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Roh-, Werk- und Kunststoffe, die industrietechmschon Disziplinen schafften die Voraussetzungen für einen Westwall, für seine unüberwindlichen Abwehr- wasfen, wie überhaupt für die gesamte überlegene Ausrüstung unserer Weyrmacht. Die hochprozentig materialtechnische Ueberlegenheit der deutschen Luft- wafte ist ausschließlich dem Forschergeist der Wissen- schaftler und dem Können der Facharbeiter zu ver­danken. Der nationalen Verpflichtung zur Arbeit ist es zuzuschreiben, wenn wir heute die Gewähr der absoluten Sicherheit der Ernährung des Voltes trotz feindlicher Blockadeversuche besitzen, wenn wir feststellen, daß dem laufenden Bedarf von Beklei« dungs- und Gebrauchsartikeln entsprochen werden kann und wenn unsere Waffen in der Hand des besten Soldaten der Welt jeden Gegner schlagen. So kraftvoll und bis zur letzten Konsequenz durch- organisiert ist das System der deutschen Arbeit, daß wir sogar im Kriege nicht nur unseren Außen­handelsverpflichtungen nachkommen können, sondern in der Lage sind, die Absatzgebiete fortlaufend zu erweitern und die neu hinzugekommenen Industrien des Protektorats und der besetzten Gebiete ihren Eigenarten entsprechend einzuordnen.

Diese materielle Leistungsfähigkeit auf allen Ge­bieten der Arbeit resultiert selbst aus der Geistes- Haltung des deutschen Menschen, die sich in den letzten Jahren unter der nationalsozialistischen Staatsführung entwickelte. Eine derartige neue Geisteshaltung konnte nicht zwangsmäßig erreicht werden, sondern sie mußte aus der Freiwilligkeit und aus innerer Ueberzeugung entstehen. Dieses Verdienst der Ueberzeugung des Dolksganzen kann die natio- nalsozialistische Staatsführung für sich verbuchen, sie bewies jedem Deutschen, ohne Unterschied des Bildungsgrades und seiner Einstellung während der Systemzeit, die Begründung und Notwendiakeit einer neuen nationalpolitrschen Linie, die die Ach­tung des deutschen Namens in der Well verlangte und die absolute Sicherung des deutschen Lebens- raumes vor jedem Uebergriff gewährleistete. Der nationalsozialistische Staat bewies ferner in seinem praktischen Schaffen auf allen Gebieten des sozial­politischen, kulturellen und werkpolitischen Lebens, daß er den Worten die Tat folgen läßt, im Gegen­satz zu den Phrasen der vergangenen Parteien- und Jnteressenwirtschast. Die geplante Altersversorgung des deutschen Volkes, ,Kraft durch Freude", das Volkswagenwerk, die Autobahnen, die industriellen Höchstleistungen aller Art um nur einige Stich­worte zu nennen sind Tatsachen, auf die rmr stolz sein können. Gall früher das Wortin Deutsch- land gemacht" schon als ein Qualitätsbegriff für die Well, so verbindet sich heute mit dem gleichen Wort nicht nur die Vorstellung einer unerreichten Lei­stung, der besten Qualität, sondern auch die Ver­sion vom Deutschen Wunder", das in sriedensmäßi- aer Aufbauarbeit wie inzwischen auch auf militäri­schem Gebiet seine Berechtigung nachwies. Und wir sind heute darum gezwungen, Krieg zu führen, weil überlebte, jüdisch-plutokratische Staatengruppen in dem deutschen Wiederaufstieg'die Gefahr ihres eige­nen Unterganges fürchten. Mit einem vom Zaune gebrochenen Krieg glaubt man dieses aufstrebende neue Deutschland vernichten und in kraftlose Mein­staaten aufteilen zu können. Es ist der Krieg der die Völker ausnutzenden plutokratischen Systeme gegen den deutschen Sozialismus.

Deutschland hat diese Herausforderung angenom­men und das Gesetz des Handelns für sich erkämpft. Deutschland ist dank seiner Schaffenskraft und seiner Geisteshaltung in der Lage, dem Verzweiflungs­angrift der Plutokraten au begegnen und ihn so zu beantworten, daß den Kriegsbrandstiftern ein für allemal das Handwerk gelegt wird. Unter dieser Zielsetzung feiern wir in diesem Kriegsjahr den 1. Mai, nicht als den Tag rauschender Festlichkeiten, sondern als jenen Tag, der das Ethos der Arbeit verherrlicht, die sich jetzt in der Feuerprobe bewährt, ©r. Ley spricht zur deutschen Jugend.

