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4°/o Italien. Rente 4V3% Portugiesen 8°/.. Portugiesen. ♦ 1% C. Türken . Türkenlose . . .
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Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt u. 1DL, 28. August 1902.
4% Grieoh. Monopol 4'/z-6 äussere Argentiner
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Familien Nachrichten.
Gestorben: Geh. Negierungsrat 2. Achenbach, Darmstadt.
. 26.35 . 92.05 . 90.50 . 107.70 . 214V0 . 184.70 . 135.90 . 143v90 . 15710 . 15390 . 18.50 . 17LOO . 198.00 . 184LO . 16150
an Lindern verh afttet. — Der größte Teil einer Bonde von jüngeren Boden- und Wohnungsdicbcn, die in den letzten dreiviertel Jahren mehrere Hunden! Ern- bruchsdieb stähle verübt hatten, ist von der Kriminal polizer gestern dingfest gemacht worden. Den übrigen Mitgliedern der Bande ist man auf der Spur.
Paris, 26. Aug. Die Geschworenen sprachen eine Arbeiterfrau, welche bet einer nächtlichen Rauferei ihres Mannes und ihres Bruders mit mehreren Bekannten einen Revolver aus ihrer Wohnung hotte und in der 2lbsicht, den tz>auptgegner niederzuschießen, chren eigenen Bruder tötete, frei.
Brest, 26. Aug. de Ceue, Leiter des MLerstandeK in Ploudaniel, ist gestern abend nach längerem Verhör vor dem Untersuchungsrichter verhaftet und ins Gefängnis abgeführt worden. Der Unterpräsekt hat vor dem Untersuchungsrichter die Ertlärung abgegeben, daß eine gmt$c Reihe katholischer Priester sich an den Ztundgebungen gegen die Behörden beteiligt hat.
Messina, 26. Aug. Seit mehreren Tagen zeigen die Erdbeben-Apparate Erdstöße an. Die Bevölkerung i# jedoch hiervon nicht benachrichtigt worden, um eine PcmÄ zu verhüten.
Trient, 26. Aug. Der seit langem gesuchte italienische Anarchist .Hildebrand Trovi aus Ancon-L wurde von der hiesigen Polizei verhaftet und aus Oefter- reich ausgewiesen.
Fiume, 26. Aug. Der Dampfer „Adria" der ungarischen Dampftchiffahrisgesellschast ist nachts auf hoher See mit einem kleinen englischen Dampfer, welcher den Namen „Castner" führt, zusammengestoßen, wobei der Kapitän, der Steuermann und ein Matrose des letzteren Schiffes er* tranken.
Kapstadt, 25. Aug. Im Kapparlament brachte der Oberstaatsanwalt die Jndemnitätsvorlage für cktte unter dem Kriegsrechte begangenen Handlungen ein. Er sagte, er halte es für notwendig, eine Kommission zu ernennen, um über die Anwendung des Kriegsrechts Untersuchungen anzustellen. Bundespräsident Theron erklärte, er stimme der Vorlage zu und würde sich freuen, wenn eine Untersuchungskommission ernannt werden sollte, damit die Welt erfahre, was das Volk gelitten habe. Das Haus müsse daran denken, daß man es mit einem unterdrückten, mißhandelten Volke zu thmr habe, welches viel, wenn auch schweigend, litt. Die holländischen Mitglieder wiesen besonders darauf hin, daß Eingeborene als Kundschafter verwandt worden seien.
N e w y o r k, 26. Aug. Die venezolanische Regie- rung hat die Vorschläge Deutschlands, Frankreichs und Englands betreffend die Blokade ab gelehnt und erhebt Einspruch gegen die Nichtanerkennung der Blokade. Ein holländisches Schiff, welches dieselbe nicht beachtete, ist beschlagnahmt worden.
New York, 26. Aug. Senator Hannah hat das Amt eines Schiedsrichters im K o h l e n a r b ei t e r ft r e i k wegen der ablehnenden Haltung Morgans niedergelegt. .Der Streik dauert fort.
