Einzelbild herunterladen

15./16. ZuniMÜ

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

llr. HO Zweites Blatt

Tagesbefehle an die Norwegen-Gruppe

Wer

°ren

ntf

^dge

ENGLAND

4 BBEVILE

ROUEN

«e^LMAL

ORLEANS

BESANCON.

;w *

l* ROCHELLE

bafonni

PERRI 6 NAH

S PAN I EN

ie bei

an die Antike erinnern.

C. K.

itag

fdübelhaub Ruhl

29/30 - 2j.U.

CLERMONT.

un- wie

HTUNGEN

bofstraß«

9 und 10 if 3153 wA

ämikalien rien $ Artikel

©arbeiten ion n-Kino

ZEICHEN- ERKLÄRUNG:

C33 KOHL£N6EBIET Vl EIBENERZ METALL-INDUSTRIE (GROSS -</KLEINEISBN

MA 5CHINEN. NERKZEUOE, FAHRZEUGE USJT O° CHEMISCHE INO * TEXTIL -INO. 4> SCHIFFBAU W RAFFINERIEN

in Sie m-l

Gesperrte Handelswege.

Was die feindliche Wirtschaft im Mittelmeer verliert.

und aus der Türkei fort, auf die Frankreich und' auch Großbritannien bisher rechnen durften. Er* wähnenswert ist sodann die Sperrung der ägypti­schen Baumwollzufuhr, die sich für Frankreich und mehr noch für Großbritannien geltend machen wird.

Am empfindlichsten wird jedoch für die Alliierten! die Unterbindung der Erdöllieferung aus dem Mit- telmeer sein. So bedeutsam der Fortfall der rumä­nischen und natürlich auch der russischen Erdöl­lieferungen sein wird, ungleich schwerer wiegt die! Unterbrechung der Zufuhr aus dem Irak. Frank­reich verfügt über eine umfangreiche Erdölverarbei­tung, die mit dem Rohpetroleum der Mittelmeev- Häfen Tripolis (Terabulus) und Haifa gespeist wird.

Sr.MAlAJRE'.

NANTES

md gespiq, md gtspim mj»g| iswahl

lau auf snummtr^i | «uterl

NAH

iße 76 J

Stadttheater: ^Trockenkurs".

Die zweite Aufführung im Sommerspielplan seres Stadttheaters geschah im gleichen Geiste

Die Kriegsmarine ist sich bewußt, durch Höch sie nEinfahderge samten Flotte die Besetzung der norwegischen Hauptstühpunkte überhaupt ermöglicht und damit die Grund­lage für die Operationen von Heer und Luftwaffe ge s ch a f fen zu haben. Sie hat mit der Durchführung und Sicherung des Nachschubes entscheidend zur Eroberung des norwegischen Raumes beigetragen.

Soldaten der Kriegsmarine haben Schulter an

(chulter mit den Gebirgsjägern unter ungewohnten tut) schwierigsten Verhältnissen im Abwehrkampf

Aus dieser Kartendar­stellung geht hervor, daß in den von unseren Trup­pen bereits besetzten Ge­bieten Frankreichs ein sehr wesentlicher Teil seiner lebens- und pro­duktionswichtigen Indu­strien liegt, deren Nutzung nunmehr für die franzö­sische Kriegswirtschaft aus­fällt. (Zeichnung von Betkowski Scherl-M.)

Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wurde für diese feierliche Handlung der Wunderbau der Ka­thedrale geschaffen, als derSchein von Frank­reichs Krone", der, in Umriß, Aufbau und Anord­nung an Notre-Dame von Paris gemahnend, allen Glanz und Schwung der französischen Gotik aufs höchste gesteigert zeigte. Ein zahlloses Volk schön­ster Figuren thronte in dem verschwenderischen Reichtum des Ornaments, der den ganzen Bau wie ein leicht übergeworfener Prunkmantel um­kleidete. Die Skulpturen nehmen in der Entwick­lung der Plastik eine wichtige Stelle ein. Die etwas leblose Nüchternheit an den Kathedralen von Paris und Amiens ist hier überwunden, sie haben eine prachtvolle Lebendigkeit des Ausdrucks, eine Kraft und Anmut der Linien und eine Beseelung, die

