Nr. 198
»rschetut täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen« blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch- u. Stein- druckerei (Pietsch Erben- Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schulstratze 7.
"Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße».
Hernsprcchanschluß Nr. 51.
Erstes Blatt.
153. Jahrgang
Montag 35. August 1903
Eichener Anzeiger
** General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
vezugspreis, monatlich 75'M., di erteil jährlich Mk. 2.20 ,rch Abhole- u. ßivcuj'iellen monatlich 6d Ps.; durch diePost All. 2.— vierte* jährl. ausIchL Bestellg. Annahme von Anzeige» sür bte 'Zoqesnummct bis vormittags 10 Uhr, ßctlenpretS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg.
Derantwortlichr sür den volit. u. allgem. Teil: P. Wtttko: für .Stadt und fianb' und EGerichtssaal*: Eurt Plato; für den Anzeigenteil: HanSBeck.
Gießen, den 15. August 1902.
B<tr.: Die in der Provinz Oberhessen im Herbst 1902 stattftndenden Truppenübungen; hier: Abschätzung der Flurschäden.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an Vie Großh. Bürgermeistereien des Kreises.
Unter Hinweis auf die Bestimmungen im Reichsgesetzblatt Nr. 32 aus 1898 S. 934 zu § 14 beauftragen wir Sie, die Grundbesitzer alsbald, nachdem die Uebungen innerhalb Ihrer Gemarkung beendet find, durch ortsübliche Bekanntmachung zur Anmeldung ihrer Flurschäden aufzufordern.
Zu der von Ihnen zu fertigenden Zusammenstellung der angemeldeten Schäden ist das vorgeschriebene Formular zu verwenden, welches als Beilage E zur Instruktion in dem vorgenannten Reichsgesetzblatt S. 969 ff. abgedruckt ist. Die daselbst gegebenen Anmerkungen sind genau zu beachten.
Das Formular wird Ihnen auf Anstehen durch uns übersandt werden. Sie wollen dasselbe, sobald Schadensanmcldungen bei Ihnen erfolgen,^ unter Angabe der ungefähren Zahl der beschädigten Grundstücke schleunigst von uns erbitten. In dem Formular sind die erfolgenden Anmeldungen nach Flur und Nummer geordnet durch Ausfüllen der Spalten 1—5 mit Tinte einzutragen, während die Spalten 6 und 7 mit Bleistift auszufüllen sind. Die Spalte 6a, Forderung des Beschädigten, ist, nur auszufüllen, und zwar mit Tinte, wenn der Beschädigte thatsächlich einen bestimmten Anspruch erhebt. Bei Ausfüllung der Spalte 7 empfiehlt sich Angabe des Verlustes von Körnern, Heu, Kartoffeln rc. in Zeutueru. Die Spalte 7 ist so auszufüllen, daß die Entschädigungsbeträge im Wege der Berechnung genau ermittelt werdest können.
Unmittelbar nach eingetretener Beschädigung haben die Beteiligten Ihre Entscheihung darüber anzurufcn, ob und inwieweit die Aberntung der beschädigten Felder einzutreten hat. Letztere ist vo» Ihnen anzuordnen, insoweit beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer, als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen würde, namentlich also bei Früchten, welche dem ■ Verderben ausgesetzt sind. Wird die Aberntung demgemäß vor dem Eintreffen der Ab- schätzrmgskommission angeordnet, so haben Sie sofort unter Zuziehung zweier, der Abschätzungen dieser Art kundigen, unparteiischen und unbeteiligten, ortseingesessenen Personen den Stand der beschädigten und abzuerntenden Felder, das Quantum (Fuder u. s. w.) und die Qualität der übrig ge- bllebenen Früchte und deren etwaige weitere Verwendbarkeit (z. B. als Viehfutter) und den sich hiernach ergebenden Umfang des Schadens, nicht aber die Höhe der Entschädigungssumme, festzustellen. Es wird hierbei unter besonderem Hinweis auf unser Amtsblatt Nr. 7 vom 26. Juli 1899, dessen Vorschriften aufs genaueste zu beobachten sind,
1
ausdrücklich bemerkt, daß diesen Bestimmungen nicht entsprechende Abschätzungen keine Berücksichtigung finden können, und daß von denselben (Anordnung der Aberntung der Felder nebst Feststellung des Schadensumfanges) nur in den Fällen Gebrauch zu machen ist, in welchen dies zur Verhütung eines höheren Schadens unbedingt nötig erscheint. Ueber den Befund ist ein kurzes Protokoll aufzunehmen, von Ihnen und den zugezogenen Ortseingesessenen zu unterschreiben und der Nachweisung beizuschließen, in welcher dcltz Ergebnis der Abschätzung mit besonderer Erwähnung Ihrer Verfügung wegen des Aberntens in Spalle 10 cinzutragen ist. Zur Abschätzung find die Beschädigten zu ladeu.
