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doch nicht all« Truppen an der Rebellion beteiligen gtanfl es Segterungsftreitträfien, durch energisches Eingreifen die Empörung niederzuschjagen. Oberst Beniawm und einige andere Rädelsführer wurden 0 "da s t et Sie werden vor ein Militärgericht gefteUt werden, zusammen mit den Organisatoren des Aufstandes von Guayaquil.

Oie Aufrüstung der USA

Washington, 1. Februar. (DNB.) Der Gene- ralstadschef der Bundesarmee, General Georae Marshall, der in einer Geheimsitzung des Mili« tärausschusses des Abgeordnetenhauses die Budget- plane des Kriegsministeriums darlegte, teilte im Ausschuß mit, das Ministerium benötige für das am 1. Juli beginnende Haushaltsjahr insgesamt 1090 Millionen Dollar zur Erzielung einer ange- messenen Landesverteidigung und zwar 300 Mil- Nonen für Küstenbefestigungen, 40 Millionen für

Luftangriffswarnungsapparate sowie 650 bis 750 Millionen für Ausrüstung von 235 000 Mann der Bundesarmee und 227 000 Mann der National- garde. Im Falle der Bewilligung dieses Gesamt- betrages solle die Dundesarmee um 15 000 Mann verstärkt werden.

Der Marineausschuß des Abgeordnetenhauses hieß das Flottenbauprogramm gut, das für die nächsten zwei Jahre den Bau von 21 Kriegsschiffen, 22 Hilfskriegsschiffen und die Erhöhung der Marineluftwaffe auf mindestens 4500 Flugzeuge vorsieht. Die Gesamtkosten werden auf 655 Millionen Dollar geschätzt. Die ursprüng­lich von der Regierung vorgeschlagene Erhöhung der Flottenstärke um 2 5 v. H. hatte den Bau von 77 Kriegsschiffen und ebensoviel Hrlfskrieasschiffen im Gesamtbetrag von 1,3 Milliarden Dollar i n nerhalb der nächsten sechs Jahre vorge­sehen.

Der Führer spricht im berliner Sportpalast.

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3n der bis auf den letzten Platz besetzten Riesenhalle des Berliner Sportpalastes hielt der Führer am Abend des 30. Januar 1940 seine große Rede, die eine schneidende Abrechnung mit dem Heuchler Chamberlain war, und in der Adolf Hitler den unzerstörbaren Siegeswillen der geeinten deutschen Nation betonte. Unser Bild gibt einen Ueberblick über die Halle während der Rede des Führers. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Eine

an Ditamim

Unsere Soldaten erhalten Vitamine

Wehrmachtsverpflegung nach den Grundsätzen moderner ErnährungSwiffenschast.

Gestaltung der Zivilernährung stark beeinflussen werden.

Da ist zunächst das Hefeeiweiß als eine der hochwertigen Dttaminquellen zu nennen. Es wird in Form von Hefeexttakt verwendet. Der feinwür- zige, fleischextraktähnliche Geschmack macht es veian­ders als Zusatz zu weichlichen Suppen und Geml^.n wertvoll. Amerika und Japan haben den Wert der Hefe auch für die Heeresverpflegung längst erkannt. Im Ausland wird Nährhefe sogar als Tischgewürz neben Pfefter und Salz weitgehend verwendet. Auch die deutsche Heeresverwaltung ist dazu übergegan­gen, die Nährhefe für die SoMatenkost heranzu­ziehen, die dadurch nicht nur schmackhafter, sondern auch wertvoller wird. Aufgewertet wird eine Speise, wenn die durch das Kochen oder die sonstige Bereitung zum Teil verlorengegangenen oder m ihrem Wert verminderten Wirkstoffe ganz oder teil­weise wieder ersetzt werden. Das kann sehr gut durch Hefeextrakt geschehen, der auch als Brotaufstrich dienen kann. Weiter wird Tomatenmark in der Truppenküche verwendet, um den Gehalt an Vitamin C, durch Zugabe kurz vor der Essenaus-

