Ausgabe 
22.3.1902 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 69

Arschel-t täglich außer Sonntags.

Dein Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessische« Landwirt die Siebener Zanülien- hlätter viermal in der

Woche beigelegt Rotationsdruck u. Ver­lag der B h l'scherr Untvers.-Buch-a.Stei«- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schirlstrab- 7.

Adresse für Depeschen: «uzetger Gießen.

Fernsprrchanscbluß Nr. 51.

Samstag 22. März 1002

152. Jahrgang

Drittes Blatt.

** General-Anzeiger u

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertelt jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilen prers: lokal 12Pß, auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich: für den polit. u. aflgenu Teil: P. Wittko: für , Stadt und ßcmb* und ,Gerichtssaal":R.Ditt- mann; für den An­zeigenteil: Hans Beck. i HMIinmiiiFUMIM!

%

MUM

§

I

MkM 8-

beginnt ein neues Vierteljahr für -das Abonnement auf denGiessener Anzeiger. Wir bitten, zur Ver­meidung von unliebsamen Störungen in der Zu­stellung, umgehend zu bestellen.

Politische Tagesschau.

Die Bewegung in der katholischen Kirche.

Seit dem literarischen Auftreten der katholischen Pro­fessoren Schell in Würzburg und Ehrhardt in Wien ist in die deutsche katholische Gesellschaft eine sehr be­merkenswerte Erregtheit eingedrungen. Diese Erscheinung veranlaßte dieBert Reuest Nachr." zu einer Erörterung überDie Bewegung in der katholischen Kirche"^ In diesem Arft kel heißt es:

Das Auftreten des Innsbrucker Professors des Kirchenrechts Dr. Wahrmund zieht umsomehr weitere Kreise, asls es sich hier nicht um einen Einzelfall, sondern um immer neue und schärfer sich accentuierende Kund­gebungen einer natürlichen und mächtiger werdenden Strömung zur Reform nachfreiheitlicherRicht- n n g gegenüber den Fesseln und Uebergriften des Ultra- montanismus handelt. Jedenfalls wird auf diese Weise eine Versumpfung vermieden. Einfach verbrennen kann man Leute wie Wahrmund ja nicht mehr, so sucht man sie, so gut es geht, wenigstens von den Rockschpßen der kathol. Kirche abzuschütteln. In Oesterreich, wo das Vor­herrschen eines kirchlichen und politischen Ultramontanis- mus mit dem Verrat der deutschen Sache durch die Deutschklerikalen die unerträglichsten Zustände gezeitigt hat, ist hauptsächlich dadurch die Kirchenfrage erst recht politisch durchtränkt worden. Es ist nun gerade spaßig, wie die orthodoxen österreichischen Eiferer den Professor Wahrmund abthun möchten. Als neulich die liberale Ver­sammlung in München, in welcher der ^rjesuit Graf Hoensbroech sprechen sollte, in der skandalösesten Weise gesprengt ward, da schoben Münchener Zentrumsblätter alle Schuld auf die bösen Antisemiten, während der thatsächlichen Wahrheit zuwider die Zentrumsmänner und echten Katholiken ganz unschuldig sein sollten. Die­selbe Taktik möchte man nun zur' Desavouierung Wahr­munds anwenden. So schreibt der Wiener Korrespondent der ,Fäln. Volksztg.":Wahrmund galt immer als Antisemit und Anhänger einer politischen Richtung, die zwischen Deutscher Volkspartei und Christlich-sozial pen­delte." Nun will aber das Unglück, daß gleichzeitig das Wiener Vaterland" von einemecht jüdischen An­sinnen" Wahrmunds spricht; beide entgegenge­setzten Charakterisierungen sind in ein und demselben Ar­tikel derKöln. Volksztg." zu lesen, so daß selbst der gläubigste Katholik in schlimme Verlegenheit kommt, ob er nun Wahrmund für einen Antisemiten oder für einen Juden halten soll."

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 22. März 1902.

Zum Bußtage. Morgen, am Sonntage Palmarum, feiern wir in Hessen den Buß- und Beitag. Die uns um­gebende Natur versetzt ja ohnehin jetzt die Menschen in eine ftohe und heitere Stimmung und viele Christen werden,

tpemt das Wetter Halbwegs schön ist, den Buß- und Bettag morgen im herrlichen Tempel der Natur begehen. Des MenschenDichten und Trachten ist böse von Jugend auf" so heißt's im Bibelbuche und nur durch Buße und Reue, durch Selbsteinkehr im Glauben können wir vor unserem Herrgott gerecht werden. Der Geist des Bösen ist ttotz allen Kulturfortschritts noch ebenso mächtig, als zu den Zeiten des Propheten Micha, an dessen Worte wir uns heute erinnern: Der Sohn verachtet den Vater, die Tochter setzt sich wider die Mutter, die Schnur wieder die Schwieger, des Menschen Feind ist sein eigenes Hausgesinde, Niemand glaube seinem Nächsten, Niemand verlasse sich auf Fürsten. Bewahre die Thür Deines Mundes vor der, die in Deinen Armen schläft!" Aber herrliche Frühlingszeit, das Grünen und Blühen, das Singen und Zwitschern der Vögel kurz alles, was die Dichter in ihren Frühlingsliedern preisen, daß muß auch an den Tagen, die der ernsten Einkehr gewidmet sind, des Menschen Herz wieder mit dem göttlichen Trost erfüllen und unsere Traurigkeit in Freude verkehren.

