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Aus dem Reiche der Krau.

Ein Tag im Jahre ist der deutschen Mutter ge­weiht. Deutsches Frauentum in seiner ganzen Größe, in seinem Opfertum und rastlosem Pflichtgefühl spricht an diesem Tage zu uns und verpflichtet uns zu unauslöschlichem Dank.

Mutter! Welche Fülle von selbstloser Liebe und Güte umschließt dieses Wort! Die Mutter war beim ersten Lallen bei uns, sie lenkte und behütete unsere ersten Schritte in dieses Leben, sie lehrte uns gläu­big die Hände falten zum Gebet, indcß ihre eigene Fürbitte sich an den Schöpfer aller Dinge wandte, um seinen Segen für ihre Kinder zu erflehen. Und auch im späteren Leben hat sie uns niemals ver­lassen und selbst, wenn sie längst die Augen geschlos­sen hat, bleibt sie unvergessen, wirkt ihre köstliche, segenstiftende Liebe fort bis an unser eigenes letz­tes Stündlein.

Mit der ihr eigenen, über das Geschehen des All­tags erhabenen inneren Stille ist auch die deutsche Frau und Mutter von jeher allen Gefahren be­gegnet, die Volk und Vaterland bedrohten. Wenn heute wieder das Opfer als die höchste Pflicht ge­priesen wird, die jeder einzelne Mensch Staat, Volk und Familie schuldig ist, so finden wir für solchen Pflicht- und Opfergeist die schönsten und unüber­trefflichen Vorbilder bei den Müttern des Landes. Sie alle sind Heldinnen, die, ohne viel Worte zu machen, auch das schwerste Los für ihre Lieben, vor allem für ihre Kinder, auf sich neh­men, es tragen und meistern. Wie viele Millionen Mütter mag es wohl geben, die das Letzte an Kraft und an Hab und Gut ahne Zögern hinge­geben haben, nur, um den Lebensweg der Kinder zu sichern. Wir wissen, daß es nicht zu den Selten- yeiten gehört, daß eine Mutter zehn und noch mehr Kinder allein aufgezogen, ernährt, für ihre ordent­liche Schulbildung und auch noch für ihren späteren Beruf gesorgt hat, indem sie als Wäscherin, Plätte­rin aber Schneiderin rastlos bis in die späte Nacht hinein geschafft hat, bis ihr vor /Ermattung die Augen zufielen. Und mochte es sie auch manchmal noch so hart an kommen, gingen die Anforderungen auch fast über ihre Kräfte, sie hielt durch und ge­wann den Kampf.

Diese selbstverständliche Treue zu sich selbst und zur Pflicht ist es, die nicht nur die Familie erhält, sondern den ganzen Staat. Die Mutter hütet das Blut- und Geisteserbe der Nation. Und insofern ist der Muttertag mehr als ein einfacher Tag des Dankes der Kinder, er wird damit zum völkischen Feier- und Gedenktag. Damit wird die Mutter auch zum Sinnbild für Heimat und Muttererde. Und unser aller Mutter ist das Vaterland. Nur wer diese innersten Zusammenhänge erkennt, wer darum in der Mutter die Trägerin des Lebens der Nation sieht, der allein ist würdig unserer großen deutschen Gegenwart. Denn genau, wie der Soldat draußen auf dem Schlachtfeld für Ehre und Freiheit des Vaterlandes sein Leben einsetzt, so ringen unsere Mütter täglich im Stillen um die Ewigkeit des Volkes, von ihrer Haltung hängt es entscheidend mit ab, ob wir den uns aufgezwungenen Kampf um Sein oder Nichtsein siegreich bestehen. Allein darum schon stehen wir ehrfürchtig und gläubig vor unseren Frauen und Müttern und sind gleichzeitig so stolz auf ihre Tapferkeit, ihren Opfermut, ihre Treue und allzeitige Bereitschaft.

