ISS Jahrgang
Zweites Blatt.
Nr. 119
Samstag 24. Mai 1908
»»scheint täglich auf}« Sonntags.
Dem Siegen« Änzeig« werden tm Wechsel mit dem »«Nische« Landwirt die Hieße«« *amUlei« blÄtler dermal in der Woche beigelegt.
-lolattonSdruck u. Verlag der vrüh! Uchm Untvers.-Buch- u.eteln- brucferet (Pietsch drb*n) ItedatNon. fcpebttton und Druckerei:
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^sernsprrchanschluß Nr. 61.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v '**
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
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Dt« () artig« Nummer umfaßt 10 Seite«.
politische Tagesschau.
Das vsrgehtt del ProfefiorS Dr. Schmoll«
gegen den Studenten, der Mitteilungen über eine seiner Vorlesungen in dis Presse gebracht hat, erregt in weiten Kreisen peinliches Aufsehen. Man findet es wenig nachahmenswert, daß ein Professor wegen einer derartigen Veröffentlichung den Staatsanwalt anrust und den Studenten nicht wegen einer OrdnungSwidriHkeit vom UnioersitätSrichter, sondern vom ordentlichen Strafgericht als Plagiator verurteilen läßt. So schreibt die »Kreuzztg.*:
.Wir wollen unS hier nicht mit der Frage beschäftigen, ob die Bestrafung im Hinblick auf baS positive Recht hinreichend gerechtfertigt war. Aber mit aller Entschiedenheit müssen mir uns gegen den Anspruch roenben, daß alle Aeußerungen in Uni- verfitatSvorlefungen als vertrauliche zu betrachten find. Diesen Anspruch könnte man nur fo lange gelten lassen, wie ich unsere Universitätslehrer in ihren Vorlesungen jebe-B Eingehens auf politische TageSsragen enchalten und sich streng auf daS Gebiet der eigentlichen Unterrichts beschränken. Wir geben zu, daß das für einen Dozenten der Volkswirtschaftslehre nicht ganz leicht, unter den Umständen vielleicht sogar undurchführbar »st. Wenn dieser aber in einzelnen Fällen eine Ueberschreitung jenes Gebietes für angebracht hält, so muß er fich vergegenwärtigen, daß damit auch die Vorrechte fortfallen, die man sonst den akademischen Lehrern und Ihrem Unterrichte mgesteht. Anderenfalls würde der miß- bräuchltchsien politischen Beeinflussung unserer akademischen Fugend durch ihre Lehrer Thür und Thor geöffnet fein. Alan darf auch nicht vergessen, daß heutzutage die UnioersitätSvorlefungen nicht mehr auf bic engen Streife beschränkt sind, die früher als die akademischen bezeichnet zu werden pflegten, daß man vielmehr in der neuesten Zeit in der Zulassung zu denselben ein früher ungeahntes Blaß von Weitherzigkeit bekundet und daß insbesondere die Möglichkeit ber Teilnahme von Frauen in die frühere Geschlossenheit des Zuhörerkreises Bresche gelegt hat. Da mutet es doch einigermaßen seltsam an, daß ein Professor im Sinverständ- nifse mit bet UnivepsitätSbebÖrbe gegen die Weiterverbreitung von Aeußerungen, die wegen ihres Zusammenhanges mit politischen TageSfragen, gerade weil sie aus dem Munde eme3 so angesehenen Mannes kommen, die allgemeine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen müssen, den gesetzlichen Schutz des Urheberrechts in Anspruch nimmt*
Aehnlich äußert sich der „Reichsbote":