** Frühlingsanfang.Und dräut der Winter noch so sehr mit trotzigen Gebärden, und streut er Schnee und Eis umher, es muß doch Frühling werden" singt der Dichter, um den Kampf des scheidenden Winters mit dem beginnenden Frühling zu kennzeichnen. In diesem Jahre aber wäre er wohl kaum zu seinem Frühlingsgedicht begeistert worden; denn von einem Ringen der beiden Mächte können wir, abgesehen von den wenigen stürmischen Tagen der letzten Woche, wenigstens soweit unsere Gegend in Bettacht kommt, kaum reden. Und auch den ganzen Winter hindurch haben wir von Schnee und Eis recht wenig gesehen. Bereits seit 2 Monaten kommen fast täglich Nachrichten über das vorzeittge Erwachen des Frühlings; und das herrliche Wetter der letzten Wochen ließ uns vergessen, daß nach dem Kalender immer noch der gestrenge Herr seine Herrschaft ausübte. Am Rain blühen bereits die ersten Veilchen, im Felde ertönt schon der Lerche Sang, Mt Walde schmettert bereits die Droffel ihr Frühlings- lied. Die Zugvögel sind zum großen Teil bereits zurückge­kehrt. Die Chausseen nach den beliebten Ausflugsorten be­leben sich immer mehr mit Spaziergängern. Und so dürfen wir wohl hoffen, daß unser Wunsch, der Frühling möchte so schön, wie er begonnen hat, auch in seinem weiteren Verlauf sein, in Erfüllung geht.

Frankfurt a. M., 20. März. In der Generalver­sammlung des Vereins für Ferienkolonien wurde die Gründ­ung eines Genesungs-undErholungsheims für arme kränkliche Schulkinder ins Auge gefaßt uni) Mitteilung von der käuflichen Erwerbung eines Bauplatzes gemacht. Das Vereinsmitglied W. B. Bonn hat nun 25000 Mk. für den Bau zur Verfügung gestellt.

Bewegung der Bevölkerung in der Stadt Gießen im Jahre 1991; insbesondere der Gesundheitsstand und die Todesfälle.

In der Stadt Gießen wurden im Jahre 1901 lebend geboren 986 Kinder, nämlich 483 Knaben und 503 Mäd­chen, gegen 1035 im Vorjahre. Von diesen 986 kommen als Zuwachs der Bevölkerung nur ca. 580 Kinder in Bettacht, well etwa 400 Kinder fremder Mütter alsbald wieder weg­ziehen, so daß die Vermehrung der Einwohnerzahl durch Nach­wuchs bei einer mittleren Bevölkerungsziffer von 26 000 22,3 auf 1000 Bewohner beträgt.

Todt zur Welt waren 36 Neugeborene gekommen, 20 Knaben und 16 Mädchen.

Gestorben sind im Berichtsjahre 549 Personen, 319 männlichen und 230 weiblichen Geschlechts. Auch diese Zahl

würde, wollten rotr sie der Berechnung der Sterblichkeitsziffer > zu Grunde legen, ein falsches Bild unserer Gesundheitsverhätt- niffe darbieten, well ein verhältnismäßig großer Prozentsatz derselben die in den hiesigen Krankenhäusern verstorbenen Orts- und Landesfremden einschließt. Wir zählten in üblicher Weise im Jahre 1901: 214 Ortsfremde, welche, von der Gesammtzahl der Todesfälle abgezogen, 335 verstorbene Einheimische belasten, die wir nun unserer weiteren stattstischen Bettachtung unterziehen wollen.

