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Aus der engeren Heimat

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CEr fühlt sich vor allem von der Lehre Herbarts

Canbfreie Glesien

Am heutigen Dienstag findet die Erstaufführung 15 SchauspielesDer Leutnant Dary statt. Der

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uno Dciuieme eine y«uuu|iuHr mu. TPv au einem Beweis für Die ftarre tsefranunqsrrasl oes Wirlicyllilsorrues, u 1c u n, U"" "" wären hier noch zu nennenDie verschiedenen Richters geworden. Das Schauspiel behandelt die . die Rede die Richtlinien für tue Erzeugungsfchlacht Grundansichten über das Wesen des Geistes Im Wiederaufnahme eines Kriegsgerichtsprozesses aus im Bezirk Grünberg bekannt. Eine kurze Aus- geschichtlichen Teil hat ihm die Philosophie vorWeltkrieg nach mehr als 20 Jahren, um.die j prache schloß sich an. Dann lief ein Erzeugungs. allem für eine Auseinandersetzung mit der Lange- 6es verurteilten und exekutierten Leutnants jchlachtfilmRot, eine Quelle der Kraft . Die Leh-

fchenGeschichte und Kritik' des Materialismus in , Miederherzustellen. Seine tapfere Witwe und ' rerin der Mädchcnkl-asse, Fraulein Oechelhäu -

der bekannten Schrift von 1863Beiträge zur Ge- e[)ren[)afte Männer und Soldaten forschen dem s e r. sprach hierauf über Erleichterungen im bäuer- schichte und Kritik des Materialismus" zu danken. | ~aU fß,ari)- erneut nach und bringen ihn zur Auf- lichen Haushalt. Zum Schluß wies Dr. Dienst noch- Er überließ es hierDenkschwachen uno, Furcht- (fIärun<. Die Spielleitung hat Gerhard Reuter, mals auf die Wichtigkeit der Richtlinien hin und er«

klärung. Die Spielleitung hat Gerhard Reuter. Bühnenbild: Karl Löffler. 14. Dienstag-Miete.

rlten es l)ieruenriajmamen uno tyurnu-, sich von der Irrlehreimponieren" zu las- <ßüßnen|

(amen* sich von der Irrlehreimponieren zu las­sen, geht also scharf mit dem Materialismus ins Ge-

Gedenket derhiMeindenVösel!

Burgsolms I Watzenborn-Steinberg I 2:2 (0:2).

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man jedoch den Durchreißer Si

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(Nachdruck verboten.)

20. Fortsetzung.

,Lch bin fest überzeugt, daß sich der Herr Regio- Soldaten Ludendorff einiges Talent zuzubillige^ ilkommandant einem einsichtsvollen Vorschlag bereits im Feuer hält, um sie nicht lange barau|

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Der Täter wurde unter Haftbefehl gestellt und wird dem Gerichtsgefängnis in Gießen zugeführt werden.

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mahnte zum guten Beispiel. Der Nachmittag ver­einte vieleEhemalige"^ einem geselligen Beifam- menfein. woran auch einige auf Urlaub weilende

nalkommandant einem einsichtsvollen Vorschlag

Ihrerseits nicht verschließen wird." x

Ich will tun, was ich kann. Jedenfalls ist die

schäft gebracht. Leider brinae ich Ihnen dafür eine weniger gute. Zweien unserer Kameraden ist es heute nacht gelungen, zu entkommen."

Sache unangenehm und nicht gerade ein schöner Abschluß für mich."

waren die Stunden des Beisammenseins mit froher kameradschaftlicher Unterhaltung und musikalischen Darbietungen in schöner Welse ausgefüllt.

Sache darüber zu verfügen. Ich habe Vorgesetzte, das wissen Sie.

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rial wurde der Vortrag zu einem vollen Erfolg. Die sehr zahlreichen Zuhörer dankten dem Redner durch lebhaften Beifall.

urete Lauterbach.

Stornfel«, 16. Dez. Auf dem Grundstück der Landwirte Schneider-Stein brach Feuer aus, dem die Scheune und ein Stall zum Opfer fielen. Der landwirtschaftliche Schaden ist zum Gluck nicht groß, in der Hauptsache sind Geräte und Ma­schinen den Flammen zum Opfer gefallen. Die Er-

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Homan von flclnj Lorenz-Lambrecht

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Desquedou scheint zunächst nicht zu begtet Pcodinghusen muß deutlicher werden, und er hinzu:Sie hätten die Tatsache bei der nächsten

im Walde von Eompiögne dem verachtungswürdi­gen Gegner um Hände, Füße und Nacken M schmieden.

