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während der längsten Zeit des Tages vereinsamt dastehen.

Es ist nicht unsere Sache und Aufgabe, zu un­tersuchen, ob die Ausschaltung jeglichen Luxuses etwa ungünstige wirtschaftliche Folgen für Japan haben wird. Wir haben hier nur die große Linie zu sehen, die der künftigen Wirtschaftspolitik Ja­pans die Richtung anzeigt. Und da sehen wir, daß wir es mit der Wirtschaftspolitik eines Voltes zu tun haben, das bereit ist, auch die aller­letzten persönlichen Opfer darzubringen, um der Neuordnung des staatlichen und völkischen Lebens zu dienen. Daß diese Neuordnung eine gänzlich andere Schlagkraft besitzen wird als die alte Ordnung der jüdisch-westlichen Demokratien (soweit sie überhaupt eine Ordnung ist) braucht nur am Rande erwähnt zu werden, denn immer wird das Volk das mächtigere sein, das sich statt egoistisch­materiellen Belangen den Forderungen hoher welt­anschaulicher Ideale hingibt.

USA. Politik im Zeichen des Dreimächtepakts.

Washington,!.Okt. (Europapreß.) Die beson­ders in Kongreßkreisen viel gelesene Wochenschrift United States News" schreibt:Wir stehen heute vor den tragischen Ergebnissen der Geheim- diplomatieRoosevelts, der unter Ausschluß des Kongresses die Außenpolitik dirigierte und dabei mit ausländischen und besonders kriegführenden Re­gierungen Abmachungen über den Austausch von Zerstörern gegen Stützpunkte traf, wobei er gleich­zeitig von den anderen Nationen erwartete, daß sie diesen Tauschhandel als eine friedliche und neutrale

Maßnahme betrachteten." Das Blatt betont, daß'^ Japans Politik nicht zuletzt durch die letzten Ent­schlüsse der UL^.-Auhenvolitik, wie hohe Schutzzölle und Embargos, bedingt sei.

Auch am Montag ergeht sich die Presse noch in zahlreichen Spekulationen politischen Charakters über Die Auswirkungen des Dreierpaktes. Während über das Wochenende noch die Version verbreitet wurde, der Berliner Pakt habe Rußland verschnupft und eröffne den Vereinigten Staaten für eine Annähe­rung an die Sowjetunion gewisse Möglichkeiten, ist diese Erwartung nach dem nicht mißzuverstehenden Leitartikel derPrawda" geschwunden. Die darin eindeutig zum Ausdruck gebrachte Ueberelnstimmung der deutschen und der russischen Auffassung bestärken manche Blätter zu Andeutungen, daß die durch Roosevelts Jnterventionspolitik in eine Sackgasse ge­ratene Außenpolitik der Vereinigten Staaten nur zwei Möglichkeiten habe, entweder den Kurs der Intervention verstärkt fortzusetzen oder sich auf eine Linie wahrer Neutralität zurückzuziehen.

Britische Spione in Japan verhaftet.

Tokio, 1. Okt. (DNB.) Das Justizministerium gab die Verhaftung von zehn Engländern bekannt, die unter der Anklage der Verletzung des Gesetzes zum Schutz militärischer Geheimnisse und befestig­ter Zonen sowie der Ausspionierung geheimer Te­legraphenschlüssel der Armee und Marine stehen. Die Untersuchungen hätten einen klaren Schuldbe- weis für sieben der Verhafteten ergeben. Die übri­gen seien zusammen mit sieben. Javanern, darunter einer Frau, die als Agenten der britischen Spionage verdächtig sind, noch in Untersuchungshaft.

Ssa<,<«minister ^annacci in Berlin

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Reichsminister Dr. Goebbels gab zu Ehren des italienischen Staatsministers Farinacci einen Empfang im Hotel Adlon. Zahlreiche führende Männer von Staat, Partei und Wehrmacht nahmen an diesem Empfang teil. Hier begrüßt der Reichsminister den italienischen Botschafter in Berlin, Alfieri. Links van Dr. Goebbels Staatsminister Farinacci. (Scherl-Bilderdienst-Autoflex.)

