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in die Hände dieser nordamerikanischen Manipulan­ten entgegenzustellen. Der Plan, die Rohstoffe und das freiheitliche Gewissen Amerikas zu kaufen, scheine allerdings totgeboren zu sein.Gazeta de Noticias" schließt:Amerika wird weiter den Ame­rikanern gehören, die seine Zukunft auf würdigen und ehrlichen Grundlagen aufbauen wollen. Pläne gibt es viele, Patriotismus nur einen."

Neue innenpolitische Aera in -er Slowakei.

Preßburg, 31.Juli. (DNB.) Die slowakische Hauptstadt war Dienstagabend der Schauplatz einer Kundgebung, auf der Ministerpräsident Dr. Tuka und Innenminister Sano Mach über die Bedeu­tung der Salzburger Reise und der Regierungs­umbildung sprachen. Weiter unterstrich der Führer der deutschen Volksgruppe in der Slowakei, In­genieur Karmasin, den Willen zum aufrichti­gen Zusammenleben der Völker dieses Raumes im Geiste Adolf Hitlers und des von ihm geschaffenen neuen Europa. Ministerpräsident Dr. Tuka unter­strich die Notwendigkeit einer Verfassungs­änderung, die Ausmerzung aller zersetzenden Einflüsse in Politik und Wirtschaft und den Kampf gegen die Korruption sowie Verbesserung der sozia­len Lage des Bauern, Arbeiters und Angestellten. Sano Mach umriß die zur sozialen Befriedung des Landes geplanten Maßnahmen und schloß seine Rede mit einem Gruß an Adolf Hitler, der von den Zehntausenden mit enthusiastischer Begeisterung aus­genommen wurde.

General Schekoff über seine Eindrücke in Deutschland.

S o f i a, 1. Aug. (Europapreß.) Der ftühere Ober­kommandierende des bulgarischen Heeres, General Schekoff, ist bei seiner Rückkehr aus Deutschland auf dem Bahnhof von Sofia von einer Abordnung des Verbandes der bulgarischen Reserveoffiziere und Vertretern der bulgarischen Generalität feierlich emp­fangen worden. General Schekoff sagte, die größte Achtung, die ihm in Großdeutschland zuteil geworden sei, habe Bulgarien gegolten. Sein Besuch bedeute für ihn den Höhepunkt seines Lebens. Der Führer habe ihn wie einen alten Freund emp­fangen. Schekoff erinnerte daran, daß er als erster Bulgare im Jahre 1933 den Führer zur Machtüber­nahme beglückwünscht habe. Seinen ersten Besuch habe er Adolf Hitler im Jahre 1937 gelegentlich des Nürnberger Parteitages gemacht. Begeistert äußerte sich General Schekoff über die Organisation Todt, die er mit dem bulgarischen Arbeitsdienst verglich. Schließlich erwähnte er noch, daß er in Koburg den früheren bulgarischen König Ferdi­nand besucht habe.

Der neue Kurs in Rumänien.

Bevölkerungsautausch mit den Nachbarländern.

B u k a r e st, 31. Juli. (DNB.) Außenminister Manoilescu erklärte der Presse, daß der Mi­nisterpräsident und er in Deutschland und Italien eine sehr gute Aufnahme gefunden hätten. Rumä­nien behalte auch weiterhin die Freiheit, über die Gestaltung seines Schicksals zu entscheiden. Die po­litische und wirtschaftliche Unabhängigkeit Rumä­niens in dem im Werden begriffenen südosteuro­päischen System sei vollkommen. Neben der Wirt­schaft liege die Hauptsorge der Achsenmächte in der Aufrechterhaltung des Friedens im Südosten. Hin­sichtlich einer Entspannung mit Ungarn und Bulgarien sei die rumänische Regierung aus eigener Initiative entschlossen, ihre guten Ab­sichten für ein friedliches und freundschaftliches Zu­sammenleben mit seinen Nachbarn unter Beweis zu stellen und zur Regelung der Minder­heitenfrage radikale Lösungen mit neuen oder bereits bewährten Methoden zu suchen. Man wolle einen Bevölkerungsaustausch mit den Nachbarstaaten durchführen. Man werde alle Rumänen, ^die im Westen und Süden außerhalb des Landes wohnen, gegen Austausch entsprechender Volksgruppen, nach Rumänien zurückführen, wo­durch Reibungsquellen beseitigt und die nationale Struktur Rumäniens einheitlich werde. Schließlich könne das alte Losungswort der Nationalisten Rumänien den Rumänen" nicht verwirklicht wer­den, wenn man nicht auch an eine energische Lösung der Judenfrage schreite, zu welchem Zweck man ernste, gut vorbereitete Maßnahmen treffen werde.

