><•
V.
Schwedische MM für Englandi Kontrollstellen an der Besahungsgrenze
Stockholm, 11.Juli. (Europapreß.) „Folkets 1 ______ . _________ ____
Wie aus einem Traum erwacht kehrten die Inter-
forderte, im
England zu kämpfen, und wahrscheinlich nach Casa-
Wohin stiegen unsere Bomber?
Standort und Bedeutung der englischen Industriegebiete.
e n g l a n d gibt es Eisenerzvorkommen bei Cleve- land an der Ostküste und in Cumberland an der Westküste. Die nicht mehr sehr ergiebigen britischen Zinnbergwerke liegen im äußersten Südwesten der Insel in Cornwall; dort werdens auch die geringen Mengen Kupfer gewonnen, die Großbritannien im Inland herstellt. Blei- und Zinnvorkommen gibt es in Derby, Dun- h a m und Cumberland.
Das wichtigste schwerindustrielle Gebiet des Jnselreiches liegt in Nordwestengland um 91 e ro = castle herum. Auch Nordostengland, Mittelengland und Süd-Wales sowie Südschottland sind für die britische Eisengewinnung und Eisenverarbeitung von großer Bedeutung. Als Zentrum der englischen Kleineisenindustrie — also das englische „Solingen" —, ist Sheffield bekannt. Zentren des englischen Schiffsbaues find zunächst einmal London und die untere Themse, dann N e w -
O s l o, 11. Juli. (DNB.) Das Präsidium des norwegischen Storting richtete einen Brief an den landflüchtigen norwegischen König, in dem es ihn aufforderte, im Interesse einer gedeihlichen Entwicklung Norwegens zurückzutreten. König Haakon zog es in seinem Antwortschreiben jedoch vor, diese Forderung des Storting abzulehnen.
Radio Stefani berichtet aus Washington, daß die Packard-Gesellschaft für die Herstellung der von England bestellten Flugzeugmotoren Garantien fordert, da die Errichtung von neuen Anlagen erforderlich ist. Diese würden einen Kostenaufwand von 32 Millionen Dollar verursachen. England zeige sich wenig bereit, diese Garantien zu bieten.
Einer Reuter-Meldung zufolge hat der englische Innenminister die sogenannte britische saschistische Partei, die British Union, mit sofortiger Wirkung verboten.
Storting fordert König Haakons Rücktritt.
c a st l e an der Ost- und Southampton an der Südküste Englands. Der wichtige L o k o m o t i v ° bau hat seinen Standort hauptsächlich in Mittelengland und in Südwestschottland.
Bon hervorragender kriegswirtschaftlicher Bedeutung ist die britische T e x t i l i n d u st r i e. Sie spielt eine bedeutende Rolle in der „fünften Waffe", als
Unerhörte französische Roheiten gegen wehrlose Gefangene.
die man jüngst den Export bezeichnet hat. Die wichtigsten Zentren der britischen Woll- und Baumwoll-1 industrie sind die Grafschaft L a n c a s h i r e mit der I Hauptstadt M a n ch e st e r und die Grafschaft Y o r k-1 h i r e. Während aber der Schwerpunkt der Erzeu-1 gung in die Mittel- und Kleinstädte dieses Bezirkes I übergegangen ist, hat Manchester die Führung im I Handel mit Textilien behalten. Der Mittelpunkt der britischen Leinenindustrie ist Nordirland (Belfast). , ~
In den Auswertungsstellen der deutschen Flieger-1 aufnahmen hat man recht genaue Kenntnis von den wichtigen Werken der englischen chemischen Industrie. Ende Juni wurde in einem deutschen Wehr-1 machtbericht gemeldet, daß wichtige Werke an der mittelenglischen Ostküste mit Bomben belegt worden I seien und daß starke Spreng- und Brandwirkungen beobachtet werden konnten. Es handelt sich hierbei um eines der wichtigsten Werke der Gesellschaft Imperial Chemical Industries Ltd., des englischen Chemietrustes. Andere bedeutende Anlagen befinden sich am Unterlauf der schiffbaren englischen Flüsse Tyne (Newcastle), Themse (London), Severn (Bristol | und Cardiff) sowie Clyde (Glasgow). Die Engländer können sich darauf blassen, daß wir ihre verwundbarsten Punkte genau kennen.
Einer Stefani-Meldunq aus Lissabon zufolge sind dort die beiden bewaffneten englischen Dampfer „Fabian" und „John Holt" mit 2000 Senegalesen . an Bord eingetroffen, die sich geweigert haben, für
Der Verkehr zwischen dem unbesetzten und besetzten Frankreich wird von den deutschen Tropen kontrolliert. Hier müssen entlassene französische Soldaten und Zivilisten den Posten lhre Passierscheine vorzeigen. — (PK.-Neubauer-Scherl-M.)
