Ausgabe 
28.2.1902 Zweites Blatt
 
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Hannover explodierte eine mit Sprengstoffen geladene Hülse, an der eine Zündschnur befestigt war. Sämtliche Fenster des Gebäudes wurden zertrümmert und die Thüren stark beschädigt.

Die Prinzessin von Wales ist, wie uns gestern aus London telegraphiert wurde, am Mittwoch, als sie in Anwesenheit des Prinzen von Wales m der Agricultural Hall bie Preisvcrteilung bei der Pferdeausstellung vornahm, mit genauer Not einem Unfall entgangen. Die Prinzessin hatte eben dem Besitzer eines Zuchthengstes, auf den em Preis ge­fallen war, einen goldenen Becher überreicht, als der Hengst von den Beifallsrufen der umstehenden Personen stätisch ge­worden, sich bäumte, seinem Besitzer den Goldpokal aus der Hand schlug, sich vom Reitknecht losriß und nach dem Aus­gang stürmte, nach dem die Prinzessin bereits zuschritt. Durch die warnenden Zuruft der Zuschauer aufmerksam gemacht, konnte die Prinzessin noch rechtzeitig zur Seite treten, als der Hengst vorbeistürmte.

Handel und UrrKehr. UMswirtschast.

Slettrizitats-Gesellschaft vorn». Lchuckert u. Co. Die Interessengemeinschafts-Angelegenheit mit der Allgemeinen Elek­trizitäts-Gesellschaft will nicht zu Stande kommen. Erst dieser Tage verlautete, daß die Sache so gut wie im Sande verlaufen fei. Gestern meldeten die V3JL N. 91", daß nach ihren Informationen bereits ein Fusionsplan vorliege, laut welchem 7 Schnckert-Aktien in 5 Aktien der Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft umgetanscht werden sollen, und nun teilt der ,Fr. Kur." in Nürnberg aus ganz sicherer Quelle mit, daß sich alle Verhandlungen noch tm Vorstadium be­finden. Man habe sich gegenseitig die Werke einmal angesehen; die Nürnberger waren in Berlin und die Berliner in Nürnberg. Die auf die Herstellung eurer Jnteressengemeinschast zwischen beiden Ge- leüschafteu hinzielenden Bemühungen nehmen einen ungestörten Ver­lauf. Verhandlungen darüber, ob und unter welchen Bedingungen sich jenes Ziel erreichen laffe, seien noch gar nicht ausgenommen worden.

Reue griechische Anleihe. In Betreff der diesbezüglichen Verhandlungen wird mitgeteilt, daß gegenwärtig die Bildung eines GarantiesyndikatL für Lstr. 900 000 4proz. Anleihe zu 83-/, Prozent Emtsstonspreis angestrebt wird.

Preußische Pfaudbriefbank. Dieselbe hat eme Dividende von 7 Prozent festgesetzt. Für das lausende Jahr ist die Nachfrage nach Pfandbriefen so lebhaft, daß die Bank alle Mühe hat, ihr zu genügen, und daß sie größere Posten überhaupt nicht abgeben kann.

Providentia, Frankfurt a. M. In der stattaehabten Sitzung des Aufsichtsrats der Providentia, Frankfurter Versiehe- rungs-Gefellfchast, wurde auf Antrag der Direktion beschlossen, der Generalversammlung bei wesentlicher Verstärkung der außerordent­lichen Reserven, die Verteilung einer Dividende von Alk. 50 (im Dors. Mk. 45) sür die Aktie oorzuschlagen.

Pfälzische Hypothekenbank, Ludwigshafen. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, für 1901 die Verteilung einer Dividende von 9 Prozent wie i. V. vorzuschlagen.

Elektrische Hoch- und Untergrundbahn in Berlin. Um die entstandenen Mehrkosten aus den Bauänderungen zu decken, ist eine Kapitalerhöhung von 510 Millionen Mk. in Sicht.

Die Aktiengesellschaft Steinkohlenbergwerk ^Nord­stern" schlägt 20 Prozent Dividende wie i. V. vor.