Ser Sure dankt dem Führer.

Berlin, 31. Juli. (DNB.) Det Duce hat auf das Geburlslagsglückwunfchlelegramm des Führers telegraphisch folgende Antwort an den Führer ge­richtet:

Ich danke Ihnen lebhaft für die Glückwünsche, die Sie mir anläßlich meines Geburtstages über­sandt haben. Alle meine (Energien und die des ita­lienischen Volkes sind auf das eine Ziel gerichtet, das, welches Sie in Ihrem Telegramm erwähnten: zu siegen! Mussolini."

Britische Spionage im Schutze der Exterritoralität.

Tokio, 31.Juli. (DNB.) Die japanische Presse beschäftigt sich weiterhin mit der Spionage des Secret Service in Japan. Besonderes Aussehen er­regt die Mitteilung, daß ein Mitglied der britischen Botschaft den Hafen in Shikoku ausspioniert und Schiffsbaupläne gestoh- l e n habe. In 10 Fällen, so schreibtTokio Asahi Schirnbun", hätten englische Staatsangehörige unter allerhand Vorwänden verbotene Küsten- zonen betreten und Vermessungen vorgenom­men oder Aufnahmen gemacht. In 1012 Fällen seien angebliche Touristen, in der Hauptsache Briten, beim Photographieren an ver­botenen Stellen überrascht worden.

Oer Inder Udham Singh hingerichtet.

Bem, 1. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung aus London wurde am Mittwoch der 37 Jahre alte indische Ingenieur UdhamSingh im Londoner Pontonville-Gefängnis hingerichtet. Udham Singh war von den Engländern angeklagt, am 13. März den ehemaligen Gouverneur von Pundschab, Sir Michael O ' D w y e r, der sich durch das Blutbad von Amritsar den tödlichen Haß des gesamten indischen Volkes zugezogen hatte, in der Londoner Caxton-Hall erschossen zu haben. Singh wurde am 5. Juni von einem britischen Ge­richt für schuldig befunden und zum Tode verurteilt.

MlilärallaMS auf den Schlachtfeldern Frankreichs.

In Berlin beglaubigte Militärattaches aus 22 Ländern hatten kürzlich Gelegenheit, die Schlachtfelder 1 Frankreichs zu besichtigen. (PK.-Moesdorf-Atlantic-M.)

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Im Spiegelsaal von Versailles.

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Deutsche Soldaten, die in ihrer dienstfreien Zeit die Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt besichtigen, wellen hier im Spiegelsaal von Versailles an der Stelle, an der vor 21 Jahren Deutsch­land das Schanddiktat aufgezwungen wurde, das nunmehr das deutsche Schwert für immer ausgelöscht hat. (PK.-Kettelhofer-Scherl-M.)

Bombenangriffe aus Flugzeugsabrik und Hasenanlagen.

Der Wehrmachisberichk vom Mittwoch.

Berlin, 31.5uli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Schlechtwetterlage erzwang eine Einschrän­kung der Tätigkeit unserer Luftwaffe. Trotzdem wurden neben Aufklärungsflügen an der Ost- und Südküfte Englands die Flugzeugfabrik in Filton sowie die Hafenanlagen von Swansea und Ply­mouth in der Nacht zum 31. Juli mit Bomben angegriffen. In der Nacht zum 31. Juli flogen nur wenige britische Flugzeuge nach Westdeutschland ein. Durch die Bombenabwürfe wurde Sach- oder Personenschaden nicht angerichtet. Zwei einflie­

gende Flugzeuge wurden durch unsere Jäger ab­geschossen.

