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Wir von der Zeitung wissen es am besten. Eben schrieb man noch einige Worte über dieses oder jenes Ereignis und schon prasselte eine Sonder­meldung dazwischen, die die ebenstattgehabte" Liebesmüh ziemlich unaktuell machte. Als die Men­schen zu diesem Sauseschritt gezwungen waren, ver­gaßen sie auch sehr schnell ihre kleinen oder großen Sorgen. Gott sei davor, daß wir mit einer Hand­bewegung die Sorgen, die jeder einzelne in un­serem Volke in diesem Jahr zu tragen hatte, ver­kleinern. Ganz im Gegenteil. Wenn nervöse, krib­belige Menschen ihre eingebildeten odet übertrie­benen Sorgen hatten, so hatten die ruhigen Men­schen und sie sind die ungeheure Mehrzahl! ihre echten Sorgen oder Kümmernisse, von denen sie nur nicht mit geschwätziger Zunge redeten. Da war die Frage: Wie komme ich mit meinen Le­bensmittelmarken aus? Wie richte ich mich mit der Kleiderkarte ein? Bekomme ich meine Kohlen in das Haus? Werden die Bäume in dem nassen und kühlen Herbst 1939trockenes Holz" machen oder frostempfindlich werden? Und vor allem und haupt­sächlich: Wie wird nach diesem langen kalten Win­ter die Erntebestellung unter Dach und Fach kom­men?

Es waren kleine und große Sorgen. Aber es waren Sorgen. Wir brauchten gar nicht die paar aufgeregten Leute, die in den ersten Kriegswochen vor Schuhgeschäften oder Bezugscheinstellen oder Fleischerläden anstanden, um zu wissen, daß es auch wirkliche Sorgen gegeben hat. Der Reichspro- pLgandaminister hat den letzten Winter eine schwere Geduldsprobe genannt. Und es gab sogar Tage, an denen auch ruhige Menschen, besonnene Hausväter

oder Hausmütter sich einmal anstellen mußten. Das ist kein höheres Vergnügen. Aber wenn wir heute auf solche Mißlichkeiten zurückblicken, so geht es uns genau so, wie wenn wir uns des Anfangs der Reichsautobahnen oder des Vierjahresplanes erin­nern. Wir möchten dieseKriegserinnerungen" gar nicht missen. Und genau so wird es uns wenn der Krieg einmal vorbei ist mit der Erinnerung an die Luftalarme gehen. Es ist genau so, wie es bergungewohnten Männlein und Weiblein geht, bevor sie oben sind, sind sie erst einmal oben ge­wesen, so war die Aussicht auf jeden Fall wunder­schön, lohnte Ansichtskarten an alle Bekannten und Verwandten und ... ist Gegenstand einer harm­losen Selbstbewunderung. Dr. Ho.

M 700 Treffern nach dem Zeindflvg gelandet.

Die deutschen Flugzeugkonstruktionen sind so gebaut, daß sie ganz Außerordentliches aushalten. So wurde dieses Kampfflugzeug Heinkel He 111 während eines Feindfluges von einer größeren Anzahl feindlicher Jägex angegriffen. Es erhielt über 700 Treffer, doch vermochte es glatt zu landen, ohne daß es in Brand geraten wäre oder abmontiert hätte. (Scherl-Bilderdienst-Werkphoto-M.)

Studenten neben Bauern im Ernteeinfah

Ausverkauf des Empire.

Britische Kolonien gegen alte Zerstörer.

Wenn der studentische Ernteeinsatz 1939 schon in seiner Aufgabenstellung eine ungeheure Verantwor­tung darstellte, so mußte man sich für den Ernte­einsatz 1940 noch weit mehr sowohl über die zu meisternden Schwierigkeiten als auch die unge­heure Notwendigkeit im klaren sein. Aus dem er­zieherischen studentischen Landdienst früherer Jahre ist ein umfassender Ernteeinsatz geworden, aus den einzelnen arbeitenden Gruppen ist eine Front ent­standen, die die Verpflichtung trägt, sich durch ihre Arbeit den Taten des deutschen Soldaten würdig zu erweisen.