Köln, 29. April. (DNB.) Bei einem Jugend­betriebsappell in der Klöckner-Humboldt-Deutz-AG., Werk Köln-Kalk, sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley zur deutschen Jugend. Das deutsche Volk sei eine ununterbrochene Kette von Generationen und die Fortsetzung und der Bestand dieser Kette bis in alle Ewigkeit sei unsere Hoffnung und unser Wille. Man wird fragen: Wo wird denn das alles enden? Was ist unser Ziel? Das 3iel zeigt uns im Augen- bllck der Führer selber. Wir waren ein kleines, ena beschränktes Volk auf zu engem Raum, hatten Scheuklappen an. Einer sah den anderen nicht, schon von Juaend auf. Das ist heute vorbei. Wir sind eine große Nation. Wir sind ein Volk ohne Klassen, ohne Stände, eine Volksgemeinschaft

Gießener Konzertverein.

Das Leipziger Gewandhaus-Quartett.

Das Leipziger Gewandhaus-Quar­tett ist durch seine Tätigkeit an einem der bedeu­tendsten Musikzentten Deutschlands im Lause der Jahrzehnte mit namhaftesten Dirigenten und Musi- kern in Berührung aekommen und ist so zum Träger der Tradition seines Wirkungsortes gewor­den. Durch die Anpassungsfähigkeit an die ver­schiedensten musikalischen Leiter dieses Institutes hat sich auch hier in diesem Quartett eine besondere Fähigkeit der Angleichung an die verschiedenen Stile herausgebildet. Das Musizieren dieser Ver­einigung trägt darum ausgeprägten objektiven Charakter, der vom Werk aus bestimmt wird und dem sich der Ausübende unter Verleugnung per­sönlicher Züge einordnet. Eine Vertiefung nach der geistigen Seite hin wird mehr bestimmend für das Spiel als das klangsinnliche Moment, das wir in diesem Winter beim Quartette di Roma ganz be­sonders erkennen konnten. Im Zusammenklang herrscht sttengste Unterordnung unter das gemein­same Ziel, besonders wohltuend aber hebt sich der warme Ton des Cello (Willy R e b h a n) hervor. In den feineren Abstufungen geht das Quartett Ueberspitzungen aus dem Wege, immer bedacht auf die Darstellung der Struktur des Werkes.

Den Anfang bildete Haydns g-moll« Quartett op. 74 Nr. 3. Der Eingangssatz zeich­nete sich mit seiner Gegensätzlichkeit der Themen deutlich ab. Das E-dur-Largo assai mit der konzer­tierenden ersten Violine und den feinsinnigen Ab- Wandlungen des Hauptthemas war von innerlicher Weise getraaen. Das reizvolle Wechselspiel im Finale zwischen den einzelnen Stimmen erschien hier beschwerter, als man es sonst meistens hort.

Mozarts O-dur-Quartett Köchel Verz. 575 in seiner reifen Abgeklärtheit, die das Pröble- matische überwunden hat und Klangfreude, Ge­wähltheit und Schönheit des Ausdruckes miteinan­der bindet, ließ die einzelnen Instrumente in ihrem thematischen Anteil klangvoll heraustreten; beson­ders aber der reichbedachte Cellopart sei heroorge- hoben (das vorliegende Quartett ist das erste von den drei Quartetten, die Mozart Friedrich Wil­helm II. von Preußen, dem besonderen Liebhaber des .Cellospiels, zugeeignet hat). Das Andante, mit

ein Volk, ein Glaube, ein Führer und ein Wille. Und so marschieren wir in die große deutsche Zu­kunft. Wenn dieser Lindwurm, dieser Drache Eng­land geschlagen ist, wenn die Schätze der Welt frei sind, wenn du, deutsche Jugend, hingehen kannst, wohin du willst, wenn dir die Welt offen steht, dann kommt die Freiheit, die du dir erttäumst. England

seinem Helldunkel der thematischen Einkleidung, wurde in lichter Klarheit dem Hörer erschlossen; das Finale mit seinen kontrapunktischen Verwe­bungen war plastisch bis zur orchestralen Aufsteige­rung entwickelt.