treidearten usw. Die Heeresverwaltung hat neu­artige Lebensmittel auf dem Gebiet der Streckung aller Art von Fleisch und Wurst durch Keimlings- zusatz geschaffen. Die so mit Vitaminen angereicherte Leber- und Blutwurst ist von ausgezeichneter Qua­lität. Endlich sei noch aus die Einführung des ame­rikanischen Tiefkühlverfahrens nach Bird- seye durch die Heeresverwalttnrg hingewiesen. Jedem Feinschmecker läuft das Wasser im Munde zusam­men, wenn er sieht, wie auf diese Weise frische Himbeeren, grüne Bohnen, Kirschen, ftischer Spar­gel, frische Mohrrüben selbst im kältesten Winter, unverändert wie am Tage der Ernte, für die Küche bereitstehen. Sie sind bei 35 Grad unter Null ein- gefrostet und halten sich und ihren Gehalt an Nährstoffen und Vitaminen auf diese Weise jahre­lang. Der Chef der Amtsgruvpe Derpflegungs- und Derfchaffungswesen, Generalstabsintendant Ge- heimrat P i e s z c z e k, wies auf die wertvollen Auswirkungen der so gesteuerten Verpflegung auf die ganze Wehrmacht hin.

Kleine politische Nachrichten.

Auf Veranlassung des Reichsministers und Reichs- bauernführers Darrö fand in Berlin eine Arbeits- taguna der Leiter der Hauptabteilungen III der Landesbauernschaften statt, die der Erörterung lau­fender Fragen der Krtegsernährungswirtschaft diente.

gäbe, zu ergänzen.

Ueber die neuartigen getrockneten Gemüse, die nichts mehr mit demDrcchtverhau" des Welt­kriegs gemein haben, sowie die vitaminhaltigen Dosenkonserven ist bereits berichtet worden. Es wird auch Vitamin C in reiner Form ausgegeben, und zwar als Ascorbinsäure. Jeder Feld­soldat bekommt jede Woche zweimal 50 Ascorbin- säure-Bonbons, aus-gezeichnet schmeckende Toffees oder sonsttge Komprimate. Jeder dieser Anti-Ermü- dungsbonbons enthält ein Milligramm Vitamin C. Die Ausgabe dieser Bonbons erfolgt in den Mo­naten Februar bis Mai.

große. Rolle spielt ferner der hohe Gehalt iminen beim Keimlingen, gekeimten Ge-

Aus einem vom O. K. W., Heeresverwaltungsamt, veranstalteten Presseempfang wirrte darüber be­richtet, welche Bedeutung die Vitamine bei der Ver­pflegung des deutschen Soldaten haben.

Der Leipziger Universttätsprofessor Dr. Scheu- n e r t, zeigte die Vitamine als unentbehrliche Wirkstoffe unseres Lebens, deren Fehlen oder un­genügendes Vorhandensein Mangelerkrankungen zur Folge hat. Die Heeresverwaltung hat dafür gesorgt, daß der deutsche Soldat in seiner Kost ge­nüget Vitamine erhält. Jeder Verpflegungsofsi- üer, Truppenarzt, Verpflegungsbeamte und Feld- roch hat darüber zu wachen, daß die Soldatenkost die nötigen Vitamine nach den Angaben eines Merkblattes enthält. Mangel an Mtannn A würde die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger verringern, fehlendes Vitamin B1 Schlaffheit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerz oder Blutarmut ver- Ursachen tonnen; zu wenig Vitamin C fördert die ErkAtungÄrereitschaft und dieFrühjahrsmüdig- feit".