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsmimster der Finanzen Graf Schwerin von Krosigk begibt sich am Donnerstag auf eine Besichtigungsfahrt in die besetzten Gebiete im Westen, um sich von dem derzeitigen Stand der Organisation des Zollgrenzschußes zu unterrichten und um aktuelle finanz- und wirtschaftspolitische Fragen mit den maßgeblichen Stellen zu besprechen. *
In Budapest wurde am Mittwoch ein ungarischbulgarisches Handelsabkommen unterzeichnet, das für die Dauer eines Jahres den Handelsverkehr zwischen den beiden Ländern durch eine gegenseitige | und wesentliche Erhöhung der Warenkontingente festlegt. *
Der schwedische Marinechef teilte der schwedischen Presse mit, daß eine genaue Untersuchung über alles durchgeführt werde, was während der Fahrt der schwedischen Torpedojäger von Italien nach Schweden vor sich gegangen sei. Die Untersuchung habe bereits begonnen. Wahrscheinlich werde die Angelegenheit später vor das Kriegsgericht kommen.
Moskauer Interesse für die Kriegsereigniffe.
Moskau, 11. Juli. (DNB.) Neben der Wieder- gäbe der wichtigsten Nachrichten über die Kriegsereignisse beschäftigt sich die Moskauer Presse am Donnerstag in ihrem Auslandsteil besonders mit den gemeinen Ueberfällen der englischen Flotte aus die französischen Kriegsschiffe. Die Rede des britischen Marineministers Alexander im UnterhausI mit ihrer schamlosen Verherrlichung der heimtückischen Piratenstreiche der Engländer in Oran und Dakar wird in den hiesigen Blättern entsprechend wiedergegeben. Auch der römische Bericht über die erste große Seeschlacht zwischen italienischen und britischen Motteneinheiten im Etlichen Teil des Mittelmeeres erscheint in der hingen Presse im Wortlaut.
Wir sind zur entscheidenden Auseinandersetzung । mit unserem gefährlichsten Feind, England, angetre- I ten. Schon ehe unsere Armeen die Westoffensive i begannen, meldeten die Wehrmachtsberichte fast täglich, daß deutsche Aufklärungsflugzeuge die bri- 1 tischen Inseln erkundet und wertvolle Ergebnisse mit nach Hause gebracht hätten. Illustrierte Zeitschriften veröffentlichten Bilder wichtiger britischer Industrie-, Hafen - und Tankanlagen aus der Vogelschau, — einen Teil der Ausbeute jener Erkundungsflüge. Dann meldeten die deutschen Wehr- I Machtsberichte immer häufiger, daß kriegswichtige Anlagen in allen Teilen Großbritanniens erfolgreich mitBomben belegt worden feien. Auch Herrn Churchills Berichte, die sonst so widerwillig deutsche Erfolge eingestehen, konnten nicht umhin, in einigen Fällen die Wirkung der deutschen Fliegerangriffe zuzugeben. England hat ein langes Schuldkonto von teils wahllosen, teils sogar offenbar gewollten Fliegerangriffen auf nichtmilitarische Ziele Zehntausende von Bomben sind auf deutsches Land abgeworfen worden, über 1000 Verwundete und mehr als 400 Tote waren zu beklagen. Man befürchtet in England eine Verstärkung der deutschen Angriffe zur Luft als erstes Zeichen eines planmäßigen umfassenden Angriffs. Man wird sich darin nicht täuschen. — Wo aber l i e g e n die verwundbaren Stellen unseres Gegner? Wo führen wir entscheidende Schläge gegen seine Wehrfähigkeit?