wiederhol »n

schen Artillerie, die in der Stadt stand, und den deutschen Batterien. Jetzt war es das Schicksal der Kathedrale, das damals die Welt erfüllte. Hatte das deutsche Oberkommando zunächst den Befehl gegeben, sie zu schonen, so wurde dies dadurch un­möglich, daß einwandfrei festgestellt wurde, daß sich auf einem der Türme ein Beobachtungsposten befand, von dem aus das Artilleriefeuer geleitet wurde. Zwar wurde das Feuer wieder eingestellt, nachdem schon der erste Schuß den Turm getroffen hatte, aber im weiteren Verlaufe des Stellungs­krieges war es nicht zu vermeiden, daß die Kathe­drale vielfach beschädigt wurde, und das gab den Franzosen, wie den Engländern die erwünschte Ge­legenheit, diese unabwendbare Tatsache zu einem wüsten Greuelfeldzug zu mißbrauchen. Nach dem Kriege wurde der Bau mit möglichster Treue wie­der hergestellt und vor ein paar Jahren feierlich neu eingeweiht.

Auf dem Boden von Reims hat einst das römische Durocorterum gestanden, von dem nur wenig er­halten geblieben ist. Die mächtigen Säulengefüge eines antiken Triumphbogens, des Marstores, ragen noch empor, man hat auch einige Mosaiken und Mauerwerke ausgegraben, und Bau­glieder aus römischer Zeit finden sich in den späte­ren Kirchen. Mit der Taufe des Frankenkönigs Chlodwig wurde Reims zum heiligen Mittelpunkt des Frankenlandes, ihn hatte der Frankenapostel Remegius von Reims zur christlichen Lehre bekehrt und 496 mit vielen fränkischen Großen getauft. Dadurch erhielten die Erzbischöfe von Reims eine Würde über allen andern Kirchenfürsten des Lan­des und wurden 999 durch eine päpstliche Bulle in ihrem Vorrecht bestätigt, daß sie allein die franzö­sischen Könige salben und krönen dürften. Nach­dem andere Bischöfe dieses Privileg bestritten hat­ten, wurde es 1179 durch ein Breve des Papstes Alexander III. feierlich bestätigt, und König Lud­wig VIL regelte das Krönungszeremoniell, wie es dann durch lange Jahrhunderte geübt wurde. Alle französischen Könige mit Ausnahme Heinrichs II. und Ludwigs XVII. sind aus derheiligen Am­pulle", die eine Taube dem hl. Remegius vom Himmel herabgebracht haben sollte, mit dem heili­gen Oel gesalbt worden. Am 17. Juli 1429 ließ hier Scanne d'Arc Karl VII. krönen, und als letz­tem Herrscher wurde Karl X. die Krone aufs Haupt gesetzt. -- --------

r/ERZOq

**ßouRoa

&DECAZEHUE

CARM Ain ARLES

i0Übr

! irdn*?:

60 bi»8111J

lelk^p I

-

c-A"

Bereits am ersten Tage wurde mit der Besetzung ______ % tr wichtigsten Stützpunkte das strategische Ziel er- richt. Der weitere Verlauf ist gekennzeichnet durch tue Fülle hervorrangender Einzelleistungen von r W mtlim Führung und Truppe bei ungewöhnlichen Schwie- äfage igkeiten der Witterung und des Geländes. In ifgeaen6r4L t elfter Kameradschaft und vorbildlicher Zusammen- iesem tu e-beit wetteiferten Heer, Kriegsmarine und Luft- * raffe und errangen gemeinsam den Sieg.

ki'nfw Befle Friedensausbildung und soldatische Er­

sah, unbändig Euer Wille, jeden Befehl unseres Führers und Feldherrn zu erfüllen, keine feind­liche Abwehr und keine Anbill des Wetters konnte Euch hindern, diesem ebenso kühnen wie genialen Feldzug das Tor zum Gelingen zu öffnen, zäh am Feind zu bleiben und schließlich den Sieg auch im hohen Norden zu ermöglichen.

In der Luft und zu Lande habt Ihr in gleicher Weise Leistungen vollbracht, die in dem Bewußtsein unseres Volkes lebendig bleiben werden. Ich gedenke besonders der Besatzungen der Transportoerbände, die in selbstloser Bescheidenheit und unermüdlichem Einsatz die Voraussetzung für das Gelingen der Unternehmung schufen.