„Verwunderlich erscheint es auch, daß Herr Schmollet feinen Vortrag, von dem er wünscht, daß seine Zuhörer ihn in ihren Kollegienheften wenigstens dem Sinne nach fixieren, so streng als Dlanuskript und seine Veröffentlichuna als eine Art litterarischen Diebstahls betrachtet. Zn welche Gefahren und Verlegenheiten können dadurch Studenten kommen, die ganz harmlos ihre Kollegien- hefte anderen leihen ober über deren Inhalt hier und da Mitteilung machen, wenn bann ber andere das weiter erzählt und wenn es eine Sache ist, die baß öffentliche Interesse erregt, auch in Öffentliche Blätser bringt! Unb hier handelte es sich. doch um gar keine wissenschaftliche, sondern lediglich um eine zeit- aenös fische Kundgebung, eine politische Anekdote ober Plauderei, die allo, ftreng genommen, nicht in den Rahmen deS wissenschaftlich-akademischen Lehrvortrag es gehörte und al o auch nicht unter das Eigentumsrecht des letzteren Lut Nun weiß man überdies, daß die Herren Professoren es viel- ach lieben, ihre Vorträge mit ähnlichen Anekdoten mtereffanter zu machen Sie haben bann, auch wenn die Bemerkung sie in ber Oesfentlichkeil in ein für sie angenehmes Licht stellt, nichts dagegen, wenn solche Kundgebungen in die Oeffentllchkeit gebracht werden, unb eß fällt Ihnen nicht em, dieselben als wtffenschastllches Eigentum zu behandeln. Um so weniger sollten sie es bann so tragisch nehmen unb als ein Verbrechen dehanbeln, wenn einer ihrer Schüler daß einmal mit einer intereffanlen Kunbgebung thut, deren Bekanntmachung ihnen nicht angenehm ist, was ber Schuler ja nicht wissen konnte. Die Vorlesungen sind ja selbst schon eine A rt oon Oefsentlichkeil: denn auch die Privatvorlesungen, die sich von den öffentlichen hauptsächlich dadurch unterscheiden, daß die reaelmäßigen Zuhörer Honorar zahlen muffen, sind eine Art veffentlickkeit, zumal sie ab unb zu auch von Hospitanten besucht werden können.
8«r Regelung des PrivalverfichernngSrechtS.
Nachdem durch das Gesetz vom 12. Mai 1901 die öffentlich rechtliche Seite deS Berfich<rungSwesens im wesentlichen geregelt worden ist, steht nunmehr die Regelung deS Privatversicherungsrechts nahe bevor. Beratungen von Sachverständigen haben bereits statdgefunden, und früher oder später wird die Veröffentlichung eine- Gesetzentwurfs erwartet, der die einschlägigen Fragen regeln soll. Neben den Versicherern sind auch die Versicherungsnehmer auf dem Plan, um rechtzeitig ihre Wünsche oorzubringen. Verschiedene größere Verbände haben bereits umfassende Vorarbeiten geleistet, eine Fülle von Material zusammengetvagen und ihre Wünsche bar- gelegt, andere werden demnächst Stellung nehmen. Soweit das für die ganze Industrie besonders bedeutungsvolle Gebiet der Feuerversicherung in Frage kommt, hat der deutsche Haftpflichtschutzverband in einer umfassenden Denkschrift eine Reihe beachtenswerter Gesichtspunkte -usammengestellt. Tie Denkschrift geht aus von den DersicherungSbedrngungen deS Verbandes deutscher Privatfeuerversicherungsgesellschaften, die im wesend lichen für die Feuerversicherung in Deutschland entscheidende Bedeutung haben, und hebt vierzehn Punkte hervor, an denen diese Bedingungen vom Standpunkte des Versicherungsnehmers, insbesondere vom Standpunkte der Industrie, eine Abänderung oder Ergänzung wünschenswert erscheinen lassen. Daran reihen sich entsprechende Abänderungsvorschläge, die insbesondere auch darauf hinauslaufen, den Versicherungsnehmer dem Versicherer rechtlich gleichzustellen, insoweit das angängig ist.
Lord Rosebery unb der König.
Der neuerdings wieder so viel genannte Lord Rosebery war während der Feiertage GastdesK^önigsinWindsor.