(Fortsetzung folgt)

Gelegenheit doch festgestellt. Darauf wollten wir es nicht ankommen lassen. Ich bringe es Ihnen ledig­lich unter dem augenblicklichen Umstand, daß mir heute alle so gut wie frei geworden sind, zur Mel­dung und hoffe, daß durch die Flucht weder unseren beiden Kameraden noch uns irgendwelche Nachteile entstehen."

Pesquedou hat sich erhoben. Sein altes Sol­datengesicht hat sich verfinstert. Er geht hinter dem Tisch auf und ab mit zilsammengepreßtem Mund. Plötzlich bleibt er vor Peddinghusen stehen und herrscht ihn an:Wer sind die beiden?"

Peddinghusen nennt die Namen.

Wo sind sie hin?"

,^)err Kapitän, das kann ich Ihnen nicht sagen."

Sie wollen es nicht fagen?"

Ich will es nicht sagen.

Man wird sie finden "

Peddinghusen wagt zu lächeln, ein gefährliches Lackeln in diesem Augenblick Et sagt in gewinnen­dem Ton:Herr Kapitän, warum wollen Sie sich damit befassen? Sind denn die beiden noch nicht genug bestraft? Sie wären heute frei geworden und sind ins Ungern!fte gegangen. Wollen Sie sie von neuem gefangen nehmen, nur um sie wieder frei zu lassen? Ich schlage ihnen, als Kamerad dem Kameraden, vor, die Sache auf sich beruhen zu

i lassen."

Ein gewisses Pathos, die Berufung auf den Ka­meradschaftsgeist einem französischen Offizier gegen­über, der von seinem deutschen Kameraden immer sehr viel gehalten hat, ohne es freilich offen zuzu­geben, wirken auf den Franzosen immer. Pesque- dous Gesicht wird etwas heller, und fein Ton ist weit weniger barsch, als er sagt:Es ist nicht meine

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mit den Forderungen des Gemüts, die Anerken­nung des Kausalgesetzes mit dem Glauben an einen

1850 erschienene Lehrbuch der Psymowole , oas |^utnant Varn" bei seiner Uraufführung durch seinenklaren und gediegenen Sill hervor- Staatstheater zu Kassel mit großem Erfolg und (C - hanknf < rtithflrnrrwn m rtPInlrtKT - ' . . m < .!»_____ ....

Das sehe ich ein, Herr Kapitän, und es tut mir auch leid für Sie persönlich, denn wir haben in der Gesangenschaft Ihre humane Art schätzen gelernt Daher weiß ich, daß Sie auch unsere Lage begreifen. Unsere Kameraden wollten schließlich nichts anderes, als was wir alle feit Jahren Im» mer gewollt haben, und was uns heute mit tiefster' Freude erfüllt: die Freiheit Um diesen Preis kann, es keine Rücksicht geben gegen nichts und gegen niemand."

Die beiden Offiziere sehen sich an, der Deutsche und- der Franzose. Plötzlich streckt Pesquedou die Hand« aus. Peddinghusen ergreift sie. Sie verneigen fidM stumm und voller Achtung füreinanber.

Während die Gefangenen von Bastias Zitadellv über Marseille in die Schweiz fahren, wo sie unter den deutschsprechenden und deutschstämmigen Be­wohnern der Zentralschweiz der Heimat nahe finb* klappert dieGuardian" mit den beiden ahnungs­losen Flüchtlingen an Bord im Schneckentempo ble nordafrikanische Küste von Algier bis Port Said ab.

In Tunis besorgt der Kapitän Arana zwei Pässe, die sehr viele Stempel tragen. Der auf den Name» George Miller aus Chikago lautende trägt da« Bildnis Solterbecks, der andere auf den Name«

richt.

Ebensolche Klarheit wie seine Schriften zeigen auch seine Vorlesungen.Als ein Lehrer von Got- tes Gnaden" brachte er in tlefst"m Ernst die lchwe- rigen Gegenstände zu einer lichtvollen und mit­reißenden Darstellung.Mir war, als hätte er das Kolleg mit aanzer Seele gehalten. Es saß alles wie Erz. Kein Wort zu wenig, kein Wort zu viel."

