Zur Jericufrag«
■et^ttenwir mttWcmrschrg mrtec derAuffchrtst „Sottl m er» f e rr eir" folgende Auschrist:
Nachdem die F«üenftage infolge der llmfrcme der Di- reLtionen wieder das öffentliche Interesse erregt yat, scheint es wohl angebracht, dieselbe von allen Seiten zn beleuchten. Die Artikel in Nr. 163 nnd 165 des „Gieß- Anz." Haden ans eine neben den bis jetzt allein in Betracht gezogenen Möglichkeiten vorhandene dritte hingewiesen: vierwöchentliche Juli- und 14tägige Septemberferien, wie sie auch sonst im Lande bestehen, einzuführen. Dieser Vorschlag wird in Nr. 165 als der hygienisch, schultechnisch usw., kurz sachlich am nächsten liegende"' bezeichnet. Soweit es sich um eine hygienische und schultechnN'che Frage handelt, wird doch wohl in erster Linie auf das Urteil der Fachleute zu achten fein, deren Meinung zu erfahren es vielleicht besser NUN Ziel führende Wege giebt als eine lokale Massenversammlung. Hier soll nur aus die Stimme einer ärztlichen lAwtorität ersten Ranges hingewiesen werden.
Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Eulenburg in Berlin hat vor mehr als Jahresfrist in einem Aussatz der „Umschau" die Frage der Schjulpausen und Schulferien behandelt und kommt dort Zn dem Ergebnis, daß neben den an die kirchf- lichen Festzeiten anknüpsenden kleineren Ferienpausen, längere Sonunerserien nötig seien, wie man sie z. B. in Oesterreich habe (1. bezw. 15. Juli bis 1. be^w. 15. September), und daß man nach, dieser größten Erholungspause das Schuljahr beginnen müsse. Er sagtwörb- lich: „Diese tz^anz naturgemäße und im Grunde selb st - verständliche Anordnung hat bei uns bisher dennoch nicht durchgeführt werden kömren, aus Gründen, die — welcher Art sie auch immer sein mögen — jedenfalls weder auf dem schulpädagogischen noch auf dem schulhygienischen Gebiet KU suchen sind, und die uns daher auch nicht von der Verrichtung entbinden können, jene Forderung im Interesse des Zustandekonnnens einer ersprießlichen Schtul- uud Ferienordnung bis zu ihrem endlichen Durchpringen immer und immer wieder von neuem zu präsentieren." Er konstatiert weiter, daß die Dauer der Sommerferien in Preußen überall zu kurz bemessen erscheine, da der Wiederbeginn des Schulunterrichts allenthalben noch in der heißesten Jahre^eit stattfinde. Im übrigen verwahrt er sich dagegen einer ,chden Ein- und Gleichförmigkeit" auf diesem Gebiete das Wort reden §u wollen Er meint (und auch für uns Hessen ist das wohl beherzigenswert): „Gerade für die Frage der Ferienordnung sind regionäre und provinziale Verschiedenheiten bis zu einem gewissen Grade md# nur durch Gewohnheit, sondern auch durch die sich gellend machenden Ungleichheiten klimatischer, wirtschafi- und sonstiger Verhältnisse gerechtfertigt." Aber als ,Fettenden Grundgedanken der unausbleibllchM Reform" müsse man die Verlängerung der Sommerferien in den
halbes Dutzend Ansagen ptr Teilnahme an einer solchen vorliegt.
Jahresbericht der Kroßh. KaudelsKammer Hießen für das Jahr 1901.
Soeben ist der Jahresbericht der Handelskammer Gießen für 1901 erschienen. Wir entnehmen ihm folgendes:
Die rückläufige Konjunktur auf allen Gebieten der deutschen Volkswirtschaft ist erst im verflossenen Jahre recht zum Durchbruch gekommen. An dem Niedergang sind aber auch die meisten anderen Länder Europas, in erster Linie England, beteiligt. Ileberall ein Sinken der Aufnahmefähigkeit des Marktes, ein Ueberwiegen des Angebots über die Nachfrage, allgemeiner Rückgang der Preise, namentlich in der Montanindustrie, Produktionseinschränkungen, Arbeitslosigkeit, Entwertung der Jnd ustri epapi ere: das sind kurz die Hauptsymptome der allgemeinen Krisis. Der Grund dieses Zustandes wird aus der Periode des glänzenden Aufschwunges in der zweiten Hälfte der 90er Jahre gefolgert, und zwar wurden am härtesten betroffen diejenigen Industriezweige, die ganz besonders an dem Aufschwünge beteiligt waren, also die Maschinenindustrie, die Metallverarbeitung und die gesamte Montanindustrie. Die Folge war ein Rückgang der Produktion sowohl, wie des Verbrauchs. — Die weitere Folge war eine Lohnrcduktion und eine ausgedehnte Arbeitslosigkeit.