Farinarcis Berliner Besuch.

Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Führer emp­fing in der Neuen Reichskanzlei den italienischen Staatsminister Farinacci. Zu Ehren des Mi­nisters gab Reichspressechef Dr. Dietrich einen Empfang im Kaiserhof, an dem neben Reichs­minister Dr. Goebbels u. a. auch Botschafter A l f i e r i und Reichsführer ff Himmler teil- nahmen. Dr. Dietrich begrüßte den Gast als einen der leidenschaftlichsten Kämpfer des Faschismus und

einen der hervorragendsten Publizisten Italiens. Es ist der Geist des Sieges, den Sie in der Lei­denschaftlichkeit Ihres Willens und in der Kompro- Nutzlosigkeit Ihrer Kampfnatur vertreten, der Geist des Sieges, den Ihre und unsere Nation in Händen halten", so schloß Dr. Dietrich seine Ansprache. Staatsminister Farinacci dankte mit warm emp­fundenen Worten für die herzliche Aufnahme, die nicht seinem Werk gelten, sondern seinem Land, seinem Duce und den Kämpfern, die chr Blut für die gemeinsame Sache opfern.

Spaniens Innenminister in Rom.

Serrano Suners erste Besprechung mit dem Duce.

Rom, 1. Oktober. (Europapreß.) Der spanische Innenminister Serrano S u n e r ist in Rom einge­froren. Zu seinem Empfang hatten sich Vertreter von Staat, Wehrmacht und Partei eingefunden, während eine zahlreiche Menschenmenge längs des Weges zur Villa Madama, wo er Wohnung nimmt, dem Gast begeisterte Kundgebungen darbrachte. Suner begab sich dann nach dem Palazzo Venezia, wo er vom T) uc e zu einer Besprechung empfan­gen wurde. Anschließend gab Gras Ciano ein Essen zu Ehren des Gastes, an dem auch Marschall d e Bono teilnahm.

Spanien ist noch unter den nichtkriegführenden Mächten", schreibt Gayda,aber der Geist seiner Männer und seiner Politiker gehört natürlich dem Achsensystem an." Spanien werde seine große Zu­kunft als wiederauferstandene Macht haben, je mehr das System der imperialistischen Demokratien ge- brachen werde. Darum sei Spanien heute wie

gestern an der Seite Deutschlands und Italiens. Lavoro Fascistu" bemerkt, Spanien nehme geistig an der Achsenpolitik teil, auch wenn es sich nicht formell im Krieg gegen England befindet.Tri­buna" warnt davor, zu glauben, daß die Tätigkeit des englischen Botschafters in Madrid, Sir Samuel Hoare, Erfolg gehabt habe, wie das die englische Propaganda behaupten möchte. Die Solidarität des Spaniens der Falange mit dem faschistischen Ita­lien und dem nationalsozialistischen Deutschland sei vollkommen, unbedingt und unwiderruflich. Die Bande zwischen den beiden Mittelmeerhalbinseln seien starker als je. Die Forderungen 'des neuen Spaniens, so schreibtPopolo di Roma", seien bekannt, und es bestehe kein Zweifel, daß sie ihre berechtigte Erfüllung erfahren werden. In Rom werde daher nur die Aussprache abgeschlossen wer­den, die in Berlin begonnen habe.

Me eineruhige Aachl" in London anssieht.

Stockholm, 1. Oktober. (Europapreß.) Das englische Luftfahrtministerium bestätigt, daß die deutschen Angriffe sich in der Nacht zum Dienstag hauptsächlich wieder gegen die Hauptstadt richteten; allerdiens seien auch Bomben über dem Mersey- Gebiet und anderen Teilen des Landes z. B über Südostengland abgeworfen worden.In London und den Vororten wurde eine Anzahl Wohnhäuser vernichtet. Im Nordosten der Stadt sind Todesopfer zu verzeichnen. Am Persey ent­standen zahlreiche Brände. In einer Stadt der Ost- Midland-Grafschaften wurden mehrere Gebäude ge- troffen und Menschen getötet. Der britische Nach­richtendienst ist jetzt dazu übergegangen, nur einen Brand in der City festzustellen und deutsche Bom­benabwürfe über 30 verschiedenen Stellen des Lan­des eineruhige Nacht für England" zu nennen. Nichtsdestoweniger muh man jedoch bestätigen, daß militärisch wichtige Ziele in London, im Nordwesten,

