Pergcrmvn der HcruSrat eines antiken Zauberers- ßefirntim, bestehend aus einem mit magischen Zeichen bedeckten Tische einer Drehscheibe auS Bronze, mehreren Ringen, Amuletten und anderem mehr. Diese Gegenstände kamen in den Besitz der Königlichen Museen zu Berlin, deren Verwaltung sie demi ^Vortragenden zur Herausgabe überließ. Der Vortragende erläuterte zunächst die Vorgesetzten Mo- delle und schloß aus den Zeichen ihrer Inschriften auf die erste Hälfte des dritten Jahrhunderts n. Ehr. als vermutliche Entstehungszeit. Sodann wurden die religiösen Vorstellungen, die jenen Inschriften zu Grunde liegen, durch- mustert: sie stellten sich, dem Charakter des griechischen Zaubers jener Zeit entsprechend, als ein Gemisch hellenischer, ägyptischer und jüdischer Elemente dar. Schließlich wurde der Zweck der behandelten Zaubergeräte besprochen und festgestellt, daß sie der Erforschung der Zukunft dienten: auf jenes Tischchen wurde die Scheibe gelegt, deren äußerer Rand in dreimal acht Felder geteilt war. Jedes Feld hatte die Bedeutung eines Buchstabens; indem man in regelmäßigen Zwischenräumen einen am Faden hängenden Ring auf die Scheibe niederfallen ließ, entstand eine bestimmte Reihe von Buchstaben, die das gewünschte Orakel ausmachten. Eine ausführliche Schilderung dieses Verfahrens bei dem Schriftsteller Ammianus MarceNinus gab eine erwünschte Bestätigung für die Deutung des antiken Zaubergerätes. Für den geistvollen und Bei aller Wissenschaftlichkeit verständlichen Vortrag dankte die Versammlung durch reichen Beifall, dem der Vorsltzende Worte verlieh. An der lebhaften Diskussion beteiligten sich besonders die Herren Dr. Holzapfel, Prof. Dieterich und Prof. Sauer.
** Evang. Bund. Der auf nächsten Sonntag, den 30. L M. abends y29 Uhr in Steins Garten von dem hiesigen Zweigverein des Evang. Bundes veranstaltete Familienaoend, zu dem alle Evangelischen freien Zutritt haben, verspricht den schönsten Verlauf zu nehmen. AIS Redner des Abends i*[t der bekannte Prediger der Paulskirche in Frankfurt, Herr Pfarrer Julius Werner gewonnen. Sein Vortrag behandelt „die religiöse und natw- nale Bewegung im Reformationszeitalter". Wem dessen vor einiger Zett erschienenes Buch „DaS Licht des LcbenS" mit seiner markigen, oft flammenden Sprache bekannt ist, kann beurteilen, welche Anregung der Vortrag für jeden Zuhörer sein wird. D-w gemischte Chor des Ev. Arbeitervereins, der schon wiederholt durch feine schönen Liedervorträge bekannt geworden ist, hat sich bereit erklärt, zur Verschönerung des Abends mitzuwirken.
Nidda, 26. Nov. Der Eisenbahnverkehr an unserem Platze dürfte nächst Gießen und Friedberg wohl der umfangreichste von ganz Oberhessen sein. Tie Lage unseres Städtchens im Herzen Oberhessens, an der Grenze von Vogelsberg und Wetterau, ergab schon die Grundbedingung hierzu und wird mit noch verschiedenen anderen Gründen eine weitere Zunahme des Eisenbahnverkehrs herbeiführen. In richtiger Erkenntnis dieser Sachlage hat die Eisenbahnbehörde schon eine Reihe dankenswerter Neuerungen geschaffen, wie Verbesserung der Lichtanlagen, Vergrößerung des Schienennekes, Einführung der Zentralweichenstellung. Ferner ist, dem „Tormst. Tagebl." zufolge, im nächsten Jahre die sehr notwendige Vergrößerung des Bahnhofsgebäudes beschlossen, und in darauffolgenden Jahren gelangt die Verlegung bezw. Abtrennung des Güterbahnhofes vom Personenbahnhöfe zur Ausführung. Diese letzte Neuerung findet den besonderen Beifall des Publikums und wird dieselbe bereits bei Einführung der vorgenannten in Betracht gezogen. Vielleicht läßt sich die Eisenbahnbehörde noch zur Erfüllung eines anderen Wimsches der Bewohner Niddatz und der südlichen Umgebung herbei. Es ist dies die Unterführung der Bahngeleise am Uebergang nach Salzhausen durch Tunnels. Die bisherige Schutzvorrichtung durch Schranken bildet für das Publikum ganz empfindliche geschäftliche und jetzt zur Winterzeit bei langem •ßkirtcn gesundheitliche Störungen. Die Anbringung eines Tunnels für Fußgänger würde berechtigten Wünschen vollauf Rechnung tragen und interessierte Gk meinten gern Beiträge zur baldigen Ausführung zeichnen.