I Großbritannien ist erheblich d i ch t e r b e s i e d e l t als Deutschland; auf dem Quadratkilometer leben in England etwa 280, in Deutschland 140 Menschen. Damit liegen auch die industriellen, bergbaulichen und Verkehrs-Anlagen dichter zusammen als bet uns. Die wichtigsten britischen K o h l e n b e z i rke befinden sich in Süd-Wales, nördlich des Kanals von Bristol, also an der englischen Westküste Das Zentrum dieses britischen Kohlenreviers ist Cardiff. Ein weiteres bedeutendes Zentrum des britischen Steinkohlenbergbaues ist die Grafschaft Lancashire, nördlich der großen Industriestadt Manchester, gleichfalls in der Nähe der britischen Westküste. Kaum weniger wichtig ist das mittelenglische Kohlengebiet von Dorkshire Not- t i n g h a m und D e r b y. An der englischen Ostkuste finden wir die Kohlengebiete von Northumber- l a n d und D u r h a m , die durch die Städte Newcastle und Middlesborough gekennzeichnet werden. Fast ebenso ertragreich wie die Kohlenfelder von Süd-Wales sind die von Südschottland, die von der Westküste (Ayrshire) bis zur Ostküste
Dagbladet" macht sich am Donnerstagmorgen zum l Sprecher vieler Schweden, die, wie das am Mitt-1 woch veröffentlichte Regierungs-Konrmuniqus zeigt,! in dem englischen Uobergrifs auf die vier schwedischen Zerstörer eine Beleidigung der schwedischen! Ehre erblicken. „Man kann", so erklärt der Leitartikler, „die Internierung der schwedischen Fahrzeuge in dem Faröer-Hafen weder verteidigen noch entschuldigen. Es liegt für England keinerlei Grund vor, die Fahrzeuge der schwedischen Flotte mit denen der französischen zu vergleichen", fügt das Blatt ironisch hinzu und schließt: „So intime Verbündete sind England und Schwe-I den doch nie gewesen. In jedem Falle liegt es im schwedischen Interesse, gegen jeden englischen Versuch, einen solchen Vergleich aufzustellen, aus das bestimmteste Einspruch zu erheben."
Japan fordert Antwort.
Tokio, 11. Juli. (DNB.) Wie aus London verlautet, erklären unterrichtete japanische Kreise, daß Botschafter S h i g e m i t s u Mittwoch abend im I Foreign Office eine Besprechung mit Butler gehabt I habe, in der er die Unzufriedenheit Japans über die Nichterfüllung der japanischen Wünsche hmsichtlich der Unterbindung der Kriegsmate rialzu-l fuhren von Birma nach China dargelegtI habe. Wie verlautet, soll Botschafter Shigemitsu die englische Regierung um Ueberprüfung ihrer Haltung ersucht haben.
Tanker torpediert.
Mailand, 11. Juli. (Europapreß.) Wie der „Corriere della Sera" aus Madrid meldet, ist das I ehemalige holländische und jetzt von den Engländern I benutzte Tankschiff „Lucretia" an der spanischen! Küste von einem U-Boot versenkt worden. Der Ka-1 pitän und zwei Mann der Besatzung sollen um-1 gekommen sein.
Stockholm, 11. Juli. (DNB.) Der schwedische Dampfer „Bissen" (1514 BRT.) ist nach einer Mitteilung des schwedischen Generalkonsuls in London nach einem Torpedotreffer gesunken. Die Besatzung von 20 Mann wurde gerettet. Der Dampfer hatte Holzwaren geladen.
Spaltung
in der ägyptischen Saadisten-Partei.
Neapel, 10. Juli. (NDB.) In der ägyptischen Saadisten-Partei steht eine Spaltung bevor. Ein starker Teil der Parteimitglieder verlangt das Ausscheiden des gegenwärtigen Kammerpräsidenten Dr. Achmed Mäher Pascha, weil dieser bei einer Rede im Parlament hinter verschlossenen Türen im Anschluß an den Kriegseintritt Italiens den sofortigen Eintritt Aegyptens in den Krieg an der Seite Englands gegen Italien gewünscht hatte. Diese Rede hatte die Empörung der großen Mehrheit der Kam
mer ausgelöst. '
In den Abgeordnetenkreisen der Saadisten-Partei, die Dr. Achmed Mäher ausschließen wollen, wird betont, daß das Vorgehen Dr. Mähers von der ägyptifchenFreimaurereidiktiert worden sei, deren Großmeister er ist. Er habe seine Befehle aus der Grohloge von Frankreich, der die ägyptische Freimaurerei unterstehe, und aus der Großloge von England, die in Aegypten durch den anglikanischen Bischof Mag. Gwenn vertreten ist, erhalten. Ferner habe Dr. Achmed Mäher ebenso wie der Generalsekretär der Saadisten-Partei Mam- duch Rias englisches Geld erhalten.
(Fifeshire) reichen.
An Erzen ist Großbritannien weniger reich als an Kohlen. Immerhin sind bedeutende Eisenerzlager- stätten vorhanden. Eine Reihe solcher Vorkommen zieht sich von Oxfordshire (nordwestlich von London) über die Graffchaften Northampton und Southlincolnshire bis zur Mündung _ _ v .. ^5 Flusses Humber in die Nordsee. In Nord- blanca gebracht werden.