1866 schien es, als ob er der Universität durch eine Berufung nach Leipzig entriffen werden sollte. Aber die Verhandlungen verzögerten sich bis zu seinem Tode. Seit dem Heimgang der Lebensge­fährtin in feinem Rektoratslahre 1862 lebte der einsame" Mann nur noch seinen beiden Kindern und der Wissenschaft. Das Jahr 1871 erlebte er noch mit Freude:In den großen 3"brtI st'mmen wir beide rückhaltlos ein und danken Gatt, daß wir den Traum unserer Jugend In Erfüllung gehen sehen " (Bries von dem Jugendfreund Stay.) Tragisch jedoch war es, daß ihn bei der Ueberarhet- tung seines Lebenswerkes, einer umfassenden , Ge­schichte der Pbilosonble" am l7. November 1872 her Tod ereilte. Mit äußerstem Pflichtbewußtsein hielt er einer schweren inneren Krankheit stand, die ihn erst zuletzt zwingen konnte, seinen Platz zu ver­laßen.

Den Eindruck seiner Persönlichkeit gibt uns wohl <rm unmittelbarsten der Brief eines Schülers. Er ist an den Sohn Schillings, Landgerichtsdirektor Schil­ling. gerichtet, der erst 1940 seinem Vater folgte: ,Wie Schilling als Mensch das Gepräge einer in ich völlig abgeklärten Persönlichkeit bot, so be- leißigte er sich in seiner Lehrwelse, In der vhilo- ophischen Gedankengliederung und In der äußeren 5orm der Darstellung, einer Klarheit, die, bei einer o viel verzweigten und namentlich dem Anfön-ger viele Schwierigkeiten bietenden Materie, von den Schülern dankbar anerkannt wurde. Don der An­sicht ausgehend, daß es für einen Vertreter feiner Wissenschaft besonders bedenklich sei. über die Käufe der Hörer hinweg zu dozieren, reaclte er seine Me- thode nach streng pödagoaischen Gesichtspunkten. Unverlierbar ist mir das Gesamtbild seiner Persön­lichkeit Im Gedächtnis geblieben. Um es mit einem Wort zusammenzufasscn: Der Eindruck, den ich gleich anfangs von ihm gewann und der sich im­mer mehr in mir befestigte, war der eines Mannes, der die Lehre, die er als Philoloph vertrat, zugleich als Mensch zur vollsten Verkörperung brachte; in

der alten Philosophie Osann, sich von dem jungen Privatdozent aus dem Felde schlagen lasten, wie ein Zeuge berichtet:Bei der Disputation mit Osann in lateinischer Sprache, wobei Osann etwas griechisches vorbrachte, sprach Dr. Schilling sofort griechisch mit der Einleitung, daß es ihm angenehm sei, mit Osann auf griechisch zu disputieren. Osann erklärte jedoch offen, daß er darin nicht die erfor­derliche Hebung habe!" Schon von 1843 an lehrte er als außerordentlicher Professor. Don einer durchweg idealistischen Gesinnung beseelt, hatte er sich in einer Zeit, ba der Geist der Jugend fast nur aus das Nützliche und Gewinnbringende gerichtet mar, aus rein wissenschaftlichem Interesse . der Philosophie zugewandt. Am schönsten zeigte er diese und seine vaterländische Stellung 1848. In dem schweren Existenzkampf, In dem er als gehaltloser Gelehrter stand, bat er in einem Gesuch doch nur um eine kleinere Entschädigungda jeder bei all­gemeinen Bedrängnissen des Vaterlandes Entbeh­rungen erdulden müsse." 1853 erhielt er endlich die ordentliche Professur der Philosophie das Le- bensziel war erreicht.

Wenig verheißungsvoll traten die Watzenborn- SteinbergerTeutonen" am Sonntag die Fahrt nach Burgsolms an, mußten doch Vesten, Fritsche, Schmandt, Burger, Schmitt und Brücket von der seitherigen Mannschaft ersetzt werden. Erfreulicher­weise stellten sich die schon früher in der Alt-Her­renmannschaft sich betätigenden Spieler L. Buß, Fischer usw. zur Verfügung, so daß gerade noch elf Mann auf die Beine gebracht wurden. Jeder einzelne fetzte sich ein, so gut es in seinen Kräften stand, und jeder hat gleichen Anteil an dem ehren­vollen Resultat, das als Erfolg angesehen werden kann. Wäre der Ersatztorhüter Wallbott nicht in der zweiten Spielhälfte ernstlich verletzt worden, so hätte es vielleicht zu einem knappen Siege gereicht.