Die mißliche Lage im Jahre 19 01 wurde noch v erschürft durch eine Reihe von Bankkatastrophen (Spielhagenbanken, Kreditanstalt für Handel und Industrie in Dresden, Leipziger Bank). Es machte sich ein allgemeines Mißtrauen auf dem Geldmarkt und der Börse geltend. Vor allem war die Gefahr einer Kreditkrisis sehr naheliegend, wenn nicht die Reichsbank in voller Erkenntnis der Lage und mit Rücksicht auf die bedrohten allgemeinen Jntereffen mit all ihrem Einfluß eingeschritten wäre. Gerade hier hat die Reichsbank einmal zur Evidenz ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Während der kritischen Monate Juni bis August betrug die Anlage der Bank in Wechseln 2951 Mill. Mk. gegen 2363 Mill. Mk. in den gleichen Monaten des Vorjahres.. Troßdem war die Metalldeckung höher als in 1900. Der Diskont war Anfang des Jahres: 5 %, Ende Februar 4y20/0, Ende April 4%, ab 18. Juni (also während der kritischen Periode) 3'/2 olO, ab Ende September 4%. Der in der Krisis klar hervorgetretene Mangel an Widerstandsfähigkeit bei Bank und Börsen hat seinen eigentlichen Grund in der durch das Börsengesetz heroorgerufenen Schwächung.
heißen Jahresnroncrten und ihre organische,Verbindung mit dem Schlüsse des Schuljahres festhalten.
Was hier von dem Mediziner als das allein Erstrebenswerte bezeichnet wird, wurde bereits in einem in Nr. 185 des vorigen Jahrgangs des „G. A" erschienenen Artikel als durch die Ausgaben des Unterrichts dringend geboten htngestellt. Es wurde dort darauf hingewiesen, wie außerordentlich der Unterricht Not leidet, wenn die Arbell des grundlegenden ersten Halbjahrs in der Weise zerstückelt wird, wie dies bei Ostembegiun in .Verbindung mit Pfingst-, Juli- und Septemberserien der Fall ist. Kein Schulmann wird das Gewicht dieser Gründe bestrellen können. Die seitherige hiesige Ferienordnung und selbst die von vielen Ellern ge- gewünschte Aenderung ist dem gegenüber immer noch das kleinere Uebel. Es läßt sich, wenigstens was Gießen betrifft, nicht einmal behaupten, daß die llimatischen Verhältnisse gerade Ju li-serien dringend erforderten. Die heißeste Zeit ist bei uns nickst die Zell vom 1. Juli bis zum I.August, sondern, nach einer seiner Zell von Prof. Hoffmann angestellten Durchschnlltsberechnung, die Zell vom 10. Juli dis zum 21. Auguft Tie mittlere Lagestemperatur im Juli ist bei uns immer noch etwas Niedriger als die von Berlin lln August, während dessen dort ruhig Schule gehalten wird. Dazu kommt, daß die Hitze erst bei längerer, durch wenig Niederschläge unterbrochenen Tauer ihre erschlaffende Wirkung äußert. Die Höhe der Niederschläge in August beträgt in Gießen nach nahezu 40jährigem Durchschnitt 2,32 Pariser Zoll, dagegen die im Juli 2,81.