Wie nachträglich bekannt wird, sind am 29. Juli insgesamt 21 britische Flugzeuge abge­schossen worden.

Italienischer Wehrmachtsbericht.

Rom, 31. Juli. (DNB.) Der italienische Wehr­machtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

Unsere Flieger in Ostafrika haben den Hafen von Aden erneut bombardiert und dabei Volltreffer auf zwei Schiffe und ein großes Brennftofiuepot er­zielt. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Während eines vom Feind versuchten Angriffes auf Assab ist ein Blenheim-Bomber von unserer Luft­abwehr abgeschossen worden.

Schnellboote, der Schrecken britischer Seteitzüge.

Von Kriegsberichter Herbert Nolte.

DNB. ... (PK.) Wie der Wehrmachtsbericht mel­dete, versenkte ein Schnellboot bei Portland einen 18 000-Tonnen-Dampfer. In der folgenden Nacht gelang es, aus einem Geleitzug vier Dampfer zu versenken und einen in Brand zu schießen. Das war ein stolzer Anfang für das Schnellboot, das am Abend zuvor erst an die Front ge­kommen war und gleich bei der ersten Unter­nehmung einen Riesen von 18 000 Tonnen in die Tiefe schicken konnte. Anfangs schien es, als sollte diese Unternehmung erfolglos bleiben. Weit und breit konnte kein Schatten ausgemacht werden. Schon hatten die Boote den Rückmarsch angetreten, als plötzlich weit voraus ein Licht auftauchte. Dann wurde der Schatten größer und größer. Immer deutlicher wurden Einzelheiten erkennbar. Der hat gut und gerne seine 18 000 Tonnen, meint der Kommandant. Ein Torpedo verließ das Rohr, und ehe die dort drüben daran konnten, ihre Geschütze zu besetzen oder die Fahrstufe zu verändern, bäumte der Riese sich schon auf. Für einen Augenblick ragte der Bug gen Himmel, dann ward nichts mehr ge­sehen.

Am nächsten Abend laufen die Boote wieder aus. Ringsum ist es düster, kaum ist die Kimm auszu­machen, dazu regnet es, was vom Himmel herunter will. Nach Mitternacht klart es etwas auf. An Back­bordseite und Voraus ist jetzt schon ohne Glas die englische Küste zu erkennen, denn weit hineingestoßen in d i e Bucht von Brighton sind die Boote. Doch nichts ist zu sehen. Nur Scheinwerfer leuchten in kurzen Abständen immer wieder rings um uns auf. Plötzlich stehen wir mitten in einem englischen Geleitzug. Jetzt gibt es kein vor­sichtiges Anlaufen mehr, hier muß sich jedes Boot seinen Dampfer aussuchen, mit hoher Fahrt auf ihn zulaufen, schießen und auf den nächsten stürzen. Zwei Dampfer hat unser Boot vor sich, der eine

lohnt den Aal nicht! Aber der nächste, der soll daran glauben. Also an dem kleinen vorbei und bann raus mit dem Torpedo.

Auf dem kleinen Dampfer aber scheint ein schnei­diger Kapitän zu stehen. Plötzlich steuert er auf bas Schnellboot zu, um es zu rammen.Hart Steuerborb", und schon dreht bas flinke Boot und kommt gerade vorm Bug des Dampfers frei. Denn tief liegt er im Wasser. In Sekundenschnelle spielt sich jetzt alles ab ...Steuerbordrohr fertig." ,Steuerbordrohr ist fertig."Rohr los?Hart Steuerbord."

Während das Boot noch im Abdrehen ist, fliegt der Dampfer auch schon auseinander. Riesige Stücke wirbeln in der Luft umher. Splitter prasseln an Deck, verbiegen die Reling und reißen Splitter aus der Bordwand des Schnellbootes heraus. Das ging noch einmal gut ab. Ein 1012 000-Tonnen-Damp- fer muß wieder in der Schiffsliste des Briten ge­strichen werden.