Ma« bringt dies abermals mit dem nach der Krönung, wie es heißt, sicher zu gewärtigenden Rücktritte Lord Salisburys in Zusammenhang. Wie bekannt, ist Lord Rosebery persona gratissima beim Könige; eS wäre diesem als Premierminister niemand so lieb wie der schottische Lord. Da nun Lord Rosebery thatsächlich seit seiner Absage gegenüber der Home-Rule-Politik daS Gros der Liberalen und infolge feiner Stellungnahme zur südafrikanischen Frage de facto liberaler Unionist geworden ist, so würde der König es gern sehen, wenn der edle Lord Rosebery sich offen zu dieser Partei bekennen und ihm so die Berufung in das Kabinett ermöglichen wollte. Tas „Wie" soll nun den Hauptgegenstand der In Windsor gepflogenen Unterredungen gebildet haben. Mr. Chamberlain, der selbst hochfliegende Pläne für den Fall des Rücktritts Lord Salis- ourys hegt, ist freilich nichts weniger als geneigt, dem Earl die goldene Brücke" zum Uebertrttt ins unionistische Lager zu bauen, und Rosebery wieder hat keine großen Sympathien für Chamberlain. Der Einfluß des Königs reicht aber weiter, als man allgemein anzunehmen geneigt ist, und unerwartete Entwicklungen sind nicht ganz ausgeschlossen. Einstweilen ist freilich die Verwirklichung der dem König Ungeschriebenen Wünsche, sofern es nicht zu Neuwahlen kommt, noch recht fraglich.
Zur KinweihuNg des Nurschenschastsdenkmals in Hiseunch.
(Origincubericht des „Gieß. Anz.")
IV.
G. Eisenach, 33. Mai.
Tie denkwürdigen Tage des Burschenschaftsfestes in der Martburgfest sind vorüber. Sie werden in der Geschichte der deutschen Burschenschaft ein Denkstein sein für alle Zeiten, denn das Fest nahm einen in allen Teilen wohl- aelungenen Verlaus. Bor allen Tingen muß die zum Ausdruck gekommene Begeisterung für die Ideale, die sich kennzeichnen in dem Wahlspruch: „Freiheit, Ehre, Vaterland!" wvhlthuend berühren. Sie zeigte sich in allen Versammlungen, vor allen Dingen aber bei der Denkmalweihe, dem Festkommers und der heutigen Wartburgfeier.
Neben den offiziellen Ansprachen beim Kommers, von denen Tr. Höflmayer-München nach eindrucksvoller Rede das deutsche Vaterland und die deutschen Fürsten, und Justizrat Wagner-Berlin die gesamte deutsche Burschenschaft leben ließ, rief in erster Linie eine Rede des als Ehrengast anwesenden Sohnes des großen Strategen Roon, Generalleutnants Roon, Stürme der Begeisterung hervor. Er sprach in seinem und M o l t k e s Namen Tank aus für die freundliche Einladung zu diesen unvergeßlich denkwürdigen Tagen. Sein altes Soldatenherz freue sich über die ideale Gesinnung, die in der deutschen Jugend und Burschenschaft zu finden fei. Als Volk könne Teutschland gar nicht stolch genug sein, da könne es von seinen Nachbarn noch vieles lernen. Vor 32 Jahren haben wir ein schönes Kapital gewonnen, aber wir zehren auch davon. Ta müßte das Schillerwort mehr beherzigt werden: „Was Tu ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um eA zu besitzen!" (Bravo.) In diesem Sinne wendet sich Redner unter stürmischem Beifall an die gesamte deutsche Jugend, der sein Hoch gilt.
Tieselbe Begeisterung entfesselt in längerer Ansprache ein Siebenbürger Sachse, der lutherische Pfarrer Antonius-Wien. Er übermittelt Tank, Heil und Treugruß der alten Burschenschafter Teutsch-Oesterreichs an die Festversammlung und spricht feine Freude darüber aus, daß in den Versammlungen immer und immer wieder zu tage getreten sei, wie Burschenschaftsgeist und Luthergeist innig zusammengehürten. Unserem Volke thun Männer und Charaktere not. Schwächlinge, Streber und Thoren, die sich ziehen lassen, wohin man sie will, haben wir genug. Charaktere und Männer will deshalb die Burschenschaft Teutsch^Lesterreichs heranbilden. Da kennt sie zwei Vorbilder: den Helden von der Wartburg und den Mann von Blut und Eisen, Luther und Bismarck. Treu werden die Teutsch-Lesterreicher allezeit stehen zu der einen großen Burschenschaft, und darum Heil der deutschen Jugend. (Allseitig langanhaltender Beifall.)
