Ausgabe 
21.6.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 143

Orf «eint täglich außer Scmntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh lachen Univers.-Buch° u. Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Gchrtlstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Ferusprechanschluß Nr. 51.

Samstag Äl.Jurri 1903

Zweites Blatt.

153. Jahrgang

____ _ Bezugspreis:

O monatlich 75Ps., viertes

GletzenerAnzeigers -

W General-Anzeiger ° M ää.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen MW

Aie heutige Wummer umfaßt 16 Seiten.

Zum Tode des Königs Albert von Sachsen.

Mau meldet aus Sibyllen ort vom 20. d. M.:

Gegen Uhr nachm. trafen die Aerzte, welche die königliche Leiche einbalsamieren werden, Dr. Freudenberg- Leipzig und Dr. Schmorle-Breslau hier ein. Zwischen drei und vrer Uhr war die Leichenschau. In langer Reihe defilierte das Dienstpersonal ehrfurchtsvoll an der könig­lichen Leiche vorüber. Der König liegt vorläufig in seinem Arbeitszimmer. Tas Bett steht in der Mitte mit dem Kopf­ende nach dem Fenster zu. Friedlich und verklärt liegt der Monarch, die Hände gefaltet, den Kopf leicht nach rechts geneigt. Auf dem weichen Deckbett liegen Rosen gestreut von der Königin und den prinzlichen Herrschaften. Hinter dem Haupte steht ein Tischchen mit dem Kruzifix und zwei brennenden Lichtern. Vor der Leichenschau hatte Maler Limmer im Beisein der Königin die Leiche gezeichnet. Ter Schriftsteller Mennel, der eine Wettin-Chronik herauszu­geben im Begriffe ist, hat auf Wunsch der Königin eine photographische Aufnahme von des Königs Sterbebett ge­macht.

Tie 7. Kompagnie des Breslauer Grenadier-Regiments tfcr. 11 begab sich nach Sibyllenort, um das Schloß und den Park zu besetzen und die dortigen Posten zu stellen. Außer­dem gingen 10 Offiziere des Leib-Kürassier-Regiments nach Sibyllenort, da auf Befehl des Kaisers ständig vier Offi­ziere die Totenwache am Sarge des Königs halten sollen. König Georg traf am Freitag abend auf dem Dres­dener Hauptbahnhofe ein, wo er vom Staatsministerium feierlich begrüßt wurde.

Die meisten deutschen Bundesfürsten, voran Kaiser Wilhelm, werden dem König Albert die letzte Ehre erweisen. Tie Mitglieder beider Häuser der sächs. Ständeversammlung sind telegraphisch aufgesordert worden, sich heute abend an der Ueberführung der Leiche vom Hauptbahnhose nach der Hofkirche zu beteiligen. König Georg dürfte alsbald nach § 138 der Versassungsurkunde in Gegenwart des gesamten Ministeriums und der beiden Präsidenten der letzten Ständeversammlung bei seinem königlichen Worte versprechen, daß er die Verfassung des Landes und alle ihre Bestimmungen beachten wird. Gestern vormittag ist er zum König durch das Staatsmiuisterium proklamiert worden. Tie Eröffnung des Testaments König Alberts fand gestern mittag durch den Minister des königlichen Hauses statt.

Tie ersten Beileids-Telegramme trafen in Sibyllenort vom deutschen Kaiser und dem Prinz­regenten Albrecht von Braunschweig ein. Tie Zahl der bisher eingegangenen Telegramme ist Legion. Tas Ministe­rium hat dem neuen König den Eid geleistet.