Da tauchen plötzlich neue Schatten auf, englische Zerstörer, die anscheinend den Ge­leitzug schützen sollten und nun nachdem ihre Schützlinge zusammengehauen sind, darangehen, uns zu jagen. Eine dicke Regenboe nimmt uns auf. Der Heimmarsch kann angetreten werden. Als es kurze Zeit später wieder etwas aufklart und zu däm- mern beginnt, sind die Zerstörer nicht mehr zu sehen. Erst nach dem Festmachen im Stützpunkt stellt sich der Erfolg dieser Nacht in seinen vollsten Ausmaßen heraus, als die Kommandanten dem Flottillenchef Meldung machen: Fünf Dampfer sind versenkt worden, drei davon mit etwa 10 000 Tonnen und einer mit 6000 Tonnen durch. Torpedos, durch MG.-Beschuß zwei weitere, von denen einer in Brand geraten, der andere gekentert ist.Ich wollte ihn", so berichtet der Komman­dant, ,Hurch MG.-Feuer zum Stoppen bringen,

Gegen

Englandsfünfte Kolonne".

Don unserer berliner Schristleitung.

Zwei neue Schläge haben der Welt die Ohnmacht Englands enchüllt. In Rumänien sind englische Donauschlepver beschlagnahmt worden, und prompt hat die brtische Regierung, die sich anmaßte, rumä­nische Schiffe festzuhalten, gegen diese Maßnahmen den berühmten flammenden Protest eingelegt, der eiskalt zu den rumänischen Akten über die Tätig­keit des Secret Service in den Petroleumgebieten, über britische Sabotageakte und Wühlereien gelegt wurde. England hat auf dem Balkan nichts mehr zu sagen, und in ohnmächtiger Wut schnaubt die britische Presse auf Geheiß ihrer Regierung Rache gegen den Staat, den man einst zur Vollendung der Einkreisung Deutschlandsgarantieren" zu müssen glaubte.

Die Auswirkungen der britischen Niederlage in Europa und der Verlust der ehemals so schnöde ausgenutzten Weltmachtsstellung sind aber auch im Fernen Osten sehr deutlich geworden. Dort ist I a - pan aus einem Verbündeten Englands ein ent­schiedener Gegner geworden. Einst war England die erste europäische Macht, die mit einer ostasiati­schen ein Bündnis schloß, das sich gegen Rußland richtete und den Japanern ihren Siea über die Russen ermöglichte. Seitdem hat England in zuneh­mendem Maße Japan mit einem Netz von Spio­nagenestern überzogen, die unter dem Deckmantel politisch-kultureller oder religiöser Gesellschaften und wirtschaftlicher Vereinigungen in dem Augenblick ihre Tätigkeit gegen Japan richteten, als der China- fünf litt ausbrach und Japan im Kampf um feine asiatische Vormachtstellung zu den britischen und amerikanischen Interessen in Gegensatz geriet

Die offene Parteinahme des Angelsachsentums ftnt Tschicmgkaischek ließ eine antibritische Stimmung sichtbar werden, die sich in vielen Zwischenfällen äußerte. Die japanische Regierung wurde in ihrer Hoffnung, England und die USA. würden sich» freundlicher zu Japans Lebensinteressen stellen, schwer enttäuscht. Ein japanisches Ministerium nach dem anderen trat zurück. Der Kampf in China er* forderte gewaltige Opfer und wurde durch amerit konische, britische und französische Waffenlieferungen künstlich verlängert. In schwierigen diplomatischen Derharchlungen ist es den Japanern nicht gelungen, bie'fe plutokratische Intransigenz zu beheben, bis es schließlich vom Vorrecht des Stärkeren Gebrauch machte. Aber auch dann gab England nur Schein« konzefsionen. So wurde der Weg der Waffenbelie« ferung Dschiangkaischeks über Burma jetzt zwar ge« sperrt, aber nur auf drei Monate, und die englische

denn bei seinen dauernden Zickzackkursen war eS unmöglich, einen Torpedo anzubringen. Wie eilt Kreisel drehte sich der Dampfer hart Backbord, danach hart Steuerbord, bis er plötzlich ich traue meinen Augen kaum kentert und verschwindet. Anscheinend ist bei dem harten Drehen seine Deck­ladung ins Rutschen gekommen, so daß der über mein MG.-Feuer nicht sehr erfreute Rudergänger den Dampfer nicht mehr halten konnte, so habe ich einen 6000-Tonnen-Dampfer versenkt und meinen Torpedo trotzdem gespart."