Hccr und Flotte.
Paris, 25. Nov. Senat. Gotteron interpelliert den KriegS- minister über die Gesundheitsverhältnisse in der Armee. Die S t e r b e s ä l l e im lausenden Jabre betrüaen 2 18 1, in der deutschen Armee nur 432. Ter Kriegsminister erwidert, er gebe zu, daß die Sterblichkeit in der sranzößschen Annec vierfach sei, als in der deutschen, die Schuld trage aber nicht da« SanitätskorpS, welches tadellos sei. Die Ursache der meisten Tadessäüe sei Schwindsucht, in der französischen Armee 1416, in der deutschen nur 129. Die Schwindsucht sei eine Krankbeit Frankreichs. Außerdem erklärten die Aerzzte die 65e- stellungSpflichtigen zu leicht für diensttauglich. Er habe die Aerzte angewiesen, zu schwache junge Leute wieder heirnzuschicken und alle Mittel anzuwenden, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, damit soweit als möglich die Sterblichkeit in der Armee herabgemindert werde. (öcifau.) Der Zwischenfall ist hiermit geschlossen.
Vermischtes.
* Paris, 25. Nov. Den Blättern zufolge wurden heute vormittag der Präsident einer Winkelbank, Namens de Catillan, und zwei Verwaltungsräte dieser Bank, mit Namen Cabazzia und Worms, verhaftet.
Wien, 25. Nov. Die Polizei verhaftete den internationalen Hochstapler Paetz aus Naumburg a. S, welcher seinerzeit unter dem Namen eines Grafen Bethlcn und eines Marquis große Schwindeleien verübte, sowie den internationalen Einbrecher Pourt aus Salzburg, Bei beiden fand man große Mengen ausländische Wertpapiere, welche wahrscheinlich aus Einbrüchen aus Frankfurt a. M und München herrührcn. — Das große Fabriketablissement deö Hoftischlers und Möbelfabrikanten Ludwig in Licsseng ist heute vormittag teilweise niedergebrannt. Der Schaden wird auf 4 Millionen Kronen geschätzt.
* Lemberg, 25 Nov. Der Schaden, den durch den Nov isla wer Brand die Naphta-Jndustrie-Gesellschaft erleidet, wird auf 150 000 Kronen geschätzt und ist zum größten Teile durch Versicherung gedeckt.
* Die Meldungen bezüglich der Eruptionen deö Vulkans auf Savail (Samoa) sind nach einer Reutermeldung auS Auckland übertrieben. ES ist kein Schaden angerichtet. Einer Hamburger Privatmeldung zufolge dauern die Eruptionen mehr oder weniger an Die Aufregung legt sich. Für Upolu dürfte keine Gefahr vorhanden sein.
* Eine tragikomische Szene aus dem Ehe- ^eben spielte sich dieser Tage am Moritzplatze in Berlin ab. Hinter der dort stehenden Litfaßsäule trat plötzlich eine sehr resolut aussehende Frau tervor und schlug energisch mit dem Schirm auf einen Mann ein der soeben ahnungslos auf der anderen Seite der Säule Kosto gefaßt hatte. Ter Mann komite sich der wütenden
Fran nicht erwehren und ergriff schließlich unter dem Halloh der Menge die Flucht. Ter Mann, ein Derfführer in einem Fabriksaal, gilt als Ton Juan. Eine Arbeiterin hatte ihm ein Stelldichein an der Litfaßsäule zugefagt, war jedoch nicht selbst hingegangen, sondern hatte sich durch des Wer^ fÜhrerS Frau vertreten lassen, der sie brieffich von der Derabredunb Mitteilung machte. Bisher ist der Unglückliche weder in seiner Fabrik, noch in der ehelichen Wohnung erschienen.