Tschaikowskys Drittes Quartett in e s - m o 11 op. 30 wurde zum Ausklang des Abends. Inhaltlich gebührt ihm der Vorrang vor den an­deren Quartetten des Meisters. Während diese das russisch-nationale Kolorit betonen, erhält hier der Pathetiker das Wort. Die großen Gefühlsaufwal­lungen mit ihren Aufsteigerungen und ihrem Ab- sinken brachte das Quartett ausdrucksstark hervor, wenngleich die Ansätze der Einzelentwicklungen noch mehr hätten hervorgehoben werden können. Von bannender Wirkung war der dritte Satz (Bauern- marsch) mit seiner dissonanten Akzentuierung und seinem klanglichen Nachgeben. Das Finale war imvulsaebunden mit rhythmischer Markierung.

Starker Beifall dankte den Gästen nach den ein­zelnen Gaben, besonders aber nach dem Mozart. Bei der Aufstellung des Programms wäre es wün­schenswert gewesen, das weniger bekannte Werk nicht an das Ende zu setzen. Dr. Hermann Hering.

La Zana -Stern von Rio*.

Wenn es nickt eine Selbstverständlichkeit wäre, daß der Film (so wie ein Dokument seinen schrift­lichen Inhalt) die Erscheinungen unserer Umwelt und die Menschen in ihr im Lichtbild festhält, so möchte man es bei schlichter Bettachtungsweise für ein Phänomen halten, wenn uns das Filmbild in strahlender Lebendigkeit, singend und tanzend, lächelnd, schreitend und handelnd einen Menschen zeiat, der gar nicht mehr dieser Welt angehört. Fast unbarmherzig zwingt der Film eine Künst­lerin in das Leben zurück, dem sie nicht mehr zu­gehörig sein kann. In bejahender Betrachtung nimmt man diesen Film mit L a Jana als Er­innerung aus und, wenn er groß genug wäre, so könnte man ihn vielleicht gar als ein Denkmal für die unlängst verstorbene Künstlerin ansehen. In­dessen: ein Denkmal ist dieser Film nicht! Ec dürfte dann nicht gerade ein Abenteurer-Film sein!

Der empfindsame Zuschauer wird mit zwiespäl­tigen Gefühlen den FilmStern von Rio" auf­nehmen. Wenn die Trägerin der Hauptrolle im Bilde srjcheint, kann man sich kaum des Gedankens

soll sich mit jenen Völkern abgeben, die noch auf einem so niedrigen Niveau stehen, daß sie die eng­lische Knute schwer unterscheiden können von dem Stock ihres Häuptlings. Aber mir zivilisierten und hochkultivierten Völker wie Italien und Deutschland verbitten es uns, von England bevormundet zu wer­den."

erwehren, daß ihr Bild eben nur no«y eine schöne Illusion ist, nur Gewesenes bedeutet und der Mensch als lebendige Persönlichkeit nicht mehr hinter all dem steht. An die Stelle des Interesses, der Freude und der Bewunderung müßte eigentlich das Ge­fühl der Trauer treten.

La Jana erscheint in diesem ihrem letzten Film gar nicht so sehr im Vordergrund, erscheint nur in wenigen Großaufnahmen nahe und unmittelbar ge­nug, in ihrer Darstellung läßt sie gar nicht so tief in sich hineinblicken; sie übt vielmehr starke Zu­rückhaltung in der Geste und im mimischen Aus­druck und gibt sich nur in einigen tänzerischen Szenen leidenschaftlichem Manchmal gar kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als wüßte sie um die Tatsache dieses ihres letzten Aufttetens.

