Gießener Anzeiger
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t-o. Jahrgang Nr.M
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•***xttw General-Anzeiger für Oberhessen
Achtung!
An alle, die es angeht: Termin 20. Mai.
Die Aggressionsabsichten her Alliierten enthüllt: Sensationelles Ferngespräch zwischen Chamberlain unh Reynaud.
Der französische Ministerpräsident Reynaud führte am 30. April 1940 abends 22.10 llhr westeuropäischer Zeit ein Telephongespräch mit dem englischen Minister. Präsidenten Chamberlain.
Reynaud ging zunächst kurz auf finanzielle Fragen ein und teilte dann mit, „Herr Weygand habe ihm versprochen, bis zum 15 Mai endgültig für die befohlene Aktion fertig zu sein", jedoch durste Chamberlain dieses Datum nicht allzu wörtlich nehmen, es könne auch etwas später werden.
Chamberlain bemerkte, offenbar mißgestimmt: Cr habe den Eindruck, als ob man sich dort unten mehr Zeit lasse, als unbedingt nötig sei. Reynaud wies ihn auf die mannigfachen Schwierigkeiten hin, die überwunden werden müßten, insbesondere im Zusammenhang mit der Türkei. Er gebrauchte dabei die Redewendung von „täglich höheren Forderungen". Chamberlain versprach, „sich die Türken nochmals vorzunehmen".
Er könne aber für nichts garantieren, „wenn man dort unten nicht endlich Schluß mache mit der ewigen Eigenbrödelei und Selbstherrlichkeit", Reynaud versprach, sein Möglichstes zu tun, um die Schwierigkeiten „seelischer Art" (difficultes mentales) auszugleichen. Chamberlain ersuchte daraufhin Reynaud in ziemlich imperativer Form, ihm spätestens bis zum 20. Mai den Abschluß der Vorbereitungen mitzuteilen.
Rach einigen freundlichen Höflichkeitsformeln wurde das Gespräch etwa um 22.25 Uhr beendet, nachdem Chamberlain Reynaud noch gebeten hatte, dafür zu sorgen, daß d i e 6 m a l Nicht wiederZndiskretionen von französischer Seite passierten.
Englands Kriegsausweitungspläne alarmieren den Balkan.
B u k a r e st, 6. Mai. (Europapreß.) Es hat nicht ausbleiben können, daß die Konzentrierung der Mittelmeerflotte der Westmächte auch in Rumänien Beunruhigung hervorgerufen hat. Man sieht hier ganz klar — Außenminister Gafencu hat das dieser Tage in einem der spanischen Zeitung „Arriba" gegebenen Interview unzweideutig zum Ausdruck gebracht —, daß die Gefährdung des Friedens im Mittelmeer auch Südosteuropa in unmittelbare Mitleidenschaft ziehen müsse. Insofern ist kein Wunder, wenn man — besonders angesichts des bevorstehenden Abschlusses der Aktion in Norwegen — Aeußerungen, wie „I etztistderBal« tan - ran", hört. Man ist hier natürlich leicht geneigt, an dem Entschluß des Obersten Kriegsrates der Westmächte, Norwegen aufzugeben, weiter in der Zurückziehung der britischen Handelsschiffahrt aus dem Mittelmeer und der Zusammenziehung des englisch-französischen Schlachtgeschwaders im östlichen Mittelmeer einen ursächlichen Zusammenhang zu erblicken. Das „Bukarester Tageblatt" sagt dazu: „Massierung von Kriegseinheiten auf strategisch wichtigen Punkten ist selten das Zeichen friedlicher Absichten."
Zur Beunruhigung der Bevölkerung trugen auch planmäßig von den Engländern und Franzosen dierzulande von Mund zu Mund verbreitete S e n - iations- und Alarmnachrichten bei. Die Lleuherung des „Daily Expreß", daß die in Norwegen freigewoxdenen Truppen der Westmächte auf einem anderen Kriegssckau platz verwendet würden, hat ebenso Besorgnis erregt, wie die aus Belgrad gemeldete Ansicht, die Truppen der Westmächte aus Norwegen sollten auf dem Balkan eingesetzt werden. Befürchtun- oen dieser Art haben auch eine Erhöhung der Kriegsrisiko-Versicherungsprämien für die Waren- ttansporte aus Amerika nach Konstanza, die Gibraltar passieren, von 1 auf 4 v. 5). zur Folge gehabt.
