er gerade diesen Mann als seinen Nach- V Iger am Schalthebel des von ihm geschaffenen I ^aatsapparates wünschte. Camacho hat bewiesen, er im politffchen Spiel der Kraste Nottoendig- f tten und RealitSttn sehr scharf erkennt. Für Die- sm Realttätssinn wird er Verwendung haben, Denn Inne Aufgabe ist nicht leicht. Man erwartet von ihm » cht nur die Durchsetzung dringend notwendiger weiterer sozial-politischer Ref o r rn en cüch die außenpolitische Lage Mexikos
im Werte von zehn Millionen Mark. Der jährliche Umfang des Handels von Jamaika, der fast völlig zum Erliegen kommt, wird auf 50 Mill. Mark beziffert. Großbritannien hat vor dem Kriege in einem einzigen Jahr je Kopf der Bevölkerung bis zu 14 Pfund Bananen verbraucht, auf die man nun verzichten muß.
Oer Lebensstandard
des englischen Volkes gesunken.
Stockholm, 18. Dez. (Europapreß.) Am Mktt- wochmorgen in London veröffentlichte Statistiken laßen erkennen, daß im Gegensatz zu den in Der letzten Zeit in englischen Ministerreden wiederholten Behauptungen der Lebensstandard des englischen Volkes durchweg gesunken ist. Fünfzig Prozent der Bevölkerung, so heißt es in der Wiedergabe dieser Statistik in „Nya Dag- ligt Allehanda , leben heute in schlimmeren Verhältnissen als vor Kriegsausbruch. Weiter 32 v. H. aller Engländer leben unter den ehemaligen Bedingungen, während die rest. lich 18 v. H. während des Krieges ihren Standard heben konnten. Das Blatt sagt nicht, aus wLicheq , Streifen sich diese 13 o.H. zusammensetzen. —
Staatsoberhauptes übernahm.
Seit vor 420 Jahren Cortez in Der Bucht von 3era Cruz landete und die Azteken-Stämme fast ! msrottete, um ihre unermeßlichen Schätze nach Spanien zu bringen, ist die politische Geschichte Mexikos mehr noch als die eines anderen ibero* amerikanischen Staates mit Blut geschrieben norden. Das hat sich auch in den letzten Jahrzehn- :rn nicht wesentlich geändert. Immerhin hat die »tzte Präsidentenwahl vor wenigen Monaten, die gmeral Camacho den Sieg brachte, für mexi- !anische Verhältnisse einen erfreulichen Rekord beitutet: diese Wahl forderte „nur" 48 Todesopfer.
Woche versenkt werden.
Uebrigens zeigt die. deuffche Aktivität zur See gerade in diesen Dezembermonaten, daß der moderne U-Booteinsatz gegen Englands Lebensnerv die in London gespeiste letzte Hoffnung, Winternebel und -kälte würden die Schiffsverluste zum Stoppen bringen, nicht länger leben läßt. Bisher hatte sich nach den Erfahrungen des Weltkrieges die englische Rechnung Darauf konzentriert, in den Wintermonaten sei der englische Schifssverkchr einigermaßen vor den deutschen U-Bootschlägen sicher. Auch diese Erwartung muß England jetzt zu Grabe tragen. I E. S.
Heue Sch ffsverliM.
Neuyork, 18. Dez. (DNB.) Schiffahrtskreise erklären, daß der 7555 BRT. große belgische Dampfer „Ville d ' A r l o n", der frühere Armeetransporter „C a m b r a i", der im Solde Englands fuhr, überfällig sei und als verloren betrachtet werden müsse. Das Schiff, das normalerweise eins Besatzung von 80 Mann hat, verließ am 15. November Neuyork. Die „Ville d'Arlon" ist eines der ad)t Schiffe, die Die USA. an eine Antwerpener Gesell- , schäft im Februar verkaufte, nachdem das Neu-
über die Toppen beflaggte Schiff, das mit einem leuchtenden Weihnachtsbaum am Vormast geschmückt war, unter den Klängen deutscher Märsche in den Hafen ein. „Fröhliche Weihnachten" stand auf- einem zwischen den Masten befestigten Spruchband zu lesen, und in diesem Sinne wurde das Schiff als ein Festgruß aus der Heimat durch Reichskommissar Terboven begrüßt. Das Schiff habe die friedlichste Ladung der Welt an Bord: nämlich Die Liebe der Deutschen Heimat zu ihren Soldaten, Dargestellt durch eine Weihnachtsgabe, Die — und Das werde sie unseren Soldaten ganz besonders lieb machen — zusammen- gekommen sei aus allen Teilen des Reiches. Alle Gaue Deutschlands seien bestrebt gewesen, ihr Bestes zu geben. Sie habe in kürzester Frist organisiert, zusammengetragen und auf den Weg gebracht werden können, weil sich Reichsmini- fter 3)r. Goebbels der Verwirklichung dieser Son- Deraktion mit größtem Interesse angenommen habe.
Auch Generaloberst von Falkenhorst Dankte für die UeberfenDung. Bei dieser zweiten Kriegsweihnacht sei die Zuversicht auf Den Endsieg noch stärker als im vorigen Jahre, Denn stolzeste Siege seien geerntet worDen. Glaube und Handeln fei Die Parole für Das neue Jahr.
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Britische
Wirischastsphantasien.