Der Herr Artikelschreiber von Nr. 165 hat aber den Vorschlag der Juliserien als den „hygienisch schullechnisch u. s. w." nächslliegenden bezeichnet. Taß man über die hygienische und schultechnische Selle der Sache anderer Meinung sein kann, hat sich gezeigt. Nur noch ein Wort über das „u. s. w.", das man wohl auf die in Betracht kommenden wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, sowie etwaige Wünsche des Ellenchauses beziehen darf, die, trenn auch in dritter Linie, immerhin Berücksichtigung verdienen. Besonders ein Gesichtspunkt ist in der öffentlichen Diskussion, schon im vorigen Jahre, stark hervvrgetreten, die Rücksicht auf die Universität. Daß sie eine solche wohl beanspruchen darf, sollte man eigentlich nicht bestreiten. Es handelt sich dabei durchaus nicht bloß um die Professoren. Alle die zahlreichen anderen Beamten der Universllät, alle Familien, die Söhne auf der Universität haben oder Zimmer an Studenten vermieten, während zugleich Kinder höhere Schulen besuchen (also ein sehr beträchtlicher Teil unserer Bevölkerung) haben das größte Interesse daran, daß die Schulferien in die Mllversitätsferien hineinfallen. Allen diesen Familien würde durch. Juliferien eine längere gemeinsame Erholung, ja oft jede Erholung, unmöglich gemacht, wodurch auch wieder die Kinder empfindlich geschädigt würden. Mau söllte hier so wenig, wie bei der Ferienftage überhaupt, glauben, durch einen einfachen Hinweis auf Preußen sei irgend etwas bewiesen, als, was zu beweisen nicht nötig ist, daß die Regierung schließlich eine solche Ferienordnung auch in Gießen einsühren kann, wenn sie will. Ob eine solche Maßregel gut und wünschenswert ist, darüber sagt uns die Thatsache, daß sw irgendwo getroffen ist, gar nichts. Der Preuße Eulenburg hält die preußischen Schulferien, wie wll sehen, für äußerst reformbedürftig. Seien wir nicht preußischer als die Preußen!
Wenn eine neue Petition an das Ministerium gerichtet werden soll, so entschließe man sich vor allem, die Düaß- regel zu verlangen, ohne die überhaupt feine rationelle Ferienordnung möglich ist: Verlegung des Schulbeginns auf d en Her b st S.
Unter Bezug auf die Ausführungen des Herrn Prof. Dr. Bartholomae in unserer letzten Nummer wird uns heute mitgeteilt, daß die Mehrzahl der Gießener Neal-Gymnasial- lehrer für fünfwöchige Sommerferien sich ausgesprochen hat.
Die Einberufung einer öffentlichen Versammlung zur Erörterung der Ferienftage scheint in der Bürgerschaft nur roenig Anklang zu finden, da uns z. Zt. ecft etwa ein
Das allgemeine Mißtrauen gegenHandel und Industrie spiegelt sich darin wieder, daß die Zahl der Neugründungen von Aktiengesellschaften erheblich gesunken ist. Von den 158 Neugründungen des Jahres 1901 entfielen nur 19 auf die Metallverarbeitung mit 19 Mill. Mk. Kapital. Auch aus der Emissionsstatistik ist ein Rückgang der wirtschafllichen Thätigkeit in 1901 zu ersehen. Von bet? 1578,09 Mill. Mk. (Kurswert) in 1900 emittierten Werten entfallen auf Aktien (Banken, Eisenbahnen, Industrie) 583,82 Mill. All., von den 1872,70 Mill. Mk. in 1901 nur 167,18 Mill. Mk.
Es ergiebt sich weiter eine Abnahme der Umsätze bei den deutschen Abrechnungsstellen, eine Zunahme der Konkurse.
Auch inpben Zahlen des Außenhandels findet der Konjunkturrückgang entsprechenden Ausdruck. Die Einfuhr ist 1901 gegen 1900 um 1,61 Mill, t oder 332,66 Mill. Mk. gesunken, die Ausfuhr um 0,32 Mill, t oder 2,39 Mill. Mk.
Auf das Verkehrswesen war die allgemeine wirtschaftliche Lage nicht ohne Einfluß. Z. B. blieben bei der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft die Einnahmen gegen den Etatsansatz um rd. 80 Mill. Mk., gegen die Einnahmen in 1900 um 35 Mill. Mk. zurück. Ebenso weist der Eisenbahnüberschuß gegen den Etatsansatz einen Rückgang von 58 Mill. Mk., gegen das Vorjahr um 43 Mill. Mk auf.