Oberstabsarzt Dr. Schreiber erläuterte die Ditaminversorgung vom Standpunkt der gesund- heittichen Fürsorge aus. Kein Nahrungsmittel wurde neu in die Heeresverpflegung aufgenommen, das nicht neben seinem Gehalt an Nährwerten auch seinen Ditamingehalt erwiesen hätte. Es besteht auch eine ärztliche Ueberwachung des Vitamin ge- Halles der Konserven. Am wichttgsten ist für den Soldaten die Versorgung mit Vitamin C. Sie ist unbedingt gesichert durch frische Kartoffeln, ftifches Gemüse, frische Früchte oder Konserven, von denen das Heer nur solche verwendet, die einen ausreichenden Vitamingehalt enthalten. An zweiter Stelle hinsichtlich seiner Wichttgkeit steht das Vitamin B 1. Seine ausreichende Zufuhr sichert schon das gute deutsche Kommißbrot. Da man es rtn Kriege nicht immer überall hinbringen kann, wurde oie konzentrierteste Brotkonserve, das Knäckebrot, eingeführt, das eine sehr hohe Zufuhr an Vitamin B verbürgt und lange halt­bar ist. Die erforderlichen Ditamin-A-Mengen wer­den durch Blut- und Leberwurst, entsprechende Konserven, rote Rüben, Spinat, Salat oder Karot­ten, selbst Brennesseln, gewährleistet. Der beste Erfolg dieser sorgsamen Maßnahme liegt darin, daß der Gesundheitszustand des deutschen Solda­ten im Frieden immer gut war und auch jetzt im Krieg gut ist. 68 v. H. der Soldaten nehmen im Rekrutenjahr, 73 v. H. nach dem ersten Dienstjahr an Körpergewicht zu.

Aufschlußreich waren auch die Darlegungen von Oberregierungsrat Dr. Ziegelmayer über die Berücksichtigung der Ergebnisse der Ditammfor- schung in der Praxis der Truppenverpflegung. Seine Feststellung, daß die Wehrmachtfür Jahre hinaus Vitamine gehamstert habe, sand verständnisvollen Beifall. Die Vorsorge geht jo weit, daß hinter dem Westwall, in seiner ganzen Ausdehnung, riesige G e m ü s e m i e t e n ange­legt wurden, die es ermöglichen, die Feldsolomen auch im Winter mit frischem Gemüse unb fn|du-rt Kartoffeln zu versehen. Mohrrüben, Kohl aller Art, Steckrüben usw. sind bereits Anfang Oktober v. 3. neben Kartoffeln hier eingelagert worden. Es find aber auch die sorgsamen Maßnahmen bei der Zu­bereitung und die neuen Wege zurAufwertung der Truppenverpflegung, die sicherlich di« tünfttgr

In Prag fand die Amtseinführung des Ober­landesgerichts Präsidenten Dr. Buerkle und des Generalstaatsanwalts Dr. Gabriel durch Reichs­justizminister Dr. Guernter statt. Der Reichs­protektor Freiherr von Neurath wies in feiner Begrüßungsansprache auf den Befehl des Führers Kn, wonach jeder Volksdeutsche im Pro- tettorat einen deutschen Richter finden solle. So wurde in kurzer Zeit der das gange Protektorat umfassende Oberlandesgerichtsbezirt Prag mit zwei Landgerichten und zwölf Amtsgerichten ausgebaut.

Das von Fritz Hippler gestaltete dokumentarische Filmwerk der DFG.Feldzug in Polen" wurde mit den Prädikatenstaatspolitisch wertvoll", künstterisch wertvoll",volksbildend",feiertags­frei" undfugendfrei" ausgezeichnet.

Der 17. Jahrestag der Gründung der Fascisttschen Miliz wurde in ganz Italien feierlich begangen. Ihren Höhepunkt fanden die Feiern am Sitz des Oberkommandos der Fasciftifchen Miliz in Rom, wo Mussolini am Ehrenmal der Gefallenen einen großen Lorbeerkranz niederlegte. Anschließend be­gab sich Mussolini zum Rapport des Generalstabs- chess der Miliz, Starace, und überreichte erfolg­reichen Sportlern der Miliz Plaketten. Nach einer Krvnzniederlegung am Ehrenmal des Unbekannten Soldaten nahm der Duce die Parade der Miliz ab.

Generalkonsul Bene als Beauftragter des Deut­schen Reiches und Minister G u a r n e r i als Be- auftraater der italienischen Regierung haben die Grundsätze für die Wertfestsetzungdes Ver­mögens bet aus Italien nach dem Deutschen Reich abwandernden Volksdeutschen unddeutschen Reichsangehörigen unter-

zeichnet. Die gemischte deutsch-italienische Kommission kann nunmehr sofort mit der Wertfestsetzung des Vermögens der Abwandernden beginnen, die mit größter Beschleunigung durchgeführt werden soll.