* Stütze der Hausfrau vor siebzig Jahren. Tie Ansprüche, die man vor siebzig Jahren an eine weibliche Person, die man heute mit dem Namen einer Stütze bezeichnen würde, machte, gehen auS folgendem charakteristischen Briefe eines altadeligen hannoverschen Offiziers, der Witwer war und bald wieder heiraten wollte, hervor. Wir geben den Teil des an einen Verwandten (Cousing) gerichteten Briefes aus dem Jahre 1832, der von der zu besorgenden Stütze handelt, mit allen orthographischen Eigentümlichkeiten und Fehlern wieder: „Was die To- moisell anbetrifft, so sollte es mir Angenehm sein wenn solche zu mir kommen wollte je ehnder je lieber, allein um den Haushalt zu führen kann ich Sie nicht allein h lten den führe ich selbstoder dermaleins meine Frau die Hauptsache ich daß Sie daß Kochen übernimmt und gut versteht, alsdann muß Sie sehr reichlich in Ihrem Anzuge sein bescheiden und nicht Naseweis gegen meine Kinder und künftige Frau Gemahlin, nach dem Essen sich hinsezt und Nähet oder was sonst zu thun ist, ist Sie noch einigermaßen Ansehnlich, daß Sic nicht Hustet, oder immer die S ch n u p f - tabakdoße in den Händen hat, und die Naße in den Taschen Tuch Rülp,st, daß man es durch das ganzte Haus hören kann, und vielleicht nicht seit 15 Jahren den Schorbock an den Zahnen hat, so soll Sie auch alsdann die Ehre haben, des Mittags mit uns am Tische zu Eßen und Jährlich 24 Thlr. Lohn haben . . ." Ob nun die Tarne doch vielleicht schnupfte, das Taschentuch nicht richtig benutzte oder den Schorbock in den Zähnen hatte, oder ob ihr etwa das Examinatorium zu arg war, weiß man nicht; jedenfalls wurde sie nicht engagiert, und erst nach einigen Monaten, als die junge Frau des Offiziers „an dem verdammten kalten Fieber" darniederlag und dieses dem Gemahl „große Last in dem Haushalt" machte, da er den „gantzen Tag aus dem Hauße beim Exerciren beschäftiget war, kam er in einem Briefe an „Cousing" auf die „Tcmoisell" zurück und versprach ihr ,^ur Reiße" noch 5 Thlr. zu geben, wenn sie bald käme. Darüber, ob sie dieser Lockung nicht widerstanden hat, besagt die weitere Korrespondenz nichts.
* Von der Wanderung eines Trauringes giebt eine Bekanntmachung an den Anschlagtafeln der Schlachthof- und Viehmarkt - Verwaltung in Hamburg Kunde. Darnach ist in der dortigen Großviehschlachthallc ein goldener Trauring gefunden worden. Der Verlierer oder der sonst Empfangsberechtigte wird aufgefordert, die Rechte binnen einer Frist von 13 Wochen geltend zu machen. Offenbar handelt es sich hier, wie der „Allgemeinen Flei- cher-Zeituna" mitgeteilt wird, um einen der schon mehr- äch beobachteten Fälle, daß ein Trauring beim Füttern ;es Viehes in das Futter und mit dem Futter in den Magen eines Rindes gelangt, und erst nach der Schlachtung deö Rindes wieder zum Vorschein kommt. Der gefundene Ring trägt die Inschrift: Maria Tornaschensky 20. Juni
Kunst und Millenschast.
