Ausgabe 
22.5.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

an Konsumenten liefern. Ferner be-

cmf

2 845914

1.

2.

3.

4.

H o l f e l d.

3841

2. Klasse

427 188 147

19 223 466

3. Klasse

1292 419 610 Pers.-Km.

38 772 588 Mk.

1. Klasse

104 037 509

6 242 250

Kunst unS Wissenschaft.

a. Marburg, 21. Mai. Unsere gestrige Meldung von der Er­nennung des Pros. Dr. Wrede hier -um Bibliothekar in Berlin beruht auf einem Mißverständnis. Bon einer solchen ist dem ge­nannten Herrn bisher nichts bekannt geworden.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Bekanntmachung.

Der Plan über die Errichtung oberirdischer Telegraphen-» (Fernsprech-)Linien in der Stadt Grünberg (Hessen) liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Grünberg (Hesien) aus.

Darmstadt, den 17. Mai 1902.

Kaiserliche Ober-Postdirektion.

öffentlich versteigert werben:

von den Wiefeckböschuugen nachmittags 2 Uhr mit Zu­sammenkunft am Lenz'fchen Felsenkeller,

von den städtischen Feldwegen nachmittags 3 Uhr im

DimdeitsWe «AAudum»

Hießen, Südanlage 7.

Wiederbeginn des Unterrichts in allen weiblichen Hand» arbeiten, sowie Kunstarbciten 3829

Mittwoch den 21. Mai 1902.

sessor ftiea deshalb in Naumburg ans, um nach Halle tele- Warenhäuser, Bazare und Kvnftnrwerttne zu f($cn, (möerafcitt ÄiSS nach^t^geschukt gegen die Konkurrenz,d^mg-n.^brikcmten, .dl^nut^chnJ

Wer^e; sie |atte sich aber wahrscheinlich etwas KU lauge '^de? Be?band^ seine Mitglieder an^ufpomcn, sich' durch ge- aufgehalten, denn d-er Zug ging ohne )te ab. Deshalb Miihrmrpit unb moderne Gefchaftsfichrung der Gefahren

in Halle.______

Anwerstläts Nachrichten.

Gegen das Pistolenducll. Eine Reihe alter Burschenschafter tritt dafür ein, daß der große Verband der deutschen Burschenschaften die Pistole als studentische Waffe über­haupt nicht anerkenne. Nach der Küsler'schen Unwersitätszeitung ist für diese Bewegung sehr viel Stimmung, wie denn überhaupt im A. 2. (S. sich ein Erwachen und ein Beuunen auf die burfchen- fchaftliche Vergangenheit bemerkbar mache, die der früher mehr be­liebten korpsitudentischeu Nachäfferei schnurstracks entgegengesetzt sei.

Ichaftliche Rübrigkeu unb moberne Geschäftsführung der Gefahren zu erivehren, welche in ben Wirlfchastskampsen unserer Zeck auf mannigfache Art auf ihn einbringen.

Charlottenburger Stadtauleihe. Die otabl ^arUttoJ- burq hat sich mit der Absicht getragen, eine neue Anleihe u» Be­trage von 34 Atilliouen Mark auszugeben. Doch ift btc bebürdllche Genehmigung für biefe Anleihe vorlausig oerfagtworben; eS wirb dic'Ennäßigung des Anleihebetrages auf 24 Millionen Mark

jatte sich aber wahrscheinlich etwas zu lange _________denn b-cr Zug ging ohne sie ab. c stieg nun der Professor in Apolda aus, um mit dem nächsten Zuge die Gattin zu treffen. Als er nicht wieder im Waggon erschien, bemerkten die anderen Passagiere, daß der Pro­fessor seinen Mantel und seine Hutschachtel habe liegen lassen, und gaben die Sachen auf dem Bahn Hofe in Gotha ab. So befanden sich nun der Mantel und die Hut­schachtel in Gotha, der Professor in Apolda, die Frau Professor in Naumburg und der R e i s e s a ck

Bekanntmachung.

Dienstag den 27. Mai sollen folgende Grasnutzungen

oder im gonezn von 15 308 141 Mk. ergeben hoben. In Wirklichkeit würde er wohl etwas niedriger ausgefallen sein, weil in vorstehender Rechnung nur der Berliner Stadt--, I Borort- usw. Verkehr berücksichtigt lvorden ist, nicht auch1 der anderer Orte; da aber der Berliner Verkehr der Masse nach gegenüber dem anderer Orte weit überwiegt, dürste der Fehler nicht erheblich sein.

