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Die Einnahme des Forts Eben-Emael

mit

Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet

ein und wurde als Fahnenjunker-Gefreiter

am

Oslo, Mai 1940.

Nationaltheaters wurden zu einer

Soldaten des und Abgfchie- Wachens und

gleich ob

altgediente aller Stille

Betonblöcken immer wieder stehenbleiben und Stolz berichten, wie sie dies fertigbrachten.

chende Flugzeug, ganz deutsch, zu melden.

Es find überwiegend Weltkrieges, die hier in

lungsort für Neugierige, die wahrscheinlich zum' ersten Male in ihrem Leben die Spur der Leucht­munition gesehen und das Bellen einer Schnell- feuerflak gehört hatten.

Luftkampf und Luftschutz waren eben für die Norweger Dinge, an die man nicht so recht glau­ben wollte wenigstens was die Norweger selber betraf. Norwegen hatte während des finnisch-rus­sischen Konfliktes für das finnische Brudervolk zehn Millionen Kronen aufgebracht; bis zum 9. April aber konnten für den zivilen Luftschutz im eigenen Lande nur knapp 3 Millionen Kronen verausgabt werden. _

men, wenn wir gegen alle Ueberraschungen gesichert ein wollen. Dafür sorgt das vielmafchige Netz des Flugmeldedienstes, das sich mit seinen unzähligen Flugwachen, F l u g w a ch t k o m m a n d o s und den Flugmeldesammelstellen über unsere deutsche Heimat breitet. Präzision und Schnelligkeit sind hier oberstes Gesetz, um an einen durch Feindflieger gefährdeten Ort rechtzeitig alle Arten unserer Luftabwehr, die Jäger, die Flak, den Luftschutz ansetzen zu können. Das Hirn aber, in dem die Entscheidungen zu dem Einsatz gefällt werden, liegt inmitten einer Großstadt, unter der Erde in einem gegen jegliche Luftangriffe gut ge- icherten Keller. Hellgetünchte Wände und starkker- pge elektrische Lampen helfen etwas, den unter­irdischen Charakter zu verwischen. Wir find in den Diensträumen eines Flugwachkommandos, in dem aus den laufend eingehenden Meldungen der eigenen Flugwachen und den Berichten der be­nachbarten Flugwachkommandos die Steckbriefe aller Flugzeuge vom Start bis zur Landung, vom Einflug eines feindlichen Flugzeuges bis zum Aus­flug verfaßt und feftgehalten werden. Würde man nicht zuweilen einem Soldaten der Luftnachrichten­truppe begegnen, so könnte man glauben, in eine Fernsprechvermittlungszentrale versetzt zu sein. An langen Tischen sitzen die Telephonistinnen, meist junge Mädchen und Frauen aller Berufe und Schichten. Sie empfangen die Meldungen und ge­ben sie weiter.

47,5 Millionen für das Deutsche Note Kreuz. Ein Ansporn für den zweiten Spendentag.

Berlin, 16. Mai. (DNB.) Die am 27. und 28. April durchgeführte Haussammlung des ersten Spendentages des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz erbrachte das vor­läufige Ergebnis von 17 514 567,70 RM. Setzt man dieses Ergebnis in Vergleich mit dem ersten Opfer­sonntag des Kriegswinterhilfswerkes, dann ergibt sich eine Steigerung von 5 2,53 v. H. gleich 6 031 675,36. Je deutsche Haushaltung steigert sich das Ergebnis von 49,85 Rpf. auf 75,74 Rpf. Wie Dr. Goebbels bei der Eröffnung dieses Kriegshilfs­werkes für das Deutsche Rote Kreuz ausführte, kostet die Ausbildung und Ausrüstung einer DRK.- Schwester etwa 4500 RM. Allein die Summe des ersten Spendentages gestattet es, fast 3900 DR K. - Schwestern auszubilden und auszurüsten und für die Pflege unserer ver­wundeten Soldaten zur Verfügung zu stellen. Jeder Weltkriegsteilnehmer weiß von dem Segen zu be­richten, der von den Händen der Frauen mit der DRK.-Armbinde ausging, und darum wird das deutsche Volk auch am zweiten Spendentag für das Deutsche Rote Kreuz am kommenden Sams­tag und Sonntag seinen Beitrag als beschei­denen Dank an unsere Soldaten noch erhöhen.