Ein großer Teil des deutschen Studententums er­füllt heute seine Pflicht auf dem Schlachtfeld, aber auch viele Kameraden haben die Möglichkeit, ihr Studium an unseren Universitäten zu Ende zu führen, um dann in die große Front des Volkes bei kriegswichtiger Arbeitsleistung eingereiht zu werden. Viele Kameraden des NSD.-Stuüentenbun- des sind nach den Kämpfen im Osten und Westen beurlaubt worden und stehen heute mit jenen,, die zuerst ihre Pflicht an der Universität zu erfüllen hatten, Schulter an Schulter in verantwortungs­vollem Einsatz in allen Gauen des Großdeutschen Reiches.'

Dieser studentische Einsatz, der für das Jahr 1940 die BezeichnungStudentischer Ernteeinsatz" trägt, ist zu einem Sammelbegriff geworden, der den alt­bewährten Landdienst sowie die Erntehilfe der Studentinnen der ANST. und Studenten des NSDStB. und derjenigen Studenten und Studen­tinnen, die keiner von diesen beiden Gliederungen angehören, in gleicher Weise umfaßt.

Während der Landdienst als erzieherisches Moment im wesentlichen in Gebieten, die im Volkstumskampf standen, gedacht war, während hier Studenten den deutschen Bauern in bedrohten Volksgebieten, im Grenzland oder im Ausland mehrere Wochen in ihrem Kampfe bei der Arbeit zur Seite stehen konn­ten, spielt sich die Erntehilfe heute im wesentlichen in Gebieten ab, die diese Hilfe aus Gründen des Mangels an Landarbeitern notwendig haben. Grenzgebiete kommen dabei seltener, Auslandsge­biete gar nicht in Frage. Ein weiterhin ebenfalls nicht zu übersehender Punkt ist der, daß die Ange­hörigen des Studentenbundes ihren Einsatz frei­willig, d. h. ohne finanzielle Gegenleistung zu er­füllen verpflichtet sind, während der in der Ernte­hilfe eingesetzte Student vom Bauern gleich einem Landhelfer entlohnt wird.

Wenn man berücksichtigt, daß für dieses Jahr die zur Verfügung stehende Zahl an Studenten und Studentinnen weit geringer war als 1939, so muß die nunmehr feststehende Einsatzzahl von 19 000 Stu- öenten und Studentinnen ganz besonders begrüßt werden. Es waren viele Kräfte durch Anforderungen in kriegswichtige Betriebe, besonders im Facheinsatz, in Wegfall gekommen, außerdem wurden Studen­ten und Studentinnen für HI. und BDM. zum Gesundheitsdienst in die Sommerlager und nicht zu­letzt eine große Anzahl von Arbeitskräften in die Siedlungszentrale im Osten und nach unzähligen anderen wichtigen Stellen abgestellt. Dennoch: die Zahl 19 000 kündet schon heute von wertvollem Auf­bau und gewaltiger Leistung.

Zu den wertvollsten Einsatzgebieten gehören die­ses Mal das Elsaß und der Warthegau. Erst vor wenigen Monaten ist über diese Gebiete der Krieg hinweggegangen und hat seine Spuren hinterlassen. Hunderte von Studenten und Studen­tinnen stehen heute hier, um den Sieg, den ihre Kameraden hier erfochten haben, auszubauen, um wahrhaft deutsches Land erstehen zu lassen.

Nimmt man nun diese beiden Gebiete, Elsaß und Warthegau, als Randpunkte einer großen graphi­schen Karte und läßt man von den Zentralstellen, den Gaustudentenführungen, jeweils ein Fadennetz sich ausspannen überall dorthin, wo ein Student seinen Weg in ein Einsatzdorf genommen hat, dann erst wird man gänzlich gewahr, welchen großen Um­fang trotz der vielen notwendigen Abstellungen für

andere Arbeiten dieser studentische Einsatz hat. Ein dichtes Netz erstreckt sich über ganz Großdeutschland, ausgehend von Straßburg, Prag, Litzmannstadt, Danzig und Hamburg.

