Wg. Löffler- Langsdorf (fr. w. D.) wird für die Vorlage stimmen, da alle anderen Stande dereits organisiert seien, und hofft in dieser Hinsicht auch auf die Zustunmung der Regierung.
Wg. Weidner (fr. w. V.): Mit der geplanten Gesamt- vertretung der Landwirtschaft sei er im wesentlichen einverstanden, aber es frage sich, ob die Sache wirklich so dringlich sei, daß man diese Frage noch in diesem Landtage regeln müsse. Auf die Ausführungen des Abg. Wolf gebe er nicht viel. (Heiterkeit.) Drei Vertretungen dürfe man nicht schaffen; cm einer habe man genug. Die Höbe des Beitrages sei zwar geringfügig, doch habe es der Bauer nicht gern, wenn es ans Zahlen gehe. Auch den Kleinbauern müsse man hier mit einem geringen Betrage heranziehen. Der Regierung verdenke er ihre reservierte Stellung durchaus nicht. Am besten wäre es, die Entscheidung über diese Frage dem nächsten Landtage zu überlassen. Ob man sich heute schon schlüssig machen solle, überlasse er dem Verlause der Diskussion.
Abg. Molt Han (Zentr.) spricht sich für die Vorlage aus. Auch den künftig zu schaffenden Arbeitskammern werde er zustimmen.
Abg. Pitt Han (n£) wird zwar dem Anträge Haas zustimmen, hätte es aber lieber gesehen, wenn im Sinne der Ausführungen des Abg. Wolf Provinziallandwirtschaftskammern geschaffen würden.
Abg. Haas-Darmstadt (nl.): Die Angelegenheit der Schaffung einer berufsmäßigen Vertretung der Landwirtschaft sei eine dringliche. Wenn man drei solcher Anstalten schaffen wolle, so erhalte inan einen teueren und komplizierten Apparat. Den ganz kleinen Landwirt, der kein besonderes Interesse an einem solchen Institut habe, solle man mit Beiträgen ganz verschonen. Einzelheiten seien indes für chn dLebensache; wenn man an den Entwurf einige Aenderungen treffen wolle, so habe er nichts dagegen; die Hauptsache sei für ihn, da ßdie Anstalt zustande komme. Er bitte, den Artikel 1 anzunehmen; dem Rest des Entwurfs könne man en bloc zustimmen mit Vorbehalt etwaiger späterer Abänderungen'.
Wg. Wolf (fr. w. ,V.) glaubt, daß die von ihm vorgeschlagene Organisation, die bestehenden Provinzialvereine in Landwirtschaftskammern umzuwandeln, billiger sei.
Wg. Heidenreich (nl.) hält eine Gesamtvertretung für genügend, andernfalls werde man den Keim der Zwietracht säen.
Abg. Köhler-Langsdorf (fr. w. V.) wird dem Entwurf zustimmen, um Einigkeit in den Bauernstand zu bringen. Wenn Abg. Wolf sage, daß Rheinhessen eine Landwirtschaftskammer für sich brauche, so stelle er damit den Rheinhessen ein Armutszeugnis aus.
Wg. Frenay (Zentr.) befürwortet als Berichterstatter des Ausschusses nochmals den Entwurf. Man solle vorerst über die Artikel 1, 2 und 3 abstimmen und dann en bloc über die übrigen Artikel der Vorlage.
Die Generaldebatte wird sodann geschlossen und zur Abstimmung geschritten.
Die Vorlage wird mit allen gegen fünf Stimmen angenommen.
Es folgt die Regierungsvorlage, Gesetzentwurf, dieHandelskammern betr. in Verbindung mit Vorstellungen der Handelskammern Worms, Darmstadt, Bingen und Gießen.