im Nordosten und im Südosten Englands, in Wales und in Merseysibe angegriffen worden sind. Dabei wurden erneut industrielle Anlagen vernichtet Lon­don selbst verbrachte über acht Stunden im Luft­schutzkeller. Am Dienstag vormittag wurde in der Hauptstadt er n e u t Fliegeralarm gegeben. We­nige Stunden vorher hatten einzelne deutsche Flug­zeuge mehrere Städte an der Südküste bombardiert und dabei in einer Stadt besonders den Bahn- h o s angegriffen.

In allen Berichten der Londoner amtlichen Stel­len findet man immer wieder Hinweise darauf, daß es den deutschen Bombern nicht geglückt sei, irgend­welche Schäden von Belang anzurichten. Die an­geblich soharte Abwehr durch die britischen Jagd- flugzeuge" und dieunüberwindliche Flaksperre um die britische Hauptstadt" hätten die deutschen Flie­ger gezwungen, sicheine größere Vorsicht aufzu­erlegen", wie es in einem amtlichen Londoner Be-

ie Ziethen aus dem Busch.

Tiefangriff auf cm britisches Rüstungswerk. Zn zwei Meter Höhe über einen britischen Flugplatz.

Von Kriegsberichter (Siegfried (Sappe.

(PK.)...... 1. Okt. (DNB. Funkfpruch.) Der

Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht meldet: Die Besatzung eines Kampfflugzeuges unter Füh­rung des Hauptmanns Storp zeichnete sich bei den Angriffen aus Mittelengland durch wage­mutigen Tiefangriff besonders aus.

Heute fliegt unsere ,A" allein nach Eng­land. Der Kommandeur selbst sitzt am Steuer. Bis zur Kanalküste fliegt die Ju. mit Erdsicht, dann in die tiefliegenden Wolken hinein, stößt nach eini­gen Minuten immer wieder für Sekunden heraus, um die Orientierung aufzunehmen. An der eng­lischen Südküste fliegt sie entlang, ohne auf Abwehr zu stoßen, und bann verschwindet sie wieder in der Wolkendecke. Aber es geht nicht stur auf das Ziel zu. Sobald die Maschine einmal nach unten durch die Wolken gestoßen ist, um für kurze Zeit Erd­sicht zu haben, werden Haken geschlagen. Denn im­mer wieder erscheinen in der Ferne kleine dunkle Punkte. Wer es gelingt keinem britischen Jäger, auch nur auf Schußweite heranzukommen. Und als der Kommandeur nach Ablauf der Flugzeit durch die Wolkendecke auf das Ziel durchstößt, ist kein Jäger am weiten Himmel zu sehen.

Pulle rem, Knüppel weg! Mit größter Fahrt braust die Ju. durch den dichten Wolkenschleier. Da wischen die letzten Fetzen vor der Kanzel weg unmittelbar unter der deutschen Maschine liegt das große britische Rüstungszentrum in Mittelenglund, weit nördlich London. Blitzschnell orientiert sich der Kommandeur, zehn, fünfzehn Sperrballone stehen im Westen der Stadt. Rechts und links der Ju. stehen die gelben Punkte bis dicht unter die Wolkendecke. Angestrengt schaut der Bobachter nach vorn. Jetzt nur nicht in eines dieser Draytseile hineinfliegen Aber geschickt steuert der Kommandeur den Vogel hindurch, genau auf bie riesigen Hallen am Stabtranb z u. Dort unten ist man anscheinenb restlos überrascht. Keine Abwehr, kein Flakschuß nichts geschieht! 500 Meter, 400 Meter zeigt ber Höhenmesser. Noch mehr Fahrt bekommt bie Ju. Da fallen bie Bomben 2 00 Meter über bem Ziel. Ru- senb schnell steuert der Flugzeugführer bie Kiste im Tietflug über bas Fubrikgernnbe nach Norben, wäh­rend hinter chm ber Funker und ber Fliegerschütze vier Volltrefffer feststellen. Aus bem Kesselhaus steigt eine Stichflamme von 150 Meter Höhe zum Himmel. Riesiger grauer und schwarzer Rauch hüllt bie großen Hallen ein. Mitten im Ziel müssen bie Sachen gesessen haben schweres Kaliber! Da stei- Sen vor ber Kanzel plötzlich neue Ballone auf. etzt sind bie Briten wach geworben. Aber es ist zu spät. Die Ju. ist schneller, sie überspringt bie

