Ausgabe 
31.5.1902 Viertes Blatt
 
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Nr. ISS

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Bretzen« Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessische« Landwirt die Siebener Zamilien- dtätler viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der B h l'schen Unwers.-Buch- u.Gtcm- druckerei (Pietsch Erbens Reboflton, fcpebitton und Druckerei:

Schulstratze 7.

Ldrefle für Depeschen: Anzeiger Sieben.

Arrusprechanschloß Nr.bl.

Samstag 31. Mai 1908

ISS. Jahrgang

Viertes Blatt.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bezugspreis, monamch7bPs^ viertele K Mk. 2.20; durch u. Zwetgstellerr monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk.S. viertel- jähri. ausschl. Bcstellg. Annahme von Anzeige« für bte Tage«nummer biS vormittag« 10 Uhr. Zeilen preiS: lokal ILPs* auSwärtS 20 Psg.

verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für Stadt und ßortb* und Gertchtsjaal".R.Dttt- mann; für den An- zeigentell: HanS Beck.

Kartelle.

Eine Exzellenz und ein Reichstagsabgeordneter vom Zentrum, so hieß es kürzlich, haben einen Gesetzentwurf über die Reg elung des Kartellwesenser fand jüngst in der Zolltarifkommission Erwähnung fix und fertig in der Schublade liegen. Mit anderen Worten: beide Herren sind sich über das Kartellwesen bis in alle Einzelheiten völlig klar. Alle Achtung vor diesen wirtschaftlichen Kapazitäten! Sie haben geleistet, was bisher noch Niemand vermochte. Die FrageKartelle" gehört zu den allerschwierigsten in Theorie und Praxis der Volkswirtschaft. Da§ Auseinauder- gehen der Ansichten beginnt schon bei der Bestimmung des Begriffs. Kartell ist, so geht die landläusige Meinung, eine Vereinigung von Produzenten, die eine Regelung der Preise und der Produktion bezweckt. Man sagt auch statt Kartell Syndikat",Ring",Trust". Thatsächlich bestehen zwischen diesen Vereinigungen wieder sehr feine Unterschiede. Besonders scharf von den übrigen ist der Trust zu trennen, dessen Heimat Amerika ist. Beim Trrist gehen die vereinigten Betriebe durch den Zusammenschluß ihrer Selbständigkeit verlustig. Beim Kartell oder Syndikat bestehen die einzelnen Werke für sich iverter; sie unterwerfen sich da nur gewiffen gemeinsanien Bestimmungen. Bei den Kartellen und Syndikaten gibt es wieder ntannigfache Abstufungen. Da kennt man lose Ver­einigungen, die weiter nichts bezwecken, als gewisse Grenzen bei der Bemessung der Preise innezuhalten; also Preiskon­ventionen oder Preiskartelle. Andere Vereinigungen erstrecken ihre Wirksamkeit auch auf den Verkailf. Dann besteht in der Regel eine Verkaufsstelle, die alle Aufträge entgcgcnnimmt und nach einem bestimmten Verhältnisse unter die Mitglieder verteilt. Roch straffer organisierte Verbände schreiben ihren Teilnehmern genau vor, wieviel sie produzieren dürfen. Sie nehmen ferner die Verbraucher sowie den ausländischen Markt unter chre Kontrolle. Mit anderen Worten: sie liefern den Kunden nur soviel, als diese brauchen, und lassen keine spe­kulativen Bestellungen zu.

