dabei sein
viele Hun-
Arücken auf 15 bis 20 Millionen Gulden. Das Hand-Ver Blatt berechnet die Wiederherstellungsdauer auf 6 send, abjt bis 8 Monate. 'mit kniehi
lohern Gras bedecktes Gelände. Heber un
richtenmänner in vorderster Linie mit konnten.
Vor wenigen Tagen noch lagen wir
In der Nähe von Dordrecht, bei der Riesenbrücke, die über die hier zum Meeresarm vereinten Müsse Waal und Maas führt, beginnt unsere Arbeit. Hier müssen wir als Nachrichtenmänner uns an das bereits begonnene Leitungsnetz anschließen und es nach vorne weiterführen. Mit unseren Fahrzeugen kommen wir jetzt bei der gewaltigen Massierung unserer Truppen nicht mehr durch. Wir müssen also die schweren Kabeltrommeln auf den Hand-Derlegewagen laden und ziehen schweißtrie- ' ' ' Jeite der Dormarschstraße, durch welliges.
Durchstoß in Holland.
Oer Einsatz unserer Nachrichtenmänner beim Vormarsch der deutschen Truppen
An der Front, Mitte Mai 1940.
Wieder einmal sind wichtige Entscheidungen gefallen. Ein Vormarsch von unerhörten Ausmaßen liegt hinter uns. Während ich diese Zeilen schreibe, im offenen Kraftwagen sitzend und von staunender Jugend umstanden, klingen noch in uns allen die gewaltigen Erlebnisse der letzten Tage nach. Und Freude erfüllt unsere Brust, daß auch wir Nach
Amsterdam, 5. Juni. (DNB.) Holländische Blätter berichten, daß die Pumparbeiten zur Trockenlegung der während der Kriegshandlungen । unter Wasser gesetzten Gebiete eine Woche rüher beendigt werden konnten als ur- rünglich angenommen wurde. Der holländischen andwirtschaft stehe dieser Boden jetzt wieder zur Verfügung. Die Direktion der Zuider-See-Werke kitt mit, daß die Trockenlegungsarbeiten am juider-See fortgesetzt werden sollen. Gerade jetzt sei neuer Boden für die Gewinnung landwirtschaftlicher Erzeugnisse von größtem Jnter- ksle. — „Stcmdaard" schätzt den Schaden bei den durch holländisches Militär gesprengten
seren Häuptern brummen deutsche Mugzeuge, die vereinzelt von feindlichen Flaks beschossen werden, und stellenweise feindliches Artilleriefeuer läßt uns wohl auf der Hut fein. Bis kurz vor Rotterdam, wo der Straßenkampf noch tobt, treiben wir das Nachrichtennetz. Dann müssen zwei Züge von uns in Ruhestellung. Lediglich einigen Trupps unserer Kompanie bleibt es vorbehalten, gleichzeitig mit der vorgehenden Infanterie in das Hafenviertel einzudringen. Und während im Widerschein der Flammen unsere Kameraden mit ihrem Kompanieführer sich jungen Ruhm erwerben, starren wir in den rot gefärbten Nachthimmel und sind ein wenig neidisch, nicht auch ganz vorn zu sein.
Alles was sich nach dem Kapitulieren von Rotterdam und Amsterdam und der Einstellung des Widerstandes in ganz Holland uns bot, war großartig, aufschlußreich und auch im Hinblick auf die Einstellung der Bevölkerung außerordentlich interessant. Gerade in Rotterdam erwarben wir uns schnell viele und aufrichtige Bekanntschaften. Auch hier — das gab man in Gesprächen mit uns offen zu — war man im Glauben an die feindliche Propaganda unwahrscheinlich ahnungslos, traute den „hungernden und abgemagerten" deutschen Truppen kaum einen Erfolg zu. Aber noch rechtzeitig kam die Erkenntnis, das Erwachen. Und immer wieder schüttelten die Holländer die Köpfe, wenn sie in die lachenden und gesunden Gesichter der deutschen Soldaten sahen.
Nicht anders war es in Amsterdam, in Scheve- ningen, in Utrecht. In Amsterdam war unser Durchmarsch geradezu triumphal. Dichtgedrängt stand die Bevölkerung in den Straßen, Kinder und auch Erwachsene jubelten uns zu. Man warf uns Zigaretten, Schokolade und Blumen in die Fahrzeuge-, und mehrmals brachen geschloffene Gruppen in Sieg- Heil-Ruse aus. Inzwischen hat man eingesehen, daß auch Holland lediglich zum Ausbeutungsobjekt gewissenloser Plutokraten werden sollte. Diese Ansicht ist auch bei der zurückhaltenderen Landbevölkerung vorherrschend geworden. Und viele holländische Soldaten, die nach der Uebergabe sich frei im Lande bewegen, bestätigten mir, daß sie keine Feindschaft mit Deutschland haben wollen. Sie haben tapfer gekämpft, aber auch erkannt, daß der Gegner zu mächtig und die Ursache des Krieges auch in Holland der Engländer war.