Habt eine offene Hand!

Im Bewußtsein ewiger Dankesschuld gegenüber den Männern an der Front.

Berlin, 2. $ebt. (DBB.) Der Stabschef der S2L, Viktor Luhe, der Reichsführer ff H imm- t e r, der Korpsführer des V S K K. H ü h n l e i n und der Korpsführer des VSFK. General der Flieger Christiansen haben folgenden gemeinsamen Aufruf zur vierten Reichs straßen- s a m m l u n g, die am kommenden Wochenende stattfindet, erlassen:

Träger der vierten Reichsstraßensammlung im KwhW. 1939/40 sind wieder die Kampfglie­derungen der Partei, SA., ff, RSKK. und RS.-Fliegerkorps. Rur ein geringer Teil der Männer wird diesmal zum Einsatz gelangen, denn die überwiegende Mehrzahl steht unter den Waffen, die Heimat zu schirmen und zu schützen. Diese Straßensammlung ist deshalb um so entschlossener und tatkräftiger durchzuführen. 5ei sich jeder Sammler darüber klar, daß er als Be­auftragter des Führers draußen steht, und habe jeder Volksgenosse eine offene und gebefreudige Hand in dem Bewußtsein ewiger Dankesschuld gegenüber den Männern der Front. Zeigt Euch wert und würdig ihres tapferen Einsatzes!

Probleme der deutschen Schulen.

Qftne aufschlußreiche Bilanz des deutschen Schul­wesens zieht der Referent im Reichserziehungs- ministertum, Dr. Gerhart) Krause, inWelt­anschauung und Schule". Es lag durchaus im Sinne der bevorstehenden Neuordnung, daß die konfessio­nelle Volksschule entsprechend den Wünschen der Elternschaft und Lehrerschaft fortschreitend burd) bte Gemeinschaftsschule ersetzt wurde, ein Prozeß, der nahezu abgeschlossen ist. Ebenso lag die Förderung des Mittelschulwesens schon durchaus im Sinne der komrnenden Reform. Das gleiche gM für den nun erreichten Abschluß des Lesebuchwerks der Volksschulen. Zum ersten Mal haben die Volksschulen des ganzen Reichs in allen Klassen ein Lesebuck mit dem Kelchen Kem- teil, unterschieden durch die eingeschmolzenen Hei­matteile.

Bei den höheren Schulen ist der Ausbau der Zubringerschulen auf dem Lande, die Einpas­sung der privaten Anstalten in die Schulreform und die Vertiefung der erzieherischen Arbeit nach den neuen Richtlinien hervorzuheben. Eine Kom­mission des Reichserziehungsministerimns hat höhere Schulen bereist und zur einheitlichen Aus­richtung des Unterrichts, die im übrigen durch Schulungsarbeit an den Lehrern gefördert wurde, wesentlich bei getragen. Wir sind jetzt so weit, daß wir für sämtliche Unterrichtsfächer auf nahezu allen Stufen der höheren Schule neue Lehrbücher haben. Die Reichsstelle für den Unterrichts­film, die bereits rund 250 000 Schmalfilmkopien an die Schulen des Reiches hinausfandte und die 640 Originalfilme fertigstellte, wurde in die Frei­zeitgestaltung für die Wehrmacht eingeschaltet.

Turnen und Sport haben sich ht ihrer Stellung innerhalb der Charaktererzieyungvom

Leibe her" weiter befesttgt. Es mehren sich die Schulen, an denen als Klassenlehrer in erster Linie die Lehrer mit Tumbefähigung wirken. Die Leibes­erziehung der weiblichen Jugend hat ihre Richtlinien noch nicht erhalten; aber ein wesentlicher Teil ihres praktischen Inhalts gewann endgültige Gestalt durch die Schaffung der deutschen Gymnastik, die auf der Lingiade zu Stockholm ihre internationale Feuer­probe glänzend bestand. Ein Lehrermangel wird hier um so weniger Eintreten, als auch freiberufliche Lehrkräfte herangezogen werden könnten.