Geschwunden ist der Nymbus der Flotte Britanniens. Jede Bombe unserer Luftwaffe auf englische Schiffe an Norwegens Küste war ein Schlag gegen die vermeintliche Seeherrschaft der plutokratischen Kriegshetzer an der Themse.

Der Kampf gehl weiter! Ihr habt nun Stel­lungen bezogen, aus denen die Stöße ins Herz des Feindes geführt werden.

Meine Kameraden der Luftwaffe im norwegischen Feldzug! Ich danke Euch und bin stolz auf Euch. Vorwärts für unser nationalsozialistisches Deutschland und unseren geliebten Führer.

Die Losung der deutschen Luftwaffe ist und bleibt: Sieg!

Gez.: Göring, Generalfeldmarschall Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

OasHerz Alt-Frankreichs".

' Reims, die nun von unseren Truppen einge- nvmmene Stadt von größter historischer Bedeutung, bisHerz Alt-Frankreichs" genannt, hat bei allen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Fran- J fen seit den Freiheitskriegen eine besondere Rolle g spielt. Im Jahre 1814 war Reims der Schau- Putz heftiger Kämpfe. Die Verbündeten hatten es b reite besetzt, als sich am 5. März der französi- sv>e General Corbineau durch einen UeberfaU der pftabt bemächtigte. Am 12. März eroberten 12 000 Preußen und Russen Reims zurück, doch nun er» Hsiien Napoleon vor seinen Toren, und der russische ßsneral Saint-Priest, der die verbündeten Truppen fierte, befahl den Rückzug, er wurde tätlich ver- vundet, und der preußische General von Jagow ' ii-ernahm den Befehl. Die Rettung der Truppen solang nur durch die hartnäckige Verteidigung der E-adt, die General von Bistram mit der russisch- Ip'eußischen Nachhut unter den schwersten Opfern unternahm, bis ihm Napoleon freien Abzug ge- Ivührte. Die Einnahme von Reims war jedoch nur lene Episode in dem Schlußdrama vom Unter» g ng des Korsen, er mußte bereits am 17. März

I b° Stadt wieder verlassen, und der General i! intzingerode eroberte sie den Verbündeten von iruem.

I !Am 5. September 1870 zog König Wilhelm nut bim Großen Hauptquartier in Reims ein, nachdem v rher die Stadt durch die 5. Kavallerie-Division

I bssetzt worden war, ohne daß Widerstand geleistet llurde. Noch nicht zwei Wochen vorher, am 25. Au- Ijuft, war von hier das stolze Heer Mac Mahons I a isgezogen, um sich mit der Rheinarmee ^03011165 15; vereinigen, bei Sedan war sein Schicksal be- I fbgett worden, und nun hielten vor dem wunder- I ollen Portal der berühmten Kathedrale deutsche psiter.

j Das Schicksal von Reims während des Wett- I küeges ist noch in frischer Erinnerung. Wahrend I d-s deutschen Vormarsches wurde die Stadt, eine I [-ftung mit vorgeschobenem Fort-Gürtel, am 3. Sep- I tmber 1914 von der deutschen 3. Armee ohne gro- I ß re Kämpfe besetzt und nach dem Rückzug von der | Ütarne wieder geräumt. Dann lag Reims wahrend I d-s nachfolgenden Stellungskrieges dicht hinter den

f rmzösifchen Linien, und seit dem 12. September tlbte der erbitterte Kamps zwischen der jranzost-

An das Heer.

Berlin, 14. Juni. (DNB.) Der Oberbefehls- hber des Heeres, Generaloberst v. B r a u ch i t s ch, pt folgenden Tagesbefehl an die in Nor- tegen eingesetzten Teile des Heeres gerichtet:

Hauptquartier, 14. Juni. Soldaten!

Am heutigen Tage hat das deutsche Volk den (iegesbericht über Norwegen erfahren. Er stellt (ure Leistungen für immer vor der k e s ch i ch t e f e st. Der Führer und Oberste Befehls- jiber der Wehrmacht hat Euch seinen und des putschen Volkes Dank ausgesprochen. V 0 llSt 0 lz nb in höch ster Anerkennung grüßt Euch rit mir das ganze Heer.