Die rumänische Presse bemüht fidj diesmal beruhigend zu wirken. Der „Universul" schreibt: „Es ist ja verständlich, daß angesichts der umherschwirrenden Gerüchte aller Art eine Abschätzung der Tatsachen und Absichten an den verschiedenen Stellen
Europas nicht mehr leicht ist. Es ist erklärlich, daß Kundgebungen, die vielfach rein platonisch oder die Folge von politischen Opportunitätsnotwendigkeiten sind, übertrieben ausgelegt und so die Quellen von neuen Beunruhigungen werden, die sich schließlich als unbegründet Herausstellen. In Zeiten wie den heutigen ist kluge Ueberlegung mehr denn je Pflicht."
Englische Zournalisien „entdecken Rumänien".
Höchst verdächtiges Interesse am deutschrussischen Durchgangsverkehr.
Bu-kareft, 7. Mai. (DNB.--Funkspruch.) Die „Entdeckung" Rumäniens durch englische Journalisten macht immer größere Fortschritte. Neuerdings gilt ihr Interesse nicht nur den rumänischen See - und Donau Häfen und dem im schönen Karpachenvorland gelegenen Ostgebiet, sondern auch den abgelegenen Teilen des Landes. In Czernowitz tauchen trotz der neuen strengen Bestimmungen zur Kontrolle der Ausländer immer neue Engländer auf, die sich bald als „Journalisten", bald als „Handlungsreisende" ausgeben. Eine polizeiliche Anmeldung umgehen sie oft dadurch, daß sie nicht in Gasthöfen, sondern im Czernowitzer englischen oder polnischen Konsulat Wohnung nehmen. Auf ausgedehnten Fahrten, die sie ohne jede Begleitung im Kraftwagen unternehmen, schnüffeln sie in der ganzen Bukowina und im angrenzenden nördlichen Bessarabien alles aus, was ihnen irgendwie bemerkenswert erscheint. Besonderes Interesse zeigen sie für die über Czernowitz nach Deutschland abgehenden Transitzüge aus Rußland. Hinter verschlossenen Türen werden geheimnisvolle Besprechungen abgehalten. Juden, die den Engländern Vorspanndienste leisten, kaufen die verschiedensten Waren mit englischem Geld — oft zum doppelten Marktpreis auf, nur um sie eventuell Deutschland vorzuenthal- ten.
Italien läßt sich nicht einschüchtern
Mailand, 7. Mai. (Europapreß.) Beim Rap- Port der faschistischen Parteivorsteher der Provinz Bari hat Parteisekretär M u t i diesen ihre besonderen Pflichten in Erinnerung gebracht. Er betonte, namentlich unter den gegenwärtigen Umständen müßten sie sich still und wirksam betätigen, damit Faschisten und Volk bereit seien, a u f z u - brechen, wenn und wann Mussolini das Signal gebe und den Marsch bezeichne. — „Popolo di Roma" sagt, falls die englisch-französischen Truppenzusammenziehungen im Mittelmeer den Zweck hätten, Italien einzuschüchtern, bann hätten die Westmächte einen psychologischen und einen noch größeren politischen^ F e h l g r i f f besangen. Wenn sie aber die rkei hätten anspornen und auf die Balkan- und Donau- land er Eindruck machen wollen, dann sei ihre Rechnung auch falsch. Die Mißgeschicke der englischen Flotte in der Nordsee und die Anabasis in Norwegen hätten sicherlich nicht dazu beigetragen, das militärische Ansehen der Westmächte zu erhöhen. „Tribuna" führt die immer heraufordernder werdende Sprache der englisch-französischen Presse gegenüber Italien auf die Enttäuschung darüber zurück, daß die so geräuschvoll angekündigte Flottenzusammenziehung im Mittelmeer nicht die geringste Wirkung auf die Nerven der Italiener ausgeübt habe. Die Demokratien seien wie schmerzhaft kranke Körper, die glaubten, sich ein wenig Erleichterungen zu verschaffen, wenn sie sich
von der einen Seite (Norwegen) auf die andere '(Mittelmeer) drehten. Aber Europa sei kein Kran- kenbett. Das Umherwälzen sei daher kein allzu bequemes Spiel und könne vor allem nicht ewig dauern.