Pfälzische Nähmaschinen- und Fahrradfabrik vorm. Vebr. Kayser in Kaiserslautern. Der oorgelegte Abschluß er» giebt einen Verlust von Mk. 84 905. Ter vorjährige Verlust be­trug Mk. 293 000; er wurde aus den Reserven gedeckt.

ko. Kaffel, 27. Febr. Gestern sand in Sachen des Kon­kurses über das Vermögen des Erdirektors Schmidt ein Prü- fungstermm statt, in dem festgestellt wurde, daß das Konto des Schmidt mit 97 Mill. Mk. belastet ist, denen 300 000 Mk. Aktive aegenüberstehen. 48 Mill, stehen den Gläubigern der Leipziger Bank, 80 der Trebertrocknungsgesellschaft zu. Den Aufsichtsräten der letzteren Gesellschaft schuldet Schmidt 10 Mill.

Berlin, 27. Februar. In der heutigen Anfsichtsratssitzung der Deutschen Bank wurde die Bilanz für 1901 geprüft. Der Ge­samtumsatz belief sich auf 51815 Millionen Mark (i. V. 49773 Mill.). Ter Gesamtgewinn betrug brutto 31800854 Mk. (30355574), wozu aus dem Vorjahr ein Gewinnvortrag von 766 974 Mk. tritt. Nach Abzug der Ilntosten, sowie Abschreibungen aus Bankgebäude von 761026 Mk., Mobilien von 421125 Mk., verbleibt ein verteil­barer Reingewinn von Mk. 20501997 (20410437). Es wird vorge­schlagen Alk. 1300199 (1291043) der ordentlichen Reserve au über­weisen, 11 Prozent Dividende (wie i. V.) zu verteilen und Mk. 774378 (766 974) auf neue Rechnung vorzutragen. Die Reserven erhöhen sich durch obige Zuwendung aus Atk. 50642845 bes mit 150 Millionen volleingezahlten Aktienkapitals.

Gerühtssaal.

Düsseldorf, 26. Febr. Das hiesige K r i e g s a e r i ck t ver- urteille den Leutnant der Reserve Paul Abels vom Laftdwehr- bezirke -Barmen wegen Herausforderung zum Zweikampfe mit tot tchen Wagen zu o Wochen Festung. Die Verhandlung fand unter Aus,chlutz der Oeffenttichkett statt; selbst die Urteilsbegriw- dung wurde bei ver,chlogenen Thüren verlesen.

Eingesandt.

und Inhal- NU" unter d^ser Rubrik stehender Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

os m = Kinzenbach, 19. Februar 1902.

Dem Vorstand des Kriegerverems, auf den übrigens das iÄe £ ÖOm 29 Zauuar gar keinen Bezug haue, sei auf die 29 ergangene Erwiderung ^bemerkt, daß der Verstorbene allerdings Veteran gewesen ist, den Feldzug von 1848 bei den Garde- Ulanen mttgemacht hatte und Inhaber des Felddienstzeichens von lo4ö war. '

Arbeiterbewegung.

Paris, 27. Febr. Eine offiziöse Note erklärt, daß, falls der m mehreren staatlichen Z un d h o l zf a b r ik e n ausgebrochene Streik sortdauere, die Regierung genötigt sein werde, ferlängere Zett ihre Zündhölzer aus dem Auslande zu beziehen. °

Kanbwirtschafl.

München, 25. Febr. Wie aus dem von der Kgl. Ver­sicherungskammer versendeten ersten Rechenschaftsberichte hervor­geht, hat die am 1. Siovember 1900 in das lieben getretene bayerische Pferde-Versicherungs-Anstalt das erste Ge­schäftsjahr hinter sich. Auch diese jüngste Wohlfahrtsanstatt hat, gesördert vom Staat und von den Gemeinden, getragen vom wärmsten Interesse der Pserdehatter in Stadt und Land, die ersten Schwierigkeiten überwunden und sich in so überraschender Weise entroidelt, daß |ie heute schon zu den größten PferdeversicherungS- msttuten gerechnet werden dars. Wie ihre Vorgängerin, beruht sie aus der Grundlage von Vereinen. Diese Vereine umfassen Zan-e Bezirksämter oder Distrikte oder Abschnitte von solchen. Die Anstalt umfaßt bereits 325 angeschlossene Vereine mit 35000 Pferden und mit einem Versicherungskapital von 20 000 000 Mk. den Gründen dieser Erfolge, so kommt vor allem m Betracht, day die Ausbreitung der Anstalt von allen Behörden u"d einflußreichen Personen gefördert wurde. Außerdem hat es nacli der Allg. Zlg. die Anstaltsverwaltung ganz ausgezeichnet verstanden unter Vermeidung aller büreaukratischen Aengstlich- kett überall als wohlwollende Ratgeberin der Interessenten auf-

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag Oculi, den 2. März.