Oie NG.-Gchwesternschast.

denheit den schwierigen Dienst des

Wartens in mustergültiger Disziplin verrichten. Wohl sind bisher nur in wenige Gebiete unserer Heimat Feindflieger eingedrungen, und trotzdem darf die Wachsamkeit in keinem Augenblick erlah-

als 60 v. H. m i t d e m Abschuß des 2lng * .. entsprechenden Befehle geheim an die zp

(trs. Nacht für Nacht waren die Straßen g f Wehrpflichtigen gelangen lassen. Erster

M'.t Schaulustigen. Der Platz vor bem Stortmg das erteil « 9 ber n. Upril, also zwei

Telände am Hafen und die Höhen^m^iXna9. Ä tet nach dem Willen der

Auge und Ohr unserer Lustwaffe

Der Flugmeldedienst bewacht Deutschlands Lustraum.

Das Herz dieses unterirdischen Organismus aber ist die Befehlsstelle. Auf großen Wandkarten erblicken wir das enggespannte Netz des Flugmelde­dienstes. Hier auf diesen Karten wird von den Auswertern jede Maschine nach Zeit und Richtung eingetragen. Und bei dem Anblick dieses Materials wird uns mit aller Deutlichkeit klar, daß es bei einer derartigen umfassenden Organisation keinen fliegerischen Vorgang im deutschen Luftraum gibt, der nicht rechtzeitig erkannt und abgewehrt werden könnte. Lange bevor überhaupt die Bevöl­kerung und selbst die in einer der oben geschilderten Schutzzonen liegenden aktiven Abwehrkräfte etwas von einem eventuellen Durchbruch feindlicher Ma­schinen ahnen, ist man hier unten genau über Rich­tung und Geschwindigkeit der Angreifer informiert. Von Stelle zu Stelle werden ihre Positionen wei­tergereicht. Sie sind in ein Netz verstrickt, dem sie bis zu ihrem Ausflug oder ihrer Vernichtung nicht mehr zu entrinnen vermögen.

Immer mehr nähert sich der Feindflieger einem der weit vorgeschobenen Wachriegel. Die letzte Standortmeldung beweist dem leitenden Offizier an der Karte klar die Angriffsabsicht. Mit einem kurzen Stöpseln am Klappenschrank sind die Abwehr» kräfte der Flak und Jäger in der Fernzone alarmiert und gehen zum Angriff über. Im gleichen Augenblick geht das warnende SignalL u f t g e - fahr" an alle Stellen des zivilen Luftschutzes, der wichtigen Jnduftriewerke. Noch immer ahnt die Be­völkerung nichts, während die gesamten aktiven und indirekten Abwehrkräste mobilisiert und kampfbereit sind. Noch eine weitere Zone muß von dem feind­lichen Angreifer erreicht werden, ehe das Tosen der SirenenFliegeralarm" verkündet und die Zivil­bevölkerung die Luftschutzräume aufsucht.

Aber ehe die Angreifer überhaupt dieses Ziel er­reichen, hat der Luftmeldedienst durch rechtzeitige Meldung und ständige Beobachtung viele Barrieren aufgerichtet, die nicht leicht zu überwinden sind.

Frauen und Mädchen der Heimat und alte Front­soldaten des Weltkrieges haben hier in aller Stille und mit viel Idealismusdas' Auge und Ohr" unserer jungen deutschen Luftwaffe geschaffen. Sie sind ein großes und wichtiges Glied zur Siche­rung des heimatlichen Luftraumes. Schon in den Friedensjahren haben sie sich freiwillig einer gründ­lichen Ausbildung unterworfen, deren Erfolg die blitzschnelle und reibungslose Arbeit des Luftmelde, dlenstes in diesem Kriege ist. Egon Kieffer.