Im Vorjahre betrug die Zahl der Todesfälle 343, das Mittel der vorausgegangenen 10 Jahre ist 326; es ist mtt- hin die diesjährige'Sterbezahl 335 eine günstige geblieben, zumal wenn man berücksichtigt, daß die Einwohnerzahl der Stadt seit dem Jahre 1891 um 5500 Seelen zugenommen hat. Dem entsprechend ist auch die Sterb lichkeitsziffer, b.L die Zahl der Todesfälle auf 1000 Lebende, eine sehr niedere, nämlich 12,9^; fle war im Vorjahre 13,55^ und schwankte im Anfang der 90er Jahre noch zwischen 15 und 19. Es ist hierbei allerdings nicht außer Acht zu lassen, daß bei der Berechnung der genannten Ziffer 1600 Mann Militär, nahezu 1000 Studierende und zahlreiche Schüler auswättiger Eltern u. s. f gesunde jugendkräftige Personen, in der Einwohnerzahl mit eingerechnet sind und somit die Sterblichkeitsquote ver­bessern ; aber auch wenn wir die hier verstorbenen 214 Orts­fremden bei der Berechnung mitzählen, erhöht sich die Sterb- lichkeitsziffer auf erst 21,12^, etwas mehr als die Mittel­zahl für das Großherzogtum.

Von den Quartalen lieferte die größte Zahl der Sterbefälle das dritte mit 98, die wenigsten Menschen starben im vierten Quartal, nämlich 69; von den Monaten war der ungünstigste der August mit 41, der günstigste der Juni mit 20 Todesfällen.

106Verstorbene oder 31,6 gehörten dem Säuglings- alter an, 34 oder 10,15£ dem Kindesalter zwischen 1 und 15 Jahren, 108 32,2 ® der Altersklasse von 1560 und 87 = 26,0 j- dem Greisenalter über 60 Jahre.

Die Erwachsenen (über 15 Jahre) erreichten ein mitt­leres Lebensalter von 53,32 Jahren (in den voraus­gegangenen 3 Jahren resp. 54,6 54,7 und 55,2); 35 Per­sonen hatten das 7Oste, 12 das 80ste und 1 das 90ste Lebens­jahr überschritten (im Vorjahre je 35, 15 und 2).

Von den Todesursachen haben zunächst die an* steckenden Krankheiten, welche vornehmlich das Kindesatter' befallen, besonderes Interesse.

An Masern starben in einer aus dem Jahre 1900 in, das Berichtsjahr hinübergreifenden Epidemie im Januar 6 Kinder (im Vorjahre 26); von 41 auf das ganze Jahr ver­breiteten, uns bekannt gewordenen Erkrankungen an Schar* lach ist 1 Kind erlegen. Fälle von Diphteritis und Croup sind drr Behörde 71 gemeldet worden, davon starben 3 (im Vorjahre hatten wir 5 Diphtherie-Todesfälle). An Keuchhusten, welcher in mäßiger Intensität während des ganzen Jahres in der Stadt herrschte, sind 5 Kinder ge­storben. Unterleibstyphus ist 7mal beobachtet worden, davon gestorben 1 (2); 3 Personen gingen an Rose, 2 an Syp hilis zu Grunde.

An Kind bett fieber ist eine einheimische Frau ge­storben (0), an nicht fieberhaften Krankheuite des Wochen­bettes 2 (1).

Der Tuberkulose der Lungen (Lungenschwmdsucht) sind 38 Personen erlegen (51 im Vorjahre) oder nicht ganz 15 von 10000 Lebenden; die entsprechenden Zahlen für die; Jahre 18901900 waren: 24,3 24,0 25,1 20,0 _ 19,0 18,5 19,4 19,4 16,6 10,0

Plaudereien aus der Kaiserstadt.

(Nachdruck verboten.) Hauptmann HoenigS Begräbnis. Falsche Diamanten. Osterboten.

Einen unserer bekanntesten Militär-Schriftsbeller haben wir am Sonntag nachmtttag auf dem Alten Matthät-Kttchhof zur letzten Ruhe geleitet, nachdem die Militärverwaltung es abgelehnt hatte, die sterblichen Reste des Streiters auf dem Jnvalidenftrchhof aufzunehmen, wie es sein Wunsch war. Seine historisch-krrftscyen Zkriegsdarstellungen wurden wegen ihrer schonungslosen Art hart und erbittert bekämpft. An seiner Beerdigung nahmen denn auch fast ausschließlich die Kameraden von der Feder teil, die vom Schwert waren bis auf wenige Ausnahmen fern geblieben. Der materielle Lohn seiner schriftstellerischen Thätigkett war lange Zeit recht gering. Er hatte sich durchs einen übereilten Kontrakt an ein Blatt fesseln lassen, das nie im Rufe glänzender Honorare gestanden hat. Erst vor etwa Jahresfrist kam er dort los und wurde für ein neues Blatt mit 12 000 Mk. Fixum engagiert Kurze Zeit nur hat er sich dieser besseren Lage erfreuen dürfen, da nahm ihn der Tod hinweg, der ihn auf den Schlachtfeldern von Metz verschont hatte. Mas man ihm am dicksten angekreidet hat, ist seine Kritik der Schlachten von Gravelotte und St. Privat, in der nach seiner Meinung schwere taktische Fehler begangen worden sind. Arn Grabe freilich sollte der Groll über solche Diffe­renzen denn dochHalt" machen. Ein Ritter ohne Furcht und Tadel, der dem Vaterlande mit Hingebung biente, hätte wohl noch anders zu Grabe getragen werden können!