Es kommt nicht von ungefähr, daß viele, ja fast alle, die schon einmal als studentische Helfer und Helferinnen draußen beim Bauern standen, sich immer wieder melden und immer wieder hinaus auf die Felder und möglichst zu ihren Bauern wollen. Es ist auch keine Seltenheit, daß Studen­ten aus dem Felde berichtet haben, wie immer wie­der Päckchen und Briefe zu ihnen gelangten, deren Absender niemand anders war alsihr" Bauer aus dem Einsatz. Damit zeigt sich, welches ftefe Erlebnis mit dieser Erntehilfe perbunden ist.

Ganz gleich, ob sich die Einsatzzeit auf ein kleines Dorf, ein Städtchen irgendwo an der Grenze oder einen einzigen Bauernhof erstreckt hat, immer wissen die heimkehrenden Studenten noch lange von ihren Erlebnissen zu berichten. Lassen wir sie selbst er­zählen:

Wir haben in einem Grenzdorf im Osten, in Rekow, gearbeitet. Der Boden ist sandig und steinig, die Bauern müssen hart arbeiten, damit er etwas abgibt. Hinter dem letzten Haus des Dorfes liegt noch der Schlagbaum, der die ehemals deutsch-pol­nische Grenze kennzeichnete. Im ganzen Dors gibt es nur wenige deutsche Bauern, die Mehrzahl sind Kaschuben. Wir alle waren zum erstenmal im Ernteeinsatz und haben üns mächtig Mühe gegeben, in kurzer Zeit mit den Bauern in richtige Fühlung Zu kommen, um ihnen neue Anregungen und An­schauungen bringen zu können. Die Bauern kamen uns dabei überraschend entgegen. Sie sind zugäng­lich und gesprächig und sehr empfänglich für alles, was an.Neuem aus den Kerngebieten des Reiches zu ihnen kommt. Wir brachten sehr bald in wechsel­seitigem Einfühlen ein ausgeglichenes, freundliches Verhältnis zustande und fanden uns rasch in der ungewohnten Arbeit zurecht."

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Eine Kameradschaft, die geschlossen bei Wolhynien­deutschen eingesetzt ist, berichtet in begeisterten Worten:

Wir sahen bald ein, daß wir nur durch rück­sichtslosen körperlichen Einsatz die Achtung und An­erkennung des Bauern erwerben konnten, Die die un­bedingte Voraussetzung zu jeder Volkstumsarbeit bilden. So suchten wir es denn den Bauern gleich­zutun in bezug auf Arbeitszeit wie auf die Arbeits­leistung. Und bald hatten wir ein herzliches Ver­hältnis zu allen, mit denen wir zusammen arbeiten."

Eben dieselbe Gruppe berichtet von gelungenen Singabenden der Dorfgemeinschaft, von Schulungs­vorträgen und einem Fest, das ganz entsprechend dem dortigen Volkstum aufgezogen war. Auch hier waren die Bauern begeistert und werden sich schwer von ihren studentischen Helfern trennen.

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Aus einem anderen Kreisbezirk kommen dieselben begeisterten Zeilen:Die Ankunft der jungen Stu­denten und Studentinnen aus allen Teilen des Reiches in Rippin, dann die lange, sangesfrvhe Fahrt auf das große Gut Kowalki auf dem bunt geschmückten Leiterwagen und schließlich das Ein­führungslager mit seinen notwendigen Vorträgen über die Verhältnisse in diesem Kreise, das waren nur die Vorzeichen einer kommenden großartigen Zeit. Später, nach der Verteilung der Männer auf die einzelnen Einsatzhöfe, erschienen bereits am frühen Nachmittag die Bauern mit Gespannen und Leiterwagen, umihre" Studenten abzuholen. Wir kamen auf unserer Fahrt in einen Hof, in dem ge­rade eine Studentin den deutschen Kindern Unter- ncht gab. Auf Wunsch des Bauern mußten die Kameradinnen der Frau im Haushalt behilflich sein, und seine größte Bitte war, daß die Studentin den Kindern deutschen Unterricht gäbe. Noch nie horten diese Kinder den Klang der deutschen Sprache Jetzt sitzen sie da und lernen Deutsch, um so die