Wie Oslo beseht wurde

Von unserem U. T.-Korrespondenien.

posten im Gebirge und am Meer in den Luftraum, um mit geschulten Augen und Ohren jedes auftau- " ' * ' feindlich oder

P. K.Flugmeldung: Flugzeug, einmotorig, Ein­decker niedrig." Klar und knapp ertönen die Worte des Flugwachtpostens aus dem Schalltrich­ter, durch den er seinem Kameraden am Fernspre­cher die auf dem hochgelegenen Auslug gemachten Beobachtungen mitteilt. Der Anstoß zu einer viel- gliedrigen Kette von Meldungen, Registrierungen, Kartenskizzen ist erfolgt. Tag und Nacht, unablässig und unermüdlich spähen die Männer des Flug­meldedienstes von ihrem oft einsamen Wacht-

Dienstagmorgen.

So sonderbar es klingen mag: die Ungewißheit, in der die Bevölkerung lebte, löste sich mit einem Schlage, als die ersten deutschen Kampf­staffeln über Oslo erschienen. Kampfflug­zeuge der kleinen norwegischen Luftwaffe stiegen in Fornedue auf und muhten kurze Zeit später kapi­tulieren oder wurden abgeschossen. Don deutschen Bomben auf Oslo war noch immer nichts zu sehen. Die schwere, graubraune Junkers-Maschine brauste wohl über die Dächer der Stadt hinweg, vergeblich beschossen von der Bodenabwehr, die erst vor kurzer Zeit einige neue Geschütze aus dem Ausland er­halten hatte. Kurze Zeit danach konnten die ersten Transporter staffeln landen, und in den Mittagsstunden trat der Kommandeur der Landungstruppen den Marsch und die Fahrt in die erstaunte Stadt an. Zwar war das nicht möglich ohne vorherige U e b e r r u m p e l u n g d e r nor­wegischen Flaknester, die unter geschickter Ausnutzung des hügeligen Geländes gut über das ganze Gebiet der Stadt verteilt waren.

Vielleicht hatte sich die Bevölkerung unter einem deutschen Einmarsch etwas anderes vorgestellt, als e« tatsächlich war. Aus einem unverkennbaren Schrecken wurde großes Erstaunen, und im Laufe der Stunden ehrliche Achtung vor der schneidigen Leistung. Als die Feldgrauen m 'die Stadt eim fuhren, ein MG. auf dem Führungswagen, gingen die ersten Luftfchutzmannschasten bereits nach Hause: keiner erteilte mehr Befehle, außerdem fehlte die Ursache der Luftschutz-Alarmierung: die deutschen Bomben auf Oslo! Diese Bomben wurden un Lause der nächsten 24 Stunden jedoch von anderer Seite angekündigt. Der englische Rundfunk gab auf emer j pflegerische

Als gegen 23.40 Uhr am Montag, 8. April, zum ersten Male die Luftschutzsirenen durch die Nacht heulten, glaubte mehr als die Hülste aller Osloer an eine Brandwarnung. Luftschutzsirenen hatte man in einer solchenGroßübung" noch nicht gehört. Auf den Straßen herrschte panikartige Schreckens­stimmung, als sich herausstellte, daß es sich um eine ernste Warnung vor Luftangriffen handelte, die jedoch nie stattfinden sollten. Die Fern­sprechzentralen wurden mit Anfragen bestürmt, bis gegen Mitternacht der Fernsprechverkehr unterbro­chen wurde. Nirgendwo fand man eine Verdunke­lungsoorrichtung funktionsbereit: die Polizeibehör­den mußten daher kurzerhand nach Mitternacht di Hauptsicherung des Stromnetzes ausschalten, so daß Oslo und Umgebung völlig im Dunkeln lagen.

Hilflosigkeit überall; in den Hotels und in den Privathäusern aus den Betten aufgescheuchte Men­schen; auf den Straßen durch die Dunkelheit huschende Kraftwagen, die ihre vorsichtigen Besitzer irgendwohin in die Berge" bringen sollten; Stra­ßenbahnen gesichert und ungesichert auf Straßen und Plätzen, verlassen von Fahrer und Fahrgasten; aber das Schlimmste: Nirgendwo etne Zentralstelle, Ne Rat und Auskunft, Hilfe und Unterstützung hätte gewähren können. Das zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Erst Stunden nach der ersten Warnung wurde die Tragweite der blitzartig am politischen Horizont aufgestiegenen neuen Lage erkannt. , «_.<«

Am Sonntag, 7. April, hatte die Regierung Nvgaardsvold die Mobilmachung angeordnet