Vieles noch könnte man schreiben über solche und mancherlei andere Eindrücke. Ich will aber diese Zeilen beschließen mit der Feststellung, daß unsere Truppen sowohl im kämpferischen Einsatz wie auch im soldatischen Auftreten sich die Achtung der Holländer erworben haben. Und wo werden wir morgen sein? Wer weiß es? Wir wollen uns erneut bewähren und einsetzen. Deutschland marschiert, wir werden weiter siegen! Gefr. Otto Schober.
Ausruf zum Sammeltag der deutschen Jugend.
Berlin, 5.Juni. (DNB.) Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugendführers, Obergebietsftch- rer Axmann, erläßt zum Sammeltag der deutschen Jugend am kommenden Samstag und Sonntag den nachstehenden Aufruf:
„Es gibt wohl kaum einen besseren Beweis für die innere Stärke und Widerstandsfähigkeit Deutschlands als die Tatsache, daß der uns aufgezwungene Krieg keinerlei hemmenden und schädigenden Einfluß auf die Bereiche unseres Lebens und unserer Entwicklung ausgeübt hat und ausüben können wird, in denen die Wurzeln unserer Kraft und ihrer steten Erneuerung ruhen. Das tritt besonders deutlich auf dem weitverzweigten Gebiet der Jugendarbeit in Er
kans Irrtümer, Fehler und Rückschläge. An der Destfront geschehe einfach das, was Hitler wolle, unb die Gegner könnten nicht das geringste daran iinbern. Am Dienstag sei die größte Vernichtungs- schlacht der Geschichte abgeschlossen worden, und einen Tag später habe eine noch größere begonnen; nur mit dem Unterschied, daß die deutsche Ueberlegenheit in dieser Schlacht wesentlich größer sein werde als in der vorigen. Eine ungeheure Zahl ausgeruhter und erstaunlich ausgerüsteter Soldaten sei nach dem Herzen Frank- mchs aufgebrochen, das keine Befestigungen, und keine Verbündeten mehr verteidigten, sondern nur eine geschwächte, unerfahrene Reservearmee.
Heue Sicherheitsmaßnahmen in England.
Stockholm, 5. Juni. (Europapreß.) Neue tiefgreifende Ausnahmeverordnungen wurden vom englischen Innenminister veröffentlicht. Danach ist es in Zukunft Ausländem in England Ptrboten, gewisse Teile der Grafschaften Norfolk, gussex, Essex, Kent, Suffolk, Bedfordshire und Äuckinghamshire zu betreten. In einer weiteren Verordnung ist es sowohl Engländern als Ausländern verboten, folgende Ausnahmezonen zu betreten: ganz Schottland, Teile der Grafschaften Wrthumberland, Durham, Dorset, Cornwall, Gla- morgan, Glowcestershire, Sommerset, Lancashire, Cheshire, Pembroke. Ausländer bekommen weder ein Visum noch eine vorübergehende Genehmigung, um in diese Gebiete einzureisen. Engländern ist verboten, photographische Aufnahmen zu machen. — Die Verhaftungen schreiten in England fort. Unter den Verhafteten befindet sich eine Anzahl faschistischer Kandidaten für die Parla- rnentswahlen. Allein in Manchester wurden fast 40 Faschisten festgesetzt. Ferner wurden Verhaftungen vorgenommen in Canterbury, auf der Insel Wight, in Lowestoft, Hüll, Sheffield, Worthing, Liverpool, Blackpool und Worcester.
Derdunkelungsanweisungen in Italien.
Rom, 6.Juni. (Europapreß.) Die Presse Der» össentlicht ausführliche Anweisungen über die Der - dunkelung des Landes zum Schutze g e - aen Fliegerangriffe. Alle nicht unentbehr- lihen oder nicht abgefchirmten Beleuchtungskörper missen gelöscht werden. Ganz besonders gilt dies für die Lichter in Privatwohnungen, Ladengeschäften usw., aus denen kein Lichtstrahl auf die Straße ober die Höfe hinausdringen darf. Auch die Beleuchtungskörper vor Tankstellen, an elektrischen Uhren u|n>., ferner die Lichtreklamen sind zu löschen. Särnt- l'che Fahrzeuge müssen ihre Lichter abblenden. Neiße Lichter sind ganz verboten. Verstöße werden mit Haft bis zu drei Monaten und Geldstrafen bis zu 2000 Lire geahndet.
Die Trockenlegung der holländischen LleberschwemmungSgebiete.
bette von Kilometer entfernt von unserem heutigen Unterkunftsort, verrichteten in der Kaserne den üblichen Dienst und warteten auf den Einsatz. In den letzten Wochen hatten wir fleißig geübt und feldmäßig gebaut, kilometerweit unsere Leitungen gelegt und Tag für Tag FF=ÄabeI gesäubert, aus- getrommelt, Geräte instandgesetzt. Noch am Freitag vergangener Woche waren wir ahnungslos, — bis einer in die Halle stürmte — pur trommelten gerade wieder Kabel um — und vom Einmarsch deutscher Truppen in Holland und Belgien berichtete. Als uns dann durch den Aether die Nachricht zur Gewißheit wurde, da fragten wir uns bang: „Sollen wir nach Norwegen nun auch hier nicht dabei fein?"