Solch ein Ausfall von etwas über 15 000 000 Mark ist immerhin ,so schließt der Artikel, so bedeutend, daß er zweifellos zu ernstester Vorsicht bei der Wetterführung einer Personentarifreform mahnen muh, besonders in Zeiten, die infolge wirtschaftlichen Mederganges auch wesentlich ge­ringere Ueberschüsse der Eisend ah nverwaltung liefern, als die vorhergegangenen Zeiten der wirtschaftlichen Hochflut. Aber der Einnaymeaussall würde infolge der Einwirlung der verlängerten Giltigteitsdauer der Rückfahrkarten aller Voraussicht nach schon für das Rechnungsjahr 1901 ver­gleichsweise niedriger werden und sich in den folgenden Jahren, in denen die Einwirkung der genannten Maßregel voll zur Geltung kommen wird, wohl noch weiter ver­ringern, so daß er der Durchführung weiterer Tarisrefomen um so weniger hinderlich sein dürfte, je günstiger sich das wirtschaftliche Leben wieder gestaltet,"

Abwaschungen nach körperlichen Anstrengungen rc. sind die erste Bedingung für die Gesundheit des Körpers und der Haut­pflege. Die Hautathmung störende Ablagerungen müssen beseitigt werben.

Die Thätigkelt der Poren

muß erhalten bleiben. Hierzu bebarf es einer Seife, welche allen hygienischen Anforderungen entspricht, unb nehme man deshalb nur btc ärztlich empfohlenePcttent-Myrrholin-Seife", welche in­folge ihrer antiseptifchen, heilenden, neubildenden unb konservierenden Eigenschaften einzig in ihrer Art unb unerreicht in Wirkung. Man verlange überall, auch in ben Apotheken, nur bic .Patent-Myrrholin- Seife", unb nehme keine andere. 280

ermäßigt und ein Einnahmeausfall von

2 845914 7 644 612 4 817 614 ML

Einzel- und seste Rundreisefahrkarten verblieben. Hätten nun die Einheitsfahrpreise für einen Personenkilometer in 1. Masse nur 6, 2. Klasse 4.5, 3. Klasse 3 Psg. betragen, d. h. die .Hälfte des Satzes für Rückfahrkarten, so würde sich die Einnahme für

Gerichtssaal.

S. Darmstadt, 21. Mai. (Kriegsgericht.) Wegen Diebstahls im strafrechtlichen Rückfall hat sich der Gardist Otto Strauch aus Steinbach bet Gießen (12. Komp. Jns.-Regt. Nr. 115) zu verantworten. Der vielfach vor bestrafte Angeklagte hat in zusammen 5 Fällen feinen Kameraden Messer usw., und in einem Falle nach Erbrechen eines Vorhangschlosses den Geldbetrag von Mark 1.50 ent wendet. Das letzte Delikt wird als schwerer Diebstahl qualifiziert und St., dem in Anbetracht des geringen Umfanges der gestohlenen Objekte wegen mildernde Um­stände zugebilligt werden, in eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten verurteilt, und in Anbetracht feiner ehrlosen Gesinnung in die zweite Klasse des Soldaten- standes versetzt. Ein Monat Untersuchungshaft wird ihm angerechnet. Der Gardist Hch. Hau (9. Komp. Inf.-Regt. Nr. 115) aus Schotten, der in Offenbach erzogen wurde, ein vielfach wegen Diebstahls, Unterschlagung, Be­trugs, Körperverletzung usw. schon vor Beginrt seiner Dienstzeit bestrafter Bursche, führte sich auch im Dienst schlecht. Es wurde ihm daher öfter der Urlaub verweigert. Da er trotzdem wegging, ist er schon zweimal wegen un- I erlaubter Entfernung vorbestraft. Auch am 3. Mai hatte I er wieder große Sehnsucht, wie er angiebt, nach seinen Pflegeeltern in Offenbach und ging Samstag mittag fort. Am nächsten Tage wurde er in Offenbach sestgenom- meu unb wieder zurückgebracht. Vorher hatte er schon zu einem Kameraden geäußert, daß er ev. auch ohne Urlaub nach O. fahre. Bei dem Rücktransport erklärte er dem ihn transportierenden Unteroffizier, daß sich die Kompagnie die Arbeit hätte sparen tonnen, da er ja doch wieder allein zurückgekommen wäre. Da er sich anscheinend durchaus nicht an die militärische Disziplin gewöhnen will, wird er in die höchste zulässige Strafe von 6 Monaten Gefängnis verurteilt unb in Anbetracht seiner ehrlosen Gesinnung in bic zweite Klasse bes Solbatenstanbes ver­setzt. Er nimmt bic Strafe nicht an.