Gottesdienst.

In der Ltadtkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Proseffor u. 2 rero§.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.

Pfarrer Dr. Grein.

Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche.

Tie Vereinigung der fonnrmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde fällt aus.

Mittwoch, den 5. März, abends 6 Uhr, 4. Passions­andacht. Pfarrer Dr. Grein.

Die Versammlungen der koiisirmierten Mädchen der Mätthäus- und der Markusgemeinde fällt Atontag den 3. März aus.

In der JohanneskirHe.

Vormittags 9* 2 Uhr: Professor Dr. Stamm.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Euler.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte unb heil. Abendmahl für die Lukas- und dieJohannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Montag, den 3. März, abends 8 Uhr, B i b e l ft u n b e im Konsirmanbensaal ber Johanneskirche. Pfarrer Euler.

Dienstag ben 4. März, nachmittags 5'/, Uhr, im Schwesternhaus Vereinigung ber konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 1. März.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

S o n n t a g den 2. März.

3. Fastensonntag.

Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kom­munion.

, w 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

91/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Fasten-Andacht.

Mittwoch nachmittag um 6 Uhr: Fastenandacht.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.

P. P. in Z. Es sind zur Zeit Verhandlungen im Gange, deren Ergebnis wir abwarten müssen. Jedenfalls war uns Ihre Zuschrift ganz willkommen; wir haben sie wohl aufgehoben zu eventl. Veröffenttichung.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Februar

Wetter

o

K

733,6

738,0

740,8

5,3

5,3

5,7

4- 3,5

+ 2,6

+ 3,5

Regen. Sternh.Hnnm. Bed.

90

96

97

'S1

2 926 7 is

Höchste Temperatur am 26.-27. Februar + 5,9° C.

Niedrigste , , 26.-27. 2,9® C.

ns

27.

27.

28.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

S. Darmstadt, 28. Febr. (Zweite Kammer.) Die Bubgetberatung wird fortgesetzt. Bei Kap. 10Staats­eisenbahnen" entsteht eine längere Debatte. Die Abgeord­neten bringen dre Wünsche und Anstände der von ihnen vertretenen Bezirke vor. IL a. beanstandet Weidner, unterstützt von Erk, das schlechte Wagenmaterial der Linie StockheimGedern. Korell fragt bezüglich der Linie AlsfeldHersfeld an. Finanzminister Gnauth erwidert, daß die Hess. Regierung nur Interesse sür die Erbauung der Linie bis zur Landesgrenze haoe. Bähr kritisiert die Durchführung der Linie Büdesheim-Oberseemen. Der Finanzminister meint, daß durch Selbsthilfe der Gemeinden die Wunscye bezüglich der Nebenbahnen nach und nach rascher in Erfüllung gehen würden, als lvenn man die Initiative von feiten der Regierung erwarte. Hierauf wird das ganze Kapitel mit 11 211539 Mark in Einnahme und 265 000 Mark in Ausgabe genehmigt.

Berlin, 28. Febr. Gestern Abend haben vertrauliche Beratungen der an dem Kompromiß-Anträge beteiligten Parteien über die in der Zolltarif-Angelegenheit weiter zu unternehmenden Schritte stattgefunden. Ueber das Ergebnis der Beratungen ist nichts bekannt geworden.

München, 28. Febr. Als der Nord-Süd-Expreß- zug sich gestern Abend 20 Minuten hinter Regensburg be­fand, wurden zwei Fenster des Speisewagens von Geschossen, vermutlich Steinwürfen getroffen. Ein Fenster zeigte eine kleine runde Oeffnung, wie von einem platten Kugelschuß, das andere ist mehr zertrümmert. Am Tische hinter dem Fenster saß gerade die Prinzessin Friedrich Karl von Preußen, die sich auf der Reise nach Florenz befand. Glassplitter flogen an der Prinzessin und ihren Begleitern vorbei.

London, 28. Febr. Alle Blätter beklagen sich über das Stillschweigen der Regierung hinsicht­lich der beiden letzten wichtigen Ereignisse in Südafrika.Daily Mail" sagt, wir wissen nicht ein­mal, wie viel Buren die Blockhaus-Linie überschritten haben.Daily News" meint, die Ueberschreitung der Block­haus-Linie seitens ber Buren beweise, daß diese kost­spielige und komplizierte Einrichtung nicht diejenigen Dienste leiste, die man seitens der Regierung gewünscht und erwartet habe.