Wie aus Essen berichtet wird, befahl der König in einem Telegramm an das Marinekabinett, die Schiffe der Marine anzuweisen, anläßlich des Todes König Alberts die Flagge halb stock zu fetzen und Trauersalven abzufeuern. Ferner soll das Offizierkorps des Panzer- schttfesSachsen" Trauer anlegen. 9tach einer Düsseldorfer Depesche ist der festgesetzte Besuch des Kaiserpaares definitiv abgesagt worden. 'Der Kaiser hofft im August die Aus­stellung besichtigen zu können. Aus Kiel wird berichtet, daß die KaiseryachtHohenzollern" und der Kreuzer Nymphe", die ihre Vorbereitungen nach Cuxhaven bereits getroffen hatten, Gegenordre erhalten haben und bis auf weiteres in Kiel bleiben. Außer dem Reichskanzler wird auch eine Abordnung des Bundesrats sich zu der Beisetzungs­feier nach Dresden begeben. Der letzte Regierungsakt des Königs Albert war die Uebertragung der Regierungs- aeschäfte aus seinen Bruder. Kronprinz Friedrich August und Prinz Johann Georg sind in Sibyllenort erngetroffen.

Eine Sonderausgabe desArmee-Verordnungsblattes" veröffentlicht einen Armeebefehl des Kaisers: Das nach Gottes unersorschlichem Ratschluß erfolgte Ableben Sr. Mai des Königs Albert von Sachsen hat mich aufs tiefste erschüttert. Mein Haus, meine Armee und unser ganzes Vaterland haben einen schweren Verlust erlitten, und aller­orten werden die Herzen, die Empfindung für Deutschlands Glanz und Größe haben, mit mir in tiefster Trauer den Heimgang dieses heldenhaften deutschen Fürsten beklagen. Mit ihm ging der letzte jener mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes , geschmückten Heerführer dahm, dre an der Spitze der deutschen Armee unter meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater uns den unvergänglichen Sieges­lorbeer erkämpften. Im Gedächtnis des Volkes wird der Held von St. Privat, der Führer der Maasarmee fortleben, so lange deutsche Herzen schlagen. Schwer aber lastet in­sonderheit auf der Armee, die mit hoher Verehrung und stolzem .Vertrauen aus den bewährten und ruhmgekrönten Feldherrn blickte, das Bewußtsein seines Verlustes. Es wird lhr ein tiefempfundenes Bedürfnis sein, auch ern äußeres Trauerzeichen anlegen zu dürfen, und ich bestimme hier­durch: 1) SämtlicheOfsiziere der Armee legen auf vierzehn Tage Trauer an. 2) Be; den 2 Garde- Ulanen und d-en 10. Dragonern wahrt die Trauer d r e i W o ch e n. 3) An den Beisetzungsfeierlichkeiten nehmen Abordnungen der genannten beiden Regi­menter teil, bestehend aus dem Kommandeur, einem Stabsoffizier, einem Rittipeister, zwei Leutnants, einem Wacbtmeiiter, einem Unteroffizier und einem Gemeinen.

Das Dr I." veröffentlicht folgenden Erlaß: Sob- baten' Nach Gottes unersorschlichem Ratschluß seid Ihr ^rres Königs beraubt, Eures Königs, der den höchsten Schlachtenrühm in guten und bösen Tagen an Eure zahnen knüpfte, der für Euch ein treu sorgendes Herz hatte Mit unerschütterlicher Treue und unwandelbarer ^ebe habt ^hr 5 M^m König vergolten. Mit unbegrenztem Vertrauen

blicktet Ihr zu chm auf. So weiß ich mich denn heute in aufrichtiger Trauer mit meiner Armee vereint. Es ist mir Bedürfnis, Euch meinen königlichen Tank für diese Eure Gesinnung und Treue, mit der Ihr allezeit zu meinem nun in Gottruhenden Bruder gestanden, auszusprechen. Ich knüpfe daran die feste Zuversicht, daß Ihr auch mir und meinem königlichen Hause allezeit unverbrüchliche Treue bewahren, und die Bundestreue als ein von meinem Vorgänger auf dem Thron überkommenes wertvolles Erbe mit mir pflegen werdet, zum Nutzen des Reiches, zum Ruhme der Armee, zu Eurer Ehre und zum Wohle des geliebten Vaterlandes, (gez.) Georg.

