Montag««. Mai 1008
158. Jahrgang
Zweites Blatt.
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3>te -eutige Hlnurmer umfaßt 10 Setten.
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Der Kaiser in Lothringen.
Metz, 24. Mai. Heute morgen fuhr der Kaiser nach Äorze und übernahm das Kommando über eine kombinierte Tivision. Nach der Disposition, die der nun folgenden Hebung zu Grunde lag, war die Feste „Lothringen" bereits früher gefallen, während die Feste „Kronprinz" erst heute in der Frühe eingenommen worden war. Nunmehr sollte die dem Kaiser unterstellte Division in Stärke von 9 Bataillonen Infanterie, 12 Feldgeschützen, 8 schweren Haubitzen, 1 Kompagnie Pioniere und 1 Eskadron Dragoner gegen die Feste „Kaiseriw' vorgehen und sie mit stürmender Hand nehmen. Nach 9 Uhr begannen die beiderseitigen Patrouillen sich in den Gehölzen, welche das Moncethal einsäumen, zu beschießen. Nicht lange nachher eröffneten die schweren Feldhaubitzen, die auf den Höhen nbrdlich vom Bois de Ognons aufgestellt waren, ihr Feuer auf die Feste „Kaiserin". Tiefe war als noch im Bau begriffen und nicht armiert angenommen, nur 2 Bataillone Znfan-
Politische Tagesschau.
Präsident Loubet hat auf der Rückreise von Petersburg in Kopenhagen kurze Rast gemacht. Er ist das erste französische Staatsoberhaupt, das der dänischen Hauptstadt einen Besuch abstattete. Es unterliegt keinem Zweifel, daß dem Besuche des Präsidenten keinerlei politische Absichten zu Grunde liegen, aber man erblickt darin in Kopenhagen eine große französische Aufmerksamkeit.
Ter französische Torpedokreuzer „Cassini" mit Loubet an Bord traf am Sonntagvormittag im Kopenhagener Hafen unter dem Donner der Geschütze und den Klängen der Marseillaise ein. Ter dänische König, der Kronprinz sowie die Prinzen Waldemar, Harald und Hans begaoen sich an Bord des „Cassini" und begrüßten den Präsidenten. Nach einiger Zett kamen die Herrschaften an Land, wo als Ehrenwache eine Abteilung des Leib-Garde-Regiments ausgestellt war, deren Front der Präsident und der König abschritten. Hierauf wurde die Fahrt zum Königlichen Schlosse angetreten. Bei der Frühstückstafel zu Ehren des Präsidenten im Königlichen Schloß richtete der König an den Präsidenten folgende Ansprache:
„Herr Präsident! Unendlich erfreut, daß Sie mich und mein Land mit Ihrem freundlichen und liebenswürdigen Besuch beehren, drängt es mich. Ihnen dafür meinen aufrichtigsten Tank auszusprechen, und, aufs innigste die Kürze Ihres Aufenthalts bei uns bedauernd, trinke ich auf Ihre Gesundheit, Herr Präsident, sowie auf die Wohlfahrt Ihres schönen Vaterlandes, dessen erster und würdigster Vertreter Sie allenthalten sind."
Präsident Loubet erwiderte:
„Nichts hätte mir bei der Rückkehr aus einem uns in so hohem Maße (a tant de tittes) teueren Lande angenehmer sein können, als den verehrten Souoerain einer
Die Zweite Kammer der «Landstände beginnt nach der Pfingstruhe chre Sitzungen wieder am 3. Juni, und zwar kommen am ersten Verhandlungstage il a. folgende Vorlagen zur Beratung: Regierungsvorlage, die Erweiterungsbauten der Großh. Technischen Hochschule betreffend, Regierungsvorlage, Erbauung eines kleinen Wohnhauses für den Gärtner der psychiatrischen Klinik betreffend, Regierungsvorlage, die Aender- ung des Gesetzes vom 12. August 1896, den Bau und die Unterhaltung von Kunst st raßen im Großherzogtum betreffend; ferner die verschiedenen Vorlagen betr. Erricht ung von Irrenanstalten, Regierungsvorlage, Um bau des Hoftheaters zu Darmstadt betreffend, und Regierungsvorlage, Staatsvertrag zwischen Hessen, Preußen und Baden über die Vereinfachung der Ver waltung der Main-Neckar-Bahn betreffend.