Reiohsanleihe 3°/o do. 3*/i% Konsole . 3°/0 do. . . 372% Hessen 3% Oberhessen
. 102.70 . 92.60 . 10010
. 99.50
4% Oesterr. Goldretne . . 10170 473% Oesterr. öilberrento 102.10 4% Ungar. Goldrente . . 102.90
— Man schreibt aus Heidelberg: Der kürzlich inBaden- Baden verstorbene Rechtsanwalt Göring hat die hiesige Universität durch letztwillige Verfügung mit reichen Legalen bedacht. — Dr. Th. Siebs, a.-o. Prosefior für deutsche Sprache imt> Litteratur in Greifswald, ist als ordentl. Professor au die Universität Breslau berufen worden. — In der Zeitschrift für Sozialwisfenfchaft teilt Dr. Prinziug über die Zahl der Aerzte in Europa Folgendes mit: Es kommen auf je 1000 Einwohner Aerzte (mit Emschluß der Wundärzte): in Deutschland 51, Oesterreich 41, Ungarn 2.8, Italien 6.3, der Schrveiz 6.1, Frankreich 3.9, Spanien 71, Belgren 5D, England 6.1, Schottland 7.7, Irland 5.6, Dänemark 6.4, Norwegen 5.3, Schweden 2.7, Rußland 2.7. Auf je 10000 Einwohner entfielen: in Berlin (1900) 141, Paris (1896) 9.7, Brüssel (1897) 14.7, London (1895) 12.8, Madrw 24.4, Wien (1896) 13.0, Budapest (1896) 16.4 Aerzte.
die Polizei nahm sowohl bei der Tochter,zu DowaweZ,. als auch bei dem Vater Haussuchungen vor. Bei der Tochter fand man nichts Verdächtiges, bei dem Vater da- ( nÄen im Keller in einem Kartoffelkasten unter Kartoffeln Msteckt und in Arbeitszeug eingewickelt ein Futteral, 1 das die Uhr des verftorLeuen Justrzrats Iß- . mer enthielt. Außerdem zeigte das Beinkleid Wagners scheinbar Blutflecke. Als die Beamten darauf < hindeuteten, äußerte Wagner: „Einen Augenblick, ich werde 1 Euch zeigen, was das ist!" Ohne daß die Beamten, die noch bei der Untersuchung waren, es bemertten, zog er ■ ein Messer ans der Tasche und brachte sich einen tiefen Stich in den Unterleib bei. Als Wagner dann nach Potsdam abgeführt werden sollte, brache er zusammen und wurde nad) dem Oberlin-Krankenhaus gebracht. Dort erschienen alsbald der Polizeipräsident und der Polizei-Inspektor zur Vernehmung des Mörders. Er bestritt die Thäterschast und fügte hinzu, daß er im Genesungsfalle die Thäter nennen werde, sonst aber nicht. Die Uhr habe er von jemandem erhallen, den,er zwar kenne, aber nicht nennen könne. Die Wunde ist gefährlich, so daß das Aufkommen Wagners zweifelhaft erscheint; er wird im Krankenbett von einem Polizeibeamten bewacht. Wagner lleß sich in den letzten Tagen von der Frau Geld geben, nm angeblich, nack) Berlin aus Arbett zu fahren. That- sächlich that er nichts. Seit Wechnachten arbeitete er nicht; die Frau mußte durch Waschen und Plätten den Unterhall beschaffen. — Das Mordwerkzeug wurde noch nicht gefunden, ebensowenig ist bekannt, ob Geld vorhanden war oder genommen wurde. Uebrigens paßt die Beschreibung des Mannes, der über die Einfriedigung der Jßmerschen Vllla stteg, auf Wagner.
♦* Aus den Alpen. Ein junger, durch einige historische Arbellen vortellhast bekannter Gelehrter der Westschweiz, Dr. Emlle Dunauü, Konservator des archäo- logoschen Museums in Genf, ist, wie bereits berichtet wurde, am Mont Pleureur (3700 Meter) im Val de Bagnes (Wallis) gelegen, durch Absturz verunglückt. Dr. Dunant hatte die Absicht, nach Ersteigung des Mont Pleureur den Giötrvz-Gletscher zu überschreiten und nach Mauvoisin htn- überzugehen. Er wollte die Tour ttotz Abmahnung allein machen. Als er zur vorher angesagten Zell in Fionnay, wo er mit Verwandten sich aufhielt, nicht emgetroffen war, gingen einige Führer van dort aus auf die Suche. Sie fanden den Verunglückten am Fuße eines Couloirs mit zerschmettertem Schädel als Leiche vor. Der Tod muß der Verletzung nach sofort eingetreten sein. Die eine Hand des Toten hielt krampfhaft einige Edelweiß umklammert, bei deren Pflücken er vielleicht abstürzte. Die Leiche wurde nach Fionnay und von da nach Gens gebracht, woselbst die Beerdigung stattftndet. — Der Bergführer Franz Wenter ist bei einer Tour int Drapp- schluchtkamin (Südtirol) abgestürzt und hat sich dabei tätlich verletzt. — Der Prokurist Czerny aus Men ist mit seiner Frau von der Neuen Almscharte (Steiermark) abgestürzt. Czerny ist schwer verletzt von Touristen aufgefunden worden, dagegen ist es noch nicht gelungen, dessen Frau zu finden.