Es ist kein Zufall, daß der F ü h r e r nicht an den Frauen vorüberging, sondern daß er sofort z u ihnen ging.Das Ziel der weiblichen Erziehung hät un­verrückbar die kommende Mutter zu sein" war ein Wort des Führers, mit dem er der Frauenarbeit im neuen Reich die Ausrichtung gab. Und so wurde auch das Hilfswerk für die deutsche Mutter zu einer der größten friedlichen Taten unserer Zeit. Der Wille zum Kind spiegelt die ungebrochene, nie versagende Lebenskraft des Volkes wider, ist das Glaubensbekenntnis unseres Volkes zu Führung und Reich.

So neigt sich heute in Dankbarkeit und Ehrfurcht ein ganzes Volk vor seinen Müttern. Mutterschaft ist heilig. Das Geheimnis der Schöpfung umgibt sie. Aber Freude und Heller Lebenswille entströmen dieser ewig wirkenden Urkraft. Und wenn heute Millionen von Soldaten in entscheidender Feld­schlacht ringen und diesen Einsatz mit dem Leben besiegeln, so grüßt daheim ein neues Augen- paar das Licht der Sonne. Vor diestn Müttern und vor allem vor jenen, die trotz schwerster Prü­fung stumm und klaglos ihr Liebstes für das Vater­land Hingaben, neigen wir uns zum Kriegsmuttertag voll Ehrfurcht, Verehrung und Dankbarkeit. Wir wissen: Ein Volk, das solche Mütter sein eigen nennt, kann niemals sterben, wird niemals unter- «ehen.

Vielseitige Frühjahrs- und Sommermode.

Ist diese Behauptung nicht ein wenig übertrieben? So wird wohl manche Frau beim Lesen der Heber« schrift mit leichtem Zweifel fragen. Nun, in be­wußtem Gegensatz zum feindlichen Ausland, wo ge­schäftstüchtige jüdischeModeschöpfer" prompt wie­der eine ebenso geschmacklose wie entartete .Kriegs­mode" aufgezogen haben, hat das deutsche Mode­schaffen Wege gesucht und gefunden, die Frau unter Anpassung an den Ernst der Zeit und in Einpassung an die Vorratswirtschast auch im Krieg gut und ge­schmackvoll anzuziehen.

Ein Blick in die Modellmappen der Mo de­zentrale des Reichsinnungsverban­des des Damenschneiderhandwerks wird jede Frau überzeugen, daß die Modezentrale hier eine Fülle von Anregungen gegeben hat. wie sich auch jetzt jede Frau gut und elegant, und trotzdem haargenau im Rahmen der Reichskleiderkarte, an­ziehen kann; sie wird weiter mit Befriedigung fest­stellen, daß man ihr gleichzeitig auch zeigt, was man alles aus getragenen Sachen bzw. mit deren Hilfe machen kann und wie man das macht. Und sie wird sich freuen über die ruhige, dezente, vornehm­frauliche Linie mit jugendlichem Einschlag, über die Betonung einer großzügigen Silhouette, erreicht allein schon durch eine überaus geschickte Schnitt­gestaltung und unterstützt durch eine vorteilhafte Wirkungsmischung von Material, Farben und Mu­sterung. Sie wird auch bewundern müssen die glück­liche Vereinigung des Praktischen mit dem Unauf­dringlichen, die reiche Wirkung trotz sparsamsten Materialverbrauchs und die absolute Sicherheit einer deutschen Stilgediegenheit, die durch eine zwar spar­same, aber Überauch glückliche Ausstattung mit be- ianderen schmückenden handwerklichen Kleinarbeiten doppelt verblüffend wirkt.

< Ausgesprochen LMyxitm vÄkr Leu Früh?

Rhabarber.