Trotz dieses Niederganges aber steht zu hoffen, daß die wirtschaftliche Depression nicht so anhaltend sein werde, wie die ftüheren, zumal durch die Katastrophen des verflossenen Jahres sozusagen eine Reinigung stattgefunden habe. „Wir müssen aber", so heißt es in der Einleitung des Berichts, „solange der Zukunft skeptisch gegenüberstehen, solange nicht die Zolltarifangelegenheit in einer zufriedenstellenden Weise abgethan ist." Es wird im weiteren mitgeteilt, daß „die maßlosen Forderungen der Agrarier in Bezug auf die Getreidezölle uns mit schwerer Sorge erfüllen, wogegen „Front gemacht werden" müsse. Es wird ferner das Verharren der Handelskammer auf dem „ablehnenden Standpunkt den übertriebenen agrarischen Forderungen gegenüber" betont. (Schluß folgt)
Volitischc Tagesschau.
Tie 49. Generalversammlung der Katholiken Teutschlands findet bekanntlich im August in Mannheim statt. Die Einladung dazu lautet:
Katholiken Deutschlands! Zum ersten Male wird in der von Gott so reich gesegneten Pfalz die Generalversammlung der Katho- liken Teutschlands abgehalten, da am Mannheim, die Metropole derselben, durch den Beschluß der letzten Tagung m Osnabrück die Ehre der Wahl als Versammlungsort für 1902 gefallen ist. Mannheim gleicht an Reichtum historischer Erinnerungen nicht anderen bekannten Städten der Pfalz, — wir nennen nur die Reichsstädte Speier und Worms, das Kurfürstenschloß Heidelberg; es kann sich auch mit Bezug auf die Zeugnisse katholischer Vergangenheit mit keinem der historischen Orte messen, welche die glänzenden Jahresversammlungen der Katholiken Deutschlands bisher beherbergt haben. Erst mit Beginn des 18. Jahrhunderts unter dem hoch- sinnigen Kurfürsten Karl Philipp und seinem Nachfolger Karl Theodor entfaltete sich in Mannheim ein reiches Leben in Kunst und Wissenschaft, wie in religiös-kirchlichen Schöpfungen, m den Werken der Jugendbildung und Charitas.^ Hervorragende Künstler und Gelehrte jenes Zeitalters haben der Stadl ihren Stempel ausgeprägt. Ter in jener Epoche geweckte Bürgersinn, verbunden mit Unternehmungsgeist und Thatkraft, hat es alsdann im verflossenen Jahrhundert, zu dessen Beginn dre rechtsrheinische Pfalz zum Großherzogtum Baden kam, oerftanben, die glückliche Lage der Stadt an den beiden Flüssen Neckar und Rhein auszunützen und mit reichlicher staatlicher Unterstützung während der weisen 50jährigen Regierungszeit Großherzogs Friedrich Mannheim zur Zentrale des Handels und der Industrie im Südwesten Deutschlands, zum größten Hasenplatz des Brnnenlandes umzujchaffen und in die Zahl
der großen Städte des Reiches als jüngste und modernste einzw- reihen. Die Besucher der 49. Generalversammlung werden in Mannheim große Unternehmungen des modernen Erwerbslebens, des Handels, der Industrie und der Schifffahrt, wie kaum sonstwo,' kennen lernen, in der nächsten Umgebung an den Spuren geschichtlicher Größe wie den landwirtschaftlichen Reizen der weingefegneteu Rheinpfalz und des anmutigen Neckarthaies sich freuen, liberal! den. gemütlichen pfälzischen Frohsinn finden. Tie Katholiken Mannheims haben, obwohl sie sich der großen Schwierigkeiten bewußt waren, welche die Vorbereitung einer so bedeutsamen Versamm--- lung ihnen bieten, aus den wichtigsten Gründen zur Förderung: der katholischen Lebensintereffen, getragen von der Begeisterung des katholischen Volkes des Pfalzgaues, den Versuch unternommen, mit Unterstützung seitens der Katholiken der Schwesterstadt Ludwigshafen der deutschen Katholikenversammlung für die Tage ernster Arbeit und festlicher Veranstaltungen eine würdige Stätte zu bereiten und freuen sich, recht viele katholische Männer aller Berufsstände und Erwerbsklassen aus dem ganzen Reiche und bett benachbarten Ländern deutscher Zunge, der Schweiz und Oesterreich, begrüßen zu dürfen. Die zeügeschichtlichen Strömungen, die Notwendigkeit des Fortschritts der Katholiken im kirchlichen-wie im öffentlichen Leben nach den unwandelbaren Grundsätzen der Wahr-, heit und Gerechttgkeit, die Stärkung der Einigkeit in unseren Bestrebungen stellen auch der diesjährigen Generalversammlung der Katholiken Deutschlands hochwichtige Aufgaben. Wir laden alle katholischen Siänner ein, au ihrer Lösung nach besten Kräften mtt- zuwirken. Die heurige Generalversammlung steht in der Reihe ihrer Vorgängerinnen an der Schwelle des Zeitpunktes, mit dein die Zahl ihrer 50. Jahreswiederkehr erfüllt jein wird. Sie tagt- gleichzeitig in dem Jahre, das dem Abschluß der viertelhnndert- jähngen glorreichen Regierung des Oberhauptes unserer heiligen Kirche, des heiligen Vaters Leo XIII. vorangeht. Die Würdigung vornehmlich des letzten Ereignisses wird der Generalversammlung in Mannheim eine besondere Weihe geben. Die 49. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wird am 24. August beginnen und die Tage bis einschließlich 28. August umfassen. Das katholische Deutschland sei hierdurch zu diesen Tagen mtt aller Herzlichkeit eingeladen!