lieber den Film selbst wäre nach Gehalt und Art nicht sonderlich viel zu sagen. Er unterscheidet sich zu . wenig von Abenteurerfilmen üblicher Prägung. Selbstverständlich führt er in die große internatio­nale Welt; er bringt eine stattliche Schar ungemein routinierter Männer auf die Leinwand: Großindu­strielle, Börsenmagnaten, Diamantenhändler und Hochstapler, die sich fasziniert um den phantastisch großen DiamantenStern von Rio" scharen und damit große Geschäfte machen wollen. Aber Concha, die Tänzerin (La Jana), die diesen Diamanten einst und noch in rohem Zustande von ihrem Ge­liebten, einem Diamantengräber, geschenkt erhielt, möchte ihn selbst besitzen, obwohl sie kein Anrecht darauf hat. Sie findet Wege, das Wertstück an sich zu reißen und läßt ihn erst öffentlich in ihrer Hand funkeln, als sie weiß, daß er ihr nicht mehr genom­men werden wird. Sie wird die Frau jenes Mannes, dem der Diamant nach verbrieftem Rechte gehört.

Die Regie (Karl Anton) hat die Handlung breit und eigentlich ohne Notwendigkeit ziemlich kompliziert aufgebaut. Bilder und Szenen jagen sich. Vergeblich sucht man einen ruhenden Punkt. In der Fülle der ganz auf das Weltmännische zu- geschnittene Szenen, in der Fülle der kühlen Sach­lichkeit der großen Geschäftsmänner kommt das Ge­fühl reichlich zu kurz. Es fehlen in diesem Film die warmen Untertöne!

In den männlichen Hauptrollen berühren Gustav Dießl als Senor Felipe und Harald Paulsen als Musiker Jacobo noch am sympathischsten In peiieren Rolles begegn^ man Paul Otto« Fritz

Glückes! Auch da wollen wir Stimmen berufener deutscher Männer hören.

I u st u s Möser, der mit Recht den Ehrentitel advocatus patriae Anwalt des Vaterlandes trug, schreibt 1798 in seinenPatriotischen Phan­tasien":Die Arbeit, der Fluch, womit Gott das menschliche Geschlecht segnete, gibt uns wahres und dauerhaftes Vergnügen." Und Johann Kaspar Lava ter stimmt bei:Freude fehlet nie, wo Ar­beit, Ordnung und Treue ist."Arbeit ist des Mannes Würde", sagt Ernst Moritz Arndt, und der große Kant bekannte 1798:Der größte Sinnengenuß, der gar keine Einmischung von Ekel bei sich führt, ist im gesunden Zustande Ruhe nach der Arbeit." Verhaßt ist redlichem deutschen Volks- sinne aber zeitoerschwendende Trägheit; ein altes Sprichwort sagt:Trägheit geht so langsam voran, daß Armut sie bald einholt." Friedrich Halm, ein Dichter der Ostmark, rühmt die Tat als Lebens­prinzip heilig:... Trägheit ist lebend'ger Tod, und Leben atmet nur der Kampf der Kräfte". Der rüstige Wanderer nach Syrakus, Johann Gott­fried Seume, gibt uns diese feine seelische Deutung:Faulheit ist Dummheit des Körpers und Dummheit Faulheit des Geistes." Allgemein an­erkannt ist heute gewiß diese Würdigung der Ar­beitspflicht, die Hanns Groß 1898 in feiner Kriminalpsychologie" gibt:Wer es nicht einsieht, daß die Welt für Nichtstuer keinen Platz hat, daß jeder seine Existenz durch Arbeit erkaufen muß, der ist ein gewissenloser Mensch!".

Der Nationalfeiertag des deutschen Volkes, mag er auch stiller denn zuvor begangen werden, weil Krieg verstärkte Arbeit fordert, ist Zeugnis dessen, daß die lebenden Generationen den überlieferten Ahnenweisheiten, wie sie sich im Schrifttum und durch den Volksmund offenbaren, freudig zustim­men.

Versuchung und Ende.

Wer m den norwegischen Dokumenten liest, wie bereitwillig norwegische Behörden englischen und französischen Spitzeln Auskunft über geeignete Landeplätze und Hafeneinrichtungen oder Lage und Ausrüstung von Flugplätzen gegeben haben, greift sich unwillkürlich an den Kopf und fragt:Wie war bloß das möglich?" Und von dieser Frage ist nur ein Schritt zu der anderen Frage:Wie kommt es, daß so viele Neutrale das sind, was wir eng» landhörig nennen?"