Abg. Molthan (Zentr.): Die heutigen Verhältnisse des Kaufmannstandes seien gegenüber denjenigen bei der Gründung der Handelskammern sehr verändert, und heute könnten die Handelskammern eine größere Beachtung beanspruchen; deshalb könne er der Vorlage in der Fassung der Regierungsvorlage im wesentlichen nur zustimmen. Die Ausdehnung der Handelskammerbezirke auf das ganze Land sei sehr zu begrüßen, denn die Landgemeinden hätten sich mit der Zeit so sehr entwickelt, daß auch ihre Interessen zur Geltung kommen müßten durch, die Wahl von ländlichen Vertretern in die Handelskammern. Die freie und geheime Wahl hierzu sei erfreulich, aber man müsse auch den Frauen dasselbe Wahlrecht zugestehen wiedenMännern. Denn ihren Prokuristen könne eine Witwe nicht zur Urne schicken; dies stehe im Widerspruch mit der geheimen Wahl. In der Ausdehnung der Wahlperiode auf 6 Jahre erblicke er eine Beschränkung des Wahlrechts; diese Neuerung sei durchaus unveranlaßt und auch die Darmstädter Handelskammer habe sich dagegen ausgesprochen. Man solle alle 4 Jahre neu wählen und alle 2 Jahre die Hälfte der Mitglieder durch eine Neuwahl ersetzen. Wenn die Regierung die politischen Kreise zur Grundlage für die Zusammensetzung der Handelskammern machen wolle, so sei dies bedenklich; die Handelskammern wüßten schon selbst sehr gut, wohin ihre Interessen gravitierten. Einzelheiten überlasse er der Spezialberatung.
Ministerialrat Braun erklärt, daß die Regierung mit allen Anträgen des Ausschusses einverstanden sei.
Wg. Reinhart (nl.) betont, daß man die Verteilung oes Staatszuschusses, dien man erhöhen solle, sobald die Finanzlage des Landes cs gestatte, nach der wirtschaftlichen Bedeutung der Handelskammern bemessen müsse.
Artikel 1 wird debattelos angenommen.
Artikel 2 handelt von der Einteilung der Handels- kammern. Nach diesem Artikel wird das Gebiet des Großherzogtums in 7 Handelskammerbezirke eingeteilt.
Für Ob er Hess en ist die Einteilung der Provinz in zwei Handelskammerbezirke bereits auf dem ,Verordnungswege durchgeführt.
Der Artikel 2 wird in der Fassung der Regierungsvorlage nach kurzer Debatte genehmigt.
Zu Artikel 3 macht die Handelskammer zu Gießen darauf aufmerksam, daß Bergwerksgesellschaften, die nicht die Rechte einer juristischen Person besitzen, außerhalb der Handelskammerorganisation stehen, da letztere aus die Einträge im Handels- oder Genossenschaftsregister gegründet ist. Deshalb muß die Zugehörigkeit dieser Betriebe besonders ausgesprochen werden.
Es geschieht dies durch einen besonderen Zusatz zu dem Artikel 3, der Annahme findet.
Diese Bestimmung ist für Gießen von besonderer Bedeutung, da andernfalls in dem dortigen Bezirk belegene Bergwerksbetriebe nicht wahlbereckMgt zur Gießener Handelskammer gewesen wären.
Artikel 5 sieht auch ein Wahlrecht der Frauen (Witwen) vor.
Es entspinnt sich hierüber eine Debatte, in der Wg. Dr. Gut fleisch (frcif.) erklärt, daß, wenn mau die Hau- delsfrauen in den. wirtschaftlichen Kampf stelle, man sie auch an der Wahl teilnehmen lassen müsse. Der Artikel wird sodann angenommen.
Der Rest der Vorlage wird debattelos genehmigt.
Es folgt die Regierungsvorlage über die Bildung der Schulvorstände.
Darnach sollen außer den in der Gemeinde angeftellten Geistlichen auch die Personen zum Schulvorstand gehören.
die auf Grund der bestehenden Bestimmungen zu den Verrichtungen eines Geistlichen oder Religionslehrers für eine Religionsgemeinschaft zugelassen worden sind.
Der Ausschuß beantragt die Ablehnung der Vorlage.
Wg. Köhler-Langsdorf (fr .w. V.) erblickt in der Vorlage nur eine Konzession an die Konfessionslosen und Juden.
Die Vorlage wird sodann mit großer Majorität abgelehnt.
Es folgt die Vorlage, die Abänderung des Gesetzes, td ie Brandversicherungsanstalt für Gebäude betr.
Sie bezweckt, Gemeinden, die Hochdruckwasserleitungen mit Hydranten besitzen, gewisse Vergünstigungen zu gewähren. Sie erhalten aus der Brandversicherungskasse eine jährliche Vergütung von zwei Pfennig für je 100 Mark, limlagekapital der im Wirkungskreis der Hydranten gelegenen Hofraiten. Der Antrag auf Gewährung der Vergütung ist bei der Brandversicherungskammer zu stellen.
