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Aus Oer engeren Heimat.

Uniformsammlung der Hitler-Lugend im Kreise Wetterau.

In den Einheiten der Hitler-Jugend und des Jungvolkes des Kreises Wetterau sind noch sehr viele Junggenossen nicht im Besitze des vorgeschrie­benen Dienstanzuges. Es fehlen den Jg.: Braun­hemden, kurze Sommerhosen, Uebersallhosen, Kop­pelzeug, Armbinden, HJ.-Abzeichen, Sportzeug usw.

Viele Eltern sind trotz besten Willens aus irgend­welchen Gründen, die hier nicht zu erörtern sind, nicht in der Lage, diese Uniformteile ihren Kindern anzuschaffen. Besonders schwer fällt die Uniform­beschaffung den Kinderreichen.

Der Dienst findet immer im Dienstanzug statt. Die Jg., die dann in Zivil antreten, fühlen sich ihren uniformierten Kameraden gegenüber zurückgesetzt. Es ist zu befürchten, daß sie unter diesen Um­ständen nach einer gewissen Zeit die Freude am HJ.-Dienst verlieren und ihm dann fernbleiben. Auch sie möchten doch an und für sich genau so gern da­bei sein, wie ihre Kameraden; sie möchten den Kameraden auch äußerlich gleichgestellt sein!

In sehr vielen Haushaltungen befinden sich nun noch sicher aufbewahrte Uniformtelle. Sie werden im Laufe der Zeit von den Motten zerfressen und wandern dann zum Lumpensammler.

Viele ehemalige Kameraden sind bei der Wehr­macht oder im Arbeitsdienst. Der größte Teil die­ser Kameraden geht nach der Rückkehr von der Dienstpflicht nicht mehr in die HI. zurück, sondern findet seinen Platz in den anderen Gliederungen der Partei zum Dienst für Volk und Vaterland. Gerade sie werden bestes Verständnis für die Nöte ihrer jüngeren Kameraden haben.

Die Bannführung richtet daher an alle Haushal­tungen die dringende Bitte, HJ.-Uniformteile, die nicht mehr benötigt werden, ihr zur Verfügung zu stellen. Die gleiche Bitte ergeht auch an alle aktiven HJ.-Kameraden, solche Uniformteile zur Verfügung zu stellen, die sie selbst nicht mehr verwenden kön­nen.

Es wird gebeten, alle Uniformteile nur an fol­gende Anschrift zu senden:An die Hitler-Jugend, Bann 116, Wetterau, Hauptstelle 1 Sozial Gießen, Seltersweg 52."

Alle Sendungen müssen mit der Anschrift des Ab­senders versehen sein, damit die Bannführung die

Empfangsbescheinigung auch an den Absender ge­langen lassen kann.

Sollten die Uniformteile nicht geschickt werden können, so ist die Vannführung bei Aufforderung bereit, diese Sachen abholen zu lassen. Die gleiche Bitte ergeht auch an alle ehemaligen Angehörigen des BDM.

Allen Spendern wird schon jetzt bestens gedankt.

Tragischer Toi)

auf dem Weg zur Arbeitsstelle.

* Lollar, 2. Juli. Am heutigen Dienstagfrüh kurz nach 6 Uhr wurde ein Arbeiter aus Lang-Göns beim Verlassen des - Bahnhofs Lollar auf dem Wege zu seiner Arbeitsstätte bei Buderus von einem Schlaganfall betroffen. Leider trat der Tod des bedauernswerten Mannes auf der Stelle ein.

Schweres Bootsungiück auf dem Main.

Lpd. Frankfurt a. M., 1. Juli. Am Sonntag­nachmittag ereignete sich auf dem Main in der Nähe von Niederrad ein schweres Boots­unglück, dem drei Menschenleben zum Opfer fielen. Ein mit sieben Personen, darunter drei Kindern, besetztes Boot kenterte, als die Insassen einen Platzwechsel vornehmen wollten. Während ein Mann, zwei Frauen und ein Kind gerettet werden konnten, ertranken ein Mann und zwei Kinder. Von den Ertrunkenen konnten bisher nur der Mann und ein Kind geborgen werden.

Schweinemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 2. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 306 Ferkel aufgetrie­ben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 22 bis 25 RM., 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 30 RM. Marktoerlauf: Flotter Handel, der Markt wurde ge­räumt.

Schweinemarkk 'in Alsfeld.

Alsfeld, 1. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt im Rahmen des Prämien­marktes waren 174 Ferkel und Läuferschweine zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM., 8 bis 10 Wochen alte 30 bis 35 RM., Läuferschweine im Alter von zwölf Wochen 46 RM. pro Stück. Der Handel verlief flott, der Markt wurde geräumt.

Turnverein 1846 wirbt für das Kinderturnen.