Hindernisse am Boden .-.. Links herein, rechts her­ein tritt ber Flugzeugführer, in gefährlicher Nähe bes Erbdobens von ber einen Seite auf die anbere immer an ben brohenben Drahtseilen vorbei.

Rechts liegt jetzt bie nahe Stabt. Auf ben Stra­ßen rasen bie Menschen wirr in bie Häuser. Ader nichts wie weiter, heraus aus bem Kessel. Und bann fliegt die Ju noch einige Kilometer nach Nord- osten, um bie britische Abwehr zu täuschen, breht nach Sübosten ein unb rast, zwei Meter über bem Boben. wie ein Blitz aus heiterem Himmel über einen britischen Jugbflugplatz zum Schrecken ber Briten, bie gerabe an einigen Kisten Wartungsarbeiten verrichteten.Nichts wie drauf!" ruft der Kommandeur. Unb ba bellen schon bie beutschen Maschinengewehre. Drei britische Jä­ger werben aus allen Rohren beschossen unb er­halten einwandfrei Treffer. Das Bobenpersonal wirft sich hin, wo es gerabe ist, benn das kam ihm wie berZiethen aus bem Busch»!

Jetzt wirb es aber Zeit, wieder in ben Wolken $u verschwinden, sonst erwischen bie Jäger buch ben kühnen beutschen Einzelgänger. Unb so zieht bie Ju mit aller Kraft nach oben unb erreicht glücklich bie schützenbe Wolkendecke.Hoffentlich hält sie dicht", meint ber Kornmanbeur. Aber sie tut es nicht. Der Wind hat die.Wolken nach Nordosten abgetrieben, und Sübenaland liegt frei. Bis zur Kanalküste ist es weit. Also kehrt, wieder in bie Wolken unb wei­ter nach Osten. Lanbon wirb im Norden umflogen, ganz deutlich sind bei dem kurzen Durchstoßen durch Oie Wolken die Rauchsäulen der ewigen Brand» Herde zu sehen ... Dann wieder hinein in bie Wol­ken. Enblich kommt die Küste in Sicht. Aber schon roeit vorher hört roieber die Wolkendecke auf. T i e f st f l u g!" sagt der Kommandeur. Und er stößt mit vehementer Fahrt der Erde entgegen, einem wilden Flakfeuer entgegen. Aber im Tüefst- flug kann bie Flak nicht mehr mit.

Au die Küste! Hinunter auf die See: In zwei Meter Höhe streicht ber Bogel über bie Wasser­fläche, Sekunden sinb vergangen, ba entdeckt ber Beobachter vorn rechts große Rauchwolken. Ange­spannt schauen vier Äugenpaure nach Westen. Sechs englische Zerstörer kommen in rafenber Fahrt auf die Maschine zu unb werden ihren Kurs schneiben. Schabe keine Bomben mehr. 2000 Meter vor ben in Kiellinie sahrenben britischen Kriegsschiffe steuert die Ju bie französi­sche Kanalküste an. Der Auftrag ist erfüllt. Das Rüstungswerk wirb auf absehbare Zeit nichts Her­stellen. Wieber ist die britische Kriegswirtschaft in einem empfinblichen Punkt empfindlich getroffen worden.

