Ausgabe 
30.9.1902 Drittes Blatt
 
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ISS. Jahrgang

Dienstag 3V. September LS«S

Drittes Blatt.

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Kirche und Schule.

Eine Anzahl Geistlicher der evangelisch-» lutherischen Landeskirche Schleswig-Hol­steins erhob in Neumünster gemeinsamen Protest gegen das Vorgehen ihrer strenggläubigen Amtskollegen, Den Kultusminister zu bestimmen, Professor Baumgar­ten seines Amtes zu entheben und die Kieler theologische Fakultät mit einem dogmengläubigen Lehrer zu besetzen. Tie Protestresolution wird dem Kultusminister überreicht werden.

Hamburg.

6816

K i Mver.*

Nr. SS»

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siehener Zamilien- hlätter viermal in der Woche beigelegt.

Kotattonsdruck u. 93er- ^g der Brüh l ffchen nwers.-Buch» u.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstratze 7.

Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen.

Femsprechanschluß Nr. 51.

Vermischtes.

Siegen, 27. Sept. Ein wohl noch nicht da­gewesener Unglücks fall hat sich gestern hier zugetragen. Als Leutnant Einer von hier gestern eine Radpartie machte und einen Handwagen, auf welchem Blechtafeln trans­portiert wurden, kreuzte, stürzte eine Blechtafel herab und Durchschnitt dem Radfahrer eine Wade bis auf den Knochen. Der Schwerverletzte mußte zum städt. Kranken­haus geschafft werden.

* Magdeburg, 27. Sept. Der Apotheker Tajak aus Braunschweig, der in einem hiesigen Hotel abgestiegen war, wurde heute morgen tot im Bett aufgefunden; er hat anscheinend Gift genommen. Die Motive der That sind bisher nicht bekannt geworden.

* Prag, 27. Sept. Eine Revision der St. Wenzels- Vorschußkasse Prag ergab einen Fehlbetrag von 378070 Kronen, den der verstorbene Beamte Josef Ort ver­untreute. Em Teil des veruntreuten Geldes ist von der Witwe des O. ersetzt worden. Der Anstaltsdwektor wurde suspendirt und der Obmann der Vorschußkasse, Msgr. Drozd, erhielt vom Ausschuß die Aufforderung, seine Stelle niederzulegen, was auch geschah.

* Stuhlweißenburg, 27. Sept. Zwischen den beiden Redakteuren Fetzer und Knöbcl fand ein Duell statt. Knöbel wurde tätlich verletzt. Ersterer hat sich dem Ge­richt gestellt.

* lieber den Mörder Dr. Tullio Murrr aus Bologna, der sich, wie berichtet, in Untersuchungshaft zu Rovereto befindet, wird von dort gemeldet: Der Arzt des Kieisgerichtsgefängnisses Tr. Bresadola besucht täglich den Gefangenen, hat mit ihm schon wiederholt über das Ver­brechen gesprochen unb meint, daß hinter ber That noch ein ganz unvermutetes Geheimnis stecke, da die Ausspruche Murris häufig widersprechend seien. Als Grund dafür, daß er sich den italienischen Behörden selbst habe stellen wollen, bezeichnet Murri die Verhaftung seiner Schwester, worüber er in Paris durch die Zeitungen Kunde erhielt. Wenn man mit ihm von seinem Vater spricht, sagt Murr:, daß er mit Rücksicht aus ihn seine That bereue. Dre jioftnn Bonetti erklärt Murri für ein sehr braves Mädchen, dem er wohlwolle, obwobl si'^ ihm hier und da Eife^uch.s- szenen gemacht habe er in Mo Verlegenheiten ge­wesen sei, leugnet . irr: mit Entschiedenheit, denn er habe über 65000 Lire verfügen können. Die in der Volts­bank für ihn bereit lagen. Das Verhältnis.ferner Schwester zu Dr. Seechi giebt Dr. Murri zu. lieber seine Irrfahrten in Europa weiß. Ätnrri nichts Zusammenhängendes zu er­

Landwirtschaft.