Die 1934 durch Verfügung des Stellvertreters des Führers gegründete NS.-Schwesternschaft hat sich in den letzten Jahren zu einer beachtlichen Or­ganisation entwickelt. Schon nach dem ersten Jahr verdreifachte sich der Mitgliederbestand, und bis Ende 1939 zählte die NS.-Schwefternschaft schon rund 10 000 Mitglieder. Der sachlichen Ausbildung und Fortbildung stehen neben der dem Reichs- mutterhaus in Dresden angeschlossenen Schulungs» ftätte 175 Krankenpflegeschulen und 10 Säuglings- pflegeschulen zur Verfügung, mit denen Jung- schwesternheime verbunden sind. Eine der Haupt- I aufgaben außerhalb des Krankenhauses ist die j pflegerische Betreuung der artet forma»

Dreimal hat die englische Propaganda DUtte April die norwegische Hauptstadt von deutschen Bomben in Trümmer legen lassen, zweimal senden in den Außenbezirken Oslos für die eng­lischen Rundfunkhörer und Zeitungsleser Stra­ßenkämpfe zwischen zurückweichenden deutschen Soldaten und siegreich vorrückenden Tommys' statt. Leder von den deutschen Bomben auf die offene Stadt noch von den Straßenkämpfen hat die Osloer Bevölkerung etwas gespürt oder gesehen. Wohl würbe sie zeitweise von den Londoner Rundsunk- ireldungen über bevorstehende englische Großan­griffe zur Luft in eine panikähnliche Stimmung versetzt aber die Wirklichkeit kam ihr bald wieder irs Bewußtsein und damit das Verständnis für bis englische Notwendigkeit, wenigstens auf dem Papier zu siegen, um damit jenen Rückmarsch jii decken, den Chamberlain am 2. Mai im Unter­haus zugeben mußte.

Nur einmal waren die Norweger Zeuge eines in ihrem Lande noch nie erlebten Schauspiels von feb teuer Nervenanspannung, knapp 48 Stunden nach btm Einrücken der deutschen Truppen. Eine eng­lische Sunderland-Maschine mit neun­köpfiger Besatzung versuchte, an den Flughafen Fornebue heranzukommen. Genau fünfzehn Mi- nuten, nachdem er im Luftraum von Groß-Oslo ^sichtet worden war, st ürzt e d e r Lu f t ko lo tz nieder: getroffen von mehreren Maschinenge- wchrfalven eines . deutschen Jagdfliegers. In den anderen zahlreichen Fällen vergeblicher Luftangriffe konnte man englische Flugzeuge über Oslo nicht oter nur für wenige Sekunden sehen. Das war in jenen sternklaren Nächten, in denen hochfliegende Maschinen versuchten, die Hauptstadt anzugreifen, Md bies, wie z. B. am 22., 24 unb 26. Apr I, mit bem Abschuß bezahlen mußten. Der Osloer hvt sich an derartige Angriffe verhältnismäßig schnell gewöhnt. Sie fetzten fast immer kurz nach Mitternacht ein, dauerten vierzig Minuten, endeten mit dem Abwurf mehrerer Bomben, darunter Brandbomben, auf die offene Stadt und angre - zenbe Waldstriche, darüber hinaus aber-zu meyr als 60 v. H. m i t d e m A b sch u ß de s A n ST e V . __ . ... aa , . _____ s.: »n rrPTii

In einem in der DAZ. veröffentlichten Bericht Don der Westfront schreibt der bekannte Militär- siMftsteller Oberstleutnant Dr. Hesse u. a.:

Die Einnahme des Forts Eben-Emael vird wahrscheinlich einmal als ein Wendepunkt in her Entwicklung der Kriegskunft bezeichnet wer- !n. Man muß diese Festungsanlage mit eigenen ugen gesehen haben, um den Efolg richtig zu ürdigen. Hier haben die, neuen deutschen ampf mittel ihre Bewährungsprobe erfah- n. Heer und Luftwaffe haben in prachtvoller leise zusammen gearbeitet. Der Sturzkampf- (lieger hat dem Pionier und dem Infan­teristen den Weg bereitet. Die mehr als 20 einzelnen Werke, die meisten mit Geschützen bestückt md vielfach als Mehrschartentürme angelegt, muß­ten sich nach einem Kampf von weniger als 24 Stunden ergeben. Gefangene, die ich sprach, bekundeten alle Zeichen lähmenden Entsetzens über die Wirkung der deutschen Daffen.Wir waren unfähig, noch unsere beschütze und Maschinengewehre zu bedienen", sagte ein verwundeter belgischer Of­fizier aus. Ein Unteroffizier setzte hinzu:Wir -Hißten feststellen, daß unsere Kanonen Plötzlich versagten."