Das Programm lautet: Samstag deii 23. August: Abends 6 Uhr: Feierliches Geläute. — Sonntag den 24. Llugust: Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst in der Jesuitenkirche, Festtug der katholischen Arbeiter- und Gesellenvereine in die Feschalle; dort öffentliche Versammlung. Abends 8 Uhr: Begrüßungsfeier in der Festhalle. — Montag den 25. August: Vormittags halb 8 Uhr: Abholung des Hochw. Herrn Erzbischofs. Vormittags 8 Uhr: Pontifikalamt in der Jesuitentirche zur Anrufung des heiligen Geistes. Vormittaas 10 Uhr: 1. geschloffene Generalversammlung in der Festhalle. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung der drei Ausschüße im Realgymnasium. Nachmittags 5 Uhr: 1. öffenttiche Generalversammlung in der Feschalle. — Dieristag den 26. August: Vormittags 8 Uhr: Feierliches Requiem für die verstorbenen Müglieber in der unteren Pfarrkirche. Vormittags 9 Uhr: Sitzung der Ausschüsse im Realgymnasium. Vormittags 11 Uhr: Geschloffene Generalversammlung in der Feschalle. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung der Ausschüsse im Realgymnasium. Nachmittags 5 Uhr: 2. öffentliche Generalversammlung in der Feschalle. — Mittwoch den 27. August: Vormittags 8 Uhr: Feierlicher Gottesdienst der Marianlschen Sodalitäten und des Priestervereins zur Anbetung in der Jesuitenkirche; heilige Messen in der Intention des hl. Vaters. Vormittags 9 Uhr: Sitzung der Ausschüsse im Realgymnasium. Vormittags 11 Uhr: 3. geschloffene Generalversammlung in der Festhalle. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung der Ausschüße. Nachmittags 5 Uhr: 3. öffentliche Generalversammlung in der Festhalle. Abends 8 Uhr: Gartenfest mit Beleuchtung im Stadtpark. — Donnerstag den 28. August: Vormittags 7 Uhr: Hellige Messen in der Intention des Bomfatiusverems. Vormittags 8 Uhr: 4. geschlossene Generalversammlung in der Feschalle. Vormittags 10 Uhr: 4. öffentliche Generalversammlung m der Feschalle. Nachmittags halb 2 Uhr: Fesünahl im Bernbardushof (katholisches Vereinshaus). Nachmittags 4 Uhr: Festfahrt auf dem Rhein und Besichtigung der Hafenanlagen. — Programm der besonderen Versammlungen: Sonntag den 24. August: Vormittags 10 Uhr: Augustinus-Verein Generalversammlung im katholischen Vereinshaus K 1,5. — Montag den 25. August: Abends 81/, Uhr: Festkommers des Kartellverbandes der katholischen Studentenverbindungen (farbentragenb) in der Festhalle. Abends 8l/t Uhrr Festkommers des Verbandes der Studentenvereine „Unttas" im oberen Saale des Saalbaues. Abends halb 9 Uhr: FeslkommerL der katholischen Studentenverbindung „Arminia"-Freiburg mit Kartellangehorigen im Saale der „Zwölf Apostel", C 4, 1L Abends halb 9 Uhr: Festveranstaltung der Windthorstbunde im Saale des Bernhardushoses. — Dienstag den 26. August: Vormittags halb 9 Uhr: Sitzung des Gefamworstcmdes des Vol^vereins für das katholifche Deutschland im Realgymnasium. Vormittags halb 10 Uhr: Generalversammlung des Vollsvereins (Eintritt frei) in der Festhalle. Abends halb 9 Uhr: Festkommers des Llartell- Verbundes der katholischen Studentenvereine (nicht