C h r i st i a n ia, 25. Aug. Wie „Afteuposten" aus Vad- toe (Finnmarken) melden, sind bei den Untersuchsungen, die im Sommer in Südvaranger vorgenommen wurden, Eisenfelder von seltener Größe entdeckt worden Fachleitte schätzen, daß sie alle bisher bekannten über- tteffen Es seien Memtdern von 70 bis 200 Meter Mächtigkeit gefunden worden. Die kleinsten Adern seren 30 Meter dick. Ter Ort sei, da er nur einen Kilometer vom Barangerfjord entfernt liege, günstig für den SöMstrans- port. Ein großer Teil des Erzes enthalten 60 bis 70 pCt. Eisen. Ter Durchschinittsgehalt sei anscheinend 40 bis 50pCt. Der Betrieb solle im nächsten Sommer beginnen Ganz in der Nähe fließe der Pasvikelf vorbei, der wie man schätze, 40000 bis 50 000 Pferdekräfte abgeben könne.
3% Mexikaner . . . 41/29/o Chinesen . . . Electric, ßchuckert . . Nordd. Lloyd . . .
Kreditaktien . .
Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges.
Oesterr. Staatsbahn . « Lombarden . • • • Gotthardbahn , . . . Laurahütte . . « , . Bochum
Harpener.....
Tendenz: fest.
Gerichtssaal.
sm. Gieße«, 24. Aug. Kriegsgerichtssitzuug vom 19. August Es standen drei Fälle zur Verhandlung. Angeklagt war zunächst ein Llompagniehandwerter wegen gefährlicher Körperverletzung. Derselbe hatte spasseshalber die vom Lügentijch bekannte Nadelgeschichte aufgesührt und sein Opser dabei erheblicher verletzt, als es vorauszusehen war. Da Lähmungserschemungen austraten, die auf den Nadelstich zurückgeführt wurden, wurde bte Anklage erhoben. Der Sachverständige erklälle aber, daß sich die, übrigens in bedeutender Besserung befindlichen Lähmungs- erscheinungen nicht mit unbedingter Sicherheit auf den Stich zurückführen ließen und erfolgt deshalb ans Antrag der Anklagebehörde die Freisprechung. — Der nächste Fall betraf ein Verbrechen und Vergehen gegen die militärische Unterordnung, begangen von einem Musketier gegen einen Gefreiten, der als Vertreter des Stubenältesten auftrat. Der Angeklagte behauptet, in dem Gefreiten, mit dem er sehr gut stand, nicht den Vorgesetzten gesehen zu haben, vielmehr habe er nur kameradschaftlich scherzen und necken wollen. Gleichwohl erhält er nach stattgehabter Beweisaufnahme l Jahr 3 Monate Gefängnis. Tas schlappe Verhalten des Gesrellen, das die Veranlassung zu dem Vergehen gab, wird entsprechend scharf kritisiett und derselbe der Disziplinarbestrafung anheimgegeben. — Zum Schluß stand ein Fall wegen ^Unterschlagung von 5 Mk. seitens eines Unteroffiziers. Im Laufe der Sitzung wurde die Anklage auf Betrug bezüglich 15 Mk. und später 20 Mk. ausgedehnt. Ter Angeklagte behauptete, unschuldig zii fein, da er sich für berechtigt gehalten habe, das ihm gegebene Geld zu verbrauchen und soviel Vermögen unb aridere Hilfsquellen besessen habe, um im Notfall den Betrag sofort decken zu können. Das sei bis jetzt noch nicht vollständig geschehen, da die Darlerherin Frist gegeben habe und mit Abzahlung einverstanden sei. Nach umfangreicher Beweisaufnahme unb längerer Beratung wirb bie Ver- künbigung ber Entscheibung auf Freitagnachmittag vertagt unb an biesem Tage Urteil bahin verkünbet, baß ber Angeklagte von ber Anklage bes Betrugs freizusprechen, bagegen wegen Uiiterschlagimg von 5 Mk. zu 14 Tagen Gefängnis zu verurteilen sei. Die roeitet beantragt gewesenen Nebenstrafen ber Degrabation unb Versetzung in bie 2. Klasse bes Solbatenstanbes ivurben nicht ausgesprochen. — Als Verteibiger fungierten bie Herren Rechtsanwalt Mendelsohn, Oberleutnant Ziegler unb Rechtsanwalt Notar Römhelb. _______
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Höchste Temperatur vom 24. August
Niedrigste „v 24. „
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 26. Ang. Gestern abend wurde der Buch»- hatter Wolf wegen wiederholter Sittlichkellsverbrechen
25. August 12,0« c,
25. „ 15,4° C,
August ।
roaromerer auf 0° reduziert
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