Das Fort Eben-Emael hat eine Ausdehnung im

schwedischen Welle bekannt, am Mittwoch, 10. April, werde Oslo von den Engländern bombar­diert werden; die Bevölkerung habe bis mittags 12 Uhr Zeit, die Stadt zu verlassen. Das von eng­lischer Seite angekündigte Massenbombardement durch deutsche Flieger war ausgeblieben, Ruhe und Ordnungdrohten" wieder einzutreten, London griff daher zu einem neuen Mittel, um Verwirrung zu schaffen. Nur wenige Stunden dauerte die Flucht unzähliger Osloer aus der Stadt, lieber den Sen­der kam bald eine Richtigstellung, und alle die, die vorher in panikartiger Verwirrung mit wenigen Habseligk-eiten in die Außenbezirke zu kommen suchten, kehrten bald zurück. Die Lage nor­malisierte sich zusehends.

Was man seit Beginn des finnisch-russischen Kon­flikts immer wieder an Lustschutzmaßnahmen ge­plant und gepredigt hatte, wurde tatkräftig erst in die Händ genommen, als vondeutscher Seite das SignalGefahr vorüber" geblasen wer­den konnte. In Kopenhagen hatte man bereits vor Monaten mit der Ausschachtung von öffentlichen Unterständen begonnen, in Oslo tat man es, als die Krise vorüber war, von der man gefürchtet hatte, sie roeröe' die Mafsenvernichtung norwegischer Städte bringen. Ende April begann man, in gro­ßem Stil Schaufenster mit Holzverschalungen zu versehen, schachtete man Luftschutzgräben aus und gab man der Bevölkerung Instruktionen, wie sie sich im Falle eines tatsächlichen Luftangriffs ver­halten müffe. Die Luftangriffe sind dann auch ver­einzelt erfolgt: von englischer Seite, aber die wirklich vernichtenden Bomben blieben aus, auch die englischen, weil die Angreifer schon in den Außenbezirken der Stadt vor dem Sperrfeuer der Bodenverteidigung kapitulieren mußten.

Berlin, 16. Mai. (DNB.) Der Führer und fiberfte Befehlshaber der Wehrmacht hat am 15. Mai 1940 dem General der Kavallerie Ewald von j l e i st und dem Major Fritz I w a n d das Ritter - heuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Durch die Berleihung des Ritterkreuzes an General von Kleist bringt der Führer seine Anerkennung gleichzeitig der nterfteUten Truppe zum Ausdruck. General von leist hat bei den jüngsten Operationen im Westen u r ch eigene kühne Entschließungen n d rücksichtslos en Einsatz seiner Per- o n sich besonders ausgezeichnet. Bereits im Polen- lldzug hatte er als Kommandierender General eines iorps im Flugzeug oder Kraftwagen feinen Truppen leit voraus eilend entscheidenden Einfluß auf die Operationen in Südpolen dadurch ausgeübt, daß er m Südflügel der polnischen Armee erstmalig durch­rack und jeden Widerstandsoersuch des Gegners urd) fein unaufhaltsames Vorwärtsdringen im eime erstickte. Major Iw and hat als Abtei­le ngskommandeur eines Kavallerie-Schützenregi- 1 ents im Polenfeldzug durch fein selbständiges Han­dln und durch feine persönliche hervorragende apferfeit der 12. Armee den Weg zum siegreichen ormarsch über den San erzwungen. In den West- impfen hat er sich erneut durch Tapferkeit beim insatz in Holland hervorgetan.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der We-Hr- acht hat ferner auf Vorschlag des Generalfeld- arschalls Göring das Ritterkreuz zum Eisernen reuz verliehen: Dem Oberleutnant Otto Zierach, :m Oberarzt Dr. Rolf Jäger und dem Leutnant i-lmut Ringler. Auch diese Offiziere zeichneten ch im Rahmen der Kampfhandlungen, die von in Sturmabteilungen unserer Fall- chirmjäger in Belgien und Holland durch^e- chrt wurden, besonders aus, so daß sie neben die- er hohen Kriegsauszeichnung auch zum nächsten Dienstgrad befördert wurden. Haupt- trann Zierach wurde 1907 in Eberswalde als Sohn eines Musikers geboren. Nach dem Schulbesuch er- kirnte er das Mechanikerhandwerk, trat 1928 in die Holizeischule Brandenburg a. d. Havel ein und wurde P29 Oberwachtmeister, später Hauptwachtmeister, l'35 in die Luftwaffe übernommen und 1938 Hauptfeldwebel. Seit dem 1.2.1940 ist er Ober­leutnant. Stabsarzt Dr. Jäger ist 1912 zu 5'ein-Kunterstein, Kreis Graudenz, als Sohn eines Cberftieutnants geboren. Nach dem Besuch der Realgymnasien in Königsberg, Jüterbog und Kas­se' bestand er 1932 die Reifeprüfung, studierte Me- b zin in Göttingen und München. Am 1.4.1935 hat er beim Infanterie-Regiment in Gießen