Für ihre Thätigkeit in Flurschadenangelegenheiten beziehen die Großh. Bürgermeister keine Vergütung. Die Teilnahme bei der Abschätzung gehört zu ihren Pflichtgeschäften.
Indem wir noch auf unser Ausschreiben vom 24. März 1893 (Kreisblatt Nr. 73) verweisen, wonach die bei Ihnen zur Anmeldting kommenden Schäden in dem Formular einzutragen sind, ohne daß Sie die Feldgeschworeneu, wie früher, zur vorläufigen Abschätzung heranziehen, beauftragen wir Sie, die nach Maßgabe der vorstehenden Bestimmungen ausgefüllten Nachweisungen thunlichst bald, und spätestens bis 7. September d. Js., an den von Großh. Ministerium des Innern zum Regierungskommissar für die Flurschädenabschätzung im Kreise Gießen bestellten Großh. Kreisamtmann Dr. Kra n.z- bühler unter der Bezeichnung „Militaria" mit Beidruck des Dienstsiegels einzusenden.
Sollte bis dahin die Zusammenstellung noch nicht beendet sein, so ist uns jedenfalls anzuzeigen, daß Flurschäden zur Anmeldung gekommen sind.
Im Anschluß daran werden Sie darauf hingewiesen, daß zur Vermeidung von Weitläufigkeiten Wünsche, welche Manöverangelegenheiten betreffen, der Division nur durch Vermittelung der Kreisämter zur Kenntnis gebracht werden können und entsprechende Gesuche zur weiteren Veranlaffung uns vorzulegen sind.
I. V.: Dr. Heinrichs.
Bekanntmachung.
Betr.: Gesuch des Wilhelm Wolf von Treis a. d. L. um Erlaubnis zur Erbauung eines neuen Schlachthauses.
Wilhelm Wolf zu Treis a. d. Lda. beabsichtigt, auf dem Grundstück Flur 1 Nr. 456 der Gemarkung Treis a. d. Lda. ein Schlächthaus zu errichten.
Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses in der „Darmstädter Zeitung" bezw. im „Kreisblatt für den Kreis Gießen" an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. zur Einsicht der Interessenten offen.
Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei
Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei' Treis a. d. Lda. vorzubringen.
Gießen, den 22. August 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen-
I. V.: Dr. Heinrichs.
Politische Wochenschau.
Gießen, 25. August-
Die preußische Regierung hat mit ihrer offiziösen Erklärung zum Falle Löhning einen Mißgriff gethnn, der von der Oeffentlichkeit Deutschlands fast einmütig; verurteilt wird. Man macht sich das Leben in Preußen sehr bequem. Dinge, die weit und breit Aufsehen erregen, wie die Zwangspensionierung des Posener Provinzialdirektors Löhning, schiebt man ganz einfach auf die lange Bank und vertröstet die Öffentlichkeit mit der huldvollen Erklärung: „Das geht euch vorläufig nichts an, wartet gefälligst bis zur nächsten Session unseres Landtages!" Eine derartige Behandlung von Dingen, die schleunigster Aufklärung vedürfen zur Wiederherstellung des verletzten Ztechtsgefühls, sollte nur in einem Lande denkbar sein, wo es sich die Nation gefallen läßt, als in den politischen Kinderschuhen trottend angesehen zu werden. Aus dem Stadium der Beschwerde eines Beamten über seine Vorgesetzten ist der Fall längst hinausgetreten, nachdem die Presse ihn im Zusammenhänge mit prinzipiellen, Fragen erörtert hat. Selbst ein mitunter zu offiziösen Erklärungen der Reichsregierung benutztes Blatt, die? „Münch. Allg- Ztg.", läßt sich zu der Aeußerung hinreißen, daß die Aufmerksamkeit der leitenden Stellen mehr auf die „mitunter unglaublich rückständigen gesellschaftlichen Auffassungen gelenkt werden müsse", und sie'fügt mit dankenswerter Offenheit hinzu: „auf Auffassungen, die in unserem Osten die Kreise der Bevölkerung unter sich beinahe so scharf getrennt halten, wie im Lande der Bruhmanen; es müsse anders werden mit dem wirklichen Kastengeist in seiner thörichtsten Form, sonst würden wir im Osten nie Herr im eigenen Hause". Damit hat die „Münch Allg. Ztg." den Nagel auf den Kopf getroffen. Wenn solche Auffassungen in den Gesellschaftskreisen Posens herrschen, wie sie durch die Verlobung des dortigen Provinzial-Steue'rdirektors mit der Tochter eines ehemaligen Feldwebels bloßgedeckt worden sind, dann nützen die Versuche der Germanisierung Polens nicht viel. Der! bisherige Steuerdirektor hat eine Gegenerklärung losgelassen, in der er die „beweislose Behauptung" von der angeblichen Gegensätzlichkeit seiner und der Regierung Polenpolitik einfach „als unwahr" zurückweist. Pikant wird die Angelegenheit obendrein noch durch eine Replik desHerrn Geheimrat Löhning mit ein ent Berliner Journalisten. Herr Löhning erklärt in einer Zuschrift an die „Post", daß er von einem Interviewer, Herrn Blankenburg, einfach überfallen, worden ist, und bei seiner Unterredung mit diesem dessen, Beziehungen zum „Berliner Lokal-Anzeiger" nicht gekannt
Wormser Kunstausstellung.