Der französische Minister des Auswärtigen Del- cassö übermittelte dem deutschen Botschafter Fürsten Ra- dolin das Beileid der französischen Regierung. Die Pariser ZeitungTemps" schreibt: Man kann sagen, daß König Albert der wertvollste Beistand der deutschen ReichSidee nach innen wie außen war, und daß das österreichisch-deutsche Bündnis von 1879, dieses politische Meisteewerk, in hohem Maße durch den Einfluß König Awerts auf seinen Jugend- reund Kaiser Franz Joses gefördert wurde. Kaiser Franz Josef stattete in Wien dem sächsischen Gesandten einen längeren Kondolenzbesuch ab. Auch der Minister des Aeußeren, Graf Goluchvwski, Ministerpräsident v. Körber owie die Mitglieder des diplomatischen Korps gaben ihrem Beileid Ausdruck. Der Präsident des ungarischen Abge­ordnetenhauses Graf Apponyi gab der Trauer des Hauses Ausdruck, taer im Kriege wie im Frieden ein treuer .Ver-- bündeter und Freund des Königs Franz Josef gewesen sei.

In der Presse wird vielfach darauf hingewiefen, in welchem herzlichen Freundschaftsverhältnis König Albert zum Fürsten Bismarck stand. Es sei daran erinnert, was int Jahre 1895 der Altreichskanzler den Besuchern aus Leipzig sagte: Die Selbständigkeit Sachsens habe im Jahre 1866 im wesentlichen auf der Zuverlässigkeit des Königs und des Prinzen Albert beruht. König Albert eimit Leib und Seele national und von solcher Gleichl- näßigkeit und Liebenswürdigkeit, daß er alle Herzen gewinn t." Bei anderer Gelegenheit erzählte Fürst Bis­marck, König Wilhelm sei geneigt gewesen, nach der Ent­scheidung von 1866 ein Stück von Sachsen zu nehmen, aber er, Fürst Bismarck, habe sich entschieden für Sachsens Selb- tändigkeit und Integrität verwendet, undPreußen und Deutschland hat es nie zu bereuen gehabt"._____________

gilt Komplott gegen König Hduard von England ist von der Londoner Polizei entdeckt worden. Von zu­ständiger Seite ist zwar dieses Gerücht dementiert worden, aber nur zur Beruhigung oer großen Masse. Thatsächlich sollen in den von Anarchisten bewohnten Stadtteilen Londons zahlreiche Verhaftun gen vor­genommen worden sein. Tie Krankheit des Königs soll sogar nur einediplomatische" gewesen fein und ihren Grund in der Entdeckung des Komplotts gehabt haben. Es ist sehr bezeichnend, daß sich heute derGesundheits­zustand" des Königs derart gebessert hat, daß eine Aende- rung des amtlichen Festprogramms nicht erfolgen wird. Ter König hat beschlossen, ein großes Festessen für die Armen von London zu veranstalten. In jedem der Klub­lokale wird nach dem Essen eine Theatervorstellung statt­finden. Ter König soll ferner beabsichtigen, sämtliche Bankettlokale zu besichtigen. Also scheint vor der Hand alle Anarchisterrgefahr in London beseitigt zu sein.

Auch sonst noch liegen einige interessante Nachrichten aus London vor. Monsieur Chamberlain soll vom Könige die Erhebung in den Pairsstand angeboten, von ihm abernach berühmtem Muster" (Gladstone) mit Dank a b g e l e h n t und damit begründet worden sein, daß er es vorziehe, bürgerlich und damit im Unterhause thätig zu bleiben, wo er sich heimischer fühle und auch dem König und dem Lande größere Treuste leisten zu können glaube, als in dergoldenen Kammer", in die er bei seiner Er­hebung in den Pairstand übersiedeln müßte. Das Ober­haus soll ob dieser Entscheidung Mr. Chamberlains nichts weniger als betrübt sein. Chamberlain rechnet den durch den Krieg in Natal und der Kapkolonie angerichteten Scha­den auf acht Millionen Pfund Sterling. Diese Summe soll durch die erste Transvaalanleihe gedeckt werden.

Nach einer Aufstellung des Kriegsamtes beträgt der Ges am t Verlust der britischen Armee int Kriege 28 434. Es starben 1072 Offiziere und 20870 Mann in Südafrika, sowie 8 Offiziere und 500 Mann nach der Rückkehr nach, England, 105 Mann werden noch vermißt und 5879 Mann sind invalide geworden.