lleber die Regierungsvorlage betreffend den Umbau des Hoftheaters zu Darmstadt hat sich der E r st e Kammerausschuß schlüssig gemacht. Er erklärt sich mit den Vorschlägen der Regierung bezgl. der Kostendeckung e i n- verltanden und beantragt in Stattgebung des Antrags der Regierung: 1. den in der Regierungsvorlage bei der Erörterung der Kostenaufbringung gemachten Vorschlägen, soweit erforderlich, die Zustimmung zu erteilen, insbesondere der Regierung die Entnahme eines Betrages von 403 910 Mark aus dem Domänenacquisitionsfonds zu Zwecken des Hoftheaterumbaues anheim zu stellen, daber auch die Verrechnung des Erlöses an Abbruchmaterial mrd dergleichen zu Gunsten des Baufonds zuzulasserk; 2. mit dem Umbau jedoch nicht eher zubeginneu, bis sämtliche erforderlichen Mittel der Regierung zur Verfügung stehen. Es bleibt nun abzuw-arten, was das Plenum des Landtages zu der Regierungsvorlage uitb dem Beschluß des Ausschusses sagen wird. Schließt es sich dem Ausschüsse an, dann wird man in Darmstadt immerhin noch eine Woche auf den Beginn der Arbetten warten rönnen, denn die Ausbringung der Mittel wird doch wohl nicht so im Handumdrehen zu bewerkstelligen sein. Von der Regierung wird behauptet, daß die jetzigen Zustände des Theaters auf die Dauer nicht mehr haltbar sind und ,cher Staat die Verantwortung, welche die Kenntnis dieses Umstandes allein schon mit sich bringt, nicht länger auf sich nehmen kann, zumal auch die Erhebung von Entschädigungsansprüchen im Falle eines Brandunglücks bezw. der etwa damit verbundenen Verluste an Menschenleben hier- mtt eng zusammenhängt." Es wird die Feuergefährlichkeit des Hoftheaters beleuchtet und ferner auf „Mängel des Hauses hinsichtlich der Zweckmäßigkeit und Ausnutzung des Zuschauerraumes" hingewiesen. Die vielfachen, auch von uns ausgesprochenen Bedenken gegen die Vorlage (man hat gefragt, ob anderwärts die Hoftyeater auch vom Staate mit erbaut würden, warum gerade für das Darmstädter Theater solche Aufwendungen unter staatlicher Mitwirkung gemacht werden sollen, während die anderen Städte des Landes aus eigenen Mitteln für ihre Theaterbauten sorgen müßten, ob man denn vor 30 Jahren nach dem damaligen Theaterbrand, der möglichsten Entfernung der Feuersgesahr in dem jetzigen Theater nicht genügend Rechnung getragen habe, sodaß jetzt plötzlich" ein Umbau des Hoftheaters verlangt werden müsse, und endlich, ob es zu verantworten sei, in der gegenwärtigen schwierigen finanziellen Lage des Staates mit einer Forderung zu dem gedachten Zweck hervorzutteten) bemüht man sich, als „nicht stichhaltig" darzustellen, und zumal wir eine genaue Kenntnis der Ver- hältnisse nicht besitzen, müssen wir zugeben, daß die vor- gebrachten Gründe schwerwiegend sind. Bezüglich der Frage, wer die Ko st en des Umbaues des Hoftheaters, das zum Familieneigentum des Großherzoglichen Hauses gehört, zu tragen hat, ist der Landtagsabschied vom Jahre 1841 maßgebend, der sich darüber, wie folgt, äußert: rc. rc. ,chaß dagegen alle diejenigen Baukosten aus den betreffenden von den Ständen bewilligt werdenden Staatsfonds für Kameral-, Forst- oder Zentralbauwesen (resp. den laufenden Revenuen) zu bestreiten sind, welche auf bloße Umbauung bereits bestehender Gebäude, aur Verbesserung oder Vervollständigung schon vorhandener Etablissements, oder auch auf einen Ersatz für abgängig gewordene bisherige Gebäude zu verwenden sind."