(Originalbericht des „Gieß. Anz.")
In den Räumen, in welche die Kunstobjekte untergebracht, hat man ein Gefühl, das sich bei den großen Massenausstellungen kaum noch einfinden will: das des stillen, tiefen, unbekümmerten Genießens. Man kann sich hier den höchsten Luxus gestatten, den es für ein modernes Menschenkind giebt: mau kann sich Zeit nehmen. Und mit diesem köstlichen Gut gerät man zugleich hinein in einen Zustand des Behagens und vertieften Schauens.
Landschaft, Genre, Porträt, Blumenstuck, Tierbild, religiöses Gemälde — alle Gattungen finden sich hier so ziemlich und was natürlich die Hauptsache ist, in Exemplaren vertiefen, welche Meisterrang beanspruchen. Zunächst hätten wir da die ernstfröhliche, in engem Kreis so selbstsichen Kunst dec alten Niederländer des 17. Jahrhunderts vor uns. Die großen Porträtisten, jeder auf seinem Felde ein echter Künstler, Franz Eh als und van Dyck. 'Fast gleichwertig an die Seite treten ihnen, was die formelle Durchbildung des Stoffs anlangt, ein Mole- naer,Teniers,Potler,Terborch, Nicolas Maes. Teniers ist mit seinen köftlichien Bauernszenen vertreten, die noch immer wirken, wenn sich auaj die Auffassung des Themas durch das Betonen des Arbeitsvrotivs entschieden verändert hat. Unsere modernen Bauernmaler stehen im Zeichen Millets und seiner Schule, nicht mehr in den Bahnen von Teniers, Ostade usw. Aber zwischen den Landschaften eines Ruisdael und van der Neer (beide gestellt aus der Privatgalerie des Freiherrn von Heyl zu Herrnsheim) und dann der neuesten Schule: Schönleber, Thoma, Slevogt, Schmoll, v. Eisenwerth, von Volkmann, Trübner, den interessanten Worpsveden usw. geht doch eine Verbindungsbrücke.
Die Kunststädte München, Karlsruhe, Berlin, Düsseldorf, Leipzig usw. rücken in geschlossenen Kolonnen vor. Die Worpsoeder haben durch Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Fritz Overbeck ihre Handschrift eingereicht. Sehr gut schneiden die Darmstädter ab. Für die „Freie Vereinigung Darmstädter Künstler" hat sich schon eine gewisse Tradition herausgebildet. Die Leute wissen, was sie wollen. Ziemlich vollzählig sind sie auf dem Plan erschienen. Tie Namen: Bader, Hoelscher, Kern, Kempin, Beyer, Kästner, Woeden decken sich mit tüchtigen Arbeiten. Zu den Clous der Ausstellung rechnen unbedingt eine Serie von Böcrlin-Gemälden, die Porträts von Lenbach, Fritz August v. K a u l b a ch, Max Koner, Ferd- Keller,
Karl G u s s o w. Bon Lenbach möchten wir ganz besonders das grandios aufgefaßte Bildnis des verstorbenen Musikdircl ors und Wagnerinterpreten Levy, bekanntlich eines geb. Gießeners, anmerken, und von Kaulbach das „Porträt eines Jägers". In letzterem liegt ein Stück echter Waidmannspoesie.
Heinz Heim, unser früh verstorbener Odenwaldmaler, der für die hessischen Künjtler, die Freilichtstudie, in Aufnahme brachte, nimmt im Buch der Wormser Ausstellung ein ganzes Kapitel ein. Direktor Jul- Menges in Worms, auf dessen Schultern ein gewaltiger Teil der Vorbereitungs- und Jnszenierungsarbeiten lastete, und verschiedene andere Herren (Braunfels (Konsul in Frankfurt), Scotti, Wondra, Wilhelm Weimer, Hofschauspieler Wagner (Darmstadt) haben Sorge getragen, daß die Repräsentation um so reichhaltiger ist.