Der Direktor des halbamtlichen „Giornale d Italia", Gayda, schreibt unter Hinweis auf eine Auslassung des berüchtigten Chauvinisten Henri de Ke- rillis in der „Epoque", daß „die Franzosen ruhig sind, da sie sich unbesiegbar wissen und nur die Gelegenheit abwarten, um den Feind über den Haufen zu werfen", nach den Erfahrungen der Franzosen und Engländer in Spanien und Norwegen seien solche Worte mehr denn je leere Prahlereien. Wenn die Franzosen ruhig seien, dann seien die Italiener noch wesentlich ruhiger und von Vertrauen erfüllt. Der übrige Appell an die „lateinische Schwesternschaft", der auch letzt wieder in der französischen Presse auftauche, komme zu spät.
Spannung in der Türkei.
Ankara, 7. Mai. (DNB.) Eine entscheidende diplomatische Aktion wird mit der Rückkehr des Staatspräsidenten Jnönü und des britischen Botschafters in Ankara, Sir Hugh Knatchbull- H u q e s s e n, mit der man für Mittwoch rechnet, erwartet. Die offiziöse türkische Agentur meldet aus Sofia daß Großbritannien von der bulgarischen Regierung das Durchmarschrecht für alliierte
Truppen gefordert habe. Die Alarmstimmung in der türkischen Hauptstadt wurde noch verschärft durch Meldungen aus Syrien über militärische Vorbereitungen in den syrischen Häfen Latakije, Tripolis und Saida.
Zunehmende Beunruhigung in Bulgarien.
Sofia, 7. Mai. (DNB.-Funkspruch.) „Alarm im Mittelmeer" ist die Ueberschrist des Morgenblattes „Die Zeitung der Zeitungen", das am Montag, dem großen Festtag der bulgarischen Armee, als einziges Blatt erschienen ist. Größte Beunruhigung verursachte die Meldung von der Anwesenheit englischer Kriegsschiffe im Aegäischen Meer und bei den Dardanellen. Nach einer anderen Meldung sollen im rumänischen Küstengebiet des Schwarzen Meeres Befestigungen errichtet werden. Weiter verstärke Rumänien die militärischen Sicherheitsmaßnahmen im Petroleumgebiet.
Größte Beachtung finden die Stimmen aus Italien, wobei mit Genugtuung der dort zum Ausdruck gebrachte Wille vermerkt wird, jedem Versuch einer Kriegsausweitung im Mittelmeer oder auf dem Balkan mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten. Mit Besorgnis verfolgt man die Nachrichten über militärische Maßnahmen in der Türkei, in Griechenland und in Jugoslawien. Aus Rumänien wird gemeldet, daß dort die englische Aktion im Mittelmeer als Ausdruck des Wunsches angesehen wird, einen neuen Kriegsschauplatz gegen das Reich zu finden und ihm entweder die Zufuhr abzuschneiden ober es bireft zu Überfallen. Aus diesem Grunbe fühlten sich nicht nur Jugoslawien und Griechenland, sondern auch Rumänien außerordentlich beunruhigt.
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lieber die Mission des britischen Botschafters in Ankara, Hugh Knatchbull-Hugessen, hört man verschiedene Versionen. Hugessen soll auf einem Empfang tn der englischen Gesandtschaft von Bulgarien das Durchmarschrecht für britische Truppen oder für den Transit von Material für evtl, weiter nördlich operierende englische Armeen verlangt haben.
Die plutokratischen Aggressoren.
Seit Tagen schon, genauer gesagt, seit dem Moment, da Chamberlain im Unterhaus den Zusammen, bruch der britischen Norwegen-Expedition und zugleich die geheimnisvollen Andeutungen einer Ent - lastungsaktion verkündete, geht ein großes Rätselraten durch die politische Weltpresse, wohin denn nun der n ä cf) ft e Schlag Der plutokratischen Aggressoren fallen werde. Dieses Rätselraten hat sich nun zu einer Spannung verdichtet, von der nicht mehr allein die Zeitungen, sondern gerade auch die Völker und Regierungen betroffen sind, die für den britischen Zugriff vor allem in Frage kommen und genannt werden.