Rhabarber ist da. Er wartrt nur darauf, recht zweckmäßig von der Hausfrau verwendet zu werden. Und ungeschält? Jede gute Hausfrau weiß, daß Abschälen nur unnütze Zeitvergeudung und man­gelnde Sparsamkeit bedeutet, denn der Wohl­geschmack wird durch Abschälen in keiner Weise be­einflußt. Die Stengel werden gründlich gewaschen und beliebig zerkleinert. Wir süßen Rhabarberkom­pott oder -suppen wie alles gekochte Obst erst nach und nicht während des Kochens. In diesem Jahr verwenden wir dafür am besten etwas von dem billigen, sehr stark süßenden und das Aroma in keiner Weise beeinflussenden Süßstoff; aber wir gehen damit sehr sparsam um, denn feine Süßkraft übersteigt die des Zuckers um das etwa 500fache« Auch fügen wir kein Natron dazu, um angeblich Süßrnsttel zu sparen. Die von vielen Essern empfun­dene leichte Belastung des Magens nach Genuß einer Rhabarberspeise rührt von dem überreichlichen: Gehalt an Oxalsäure her, deren leicht ätzende 9ßir« Fung durch Natron nur verstärkt, durch Hinzufügeck von etwas kohlesaurem Kalk aber behoben wird. Wir denken auch daran, einen Rhabarbervorrai f ü r den Winter zu schaffen. Der hohe Säure­gehalt des Rhabarbers konserviert ihn sozusagen! selbsttätig. Gut gewaschene, feingeschnittene Rhabar« berstengel werden in saubere, möglichst weithalsige' Flaschen gefüllt, mit klarem Leitungswasser über* gossen, verkorkt, versiegelt und im dunklen Raum kühl aufbewahrt. Das Kompott wird bei Gebrauch ausgekocht und beliebig gesüßt. Wir können Rha* barber auch ohne Zucker aufkochen, in Gläser füllen^ mit Gummiring und Glasdeckel verschließen und' 20 Minuten bei 70 Grad sterilisieren. Sie sehen also, daß wir uns auch für den Rhabarber mit einem! Minimum an Zucker behelfen und diesen für Mar* meladen und Gelees aufbewahren können.

Dom richtigen Spinatkochen.

Spinat begegnet uns beim Einkäufen reichlich und verlockt mit seinem leuchtenden Grün zur möglichst häufigen Verwendung in der Küche. Spinat enthält in überreichlichen Mengen Mineralsalze, wie Kalk und Jod, verschwenderisch viel Vitamine und Eisen und somit vor allem für Kinder ein ganz hervor­ragendes Mittel zur Förderung des Wachstums und des Knochenbaus. Er gilt, besonders roh gegessen: als Salat, als erfolgreicher Gegner der Rachitis. Dis sehr häufig anzutreffende Ablehnung des Spinat* essens ist zum großen Teil auf die meist liebloss Zubereitung zurückzuführen. Wir dürfen Spinat ge* nau so wenig wie die anderen Gemüse in einem Kessel kochenden Wassers auslaugen und seiner sämt* lichen Nährwerte berauben. Am besten und billig­sten ist es, den Spinat zu verlesen, zu waschen und in kalt ausgespültem Topf, im eigenen Saft mtt einer Spur Salz kurz zu garen. Dann hacken wir ihn grob und essen ihn vielleicht mit einem Stich Butter zu Pellkartoffeln. Eine andere ebenfalls aus* gezeichnete Zubereitungsweise ist die: der verlesene und gewaschene Spinat wird durch eine Maschine gedreht und dann im eigenen Saft und mit eick wenig Fett gar gedämpft. Man sollte stets etwa ein Viertel des Spinates zurückbehalten und bern fertigen Gemüse roh beifügen. Der oft als stören« empfundene Eisengeschmack wird durch Hinzufügern von etwas Milch angenehm gemildert. Die ollge* meine Beigabe zu Spinat sind weichgekochte ober] Spiegeleier. Wie wäre es aber, wenn Sie ihn zck braunen, knusperig gebackenen Eierpfannkuchen (mit^ Mileipulver gebacken) reichtet!? Das {ajmedt NdH Biel Mnexl ""

KindemziehlW in den drei ersten Lebensjahren.

Die ersten drei Lebensjahre eines Kindes find für feine Erziehung am wichtigsten. In dieser Zeit ist das Kind am aufnahmefähigsten, lernt am leich. testen die Grundbegriffe. Wenn man mit der Er« Ziehung zu spät beginnt, hat man es nur schwerer, weil Fehler, die man bei dem kleinen Kinde durch« gehen ließ, erst wieder ausgemerzt werden müssen«