— DaS neue Theater in Fürth. Fürth, die Schwesterstadt Nürnbergs, hat ein neues Theater mit einem 51 oft en auf - wand von einer Million Mark erbauen laßen. Es hat einen Fassungsraum für 1200 Personen. Ter Bau ist im Innern Barock, außen in französischer Renaissance gehalten. Tie Facaden mb mit einer prächtigen Frontengruppe und weiterem figuralen Schmuck und mit einer Anzahl von Dichterbüfien geziert. Alle künstlerischen Arbeiten stammen aus Wien, alle übrigen Arbeiten ind von Werkmeistern und Industriellen Fürths ausgeführt. Die Direktion ist dem Direktor Reck, dem langjährigen bewährten Leiter der Buhnen von Nürnberg, Bamberg und Erlangen übertragen worden. TaS Theater gtbt Zeugnis vom Kunstsinn der Stadt und von der Kunstbegeisterung der Fürther Industriellen, welche 880000 Mark a sonds perdu d em Theaterbau beige steuert haben.
Daudet und Verkehr. Volkswirtschaft.
Insolvenz, lieber den Nußdorfer Spar- und Dorsch u ß - B e r e t n in Nußdorf bei Wien, bei dem der frühere Kassierer Jalkotzn größere Defraudationen verübt hatte, wurde der Konkurs verhängt. DaS Defizit betragt etwa zwei Millionen Kronen. Jalkotzy hat Selbstmord verübt. (Diese Meldung erinnert uns an die Scherzfrage: Welches Lied fängt mit „Jodoform* an? Antwort: Jo do fahr' nur halt nach Nußdorf 'naus (Ja da fahren wir ic.). Das Lied ist jedem Oesterreicher wohl bekannt. D. Red. des „Gieß. Anz.")
Der Ncberschutz bei der tzarpener Bcrgbau-Aktlen-Ge- ellschast betrug tm Oktober 1 209 600 Mk. gegen 1 164 000 <Dlf. tm September er. und 1 282 400 Mk. im Oktober 1901.
Die Norddeutsche Gründ Kredit-Bank wird voraussichtlich eine Dividende von 50/0 erteilen.
Die von der Berliner Nnionö-Braneret festgesetzte Dividende von 50 0 wir von jetzt ab ausgezahlt.
Der Ausweis der Bochumer BergwerkS-Gefellfchast gibt für Oktober einen Gewinn von 24 204 Alk. gegen 21179 Alk. tm September er. und 13 322 Mk. im Oktober 1901.
^Verlosung der Freiburger 15-FraulS'Loose von 1861.
92. Serienziehung am 15. Oktober 1902. Prämienziehung am
15. November 1902. Gezogene Serien:
39 200 204 355
402 416 520 631 685
7642 7897 7926.
659 703 868 923
1550
2428
4318
5933
7504
1184
2183
3887
5028
7283
1660 1662
2450 2607
4347 4508
6103 6198
7547 7549
1914 1965
2670 3024
4654 -177 3
6227 6295
1343
2252
4259
5380
7380
1030
2157
a.'.n
4858
7014
1290
2206
4101
5254
7325
1001
2025
3149
4856
6492
(Ohne Gewahr.!
Braunschweigische Prämien-Bnlcihe (20 Thaler-Loses. 120. Serienziehung am 1. November 1902. Prämienziehung am 31. Dezember 1902. Gezogene Serien: 191 588
1435
2321
4262
5751
7385
1066
2178
3762
4882
7277
1123 1211 1398 1541 1632 1 640 2093 2304 2430 2511 2560 2613
3471 3661 3950 8951 4256 4505 45.68 4733 4799 4858 4881 4959
5216 5352 5617 5772 6396 6458 6460 6629 6750 6879 6962 6980
6989 7364 7365 7701 7733 7753 7792 8063 8087 8132 8211 8807
9049 9058 9093 9239 9262 9368 9424. (Ohne Gewähr.)
Märkte.