Madrid, 27. Febr. Kammer. Der Deputierte von Barcelona, Robert, interpelliert über die letzten dortigen Vor­gänge. Er weist daraus hm, daß die Krisis allgemein der Arbeiterbewegung in Barcelona und dem Werk der revo­lutionären Sozialisten und deren heftigen Reden gegen die Reichen zuzuschreiben fei. Er macht die Regierung für die Vorkommnisse verantwortlich und fordert sie auf, durch Re­formen die Lage der Arbeiter zu verbessern. Der Minister des Innern erwidert, indem er zunächst einen Rückblick auf die Ereignisse in Barcelona wirft: Da er die Unruhen oorausgesehen, habe er em Rundschreiben an die Präfekten Igerichtet, in dem er sie aufforderte, Maßregeln zu ergreifen, bevor der Ausstand m Barcelona ausbreche. Später habe er zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu vermitteln ver­

sucht; er habe ferner die Redner in Versammlungen gericht­lich verfolgt, den Belagerungszustand verhängt und drei Stunden nach der Proklamierung des Ausstandes den Prä­fekten, der nicht genügende Autorität besessen habe, abgesetzt. Die Regierung habe also ihre Pflicht gethan.

Cartagena, 28. Febr. Im hiesigen Bergwerks-Re» vier macht sich eine neue Agitation bemerkbar. Man be­fürchtet ernsteAusschreitungen. In Madridejos ver­brannten die Aufständischen die Steuerpapiere und steckten die Zollhäuser in Brand.

Wien, 28. Febr. Zur Richtigstellung veröffentlicht das Fremdenblatt folgende den deutschen und ö st e r - reichisch-ungarischen Vertretern bei der Brüsse­ler Zucker-Konferenz zugegangene neuen Instruk­tionen: 1) die Aushebung sämtlicher Exportprämren soll in allen beteiligten Staaten gleick)zeitig und zwar frühestens am 1. September 1903 erfolgen; 2) hinsichtlich des Zucker- Einfuhrzolles wird die staffelweise Herabsetzung und zwar von Sätzen von 15 Fr. bis herab zul 6 Fr. angeboten, wöbet die Herabsetzung ebenfalls nicht vor dem 1. September 1903 zu beginnen hätte. Das Blatt bemerkt hierzu, daß Deutsch­land und Oesterreich-Ungarn mit diesen Anerbietungen bis aus die äußerste Grenze gegangen seien.

Krakau, 28. Febr. Der hiesige angesehene Advokat Dr. Chmewski ist nach Unterschlagung von 300000 Lr. flüchtig geworden.

Belgrad, 28. Febr. Die Atteutatsgerüchte waren doch nicht ganz ungerechtfertigt. Zu den allgemeinen Audienzen beim König hatte ein Unteroffizier unter einem Vorwande Zutritt erlangt, der dann vom Könige schreiend seinen rückständigen Sold begehrte und sagte, es sei eine Schande, daß die Soldaten hungern müßten, während der König und seine Minister im Ueberfluß lebten. Gardisten stürzten in­folge des Geschreies herbei und überwältigten den Soldaten, der sich lebhaft zur Wehr setzte. Der König brach nach diesem Zwischenfall die Audienzen ab.

Saloniki, 28. Febr. Der Auf stand der Alba­ne s e n ist unterdrückt. In Ipek herrscht vollständige Ruhs.

........... ...1- 1 ! <

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. SU, 28. Februar.

3*/s°/o Reicheanleihe . . 102.45 3% do. ... 93.05 3*/.% Konsole «... 101.95 30/0 do.....92.75

3l/2°/f) Hessen .... 100.10 3% Hessen ...... 4% Oesterr. Goldretne . . 103.00 4*/2% Oesterr. tiilberrento 101.65 4% Ungar. Goldrente . . 101.25 4°/ Italien. Rente . . . 100.80 4i/2 % Portugiesen ... 42.40 »0/ Portugiesen. .... 28.20 1% C. Türken .... 00.00 Türkenlose......115.00

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 45.40 4*/i% äussere Argentiner.