Derartige Vereinigungen haben natürlich ihre Licht- und Schattenseiten. Ein Vorteil für die kartellierte Branche wie für die ganze Volkswirtschaft rsr es, wenn in der Produktion eine gewisse Ordnung herrscht, wenn die Preise sich mit einer gewissen Gleichmäßigkeit bewegen. Denn alle Zuckungen im Wirtschaftsleben rufen weitreichende Störungen hervor. Em Land mit einem rationell ausgebildeten Kartellwesen wird viel eher von Krisen verschont bleiben, als ein Land, wo jeder einzelne Produzent blindlings darauf losarbeitet. Frei­lich können die Kartelle dem Einzelnen wie der Gesamtheit auch recht unbequem werden. Ist ein Kartell gut organisiert, dann besitzt es ein Monopol, eine Macht, der sich kein In­teressent entziehen kann. Und wie leicht kann, bei der Schwäche der menschlichen Natur, eine solche Macht mißbraucht werden! Derartige Fälle haben wir ja neuerdings erlebt.

Die Vorkommnisse haben denn auch den Ruf nach einem Reichsgesetz über das Kartellwesen erschallen lassen. Diese Forderung ist an sich berechtigt. Wir müssen und werden zu einer reichsgesetzlichen Regelung dieser Materie gelangen. Soll aber ein solches Gesetz seinen Zweck wirklich erfüllen, dann müssen noch sehr eingehende Vorarbeiten er­ledigt werden. Daß wir es in den Kartellen mit Erschein­ungen und wirtschaftspolitischen Schöpfungen zu thun haben, bei denen das Für und Wider sorgfältig erwogen werden will, das geben heute selbst Viele zu, die früher unbedingte Gegner der Vereinigungen waren. Die Thatsache, daß sich in Deutschland die befähigsten Köpfe der Industrie um die Kartelle bemühen, daß in Amerika der Trust im Sturmschritte

vorwärts schreitet, und daß selbst in dem gelobten Lande des Individualismus, daß in England das Kartellwesen immer weiter um sich greift. All das muß dem wirtschaftlich Gebildeten gn denken geben. Unser Kartellwesen befindet sich mitten in der Entwicklung; tastend suchen die Männer' der Praxis nach dem richtigen Weg. Noch sind so wichtige Fragen wie Krisen und Kartelle, Schutzzoll und Kartelle, internationale Kartelle usw. bei weitem nicht gelöst. Da gilt es, zu prüfen, zu forschen und zu beobachten. Hat man so nach allen Seiten hin Klarheit geschaffen, dann, aber auch dann erst greife die Gesetzgebung ein. Inzwischen ist es Sache der Verbraucher, etwaigen Uebergriffen der Kartelle durch Gegenorganisationen die Spitze abzubrechen. Vereinzelt ist der Konsument wehrlos, organisiert eine Macht, größer als alle Kartelle!

Vermischtes.