Der norwegische Feldzug unter dem Ober­befehl des.Generals der Infanterie von Falken­horst bildet ein Ruhmesblatt der deutschen Kriegsgeschichte.

aus seinen nordafrrkanischen Kolonien. Die Gesamt­ausfuhr von Algier und Tunis an Eisenerzen be­trägt etwa 4 Millionen Tonnen, von denen der größte Teil nach Frankreich und Großbritannien ging. Recht fühlbar wird sich auch der Fortfall der Kupferlieferungen aus Jugoslawien geltend machen. Das größte jugoslawische Kupferbergwerk, die Mines de Bor, arbeitet mit französischem Kapital. Daneben bezog Frankreich, zum Teil direkt über belgische Aufbereitungswerke, Zink und Blei aus Jugo­slawien. Ferner fallen die Aluminium-, Chrom- und Manganbezüge aus den südosteuropäischen Ländern

siehung, Selbständigkeit von Anterführer und Mann. Gewöhnung an Anstrengungen und Ent­behrungen. Vorwärtsdrang und Siegeswille fanden ihre schönste Bewährung.

Aus der großen Gesamtleistung ragt hervor der sildenhafte Widerstand, den Ihr, ostmärkische Ge- tigstruppen der Kampfgruppe Dietl, schütter an Schulter mit den Kameraden der Kriegs- rarine und unterstützt von den tapferen Fliegern, nch dem Vorbild Eures Kommandeurs geleistet iibt. Unter den schwersten Bedingungen habt Ihr Ipgenüber einer überwältigenden feindlichen Ueber- iialyt zwei Monate lang standgehalten und dadurch Ibn Abzug der englischen und französischen Truppe nb bie Kapitulation der Reste der norwegischen Irmee erzwungen.

Euer Kampf reiht sich würdig den größten kriegerischen Taten aller Zelten ein.

Inzwischen geht im Westen der Entscheidunas- tmpf unaufhaltsam und erfolgreich weiter. An Hinern Ende wird stehen, wie es der Führer vör- usgesagt hat, der glorreichste Sieg der leutschen Geschichte!

von Brauchitsch, Generaloberst und Oberbefehlshaber des Heeres.

An die Kriegsmarine.

B e r I i n, 14. Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber br Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, gilt anläßlich des Abschlusses der militärischen Opera« j tonen in Norwegen folgenden Tagesbefehl er- lssen:

Die Truppen der Westmächte haben den norwegi- foen Raum endgültig geräumt. Die letzten Reste der | lorwegischen Wehrmacht haben kapituliert. Hiermit ! lit eine Operation ihren Abschluß gefunden, die eine I ttispielhafte Zusammenarbeit der Kriegsmarine mit | dn anderen Wehrmachtsteilen gezeigt hat.

Goethe ein Gegner der Brille.

Bekanntlich hatte Goethe eine unüberwindliche Abneigung gegen Brillenträger. Er selbst hat einer Brille bis in sein hohes Alter hinein nicht bedurft, aber man würde irren, wolle man daraus schlie­ßen, daß sich seine Augen unverändert erhalten hätten. Vermutlich ist es ihm so gegangen, wie einem Patienten des kürzlich verstorbenen bekann­ten Augenarztes Professor Dr. Heine in Kiel, der im Juniheft von Velhagen & Klasings Monats­heften über die Altersweitsichtigkeit schreibt und er­zählt:Ich kannte einen Herrn von einigen siebzig Jahren, der nie eine Brille getragen hat, mit dem rechten Auge konnte er auf der Jagd schießen, mit dem linken mäßig kurzsichtigen las und schrieb er. Solche Leute haben dafür aber keinen erstklassigen binokularen Sehakt, d. h. stereoskopi­sches, rörperliches Sehen, da dazu zwei gleichgute Augen nötig sind. Sie sehen die Welt mehr oder weniger wie eine Kulisse. Behauptet jemand also mit fünfzig oder sechzig Jahren noch ohne Glas feinen Druck lesen zu können, fo hat er wahrschein- Hdj auf einem oder beiden Augen eine leichte 5kurzq