Oberster Grundsatz für die Erziehung eines Kin­des ist der Begriff Folgsamkeit. Dieser kann! nicht früh genug in den kleinen Kinderkopf hinein« gepflanzt werden! Das erfordert natürlich Mühej und eiserne Konsequenz. Wie lange dauert es allein, bis das Kind auf feinen Namen hört, bis es weiß, daß es zu kommen hat, wenn man es ruft. Um ihm das Folgen zu erleichtern, ist es besser, es bei dem Folgenlernen mit dem richtigen und nicht mit Der* schiedenen Kosenamen zu rufen. Denn so wenig paf­fend dieser Vergleich scheinen mag, kleine Kinder reagieren wie Hunde und andere Haustiere zu­nächst nur auf einen bestimmten Ton, auf einen Vokal. Sehr bald prägt sich in dem kleinen Verstand ein, daß, wenn dieser bestimmte Vokal fällt, das Kind zur Mutter zu kommen hat. Immer wieder muß diefes Herkommen geprobt werden. Nichts ist; verdrießlicher, als wenn die Mutter mit ihrem Kleinen über die Straße geht und sich die Lunge aus dem Leibe rufen muß, ehe das Kind zur Mut­ter kommt. Ganz abgesehen, daß durch ständiges! Nichtfolgen ein Unglück, wie Ucberfahrenwerdeni usw., verursacht werden kann.

Wenn der Grundbegriff sitzt, kann weiter mit der? Erziehung fortgeschritten werden. Ein Fehler, deck Kinder gern machen und den die Eltern meist nicht als solchen ansehen, ist das Handerheben nach den Eltern, wie überhaupt nach Erwachsenen. Mag es noch soniedlich" aussehen, wenn eine kleine! Patschhand sich gegen einen Erwachsenen erhebt, selbst wenn es nur im Spaß geschieht, keinesfalls dürfen Eltern diese Unsitte denn so lange Kinder noch klein sind, ist es Gott sei Dank nichts anderes durchgehen lassen! Auch das kleinste Kind muß Respekt vor den Eltern haben, muß lernen, daß ein Handerheben als Kind den Erwachsenen gegenüber nicht fein darf. Es muß erfassen, daß das Zuschlä­gen eine Bestrafung ist, die ihm wohl die Eltern erteilen dürfen, die es aber umgekehrt nicht selbst an diese austeilen darf.

Wichtig ist ferner das Essen beim Kinde. Vock klein an soll es wissen, daß ihm keineExtra­wurst" gebraten wird, daß es das zu essen hat, was ihm von der Mutter vorgesetzt wird. Und daß es alles aufzuessen hat. Kinder, die im Essen wählerisch sind, müssen, wenn sie mittags etwas übrig gelassen haben, abends noch einmal den Rest vorgesetzt bekommen, damit sie von Grund auf lernen: alles, was Mutter kocht, ist richtig und muß aufgegessen werden. Selbstredend handelt es sich bei dieser Behandlung nur um gesunde Kinder, die lediglich aus Unart, aus Schleckerei dieses und jenes nicht mögen. H. v. L.

Rezepte.

Maultaschen. Nudelteig von 250 g Mehl, 1 Ei ober entsprechend Milei, 2 Eßlöffel Wasser, Salz; zur Fülle XA kg Spinat. Der gut durch­gearbeitete Nudelteig wird rechteckig ausgerollt. Man läßt ihn etwa eine Stunde übertrocknen, er darf aber nicht spröde werden. Dann verteilt man den im eignen Saft trocken abgebünfteten Spinat auf bie Hälfte ber Teigplatte, schlägt bie anbere barüber unb preßt unb räbelt Vierecke ab, bie man in Salz­wasser garkocht. Man richtet mit etwas gebräunter Bröselbutter an. Man kann bie Maultaschen auch in ber Pfanne braten.

Geschmorter Sauerampfer. 1 kg Sauer­ampferblätter ober halb Spinat, halb Sauerampfer, 50 g Fett, 30 bis 40 g Mehl, 1 Tasse Fleischbrühe. Sauerampferblätter ohne Stiele wäscht man gut ab, schneidet ober hackt sie unb gibt sie mit wenig Fett in einen Schmortopf, in bem man sie im eigenen Fett weichbünsten läßt. Mit Fleischbrühe angerührtes Mehl bient zum Sämigmachen bes Gemüses. Feiner wirb es, wenn man biefe saure ober süße Milch an­rührt unb 1 Eibotter baranquirlt.