Aber ist's in diesen selben Tagen nicht auch dem greifen Marschendichter Allrncrs widerfahren, daß ihn die Pa-

i stören in der Umgebung seines Altsitzes das letzte Gelett 'verweigert haben? Und er war kein Atheist, sondern eine tiefreligiöse Natur, wenn auch nicht im Sinne eines be­stimmten Dogmas. Das alte Kaiserwort, das Karl V. an der Luthergrust gesprochen, als die Fanatiker in seiner Be­gleitung ihm rieten, sie zu zerstören und die Asche in alle Winde zu ftreuen, das alte Kaiserwort:Ich führe nur Krieg mit den Lebendigen, nicht mit den Toten!" scheint von so vielen der lieben Mitmenschen immer wieder ver­gessen zu werden. Schließlich, was hilft aller Haß, aller Fanatismus! Das Echte und Wahre, wird doch bleiben. Nun das Falsche verblaßt und geht zu Grunde. Die Zeit wird es lehren, was bestehen bleibt! . . .

Die Amerikaner, die in ihrer Reklame uns weit über sind, haben in diesen Tagen das Berliner Publikum auch vor eine Aufgabe gestellt, bei der es über echt und unecht entscheiden soll. Man stellt jetzt nämlich in Amerika künst­liche Tiamanten her, die an Feuer und Feinheit des Schliffs den echten nichts nachgeben, wenigstens für ein Laien-Auge. Tie wunderbarsten Schmuckstücke, von diesen Diamanten übersät, kann man in den drei Verkaufsläden dieser Ge­sellschaft für je sechs Mark erwerben und damtt im Theater oder Ballsaal Furore machen, wie eine waschechte Miß Astor oder Vanderbildt. Aber dieser Reiz ist noch zu gering. Tas hastige Publikum muß starker beschworen werden. Und so hat man denn in die Schaufenster-Auslagen zwischen all die unechten Spangen und Diademe etwa ein Dutzend echter Stücke gelegt und stellt nun jedem Käufer die Wahl fret Findet er eines der echten heraus, so wird es ihm anstandslos für den Pnis von sechs Mark wie die Imitationen über­lassen! Wer allo glaubt, ein Kenner zu sein, kann sein Glück dabei versuchen. Jedenfalls fährt die Gesellschaft bei dieser raffiniert ausgeklügelten Reklame nicht schlecht; denn sonst

würde sie den Trie bald fallen lassen. Folglich sind die' falschen Tiamanten wirklich brilannt oder es giebt trotz aller Rennomage recht wenig wirlliche Kenner! Immerhin ist es doch schon etwa fünfzehn Berlinern geglückt, sich echte Tiamanten für sechs Mark zu kaufen! Für unsere Dameni vom Theater sind diese Imitationen üdrrgens eine will­kommene Gabe, womit ich beileibe nicht gesagt haben will, daß sie echte nicht lieber nehmen. Aber die ewige Angst während der Vorstellung um ihre für das Auftreten doch ost sehr notwendigen Schätze hort aus, wenn sie sich mit falschen Steinen schmücken. Auch so manche Dame der Gesellschaft soll sich mit diesen Ersatz­stücken bewundern lassen. Weiß doch niemand, was baSh Versatzamt ev. dafür giebt Dort freilich wird so manches klar, so manche Seifenblase platzte, manch liebe Illusion wird zerstört, manch nobler Spender als Kunde der Ameri­kaner entlarvt. Darum: Diamanten soll man tragen aber nicht aufs Leihhaus. Wer sich also vor Enttäusch­ungen bewahren will, der mache einen großen Bogen um diesen fürchterlichen Tempel der Wahrheit, einen Bogen, wie es heute die Mütter machen, wenn sie es eilig haben und den öfter freudig en Nachwuchs an einem Konfituren- Laden vorüberbugsieren wollen. Tort prangen nämlich die süßen Osterboten in Gestalt von Zucker- und Chokoladen- Eiern, Marzipanhäschen und anbereu zoologischen Seltsam­keiten. Merkwürdig, der Umfang dieser anfänglich harmlos schalkhaften Kinderfreude wird immer ärger. Trotz der schlechten Zeiten überbietet dieses Jahr wiederum das vorige. Ich fange an, zu glauben, daß der Osterhase eigentlich ein Elefant ist. Dafür glauben die Knirpse, denen man mit all den Leckereien die Mäulchen stopft und die Magen verdirbt, gar nichts mehr. So altmodisch ist kein Berliner Gewächs am Anfang des 20. Jahrhunderts! A. R.