Bei der heutigen Wartburgfeier wurde nur die alte Burschenschaftsfahne im Zuge mitgeführt, die neben dem Festredner auf der Freitreppe des Landgrafenhauses Aufstellung fand. Unter den Klängen des „Tannhäuser"- Marsches erfolgte der Einzug der Studentenschaft. Tas alte Kamps- und Siegeslied der Reformation: „Ein' feste Burg ist unser Gott" eröffnete die Feier. Ihm folgte der Burscyen- gesang: „Wir hatten gebauet ein stattliches Haus." Die Jestreoe des Stadtpfarrers Tr. Ob er t-Kronstadt untere nahm einen pietätvollen Gang durch die Geschichte der deutschen Burschenschaft und bewies, daß der alte Luther- geist noch lebt, das deutsche Schwert noch trifft und die deutsche Ehre noch etwas gilt. Angesichts der alten Burschenschaftsfahne legten die Burschenschaften den Treuschwur ab, zubleiben, was sie waren. Tr. G e y er - München feierte hierauf noch in gebundener Rede die Burschenschaft. Tie vom Kaiser, Großherzog von Sachsen, dem Fürsten Bismarck und Reichskanzler v .Bülow eingetroffenen Antworttelegramme wurden mit jubelnder Begeisterung ent- gegengenommen.__
Aus SIM unb Lmld.
Gieß en, den 24. Mai 1902.
** Parlamentarisches. Der Sonder-Ausschuß zur Beratung des Antrages Haas-Darmstadt betreffend die Errichtung einer Landwirtschaftskammer, trat gestern unter dem Vorsitz des Abg. Heidenreich zusammen unb stimmte im Prinzip einstimmig für dsn Antrag. Ein
Abgeordneter stimmte gegen das direkte Wahlrecht. Der Ausschuß nahm jedoch den Antrag nicht mit allen Detail- an, sondern ersucht die Regierung, dem Hause eine entsprechende Vorlage zu machen, in der den einzelnen Wünschen Rechnung getragen ist. Auch d ie Bauernbündler und die katholischen Bauern-Vereine sollen eine entsprechende Vertretung erhalten.
Evangelischer Bund. Es wird von den hiß- igen Kirchenbesuchern gewiß mit Freude begrüßt werden, raß Pfarrer D i n g e l d e y in Darmstadt, der jahrelang eine Zuhörer in den hiesigen Kirchen zu fesseln wußte, ich bereit erklärt hat, bei der am 15. und 16. Juni hier agenben Landesversammlung des Evangelischen Bundes die Festpredigt in der hiesigen Stadtkirche zu übernehmen. Ter Gottesdienst wird Sonntag den 15. Juni, nachmittags 3 Uhr ftattfinben. Auch der hiesige Kirchen- aesangverein hat dazu seine Mitwirkung zugesagt. — Für den Wend des 15. Juni ist eine Festversammlung in Stein- Garten vorgesehen, für die bereits mehrere Redner gewonnen sind. Auch bei dieser Versammlung wird derKirchen- gesangverein mitwirken.
** Nationalsozia lsr Verein Gießen. Am Montag abend, 8Va Uhr, wird im Eass Ebel der Herausgeber der „Deutschen VolkSstimme", Adolf Damaschke aus Berlin, über „Die sozialen Aufgaben der Städte" einen Vortrag halten. Der Redner, der als Vorsitzender des Bundes der deutschen Bodenreformer weiteren Kreisen bekannt ist, hat vor nicht langer Zeit ein Buch iwer die „Ausgaben der Gemeindepolitik" erscheinen lassen, das von der Presse der verschiedensten Parteien mit großem Beifall ausgenommen wurde. Da freie Diskussion gesagt ist, so steht zu hoffen, daß die hiesigen Parteien vertreten sein werden, und so auch die Debatte zur Klärung der Ansichten aller Anwesenden beitragen wird.
