Ur. 53 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
2./Z. Narziß
Aus der Stadt Gießen.
Enttäuschungen.
Müde von dem vielen Weiß dieses Winters ging ich in einen Blumenladen und erstand einen Tops mit Hyazinthen. Ihre Blutenkolben waren noch arün, und ich freute mich, ihrem Wachsen und Aufblühen zusehen zu können. „Bestimmt, sie werden rosa!" sagte die Verkäuferin mit zuredendem Lächeln, und froh trug ich mein Frühlingswunder nach Hause.
Nun sind sie aufgeblüht und wie sind sie — weiß!
Das Leben bringt viel Enttäuschungen mit sich, unendlich viele. Was kann uns nicht alles enttäuschen, um nur einiges zu nennen: das Wetter, ein Bild, ein Buch, eine Reise, ein Mensch. Das letzte ist entschieden das schlimmste.
Besonders Kinder können sehr enttäuscht sein, und es muß unsere Aufgabe sein, sie zu lehren, wie sie am besten über Enttäuschungen hinwegkommen.
Ich erinnere mich noch sehr genau air ein Erlebnis aus meiner Kindheit. Eines Tages sahen wir Kinder grellbunte Plakate an allen Wänden, auf denen Löwen, Tiger, Elefanten und Seehunde bei den unmöglichsten Kunststücken zu sehen waren. Wir konnten nicht daran vorbeigehen. Am schönsten aber war das Bild, auf dem ein stolzes Schiff durch wogende Wellen dahinfuhr, viele blaue Matrosen standen darauf, einige schwangen ihre bebänderten Mützen und sie sangen alle:
„Wir halten fest und treu zusammen, hipp hipp hurra!"
Das war unser liebstes Lied damals, — es war zur Zeit des chinesischen Boxeraufstandes. Die Ankündigungszettel aber waren vom Zirkus Schumann, und sie verhießen als letzte Darbietung eine Szene aus dem Krieg im Fernen Osten, von dem wir Berichte mit unendlicher Spannung angehört hatten. Schon die Schilderung, wie sich die Schiffe der drei kriegführenden Nationen begegneten und feierlich grüßten, dann der Kampf, als die Engländer geboten: „The Germans to the Front!“ (Die Deutschen an die Front!), das alles hatte uns wild begeistert. Heute wissen wir, daß die Engländer das immer so machen, nämlich, andere vorschicken und sich selbst schonen!
Als wir nun diese Plakate gesehen hatten, bettelten wir so lange, bis unsere Eltern nachgaben und eines Tages mit uns hingingen. Von der ganzen Schau weiß ich nicht mehr viel, nur der Clown und ein paar schöne Pferde springen noch durch mein Gedächtnis. Vielleicht habe ich auch, aus übergroßer Spannung auf das letzte, besonders das Schiff, nicht so recht aufgepaßt. Endlich kam dann die Schlußaufführung, und es war wundervoll und aufregend, wie die Soldaten mit Hurra vorgingen, schwerbepackt, über schlechte Wege und an steilen Wänden hoch. Es wurde geschossen, daß man jedesmal erschrack, eine Krankenschwester, die wie ein leibhaftiger Engel aussah, pflegte einen Verwundeten und endlich, endlich kam das Schlußbild, das heißersehnte Schiff. Da stand es plötzlich, vom Himmel heruntergelassen! Im — Sand der Manege!! Keine blauen Wogen waren weit und breit zu sehen; ich fing plötzlich an zu schluchzen — was auf Uebermüdung zurückgeführt wurde — und kam schleunigst ins Bett.
Noch lange habe ich mich mit dieser Enttäuschung herumgeschlagen, bis der Zahn der Zeit sie weg- genagt hatte. '
Enttäuschungen wird es immer geben, keinem bleiben sie erspart, aber die Hauptsache ist, daß wir lernen, sie zu überwinden. E. L. St.
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Stadttheater: 20 Uhr „Cavalleria rufticana" und „Bajazzo". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Weltrekord im Seitensprung". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kriminalkommissar Eyck". — Fröbel- seminar: 15 bis 17 Uhr Ausstellung. — Artilleristen- Kameradschaft: 20.30 Uhr Kameradschaftsabend im „Hessischen Hof".