englischen Regierung Stichtag für die Landung eng­lischer Truppen an den westlichsten Punkten der Westküste sein sollte. Alles Raten zur Vernunft half nichts, sowohl die zuständigen deutschen Stellen als auch einsichtige norwegische Männer konnten sich bei dem norwegischen Kabinett kein Gehör verschaff en. Dieses tagte am 9. April seit 4.15 Uhr mor­gens und wies noch im Laufe der Vormittags­tunden dieses geschichtlichen Tages das deutsche Angebot, das auf den militärischen Schutz Nor­wegens hinauslief, ab. In den Orten Doerbak und Oskarsborg hatten die norwegischen Truppen zur gleichen Zeit das Feuer eröffnet. Verluste der Norweger waren nicht zu vermeiden, nachdem die Kriegsmaschine gegen den Willen der deutschen Führung einmal ins Rollen gekommen war.

Ein letzter Versuch des damaligen deutschen Ge- andten, die Regierung Nygaardsvold in Oslo zu halten, scheiterte. Diese zog es vor, nach der Veröffentlichung des Mobilmachungsbefehls und der Näumungsanordnung in mehreren Kraftwagen die Hauptstadt zu verlassen, um in dem vor­erst nochsicheren" Ham ar Schutz vor einer Truppe zu suchen, die gekommen war, um das Land vor bereits in die Wege geleiteten Uebergriffen einer dritten Macht zu schützen. Männer, die dem zehn Tage später gebildeten Regierungsausschutz, bestehend aus Mitgliedern des Obersten Reichsge­richts und bekannten Vertretern der norwegischen Wirtschaft, Schiffahrt und Finanz nahestanden, haben den Schritt der Regierung nicht erst ver­urteilt, als Außenminister K o h t am 4. Mai über den Londoner Sender Regional verkündete, er werdebald nach Norwegen zurückkehren um zu kämpfen". Was vor der Flucht des Kabinetts an zentraler Leitung vorhanden war, schwand in we­nigen Stunden nach der Flucht, obwohl sich der Polizeichef von Oslo unermüdlich darum bemühte, möglichst Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Nygaardsvold und Koht waren abgereift, ohne der Öffentlichkeit eine Begründung ihres Schrittes zu hinterlassen oder Verhaltungsmaßregeln zu geben. Die Zeitungen verzeichneten erst zwölf Stunden später den Tatbestand der Abreise; mehr wußten sie nicht zu tun. Mehr als die Hälfte aller in Oslo akkreditierten Missionschefs weigerten sich, der Re­gierungin die Berge" zu folgen. Nur die Fran­zosen und Engländer hatten es eilig; sie warteten nicht auf die Abreise der Regierung, sondern ver- liehen die Hauptstadt bereits gegen 6 Uhr am

30.10.1935 zur Militärärztlichen Akademie kom­mandiert. Zur Luftwaffe'ist er am 1.11.1935 übergetreten. Am 1.1.1938 wurde er Unterarzt, am 16.2.1939 Assistenzarzt und am 1.10.1939 Oberarzt. Oberleutnant Ringler wurde 1915 in Wollstein geboren. Beim Flak-Regiment 9 hatte er seiner Wehrpflicht genügt. Zum 1.10.1937 wurde er als Feldwebel der Reserve entlassen. Kurz vor Ausbruch des Krieges wurde er Leutnant. Im bür­gerlichen Leben ist er Student.