Da ist Griechenland, vor dessen Küste neue englische Flotteneinheiten ausmarschieren, da ist Bulgarien, das von der Türkei her unter Druck gesetzt wird, da ist Rumänien, das sich immer wieder gegen britische Sabotageversuche an der Donau zur Wehr setzen muß, da ist Jugoslawien, das von plutokratischen Agenten und Flugschriften überschwemmt wird, da ist die arabische Halbinsel, die sich dem englischen Terror immer heftiger ausgesetzt fühlt, da ist Aegypten, das sich bereits zum geeigneten Kriegsschauplatz seiner „Beschützer" bestimmt sieht, da ist Spanien, auf dessen Eisenerze sich die begehrlichen Blicke der englischen Rüstungsindustriellen richten, da ist schließlich und in erster Linie Italien, das jetzt in immer heftigerer Form von den englischen und französischen Soldschreibern angepöbelt wird.
Italien freilich braucht sich von Herrn Fabry, dem ehemaligen französischen Kriegsminister, nicht erst an das Mussoliniwort erinnern zu lassen, daß „die Zeit der Liebeswalzer vorüber" sei. Es weiß auch ohnehin, was die Glocke geschlagen hat. Rom bewahrt also seine eiskalte Ruhe. Ueberall sonst aber herrscht höchste Alarmstimmung, überall sonst wissen die Fachleute, daß England irgendein Manöver unternehmen muß, wenn — Chamberlain seinen Posten als Premierminister behalten will, ja, wenn das plutokratische System überhaupt noch einige Zeit fortexistieren soll. Allerdings, um m e h r als ein Manöver und eine Galgenfrist kann es sich auch nicht handeln, denn so weit der Arm der deutschen Born-
Deutsche Truppen 250 km nördlich Drontheiin.
Stockholm, 6. Mai. (DNB.) Deutsche Truppen sollen, wie am Montag von „Stockholms Tidnlngen" gemeldet wird, die norwegischen Städte Mosjöen und Mo, etwa 250 Kilometer nördlich von Drontheim, beseht haben.
Der Wehrmachtsbericht.
Berlin, 6. Mal. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Raum von Narvik ist es gestern zu größeren Kampfhandlungen nicht gekommen, doch führte der Feind weitere Verstärkungen an Artillerie von Norden heran. Den zur Unterstützung der Gruppe Narvik eingesetzten deutschen, Kampffliegern gelang es, ein feindliches Schlachtschiff mit einer schweren Bombe zu treffen, ein Truppenlager anzugreifen und dabei ein Munitionslager zur Explosion zu bringen. Von G r o n g aus — ostwärts Namsos — haben unsere Truppen den Vormarsch nach Norden angetreten. 3n Mittel- und Südnorwegen ist die Befriedungsaktion im allgemeinen abgeschlossen. Die Bergfestung Hegra ist gefallen. Die deutschen Sicherungen stehen nunmehr ostwärts Röros nahe der schwedischen Grenze.
Zwei britische Sunderland-Flugboote wurden im nordnorwegischen Küstengebiet vor Anker mit MG.-Feuer angegriffen und befchä- d i gt. Lin britisches U-Boot wurde, nachdem es durch einen Mlnentreffer beschädigt war, am 5.5. durch zwei deutsche Flugzeuge im Kattegat gestellt. Diese gingen kurz entschlossen neben dem U-Boot auf See nieder. Der Kommandant des U-Bootes und ein Unteroffizier wurden gefangen genommen und an Bord der Flugzeuge gebracht. Sicherungsslreitkräfte der deutschenkriegsmarine schleppten dann das britische U-Boot i n einen deutschen Hafen ein.
Bei Terschelling wurden zwei britische Bristol- Vlenheim-Flugzeuge abgeschossen.
An der D e st f r o n t keine besonderen Ereignisse.
Wie das britische U-Voot aufgebracht wurde.