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 19 Uhr „Die Fledermaus". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Weltrekord im Seitensprung". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kriminalkommissar Eyck". — Ortsgruppe Imker: 14 Uhr Versammlung im „Hopfeld". — Fröbel- seminar Ausstellung 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr.
Gießener Wochenmarktpreife.
* Gießen, 2. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, 50 kg 3,90 RM., Wirsing, kg 15 Rpf., Weißkraut 10 bis 11, Rotkraut 13, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 40, Unterkohlröbi 8, Zwiebeln 13, Schwarzwurzeln 35, Feldsalat, Vio 15
Zwei Jahre Arbeit
Das Fröbelseminar legt gegenwärtig Rechenschaft über die Arbeit der vergangenen beiden Jahre ab. In diesen Tagen wurden die Prüfungen durchgeführt, die mit erfreulich guten Ergebnissen im Praktischen, wie auch im Theoretischen abschlossen. Darüber hinaus wird für eine breitere Oeffentlich- keit auch eine Ausstellung veranstaltet, die allen, die dem Fröbelseminar ihre Aufmerksamkeit schenken, Aufschluß gibt über die Arbeit, die in zwei Jahren der Ausbildung der Kindergärtnerinnen, wie auch der Kinderpflegerinnen und Hausgehilfinnen .geleistet wurde. Die Ausstellung, die am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag zugänglich ist, ist ein schöner Beweis der Stetigkeit mit der, trotz mancher Schwierigkeiten, in der Schule gearbeitet wird. Insbesondere während des letzten halben Jahres war die Lehrarbeit nicht leicht.
Aus der vielfältigen Schau ist zu erkennen, daß die ganze Arbeit zielstrebig erfolgt und ausschließlich der Ausbildung tüchtiger Kindergärtnerinnen, sowie tüchtiger Kinderpflegerinnen und Hausgehilfinnen dient. Einen breiten Raum nimmt dabei in den praktischen Fächern die Handarbeit ein. In der Sck)au sind viele entzückende Kinderkleider zu sehen, die zum Teil aus alten Stoffen angefertigt worden sind, sich in hübschen Formen und mit reizendem Schmuck präsentieren und gleichzeitig erkennen lassen, daß sich die Schülerinnen mit vielen eigenen Gedanken um die Schaffung zweckmäßiger
bis 25, Nüsse, J4 kg 52, Lauch, das Stück 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 20, Schnittlauch im Topf 70 Rpf.
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Achtung! ft b J.- S p o r L
Sportamt Wetterau, Schanzenslratze 18.
Für Frauen: 9950
Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillersirahe.
Für Zliänner und Frauen:
Hallensport (insbesondere Hallenspiele) jetzt Ulittwochs, 20 bis 21 Uhr, Goethefchule. Richt wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr.
Kinder-Sportkurs ist an einem Rachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt.
Gedanken
zur 5. Reichssiraheniammlung
NSG. Am 2. und 3. März 1940 wird die fünfte Reichsstraßensammlung durchgeführt. Es sammeln NSKOV., RLB. und RDK. Kriegsopfer, Luftschutzbund und Kinderreiche treten also zusammen an als Vertreter im Selbstbehauptungskampf unseres deutschen Volkes. Der soldatische Gedanke der Wehrhaftigkeit, in dessen Schutz Staat und Familie stehen, kommt durch d-ie Vertreter der obengenannten Organisationen zum Ausdruck. Wie der 'Wehrwille unserer Nation in der Wehrmacht und in den wehrhaften Verbänden der Gliederungen der Partei sichtbar wird, so ist in den kinderreichen und erbtüchti- aen Familien unseres Volkes die Wehrhaftigkeit gesunden deutschen Blutes verkörpert. Das Soldatentum ist im großen deutschen Vaterland zur höchsten männlichen Tugend geworden. Was den Soldaten an Opferfreudigkeit und Einsatz auszeichnet, gilt übertragen bei den Frauen auf die Mutterschaft, auf die hohe Tugend deutschen Frauentums. Die Erziehungsarbeit des Führers hat diesen Tugenden wieder den Ehrenplatz im Herzen der Nation gesichert, der ihnen gebührt. Aus den erbtüchtigen Familien unseres Volkes wachsen wieder die Träger dieser deutschen Tugenden heran. Neben den alten bewährten Frontkämpfern und Kriegsopfern und den Wächtern des Luftschutzes tritt in der 5. Reichsstraßensammlung am 2. und 3. März der Kreis opferbereiter und lebensbejahender Familien mit an zum großen schönen Gemeinschaftsdienst für unser Volk im Kriegs-Winterhilfswerk.