Wer die norwegischen Dokumente liest, empfindet ungemein stark die Aushöhlung des norwegischen Kultur- und Staatsbewußtseins. Die Norweger haben ein paar ganz vortreffliche Eigenschaften und darüber hinaus einige anerkennenswerte Leistungen zuwege gebracht. Wir wollen das Rühmliche zuerst sagen: sie sind in der ganzen Welt als ausgezeich­nete Sportsleute bekannt. Als Fischer und Schifter üben viele Norweger einen gefährlichen Berus aus. Sie besitzen die Einwohnerzahl Norwegens be- trägt nur 2,8 Millionen die viertgröhte Handels­flotte der Welt. Die Walfängerei haben sie geradezu! monopolisiert. In der Tankschiffahrt ist ihre Rolle im Verhältnis zur Einwohnerzahl noch größer als in der üblichen Handelsflotte. Der Kulturstand rft hoch. Die soziale Gesetzgebung ist fortschrittlich. Der Norweger ist ein Mensch von ausgesprochener Hei- matliebe.

Neben dem Guten, das wir von den Norwegern an erster Stelle unserer Darstellung gesagt haben, ist nun auch das recht Böse oder gar lieble zu nennen. Norwegen war tatsächlich von England überfremdet oder vielmehr: seine regierende Schicht war Überfremdet und der einfache Mann aus dem norwegischen Volke kam selbstverständlich in dieseAtmosphäre", zu deren Ueberwindung er eine Art Befreiungskampf führen mußte ... wenn er dazu Lust und Zett hatte. Aber gerade der ein­fache Norweger wird von dem durchaus verständ­lichen Wunsch bewegt worden sein, sich erst einmal selbst hochzuarbeiten und in Ausrichtung auf dieses Ziel läßt er zunächst alle Fünfe grade sein und gewöhnt sich in dieAtmosphäre der herr­schenden Schicht ein, die darum nicht minder aus­geprägt herrscht, weil sie sich parlamentarisch und demokratisch tarnt.

Wir haben ähnliche Erscheinungen in allen neu­tralen Ländern Westeuropas. Aus natürlichen Ge­schäftsbeziehungen zu England entwickelten sich geistig-kulturelle, freundschaftliche, vielleicht auch verwandtschaftliche Beziehungen. England ist ein sehr reiches Land. Es repräsentiert ein Weltteich. Es kann eine weitherzige Gastfreundschaft üben. Die Atmosphäre des großen Reichtums wird wie natürlich auch junge aktive Menschen anziehen.

Kämpers und Hubert v. Meyerinck. Der Tobis-Film wird feit gestern im Gloria-Palast ge­zeigt. H. L. Neuner.

»Oie goldene Maske.*

Die Kunst geht nach Brot" ist ein Wort, das schon manche begabte Künstler dazu verführt hat, ihre künstlerische Sendung zu verraten und sich an dengroßen Erfolg" wegzuwerfen. Hier ist so ein Maler schöner Frauen, der die große Mode gewor­den ist, aber von feinen Studien k amer ad en verachtet wird, weil er für den Erfolg sein besseres Selbst aufgegeben hat. Ein seltsames Zusammentreffen bringt ihn zur Besinnung. Die große Liebe gibt ihm auch seiner wahren großen Kunst wieder. Aber die Frau, die er liebt, gehört einem Jugendfreund, der im Reich des (Selbes ein König geworden ist und die Schönheit dieser Frau wie ein kostbares Juwel als sein Eigentum betrachtet. Ein Zufall läßt ihn die Zusammenhänge ahnen. Ein Schuß, der das Bild feiner Frau zerfetzen soll, stteckt den Maler nieder, er selbst rast mit seinem Auto in den Tod. Der nur verwundete Maler und die Frau, deren Liebe ihn aus Verflachung und Routine gerettet hat, finden sich in neuem Gluck zusammen. Die Regie Hans Z e r l e 11 s , von dem auch das Buch stammt, hat dies ernste Thema in die interessante Welt Münchener Künstlerlebens gestellt und es durch be­schwingte Szenen des Münchener Faschings erfreu» lich aufgelodert. Hilde Meißner istdie Frau, die nicht genannt fein will", eine herbe Schönheit, wohl- tuend dezent im Spiel. Albert Ma11erstock gibt den Maler etwas zu glatt, kühl-akademisch und temperamentlos, Fritz Kämpers spielt den von Besitzrausch erfaßten Wirtschaftsdiktator ttotz ge­wisser brutaler Züge nicht unsympathisch. Die heitere Note bringen die immer muntere Fita Benkhoff unb Rudi Godden in die Handlung. In einer fleinen Episodenrolle hinterläßt Eduard von W in­te r st e i n einen starken Eindruck. (Tobis.) Das getprogramm bringt einen sehr schönen Film vom 5tIeinher=Sebcn am Meeresgrund, ebensosehr ein bewundungswürdiges Zeugnis der Erfolge unserer ^s^fl^forschung wie des Könnens der Filmkamera. Die Wochenschau fesselt durch aktuelle und höchst eindrucksvolle Bilder vom deutschen Vormarsch in Norwegen und vom Geburtstag des Führers.