** Heber das Familienleben im Hause der Millionenschwindlerin Humbert machte eine sehr bekannte Persönlichkeit" einem Mitarbeiter des Gaulois" interessante Mitteilungen.Ich bin von Natur zu Mißtrauen geneigt", sagte der Herr.Ich mache nicht leicht Bekanntschaften, lind die mich kennen, wissen, daß ich nach einem berühmten paradoxen Wort niemals Leute grüße, denen ich nicht die Hand drücken möchte. Wenn ich trotzdem viel bei den Humberts verkehrte und häufig an ihrem Tische Platz nahm, so geschah es, weil ich absolutes Vertrauen zu ihnen und ihrer Ehrenhaftig­keit hatte. Niemals erweckte irgend eine Aeußerimg ober irgend eine Bewegung eines Mitgliedes der Sippe in mir auch nur den geringsten Verdacht. Wenn ich reich gewesen wäre, hätte ich ihnen mein ganzes Vermögen anoertraut. Das Ehepaar Humbert lebte in größter Ein­tracht. Die Frau hatte, wie man zu sagen pflegt, die Hosen an. Fröderie Humbert war ein Schöngeist, der sich um Malerei und Litteratur kümmerte. Mit seiner Leidenschaft für das Dramendichten wurde er manchmal geradezu lästig und zudringlich. Er hatte immer irgend ein Szenarium fertig und sprach mit den Freunden des Hauses fortwährend von seinen dramatischen Zukunfts­plänen. Man konnte sich, nur selten der Qual entziehen, chn unvollendete Szenen oder Tiraden von unendlicher Länge vorlesen zu hören. Er träumte nur von Theater­ruhm und erzählte mir noch kurz vor seiner Flucht, daß er demnächst Jules Claretie ein dreiaktiges Stück vorlesen werde. Frau Humbert ermutigte ihren Gatten in seinem Dichten und suchte in ihm eine Vorliebe für das Senti­mentale zu erwecken.Das Theater ist nur interessant, wenn es sentimental ist", sagte sie einmal. Frl. Fayolle von derComedie-Franyaise", die im Hause Humbert De­klamationsunterricht gab, könnte von der eigenartigen Litte- raturschwärmerei der Frau Humbert manche hübsche Anekdote erzählen. Einmal sagte Frau Humbertgefühl­voll" undträumerisch" zu ihr:Ich möchte von Ihnen sentimentale Verse lernen, die ich am Winterabend, wenn draußen der Schnee leise herniederrieselt, am traulichen Kaminfeuer meinem lieben Gatten vortragen möchte". Frl. Fayolle konnte bei dieser Schwärmerei der robusten, durch und durch praktischen Frau Humbert ein Lächeln nicht unterdrücken. Aber derartige Wunderlichkeiten hielten die Dame des Hauses nicht ab, sichvoll und ganz" ihren ernsteren Beschäftigungen zu widmen. Um 8 Uhr morgens saß sie schon im Wagen und kam erst, um 1 Uhr zum Frühstück nach Hause. Gegen 2 Uhr verließ sie wieder das Haus, um erst um 8 Uhr abends zurückzukehren. Dann sie in aller Eile einen Teller Suppe und ein Stück Fleisch und schlief schließlich in irgend einem Lehnstuhl ein. Obwohl sie eineJahresloge" in der Oper und in der Comedie hatte, sah man sie doch nur sehr wenig

in der Oper, höchstens 8 bis 10 Mal im Jahre; in die Comsdie" ging sie niemals. Dagegen konnte man Herrn Frörsric Humbert und feine Tochter (?) Eva jede Woche in ihrer Rangloge sehen.Eva" Humbert war trotz ihrer 20 Jahre stets traurig gestimmt; niemals verklärte ein Lächeln ihr Gesicht, und wenn man der Mutter riet, die Tochter häufiger mit Altersgenossinnen zusammen­zubringen, sagte sie, unwillig abwehrend:(Sba ist wie eine Wilde, sie will feinen Menschen sehen?" Man ver­mutet übrigens, Frau Humbert habe ihr Eva genanntes Kind fälschlich als Mädchen ausgegeben, um gewisse Zwecke bei der Ausbeutung des Märchens von der Millionenerbschaft zu erreichen. Von Personen, welche mit der Familie Humbert eng befreundet waren, liegt eine Erklärung vor, daßFräulein Eva Humbert", deren auffallend hohe Gestalt und ganz unweiblich klingende Stimme jedermann befremdeten, männlichen Ge­schlechtes sei. . . .

* Ein Due ll um die Fähigkeit ctn_e5 Mi­nister s. Dem italienischen Minister Giolitti ist die un­erwartete Ehre zu Teil geworden, daß um seinetwillen ein Zweikampf ausgefochten wurde. In einem Easehaus in Rom war ein Streit über seine staatsmännischen Fähige (eiten entbrannt; ein Konservativer, der gewissenhaft alle Artikel desFanftUla" über den nomo funefto di Dronevo auswendig gelernt hatte, hielt dafür, Giolitti sei völlia unfähig und infolgedessen verderblich für Italien, während ein Sozialist ihn über alle Maßen lobte. Ta sich die Strei­tenden nicht enthalten konnten, schließlich einander zu be­schimpfen, kam es zu einer Forderung, und das Glück der Waffen entschied zu Gunsten des Konservativen; der Sozialist wurde durch eine Wunde am Arme kampfes- unfähig und wenn das Duell ein Gottesurteil sein soll Giolitti regierungsunfähig.

