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Anzeiger für Oberhessen

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ch der überraschend große Prozentsatz des Iuden- ms kommt. In Kanada ist der Stamm der Fran-

Kapitänleutnant Kretschmer. (Scherl-M.)

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Wieder schlendern wir durch die Unterkünfte. Dies alles ist also aus dem Nichts erschafsenk Und dabei fünftausend Reparaturen in einem Vier« teljahr! Und schließlich wird noch die Küche, der selbstgebaute Speisesaal, die Speisekammer inspi­ziert. Wie wird unseren Männern von der Lahn die

^Nachdruck, auch mit Quellenangabe. verboten.) Lissabon, tm Dezember 1940.

ßn diesem Kriege kommen, da Indien aus» fjit, als Reservoir für die englische Mutterinsel nur jkinada, Australie n und Neuseeland in Nrracht. Südafrika schon weniger, da die be- kannte Abneigung der Duren gegen England im Erlaufe dieses Krieges immer stärker hervortrat ult) diesmutzigen" Manieren ihres Ministerpräsi- hinten zur offenen Spaltung geführt haben Nur Atiodesien wird immer wieder in den englischen

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sen, der heute noch rund ein Viertel der Kanadier i9mad)t ein Fremdkörper geblieben. Die französi- >en Kanadier sind sehr fromm; sie sind fintier- kicher als die übrige Bevölkerung, und sie wohnen !> meist in Dörfern oder kleinen Städten zusammen,

>er auch Montreal, die

BerHn, 16 Dez. (D71B.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der soeben von Zeindfahrt zurückgekehrle ftapi- ffin'eufnant Kretschmer meMpt o.c, (trrebns hic Versenkung von 34 935 BRT. Damit hat diesxr Offhipr m t einer fOpiamrüertefifuu sinter von 252 100 BRT als erster Unterseebootskomman. baut die 2 5 0 OOOTonnen-Grenze über­schritten. In dieser Gesamtsumme sind drei Hilfskreuzer und der britische Zerstörer Daring" enthalten.

OaS JRitferfreua für verdienstvollen tl-Booikommand<mten.

Berlin, 16. Dez. (D31B.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Korvetten­kapitän Schütze. Er hat als Kommandant eines Unterseebootes insgesamt zwanzig Schiffemit 1 09 317 BRT. versenkt. Dieser besondere Er­folg in kürzester Zeit ist Schützes unermüdlichem und hartnäckigem Anpacken des Gegners und seiner tat- kräftigen und entschlossenen Kommandoführung zu­zuschreiben.

den feinsten mechanischen Werkzeugen und Ersatz­teilen ist hier aus einem Minimum an Raum alles untergebracht, was zur Auwreparaturarbeit not­wendig ist. Die Schubladen^ der einzelnen Kästen, für die einzelne Männer rr»rnntmr>rtlich sind ldie mit geheimnisvollen Schlüsselbünden heraneilen), öffnen sich und zeigen ihren Inbolt Man wird an die oielfältige Instrumenteniammlung eines berühm­ten Chirurgen erinnert Nacb dieser Parade von Instrumenten aller Art und jeder Anwendung nach der Revue aller möglichen Ersatzteile die zum Teil aus französischen Beständen (Beute') ergänzt wur­den, treten wir dann in die Riesenhalle wo die Autoschlosser werken, hier wird in sorgsamer Abgrenzung zur Arbeit des ZZEE-KA-P die wich­tigste Arbeit am reparaturbedürftigen Auto geleistet.

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Jrübrt werden, keine Rolle. Ganz Kanada hat kapp 11.5 Millionen Einwohner, also etwas mehr ab Belgien; Australien mit Neuseeland htt 8 Millionen weiße Einwohner, also etwa so 1 ?! wie Holland; und die Südafrikanische 1 n i o n weist etwa 8 Millionen Einwohner auf,

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Bei oberhefsischen Soldaten in Südfrankreich.