Generalleutnant Student.

Generalleutnant Student ist 1890 als Sohn eines Rittergutsbesitzers in Birkholz, Kreis Züllichau- Schwiebus, geboren. Er war auf dem Kadettenhaus Potsdam, sodann auf der Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde. Als Fähnrich wurde er dem Jägerbataillon 1 in Ortelsburg überwiesen, wurde 1911 Leutnant und legte im Oktober 1913 die erste Flugzeugführerprüfung ab. Bei Kriegsausbruch wurde er zur Feldfliegerabteilung 17 versetzt, 1916 zum Kampfgeschwader 4, im Oktober 1916 zur Jagdstaffel 9, wo er Staffelführer wurde. Nach zweimaliger Verwundung im ßufttampf und nach einem Absturz mit dem Flugzeug wurde er am 20. 6. 1918 Hauptmann und in das Kommando der Flugzeugmeisterei versetzt. Den Hohenzollern- Hausorden mit Schwertern erhielt er für fünf Luft­siege. Nack dem Krieg tat er Dienst in der Inspek­tion für Waffen und Gerät als Kommandeur des 1. Bataillons Jnf.-Rgt. 3 und im Lustfdhrtministe- rium. Er ist Kommandeur der Fliegererprobungs- ftellen und Kommandeur der Fliegerwaffenfchulen gewesen, wurde am 1. 10. 1937 zum höheren Flie- gerkommandour IV ernannt und am 1. 4. 1938 Ge­neralmajor. Als Kommandeur der Fliegerdivision 7 wurde er am 1. 2. 1939 gleichzeitig Inspekteur der Luftwaffeninspektion 11 im Reichsluftfahrtministe­rium und am 12. 2. 1940 Generalleutnant.

Für feinen persönlichen Einsatz beim Nieder­ringen des holländischen Widerstandes durch die Stoßttupps der Luftwaffe wurde er mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Generalleutnant Student, der als Vorkriegsslieger zu den ,Lllten Adlern" zählt, trägt die hohe Aus­zeichnung als Ehrung feiner todesmutigen Truppe ebenso wie als Anerkennung für feine persönliche Tapferkeit. Als Divisionskommandeur der Fall­schirmtruppe sprang er mit seinen Fallschirmjägern über Holland ab und wurde im Kampf gegen hol­ländische Widerstandsnester schwer verwundet.

Geviert von etwa 1500 bis 1800 Meter. Es ist am gelehnt an den Albert-Kanal und durch eine zweite Befestigung auf dem Westufer dieses gewaltigen Hin­dernisses noch besonders gedeckt. Ein einziges ver­stärktes Bataillon hat es mit geringsten eigenen Verlusten im Kampf genommen. Die Besatzung des Forts Eben-Emael hatte die Stärke eines Regiments. Die Bewaffnung bestand aus etwa 30 Geschützen und über 100 Maschinengewehren. Die Stärke des Betons liegt zwischen 1,50 bis 3 Meter. Der Schluß, daß die Besatzung ober ihr Kommandant versagt habe, läßt sich nicht ziehen. Die Belgier haben s i ch tapfer geschlagen, aber sie haben sich der deutschen Kampfführung und Waffenwirkung gegen­über als unterlegen bekennen müssen. Um so stärker ist heute das Vertrauen und Kraftgefühl der deutschen Truppe. Der verantwortliche Pionierbatail­lonskommandeur, mit dem ich am Eingang des Forts inmitten großer Haufen belgischer Gewehre, Stahlhelme und Ausrüstungsstücke im Angesicht der zahlreichen Gefangenen sprach, bestätigte mir dies ebenso wie jeder seiner Unteroffiziere und Mann­schaften, die vor zertrümmerten Panzerkuppeln, ein­gebrochenen Schießscharten und zusammengesunkenen