Woimtiitzk lkbrr|id)t der TodesMc in tzießkn. Monat April 1902.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.lo.Jahr

Scharlach

2

1

-r-

1

Diphtheritis

2 (1)

2 (1);

Syphilis

1 (1)

w

1 (1)

Lungen-Tuberkulose

11 (4)

11 (4)

**

Gehirn-Tuberkulose Lungenentzündung

1

1

1 (1)

1 (1)

Lungenkatarrhen

7 (2)

2 (1)

8

2 (1)

Gehirnschlagfluß Lebensschwäche

3 (2)

3 (2)

3 (2)

~3 (3)

Krebs

1 (1)

"1 (1)

'

anderen Krankheiten

12 (6)

11 (5)

1 (1)

Verunglückung

1 (1)

1 (1)

1

Selbstmord

2 (1)

2 (1)

Summa: 47 (22) 33 (16) 6 (2) 8 (4)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. . ; ,

Verlobte "HWH verlangen von der Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmstadt, Offerte nebst Katalog und Preisliste. Bedeutendstes und größtes Einrichtungshaus Mittel- und Süddeutschlands für alle Stände. 160 Zimmer- Einrichtungen wohnungsfertig, einschließlich Küche. Lebenswürdigleit 1. Ranges. Spezialität: Brautausstattungen in leb cm Genre und Preis. Konkurrenzlos in Auswahl, Form, Gediegenheit und Preis. 3789

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Zu haben in Gießen aus dem Fabriklager bei Herrn Emil

Horst, Riegelpfad. 17b

Reiselitteratur.

Meyers Reisebücher. Thüringen und der Frankenwald. Sechzehnte Auflage, bearbeitet unter Mitwirkung des Thüringerwald-Vereins. Große Aus­gabe. Mit 25 Karten und Plänen und 2 Panoramen. In Leinwand band 2 Mk. 50 Pf. Verlag des Bibliogra- phischen Instituts in Leipzig.

Ein Buch, dem wie dem vorliegenden, in einem Zeit­raum von nahezu vierzig Jahren die Gunst des Publikums zugewendet blieb, bedarf feiner empfehlenden Worte. Er­wies es sich doch auf unseren Wanderungen durch das schöne Thüringerland jederzeit als getreuer Reisegefährte, der uns führte, ermunterte oder warnte, der uns beson­ders auch lehrte, wie die Tage der Erholungszeiten genuß­reich gestaltet werden können. Die neue Auflage ist bis in die letzten Tage herein gesichtet und ergänzt worden, und zwar nicht nur in ihren Ratschlägen für Fußwanderer, sondern auch in ihren Winken für Radfahrer. Ein neu eingestellter Abschnitt über dasPhotographie­ren auf Reisen" wird mit feinen in gedrängter Kürze gegebenen Fingerzeigen den Anhängern der Landschafts- Photographie willkommen sein. Zn den bereits vorhan­denen topographischen Beigaben wurde der Stadtplan nebst Umgebungsfarte von Eisenach sowie das Panorama vom Adlersberg hinzugefügt.

Etwas jünger, aber auch schon im dritten Jahrzehnt stehend, ift ein anderes Bändchen der SammlungMeyers Resiebücher", welches soeben in der neunten Auflage er­schien. Wir meinen den Wegweiser durch den Schwarz­wald, Odenwald, die Bergstraße, durch Hei­delberg-und Straßburg. Siit 16 Karten und neun Plänen. Kartonniert 2 Mk. Auch hier möge es uns erspart