Im einzelnen spricht sich die Regierung über die Deckung der Kosten wie folgt aus: Vor allem ist die Kostenaufbringung durch das Entgegenkommen des Großherzogs dadurch erleichtert worden, daß für den vorliegenden Zweck alle diejenigen Beträge zur Verfügung gestellt werden, welche sich ergeben aus dem Verkauf solcher zum Großherzoglichen Haus (Familieneigentum) gehörigen Grund- Mae, welche dem Großherzog zur Benutzung überwiesen
Nation zu begrüßen, für welche Frankreich nur Achtung und Sympathie hegen kann. In voller Tankbarkeit für den mir zu Teil gewordenen Empfang erhebe ich mein Glas zu Ehren Seiner Majestät des Königs und ocr ganzi Königlichen Familie und trinke auf die Wohlfahrt bi wackeren (vaillant- dänischen Volkes." Tie Musik in» tonierte die dänische Hymne.
Nach der Frühstückstafel unternahmen der König und Präsident Loubet eine Spazierfahrt und trafen um 3i/2 Uhr am Hafen ein, wo sich inzwischen der Kronvrinz, die Königlichen Prinzen und die Würdenträger, welche beim Empfang zugegen gewesen, eingesunden hatten. Ter König und Loubet schritten die Front der Ehrenkompagnie ab; Präsi-
Bekanntmachung.
Mtt Rücksicht auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Mittelbuchen verbiete ich hiermit, um der Gefahr einer Seuchenverschleppung vorzubeugen, auf Grund des § 64 Abs. 2 der BundeSrats-Jnstruktion vom 27° IuVli 1895 die Abhaltung des Viehmarktes in der Stadt Hanau am 28. Mai dß. I.
Hanau, den 22. Mai 1902.
Der Königliche Landrat und Polizeidirektor.
I. 9t:
Valentiner, Regierungsafsessor.
terie, 1 Kompagnie Pioniere sowie 4 Maschinengewehre bil» beten die Besatzung, die später noch durch zwei weitere von Moulins kommende Bataillone Infanterie und zwei Batterien Feldartillerie untersttitzt wurde. Die Feldartillerie des Kaisers fuhr gegen 11 Uhr vor Gravelotte auf und eröffnete ihrerseits das Feuer auf die feindliche Stellung. Der Kaiser hatte die Hauptmasse seiner Truppen durck den Wald von Vaux geführt und umfaßte so die feindliche Aufstellung in der linken Flanke, während ein Teil im Mancethal bis in der Höhe der Feste „Kaiserin" vor- aegangen war und dann rechts umbiegend den linken Flügel der Besatzung bedrohte. Nach 11 Uhr entwickelte sich ein immer heftiger werdendes Feuergesecht zwischen den aus den Wäldern heraustretenden Angreifern und den Truppen der Besatzung der Feste, an welchem auch die mittlerweile von Moulins heranaekommene Artillerie tettnahm. Gegen y212 Uhr erschien die feindliche Stellung dermaßen erschüttert, daß der Kaiser bei dem großen numerischen Heber- gewicht seiner Division zum Angriff vorgehen konnte, der erst auf dem rechten und bann auf bem linken Flügel erfolgte unb als gelungen angenommen würbe. Kurz vor 12 Uhr war bie Hebung beendet. Hierauf versammelten sich die Offiziere um den Kaiser zu einer Besprechung, die fast eine Stunde währte, während die Truppen auf dem kürzesten Wege nach ihren Quartieren zurückkehrten. Der Kaiser unternahm bann eine Besichtigung ber Feste „Kaiserin", beren Ausführung bem Architekten Heister-Metz übertragen ist.