Das Spiel beginnt mit forschen Angriffen des Sturmes derleutoncn". Vor dem Tore vermißt

chmitt sehr, der sich infolge einer vorsonntäglichen Verletzung lediglich als Linienrichter betätigen kann. Nach fünf Minu­ten Svielzeit gehen Die Watzenborn-Steinberger überraschend in Führung. Einen Flankenball nimmt Heil noch vor der Strafraumgrenze direkt aus der Luft auf, und unhaltbar landet der Ball im Netz. Auch weiterhin geben die Gäste den Ton an. Be­reits in der 11. Minute steht die Partie 2:0. Fis Her gibt den Ball schön nach rechtsaußen durch, Der junge Volz spurtet nach dem Ball, hebt ihn mit dem Kopfe über den ihm entgegenlaufenden Tor­hüter hinweg und schießt dann auf das leere Tor.

* Abgabe von Scho koladen. unM Süßwarenerzeugnifsen. Um eine gerecht tere Verteilung dieser Waren herbeizuführen, Hail das Landesernährungsamt sich damit einverstanden» erklärt, daß ab 16. Dezember Schokoladen- und! Sühwarenerzeugnisse nur gegen Abtrennung be|| Abschnittes Nr. 37 der ab 16.12.1940 gültigen rosa«! farbenen und blauen Nährmittelkarten an 93erbraud cher abgegeben werden. Diese Art der Abgabe wirm bis auf weiteres auch für die künftigen Zuteilungs4 Perioden beibehalten. Eine Abgabe der genannten Erzeugnisse kann jedoch nur im Rahmen der vor4 handenen Bestände erfolgen. Ein Anspruch auf bteMl Erzeugnisse besteht daher nicht.

Da kommt ein gegnerischer Derteidiaer und wehrt im letzten Moment noch den Ball auf der Linie mit den Händen ab. Den fälligen Elfmeter verwandelt Fett sicher zum 2:0. Auch für die Folgen bleiben die Teutonen^ im Angriff, doch Tore fallen vorerst auf feiner Seite. Die Platzmannschaft hat einen i!>anz ausgezeichneten Torhüter zur Stelle, der auch chließlich seiner Mannschaft einen Punkt rettet In ier 38. Minute hängtNr. 3" in der Luft. Harnisch ist durchgebrochen, und fein harter Schuß in die lange Ecke wird vom Torhüter Burgsolms' gerade noch zur Ecke abgelenkt. Mit 2:0 für Watzenborn- Steinberg werden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause kommt die Platzmannschaft besser auf, und nach kurzer Zeit heißt es bereits 2:1. Mitte der zweiten Halbzeit wird der Torhüter Wallbott verletzt, obwohl er sich kaum mehr bewegen kann, bleibt er aus Kameradschaft im Tore stehen, um die Mannschaft nicht noch mehr zu schwächen. Dafür leisten aber feine beiden Dorderleute in Gemein« schäft mit dem in bester Spiellaune befindlichen Mittelläufer Hedrich um so größere Abwehrarbeit. Doch können sie es nicht verhindern, daß Burgsolms etwa 15 Minuten vor Spielende das Resultat auf 2:2 stellt. Nochmals haben dieTeutonen" die Möglichkeit, einen knappen Siea zu erringen, als Harnisch mehr und mehr eingesetzt wird. Doch er hat in diesem Sjstel mit seinen Aktionen wenig Glück. Zweimal trifft er in den letzten Spielminuten nur den Pfosten. Die Platzmannschaft hat ihren weitaus besten Spieler in dem Torhüter.