Kartoffeln mit Specktunke. 35 g Speck ober 65 g Hackfleisch, 20 g Fett, 40 g Mehl, reichlich x/i Liter Wasser, etwas saure Gurke. Speck unb Mehl ober Fett unb Mehl röstet man bräunlich unb fügt alle übrigen Zutaten unter Rühren allmählich bei. Bereitet man eine Tunke mit Hackfleisch, gibt man ganz zum Schluß bie Gurke bazu. Mit Salz ab% schmecken.

Spinat g e b ü n ft e t mit Rubeln. 1 kg Spinat, 1 Eßlöffel Del ober ein Stich Butter, ein wenig Würfelbrühe, 250 g Rubeln, Salz, Kerbel unb Petersilie. Der sauber belesene unb gewaschene Spinat wirb grob gehackt unb mit Oel im eigenen Saft gebünftet. Nur wenn unbebingt nötig, fügt man ein wenig Brühe bei. Verwenbet man Butter, wirb ber Spinat ohne Fettbeigabe im eigenen Saft gebünftet unb bie Butter erst am Schluß beigefügt. Mit Salz ober gehacktem Kerbel unb Petersilie ad- schmecken. Man mengt ben Spinat unter bie in Sglzwasfer gargeloMen abgetreppten Nadeln. VaH

Belieben kann man bas Gericht burch einige ge­bratene Speckwürfel verfeinern.

Warme grüneSo ß e". Die Kräuter gut ver­lesen, waschen unb fein wiegen. In einen Topf mit heißer Margarine, etwas Mehl geben, kurz vom Feuer nehmen unb mit wenig Brühe auffüllen unb zum Kochen bringen, bie Kräuter hinzugeben, mit Salz abschmecken, Essig unb eine halbe Tasse ent­rahmte Frischmilch hinzugeben unb einmal kurz auf­kochen lassen. Die grüne Tunke kann man burch ein feines Sieb passieren unb gibt sie warm zu Tisch.

Zwiebackspeise. In eine gefettete Auflauf­form gibt man lagenweise Zwieback unb feingeschnit­tene Äepfel ober bickes Kompott, obenauf Zwieback, gießt bis % Liter gesüßte entrahmte Frischmilch, jeboch nicht zu süß, barüber unb backt bies 30 Mi­nuten.

Kartosfelhörnchen. 30 g Butter, 80 g Zucker, 1 Ei schaumig rühren, 250 g gekochte ge­riebene Kartoffeln, 250 g Mehl unb knapp 1 Päckchen Backpulver gut vermengen unb kneten. Diesen Teig rollt man bünn aus, schneibet Vierecke, bie man auf einer Ecke mit Marmelabe bestreicht, rollt sie zu­sammen unb formt Hörnchen, bie man mit entrahm­ter Frischmilch bestreicht unb zu schöner Farbe backt. Rhabarberauflauf. 300 g Haferflocken brüht man mit 1 Liter kochenber Milch, läßt eine Stunbe stehen, mischt mit Zucker, abgeriebener Zitronenschale, 1 bis 2 Eiern unb 1 Backpulver. Die Hälfte bes Teiges füllt man in eine gefettete Auflaufform, barauf gibt man ben rohen zerkleinerten Rhabarber (500 g) mit Zucker vermischt. Darauf ben Teigrest unb backt ihn im Backofen. Man kann ihn mit Mar­melabe ober Safttunke reichen.

Käseauflauf. 1 kg Kartoffeln, 250 g Quarg, Salz, 50 g Speck, Stotzbrot. Die gekochten unb in Scheiben geschnittenen Kartoffeln werben schichtweise mit bem mit Salz unb Kräutern abgeschmeckten Quarg in eine gefettete Auflaufform gelegt, lieber bie Lage Quarg gibt man bie ausgelassenen Speck- würfelchen. Die unterste wie oberste Schicht bilben Kartoffeln. Man ützerbackt ben AMauf in bem Back- Pfeil.---** * "