Gegen 2 Uhr nachmittags kehrte ber Kaiser nach Metz zurück unb nahm beim Kommanbeur ber 34. Division, Prinz Heinrich XIX. Reuß, bas Mittagessen ein, an dem außer bem Gefolge eine größere Anzahl höherer Persönlich-- feiten teilnabm. Um 4 Uhr begab sich ber Kaiser nach dem Bahnhof unb kehrte mit Sonderzug nach Kürzel zurück und fuhr n$t Gefolge im offenen Wagen sofort nach Schloß llrville.
Kürzel, 25. Mai. Heute vormittag besuchte der Kaiser mit dem Gefolge den Gottesdienst in der hiesigen Kirche, zu welchem sich auch mehrere Vereine aus der Umgegend eingefunden hatten. Nach dem Gottesdienst fuhr der Kaiser in das Wilyelm-Viktoria-Stift zu Kürzel unb kehrte alsbann nach Schloß Urville zurück. Nach ber Rückkehr aus Kürzel hörte ber Kaiser ben Vortrag bes Kriegsministers Generals v. Goßler, hierauf den gemeinsamen Vortrag bes General-Obersten von Häseler, des Gouverneurs von Metz, Generalleutnants Swtzer und des Festungs- Inspekteurs Generalleutnants Wagner, die sämtlich mit dem kaiserlichen Gefolge zur Mittagstafel geladen wurden. Am Nachmittag machte der Kaiser bei schönem Wetter einen längeren Spaziergang im Schloßpark. Zur Abendtasel waren aus Metz Bischof Benzler sowie Komistorialpräsideut Braun und aus Kürzel Pfarrer Hoffet geladen. Die Kinder von Kürzel wurden heute, wie alljährlich, auf Befehl der Kaiserin mit Chokolade und Kuchen bewirtet, wobei der Mirkl. Geh. Rat Dr. v. Lucanus, Dr. Jlberg und Hauptmann v. Friedeburg, sowie die OrtsgeistliHkeit zugegen waren.
Nr. ISO
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sind. Verwunderlich aber bleibt es, daß man ben Umbau nicht burch eins ber Mitglieber ber Darmstädter Künstlerkolonie, nicht burch Olorich ober Behrens, bie boch wabrlich eine berartige Anerkennung burch bie Regierung verdient hätten, fonbern burch eine nach altem Schema arbeitenbe Wiener Architekturfirma ausführen lassen roilU bie Jid) burch zahllose gleichförmige Theaterkasten in ben verschiebensten Stabten Teutschlanbs unb Oesterreichs nicht besonders rühmlich bekannt gemacht hat. Eine originelle Ausstattung, die Die Blicke von Kunstfreunden aus aller herbeizwingt, ist also nicht zu erwarten.