Braunschweig, 20. Mai. Die Disziplinär kammer verurteilte den Landgerichtspräsibenten Dr. Dedekind wegen der bekannten welsischen Veröffentlichung über bie Denkschrift ber Regierung betr. bic Stellung ber Regentschaft zur Strafe burch einen Verweis unb in bie Kosten ber Verhandlung. Debekinb will Berufung einlegen.

Bekanntmachung.

Die Stelle des FriedhostAufsehcrs für den Friedhof am Robtberg ist bemnächsl zu besetzen. Mit ber Stelle ist ein pensions­fähiger Gehalt von 1480 Mk., fteigenb um jährlich 40 ML bis -um Höchstgehalt von 2200 ML. sowie Witwen- unb Waisenva> lorgung verbunden. In dem Gehalt ist die Dienstwohnung und freie Heizung enthalten, wofür 100 Mk. in Ausrechnuna kommen.

Bewerber, welche bie Prüfung im Finanzfach II. Kategorie bestauben haben unb Gewanbtheil in gärtnerischen Arbeiten be­sitzen, erhalten ben Vorzug.

Meldungen sind schriftlich unter Beifügung von Lebenslaub Zeugiüsabfchriften unb Gesunbheitsschein bis zum 20. Juut bet ber unterzeichneten Behörde einzureichen.

Gießen, ben 21. Mai 1902. 3835

Großherzoglrche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Kandel und Derkehr. Volkswirtschaft

Der Verband Deutscher Eiseuwarenhändler hält feine diesjährige Generalversammlung vom 29. bis 31. Mai in .Düsseldorf ab. Tie Mitgliederzahl des in seiner Ber- Blankens. Blankes. B I schmelzung mit einigen älteren Verein,aungen nunmehr 4 Jahre

0463 bestehenden Jnlereffenverbandes, dessen Wirksamkeit allgemein cm-

. . erkannt unb gewürbigt wird, ist inzwischen auf über 1300 gestiegen,

Also eine achtstündige Rundreise von ca. 6d Stirn, auf worunter sich die bebeutenbfien_ unb angesehensten Eisenwaren- ber Eisenbahn für 5 Pfa. Unb da schreit bie Welt noch nach Händler besinden; ferner haben sich über 800 Fabrikanten bereit -> q ../ ä erklärt, die Bestrebungen des Verbandes zu unterstützen. Die Be-

Fahrpretsermaßigung. ftrebungen des Verbandes Deutscher Eisenwarenhänbler, welcher

* Eine hübsche Reisegeschtchte berichten thu- jn cr,-ler Beziehung auf bem Boben ber Selbsthilfe stehl, sind in ringische Blätter: Professor W. aus B. kam mit seiner .»Hauptsache barauf gerichtet, dem Zwischenhandel in der Eisen- Gattin nach Halle und Mste von dort luciter, vergaß aber warenbranche seine S:..üng zu wahren. Er sucht also einerseits in 5>alle, seinen Rcisesack mitzunehmen. Die Frau Pro- | feine Mitglieder gegen bic Konkurrenz ber Schleubergeschäste,

ben Schritt, den Preisunterschied zwischen einfachen und I Rückfahrkarten fallen zu lassen, für die Eisenbahnverwalt- nntzen vielleicht nicht mehr als einen finanziell s o be­denklich erscheinen läßt wie bisher. Und im Anschluß hieran stellt der Artikel folgende interessante Berechnung Über die finanzielle Tragweite einer Beseitigung der Rück­fahrkarten und der Ermäßigung der Preise für einfache Fahrkarten auf den halben Betrag der Preise für Rück­fahrkarten auf. . '

Nach dem Bericht über die Betriebsergebnisse auf ben preußich-hesssischen Staatsbahnen sind im Rechnungsjahre 1900 auf einfache Fahrkarten ohne Militärbeförderung an Personenkilometern geleistet und an Einnahmen erzielt in:

1. Masse 2. Klasse 3. Klasse

104 037 509 540 188 147 1 897 419 610 Pers.-Km.

9 088 164 29 868 078 54 590 203 Mk.