mit Zurückhaltung und klarer Einfachheit auf. Leb­haft bewegt, geradezu quecksilbrig, stand ihm Eli- abech Leiprecht als des Professors Töchterlein gegenüber und nützte alle Möglichkeiten aus, die ihr die Rolle gab. Frau Rose Stirl, als Mutter Christi, zeigte sich als freche Bäuerin mit dem Herz auf dem rechten Fleck und mit einer gefunden Por­tion Grobheit. Gert Geiger, als Bauer Schorsch, war in großer Fahrt, brachte Leben und eine ge­hörige Portion Krach auf die Bühne und prunkte im letzten Akt gar mit einem Kanonenrausch von erster Güte. Viktor von Gschrneidler vermit­telte den Professor Horn in glücklicher Mischung Ä seriös und volkstümlich. Der Verfasser gab ftspiel von der Mundart her einige ober­bayerische Töne. Das war für unsere Schauspieler nicht leicht. (Heute abend werden wir abertausend Worte bayerisch" im Gastspiel der le gern feer aus erster Quelle hören.) Regie führte Hans Geißler. Herr Löffler hatte eine zünftige Hütte gezimmert. Das Publikum ging dankbar mtt. Es wurde viel, laut und herzlich gelacht.

H. L. Neuner.!

In diesen beiden Mittelmeerhäfen enden die Rohrlei­tungen, die von den irakischen Mossul-Oelfeldern durch die Wüste nach Westen gelegt sind. Während Frank­reich früher sein Roherdöl aus Amerika bezog, ist es in den letzten Jahren immer mehr auf irakisches Erdöl übergegangen; der Anteil des irakischen Erdöls an der französischen Versorgung beträgt mehr als 40 v. H. Wenn Frankreich versuchen sollte, sich diwch verstärkte Bezüge aus der amerikanischen Union und aus Venezuela Ersatz zu verschaffen, so kann das nur über die dafür wenig eingerichteten Bis­kaya-Häfen Bordeaux, Nantes usw. und unter ver­mehrtem Einsatz von Tankdampfern geschehen.

Frankreich ist neben Spanien und Rußland das einzige Land Europas, das sich von der Nord-- küste und der Südküste Europas her versorgen kann. Von der Nordküste ist Frankreich durch den siegreichen deutschen Vormarsch in Flandern, im Artois und an der unteren Seine weitgehend ver­drängt worden. Selbst der wichtige Kanalhafen Le Havre ist ausgeschattet. Jetzt verliert Frankreich, auch die Zufuhrmöglichkeiten von Süden her. Die Belieferung über die spanische Grenze ist nur in sehr beschränktem Maße ausdehnungsfähig, voraus­gesetzt, daß Spanien dazu nach dem verlustteichen Bürgerkrieg überhaupt fähig und bereit ist. Damit wird Frankreich immer mehr zu einer belagerten Festung, die in der Versorgung mit Lebensmitteln lund Kriegsbedarf auf sich allein gestellt ist. G.

:hutz

ireiDiM n VoncM rtnndii u> .-Behrn 0.

ickbiküpl iprägnlimd

die am Dienstag. Das locker gefügte und fast aus­schließlich auf Situationskomik ab gestellte Lustspiel von Kurt Bortseld gelangte mit viel Laune zur Aufführung. In den Mittelpunkt ist ein Marathon- Schiläufer gestellt, der sich nur mühsam den Auto­gramm-Jägerinnen und iyren weitergehendenern­sten Absichten" entzieht und deshalb auch Quartier auf einer entlegenen Hütte nimmt, die zwar nicht feine eigene, auch nicht die seines Freundes, des Bauern Schorsch, ist, sondern dem Professor Horn aus der Stadt gehört, der sich aber drei Jahre lang nicht hatte sehen lassen. In dieser Hütte kommt der Meisterläufer gewissermaßen vom Regen in die Traufe, denn als er, vom anstrengenden Training zurückgekehrt, aus tiefem Schlaf geweckt wird, steht des Professors Töchterlein Erika vor ihm, eine reso­lute Person, die ihm heftig und auf mancherlei Art zusetzt und ihm fast den Sieg im großen Wett­bewerb zu gefährden droht. Durch eine Lawine wer­den beide gar noch in dem Haus eingeschlossen, ver­anstalten, um sich die Zeit zu vertteiben, einen Trockenschikurs, und so nimmt denn das Glück seinen Sauf. Wie es zum großen Sieg im Mara­thonlauf und zu einem Brautpaar kommt, das wird in dem Lustspiel bunt und geräuschvoll dargestellt.

Herr C 0 s s e l aus Köln als Gast gab dem t Marathonläufer einen schönen männlichen Zug, trat

Gez.: R a e d e r, Großadmiral Dr. h. c.