v. Gießen, 26. Nov. D i e h m a r k t b e ri ch t. Der gestrige Vichmarkt hatte einen Auftrieb von etwa 800 Stück Milchvieh und Rinder, sowie von etwa 300—350 Stück Kälber. DaS Geschäft in frischmelkender Ware wurde hauptsächlich durch Käufer vom Rhein und von der Sieg gemacht, die in Rücksicht auf die Zeit immer noch nute, wenn auch um eine Kleinigkeit geringere Preise als bei den letzten Märkten für die Ware anlegten. Schweres Milchvieh, welches stark begehrt wurde und, wie immer an unteren Markten, knapp war, wurde zu den alten hohen Preisen verkauft. Die Preise für fette Rinder sowie Mastvieh, welch' letzteres in einigen Pöstchen vorhanden war, beh'eiten ihre alte Höhe und ging schnell ab. Der sandel in Kälbern ging anfangs recht schleppend, fodaß für Frankfurt, Koblenz und Mainz mit wesentlichem Preisabschlag Verkäufe zu Stande kamen. Auch für unseren Heimischen Bedarf wurde
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gegen Ende deS Marktes ein ziemlicher Posten Kälber erhanbett sodaß der Vorrat darin ebenso wie in Milch- und Fettvieh vollständig geräumt wurde. Gehandelt wurden pro Stück Kühe, frilch- melkend und tragend: Schwere Cimmenthaler und Holländer Kühe zu 405—500 Mk., oberhefsische Landraffen 1. CuaL 400-460 Mk., 2. Qual. 325 -375 Mk., 3. Qual. 250 - 300 Mk. Abmelkkühe gingen mit durchschnittlich 200 Mk. schwer ab. Mastrinder wurden für 30—32 Mk. der Zentner lebend Gewicht oerfauft Nach Zentner Schlachtgewicht wurden umgesetzt: Fette Rinder 65— 67 Mk. Kälber 1. Sorte über 50 Pfund wiegend 64—66 Mk., 2. Sort* zwischen 40 und 50 Pfund schwer 57—60 Mk., 3. Sorte unter 40 Pfund Gewicht 53—56 Mk.
§ Butzbach, 25. Nov. Der zweite Tag unsere- Katharinen m a r f t e 5 brachte infolge der naffen Witterung nicht den gewohnten Verkehr. Auf dem Schweinemarkt waren nur 30 Wagen, meist Jungvieh augefahren. Es kosteten je nach Alter bezw. Qua- (ität da? Paar Ferkel 20—40 Mk. und Einlegeschweine 65—100 Mark. Infolge geringerer Nachfrage blieben eine Anzahl Tiere auf dem Viehmarkte unverkauft. Auch der heutige Krämermarkt war gleich dem einheimischen Ladengeschäfte lehr stau, da die Zahl der auswärtigen Macktbesucher gering gewesen ist
Kirchliche Vachrichtcn.
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag den 27. November, abends 8 Uhr, im untere» Konfirmandensaal, Kirchstraße 9: Bibelstunde. Marc. 2.
Pfarrer Scheunemann.
Landwirtschaft.
Laut „Reichsanzeiger* ist der Stand der Herbstsaaten des Reiches Mitte November (wobei 1 sehr gut, 2 gut, 8 mittel bedeuten) für Winterweizen 2,6 gegen 2,2 im November des Vorjahres, Wiuteffpelz 2,4 gegen 2,3. Winterroggen 2,8 gegen 2,1, jungen Klee 2,4 gegen 2,5. In den Bemerkungen dazu heißt es: Die Witterung der letzten Wochen war im allgemeinen den Feldarbeiten und der Entwicklung der Saaten günstig. Tie mit dem 13. N> vember eingesetzte scharfe Kälte kommt in den vorliegenden Zahlen noch nicht zum Ausdruck. Der Stand des Roggens wird trotzdem im laufenden Jahre ungünstiger wie in jedem der letzten neun Jahre beurteilt, der Stand des Weizens ungünstiger at-3 in den letzten acht Jahren. Viele Berichte sprechen von em em erschrecken den Ueberhandnehmen der Mäufeplage. Auch über SchneckenfraD wird geklagt. Tie früh gesäten Saaten sind in ihrer Entwicklung meist sehr zurück. In Bayern ist der Saatenstand aber mit geringe» Einschränkungen befriedigend, vereinzelt sogar sehr gut. In Baden ist der Stand bis jetzt gut bis mittel. In Württemberg hat der Frühroggen sich gilt entwickelt. Junger Klee hat durch Mäusefraß stark gelitten, fodaß vierfach Umpslugungen erforderlich sind. Sonst ist der Stand meist befriedigend.
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Entbehren Sie dieselbe, ist Ihr Magen krank, der
#7^ Tarrn träg, müssen Sie in der Wahl
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