Fünftausend Reparaturen im Vierteljahr. Gang durch die Werksiattkompanie. Ober­hessische Soldaten bilden sich im Beruf weiter.Kompanie schafft eine vorbildliche Siedlung.

Don Kriegsberichter Dr. Pau' Gerhardt Dippel.

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olksturn verlorengegangen find.

Run ist es bezeichnend, daß der Hang zur e r st ä d t e r u n g , der sich auf der englischen iutterinfel so stark bemerkbar macht, von diesen ominions nachgeahmt wurde. In Kanada wohnt st die Hälfte der Menschen auf einem Raum im ten, der nur etwa 3 v. h. der Gesamtfläche aus- »acht Der Anteil der Landbevölkerung zur Gesamt- völkerung beträgt letzt nur 46,3 v h Noch schlim- »er sind aber die Verhältnisse in Australien und 5eusüdwales In diesem weiten Raum waren allein In handel und Geldwesen nicht viel weniger als r der Landwirtschaft beschäftigt, nämlich nach der olkszählung von 1931: 451 172 gegen 547 787 in >r Land-, Vieh- und Milchwirtschaft, während in r Industrie jedoch 866 171 Personen tätig waren, [lein in den Städten Australiens und Neusüdwales foen 3055 964 Menschen bei einer Gesamtbevölke- tng von 6 629 839 Köpfen In Neusüdwales woh° in sogar 56 v. h. der Gesamtbevölkerung in der

saßt, hat fein eigenes Buch. Und weiß Gott: als wir die Summe der Reparaturen in beiden Büchern feststellen und miteinander vergleichen, sind es haar- genau dieselben. Wir sind nicht wenig verwundert über diesen Zufall, der dem lächelnden Kompanie» chef die Sprache oerschläat.Solch ein sonderbarer Zufall, in beiden Zugbüchern jedesmal genau 2435 Reparatureinträge!" Das wären also summa sum- marum fünftausend Autoreparaturen »n noch nicht einem Vierte ljahr. Donner- weiter! Diese Zahl will uns nicht aus dem Kopfe, als wir die feine und zum Teil überaus kompli­zierte Arbeit all dieser hessischen Männer in Augen­schein nehmen. Und dabei noch eine ganze und so­lide Arbeit beim Bau einer regelrechten Arbeits­siedlung Abermals: Donnerwetter'

Wir besichtigen die Waffenmeisterei. Der Waffenmeisterzug belfert hier Geschütze und Ge­wehre aller Art aus. Handgranaten und Beute- MGs. werden überprüft Dann qeht's zur Tisch­lerei (sie hatte in den letzten Monaten besonders Diel zu tun!), zur Sattlerei, zur Polsteret. Alles machen sich diese hessischen Jungen neben ihrer für die fachliche Arbeit notwendigen und er­forderlichen Sonderleistung selbst Wir nehmen die eigene Tan kstelle in Augenschein und das Gummilager das für die Bereifung der Autos sor­gen soll Wir sehen dann die Ladestation die es gestattet, über Stromstärken aller Art zu ver- fügen Ein besonders bearhiensmertes Maichnen- aaqreqat gestattet der mit 27 Wagen ausgerüsteten Werkstattkompanie bei jedem beliebigen Wetter ihre

Hier surren die Schweißapparate, und französische Kabeln vermitteln die elektrische Leitung, hier ist Öütn der Operationsjaal die,er deustch n

linik auf französischem Boden. Und derChef­arzt" selbst erzählt, welche rem pädagogische Arvett mit seinen Männern neben der technischen Arbeit und militärischen Ausbildung geleistet wird.