Die deutsche Volksgemeinschaft wird mit ganz besonderer Freude den sammelnden Eltern und älteren Kindern ihr Opfer geben, um gerade auch diese Rcichsstraßensammlung zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.
Rotviehversteigerung in Gießen.
Die Abteilung C (Rotes Höhenvieh) des Landesverbandes der Rinderzüchter Hessen-Nassau hielt in der Rhein-Mainischen Versteigerungshalle eine sehr gut besuchte Versteigerung von Zuchtbullen ab. Zum Auftrieb kamen Datertiere aus den Hochzuchten des Kreises Biedenkopf, aus dem Kreise Wetzlar, aus Oberhessen, dem Odenwald und Kurhessen. Der Leiter der Versteigerung, Tierzuchtdirektor Dr. E. Wag-
des Fröbelsemmars.
und schöner Kinderkleidung bemühten. Auch Kinder- wüsche ist in vielen Einzelstücken zu sehen. Aus allen den Arbeiten spricht das Bestreben zu sorgfältiger Handarbeit, zu geschmackvoller Farbenwahl, zu sinngemäßer Verwendung von Zierformen und volkstümlichen Mustern.
Ungemein reichhaltig ist auch diesmal wieder jene Abteilung der Ausstellung, die aus dem Handfertigkeitsunterricht erwuchs. Viele Spielsachen aus wertlosem Material, aus Pappschachteln, aus Kistchen, aus Spulen und Rollen, aus Karton und Papier sind geschaffen worden. Da findet man Eisenbahnzüge gediegen aus Holz gefertigt, da sind Stuben und Häuschen geschaffen worden, in denen man sofort die Ausstattung für „Hänsel und Gretel" und „Schneewittchen" erkennt, da sind Burgen und Soldaten, Kasperltheater mit vielen Figuren, selbstaus- gcdachte und handgemalte Gesellschaftsspiele und viele andere Dinge mehr, die im einzelnen aufzu- Zählen hier nicht möglich ist. In einer schönen Schausammlang begegnet man außerdem als Arbeit aus dem Unterricht in der Hauswirtschaft einer Zusammenfassung von heimischen Küchen- und Heilkräutern.
In umfangreichen schriftlichen Arbeiten haben die Schülerinnen außerdem zu Fragen ihres zukünftigen Berufs Stellung genommen und ließen damit erkennen, daß sie sich mit allem Ernst ihren zukünftigen Aufgaben zu widmen bestrebt sind.
n e r (Gießen) machte auf die demnächst in Gießen stattfindende Eliteversteigerung von Rotviehbullen aufmerksam, für die auch einige der angemelbeten Bullen zurückgestellt wurden. Jrwgesarnt kamen etwa 37 Bullen zur Versteigerung, die flott verlief W gute Durchschnittspreise brachte.
Bei der Versteigerung war der Bedarf größer als das Angebot; die Tiere wurden ausverkauft. Der größte Teil wurde von Züchtern aus dem Kreis Wetzlar erstanden, andere gingen nach Biedenkopf, Oberhessen, in den Dillkreis und nach Wittgenstein in Westfalen. Von den gepflegten, in guter Verfassung befindlichen, tonnigen und mit guten Erbanlagen ausgestatteten Vatertieren wurden 10 der Wertklasse II zugeteilt. Die meisten Punkte vereinigte der Bulle des Züchters Otto Fischer (Hof Zwiefalten) auf sich. Den besten Tagespreis erzielte der Bulle des Züchters Adam Dilling aus Oberdieten (Kreis Biedenkopf), den der Bezirksverband Biedenkopf kaufte. In der Wertklasse III kaufte die Gemeinde Oueckborn den Bullen des Züchters Hch. Lang VI. (Stockhausen) zum besten Tagespreis.