Wenn man Die MelDungen der Auslandsberichk- erftatter aus Großbritannien auf einen Nenner bringen will, fo geschieht das am besten durch den Satz: „Regierung und Volk weigern sich, den Dingen offen ins Auge zu sehen." Dies gilt nicht nur für die Schäden, die Großbritannien durch die unausgesetzten deutschen Luftangriffe erleidet, sondern auch für das, was die Wehrmacht und die Wirtschaft des Landes leisten und zu leisten fähig sind. Soeben erst hat sich Lord W i l l i n g d o n bei feinen mehrwöchigen Wirtschaftsverhandlungen i n Brasilien eine Abfuhr geholt, <veil die Politiker und Wirtschaftler in Rio de Janeiro kein Vertrauen zu der künftigen Zahlungs- und Lieferungsfähigkeit der Engländer haben. Und doch setzt die Londoner Regierung neue Meldungen über einen Wirtschaftsvertrag mit der Türkei in die Welt, der nichts Geringeres bezweckt, gls die deutschen Lieferungen zu verdrängen. Um die Illusion vollständig- zu machen, wird im einzelnen ausgeführt, was Großbritannien seinem Partner im östlichen Mittelmeer zu liefern gedenkt: Wollwaren, Eisenbahnmatericck, Industriebedarf, Waffen usw.
Laßen wir einmal die Frage unerörtert, wie dje Engländer einen umfangreichen Wirtschaftsverkehr zwischen Dem Jnselreich und Der Türkei praktisch Durchführen wollen. Betrachten wir stattdessen die Möglichkeit solcher Lieferungen von Der ProDuktionsseite her. Nicht erst in Den letzten Wochen, sonDern bereits vor Monaten hieß es, daß die Zentren Der britischen WollinDusttie Den Betrieb einschränken mußten, weil sie sich die not- wenDigen R o h st o f f e nicht verschaffen konnten. Jnzipischen hat sich herausgestellt, Daß Großbritannien alle jene Ausfuhr, Die sich auf ausländischen Rohstoffen gründet, einschränken muß. Es kann fein beredteres Zeugnis für Die Versorgungsstörungen Der Türkei seit einem Jahr geben als die Tatsache, daß die im Aufbau begriffenen türkischen Textilfabriken unvollendet dastehen und daß die Türkei wider Erwarten flicht den größten Teil seines Textilwarenverbrauchs aus eigener Erzeu-
benbampfer „George Washington", der 1908, also vor sage und schreibe 32 Jahren, von der Schichau-1 anderen Früchten verboten. Aus englischen Zeitun- roerft in Stettin erbaut worden ist, dann zeigt das,1 g2n erfährt man jetzt, daß Die gesamte Bananen» wie sehr England in Schiffsnöten ist, Denn Diefe lernte v on Jamaika wegen des Fehlens-von alten Kähne müßen erst langwierige Reparaturen Absatzmöglichkeiten auf Kosten der Regierung z e r- erdulden und dann — würden sie innerhalb einer f " ' * ’ ' ~
Dieser 2. Dezember bedeutete für die Engländer allein durch U-Boote einen Gesamtverlust von mehr als 160 000 BRT., da unabhängig von dem Angriff auf d e n Geleitzug ein anderes U-Boot noch zwei Handelsschiffe mit 21 247 BRT. versenkte. Im Verlaufe der nächsten Tage gab der OKW.-Bericht weitere englische Schiffsverluste etwa in gleichem Ausmaß bekannt. Insgesamt kostete die eine Woche England 221047 BRT. In dieser Zahl ist Der Hilfskreuzer von 17 OOO BRT. noch nicht ein-
General-Anzeiger für Oberhessen txä’st
fordert pon dem neuen Staatsckef viel Entschlußkraft. Mexiko ist zwar Mitglied Der Panamerikanischen Union — aber gerade ein Realpolitiker wie Camacho weiß sicher, daß damit allein nicht die Gewähr für eine sichere und glückliche Zukunft des Landes gegeben ist. Die wichtigsten Exportwaren des Landes, wie Petroleum, Silber, Zinn, Gefrierfleisch und Tabak wurden^jrüher in Europa abgesetzt — „Panamerika" ist also nicht die Parole, Die allein Die großen politischen und sozialen Probleme seines LanDes lösen tarnt.
Erholung von Diesen so verständlichen Sorgen findet der neue Präsident Mexikos bei dem von ihm leidenschaftlich betriebenen Polosp.ort. Auch auf diesem Gebiete ist General Camacko kein Dilettant — das beweist die Broncemedaille, die er als Führer seines Poloteam von der Olympiade 1936 in Berlin heimbrachte.
Neue La-Plata-Konferenz.
Montevideo, 18. Dez. (Europapreß.) Als Ort der Konferenz der fünf La-Plata-Staa- ten Uruguay, Argentinien, Brasilien, Bolivien und Paraguay, mit Der für Januar gerechnet wird, wirb Rio de Janeiro genannt. Die Konferenz soll sich in Fortsetzung der zwischen dem argentinischen Außenminister Roca und dem uruguayischen
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Soeben hat General Manuel Avila Camacho ■ eierlich die Präsidentschaft von Mexiko Übernom- nen. Wenn die Verfassung der „Estados Unidos (Vereinigten Staaten von Mexiko) )ie der USA. eine Wiederwahl des
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