Sehen Sie", so meint er,oieie meiner Män­ner sind überhaupt gar keine Autotechniker. Tlandje stecken in ganz anderen Berufen Etliche sind Schlos- ser, aber keine Autoschlosser. Da setzt nun eine B e. russerziehungsarbeit im Dienste an un­terem motorisierten Deutschland ein, die für den einzelnen wichtige Ergebnisse hat. Viele lernen Dinge, die ihnen fürs ganze Leben nutzen. Und wo hat denn der Autoschlosser Gelegenheit, die Arbeit in solcher Vielgestaltigkeit und spezialisierten Ein. zeltätigkeit kennenzulernen als bei uns in der Werk- stattkompanie, die alle anfallenden Arbeiten aus dem Bereiche einer Division ausführt!? Neben unserer Spezialarbeit und unserem soldatischen Dasein sehe ich in dieser Tatsache mit den Hauptsinn unseres Wirkens und unserer Tätigkeit Und deshalb möchte ich es allen Kompanieangehörigen so nett wie mög­lich machen. Aber sie müssen sich ihr Dach über hem Kops selbst zimmern und ihre Annehm­lichkeiten selbst erarbeiten!*

W^qen und Reparaturen eingetragen und katalog­mäßig erfaßt, die durch die Hände und Schweiß­apparate dieser unserer Werkstattkompanie wandern I Jeder von den beiden Zügen, die die Kompanie um»

in Reih und Glied auf die Tische.

Letzt bauen wir noch einen Schießstand" schließt der Kompaniechef seine Besichtigung. Und wir betreten den großzügigen, mit allen Schikanen erbauten Schießplatz. Plötzlich blinzelt der Spieß, der uns bei der Besichtigung durch den Kompanie­chef begleitet hat. Er strahlt über's ganze Gesicht. .^)ch mufc Ihnen jetzt noch was ganz Besonbere, zeigen!* Er geleitet uns zu einem geheimnisvollen Brettervorfchlag. Zwei riesige Schweine qrunzen uns an. Sie schnuppern sich mit ihren Rüsseln zutraulich heran. Und wieder rufen wir im Geiste: Donnerwetter!Das eine davon gibt es Weihnachten, das andere wird im Februar geschlachtet. Dann gibt es hessisches Schlachtfest?*, beichtet uns vertrauensvoll der Spieß, ehe wir gehen.

PK. Als wir das Riesengelände betreten, das die Werkstattkompanie am Saume ber fübfran- zöjijchen Stadt vor rund einem Vierteljahr bezog, schallt uns zugleich hessischer Dialekt entgegen Allüberall begleitet das Rattern der Mo- tore und der Apparate der unverkennbare Dialekt des Landes an der Lahn. Aber es wird deshalb nicht weniger geschafft in dieser Werkstattkompanie, die in den hallen und Schuppen eines großen Flugplatzes liegtDas hätten Sie mal o ar einem Vierteljahr sehen müssen, als wir hier einzogen?*, meint der Kompaniechef, der uns durch die weitverzweigten Anlagen dieser Siedlung von Unterkünften, Werkstätten und Arbeitswagen führt.Diese paar dürftigen Schuppen fanden wir vor, als wir uns hier häuslich niederlieben Und seither haben wir gebaut, uns vergrößert, unseren Arbeitsbetrieb vervollkommnet und jo heimisch ein­gerichtet, daß wir uns beinahe so wie zu Hause an der Lahn fühlen können?" Es ist ein emsiges Werken auf dem gesamten Gelände Seine eigenen Leute aus Marburg, Gießen, Cölbe und Biedenkopf kennt der Kompanie­chef natürlich am Schnürchen, freut sich bei der Be­sichtigung darüber, daß der Hannes inzwischen sein tadellos sauberes Quartier mit den Emblemen des Großdeutschen Reiches weiter ausgemalt hat, daß im Zimmer des Unteroffiziers der Ofen nicht mehr raucht, und daß die felbftangelegten Dufchräume gerade wieder einmal warmes Wasser spenden.