Von erheblich größerem Interesse ist der Beschluß des Ersten Ausschusses in Sachen der Errichtung von Irrenanstalten. Die Regierung forderte ursprünglich im Budget 1901/02 150 000 Mk. zur Errichtung einer dritten Irrenanstalt bei Gießen für den Geländeerwerb 50Hektar ä 3000 Mk. Die bekannte Vorstellung des Stadtvorstandes von Grünberg gab im Ausschuß Veranlassung zu besonderen Erörterungen, weil seitens der Vertretung der Stadt Gießen auf eine Bemerkung der Regierung hinsichtlich der demnächst nötig werdenden Erbauung einer weiteren Anstalt für Blödsinnige, in der Sitzung der Stadtverordneten-Bersammlung vom 17. April d. I. einstimmig beschlossen wurde, es solle, falls die Jdiotenaustalt in Grünberg unb bie Irrenanstalt in Gießen errichtet werben, zu ben Kosten biefer beiben Anlagen ein Zuschuß von 75000 Mk. seitens ber Stabt Gießen angeboten werben, sodaß bie im Hauptvoranschlag für Gelänbeerwerb zur Irrenanstalt in ber Gemarkung Gießen vorgesehenen 75 000 Mk. verfügbar werben unb als erste Rate für bie Jbiotenanstalt in Grünberg ver- toenbet werden können. In dem Schreiben der Bürge r- meifterei Gießen an das Ministerium des Innern, in welchem ber oben wiedergegebene Beschluß unserer Stadt- verordneten-Versammlung erläutert wird, heißt es:
Durch die Errichtung einer zweiten Anstalt in Oberhessen wird nicht nur der bisherige Raummangel beseitigt und die rechtzeitige Aufnahme der Kranken ermöglicht, sondern die Verbringung von Blödsinnigen aus Oberhessen in die Anstalt uno ber Besuch ber)eiben durch die Angehörigen wird wesentlich erleichtert, zumal gerade Oberhessen durch die verhältnismäßig weite Entfernung von der Anstalt bei Darmstadt und das Umfseigen in Frankfurt viel mehr zu leiden hat, als Rheinhessen. Zur Zeit können die Blödsinnigen nur bis zum erreichten 18. Lebensjahre in ber Anstatt untergebracht werden. Mit der Errichtung der zweiten Anstalt dürfte auch der Frage näher zu treten fein, ob nicht die Kranken länger in der Anstalt verpflegt werden können, wo dieselben jedenfalls besser aufgehoben sind als in einem Siechenhause. Auch die Wahl von Grünberg als Ort für die neue Anstalt muß als äußerst glücklich bezeichnet werden, indem hierdurch einmal dieser Stadt für die durch Organisationsänderungen erfolgte Schädigung ein Entgelt geboten wird, und andererseits die Gründe, welche für die Errichtung der Irrenanstalt in Gießen sprechen, bei der Jdiotenaustalt mehr zurücktreten, zumal die Kranken länger in ber Anstalt verbleiben, also weniger ost wechseln, unb auch bie Universität an ber Nähe ber Anstalt viel weniger Interesse haben bürste, als bet ber Irrenanstalt. Es unterliegt keinem Zweifel, baß bei zwei getrennten Anstalten Anlage- unb Betriebskosten höher sein werben, als bei einer größeren Anstatt, aber biese verhältnismäßig (geringen Mehrkosten können nicht in Betracht kommen, wenn es sich bar um hanbelt, das Los armer, bedauernswerter Kranken und ihrer Angehörigen zu verbessern.
Ter Ausschuß glaubt, bas Anerbieten ber Stabt Gießen nicht zurückweisen zu sollen, „obschon es eine Frage vorweg nimmt, über welche er sich noch nicht entschieden hat und die Entscheidung der Kammer noch gar nicht vorgelegt worden ist. Er ist der Meinung, daß, wenn dieselbe den Standen zur Erledigung vorgelegt werden sollte, dieses Anerbieten Gießens auf alle Fälle diskutabel erscheine." Er beantragt die Zustimmung zu erteilen dazu, daß 1. die für Oberhessen geplante Lau de s ir re n- anstatt- unter Billigung der Annahme der von ber Stabt- verorbneten-Versammlung in Gießen am 17. April b. I. bebingungsweise bewilligten 75000 Mk. in bie unmittelbare Nähe von Gießen, biejenige für Rheinhessen bei Alzey errichtet werbe; 2. für Ausarbeitung ber Pläne und Veranschlagung der geplanten Neubauten je 8000 Mk. zusammen 16 000 Mk. und 3. als erste Baurate für die Errichtung der beiden Anstalten 120000 Mk. als Nachtraas- forberung verausgabt werden mit ber Maßgabe, baß zunächst bie Anstalt in Gießen in Angriff genommen und fertiggestellt wird. Alle übrigen Vorstellungen in dieser Angelegenheit werden vom Ausschuß für erledigt erklärt .
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GietzenerAnzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen KKW
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