Washington, 4. Sept. (DNB.) Roosevelt gab dem Kongreß in einer Note Mitteilung von einem Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien, nach dessen Bestimmungen die Vereinigten Staaten Flotten - und Luft­stützpunkte in den britischen Besitzun­gen im Nord - und Südatlantik in Pacht nehmen und Großbritannien dafür öOZerstörer, die die Altersgrenze bereits überschritten haben, abtreten. Die Vereinigten Staaten erwerben danach Flottenstützpunkte aus Neufundland und auf den Bermuda-Inseln, den Bahama-Jnseln, Ja­maika, Santa Lucia, Trinidad, Antigua und m Britisch-Guayana. Ein bezeichnendes Licht auf .die Verhandlungen wirft der Briefwechsel zwischen Außenminister Hüll und dem britischen Botschafter Lord Lothian. Danach richtete Hüll am 29. August 1940 folgende Mitteilung an Lothian:Der bri­tische Premierminister soll am 4. Juni 1940 im Parlament erklärt haben, daß, falls im Laufe des gegenwärtigen Krieges die Gewässer um die briti­schen Inseln für die britischen Kriegs­schiffe unhaltbar werden sollten, die britische Flotte keinesfalls aus geliefert oder versenkt, sondern in U e b e r s e e zur Verteidigung anderer Teile des Empires entsandt werden würde. Die Regie­rung der Vereinigten Staaten erlaubt sich ergeb en ft anzufragen, ob die vorstehende Erklärung die de­finitive Politik der britischen Regierung dar- stejle." Hierauf antwortete Botschafter Lothian am 2. September 1940, daß er vom Premierminister angewiesen worden sei, Außenminister Hüll davon zu unterrichten, daß die besagte Erklärung unbe­dingt die definitive Politik Seiner Majestät Regie­rung darstelle.

Wer vor Jahr und Tag Albion oorausgesagt hätte, es müsse eine Reihe seiner ältesten und ver­kehrspolitisch wichtigsten Kolonien in Westindien verkaufen oder verpachten, um dafür einige aite Zerstörer zu erhalten, der wäre gesteinigt worden. England hat bisher die Zahl seiner Zerstörer mit 175 angegeben, um auf Grund dieser Zahl immer wieder zu behaupten, sie sei ausreichend, um die wichtige Aufgabe zu erfüllen, die Herrschaft über die Meere sowie den Schiffsverkehr von und nach England sicherzustellen. Die englische Admiralität hat vor einiger Zeit mitgeteilt, es seien zwar einige Zerstörer verlorengegangen, das heißt vernichtet worden, aber, so wurde hinzugefügt, durch Neu­bauten seien die Verluste völlig ausgeglichen. Nun hat die englische Regierung schon seit Wochen oder gar Monaten, zunächst insgeheink, sodann offen, ein S ch a ch e r g e s ch ä f t mit Washingtons eingeleitet, um einige alte Zerstörer zu erhalten, deren Brauchbarkeit selbst von englischen Fachleuten nur sehr gering eingeschätzt wird. Churchill mag sich drehen und wenden wie er will: an der Tatsache, daß er wertvolle englische Kolonien gegen alte Zerstörer ausgetauscht hat, ist nicht vorbeizukommen. Darin liegt unbedingt das Zugeständnis, daß die englische Flotte sehr viel mehr Zerstörer verloren haben muß, als die englische Admiralität zugibt. Wieviel Zerstörer England verloren hat, läßt sich von deutscher Seite nicht feststellen, denn es ist ja eine bekannte Taktik der englischen Regierung, alle Verluste von militä­rischer Bedeutung zu verheimlichen oder zu demen­tieren. Wenn nämlich die englische Admiralität alle Verluste mitteilte, die der Flotte zugefügt wurden, vor allem aber der Zerstörerflottille, dann würde es unmöglich fein, die Behauptung aufrecht zp/er- halten, daß England ausreichende Einheiten besitze, die Seeherrschaft und den Schiffsverkehr weiter zu sichern.