richt über die Angriffe in der Nacht zum Dienstag heißt. Aber man muß im gleichen Atemzug zu- geben, ,chaß Bomben ab geworfen wurden an 27 weitverstreuten Stellen in ber Umgebung von Lon- bon sowie in acht Städten der London benachbarten Grafschaften. Man erhielt den Eindruck, bah bie Formationen ber feinblichen Flieger in größe­rer Anzahl als gewöhnlich erschienen". Daily Expreß schreibt wörtlich:Eine tiefe große Flamme erhellte ben Himmel, dem Anschein nach über einer Ausbehnung von mehr als einer Meile, unb mitten darin ragt eine Feuersäule hoch. Als die Flammen erftarben, stieg eine dicke Wolke öligen Rauches langsam auf und trieb etwa zehn Minuten lang in der Luft. Der Londoner Be­richt bes Aftonbladet läßt weiter erkennen, baß die deutschen Flugzeuge mit gerabezu uhr- roerturtiger Präzision über London er- cheinen. Die größte Frage, die man sich in London teile, sei: W i e lange noch wird London diesen fortgesetzten methodischen deutschen Angriffen clus­gesetzt sein? t

Hier und da tauchen in ber englischen Presse Zweifel an ben Führerqualitäten Winston Chur­chills auf. Die Hilflosigkeit ber Regierung gegen­über dem Elend ber ourch die beutschen Luftan­griffe auf bie Jnbustrie- unb Hafenviertel Londons betroffenen Bevölkerung wirb zwar meistens nicht bem Ministerpräsibenten persönlich, sondern ande­ren Mitgliedern ber Regierung ober ber Beamten­schaft zur Last gelegt. Auch ber Fehlschlagvon Dakar hat bie Erinnerungen an Norwegen unb an ähnliche Unternehmungen Churchills aus ber Zeit bes Weltkrieges wachgerufen. So schreibtDaily Mirror", bie Niederlage (debacle) von Dakar trägt ben unverkennbaren Stempel schwacher unb ver­ängstigter Männer. Es wirb schwer fein, uns ba» von zu überzeugen, baß Mister Churchill tönerne Füße hat, aber viel mehr. Derartiges können wir nicht vertragen.

Noch Dakar auch Madagaskar.

Britischer Einschüchterungsversuch abgewiesen.

Neuyork, 1. Oktober. (DNB.) Die britischen Behörden haben ein Ultimatum an bi- fran­zösischen Behörben in Mabagaskar, ber gro­ßen Insel an ber Oitküste Afrikas gerichtet, worin sie forbern, baß diese sofort aufhören, den Befeh­len ber Regierung von Vichy zu gehorchen, unb ihnen brohen, bie Insel vollkommen von jeher Verbinbung mit ber übrigen Welt ubHuschnei - ben. In bem britischen Ultimatum wirb eine Der- befferung ber isolierten Lage Madagaskars für den Fall in Aussicht gestellt, daß bie Ortsbehörben von Mabagaskar angewiesen werben, mit Großbritan­nien zusammenzuarbeiten Das französische Kolo­nialministerium teilt mit, baß der Generalgouoer- neur von Madagaskar Läon C a y l a bie Regie­rung von Vichy über bas britische Ultimatum um terichtete unb bieses mit ber tief ft en Ent­rüstung abgewiesen habe.

Churchill hat sich wieder eine gründliche Schlappe geholt. Nach Dakar nun in Madagaskar. Sein Einschüchterunasversuch ist mißglückt!" schreibtPopolo di Roma". Churchill habe auf sein großmäuligesUltimatum" eine unmißver­ständliche Antwort erhalten. Kleinlaut habe Churchill Darauf ben Schweif eingezogen. Lonbon habe nach ber jämmerlichen Schlappe von Dakar bietapfere unb unternehmungslustige Flotte Seiner britischen Majestät" nicht entsanbt, sondern es vor- gezogen, zur Einschüchterung Madagaskars sich der Rundfunkwellen statt ber unsicheren Wellen des Jnbischen Ozeans zu bedienen.

Reue Minderheilenpoliktk in Rumänien.

Bürgermeisterposten für die deutsche Volksgruppe in Rumänien.