Man meint, diese Werkstattkompanie habe sich auf Jahre hier einrichten wollen, so solide, groß­zügig und gründlich ist alles gebaut und einge­richtet.3a, das haben meine Männer alles außer ihrer regulären Arbeit beinahe nebenher geschaffen!" berichtet der Kompaniechef

Und was hatten wir in dem vergangenen Viertel­jahr zu tun!" Man bestaunt dabei die Grünblich- keit und den Eifer, mit denen die reparaturbedürf­tigen LKW.s und PKW.s hier wieder instandgesetzt werden. ..Wir haben so lange Monate sowohl beim Bormarsch als auch während des vorhergehenden Winters kein Dach über dem Kopf gehabt, daß wir es uns ietzt wirklich mal ein bißchen heimisch machen dürfen * Und aus jeder Ecke blitzt einem eine echt hessische Sauberkeit an

Wir treten in einen Wagen, der auf dem Vor- - marsch als Schreib st ube diente. Jetzt ist er , eine Art Wache. Und gleichzeitig werden hier die

252100 BRT. versenkt.

Kapitänleutnant Kretschmer der erfolgreichste deutsche U-Bootskommandant

Arbeit Nach der Autowerkstatt und der Schmiede^,... Vvn ^U1/n vic

mit ihren Schraubstöcken und ihren elektrischen Ein» Mahlzeit, eingenommen nicht weit ab von der zelantrieben steigen wir die Leiter zu dem drei- s Demarkationslinie, munden! Der Koch schmunzelt, achsigen Werkstattwagen herauf Ein Wun-s Einige Männer stellen dieDipperchen" zum Essen derwerk der Technik Don den Drehbänken bis zu ' m v ' " "" '

t" ' |<0.3al)rgang Rr.298 Ab 9 Dienstag. 17. Dezember MV

W GiejenerAnzeiger

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General-Anzeiger für Gberhefjen -srsssr

I Jo fast ebensoviel wie die Niederlande, aber 1 firunter sind nur knapp 2 Millionen Weiße, die I ft) übrigens wieder in Buren und Briten teilen, urb zwar in das prozentuale Verhältnis der Buren ! m den eingewanderten Briten etwa 67:33?

Untersucht man die Herkunft der Empire-Bevöl- ung genauer, so kommt man zu dem überraschen- f] n Ergebnis, daß die Engländer nur etwa Die ,l älfte der Eingewanderten stellten, in Südafrika ii ch weniger. Die anderen Dominionsie-dler sind ! ichkommen von Niederländern, Franzosen, Deut- ! jen, Dänen, Schweden, Norwegern usw., wozu

die Frage ventiliert wird, wie lange die Dominions noch ihre m England aufgenommenen Kredite ver­zinsen können Das ist eine sehr kitzlige Frage; denn 60 o. h aller britischen Ausländsanleihen ar­beiten in den Dominions davon 500 Millionen Pfund Sterling in Australien. 146 Millionen in Neuseeland 443 Millionen in Kanada und 228 Mil­lionen in Südafrika und Rhodesien.

Im Jahre 1935 hielt in Melbourne ' der Vor­sitzende derBritish Medical Association", Sir Ra­phael C l i n t o eine Rede, in der er sagte, die australische fei nur ein Mondscheinwiderglanz der europäischen Kultur, niemals werde dieses dünn­bevölkerte Land aus eigener Kraft bestehen können, und für Kanada gelte dasselbe. Der Dominien- Minister Englands ist wirklich, wie man ihn ge­nannt hat, einMinister der leeren Länder" und da aus Nichts nicht die erforderliche Hilfe für Eng­land kommen kann, ist auch die letzte Hoffnung vereitelt, Deutschland, das größte Industrieland der Welt, mit einer geeinten und diese W"ltentscheidunq mit klarem Bewußtsein und gesammelter Kraft durchfecktendep Bevölkerung, zu besiegen ober auch nur auf seinem Frecheitsweg auszuhalten.