Was Churchill den Vereinigten Staaten bei die­

sem Tauschgeschäft überläßt, sind angeblich nur Flotten- und Luftstützpunkte, aber sie sind so ge­legen, daß die Vereinigten Staaten bestimmt nicht daran denken werden, sie zurückzugeben. Wie muß es um England, wie muß es um das Empire be­stellt sein, wenn Churchill es wagen darf, wegen fünfzig alter Zerstörer den Stolz und den Ruhm Albions darein zu geben. Als im Spätherbst 1935 Italiens Feldzug gegen Abessinien im Gange war, als die Armeen des NSgus die ersten Schläge er­halten hatten, wollten Sir Samuel Hoare und Pierre Laval den unvermeidlichen Erfolg Italiens dadurch ab bi eg en, daß ihm als Ersatz für Abessi­nien auch ein schmaler Wüstenstreifen von Britisch- Somaliland überlassen wurde. Die öffentliche Mei­nung in England begehrte damals so auf, daß Hoare zurücktreten mußte. Denn nichts war für den britischen Stolz unerträglicher, als auch nur einen Wüstenstreisen .abgeben zu müssen. Heute muß

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Churchill die Perlen unter den britischen Kolonien in den Antillen verschleudern gegen alte Schiffe, deren maritimer Nutzen überdies mehr als proble­matischer Natur ist.

Dies Tauschgeschäft, das auf eine so eklatante Weise den peinlichen Niedergang des Britischen Empire vor aller Welt bloßstellt, hat natürlich auch noch eine andere Seite. In den Vereinigten Staaten be­gründet man den Wunsch nach Flotten- und Luft­stützpunkten auch außerhalb des eigenen Besitzes mit der Notwendigkeit, die westliche Hemisphäre vor einem feindlichen Angriff schützen zu müssen. Und vor allem auch die Panamakanalzone nicht nur an der Küste des Stillen Ozeans, sondern auch gegen An­griffe vom Atlantik her. Es erübrigt sich des Näheren aufzuführen, daß diese kühnen Argumentatisnen keinerlei reale Unterlagen haben.

Es genügt zu erkennen, daß diese Phantastereien dazu herhalten müssen, in der amerikanischen Öffentlichkeit das wahrhaft gigantische, aber auch ungeheuer kostspielige Aufrüstungsprogramm des Präsidenten Roosevelt populär zu machen und den nordamerikanischen Imperialismus, der die Hand auf die restlichen Besitzungen europäischer Mächte auf der westlichen Halbkugel legt, mit dem Schein einer notwendigen Sicherung des Kontinents zu bemänteln. Dabei ist es freilich erstaunlich, daß man hierfür keinen anderen Weg fand als den, sich direkt in den europäischen Konflikt einzumischen, denn nichts anderes bedeutet es ja, wenn die Ver­einigten Staaten einer kriegführenden Macht mit der Ueberlaffung einer Reihe von Kriegsschiffen, und seien es auch nur 50 ausrangierte Zerstörer, .ganz einseitig unter die Arme greift. Das hat mit Neutralität nicht mehr viel zu tun.

Brücke zurück zu ihren Urahnen, zu Niederländern, Hessen und Schwaben zu schlagen."

So ist das Erlebnis unauslöschlich und wird im­mer den jungen Studenten und Studentinnen als etwas ganz besonders Schönes in Erinnerung blei­ben. Die Erntehilfe wird für sie der Ausdruck einer ganz besonderen Arbeit sein, einer Arbeit, die volks­oerbindend ebenso wie kulturschaffend und schließlich doch auch eine ganz tatkräftige Hilfe dem deutschen Bauern auf schwerem Posten ist.

Wie ein Symbol steht über dem studentischen Ernteeinsatz 1940 die Tatsache, daß der NS.-Stu- bentenbunb den Auftrag erhielt, an dem Wiederauf­bau im alten deutschen Land im Weste.i, im Elsaß, mitzuwirken. Hier stehen heute allein schon 600 Studenten und Studentinnen auf einem Boden, der noch vor meniaen Wochen ein Land deutscher Sehn­sucht und Hoffnung war.

Das deutsche Stüdenturn leistet hier eine Pionier­arbeit, die in stärkstem Maße die Einheitlichkeit und Gemeinschaft der soldatischen Front und der ar­beitenden Heimat verwirklicht. Dr. C. F.

Kabinettwechsel in Rumänien

Antonescu mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet.