Der hiesige Turnverein 1846, der sich in jüngster Zeit lebhaft mit dem Kinderturnen beschäftigt und allwöchentlich eine stattliche Anzahl von Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren zum gemeinsamen, frohen gymnastischen Spiel vereinigt und damit einen Bei­trag zur Ertüchtigung unserer Jugend leistet, trat am Sonntagvormittag in der Anlage am Hinden- burgwall zum ersten Male öffentlich hervor. Die Wiesen der Anlage und der Hintergrund der Bäume boten einen idealen Schauplatz. Die Kinder, die unter der Leitung des unermüdlich einsatzbereiten Ober- turnwarts Sauer, wie auch zweier Turnerinnen, zum Spiel antraten, hatten zunächst unter der Be­gleitmusik von zwei Handharmonikas einen kurzen Marsch von der Schillerschule durch das Stadt­zentrum unternommen und so einige Aufmerksam­keit auf sich gelenkt. In der Anlage bildete sich rasch eine stattliche Zuschauermenge. Oberturnwart Sauer zeigte zunächst mit den Kleinsten eine Fülle der ein­fachsten und lustigsten Spielereien, durch die der Körper der Kleinen sehr geschmeidig und beweglich gemacht wird. Da wurden Eichhörnchen und Häschen im Laufen und Springen nachgeahmt, da wurde

das schwerfällige Gehen des Elefanten geübt, Ball­spiele wurden betrieben und schließlich konnten die Kleinsten auch ihre Geschicklichkeit am Schwebebalken beweisen. Die älteren übten indessen Gemeinschafts­spiele und ließen dabei erkennen, wie viele Möglich­keiten es gibt, sich in lustiger Gemeinschaft zu be­wegen, körperliche Geschicklichkeit zu zeigen und da­bei auch etwas für seinen Körper zu tun. Die Uebun- gen, von mancherlei musikalischer Begleitung unter­stützt, ließen die Eltern erkennen, wie sinnvoll und glücklich der geistigen Haltung nach die Arbeit ist, die im Turnverein geleistet wird. Es besteht kein Zweifel, daß die Vorführungen manchen Eltern An­regung gegeben hat, ihre Kindern auch in diese lustigen Turnstunden zu schicken.

Oie Ergebnisse

der Universitäts-Kriegsmeisterschasten.

100Meter:l. Rückert (Kießling) 12,1; 2. Oele- mann (U. v. Hutten) 12,2; 3. Hein (Adm. Scheer) 12,5 Sek.

20 0 Meter: 1. Rückert (Kießling) 26,C; 2. Reitz (Eisenkrämer) 27,1 Sek.

4 0 0 Meter: 1. Sbresney 57,5; 2. Dette (Kieß­ling) 57,8 Sek.

Oer fliegende Hai.

Die Flugzeuge eines unserer Zerstörerverbände tragen an der Kanzel einen ungewöhnlichen Anstrich. Die Fluqzeuqmaler haben ihnen ein furchterregendes zähnefletschendes Gebiß verliehen.

(PK.-Wundshammer-Atlantic-M.)

1500 Meter: 1. Krausch (U.v. Hutten) 4:44,1; 2. Nikolai (Kießling) 4:49,8; 3. Schmidt (Kießling) 5:00,1 Sek.

Kugel st oßen: 1. Walter (Kaiser) 10,15; 2. Jtzen (Brockwitz) 9,82; 3. Kreider (Kießling) 9,50 Meter.

Speerwerfen: 1. Sbresney 40,45; 2. Gro- mann (Brockwitz) 38,70; 3. Oelemann (11. v. Hutten) 35,20 Meter.

Weitsprung: 1. Schlaudt (Kießling) 5,90; 2. Oelemann (U. v. Hutten) 5,82; 3. Hammer (Brock­witz) 5,80 Meter.

Dreisprung: 1. Walter (Kaiser) 11,80; 2. Schäfer (Kaiser) 11,38; 3. Fabry (Brockwitz) 11,00 Meter.

Hochsprung: 1. Kreider (Kießling) 1,52; 2. Edm. Müller (Kießling) 1,52; 3. Habermehl (Brockwitz) 1,52 Meter.

Diskus: 1. Wagner (Kießling) 27,25; 2. Oele­mann (U. v. Hutten) 27,02; 3. Burris (U. v. Hutten) 22,40 Meter.

Sechskampf. Kameradschaftskampf: 1. Kameradschaft Brockwitz 394,32; 2. Kameradschaft Kießling 385,98; 3. Kameradschaft Cisenkrämer 303,65 Punkte. Einzelkampf: 1. Schlaudt (Kießling) 87,66; 2. Hammer (Brockwitz) 85,66; 3. Rückert (Kießling) 84,00; 3. Burris (U. v. Hut­ten) 84,00; 4. Rupps (Brockwitz) 81,00; 5. Gromann (Brockwitz) 80,66 Punkte.