Die Vorlage wird nach kurzer Debatte angenommen.
Schluß 2 Uhr. Nächste Sitzung: Dienstag 10 Uhr. * •
In dem Landtagsbericht inunsererDonnerstags-Nummer ist durch ein Versehen des Setzers ein Passus in der Rede des Finanzministers Dr. Gnauth entstellt worden. Es muß von Zeile 45 von oben ab heißen:
„Für die Folge sollten der Landes'kreditkasse verbleiben die leichte Kreditbeschaffung für Landesmeliorationen, für Entwässerung von Grundstücken ic.; neu komme hier hinzu die Gewährung von Darlehen auch für die Bewässerung von Grund stück ein und für Auf - orstungen. Ferner gebe die Kasse seither Darlehen für den Bau von Nebenbahnen, Kreisstraßen und Wasserleitungen; aber auch diese Gruppe werde insofern erweitert, als die Landeskreditkasse für die Zukunft auch Darlehen gebe zum Bau von Schulhäusern und zur Erbauung von Wohnungen für Minderbemittelte."
Die durch den Druck hervorgehobenen Worte waren in unserer Nr. 147 ausgelassen worden.__________________
Deutscher Kolonialrat.
Berlin, 27. Juni.
Der Kolonialrat trat heute im Reichslagsgebäude zu einer Sommertagung zusammen. Der Vorsitzende, Direktor der Kolonialabteilung Stübel, widmete dem verstorbenen Staatssekretär Hertzog einen Nachruf. Seitens der Verwaltung wurde dem Bedauern über den Tod des Gouverneurs Köhler und das Ausscheiden _ des Gouverneurs v. Bennigsen aus dem Kolonialdienst Ausdruck gegeben. In der Generaldiskussion über Ost- afrika kamen die Verfügungen betreffend Schaffung eines Vorbehaltes für den Landesfiskus zur ausschließlichen Auf- uchung und Gewinnung von Kohlen nordwestlich des Nyasfa-Sees und der Verordnung des Reichskanzlers betreffend Aufsuchung und Gewinnung von Mineralien in den Flußgebieten des Schutzgebietes zur Sprache. Zu einer längeren Besprechung führte die Frage der Trennung der Etats zwecks Herbeiführung der finanziellen Selbständigkeit der Schutzgebiete. In der Spezialdiskussion werden die Verdienste Dr. Kalldt um die Erforschung der Kiwu- ee-Gebietes hervorgehoben und eine weitere Unter» tützung aus dem kolonialen Fonds angeregt. Mit Rücksicht auf die herrschenden friedlichen Zustände wird eine Her a b- minderung der Schutz truppe und die teilweise Umwandlung in eine Polizeitruppe befürwortet Bei der Besprechung über Neuguinea wird die Anstellung von Aerzten, die Ausgestaltung der Landungs- Verhältnisse in Herbertshöhe, die Beschaffung eines größeren Dampfers und die Anlegung eines tropischen Versuchs- gartens vorgeschlagen.
In der Spezialdiskussion des Etats für Togo wurde erörtert: die Frage der Anstellung von Aerzten, namentlich in Misahöhe, sowie die Frage der Anlegung eines Versuchsgartens. Auch wurde die Ansicht geäußert, daß es richtig sei, von der Umwandlung der Polizeitruppe in eine Schutztruppe noch abzusehen.
Beim Etat für Kamerun wurden die den Gesellschaften in Nord- und Südkamerun verliehenen Konzessionen besprochen. Eine Resolution des Konsuls Vohsen, in der das Recht der Eingeborenen näher bestimmt wird, fand Widerspruch und wurde einer 9glied- rigen Kommission überwiesen, die neben den Rechten der Eingeborenen au die Produkte des Landes auch die Frage der Eingeborenenreservate prüfen solle. Gouverneur v. Putt- famer bejahte die Frage, ob der Zeitpunkt gekommen sei, eine Ein g e b o r e n en steu e r in Kamerun einzuführen. Von der Regierung wurde die Einrichtung eines oder mehrerer Versuchsgärten, namentlich in Südkamerun, zur Hebung von Eingeborenenkulturen, in Aussicht gestellt. Die Anlegung fester Stationen sei nur in Bunge und Garua beabsichtigt, die mit Garnisonen belegt würden. Von hier aus werde man im Lande die Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten können; eine Ausdehnung der Verwaltung sei nicht beabsichtigt. ,
Es folgten Erörterungen über die Einrichtung von Handwerkerschulen in Kamerun und Regulierungsarbeiten an der französischen Grenze.