das Beitrag für Englands Kriest fei einfach erbarm- lieh Der liberale Abgeordnete für Quebeck C 1 ax - ton. warnte davor, britischer als die Briten zu fein denn abstammungsgcmäß feien die Kanadier nur zu einem Bruchteil Briten Der Ministerpräsi­dent Mackenzie King konnte nichts anderes antwor­ten als-Die Lage ist wirklich ernst." Die land­wirtschaftlichen Ueberfchüsje Kanadas, australiiche ober vielmehr neuseelänbifche Butter, Wolle, Wei­zen unb Eier kommen an bie britische Insel nicht heran

Die beutschen U-Boote halten Wacht? Damit ver­größert sich aber ganz folgerichtig bie Not berer, bie auf ben Absatz biefer Waren angewiesen finb. unb bie australischen Versuche, x B burch eine Umiatz- steuer von 5 o. h sowie durch Steuererhöhungen wenigstens bie bringenbften Sorgen zu verscheuchen, machten bei ber Bevölkerung böses Blut. Es ist so weit gekommen, baß in Finanzkreisen ernsthaft

England unter Offensivzwana.

In Norbwestägypten tobt feit ungefähr einer Woche eine schwere Schlacht Informationsmini- fterium unb Presse in Englanb zeigen sich gerabezu von einem Albbruck erlöst; enblich einmal etwas anderes als nur bieje bauernben katastrophalen Bombenangriffe auf Englanbs Rüftunaszentralen, endlich einmal etwas anderes als diese täglichen vier- bis fünfstelligen Zahlen über Versenkungen, endlich einmal Nachrichten von einem anderen Kriegsschauplatz als nur immer England und At­lantik.

Man überleb sich in London anscheinend gar nicht, welche Blöße man sich mit diesen mavlojen Uebertreibungen über die Schlacht in West-Aegyp­ten gibt. Der Blinde fühlt es mit dem Krückstock, unter welch einem unerträglichen äußeren und dem­entsprechend inneren Druck England in diesen Mo­naten gestanden hat. Während früher sich bie Mei- nung bes englischen Publikums in gelegentlichen Briesen an ihre Zeitungen mit den verschiedensten Wünschen hinsichtlich der Kriegführung äußerte, hat sich das in den letzten Wochen zu einer immer stärkeren Welle der offenen Kritik unb Unzufrieben- heit oerbichtet Wir erinnern an bie schonungslosen Vorwürfe gegen bie britische Kriegführung, bie sich schließlich auch große englische Blätter zu eigen machten; wir erinnern an die immer dringlicher unb zahlreicher werbenben Anfragen im Parlament, an bie zahlreichen Slnfürtbigungen einer großen Offensive gegen Deutschlanb, ja sogar einer Lan­dung auf dem Festlande, wir erinnern an die serien­weise Absetzung auf den Posten der höchsten eng« lischen Kommandierenden in Landheer, Luftwaffe und Flotte. Dieser innere Druck verstärkte sich stän­dig dadurch, daß auf jede Londoner propagandisti­sche Großmäuligkeit noch immer prompt ein be­sonders schwerer Schlag durch bie beutsche Luft­waffe ober Marine folgte. Als alles nichts mehr half, als auch bie von Churchill liebevoll geförber- ten öffentlichen Angriffe gegen englische Wehr­machtsteile unb ihre Kommanbeure ober gegen bis­sen unb jenen Minister kein ausreichenbes Ventil mehr boten, da ließ die Londoner Regierung mit­teilen, nunmehr befasse sich Churchill persönlich mit den Erwägungen über die wirksame Bekämpfung vor allem ber U-Bootgesahr unb ber ungeheuren Schiffsverluste mit ihrer beängftigenben Beeinträch­tigung ber englischen Versorgung