Studentinnen. 80 Meter: 1. Rosenireter 13,3; 1. Jüres 13,3; 2. Heymann 13,4 Sek

Weitsprung: 1. Jüres 3,90; 2. Heymann 3,89; 3. Zillgen 3,65 Meter.

Hochsprung: 1. Jüres 1,27; 2. Meyer 1,20; 3. z. Münster 1,20 Meter.

Kugel ft oßen: 1. Jost 7,90; 2. Heymann 7,50; 3. Jenssen 7,16 Meter.

Hußballergebnisse der 2. Klaffe.

VfV.-Reichsbahn II Grüningen I 2:3 (0:1).

Der VfB.-Reichsbahn verlor dieses Spiel durch falsche Aufitellung seiner Mannschaft. Obwohl die Elf fast während des ganzen Spieles überlegen war, konnten sich die Spieler nicht zu geschlossenen Aktionen aufraffen. Anders beim Gegner. Frisch muvden die Angriffe vorgetragen, die Elf war schneller, wuchtiger und zeigte großen Eifer, der im Spiel den Ausschlag gab. Obwohl die Grünweißen

meist vor dem Tor der Gäste waren, gab es fast kei­nen Torschuß. Der Gast war bei einer Ecke erfolg­reich. Nach der Pause erhöhte er auf 2 :0. Erst dann kamen die Platzherren zum Gegentreffer. Ei­nen scharfen Schuß mußte der Torwart der Grün­weißen passieren lassen, kurz vor Schluß schoß Fröh­lich das zweite Gegentor.

Großen-Buseck I Hungen I 2:1 (1:1).

Der Tabellenführer hatte den Gegner unterschätzt, was ihm beinahe gefährlich geworden wäre. Mit un­geheurem Tempo wurde dieses Spiel begonnen, die Gäste enttäuschten nach der angenehmen Seite. Nachdem jede Mannschaft bis zur Pause einmal er­folgreich war, wurde das Spiel noch schneller. Noch

Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen

mehrmals täglich

schon

in

wußte man nicht, werden Platz als Sieger ver­lassen würde, da gelang den Platzherren, einen Schuß anzubringen, der das Siegestor ergab. Alle Gegenangriffe blieben erfolglos.

Steinbach I Garbenteich I 2 : 9 (0 :4).

Noch nie verloren die Steinbacher ein Lokalfpiel mit solch hohem Resultat. Die Gäste waren bedeu­tend besser und hatten während des ganzen Spie­les das Heft in der Hand. Bereits nach kurzer Spielzeit stand es 1:0, bis zur Pause erhöhten die Gäste auf 4 :0. Mit dem Anstoß nach dem Wechsel fiel das fünfte und kurz darauf das sechste Tor. Erst dann kamen die Platzherren zum ersten Gegentor. Nachdem die Gäste wieder dreimal erfolgreich wa­ren, konnte Steinbach kurz vor Schluß das zweite Tor erzielen.

Heinrich Kinkel

Gießen, den 1. Juli 1940.

3102 D|

Herzlichen Dank

Marie Häuser und Kinder.

Leihgestern, im Juli 1940.

3101 D

Unerwartet verschied nach kurzer Krankheit am 30. Juni 1940 unser Arbeitskamerad, der Werkmeister unserer Stahl'Büromöbel'Fabrik

Wir verlieren in ihm einen guten Kameraden und langjährigen, treuen Mitarbeiter, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren.

für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben, teuren Entschlafenen, für die vielen schönen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die wohltuenden Worte der Grabrede, für die Abschieds­worte der Krieger-Kameradschaft, für das letzte Ge­denken des R.L.B., dem GesangvereinEintracht, so­wie allen, die dem lieben Verstorbenen das letzte Geleit gaben.

Die Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Franz Vogt <fc Co.

Bekanntmachung.

Neue Speisefrühkarloffelpreise.

Für Speisekartoffeln (Speisefrühtartoffeln) wer­den in der Zeit vom 1. Juli bis 6. Juli 1940 folgende Erzeugerfestpreise je 50 kg netto ausschl. Verpackung frachtfrei Empfangsstation festgesetzt: weiße, rote, blaue Sorten 5,70 RM., runde gelbe Sorten 6,10 RM., lange gelbe Sorten 6,50 RM. 3099D

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Kreisdienststelle "WjF Wetterau

Heute Dienstag:

AtuSilcdiSclies JQätäel'taien

mit anschließender Preisverteilung

NarhläQQP von3 v*er^a^en $e bei wieder- liQulliduOC holten Veröffentlichunqen einer Anzeige!

Samstag, den 6. Juli 1940, 20 Uhr, im Stadttheater:

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Hochzeitsreife ohne Mann

Lustspiel in 3 Akten von Leo Lenz

Spielleitung: Hans Albert Schewe / Bühnenbild: Karl Löffler Erste Ring-Veranstaltung im Theater-Sommerring

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