Stephan Walker aus Buffalo Dasjenige Dlktors- Die beiden Bilder hat der Steuermann derGuar­dian" mit einer billigen und, nebenbei bemerkt, deutschen Kamera aufgenommen. Auch einige Zioil- kleider, Wäsche und Toilettegegenstände besorg! Arana. Sie selbst dürfen es nicht wagen, auch nun an einem der vielen Häfen, die sie anlaufen, aus­zusteigen. UcberaQ ist Krieg gegen Deutschland, überall wird gerüstet gegen Deutschland, überall wird gehetzt gegen Deutschland. UcberaQ ist dell Einfluß Englands oder Frankreichs spürbar, de nach der sachlichen Meinung jedes Unbefangenen dis beiden erbärmlichsten Staaten Europas sein muf­fen, da sie fast die ganze Erde dazu brauchen, um Deutschland endlich, endlich In die Ketten zu legen, die Frankreichs unvergleichlicher und genialer Ge­neralissimus, der nicht umhin kann, dem einfache»

gegenseitiger, völlig ausgeglichener Harmonie waren hier Wissenschaft und Menschentum zu einer köst­lichen Einheit verschmolzen, die sich schon in dem durchgeistigten Gepräge seiner äußeren Erscheinung offenbarte. Von echter Humanität erfüllt, eine wahr- haft vornehme Natur, zeigte er in seinem Auftreten stets die ungetrübte und gleichmäßige, ja heitere Ruhe des wahren Philosophen. Dabei bewies er trotz eines zehrenden Leidens, von einem unerschüt­terlichen Pflichtgefühl erfüllt, eine eiserne Willens­kraft, die ihn selbst bann nicht verließ, als er sich des nahen Zusammenbruchs seiner Kräfte wohl bewußt war. Als dieser eintrat, hatte er in vor­bildlicher Weise den Beweis Geliefert, wie ihm die Lehren der Philosophie immerbar die unverrückbare Richtschnur für fein Leben gewesen waren." C. H.

Aornotizen

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 19 bis 21 UhrDer Leutnant Dary". Gloria-Palast, Seltersweg:Frauen- hebe Frauenleid". Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Der ewige Jude". Oberhessischer Kunst­verein: 15.30 bis 18.30 Uhr Weihnachtsausstellung

Etwa zwei Stunden nach diesem Gesvräch mit Arana stehen die Gefangenen der Zitadelle wie ge­wöhnlich zum Morgenappell angetreten. Cs herrscht heute eine leise Unruhe unter ihnen, denn zwei ihrer Kameraden fehlen, und die Franzosen wissen noch nichts davon. Jedenfalls hat man noch kein An- reichen dafür, daß Solterbeck und Gienant auf ihrem Fluchtweg gegriffen worden find. Sie find ver­schwunden, und das spanische Schiff ist gleichfalls verschwunden.

Plötzliche Stille tritt ein, der Kapitän mit feinem Stab ist im Hof erschienen. Man versucht, in seinem Gesicht zu lesen. Nein, es steht keine Wetterwolke darauf. Ja, es erscheint sogar von einem ungewöhn­lichen Wohlwollen bewegt zu fein. Die Höflichkeits- komödle des gegenseitigen Grüßens vollzieht. sich wie üblich. Nun wird der Dolmetscher zum rechten Flügel gehen, um die Namen herunterzulesen.

Aber das tut er nicht. Er bleibt in der Mitte stehen und sieht fragend auf den Kapitän. Der Kapitän nickt.

Das ist nicht wie sonst. Hängt es mit den Flüch­tigen zusammen? Hat man sie am Ende doch er­wischt? Ist bas Wohlwollen auf Pesquebous Gesicht nur eine Maske grimmigen Hohnes?

Der Dolmetscher wendet sich den zwei Gliedern au. Meine Herren beginnt er und läßt eine lange Pause.

Meine Herren ...! Wie feierlich, wie höflich! Es klingt durchaus nicht bösartig ober hinterhältig Und was ist das? Er hat ja auch gar nicht das blaue Heftchen bei sich, in dem ble Namen stehen. Er hat nur ein Blatt Papier in der Hand, von dem er offenbar etwas ablesen will.

Meine Herren der Herr Kapitän Pesquedou teilt Ihnen mit. daß das Abkommen zwischen Frank­reich und Deutschland, den Austausch der am läng­sten in Kriegsgefangenschaft befindlichen Offiziere und Mannschaften betreffend, in Genf ratifiziert worben ist ..."

Dersluchtnochcins! Heiliger Himmel! Das Ist ja

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Kameraden von der Front tellnahmen.

Kreis Alsfeld.