sein, zum Lobe des bewährten Büchleins, das ja von derselben Redaktion wie der Wegweiser durch Thüringen bearbeitet und von derselben Verlagshandlung heraus­gegeben wurde, Worte zu verlieren. Den vielen Tausenden fröhlicher Wanderer, die sich ihm schon anvertrauten, würden wir damit nichts Neues bringen, und die übrigen kennen das Buch vom Hörensagen. Auch hier wurde neben der gründlichen Neubearbeitung des vorhandenen Materials für den marschierenden und radfahrenden Touristen der Abschnitt über das Photographieren auf Reisen eingefügt. Der Darstellung beliebter Höhenpunkte, wie Kaiserstuhl, Feldberg usw., ist die des Blauen angereiht worden; ebenso wurde der vom Schwarzwaldverein neu bezeichnete Höhen­weg Pforzheim-Basel eingehend berücksichtigt. Der Karten­apparat ist durch Erweiterung der Umgebungskarte von Baden-Baden und durch eine neue Karte des Gebietes Kandel-St. Märgen-Simonswald bereichert worden.

Noe, Die Schweiz in 15 Tagen mit General­abonnement genußreich und billig zu bereisen. Mit einer Karte der Schweiz, einer Karte des Vierwaldstätter­sees, des Bemer Oberlandes und einer Eisenbahnkarte mit den Linien, auf welchen Generalabonnements giftig sind. 66 S. Taschenformat. Freiburg i. Br., Fr. Paul Lorenz. 1902. Mk. 1.20. An der Hand dieses neuen praktischen Führers ist es möglich, in 15 Tagen die ganze Schweiz genußreich zu bereisen. Der kleine praktische Führer unterscheidet sich von anderen Führern dadurch, daß er für jeden Tag der Reise ein genaues Programm aufftellr, was so gehalten ist, daß es von jedermann durch- gesuhrt werden tann. Vermieden wird das retyenweife Aufzählen von Hotels, Gasthäusern usw., sondern nur die vom Verfasser auf seinen jährlichen Besuchen als gut und

preiswert befundenen genannt. Der Haitptpunkt bei einer Schweizerreise ist für vieledie Kostenfrage". Der Ver­fasser giebt hier treffliche Anweisungen, um billigst überall durchzukommen. Tie Ausstattung ist gut und die bei­gegebenen Karten in ihren Ausführungen vorzüglich. Wir können diesen wirklich praktischen und billigen Führer nur empfehlen, und wollen allen denen, die gern ein­mal die Schweiz durchreisen möchten, aber sich davor scheuen, weil sie die Schweiz für ein teures Land halten, noch besonders bemerken, daß es sich in der Schweiz weit billiger und besser leben läßt, als z. B. im Harz oder in Thüringen! . ?

Geuters illustrierte Führer (Verlag von Karl P. Geuter in Darmstadt) verdienen nachdrücklichste Em­pfehlung. Uns liegen folgende Bändchen vor: Venedig, 4. Ausl., 1 Mk., Meran, 3. Aufl., 1 Mk., Bozen-Gries, 3. Aufl., 75 Pf., Triest, 3. Aufl., 50 Ps., Gardasee, 3. Aufl., 1 Mk. Diese Führer enthalten sämtlich zahlreiche, zum Teil kolorierte Ansichten, Pläne und Karten, und zeichnen sich vor allem durch die außerordentliche Ge­nauigkeit ihrer Angaben, ihre vielen praktisch ungemein wertvollen Fingerzeige ans. Mit diesen Büchern in der Hand muß sich jeder unbedingt in jenen Orren zurechi- finden, und wenn sie ihm bisher auch wildfremd waren. Den Reisenden werden erschöpfende Anweisungen gege­ben vom Moment ihrer Ankunft in jedem einzelnen Orte und man gewinnt durchaus den Eindruck: der Verfasser ist unparteiisch und in keiner Weise beeinflußt: Et ver­meidet zumeist schönrednerische Weitschweifigkeit und be­dient sich vielmehr übersichtlicher Kürze, ohne irgendwie Berner tenswertes zu üb ersehen. Thatsächlich kann mau sich ziemlich unbedingt auf ihn verlassen. '