In diesen Zahlen ist allerdiirgs der Verkehr auf feste gtunbreifetarten mit enthalten. Ta dieser Verkehr oben im wesentlichen zu den nämlichen ober annähernd gleichen Sätzen abgewickelt wird, loie ber Verkehr auf Rückfahrkarten fo ist seine Einrechnung ohne großen Belang. Dagegen muß berjenige Verkehr an einfachen Fahrkarten abgerechnet werben, ber schon heute zu billigeren Sätzen als benen der Mcksahrkarten abgefertigt wird, wie bas besonders beim Berliner Stadt-, Ring- und Vorortverkehr mit feinen sehr beträchtlichen Verkehrszahlen zutrisst. Denn selbstverständ­lich würden die gegen bie halben Rückfahrlartenpreise noch ermäßigten Sätze für solche befonbere Verkehrskarten im Interesse ber betreffcnben Bevölkerungstreise aufrecht er­halten werben müssen. Dieser Verkehr von Groß-Berlin trifft nur bie 2 ..und 3. Klasse und kann in biefen auf etwa 113 Millionen unb 605 Millionen Personenkilvmeter sowie zu 3 Millionen unb 11 Millionen Mark geschätzt werben.

Nach, Abzug biefer Zahlet! wären also in 2. und 3. Klasse 427 188 147 unb 1292 419 610 Personenkilometer sowie 26 868 078 unb 43 590 203 Mk. an Einnahmen für Reisen auf

Aandmirtschast.

Stubienreise des Hess. Landwirtsch afts- r a t s. Nach einer dieser Tage in derHess. Landw. Zeitfchr." erschienenen Bekanntmachung veranstaltet der Hessische Land- wirtschaftsrat in diesem Jahre vom 30. Juni vis 5. Juli eine landwirtschaftliche Stubienreise nach der Provinz Sachsen und den angrenzenden Landesteilen, auf welcher insbesondere die hochentwickelten Saatgutzucht - unb Zuckerrübenbauwirtschaften dieser Gegend be­sucht werden sollen. Auch ein Besuch der berühmten Ver­suchswirtschaft Lauchstädt unb ber Kalisalzb erg- werfe in Vinnenburg sowie bie Besichtigung der zahl­reichen landwirtschaftlichen Sehenswürdigkeiten des land­wirtschaftlichen Instituts unb der Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen in Halle ist projektiert. Die Reise findet unter sachverständiger Führung statt unb soll, ein­schließlich Hin- unb Rückfahrt, 6 Tage dauern. Um auch weniger bemittelten Landwirten die Beteiligung zu ermög­lichen, werden bei Aufstellung des ReiseplanK mäßigere An­sprüche vorausgesetzt und die Beteiligungskosten durch Eisenbahnermäßigung und Hotelvereinbarungen wesentlich gegenüber ben Kosten einer Einzelreise verminbert. Tie. im Vorjahre veranstaltete landwirtschaftliche Studienreise in die Viehzuchtgegenden Oberbadens hatte 47 Teilnehmer, die durchweg äußerst befriedigt waren. Der Hessische Landwirtschaftsrat sprach sich in seiner Gesamtsitzung am 16. Mai unter Beantragung weniger Abänderungen für An­nahme des von den Abgeordnelen Haas-Darmstadt und Gen. bei der Zweiten Kammer eingereichten Jnitiativ-An- trages und Gesetzentwurfes betr. die Errichtung einer Land­wirt s ch a f t s k am m e r für das Großherzogtum Hessen aus. Ferner befürwortete er auf eine Anfrage der Regier­ung die Bewilligung von 1000 M k. aus Staatsmitteln als Beitrag zur Preis st iftung für bie Erfinbung eines Verfahrens zur Herstellung von Trockenkartoffeln als Futtermittel unb Handelsware im Großbetriebe.

verlangt.

Tic Süddeutschen Kabelwerke in Mannheim schließe« Geschäftsjahr mit einer größeren Unterdilanz ab. Im Vorjahr wurden 167 703 Mark Reingewinn erzielt. Es wurden 6 Prozent Dividende verteilt. ,