X Alsfeld, 16. Dez. Im Nahmen der Volks- b Übungsarbeit veranstaltete bie Kreisdienst- stelle der NSG. , Kraft durch Freude" im großen Saale desDeutschen Hauses" einen Llchtbil- der-Dortragsabend Kapitän Paul Bloß sprach über bas ThemaEine Reise um bie Welt". In seinem Vortrag führte er seine Zuhörer im

flamerabtoaff ehemaliger hejsischer Leibdragoner.

Am Sonntagnachmittag vereinigten sich im Frankfurter Hof" bie Angehörigen ber Kamerad- fchaft ehemaliger hessischer ßeibbragoner zu einem Kameradschaftsappell, zu bem auch bie Frauen ber Kameraben erschienen waren Der Kamerabschafts- führer. Hauptwichtmeister Klos, der zur Zeit auf Urlaub aus dem Felde hier weilt, begrüßte die Ka­meraden und deren Frauen mit herzlichen Worten und gedachte ber verstorbenen unb gefallenen Karne- raben. Dann wies er auf die besonderen Derpfllch- tungen aller deutschen Volksgenossen In unserer yro° ßen Zeit hin unb ermahnte bie Kameraden und ihre Frauen, stets fest und geschlossen zu Führer und Vaterland zu stehen unb an ihrem Teste all"s zu leisten für den endgültigen deutschen Sieg. Neben der Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten

allerhand! Die Aügen werden größer, man wagt nicht mehr zu atmen. Weiter! Weiter doch, Mensch! Ratifiziert worben ist unb?

Aus Grund dieses Abkommens werden vom Dffi- ziersgefangenlager Dastia sämtliche Gefangenen in die Schweiz ausgetauscht. Sie werben am 30. mit dem PostbamvferPslion" nach Marseille gebracht, von wo ber Abtransport in ble Schweiz unmittelbar erfolgt. Alles weitere wirb Ihnen bei einem Appell heute nachmittag noch bekanntgegeben ..

Der Dolmetscher tritt zurück. Der Kapitän grüßt wieder, höflich und freundlich. Unregelmäßig, stockend fahren die Hände ber Gefangenen an bie Mützen.

Sie sind erstarrt, sie können es nicht fassen. Sie sehen sich an unb wagen nicht, es für Wahrheit zu halten. Da rasseln Ketten. Sie rasseln an ihnen her­unter unb liegen zersplittert um sie her. Ist es bie Möglichkeit Gottes? Sie flnb frei! Nein, sie können es nicht glauben, es kommt ihnen zu plötzlich. Nach und nach erst löst sich ber Bann, den bie Verkündi- gung ihrer Freiheit über sie geworfen hat. Sie regen sich, dehnen sich, geben sich bie Hänbe, umarmen sich, Worte aus ihrem Tiefsten drängen über die Lippen. Für Augenblicke verlieren sie Die Disziplin männ­lichen Deherrschtseins. Das große Wunder ist zu ihnen gekommen.

Aber zwei von ihnen fehlen, und die Franzosen haben es nicht bemerkt. Man könnte die Flucht noch gcheimhalten, vielleicht bis über den Appell heute nachmittag hinaus, vielleicht sogar bis zu ihrer Ab­fahrt. Die ehemaligen Stubengenossen Solterbecks und G'enants beraten sich, was man tun soll. Ped- dinghusen bespricht sich mit dem ältesten Offizier des Lagers, einem Major. Man entschließt sich, fair play zu spielen und dem Kapitän Meldung zu machen. Es ist kein Verrat. Die beiden Kameraden sind jetzt mit dem spanischen Schiff schon auf hoher See und in ziemlicher Sicherheit. Den Fluchtweg selbst wirb man natürlich auf keinen Fall preis­geben. Ihn zu entdecken, ist Sache der Franzosen, wenn ihnen das heute noch lohnend genug er­scheint.

Peddinghusen, ber fließend französisch spricht, un­ternimmt es. mit Pesauebou selbst zu verhandeln und begibt sich ins Büro. Der Kapitän sitzt an einem gewöhnlichen Kommißlisch, der seinen Schreib- tisch bildet

,J)crr Kapitän, Sie haben uns eine gut« Bot-

Ortszeit für den 18. Dezember.

Sonnenaufgang 9.33 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. Monduntergang 11.37 Uhr, Mondaufgang 21.27 Uhr.

Verdunkelungszeit

in der Woche vom 15. bis 21. Dezember: 17.05 Uhr bis 9.25 Uhr.