Oberbefehlshaber der Kriegsmarine."

An die Luftwaffe.

Berlin, 14. Juni. (DNB.) Der Oberbefehls­haber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Hermann Göring, hat aus Anlaß des Abschlusses der Operationen in Norwegen folgenden Tages­befehl an die Luftwaffe gerichtet:

Soldaten der Luftwaffe! Kameraden!

Mit dem Ruhmesblatt Narvik schließt siegreich nun auch der Abschluß Norwegens in der Geschichte des großdeutschen Freiheitskampfes. Ge­meinsam mit den Männern des Heeres und der Kriegsmarine habt Ihr, meine Kameraden von der Luftwaffe, neuen unvergänglichen Lor­beer um die Fahnen unserer stolzen Waffe ge­wunden.

Blitzschnell, wie immer bei der deutschen Luft­waffe, Euer Zuschlägen, todesmutig Euer Lin-

Die ttalienische Kriegserklärung an die West- möchte vom 10. Juni macht die Seeverbindung Europas mit Nordafrika und dem Nahen Orient zum Kriegsschauplatz. Bereits vor Monaten hat Großbritannien die Schiffahrtsverbindungen durch den Suezkanal stillgelegt und für seine Frachtschiffe aus Asien, Australien und Ostafrika die Linie um das Kap der Guten Hoffnung vorgeschrieben. Wäh­rend sich also für Großbritannien nicht viel ändert, erfährt Frankreich eine völlige Umwälzung oder besser: Lähmung seiner Wirtschaftsverbindungen nach dem Ausland. Dies wiegt für Frankreich um so schwerer, als es durch den deutschen Vormarsch im Norden wichtige Wirtschaftsgrundlagen, wie sein größtes Kohlen- und sein wichtiAtes Industriegebiet, verloren hat.

Der sranzösische Handel ging in den letzten Jah­ren zu mehr als einem Sechstel über das Mittel­meer, ungerechnet den Verkehr, der sich zwar durch durch den Suezkanal vollzog, der aber mit einer 50- bis öOprozentigen Verlängerung der Transport­dauer auch um die Südspitze Afrikas herum geleitet werden kann. Die wichtigsten Lieferländer Frank­reichs an den Ufern des Mittelländischen Meeres sind die nordafrikanischen Kolonien Frankreichs (Wert der Lieferungen im Jahre 1937: 524 Mil­lionen RM.), Aegypten (Wert: 55 Millionen RM.), die europäischen Südosttänder Jugoslawien, Ru­mänien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei (Wert: 70 Millionen RM.) sowie einige Länder des Nahen Orients, Irak, Syrien, Palästina (Wert etwa 125 Millionen RM.). Zusammen ergibt das eine französische Mittelmeer-Einfuhr in Höhe von 774 Millionen RM., bei einer französischen Gesamt­einfuhr von 4267 Millionen RM.

Es ist müßig, darüber Bettachtungen anzustellen, wie sich der Krieg im Mittelmeer gestalten wird. Fest steht nur, daß die französischen Mittelmeer­häfen, insbesondere Marseille, für die Belieferung Frankreichs mit ausländischen Erzeugnissen wie natürlich auch für die französische Ausfuhr aus­fallen werden. Bettachtet man die Erzeugnisse, die von Frankreich über die Mittelmeerhäfen eingeführt wurden, näher, so stellt man fest, daß sich unter ihnen besonders viel kriegswichtige befinden. Ge­nannt feien in erster Linie verschiedene Erze. Frank­reich bezog und bezieht große Mengen Eisenerze

um Narvik gestanden. Sie haben Anteil an dem unsterblichen Ruhm, den deutsches Soldatentum sich hier erworben hat.

Soldaten der Kriegsmarine! Ich bin stolz aus Euch, auf Euere Einsatzbereitschaft gegenüber einem vielfach überlegenen Feind, auf Euere Tapfer­keit, auf Euere Zähigkeit und auf Eueren in der Seekriegsgeschichte einzig dastehenden Erfolg.

Weiter vorwärts mit Gott für Führer und Vater­land!

REICH

5

i» METZ

ROUBAIXBRUSSE

DEUTSCHES

Umwiotucn

:*LAi

ST.QUEt

<PARIS

*BREST

MARSEILLE'

Ui

CAEN

Jlyonv rETIENNE