Inzwischen aber tat sich auch bei uns etwas. Und plötzlich — mitten in der Nacht — kam d c r Befehl zum Abmarsch. Wir waren dabei! Ruhig wie am Tage vollzogen sich in Blitzesschnelle die Vorbereitungen zur Abfahrt. Dann heulten die Motore auf, mit abgeblendeten Lichtem durchfuhren wir die Nacht. Noch kannten wir nicht das Ziel. Das übliche Rätselraten setzte ein, während Kilometer um Kilometer im rasanten Lauf von unseren Fahrzeugen geschluckt wurde. Unsere Kraftfahrer leisteten Erstaunliches, noch mehr aber die Wertarbeit deutscher Hände, der Motor, der uns jetzt nicht im Stich lassen durfte. Weit, sehr weit führte der Weg. Als wir dann durch das Ruhrgebiet kamen, da wußten wir, wo unser der Einsatz harrte. Geradewegs nach Holland ging es hinein.
Schon kurz hinter der Grenze donnern aus weiter Ferne die Geschütze. Unaufhaltsam aber geht unsere Fahrt weiter. Beiderseits der Straßen sehen wir verlassene Bunker, zerstörte Gräben, Stacheldrahtverhaue. Deutsche Truppen, die vor uns eingezogen waren, hatten hier bereits gründliche Arbeit geleistet, erstaunlich regsam waren die Pioniere, wo vom Feind Brücken gesprengt waren, schafften sie im Handumdrehen neue Uebergänge. Irgendwo war die Vormarschttraße von den Holländern nachhaltig zerstört worden. Die Pioniere — gelobt fei ihre Arbeit! — nutzten ganz einfach einen Schienen- ftrang aus, legten Bohlen und schleusten den Riesenverkehr reibungslos durch das Durcheinander d'er Zerstörung hinüber auf die Betondecke. Je mehr wir in das flache, sauber und gepflegt aussehende Land hineinstoßen, desto sichtbarer wird es uns, daß das holländische Befestigungswerk sich ausschließlich gegen Deutschland richtete. Davon zeugen besonders die Anlagen, die unverkennbar jüngeren Datums sind, Wälle, Wassergräben, MG.-Unterstände, die, fast völlig vor der Vollendung stehend, durch den Einsatz unserer Truppen dem Gebrauch entzogen wurden.
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An der Front im Westen wurden in diesen Tagen die ersten Jnfanterie-Sturmabzeichen verliehen. Hier erhält ein Gefreiter diese Auszeichnung, welche an Infanteristen verliehen wird, die dreimal beim Sturmangriff in die feindlichen Linien eingebrochen find oder sich dreimal im Nahkampf bewährt haben. (PK.-Pincornelly'Scherl-M.)
scheinuna. Keine einzige Maßnahme, kein Schritt voran ist ins Stocken gekommen. Lediglich die Schwerpunkte der Arbeit wurden verlagert und nach den Erfordernissen des Krieges ausgerichtet. Nicht allein bei der Berguno der Ernte, auf allen Gebieten des Hilfsdienstes wurden unsere Jungen und Mädel eingesetzt. Wie in den Jahren vorher traten sie vor Weihnachten als Sammler für das Kriegs-WHW. an. Wie in jedem Jahre werden sie auch am 8. und 9. Juni 1940 am Sammeltag der deutschen Jugend im ganzen Deutschen Reich wieder antreten und ihre Abzeichen darbieten. Als Abzeichen hat die Jugend Runen gewählt, uralte Sinnbilder unvergänglichen Lebenswillens und ewiger Erneuerung. Wenn jeder deutsche Mann, jede deutsche Frau am Sammeltag der Jugend ein solches Abzeichen trägt, dann ist der Sinn des Tages erfütit, der deutschen Jugend zu zeigen, daß sie leben big ist im Herzen des ganzen Volkes."
Kleine politische Nachrichten.
Der französische General Mittelhauser ist in Beirut eingetroffen und hat den Oberbefehl der Orientarmee der beiden Westmächte als Nachfolger Weygands übernommen.
Die Regierung von Kanada teilte mit, daß kanadische Truppen nach den w e st i n d i s ch e n englischen Besitzungen entsandt worden seien, um die dort stehenden englischen Truppen abzulösen. Die englischen Kontingente sollten zur Heimatverteidiaung nach England zurückkehren. Ein ähnlicher Austausch sei auch bei der Marine vorgenommen worden.
An der Londoner Börse war, so berichten die italienischen Blätter, eine f a st vollständige Geschäftslosigkeit zu verzeichnen. Diese Lusllosigkeit wurde durch Befürchtungen vor einer neuen deutschen Offensive und der Haltung Italiens hervorgerufen.
Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und BUder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gieben, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenlelter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6.
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