8% Mexikaner .... 26.80 4,/gVo Chinesen .... 91.70 Electric. Bohuckert ...v Nordd. Lloyd......

Kreditaktien , . . . 221.60

Diskonto-Kommandit. . . 196.70 Darmstädter Bank . . . 141.50 Dresdener Bank .... 138.30 Berliner Handelsgee. . . 153,90 Oesterr. Staatsbahn . . 145.60 Lombarden . . . . . 18.00 Gotthardbahn ..... 169.40 Laurahütte ...... 205.00 Bochum ....... 20180 Harpen er ...... 165,00

Tendenz: fest

""" - . - -

Wie ber Berliner Eonfektionär berichtet ist kürzlich in Tau­chern ein niedliches Schilbbürgerstückchen vorgekommen. Ein Kauf­mann hat eine neue Senbung Schweißblätter erhalten unb findet barunter ein Paar, bas am Rande zufammengeklebt unb mit Wasser gefüllt ist. Diesehervorragende Neuheit" nun preist er allen Kunbinnen an, letztere aber können sich zu seinem Aerger nicht bafür erwärmen. L>chon bie Vorstellung, solche ständige hn- dropathische Umschläge der Achselhöhlen zu tragen, verursacht Gänsehaut. Endlich läßt sich ein einsichtiges Fennmnum das Bc- gleitfcbrciben zeigen, unb ba stellt sich denn heraus, daß die durch Erfindung ber Klelbervelourschutzborbe bekannte Firma Vorwerr diese Waffersäckchen beigefügt hat, um ben Kunbinnen bie Güte ihrer Fabrikate, die aus burchaus wafferbichtem Stoffe hergestellt sinb, vor Augen zu führen. x

... Man verlange überall: t

oeli s vorzügliche

Kronen-Papier-Wäsche \ ind achte beim Einkauf auf die nebenstehende Schutzmarke.

WiMiWWii

Vergebung von Kauurdeiten.

Die für den inneren Aus­bau des neuen Schulhaufcs, die Errichtung eines Abort­gebäudes und die Her­stellung des Schulhofes in Leihgestern erforderlichen Ar­beiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Ange­bots vergeben werden und sind Angebote bis 1707

Dienstag, 11. März l. Js., nachmittags 3 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Leihgestern, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, porto- frei einzureichen. Die Arbeiten unb Lieferungen sind wie folgt

veranschlagt: Mk.

Erd- und Maurer­

arbeiten 1495,71

Steinmetzarbeiten 815,76

Zimmerarbeiten 266,13

Dachdeckerarbeiten 136,00

Spenglerarbeiten 63,50

Schlosserarbeiten 820,90

Glaserarbeiten 1152,85

Schreinerarbeiten 2903,98

Weißbinderarbeiten 1684,99

Tapezierarbeiten 83,50

Pflasterarbeiten 427,50

Eisen-u.Röhrenlieferung 62,40

Basaligruslieferung 37 5,(X)

Gießen, 26. Februar 1902.

Der Großh. Kreisbauinspektor

Stahl. 1707

Brerrnholz- Vevsteigevung.

Fürstlich Solmfische

Oberfölstkrei tzoheusolms.

Mittwoch, 5. März 1902, nachmittags 2 Uhr, im Lo­kale des Gastwirts L. Schlier­bach, Bieber. 1695

Distr. Helf Holz: Buchen: 260 im Scheit und Prügel, 33 rm Stockholz, 12300 Wellen. Eichen: 26 rm Scheck und Prügel, 15 rm Stockholz, 1280 Wellen. Nadelholz: 5 rm Scheck und Prügel, 230 Wellen.

Kiesem-Lihiiltt- iinii Bchch-Vechigermg im Sicher Stadtwald. Montag, 3. März, vor­mittags 10 Uhr beginnend, sollen im Lichcr Stadtwald Distrikt Gänswerd im Hinder­wald versteigert werden.

10 Kiefern-Schnittholz von 30 bis 45 cm mittlerem Durch­messer, ohne Rinde gemeßen mit 12,37 fm. 1689

59 Kiefern-Bauholzstämrne von 1830cm mittlerem Durch­messer und bis 20 m Länge, mit 35 fm.

Zusammenkunft auf der Niederbessingener Schneise am Steinbruch.

Lich, 26. Februar 1902. Großh. Bürgermeisterei Lich.

Heller.