In der Generaldiskussion über den Etat für Deutsch- Südwestafrika sprach Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg dem Staatssekretär v. Richthofen für sein chatkräftiges Eintreten für den jetzt vollendeten Eifenbahn- bau Swalopmund-Windhoek seinen Dank aus. Hierauf wurde die Frage der Einrichtung von Stauanlagen in Südwestafrila und einer finanziellen Unterstützung von deutschen Ansiedlern im Schutzgebiete beraten. In der Spe- zialdiskussion wird ein Antrag auf Einstellung des Gehalts für einen Oberrichter in den Etat 1903 angenommen. Schließlich wurden die Landungsverhältnisse in Swakop- mund, der weitere Ausbau der Kommunikationswege und die Herstellung von Telegraphenlinien, besonders mit dem Süden des Schutzgebietes, besprochen, womit der Etat für Südafrika erledigt ist.
Nächste Sitzung morgen.
Heer und Flotte.
Generalwajor Nirruhena f- Wie wir gestern telegraprsch meldeten, ist der Generalmajor Nirrnheim, Kommandeur der 21. Feldartilleribrigade, am Freitag Morgen in Wetzlar, wo er das Oberersatzgeschäft leitete, ganz unvermute gestorben. General Nirrnheim war gegen 7 Uhr früh mit Anziehen beschäftigi, als ihn ein plötzliches Unwohlsein befiel und er nach dem im anstoßenden Zimmer schlafenden Oberstabsarzt rief. Als dieser hinzukam, hatte bereits ein Schlaganfall dem Leben des Generals ein plötzliches und rasches Ende bereitet. Der Oberstabsarzt konnte mit dem
hinzugezogeneu Arzte Dr. Belgard trotz aller Wiederbelebungsversuche nur noch den Tod konstatieren. Der Verstorbene war 58 Jahre alt und noch sehr rüstig. Die Leiche wurde in die Wetzlarer Leichenhalle gebracht. Der Generalmajor Nirrnheim hat der Armee seit 1865 angehört. Im Kriege 1866 erwarb er sich als Fähnrich das Militär-Ehrenzeichen 2. Kl., im Kriege 1870/71 das Eiserne Kreuz 2. Kl. Er gehörte als Leutnant und Oberleutnant dem 3. Feldart.-Regt. an und kam dann in das 18. Feldart.-Regt., in dem er 1878 Hauptmann wurde. Von 1883 ab war er zwei Jahre zum Kriegsministerium kommandiert und wurde dann in das 2L Feldart.-Regt versetzt. 1888 wurde er Major im 6. Feld^- Art.-Regt. in Breslau, 1897 Oberst und Kommandeur des 26. Feldart.-Regts. in Verden. Bei der Vermehrung der Feldartillerietruppenteile im Herbst 1899 wurde er Brigadekommandeur und 1900 Generalmajor.
Aus Stadt und Land.