** Der Ob er hessische Bie n en züch t e r-Bere ein beabsichtigt, mit feiner am 13., 14. und 15. September zu Lauterbach stattfindenden 42. Wanderversamm- lung eine Verlosung von Bienenvölkern, Bienenprodukten und Bienenzuchtgeräten zu verbinden. Die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung wurde seitens des Ministeriums des Innern unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 5000 Lose, zu 0,50 Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind- Zugleich wurde der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet.
** Eßt Grünes, insbesondere Schnittlauch! Ueber den letzteren finden wir in einer alten landwirtschaftlichen Zeitung folgenden Lobeserguß: Nicht nur Zunge unb Gaumen überkommen beim Schnittlauchessen ein wohlthuendes Behagen, sondern dasselbe teilt sich sogar dem ganzen Körper mit, der Magen erwärmt sich, alles im Körper lebt neu auf, und dieDärmejauchzen vor Lust.
** Die Gymnasien, Realgymnasien, Ober-> realschulen, Prpgymnasien und Realschulen des Großh. Hessen werden im laufenden Sommerhalbjahr im ganzen von 8463 Schülern, gegen 7996 im Januar l. I. besucht. Hiervon entfallen auf die elf Gymnasien: 2876, auf die beiden Progymnasien (Alzey und Bingen): 201, auf die drei Realgymnasien (Darmstadt, Gießen und Mainz): 1142, auf pie 4 Oberrealschulen (Darmstadt, Offenbach, Mainz und Worms): 2015 und auf die 12 Realschulen: 2229. Die höchste Schülerzahl zeigte die Oberrealschule zu Mainz mit 620 Schülern. Unter den Gymnasien steht das Ostergymnasium zu Mainz mit 393 Schülern obenan, unter den Realgymnasien dasjenige zu Darmstadt 574 und unter den Realschulen diejenige zu Gießen mit 348 Schülern. Die Mehrzahl dieser höheren Schulen hat seit dem Januar an Schülern zu- genommen. Wo sich Abnahme zeigt, beschränkt sich diese auf geringe Ziffern. Der Schülerbestand in einzelnen Klajsen der höheren Schulen zeigt als Minimum die Zahl 5 (Obersekunda der Realschule zu Alsfeld), als Maximum eines Coetus 63 (Sexta der Oberrealschule in Worms, welche Klasse Übrigens voraussichtlich binnen kurzem in zwei Parallelcoeten zerlegt wird). Die durchschnittliche Schülerzahl für die einzelnen Coeten beträgt:
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28
39
91
7
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V 25 35 44 18 29
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27
41
28
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28
34
36
12
25
VI
25
38
42
22
34
VI in den Gymnasien 31 in den Realgymnasien 40 in denOberrealschulen 40 in den Prognmnasien 24 in den Realschulen 26
Die Obersekunden der Realschulen zu Bingen unb zu Oppenheim sind augenblicklich ohne Schüler. — Die 29 höheren Bürgerschulen des Landes werden gegenwärtig von 1038 Knaben und 533 Mädchen besucht. Tie höchste Schülerzahl weist Dieburg mit 191. die geringste Wimpfen mit 14 auf. Die Mehrzahl der höheren Bürgerschulen in Dieburg, Groß-Bieberau und Rimbach, die nut von Knaben, und diejenigen in Groß-Umstadt, Heppenheim, Wimpfen, Butzbach, Alzey und Oppenheim, die nur oon Mädchen besucht werden. — Die mit dem Realgymni-- fium und der Oberrealschule zu Mainz verbundene höhere Handelsschule zählt gegenwärtig 8 Schüler (gegen 15 im Januar) und die mit der Realschule zu Groß-Umstadt verbundene Landwirtschaftsschule 26 Schüler (gegen 19 im Januar). Vorschulen giebt es an den Gymnasien und Real-Anstalten im ganzen 16 mit 1485 Schülern, die besuchteste ist diejenige zu Offenbach mit 224 Schülern. Bon den 29 höheren Bürgerschulen sind 12 mit Vorschulen verbunden, deren Gesamtschülerzahl sich auf 74 Knaben und 117 Mädchen beläuft.
Butzbach, 23. Mai. Gestern überreichte eine Deputatton des Verwaltungsrats des Mathildensttfts Butz-