() Kin z enb ach, 26. Sept. Die hiesige Ob st der» steigerung welche in früheren Jahren besonders vom benachbarten Heuchelheim sich stets eines regen Besuches zu erfreuen hatte, war diesmal äußerst schwach besucht. Hrun sollte man annehmen, das Gemeindeobst wäre billig geworden und die kleinen Leute hätten einmal billig ein- taufen können, allein weit gefehlt. Das kleine Häuflein Steigerer wurde in nicht geringes Staunen versetzt, als ein Herr von Düsseldorf saft alle ausgebotenen Aepfel auflaufte. Selbst die minderwertigen Sorten wurden enorm teuer bezahlt, und somit kann die Gemeindekasfe mit der erzielten Einnahme wohl zufrieden sein. Genannter Herr läßt sämtliches ersteigertes Obst pflücken, wozu viele Leute auf mehrere Tage erforderlich sind.

Die 16. Versammlung deutscher Pomologeu uud Obstzüchter findet vom 2.-4. Oktober in Stetin statt in Ver­bindung mit einer allgemeinen deutschen Ob st­au s st e l l u n g. U. a. steht auf der Tagesordnung:Welche Erfahrungen sind gemacht in Bezug auf geringere Fruchtbarkeu, wenn eine Obstpflanzung nur aus einer Sorte besteht und eine Befruchtung durch andere Sorten ausgeschlossen ist. 1. Referent: Dr. Ewert-Proskau, 2. Referent: Professor C. Reichelt-Friedberg (speziell über Bestäubung und Befruchtung des Obstbaumes), lieber Baumwärter-Organifationen. Referent: Direkor Dr. v. Peter- Friedberg. Die Eintrittskarten in Die Allgemeine deutsche Obst- ausstellung berechtigen ohne weiteres auch zum Besuche der Ver­sammlungen.

zählen, doch behauptet er unter miderem, in ^egedin, Budapest, Paris, Berlin, Straßburg, München und Fiume gewesen zu sein. In Fiume habe er sich, wie er sagt, &u einem Arzt begeben und denselben ersucht, er möge ihm die Stichwunde am Arme verbinden. Da der Arzt Ver­dacht schöpfte und Murri fragte, wer er sei, gab sich dieser für einen Rumänen aus, kam aber, obwohl er auf den nächsten. Tag bestellt wurde, nicht wieder, sondern verließ, eine unangenehme Ueberraschung befürchtend, sofort die Stadt. Verschiedene Abschürfungen, welche Dr. Bresadola am Körper Murris entdeckte, erklärte der Verhaftete da­durch, daß er in Ungarn mitunter auf abscheulichen Lager­stätten übernachtet habe. Die Zeit vertreibt sich Murri mit Lesen.

DnW.Kne ch tM agen bi ü er iSffljiTIS'ist der beste der Welf.

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verpflichtet, am 11. Mai bar Mk. 216 600 zu zahlen. Auf die jungen Aktien sind, nicht wie bei der 4. Emission, Bar­zahlungen bis zu Mk. 60 000 von Boeing gemacht worden; es blieben aber Mk. 79 351 ungedeckt- Durch die Erklärung, die Aktien seien voll eingezahlt, übernahm Boeing dem Registerrichter gegenüber auch die strafrechtliche Verant­wortung im Sinne des § 313,3 des Handels-Gesetzbuchs. Nachdem die Generalversammlung vom 22. Mai 1900 be­schlossen hatte, das Grundkapital von 6 auf 8Millionen zu erhöhen, gab Boeing am 23. Mai die notarielle Erklär­ung ab, daß das Grundkapital im Besitze des Vorstandes sei. Daraufhin erfolgte am 26. Mai die Eintragung in das Handelsregister. Diese Versicherung soll auch wissentlich falsch sein. Eine Barzahlung sei nicht erfolgt- Auch durch Vorbuchung wäre eine Aufrechnung des Zeichnungsbetra­ges für die Aktien der 6. Million mit dem buchmäßigen Guthaben Boeings bis zum 25. Juni 1900 nicht erfolgt, eine solche wäre auch nicht mgölich gewesen. Nach Ver­rechnung des Guthabens Boeings blieb auf dem Zeichenwert der 228 Aktien der 6. Million am 25. Juni 1900 ein Saldo zu Ungunsten Boeings von über Mk. 200 000. Endlich soll Boeing gegen den § 179,3 des Handelsgesetzbuches gefdhlt haben, da er sich die 190 und 38 Aktien der 6. Million, welche er gezeichnet hatte, verabfolgen ließ, ehe die Voll­zahlung darauf geleistet war. Am 4. September erhielt Boeing mit den anderen Zeichnern seine Aktien, ohne daß er den Betrag gezahlt, noch hätte er an diesem Tage seine Schuld aus der Zeichnung durch Aufrechnung mit seinem Haben decken können; sein Kontoverhältnis mit der Aktien-Gesellschaft hatte sich verschlechtert, denn das Soll überstieg das Haben.