jahrsfarben sind graue Töne in allen Schattierungen, meist einfarbig, teilweise aber auch gemustert, in Streifen, Karos, Tupfen unb Diago­nalen; aber auch in ber Musterung ist bie ruhige, großzügige Linie gewahrt. Oft geht bas helle frische Grau von Mänteln unb feschen hüftlangen Jacken eine sehr wirksame Verbinbung mit Pastell- tönen aller Art ein, so z. B. mit hellem Geld, mit bunklem, kräftigem Bischofslila, aber auch mit leuch­tendem Blau unb kräftigem R o t. Beige, bie Farbe bes Frühjahrs, fehlt natürlich nicht; jeboch präsentiert es sich nicht in Farblosigkeit, fonbern mischt ober verbindet sich mit Gelb ober kräftigem Braun. Gelb findet sich in allen benFbaren Nuancie­rungen, ebenso Rot in verschobenen Schattierungen. Ueberall aber ist ein schreienber Eindruck vermieden, zeigt sich eine Flore feintönige farbliche Abstufung unb Abstimmung.

Sehr originelle, dabei stets aparte Musterungen weisen bie Seidenstoffe auf, wobei auch hier der Grundsatz der GrotzzügigFeit zu feinem Rechte kommt, die Einheitlichkeit des schmückenden Motivs gewahrt und jede Ueberladung vermieden ist. Tup­fen, Band- unb Schleifenmuster, Andeutungen von Plisseemotiven, daneben aber auch Streifen beherr­schen als Ideen die Druckstoffe in Selbe unb Kunst­seide. Im allgemeinen herrscht der dunkle Grund mit hellem, ruhigem Muster vor.

Was Form und Gestaltung der Frühjahrsmode

angeht, so ist mit allem alten Zopf grundsätzlich ge­brochen, b. h. alle Raffungen, zu stark betonte Tail­lenlinien, ber allzu kurze Rock ober ber Swing- unb Faltenrock von großer Weite gehören enbgültig ber Vergangenheit an. Die neue Jbee hat auch hier ge­siegt: in der Regel finben wir bie gerade Silhouette, mit leichter Betonung der Taille, ganz vereinzelt Glocken in Röcken und Mänteln, dagegen neue Aermelschnitte, wobei insbesondere der Kimonoärmel eine Zukunft zu haben scheint. Als Schmuckeffekt kehrt häufig die Tasche wieder. Verbreitet ist auch bas zweiteilige Kleib (früher als Jumperkleid bezeichnet), sowohl für Vor- wie Nachmittag. Neuartig unb als Er­gänzung zum sportlichen Vormittagskleid wie zum eleganten Nachmittagskleid wirkt bie knapp hüft­lange gerade unb weitfallenbe Jacke in adstechenben Farbtönen. Hochgeschlossene Formen mit kleinen reversähnlichen Kragen liebt man sowohl bei Klei­bern als auch bei Mänteln.

Ueberall ist Strenge ber Linie bewußt vermieden, man bevorzugt Auflockerung unb Natürlichkeit unter Wahrung ber Großzügigkeit in Jbee, Linie, Farb­zusammenstellung unb Ausputz. Auch ist stets dar­auf Bedacht genommen, baß die vorhandenen Klei­dungsstücke zu wirkungsvollen Zusammenstellungen verwendet roerben können, um gerade dadurch auch bet nicht zu zahlreicher Garderobe eine Vielfalt ber Mode barstellen zu können. U.

Mas sollen wir fragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

AUS

GEMUSTERTER.

Aus Fleingemusterter V i st r a s e i b e ist bas für viele Zwecke oermenbbare Frühjahrs- unb SommerFleib unten. Die strenge, beson- bers für ben Vormittag geeignete Hemdblusen- form wirb burch ben reichgelesenen Rock unb bie ebenfalls gelesenen Blusenteile stark gemil- bert. Ein farbiger Lebergürtel Fann ebensogut

wie ein zur Schleife gebunbenes Samtband bas Kleib ergänzen, wie auch ber große Stroh- h u t (unten rechts) bazu getragen werben Fann. Eine Jacke aus pa ft cllfarbener Wolle, ein farblich passendes Anstecksträußchen und längere Handschuhe verändern geschickt den Anzug. H.