-t. Bad Salzschlirf, 27. Juni. Gestern und vorgestern fand hier ein großes Saisonfest statt, das an beiden Abenden bei gutem Wetter auch aus der Umgegend viele Teilnehmer herbeilockte und eine dichtgedrängte wogende Menschenmenge vor dem Kurhaus versammelte. Es waren in der That die Darbietungen beider Abende reichhaltiger und anziehender Art. Die Anlagen leuchteten in einer Fülle bunter Lichter. Luftballons wurden losgelassen. Blumenombola fand statt, deren Lose in kurzer Zeit verkauft waren. Auf zwei geschmackvoll dekorierten und mit bunten Lichtern, elektrischem Licht und Scheinwerfer erleuchteten Bühnen trugen abwechselnd das Vokalquartett Zapf aus Wiesbaden und die König!. Hofopernsängerin Frau v. Knorr-Jungk vom Hoftheater in Cassel reich applaudierte Gesänge vor. Das Anziehendste aber und zum ersten Mal in Salzschlirf gebotene waren die Tänze von Damen des Künigl. Balletts vckm Hoftheater in Cassel. Am jedem Abend wurden vier reizend« Tänze aufgeführt, die alle Augen fesselten und entzückten. Großes Brillantfeuerwerk, ein Fackelzug durch den Kurpark und bengalische Beleuchtung der umliegenden Höhen bildete den Schluß des wohlgelungenen Festes. Nicht vergessen sollen ein die anerkennenswerten Leistungen der dieses Jahr bedeutend verstärkten Kurkapelle (Reinhardt, Schlitz). Jeder> mann konnte mit den reichhaltigen und entzückenden Darbietungen zufrieden fein. Man sieht, daß das Bad Salzschlirf, das mit jedem Jahr an Hotels und Fremdcnzahl wächst, auch in gesellschaftlicher und unterhaltender Beziehung immer mehr bietet, um seinen Gästen den Aufenthalt zu ver- chönern.
-t. Lauterbach, 27. Juni. In den letzten Tagen haben sich hier im Zeitraum von wenig mehr als einer Woche drei Personen durch Erhängen entleibt und ein Mann, der trunken heimkam, wurde von seiner, man kann hier wohl sagen „besseren" Ehehälfte derart auf den Hinterschädel mit einem schweren Stück Holz geschlagen, daß der Tod durch Verblutung eintrat.
AllSMi MS bta StMirsswIsttglstno brr Stillt Sitßkll.
Aufgebote.
Am 23. Juni. Ferdinand Arnold, Rechtsanwall dahier mll Anna Kratz in Tarmttadt. Philipp Temper, Musketier dahier mit Elisabethe Rau in Großen-Bufeck. Georg Gustav Schäfer, Kaufmann in Alsfeld mit Katharina Hartmann dahier. Am 24. Kuni. Martin Klasfert, Chemiker in Köslin mll Katharina Elisabetha Sues dahier. Am 26. Juni. Isaak Sonneborn, Kaufmann in Breidenbach, mit Auguste Stern dahier. Am 27. Juni. Nikolaus Rausch, Straßenkehrer dahier mit Anna Marie Berger hierselbst. Roelof Meindert Wirllerwerp, Schneider dahier mit Friederike Schneider hierselbst. Josephat Staubach, Eifendreher dahier mit Marie Friederike Rosenbaum hierselbst.
Eheschließungen.
Am 21. Juni. Albert Andreas Wllhelm Starcke, Sergeant dahier mit Lina Elisabethe Gerlipp hierselbst. Heinrich Karl Theis, Eisenbahniechniker in Hartenrod mit Elisabeth Henriette Schomber dahier.
Geborene.
Am 16. Juni. Dem Taglöhner Philipp Frischholz eint Tochter. Am 17. Juni. Dem Tapeäer Heinrich Schlemm em Sohn. Am 18. Juni. Dem Gr. Kreisassistenzarzt Dr. Eduard Bötticher eine Tochter. Am 19. Juni. Dem Schneider Wilhelm Noll eine Tochter, Else Elise Sophie. Am 20. Juni. Dem Geschäftsreisenden Otto Baum ein Sohn, Emil Otto Leo. Dem Bremser Wichelm Mühl ein Sohn. Am 22. Juni. Dem Streckenarbeiter Wilhelm Blank eine Tochter, Johanna Erna. Am 23. Juni. Dem Taglöhner Heinrich Repp eine Tochter, Katharine. Dem Schlosser Konrad Heisen ein Sohn. Am 24. Juni. Dem Arbeiter Friedrich Bolz eine Tochter. Dem Kutscher Wilhelm Rieb ein Sohn.
Gestorbene.
Am 22. Juni. Margarethe Elisabethe Hammel, 7 Jahre alt, Tochter des Müllers Heinrich Hammel dahier. Margarethe Pfeiffer, 29 Jahre alt, Dienstmädchen dahier. Am 26. Juni. August Kröll, 67 Jahre alt, Rentner dahier.
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Alsbald darauf beginnt auch die Ziehung der Schloßlreihells- Lotterie. Wer sich an dieser thatsächlich selten günftigen billigen Gelegenheitslotterie betheiligen will, sollte nicht länger mll dem Looskaufe warten. 4750