Das Gericht beschloß, den Buchhalter Holzknecht auch alä Sachverständigen zuzulassen. Die Verteidigung bean­tragte wegen Befangenheit und persönlicher Feindschaft die Ablehnung. Nach Verlesung der Anklageschriften folgt die Vernehmung Boeings und Arthur Boe- in g s. Beide erklären sich für nichtschuldig. Die Vernehmung geht eingehend auf die Gründung der Nau- beimer Gesellschaft ein, stellt die empfangenen Ge­yälter und Tantiemen fest, und ferner, daß Boeing im De­zember 1900 als Direktor zurücktreten mußte. Er gibt zu, daß seine Berichte stets günstig gelautet haben. Die Konkurserklärung sei künstlich herbeigeführt worden; wenn Boeing die Leitung behalten hätte, wäre im Jahre 1901 eine Dividende von 12 pCt. erzielt worden. Er habe jetzt festgestellt, daß die Berliner Handelsgesellschaftalle Zei­tungen gelaust habe, um durch ihre Berichte die Aktionäre zu verwirren". Darauf sei der Kurssturz erfolgt. Boeing behauptet, daß die Unterlagen, die von ihm zur Aufstel­lung der Bilanzen benutzt wurden, ihm von den Werk­beamten im Original nur teilweise aufgerechnet übergeben worden seien. Letzteres Zugeständnis ist neu. Tie chm heute vorgezeigten blauen Bilanzhefte erklärt er nie ge­sehen zu haben. Um 3 Uhr ist die Vernehmung zu Ende. Tie Verhandlung wird auf morgen vertagt.

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Nwchru gesucht, ^udwifltzplatz U

Der Keueral-Airektor JL K. Doeing vor Kencht.

(Nach der ^Frls. Ztg-")

Neuwied, 29. Sept-

Tie Fabrik feuerfester undsäure festerPro- bukte in Vallendar, Aktien-Gesellschaft in Konkurs, beschäftigt seit zwei Jahren die Handelswelt. Von dem Anfang der ersten Beanstandung der 1899 er Bilanz bis zur Verhaftung des General>Dirertors L. O. Boeing spielten sich die wesentlichsten und interessantesten Fakta ab. Dann leimen die Generalversammlungen, die Haftentlassung, die .'.oiiiurs-Erklärung und Wiedervertzaftung Boeings und die Emubigerversammlunaen beim Amtsgericht Ehrenbreitstein. Tie Bearbeitung des Anklage-Materials hat über ein Jahr in Anspruch genommen, dafür ist aber auch für die Ver­handlungen, welche heute begannen, ein sehr umfangreiches Material zusammengetragen.