Brüssel, 11.Juli. (DNB.) Am Mittwochvormittag kchrten 1000 deutsche Männer und 500 flämische Nationalisten unter der Obhut der deutschen Wehrmacht nach Belgien zurück, wo man sie am 10. Mai verhaftet und dann nach Südfrankreich verschleppt hatte. Mt ihrer Freiheit und Heimkehr list ein weiteres Kapitel beendet worden, das ein unrühmliches Blatt in der Kriegsgeschichte der Feind st aaten darstellt.
Beim Morgengrauen des 3. Juli traten die zu „Spionen, Fallschirmjägern", kurzum zur sogenannten „f ü n f t e n Kolonne" gestempelten Deutschen ihren Weg in die Freiheit an und verließen das Barackenlager von St. Cyprien im Süden Frankreichs. Mt glückerfülltem Herzen ließen sie die hohen Stacheldrahtzäune, die drohenden Ba- I jonette und die Baracken hinter sich. Bei der Fahrt I in die Freiheit schienen alle Qualen vergessen, die man während der Gefangenschaft erlitten hatte. Als die ersten deutschen Soldaten an der Demarkationslinie gesichtet wurden, brach ein Sturm der Freude und Begeisterung aus, der sich noch steigerte, als in St. Nazaire und Bordeaux eine persönliche Fühlungnahme zwischen den Soldaten und den internierten Zivilisten möglich war.
In verriegelten, lichtlosen Viehwaggons wurden ie von Belgien nach Frankreich geschleppt und blieben 92 Stunden ohne nennenswerte Verpflegung. Als am Pfinaft-Sonntag bei einem Fliegerangriff auf den Bahnhof Ath (unweit Brüssel) 28 Insassen getötet und neun schwer verletzt wurden, kümmerte sich niemand um sie. Bajonettstiche, Kolben- und Stockschläge gehörten, auf dem Transport wie im Lager zum alltäglichen Leben. Obschon man die Zivilisten alles Geldes und sonstigen Eigentumes beraubt yatte, gab man ihnen selten mehr als Brotund Wasser zur Nahrung, und auch das nur in geringen Mengen; man ließ sie auf dem feuchten Erdboden schlafen, Grelle, Jugendliche, selbst Kinder sowie Kranke teilten das gleiche Lds.
Geistlichen und Ordensbrüdern sowie flämischen Nationalistenführern, darunter Professor Dr. Borms, wurden die Kleider vom Leibe gerissen. In Tours wurde ein Gefangener, der vor Dur st irrsinnig geworden war, von dem Begleitoffizier erschossen. Der Schwergetroffene । stürzte noch einige Schritte vorwärts. Auf einem 12 Kilometer langen Fußmarsch in glühen- derSonnenhitze wurden kranke und von Durst geplagte Menschen zu Dutzenden mit Gewehrkolben niedergeschlagen, hilflos und ohne ärztliche wii in, । aus einem xraum erwacyr reynen ute >-nrer- Hilfe am Wegrande liegen gelassen, wo sie dann ebenso! vierten in eine neue Welt zurück. Sie hatten den mit Bajonettstichen wieder aufgettieben wurden.
<m~ Uebergang von der alten zur besseren neuen Welt Auf die geschlossenen Lagerbaracken Eden eines
in einer Gefangenschaft ausgefüllt, die von der Nachts mehr als 20 Schuß gefeuert wo ein Greis
ersten bis zur letzten Stunde eine Leidenszeit und im Schlaf getroffen wurde und fünf Stunden ohne
eine Schändung der deutschen Ehre darstellte. ärztliche Hilfe gelassen wurde, so daß er verblutete.
'M)MW. öMn
0
„Warum achtest Du so auf die vorge- geschriebene Menge, wenn Du mit Burnus einweichst? Och nehme das nicht so genau und Burnus löst auch bei meiner Wäsche spielend allen Schmutz heraus."
„Hier hast Du den Grund, warum ich es so genau nehme: Meine Dose Burnus ist noch halbvoll, Du dagegen jammerst immer, daß Deine schon wieder leer ist. Bei richtiger Anwendung reicht eben eine Dose für 10 Eimer Wasser."
„Tatsächlich — wenn man Burnus richtig nach der Gebrauchsanweisung einteilt, spart man noch mehr damit und kommt nicht so leicht in Verlegenheit. Von jetzt ab mach ich es auch so!"
Der Schmutzlöser mit der Doppel Wirkung löst den Schmutz schon beim Einweichen aus der Wäsche heraus und macht gleichzeitig das Wasser weich!
Herstellungsgenehmigung erteilt durch Rif unter Nr. 17/ 041 am 4. Mai 1940.