FataleMoskitos der Meere".

Berlin, 31. Juli. (DNB.) Die englische Pro- paganda sieht sich genötigt, zu den lästigen deutschen Schnellbooten etwas zu sagen. Zur Beruhigung gibt Reuter bekannt, es besteheGrund zur An- nähme, daß die britische Admiralität bereits eine Gegenmaßnahme gefunden" habe. Ein Ma­rinesachverständiger, der im Londoner Rundfunk ebenfalls über dieMoskitos der Meere", wie er die Schnellboote nannte, sprach, war etwas borsich­tiger und meinte verzweifelt, es müsse ein Mittel gefunden werden. Sorgenvoll stellt Reuter fest: Diese Schnellboote können beträchtlichen Schaden zufügen, auf Grund ihrer Beweglichkeit und der Ge- fahr, die sie für größere und stärkere Streitkräfte darst-llen. Inden Tagen von Dünkirchen hatten die Deuffchen wahrscheinlich die beste Ge­legenheit. diese Schnellboote einzusetzen. Dies ge« schah auch mit einigem Erfolg. Bei der Eva- fuierung von Dünkirchen waren die britischen Schiffs gezwungen, Kanäle durch die Minenfelder zu bet nutzen, und sie waren fast so beschränkt, als wenn sie sich in Straßenbahnlinien befunden hätten. Alle diese Bedingungen waren ideal für den heimlich herankommenden Feind."

Neuer Lustangriff auf Gibraltar.

L a L i n e a, 31. Juli. (DNB.) Am Dienstagnach­mittag griffen erneut zwei Bombenflugzeuge Gi« braltar im Schutze einer Wolkendecke an. Die Na­tionalität der Flugzeuge ist unbekannt. Die englischs Flak trat ohne Erfolg in Tätigkeit. Die Bomben explodierten im Hafengebiet. Die Be­hörden in Gibraltar ordneten ein strenges Schweige­gebot über die Explosion des Munitionslagers ant Montag an, dessen Todesopfer bereits auf 20 ge­stiegen find. *

Ein oberster Gerichtshof in Frankreich üur Aburteilung früherer Minister.

Genf, 31. Juli. (Europapreß.) Der französische Ministerrat genehmigte einstimmig das Dekret übe« die. Errichtung eines Obersten Gerichts­hofes zur Aburteilung früherer Minister. Der Rat befaßte sich weiter mit der Lösung der Flücht­lingsfrage und versuchte nach Kenntnisnahme eines Berichtes über die deutsch-französischen Ver­handlungen in Wiesbaden den vorläufig möglichen Weg der Lösung des Problems festzulegen. 'An­schließend kamen Versorgungsfragen zur Sprache. Es wurden verschiedene Maßnahmen zur Sicherung des inneren Marktes getroffen.

Nach dem Wortlaut des Gesetzes zur Errichtung eines Obersten Gerichtshofes in Frankreich hat sich dieser vor allem mit Verbrechen und Vergehen zu befassen, die M i n i ft e r oder ehemalige M i - n i ft e r sowie Ihre unmittelbaren Untergebenen in! der Ausübung ihrer Dienstbefugnisse begangen haben. Weiter fällt unter die Zuständigkeit Des Obersten Gerichtshofes jede Person, die einen An­schlag gegen hie Sicherheit des Staa - t e s ober mit einem solchen zusammenhängende Verbrechen oder Vergehen begangen hat. Von dem Obersten Gerichtshof sind alle die Personen zu er­fassen, die als Helfershelfer oder Anstifter der in Frage kommenden Schuldigen anzusehen sind. Der Oberste Gerichtshof setzt sich aus einem Präsiden­ten, einem Vizepräsidenten und acht Räten zusammen. Der Präsident der Strafkammer des Kassatlonsgerich. tes ist von Rechts wegen auch Präsident des Obersten Gerichtshofes. Die anderen Mitglieder werden auf Lebenszeit durch Dekret des Ministerrates bestimmt«.