Ter jetzt vor Gericht stehende General-Direktor Franz Leo Otto Boeing ist 53 Jahre alt, Ingenieur und Che­miker, in Coesfeld in Westfalen geboren, einigemal wegen Vewerbevergehen und Beleidigung mit Geldbußen vor­bestraft, hat sich nun wegen verschiedener Vergehen und Verbrechen zu ü er antwort en. Zunächst Weil er im Juni 1898 und 1900 als Mitglied des Vorstandes der Aktien­gesellschaft Vallendar zum Zwecke der Eintragung der Er­höhung des Grundkapitals in das Handelsregister wissent­lich falsche Angaben gemacht und daraufhin im Septem­ber 1900 auf den Inhaber lautende Aktien ausgegeben habe, bevor darauf der Nennbetrag voll eingezahlt worden ist. 6t hat damit gegen die §§ 313,3 und 314,2 des Handels­gesetzbuches verstoßen. Weiter wird dem Generaldirektor zur Last gelegt, 189a bis 1900 als Mitglied des Vorstandes Der Vallendarer Aktien-Gesellschaft absichtlich zum Nachteile Lieser Gesellschaft gehandelt zu haben, ferner wissentlich in seinen Darstellungen, in seinen Übersichten über den Vermögensstand der Gesellschaft und bei den Vorträgen in den General-Versammlungen den Stand der Verhältnisse unrichtig dargestellt oder verschleiert zu haben. Ferner oll Boeing in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied dter Vallenoarer Aktien-Gesellschaft, über deren Vermögen jciä Konkursverfahren eröffnet wurde, die Handelsbücher, deren Führung ihm gesetzlich oblag, so unordentlich ge­ährt haben, daß sie keine liebersicht des Vermögensstandes der Aktien-Gesellschaft gewährten. Tiefe Vergehen ver­floßen gegen die §§ 312 und 314 des Handelsgesetzbuches unD gegen die §§ 240 und 244 der Konkurs-Ordnung. End­lich haben sich Leo Otto Boeing und sein älterer Bruder Arthur Boeing wegen Urkundenfälschung bezw. wegen Hilfeleistung zu diesem in den §§ 267 und 268,1 bezw. $ 49 des Strafgesetzbuches vorgesehenen Verbrechen zu ver­antworten. D^.se Urkundenfälschung soll L- O. Boeing da­durch begangen haben, daß er die Inventuren, die alA Unterlagen für Die Bilanzen 1896, 97 und 98 dienten, fälsch­lich und willkürlich angefertigt und damit die mit der Revision Der Bilanzen beauftragten Revisoren Spiegel, Liebig, Gelsamm, Leipprand und Trauner getäuscht haben, und zwar deshalb, um sich, einen Vermögensvorteil zu »erschaffen.

In Bezug aus die angeblich falschen Erklär­ungen ist seftzustellen, daß im Juni 1898 die Eintragung jiber Die Begebung der 4. Million Aktien zum Kurse Don 240 pCt. gemacht worden ist. Boeing erklärte, daß die Einzahlung in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe □mb zwar mit y4 des Nominalbetrages mit dem ganzen -Agio bewirkt und im Besitze des Vorstandes 25 PCt. des Nominalbetrages und 140 pCt. Agio sich befinde. L. O. Äoeing hat für sich und andere 321 Aktien gezeichnet und hätte bis spätestens am 23. Juni 1898 bie vorgeschriebenen baren Einzahlungen leisten müssen. Boeing erklärte, auf diese Zeichnungen Mk. 529 650 recht­zeitig und bar bezahlt zu haben. Es soll aber aus den Büchern nicht zu ersehen sein, baß um diese Zeit Bar­zahlungen zu diesem Zwecke gemacht worden sind. Erst linde September 1898 wurde Boeings Konto für den ganzen Nominalbetrag der 321 Aktien zuzüglich eines Agios von 150 pCt. auf 26 und von 140 pCt- auf 295 Aktien mit Mark 173 000 und für Die Stückzinsen mit weiteren Mk. 7311 be­rstet. Diese Belastung wäre nicht erfolgt, wenn Boeing, lute er angegeben, Die Beträge bar gezahlt hätte. Dagegen erklärte Boeing, er wäre zur Zeit Der Erklärung am 23. Suni als alleiniger VorstanD im Besitz Dieser Einzahlung gewesen Es soll aber nur ein Haben von Ml- 450 467 auf Dem Konto Boeings vorhanden gewesen sein, sodaß an der Einzahlung aus Die 321 Aktien noch Mk. <9182 gefehlt hätten. Es wird auch bestritten, Daß. an Stelle Der baren Einzahlung Die Aufrechnung wirklich fälliger Ansprüche zulässig gewesen wäre. Aucii die Behauptung des Ange- schulDigten, er habe diese Summe in der sogenannten Hauptlaste bar gehabt. Wird von der Anklage bestritten. Boeing hatte seinerzeit erklärt, die Aufsichtsratsmitglieder hätten angeorDnet, daß eine Haupt lasse geführt werden -jolle; die Mitglieder des Aufsichtsrats Wissen nichts von einer solchen Anordnung. Boeing will die Verpflichtung, .auf 321 Atrien der 4. Million 25 pCt- und das volle Agio Lar einzuzahlen erfüllt haben. Am 14. März 1902 hatte Boeing eine nachträgliche Ausrechnung feiner Haupkkasse «ufgeftellt. Diese Ausrechnung ist aber ohne Unterlagen und stimmt auch nicht mit seinem Konto überein. Ten Minderbetrag von Mk. 100 000 an die Gesellschaft durch die Reichsbank überwiesen. Bei Erhöhung des Arlienkapi- tils um Die 6. Million übergab Notar toermann in Ehrenbreitstein eine Erklärung, vom 20. April 1900 datiert, wonach Boeing als Vorstand und bie Mitglieder des Aus- schtsrats versichern, die 6. Million sei vollgezeichnet und Die' gesetzlich vorgeschriebene Einzahlung erfolgt. Diese Erklärung soll, ebenfalls wider besseres Wissen erfolgt i Boeing zeichnete dieses Mal 228 Aktien; er war

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Gießener Anzeiger«!