Als nächste Versteigerung findet in Gießen eine Auktion von 50 'Fleckviehbullen und 60 Ebern statt. Zweifelsfragen zur Kleiderkarte geklärt
Hinsichtlich der Bewertung bestimmter Waren auf der Kleiderkarte sind weitere Zweifel geklärt worden. Eine Damenweste aus gewebtem Stoff wird gleich einer Männerweste mit acht Punkten bewertet. Eine Damenweste aus gewirktem Stoff wird wie ein Pullover behandelt. Eislaufhosen für Man- n?r, Frauen und Kinder werden mit der Hälfte der Punktzahl eines Trainingsanzuges angerechnet. Krawatten für Kinder und Frauen find wie Krawatten für Männer zu bewerten. Ein Kleinkindertrainingsanzug ist punktmäßig einem Sommeranzug für Kinder gleichzustellen. Gummierte Knaben- und Mädchenpelerinen werden wie eine Windjacke mit 15 Punkten bewertet, bei Kleinkindern m.U acht Punkten wie eine Ueberjacke.
*
** Ausstellung eines Gießener Künstlers. Der Metallbildhauer Heinrich Küchel, der schon des öfteren in unserer Stadt mit seinen Arbeiten in der Form von Ausstellungen hervortrat, zeigt gegenwärtig eine Reihe von Arbeiten im Neuwerk-Haus zu Kassel. Er hat sich dabei insbesondere volkstümlichen Schmuckmotiven zugewandt, die aus den Volkskunstformen der Schwälmer Stickereien gewonnen wurden. Aehnliche Arbeiten von Metallbildhauer Küchel werden gegenwärtig und aus Anlaß der Leipziger Messe im Grassimuseum zu Leipzig gezeigt. Auch an einer Reichsinnungs-Ausstellung der Goldschmiede wird sich der Gießener Metallbildhauer demnächst beteiligen.
** Städtische Bücherei. Im Februar sind 2112 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 1, Zeitschriften 25, Gedichte und Dramen 32, Erzählende Literatur 1139, Jugendschriften 413, Länder- und Völkerkunde 104, Kulturgeschichte 8, Geschichte und Biographien 211, Kunstgeschichte 2, Naturwissenschaft und Technologie 103, Heer- und Seewesen 34, Haus- und Landwirtschaft 9, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 29 Bände.
Strafkammer Gießen.
Der K. K. in Frankfurt a. M., z. Zt. in Strafhaft, war durch Urteil des Schöffengerichts Gießen vom 20. Dezember 1938 zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten und zu einer Geldstrafe von 50,— RM. verurteilt worden. Er hat in der Zeit vom September bis Dezember 1937 in Butzbach als Vertreter einer Firma in Frankfurt a. M. einer Butzbacher Firma Schreibmaschinen verkauft und als Inkasso-
3n wenigen Tagen
war ich vom Husten und starker Verschleimung restlos befreit. Düsseldorf, den 7. März 1937, Richthofenstr. 226, Fritz Haack, Kaufmann. Darum nehmen auch Sie Husta-Glycm, Fl. 1 Mk. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. g92V
Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 9. Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69. Drog. Bornemann, Bahnhofstraße 17. Drog. Elges, Seltersw. 66. Drog. Seibel, Frankf.Str. 39 bevollmächtigter Zahlungen entgegengenommen. Von den geleisteten Zahlungen hat er einen Betrag von 150,— RM. veruntreut und für sich verbraucht. Um den Verdacht der Unterschlagung von sich abzulenken, erstattete er gegen die Inhaber der belieferten Firma Anzeige wegen Betrug und Unterschlagung. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Vor Eintritt in die Berufungsuer- handlung nahm er die Berufung zurück.
ftreis Wetzlar.
Lpd. Hohensolms, 29. Febr. Hier wurde ein 500 Jahre alter Baum ein Opfer der Kälte. Der alte Baum wies einen langen Riß auf, der an sich so gut vernarbt war, daß er nach dieser Verletzung noch Jahrzehnte und Jahrhunderte überstand. In diesem Winter sammelte sich viel Wasser in dem Riß des Baumes auf, das bei tiefer Temperatur gefror. Der Eisblock hatte schließlich eine solche Gewalt, daß er den Baumriesen auseinandersp r en gte.
G. A.-Sport.
Iußball um die Kriegsmeisterschast.
DfB.-R. Gießen—Sportfreunde Wetzlar Watzenborn-Steinberg—Burgsolms Rodheim—1900 Gießen.
Die VfB.-R. empfangen die Leute vom Kloster- wald.