Die Frage des Lehrernachwuchses und der Lehrerbildung, von der die Zukunft der Schule noch mehr als von jeder Schulreform abhängt, trat durch die Einrichtung von Aufbaulehrgängen in einen neuen Abschnitt. Hier werden gegenwärtig 2400 ausgewählte Absolventen der Volks- und Mit­telschulen und des Landjahres zur Aufnahme in die Hochschulen für Lehrerbildung vorbereitet. Die neue wissenschaftliche Prüfungsordnung für das Lehramt an höheren Schulen dürfte in Kürze er­lassen werden. In ihr wird die Ausrichtung des Studiums auf ein Grundfach und zwei Beifächer in einer begrenzten Zahl von Kombinationsmöglich­ketten an Stelle der alten Minimalforderung von zwei Hauptfächern und einem Nebenfach Ber­ent ert fein. Der Aufbau des deutschen Schulwesens in ehemals polnischen Gebieten verlangt weitschauende Planung. Es hat sick z. B. ergeben, daß der Warthegau und das ehemals westpreußiscke Gebiet in absehbarer Zeit wesenllich mehr deutsche höhere Schulen haben müssen, als vor 1918 vorhan­den waren. Sind doch allein aus Estland und Lett­land 14 höhere deutsche Schulen mit über 200 Leh­rern und annähernd 3000 Kindern zu gezogen

Aus aller Welt.

Todesstrafe und Zuchthaus wegen Schiebungen mit Bezugsscheinen.

Nach neun Verhandlungstagen wurde vor dem Sondergericht in Königsberg ein Pro­zeß beendet, in dem 31 Angeklagte wegen Verbre­chens nach § 4 der Volksschädlingsverordnung vor dem Richter standen. Unter den Angeklagten be­fanden sich auch acht aushilfsweise Angestellte des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes der Stadt Kö­nigsberg. Die Angeklagten hatten große Schie­bungen mit Bezugscheinen vorgenommen und sich für unrechtmäßige Aushändigung von Be­zugscheinen bestechen lassen. Das Gericht fällte schwere Strafen gegen die Verbrecher, da nicht nur der Soldat an der Front, sondern auch jeder ein­zelne in der Heimat seine Pflicht im Shriege ge­wissenhaft zu erfüllen habe. Friedrich Gold- Hagen, der Hauptangeklagte und überdies ein sechsmal vorbestrafter Verbrecher wurde zum Tode und Ehrverlust auf Lebenszeit verurteilt. Von den übrigen Angeklagten wurden einige mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren, andere mit Gefängnis und Geldstrafen bedacht. Vier Angeklagte wurden freigesprochen.

Volksschädling hingerichtet.

Am 30. Januar 1940 ist der am 9. Oktober 1919 in Gleiwitz geborene Ernst Gonsior hingerichtet worden, den das Sondergericht Breslau am 20. Dezember 1939 als Volksschädling zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren­rechte Geurteilt hat. Ernst Gonsior hatte in der Nacht zum 2. Dezember 1939 in einer Gastwirtschaft in Gleiwitz beobachtet, daß ein Gast einen größeren Geldbetrag mit sich führte. Er folgte ihm daraufhin unbemerkt zusammen mit einem weiteren von ihm verleiteten Mittäter, überfiel i h n in dem verdunkelten Hausflur seines Wohnhauses und enttiß ihm die Brieftasche.

Eifersuchtstragödie eines greifen Ehepaares.