Daß Ludwig v. Hofmann (Berlin), der doch auch seinen Ursprung von Darmstadt genommen und den allerdings die in der älteren Kunstrichtung befangenen Leute hier zu Lande unmöglich goutieren können, in Worms sehr stark „zu Augen" gelangt — mit sieben Kompositionen, spricht zu Gunsten der Auswahlsprinzipien.
Vielseitigkeit bei lluger Beschränkung ist der Grund- charalter der Ausstellung.
Durch wundervolle ernste, reine Töne, in ihren Landschaftsbildern fesseln uns u. a- Richard Pietsch (München) durch sein „Hochforst im Schnee", Friedrich Kall- morgen (Berlin) durch „Ter erste Schnee", Walter Leistikow (Charlottenburg) durch sein „Hafen-Bild", Paul v. Ravenstein (Karlsruhe) durch sein „Frühjahr im Hochgebirge", Edmund Kanoldt (Karlsruhe) durch seine Bilder aus der italienischen Landschaft.
Die Dachauer sind vertreten durch Hans von Hayeck Landstraße bei Thauwetter". Die Schlier- seer durch Karl Haider. Die engere Hessische Heimat und die Umgegend von Worms haben gleichfalls Beiträge geliefert.
Aeltere Maler wie Eugen Bracht „Das Quitzowschloß" haben gleichfalls Anspruch auf Beachtung, und an den zwei Feuerbachs „Amazonen auf der Wolfsjagd", „Hamlet und Ophelia" wird man auch nicht gleichgiltig vorübergehen. . r . t
Walter Firle (München) mit seinem „Wiedergenesen" erzielt Eindruck auf weiche Gemüter, auf alle Leute, die noch etwas für Roquett'sche und Redwitzsche Poesie übrig haben.
Malerinnen haben sich auch mit tüchtigen Talent
proben eingesunden. Da wäre in erster Linie zu nennen: die Karlsruher Sophie Le y mit iljren „Schwertlilien" und „Winterastern", ihre Kollegin Elsbeth Harbers, die hübsche Landschaftsmotive liefert. Marie von Brockhusen (Langen) mit „Gelben Rosen", Emmy Dingel- b ein (Gießen) „Rhododendron", Luise Kurtz (Osthofen) „Am Weiher", Maria Lübbes (München) „Lesendes Mädchen), Bester (Darmstadt) „Weibl. Porträt. Eine größere Leinwand von v. Steinhaufen (Frankfurt a. M.) „Chriftus und Nikodemus" spricht von schlichter Größe.
Die von Prof. Hans Christiansen ausgestellten Arbeiten zeigen uns den Künstler in seiner Eigenart und tragen den Stempel seines Wesens, welchen er seinen Schöpfungen auf der Mathildenhöhe aufgedrückt hat.
Tie von Joseph Sattler (Berlin) gefertigten feinen Radierungen zur Geschichte der Stadt Worms haben an diesem Ort, abgesehen von ihrem künstlerischen Wert, auch, noch Lokalinterefse.
In den Abteilungen für Plastik nimmt uns zunächst Ludwig Habichs frisches, unbeirrtes Talent gefangen. Wir stehen hier einer künstlerischen Begabung gegenüber, die dem Monumentalwerk wie dem Gebrauchsgegenftand wie „Leuchter", „Tintenfaß" gerecht zu werden vermag.
Das gute Wetter trägt viel dazu bei, der Ausstellung aus der nahen und nächsten Umgegend ein zahlreiches Publikum zuzuführen. Wir möchten noch darauf aufmerksam machen, daß die Illustrativen Beigaben des offiziellen Führers überraschend gut ausgefallen sind. Seitdem es die farbenempfindlichen Platten giebt, ist es möglich, von Gemälden wie Heinz Heims „Mädchen im Grünen" eine photographische Aufnahme herzustellen. Vor einigen Jahren begegnete man da noch einer Grenze der Technik. E
— Frankfurter Lper. Wagners „Rstng des Nibelungen" wird in der Zeit vom 6. bis 20. September zur Aufführung gelangen. Am Samstag, den 6. September geht „R heingo ld", am Montag, den^8. „Die Walküre", Mittwoch, den 17. „(B i e g_f r i e b" und Samstag, den 20. „Götter- bämmerung" in Szene. Zwischen „Wallüre" und „Siegfried" muß bei den diesmaligen Aufführungen ein größerer Zeitraum liegen, weil Herr Forchhammer einer bereits früher eingegangenen Verpflichtung gemäß in jenen Tagen am Prinzregenten-Theatcr zu München als Gast auftreten wird.
— Zur Pariser Theaterfahrt deutscher Künstler wird aus Leipzig mitgeteilt, daß das Komitee dem Präsidenten £ o übet das P r o t e k t o r a t über die Veranstaltungen angeboten hat.