.Bukarest, 4. Sept. (DNB.) Das Kabinett G l g u r t u ist zurückgetreten. Der König hat nn Zusammenhang mit der Regierungskrise am Mittwochvormittag General /Antonescu emp- angen, um ihm die Regierungsbildung zu übertra-

General Antonescu, der neue Ministerpräsident legte in der Nacht zum 5. September vor dem Kö­nig den Eid ab. Ein Königliches Dekret sieht die h c b un g d erjßer faffung vom Februar 1938 sowie die Auflosungdergesetzgeben- oen Versammlung vor. Durch ein zweites Königliches Dekret erhält General Antonescu die allgemeine Vollmacht, den rumänischen Staat zu leiten.

Der König übt die folgenden Prärogative aus' Oberster Chef der Armee, bas Recht, Geld münzen U lassen, rumänische Orden zu verleihen, ferner das Jiea)t Der Begnadigung, Amnestien anzuordnen und «trafen zu ermäßigen, endlich das Recht, Botschaf- ter, Gesandte und Bevollmächtigte zu - empfangen unb ^ertrage abzuschließen. Die Aenderung der or- ganlichen Gesetze und die Ernennung von Ministern und Unterstaatssekretären erfolgt durch Königliche Dekrete, die vom Ministerpräsidenten gegengezeich- net sind. Ä l l e anderen V o l lm a ch t e n wer- den durch.den Ministerpräsidenten aus- geübt.

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Ein durchaus positiver Beitrag zum Verständnis des Wiener Schiedsspruches findet sich in der halb- EtWnRomania", die unter Hinweis auf die Erklärungen Manoilescus und Pops sagt in

Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei IhBlumschem. Verantwortlich für Politik, fat G,°6' dr°°^,

VeUaEller-Universitätsdruckerei R. Lange K. S. BamtmnrW* Ä ^amann - Anzeigenleiter: H-mS Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor ftümmeL Pl.Nr.8.

Wien sei es nicht darum gegangen, zwischen Gut "nd Schlecht zu wählen, sondern das kleinere Hebel zu erkennen. Es sei richtig, zu sagen, daß man das Unvorteilhafte vermieden habe. Natürlich müsse das Volk vom nationalen Unglück tief beein­druckt sein, da es das, was ein getreten sei, nicht gegenüber dem abzuwägen vermöge, was im an­der e n Falle eingetreten wäre. Die Wunden des heutigen Schmerzes noch tiefer aufzureißen, sei un» nütz. Ein Verbrechen jedoch sei es, wenn dies von selten derer geschehe, die das nationale Unglück in Wahrheit verschuldet hätten. Jeder abgetretene Quadratkilometer siebenbürgischen Bodens fände sein Aeguivalent in einem Fehler der Vergangenheit. Diejenigen, die an diesen Fehlern teilgenommen hatten, müßten das zugeben und vor allem nicht die Tribüne der Ankläger besteigen.

Kleine politische Nachrichten.

Der F ü h r e r hat dem ordentlichen Professor, dem Geheimen Regierungsrat Dr. Friedrich Pan­zer in Heidelberg aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Germanistik die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

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Der Führer hat dem Generalgouverneur Reichs­minister Dr. Frank, dem Reichsstatthalter im Reichsgau Danzig-Westpreußen, Gauleiter Forst e r, unb dem Reichsstatthalter im Warthegau, Reichsstatt- palter Gauleiter Greifer, in Anerkennung ihrer Aufbauarbeit im deutschen Osten das Kriegs - v e r d i e n st k r e u z I. K l a f f e verliehen.

Aus aller Welt.

Hinrichtung eines Volksschädlings.

Am 3. September 1940 ist der 1895 in Königs- ^-geborene Albert Wormsdorf hinge- richtet worden, den das Sondergericht in Königs«' hn^9 sm Dolksschädling zum Tode verurteilt hat Wormsdorf hat um sich für feine Trunksucht ©e b ZU verschaffen fortlaufend, in mindestens 300 ihm k e b p o ft f e n b u n g e n beraubt, obwohl m^hrfnelann roafr,r^a^ bas Sonbergericht bereits gegen solche gewissenlose Schädlinge auf Todesstrafe erkannt hatte.

500 000 RM. Prämie und drei 50 000 RrN.-Gewinne

Donnerstagvormittagsziehung der fünften. Klasse der dritten deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 50 000 RM. auf 120 079. Außer- Dem erhielt diese Nummer die Prämie mit 500 000 in Örei Abteilungen wird die Nummer

in Achtelteilung ausgegeben.