Berlin, 6. Mai. (DNB.) Zu dem im Wehrmachtsbericht gemeldeten Einbringen eines britischen Unterseebootes in einen deutschen Hafen werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Ein Aufklärungsflugzeug bemerkte im deutschen Minengebiet ein britisches U-Boot zwischen den Minensperren. Das Flugzeug ging auf geringere Höhe herab, griff das U-Boot mit Bomben und M G. an, worauf dieses die weiße Flagge setzte, während vom Turm des Bootes lebhaft gewinkt wurde. Das Flugzeug ging aufs Wasser nieder, fuhr an das U-Boot her an und befahl dem Kommandanten, an Bord zu kommen. Die Besatzung des U-Bootes erhielt den Befehl, zu warten, da sofort Hilfe herbeigeholt werden würde. Das Flugzeug startete sogleich und setzte sich m i t d e u t- schen Dorpostenstreitkräften in Der- b i ndu n g , die es zu dem feindlichen U-Boot bin» gierte, bas sich noch immer in größter Gefahr, in ber Minensperre herumtrieb. Das U-Boot wurde ins Schlepptau genommen und unter Einsatz von Minensuchern zunächst aus dem Gefahrengebiet herausgebracht. Die Engländer berichteten, daß ihr
Boot einen Minentreffer erhalten hatte und tauckunfähig geworden war. Infolge von Maschinenschaden konnte es auch die Ueberwasser- fahrt mit eiaener Kraft nicht fortsetzen. Die Leute waren sehr froh, gerettet zu werden, da das Boot nach der Detonation längere Zeit auf dem Meeresgründe gelegen hatte. Es gelang, den von den Engländern für die Selbstversenkung getroffenen Maßnahmen zuvorzukommen, lieber den Union Jack wurde die Reichskriegsflagge gefetzt, und so traf das britische U-Boot im Hafen ein.
Oie britische Admiralität gibt die Versenkung eines Zerstörers vor Namsos zu Amsterdam, 6. Mai. (Europapreß.) Die Versenkung des Zerstörers „A f r i d i" vor Namsos durch deutsche Luftstreitkräfte wird nun von der Admiralität zugegeben. In einem längeren Kommunique heißt es, daß starke Flotteneinheiten als Begleitung der Truppentransporte von Namsos ein- ^t worden feien. Der Geleitzug sei mehrfach
) deutsche Luftstreitkräfte angegriffen worden. Die begleitenden Kriegsschiffe hätten jedoch mit ihrer Flak-Artillerie eine so wirksame Sperre geschossen, daß keines der Transportschiffe getroffen worden sei. Der Zerstörer „Afridi" habe jedoch mehrere Bombentreffer erhalten und sei dann gesunken. Die „Afridi" gehört zu den großen Zer- ft ö r e r n mit 1870 bis 2400 Tonnen. Diese Schiffsklasse ist bewaffnet mit acht 12-cm-Geschützen, vier 4-cm-Flakgeschützen und acht Flak-Maschinengewehren. Außerdem führen die Schiffe vier Torpedorohre von 53,3 cm. Die Schiffe sind alle im Jahre 1938 in Dienst gestellt worden. Aus der gleichen Klasse haben die Engländer bereits die „Ghurka", die „Eskimo", die Mohawk" und die „Cossak" verloren.
OaS norwegische Hauptquartier auf einem englischen Kriegsschiff.
Amsterdam, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Stockholmer Meldung, daß der norwegische Oberkommandierende General Rüge sich bei der Flucht der Engländer aus Andalsnes an Bord eines der Kriegsschiffe befand, wird von Reuter bestätigt. Das Büro hat aus maßgebenden Kreisen erfahren, daß Rüge mit seinem Stab an Bord eines britischen Kriegsschiffes genommen wurde, behauptet aber, das fei auf feinen eigenen Wunsch geschehen. — Mag das sein, wie es will! Wenn auch General Ruges Bewegungen von „seinem eigenen Willen diktiert waren", wie Reuter tief- finnig sagt, so waren die Befehle und Wehrmachtsberichte des sogenannten „norwegischen Hauptquartiers von den Engländern diktiert. Das wagt auch Reuter nicht zu bestreiten.
Brieflicher Gedankenaustausch zwischen sem Führer unddemKönigvonSchweden
Berlin, 6. Mal. (DNB.) Zwischen dem Führer und dem König von Schweden hat in der zweiten Aprilhälfte ein brieflicher Gedankenaustausch über die politische tage stattgefunden. Dieser Gedankenaustausch hat entsprechend den bereits von der deutschen und der schwedischen Regierung öffentlich abgegebenen Erklärungen nochmals die volle llebereln st immun g über die künftige politische Haltung der beiden Lander zueinander bekräftigt.