Burgsolms ist wiederum in Watzenborn angesetzt. Aus unerklärlichen Gründen traten die Burgsolm- ser am vergangenen Sonntag auf eigenem Platz gegen Naunheim nicht an. Wenn die Burgsolmser in Steinberg nicht antreten, so scheiden sie aus der Runde aus.
Die Blauweißen fahren nach Rodheim. Die Mannschaft von Rodheim wird bei diesem Spiel zu kämpfen wissen. Es geht jetzt um Punkte.
Watzenborn-Steinberg I — Burgsolms I.
Zum weiteren Meisterschaftsspiel empfängt die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg am morgigen Sonntag die gleiche Mannschaft des Sportvereins Burgsolms. Auch diese Mannschaft, die sich erst im vergangenen Jahre die Zugehörigkeit zur Bezirksklasse erkämpfte, ist ernstzunehmen. Der seinerzeitige Sieg über 1900 Gießen und das unentschiedene Spiel gegen den VfB.-R. Gießen stellte diese junge Kampfmannschaft unter die Favoriten. Die Platzmannschaft, die am vergangenen Sonntag ihr erstes Spiel verlor, wird des- halb um so mehr bestrebt sein, diese Scharte auszumerzen, zumal in diesem Spiel den „Teutonen" wieder ihr Torhüter Burger zur Verfügung steht.
VfB.-Reichsbahn I — Sportfreunde Wetzlar I.
Die Grün-Weißen empfangen morgen die Sport» freunde aus Wetzlar. Dieses Spiel bekommt dadurch einen besonderen Reiz, weil nunmehr auch die Spiele mit Sportfreunde und Rodheim in der Tabelle gewertet werden. Die Gäste sind hinreichend bekannt; früher lieferten sich beide Mannschaften schöne, spannende Kämpfe, lieber die derzeitige Spielstarke der Gäste kann man nichts sagen, da die Elf nicht immer in gleicher Aufstellung spielen kann. Die Grün- Weißen sind nach ihrem Sieg gegen den Tabellenreiter Steinberg Favorit. Die jungen Spieler sollten auch morgen einen sicheren Sieg herausholen.
VfB.-R. 1. Jugend — 1900 1. Jugend.
Das neulich verkürzt ausgetragene Spiel um die Bannmeisterschaft findet morgen feine Neuauflage. Die Grün-Weißen, die zwar beim letzten Spiel ein ehrenvolles Unentschieden erringen konnten, werden vor einer kaum lösbaren Aufgabe stehen.
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
STADTTHEATER GIESSEN
Samstag, den 9. März, 20 Uhr: Einmaliges Tanzgastspiel Ata non. olj^Qaknle
7. Solotän^et dat J'da’dln.at Staatiopat
in ihren schönsten Einzel- und Duotänzen
Am Flügel: Maria Kalamkariam
Karten zu Reichsmark 0.60, 1.—, 1.35. 1.85, 2.55 und 3.10
MKtzV fltt VM REM
VMch DKVMAUSV-DVOKV
1072D
»Zur Pilsklause«
Löwengasse 20
Nach vollständiger Renovierung
neu eröffnet!
Zum Ausschank gelangt: HESSEN QUELL - PILSENER
Der neue Wirt* Otto Schaeffer (früher „Altes Schloß“)
0718
In der Stärtt. Franenarbeitsschule, Steinstraße 10, werden in einer
Ausstellung
die Arbeiten der abgehenden Seminaristinnen gezeigt. Die Ausstellung ist geöffnet:
Montag, den 4. März, von 14.30-18 Uhr Dienstag, den 5. März, von 9-12 und 14-18 Uhr Mittwoch, den 6. März, von 9—12 und 14-18 Uhr 1033D
' STADTTHEATER GIESSEN ■
Sonntag, den 3. März, 19 Uhr: <
> Zum 9. Male! Der große Erfolg! <
: Die Fledermaus ■
> Operette von Johann Strauß '
► Musikalische Leitung: Heinz Markwardt ’
k Spielleitung: Harry Grüneke C
, Preise der Plätze: RM. 0.90, 1.30,1.85, 2.30, 2.85, 3.60 S
1097V <
Ausstellung der Schülerinnen-Arbeiten des Fröbelseminars
Samstag, 2. März, 15-17 Uhr und Sonntag,3. März, ll-13u. 15-17Uhr
_____Gartenstraße 30. [1(mD
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Schnell waagen für sämtliche Industrie-Zweige. [1047v
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