General-Anzeiger "

v tot den polit u. allgem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen sMZ

V zeigenteü: HanS Beck

18 Fahre all, verh, eocmg, BertraueuSpoftnr sleichviel welcher pti - Oktober ob. Januar, derselbe ft mit Koloniaiioarai, Ljem ligarren, auch Fadn/anon, Pc -ierdranche beslens rraiaut, h: -essen, Westfalen, Hrmland ur. Nassau mit Lisch bereist je rersügl über k Resner^en.

EehMansprüche bescheiden Kaution bij M M. Rest t> nttet Offerten untex 91t. 6721 c )ie EeschMstelle dieser Zeilw Luchender würde auch !iner ijilialt übernehmen * pater em Vefchäil lausen. N« M» fc unfcht Stell alS Üuttau- c zssendoie. Oss.Sich

tollt« «Wt Kutscher,

Gerichtssaal.

Breslau, 26. Sept. Im Beletdignngsprozeß des Malers Carlo B ö ck l i n in Florenz, Des ältesten Sohnes Arnold Böcklins, gegen Den Universitätsprofessor Dr. Richard M u t h e r ist der Ver­handlungstermin auf den 11. November vor dem Schöffengericht festgesetzt. Irr der Verhandlung soll durch Zeugen und Sachverstän­dige sestgeslellt werben, ob die Behauptung Muthers, eine Anzahl von Carlo Böcklin in der oenetianischen Ausstellung ausgestellt ge­wesener Bilder seines Vaters seien garnicht vom allen Böcklin ge­wesen richtig fei.

Auszug aus de« Kirchcubüchtt« der Stadt Ejeßen.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 12. Sept. Dem Lokomotivheizer Karl Gerlach eine Tochter, Margarethe Katharine Wilhelmine, geb. den 15. Aug Den 25. Sept. Ein unehelicher Sohn, Otto, geb. den 15. Sept. Markusgemeinde. Den 21. Sept Dem Dienstknecht Georg Hartmann eine Tochter, Elisabeth Johanna, geb. den 6. Juli. Dem Metzger Georg Jakob Emil Flict eine Tochter, Johanna Christine Hennette, geb. den 22. August. Dem Heizer Heinrich Schliffet eine Tochter, Katharine Elisabeth Luise, geb. den 4. Juli. L u k a s g e m e i n d e. Ten 20. Sept. Dem Bautechniker Johann Georg Pairan eine Tochter, Auguste Elisabeth, geb den 14. Sept. Ten 21. Sept. Dem Friseur Christian Noll ein Sohn, Christian Erich, geb.den25. Mai. In der Militär- Gemeinde. Ten 21. Sept. Dem Sergeant Konrad >veitz eine Tochter, Marie Sophie Ottilie, geb. den 2t. Aug. Ten 24. Sept. Dem Oberleutnant Otto Rudeloff eine Tochter, Edltha Elisabeth Lotte Ottllie Margarete, geb. den 6. Juli.

Getraute. Matthausgemeinde. Den 20. September. Karl Christian Ludwig Bach, Ingenieur zu Zabrze und Auauste Paulilie Plank, Tochter des Rentners Louis Wilhelm Plank zu Gießen Ten 23. Sept. Christian Burk, ein Witwer, Milchhändler zu Gießen und Kunigunde Berger, Tochter des Waldaufsehers Veitb Berger zu Weingarten, Kreis Ober-Franken. Markusgemeinde Den 20. Sept. Adam Ubrich, Kaufmann und Wirt zu Gießen und Elisabethe Schütz, Tochter des Schneidermeisters Jakob Schutz zu Josbach._________

Familien Nachrichten.

Verlobte: Rosie Bing, Butzbach, mit Bernhard Levi, Frankfurt a. M.