24. und 31 Dezember gelten nicht als fleischlose Tage.

Das Reichsministerium für Ernährung und Land­wirtschaft gibt bekannt: In dem Zeitraum vom 24. Dezember 1940 bis 1. Januar 1941 gilt als fleischloser Tag lediglich der 27. Dezember 1940, so daß in den Gaststätten und Beherbergungsbetrie- ben aud) am 24. unb 31. Dezember 1940 fleisch­haltige G dichte gegen Abgabe von Fleischmarken verabfolgt weißen dürfen.

Kein Altpapier fortwerfen oder verbrennen!

Gerade in der Zelt vor dem Weihnachtsfest sammeln sich durch die Einkäufe in allen Haushal­tungen größere Mengen Altpapier an. Da bas Alt­papier heute fchon mehr als 25 v. H. des Rohstoffes für die Papierproduktion liefert, darf kein Altpapier weggeworfen ober verbrannt werben. Es ist über bi« Schulkinder ober über bie Hausvorsammelstellen zu sammeln unb abzuliefern. Slltpapier-Sammel- aftionen sparen Rohstoffe unb helfen unserem Volk, in seinem Kamps durchzuhalten.

Zubilar-Ehrung bei Gchunl & 66e.

Am Samstag versammelte sich im würdig ge­schmückten Aufenthaltsraum bie Belegschaft von Schunk & Ebe, um ben herkömmlichen Appell ab- zuhalten. In Derbinbung damit konnte der erste Jubilar mit 25 Arbeitsjahren geehrt werben. Pa. Meister Heinrich Hofmann (Heuchelheim) blickt auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma zurück. Betrieb, sichrer, Betriebsobmann und ein Vertreter der DAF. richteten ehrende Worte an den Jubilar unb barüber hinaus aufmunternde an die (Befolg- schäft, es in Treue und Einsatzfreudigkeit bem Ju- bilar aleichzutun. Der durch ble guten Darbietungen des Werkchors stimmungsvoll umrahmte Appell schloß mit bem Treuegelöbnis zu Führer unb Reich.

angezogen, benn biefe oerbani) d7e Naturerkenntnis im Foyer des Stabttheaters.

~ v zn.-.x. m- ....... Sladttheakcr Gießen.

mittlungen durch die Kriminalpolizei Gießen und L h bie Staatsanwaltschaft ergaben als Brandursache ! L vorsätzliche Brandstiftung. Hier wurde ber 22 Jahre I alte Otto Schneiber als Branbstifter ermittelt, , \ ber bie Tat eingestanden hat. Als Beweggrunb gab J En er angeblich schlechte Behandlung durch seinen Skief» ! Lg r-ater Stein an, für die er sich haSe rächen wollen, r tr [i

4- Grünberg, 16. Dez. Am Samstag versam-1 weiten sich im Saale des GasthausesZum Rap- w pen" die Ortsbauernführer und Hofberater des _ ___ hat sich in den letz- i Dienstbezirkes des Landwirtschaftsamtes Grünberg,

Probleme der Psychologie heranzutreten. In diele ^nHn"immer mehr'mit seinen ernsten Werken [um bie Rede bes Reichsbauernführers Da r r 6 an- Richtung geht auch bas Hauptverk Schlttings, bas fln deutschen Buhnen burchgesetzt. So ist auch zuhören. Auch vieleEhemalige Schuler unb bie 1850 erschienene .Lehrbuch der Psyck-oloaie bas | ,jn Leutnant Varn" bei seiner Uraufführung am Schüler und Schülerinnen des tetzigen Lehrgangs ..... -----........- 772" oma'i'tHm-tmi au um «luntmJ UN- ber Lanbwirtschaftsfchul e nahmen an dem ragt. Es wurde deshalb außerordentlich aefchatzt ft>arfer Anteilnahme bei Publikum unb Presse G^meinschaftsempfang teil. Der Lester des Land- und oewbiente eine Neuauflage 1913. Außerdem . Beweis für die starke Gestaltungskraft des Wirtschaftsamtes, Dr. Dienst, gab im Anschluß an

persönlichen Gott und Unsterblichkeit ber Seele. Aus Schaust

diesen Gründen mar sie besonders befähigt, an die kalter Erich Schäfer U |W# ...

Probleme der Psychologie heranzutreten. In Diele gabren immer mehr mit seinen ernsten Werken

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