Lcstcrreichische Südbahu. Die Details, die über die Eryeb» niffe des abgelausenen Jahres veröffentlicht werden, an dieser Stelle wiederzugeben, würde einen zu großen Raum beanspruchen. Es sei deshalb nur hervorgehoben, daß den starken Ausfällen in den Transporteinnahmen, eine besonders starke Steigerung ber Betriebsausgaben gegenüber steht. Allerdings behauptet die Ver­waltung, daß künftig so große Ausgaben nicht mehr zu erwarten sind, es wird jedoch zugegeben, daß die Mehrausgaben ihre volle sinanzielle Rückwirkung noch nicht ausgeübt haben. Um sich aus dem Dilemma zu retten, um jo zu sagen das sinanzielle Gleich­gewicht wieder herzustellen, solle»» die Tllgungsmodalitäten der Zriorikätenschuld in der befnmtien Weise durchgeführt werben. Die iffernmäßigen Resultate führen wir kurz auf. Die Enmahmen aus dem Personenverkehr haben 28.87 Millionen Kronen ergeben, die Gütereninahinen 68.14 Millionen Kronen. Die Betriebskosten betrugen 54.33 Mill. Kronen, die Steuern 14.36 Mill. Kronen. Rach Bestreitung aller Zinsen ergiebt sich ein Fehlbetrag von Kr. 3351920. Zur Deckung derselben sind nur 700 000 Kronen vor­handen und es müllen 2651920 Kronen als Unterbilanz vorae- lragen werben. Die schwebende Schuld der Gesellschaft betragt 27.70 Mill. Kronen. Für Jnoestilionszwecke find wiederum 14.7 Millionen Kronen vorgesehen. Im Jahre 1901 wurden 18 Mill, und 1900 16.24 Millionen Kronen zu gleichem Zwecke verausgabt Diese Summen werden zum überwiegenben Teil, den Anforde­rungen des Staats entsprechend, für die Betriebssicherheit der Bahn bestimmt. Wenn das Verlangen des Staates auch durchaus be­rechtigt ist, so sollt- doch ein Unternehmen, das für die Verkehrs- bedürfnisse des Landes so große Summen verwenden muß, nicht ui so hohem Maße zu Steuerlasten herangezogen werden, wie nur dies aus den oben angeführten Ziffern ersehen haben.

Märkte.

Limburg a. d. L., 21. Mai. Fruchtmarkt Duchh- schuittspreise pr. Malter. Roter Weizen J4.78 Atk., Weißer Weizen 14.70 Mk., Korn 10.87 Alk., Gerste 9.38 ML, Hafer 8.67 ML, Erbsen 0.00 ML, Kartoffeln 0.00 Alk.

Hof des Bürgermeistereigebäudes,

von dem oberen Teil des alten Friedhofes und von dem Wasserbehälter am Lntherberg nachmittags 4'/, llhr an Ott und Stelle,

von dem neuen Friedhof nachmittags 57, Uhr cm Ott und Stelle.

Gießen, den 20. Mai 1902. 3822

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Vermischtes.

Eisenbahnkuriosum. Welchen Weg man auf ber! Eisenbahn zu nehmen hat, um vom Bahnhof Blankenstein nach ber etwa 1 Klm. entfernten Haltestelle Burg-Blankenstein I zu kommen, giebt bieHattinger Ztg." wie folgt an: Die, neuesten Fahrkarten weisen eine von bem bisherigen Reise-! weg erheblich abweichenbe Richtung auf; sie birigieren ben- ienigen, ber von ber Hauptstation Blankenstein nach ber Haltestelle Burg-Blankenstein will, auf bem kürzesten Wege dahin, unb ber ist nach Ausweis ber unten stehenden Karte 4. Klaffe bie Fahrt über HerbebeHagenSchwelm- BarmenSprockhövelHattingenBurg-Blankenstein. So kann es vorkommen, baß auf ben etwa 1 Klm. langen Weg vom Bahnhof nach ber Burg beispielsweise folgenbe Fahrzeit verwendet wird: Blankenstein Abfahrt 6 Uhr 46 Min. vorm., Ankunst in Hagen 7 Uhr 29 Min., Abfahrt von Hagen 8 Uhr 02 Min., Ankunft in Barmen-Mttershailsen 8 Uhr 46 Min. Nun geht der Spaß erst los. Zug Nr. 935 fähtt schon um 8 Uhr 24 Min. nach Wichlingen ab, folglich ist der Passagier gehalten, bis zum nächsten Zug zu warten, der Wicklmg- hausen um 1 Uhr 03 Min. nachm. verläßt, 1 Uhr 33 Min. in Sprockhövel und um 1 Uhr 50 Min. in Hattingen ein- ttifft. Von hier kann dann nach 55 Minuten Ruhepause um 2 Uhr 45 Min. die Weiterreise angetreten werden, sodaß man um 2 Uhr 53 Min., nach fast 8 Stunden, glücklich am Ziel Burg-Blankenstein ist. Die uns vorliegende Fahrkatte trägt folgenden Aufdruck:

16. 04, 02. 2

Personenzug BlankensteinRuhr BlankenftemBurg über Sprockhövel.

IV. Kl. 0,05 M.

Mai

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windttchtunc

Windstärke

Wette*

21.

21.

22.

2

9" rjii

748,9

751,6

753,9

18,9

8,7

7,4

6,9

6,9

6,6

58

83

86

WNW.

NW. w.

2

2

2

Sonnenschein

Bew. Himmel

Bed. w

chste T

empera

tur ar

n 20./

21. Ma

i + 14

,0» C.

Niedrigste

u

V

20./2L

+ 6,5 0.