L x-te Er. K. Eanggt

Keiertag Ser Arbeit

Äon GerharÜ -Schumann

Alle Herzen hämmern

Takt öes einen Schlags/ Nun Sie Berge Sammern In Sen reinen Hauch öes Maientags.

Müttey Greist/ KinÜer

Jauchzen hellen BlickS/ fröhlich Überwinter Dumpfen LeiSech öunkelnüen Geschicks.

Wie nun alles Zehnen

Still zum Sinn sich kehrt!

Schämt euch nicht Ser Tränen/

Harte Männer! Nur öas eine schwört:

Was Sie Seelen pflügte/

Hanü zu Hanö im Runch

Was zum Volk uns fugte/

Niemals brechen wir Sen heiligen Vunü!

Wie sich stamm erschrocken Herz zu Herz bekennt.

Schwer wie Sunkle Glocken *

Schwingt Sie Kreuöe hoch im Firmament.

Arbeit und Volkheit im neuen Reich.

Don Werner Lenz.

Wilhelm von Humboldt, der große deutsche Staatsmann und Gelehrte, den man mit Rechtden harmonischen Menschen" nennt, äußerte sich einmal über die kulkurethische Bedeutung der Arbeit mit diesen gültig bleibenden Worten:Jede Beschäftigung vermag den Menschen zu adeln, ihm eine bestimmte, feiner würdige Gestalt zu geben. Nur auf die Art, wie sie betrieben wird, kommt es an."

Zu diesen Worten, die das belebende Element jeglicher Arbeit kennzeichnen, passen die schlichten, schönen und gleich inhaltsvollen Worte Lessings: Alle Arten von Arbeit sind einem ehrlichen Manne gleich anständig, Holz zu spalten oder am Ruder des Staates zu sitzen. Es kommt feinem Gewissen nicht darauf an, wieviel er nützt, son­dern wieviel er nützen wollte."

Und ein alter, fast vergessener, aber doch be­merkenswerter Volksspruch äußert sick über das ProblemArbeit und Arbeiter" schlichtweg:Ar- beitsschwielen an Händen haben mehr Ehre denn ein goldener Ring am Finger."

Jeoenfalls ehrt sich das arbeitsame deutsche Volk

unbewußt und ungewollt selbst am meisten damit, daß es immer wieder durch den Volksmund oder durch die Sprache berufener großer Söhne Tätig­keit und Schaffenslust zu preisen versteht. Da sind Dichter und Gelehrte, Politiker unb Männer der Faust sich durchweg einig! Und schon Bismarck hat es ja dargetan, wie nützlich die Arbeit als solche für die politische Einheit unb für die Ueberbrüdung sozialer Unterschiede zu fein vermag, als er anno 1867 in einer Ansprache ans preußische Herrenhaus her- vorhob:Nichts ist so geeignet, die Verschmelzung der widerstrebenden Elemente zu fördern als die gemeinsame Arbeit an gemeinsamen Ziele n."

Gerade unsere Kriegszeit zeigt ja, welch bedeut­sames Instrument der Volkheit unb des Staates die Arbeit ist: sie schafft Werte der friedlichen Er­nährung und der kriegerischen Abwehr, sie schweißt die Arbeitskameraden aneinander und schafft den nationalen Block, der aus vielen Quadern ein ge­waltiges Bollwerk erwachsen läßt. Und wie die Arbeit somit das Unterpfand der politischen und wirtschaftlichen Selbsterhaltung einer Nation ist, so ist sie auch Grundlage des 'menschlich-persönlichen