farbentragend) in der Feschalle. Abends halb 9 Uhr: Festkommers des Verbandes der Süddeutschen Studentenvereine im oberen Saale des Saal- baues. Abends halb 9 Uhr: Festveranstaltung der katholischen kaufmännischen Vereine im Saale des Bernhardushofes. Abends halb 9 Uhr: Fesweranstattung der katholischen Gesellenoereine im Gesellenhaus K 1, 17. Abends halb 9 Uhr: Begrüßungsabend der katholischen Lehrer im großen Saale des Saalbaues. — Mittwoch den 27. August: Vormittags 9 Uhr: Versammlung katholischer Lehrer im Saale des Bernhardushofes. Vormittags 9l/t Uhr: Versammlung des Priestervereins zur ewigen Aiibetung in bet' Spitalkirche Lik. E 6, 1. Vormittags 97< Uhr: Versammlung der Diitglieder der Marianischeri Sodalitäten im oberen Saale des Saalbaues. Vormittags halb 10 Uhr: Versammlung des Verbandes geselliger Vereine „Omnes unam“ im Realgymnasiuni. Nachmittags halb 3 Uhr: Generalversammlung der Vincentius-Dereine im oberen Saale des Saalbaues.
UnwerftMs-Rachrichle».
Harzburg, 19. Juli. Wie wir erfahren, hat sich der Zustand des hier in der Villa Rautmann wohnenden Geh.-Rats Professor Rudolf Virchow heute echeblich gebeffert Virchow hat allerdings in der letzten Zeit mehrfach an Athemnot gelitten, doch giebt sein Zustcnid keineswegs zu irgendwelchen Besorgnissen Anlaß. Gesteni wurde von Berlin ein Krankenwärter hierher berufen, der aber nur den jetzigen Pfleger ablosen soll. In der Villa laufen täglich Briefe und Telegramme ein, in welchen Erkundigungen über das Befinden Virchows eingexogen werden.
Würzburg, 19. Juli. Zum Rektor der Universttät für 1902/03 wurde Prof. Dr. Meurer (Jurist) gewählt. — Bei der Senatswahl wurden die dem bisherigen (demonstrireuden) Senat angehörigen Professoren v. Burkhard (Jurist), v. Frey und Stöhr (Mediziner), Abert (Theologe), Voß und Wilcken (Philos.) wieder gewählt. Neuaewählt wurden die Professoren Mayer und Piloty (Jurift.), Heß (Äiediziner), v. Scholz (Theol.), Martin Schanz (bisher Rektor) und Wien (Juristen). Senator Beckenkanrp, der den P rote st nicht unter zeichnete, wurde nicht mehr gewählt.
Handrl und Verkehr. VoUismirlschaft.
— Lederwerke borur. Mayer, Michel u. Teniuger in Mainz. Nach dem Geschäftsbericht hat das abgelaufene Geschäftsjahr 1901/02 abermals einen starken Adsatz'Rückgang aufzuweisen. Die Verteuerung der rohen Felle und gegerbten unzugerichteten Leder tonnte nicht durch Erhöhung dek«Verkaufspreise ausgeglichen werden. Das Geschäftsjahr schließt nach Abschreibungen von 26 211 Mk. (i. V. 22 262 Alk.) mit 147231 Mk. Verlust ab, der sich um 87 895 Mk. Geivmu auf Geläudevertauf auf 68 426 Mart verringert und in dieser Höhe durch den Reservefonds ausgeglichen wird. Am 2. Februar waren alsdann nock; art Reserven 227 459 >Mk. (299 148 Mk. Februar 1901) bei 5 Mill. Mk. Aktten- kapual vorhanden. Im Vorjahr wurde ein Gewinn von 2318S Mart erzielt, eine Dividende indeß nicht verteilt.
Konstantinopel, 19.Juli. Tie Einnahmen der Tü rkis ch en Tabatregie-Gesellschast betrugen im Monat Juni 1902 19 000 000 Piaster gegen 18 600 000 Piaster im gleichen Monat des Vorjahrs.