Der 87jähri« Anton Schmolle wurde in G u t f ch e n, Gemeinde Eberftein (Ostmark) e r - schlagen in seinem Bette aufgefunden. Neben ihm lag seine schwerverletzte Gattin, die sofort in das Klagenfurter Krankenhaus gebracht wurde, wo sie inzwischen starb. Dem ersten An­schein nach nahm man an, daß das greife Ehe­paar Opfer eines Raubmordes geworden sei. Nun­mehr hat sich eine überraschende Aufklärung der Bluttat ergeben. Es war bekannt, daß der Greis auf feine 61jährige Ehegattin sehr eifersüchtig war und sie wiederholt bedrohte. Die Erhebungen ergaben, daß der Mann eine derartige Auseinan­dersetzung mit seiner Frau gehabt hatte, wobei er sie mit einem Schuheisen schwer verletzte. Bei der Abwehr erschlug die Frau chren Mann mit einem Hammer. Dann versteckte sie das Mord­werkzeug mit den blutigen Kleidern des Toten in einer Erdgrube außerhalb des Hauses, durchwühlte alle Laden und versuchte einen Raubüberfall vsr-utäuschsv, Damit hat W räHechajtv Tat

nach den Aussagen der Frau volle Aufklärtmg ge­funden.

Moderne orthopädische Klinik in Münster.

Durch einen Vertrag zwischen der Stadt Mün­ster und der Universttätsverwalttmg wurde die orthopädische Abteilung der Ehirurgischen Univer- frtätsttinif aufgelöst und mit der Orthopädischen Abteilung des Hüfterstifts verschmolzen. Auch die Massageschule wurde in das Hüfferstift verlegt und von der Stadt Münster übernommen. Sie soll aus- gebaut werden und auch die Ausbildung von Heil­gymnastinnen übernehmen. Die ärztliche Leitung überträgt die Stadt dem jeweiligen Inhaber des Lehrstuhles für Orthopädie an der Universität, wo­bei sie ein Mi tbesttmmungs- bzw. Auswahlrecht hat. Entsprechend diesen Abmachungen ist nun Pro­fessor Dr. Pitzen (früher in Gießen) mit der Leitung der Orthopädischen Abteilung des Hüffer- stiftes betraut worden. Die Anstalt hat auch di« besondere Aufgabe wisse nschaftlick - orthopädischer Lehre und Forschung zugewiesen Bekommen. Des­wegen wurde eine Poliklinik angefügt und ein Hör­saal eingerichtet, der später durch die Errichtung eines besonderen Hörsaalgebärckes einmal ersetzt werden soll. Dieser Tage wurde nun vor zahl­reichen Vertretern aus Partei, Staat und Wehr­macht sowie der Wissenschaft die neue Klinik mit einer Eröffnungsvorlesung Professor Pitzens eröff­net, der dabei einen Ueberblick über die Geschichte der Orthopädie gab.

Alpini-Abteilung von Lawine verschüttet.

Ein schweres Lawinermnglück trug sich in den Bergen nördlich von Brun eck im Ober­etschgebiet zu. Eine Alpini-Abteilung unter dem Kommando eines Leutnants war von der Uniti- Hütte im Tauferer Tal aus gebrochen, um über die 2700 Meter hohe Antholzer Spitze in das Antholzer Tal abzusteigen. Beim Abstteg wurde die Abteilung von einer Riesenlawine erfaßt. Zum Glück waren einige der Leute nur von einer leichten Schneedecke bedeckt worden, so daß sie sich schnell fteimachen konnten. Unverzüglich nahmen sie die Suche nach den übrigen Kameraden auf. Es gelang ihnen, sie zum Teil lebend zu bergen. Vier von ihnen waren jedoch inzwischen unter den Schnee­massen erstickt. Sie wurden von den Kameraden in das Antholzer Tal hinuntergeschafft. Nur den außerorderttlich schnellen Rettungsarbeiten ist es zu verdanken, daß nicht mchr Opfer bei dem Lawinen­unglück zu beklagen sind.

Fährverbindung DänemarkSchweden unterbrochen.

Die Eisenbahnfähre HelsingörHelsingkorg, die Dänemark und Schweden verbindet, und allen Eis- schVierigkeiten zum Trotz bisher ihren regelmäßigen Dienst versehen konnte, ist in der Nacht zum Don­nerstag mit fünfzig Passagieren an Bord im Packeis f e st g e fa h r e n. Das Schiff mußte nach achtstündige'm Kampf von einem Eisbrecher nach Helsingör zurückgeholt werden. Vorläufig wird versucht, die Anschlüsse an die schwedischen (Fifen- bahuen tröt Eisdrechts suftechtzuechÄten. Dornt