Natürlich war auch das ein Versager. Wann hätte je ein militärischer Scharlatan unb noch dazu ein Man von so anrüchiger politischer Vergangen­heit, ein Mann, ben noch sein Vorgänger als einen Narren bezeichnet hatte, ein großes Reich in keiner , schwersten Krise retten können' Soviel hatte man in Conbon ja :chon vor Monaten erkannt, daß in Europa nirgenbwo ein Punkt war, an bem man ben Versuch eines Angriffes gegen die Achse ansetzen konnte Griechenland war ein viel zu heikles Feld;

i ftopaganbamelbungen über die fabelhafte Unter- Artz Atzung des Empire erwähnt, aber in ganz Rho- ie jip Wien leben zwar 3,2 Millionen Menschen, aber ' - einige zehntausend Weiße? Ueberhaupt macht hn^. Wn sich von ber Bevölkerung biefer Dominions «jnz falsche Vorstellungen. Sie spielt im Verhältnis zu ben Massen, bie in Europa birekt vom Kriege

hauptstabt?

Churchills Bluff, baß Großbritannien notfalls , Im Krieg mit Hilfe bes Empire fort- setzen könne, auch wenn bie Briteninfeln selbst j U rloren seien, findet also schon in der geopolitischen I Jtruftur ber wirklich für England in Betracht kom- »enden Staaten seine Grenzen. Und bie mit so i orofcen Hoffnungen einberufene Konferenz ber lominien in Delhi enbete mit einem glatten Stfjerfolg. Inbien fiel gänzlich aus Was ber irglische Historiker Seeley einst gesagt, baß In­en burch Indier selbst unter Führung von Eng- enbern unterworfen wurde, hat bie Indier dazu eroogen, heute keine Truppen chehr zu stellen. Die erhaftungen der nationalen Inder haben schwere .Sorgen gezeitigt, jedenfalls aber bieses reichste Se­iet für bie Kriegsversorgung völlig ausfallen las­se» Unb bie anberen Dominien? Australien er» rügte im Jahre 1938 nach englischen Statistiken 17 Millionen Tonnen Rohstahl und Roheisen: ianaba ebensoviel; Sübafrika nur 0,4 Mil- vnen Tonnen Das finb also zusammen nur 2,38 Mionen Tonnen. Unb bas ist mieberum ein Drit­te ber Gesamtproduktion der kleinen, kaum 300 000 Cinmohner zählenben Luxemburg. Es ist also ganz !ar, baß bie Roheisen- unb Stahlerzeugung im Empire nicht einmal ben eigenen Bedarf decken hnn, geschweige benn, baß beroon Tanks unb Ka° tonenrohre usw. gefertigt werden könnten, wie bie englische Presse ber Welt vorzulügen wagt. Die wem- pn Werke lassen sich auch nicht von heute auf borgen umstellen. Als Schiffsbauer kommen bieje Dominien ebenfalls nicht in Frage Australien ist künkuhrlanb, Kanaba ebenfalls, und Südamerika fallt für England ganz aus Alle Behauptungen der englischen Propaganda von den reichen unb un­erschöpflichen Hilfsquellen bes Empire fallen also in sich zusammen Seit einigen Wochen ist es in fc cf er prekären Frage in ber englischen Presse kehr füll geworben. . ..

Im Gegenteil: die Folgen dieses Kneges tre fen i:e englischen Dominions sehr schwer. Australien inb Kanaba sind zu Steuererhöhungen ubergegam $en, bie Probuktion bort stockt, weil keine Schckfe torhanben sind, um bie Ausfuhr ins Ausland zu Erkaufen Die Bestrebungen ber englischen ^aut- schreisr für Englanb herauszuholen was heraus- zuholen möglich fei, haben eine maßlose Verwir­rung erzeugt. Im kanabischen Parlament hat in ber 1 tzten Novemberwoche der Führer der Konserva- iven 5) a n f o n , offen erklärt, es fei unbebmgt wtwenbig, daß Mackenzie King, Englands Statthalter unb Kanabas minifterprafibent bem.-r_ - I-anbe offen fagte, wie ernst die Lage sei. Kana- Jeder von den beiden Zugen.

_ er auch Montreal, die größte kanadische Stadt, it burchweg französischen Charakter. In Australien nb viele Deutsche eingewandert, bie aber unserem