B u k a r e ft, 1. Okt. (Europapreß.) Der Führer der deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schmidt, hatte mit bem Vizepräsidenten bes Mi­nisterrats urtb Kommanbanten ber Legionärsbewe­gung, Horia 6 i m uv sowie bem Generalsekretär im Innenministerium, Dr. Siris, Unterrebungen über bie Frage ber beutschen Bürgermeister in ben Stäbten Siebenbürgens, unb des Banats. Der deutschen Volksgruppe wurden bie Bürgermeisterposten in Hermannstabt unb Mebias sowie bie Vizebürgermeister in Kronstabt, Schäßburg, Temesvar, Arab, Reschitza, Caransebas, Orsova, Lippa, Lugos unb Oravicza zugesprochen.

Das ist praktische Minberheitenpolitik, bie einen Bruch mit ber bemokrutischen Gepflogenheit bebeu- tet, auf bem Papier diesen Minderheiten bas Blaue vom Himmel herunter zu versprechen unb sie bann zu vergewaltigen, zu brangfalieren, ihnen die Wur­zeln ihres Seins, die Muttersprache, zu rauben und sie wirtschaftlich zu erbrücken. Die Frunzosen in Elsaß unb Lothringen, die Benesch in ber ehe­maligen Tschecho-Slowakei halten nach biefer demo­kratischen Doktrin gehandelt, und bie Spannungen, bie sich baraus ergaben, haben nicht zuletzt ihren Sturz bewirkt. Die rumänische Legionärsbewegung handelt anders, sie gibt in jenen Gebieten Rumä­niens, in denen bie Deutschblütigen in ber Mehr­heit ober in einer starken Minderheit sitzen, ihnen Häupter aus ben eigenen Reihen, also gewisser­maßen Selbstverwaltung innerhalb bes großen ru­mänischen Staatsrahmens. Die Deutschen Rumä­niens, Die als Kulturträger in ihren siebenbürgischeu Stäbten unb im Banat sitzen, werben bieses Ent­gegenkommen burch noch stärkere Loyalität gegen­über einem Staate zu lohnen wissen, besten Neu­einrichtung beweist, baß echt verstandener Natio­nalismus sich sehr wohl untereinander verträgt, während die Minderheitenpol'tik ber Genfer Demo­kraten nur den Haß unb ben Zank verewigen wollte.

Kleine politische Nachrichten.

Anläßlich ber Wieberkehr bes Geburtstages Hin- benburgs hat bie Hinbenburgspenbe an not- leibenbe Kriegsbeschäbigte bes Weltkriegs unb Hin­terbliebene sowie Veteranen ber Einigungskriege 425 550 RM. ausgeschüttet. Die Bebachten erhielten burchweg je 150 RM.

Dem Gauleiter bes Trabitionsgaues München- Oberbayern, Staatsminister Abolf Wagner, ber fein 50. Lebensjahr vollenbete, würben zahlreiche Glückwünsche zuteil. Im Auftrage bes Führers über» brachte ^-Gruppenführer Schaub ein Glückwunsch- schreiben bes Führers unb ein wertvolles Oemälbe. Die Hauptstabt ber Bewegung ließ ben Ehrenbürger­brief überreichen. Mit einer einbrucksvollen Ehrung gebuchten bie Münchner Künstler bes Gauleiters.

Der Reichsstubentenführer hat in Straßburg eine Dienststelle eingerichtet, bie elsässischen Stubenten bas Stubium im Reich vermittelt. Etwa 320 elsäs­sische Stubenten haben bereits ihr Studium vor­nehmlich an ben Universitäten Heibelberu, Frank- furt a. M. unb an ber Technischen Hochschule in Karlsruhe ausgenommen.

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Der rumänische Ministerpräsident General An­ton e s c u hat ungeordnet, buh ber' von Mussolini der rumänischen Huuptstubt geschenkte Stein vom Forum Romunum uuf bem Sockel bes Denk­mals ber Wölfin ausgestellt wirb, bas sich auf dem Hügel der Patriarchie in Bukarest befindet.