Im U n t e r h a n s e bekämpfte am Freitag bei Beratung des Postens von 294 000 Pfd. für die Admiralität Lord Beresford aufs schärfste das bestehende System der Ma­ri n e v e r w a l t n n g. Dieses fei morsch und der Schlag­fertigkeit der Flotte hinderlich. Verbesserungen kämen nur durch öffentliche Agitation zustande.

Politische Tagesschau.

Chinesische Kulis auf Samoa.

In politischen Kreisen hat, demBerl. Lok.-Anz." zu­folge, der Plan des Gouverneurs von Samoa, Solf, chinesische Kulis nach Samoa zur Landarbeit herauzuziehen, nicht geringes Befremden hervorgerufen. Es wird ans verschiedenen Gründen als ausgeschlossen betrachtet, daß die Kolonial-Verwaltung ihre Zustimmung zu diesem Plane geben dürfte.

Der ablehnende Standpunkt in dieser Frage ist nicht unberechtigt. Die chinesischen Arbeiter haben so wenig an­genehme 'Eigenschafteti, daß sie nirgend, außer in threr Heimat, gern gesehen sind. Und es kann nicht bestritten werden, daß ihrer Verwendung auf Samoa dieselben Be­

denken entgegenstehen, wie etwa derjenigen der Inder in Deutsch-Ostafrika. Andererseits muß aber doch die Frage berücksichtigt werden, woher sonst die zum Betrieb der Plantagenwirtschaft auf Samoa erforderlichen Arbeits­kräfte genommen werden füllen?Samoa ist die Perle im Ringe der deutschen Südseekokonien. Sparen Sie bei der Einfassung dieser Perle nicht am Golde!" rief Dr. Solf dem Reichstag zu. Wenn nun der Gouverneur zu dem Schluß kommt, daß bei der unüberwindlichen Trägheit der Samoaner auf deren Arbeitskraft nicht gezahlt werden kann, wenn es andererseits mit Genugthuung begrüßt wird, daß endlich das deutsche Kapital durch Gründung derDeut- 'ch en Samoa-Gesellschaft dieser fruchtbaren Insel sich zuwendet, dann gewinnt die Arbeiterfrage für die Zu­kunft Samoas entscheidende Bedeutung. Die versuchsweise Verwendung chinesischer Kulis dürste immerhin in Erwä- gung gezogen werden.

Deutsches Keich.

Berlin, 20. Juni. Ter Kai ser wird, nach einer Meldung aus Kiel, am 29. d. M. in der dortigen Garnison­kirche der Einweihung der Marmortafel für die Opfer derGneisenau"-Katastrophe und der Gedenktafel für die Gefallenen des China-Feldzuges beiwohnen.

Zur Wahl des neuen Erzbischofs von Köln wird derGermania" telegraphiert, daß auf der von dem Metropolitankapitel an die Krone zu sendenden Liste die Bischöfe Schneider-Paderborn, v. Keppler-Rotten­burg, Weihbischof Fischer- Köln, Dr. Müller- Trier und Prof. Maasbach-Munster figurieren. Tas Blatt giebt die Nachricht unter Vorbehalt wieder.

Ter bisherige Verantwortliche Redakteur derBerl. Korr.", Tr. Tyrol, der in den Parlamenten mit der speziellen Berichterstattung für den Kaiser betraut war, ist an Stelle des verstorbenen Dr. Siemenroth zum Direktor desReichsanzeigers" ernannt worden.

Tie Zolltarifkommission des Reichstages beriet heute über die Positionen betreffend Kammgarn, zu denen umfangreiche Abänderungsanträge Vorlagen. In der Debatte kamen die Gegensätze zwischen den verschie­denen Jnteressentengruppen der Textilindustrie zum Aus­druck. Auch seitens der Regierungsvertreter würben unter einander abweichende Auffassungen vertreten.

Kiel, 20. Juni. Tas LinienschiffKaiser Friedrich III." ist heute mit dem Prinzen Heinrichvon Preußen zur Teilnahme an der Flo11ensch au in Sp ithe ad ab- gegangen.

Stuttgart, 20. Juni. Ter Landtag nahm den Kommissionsantrag an, für die dritte Wagenklasse eine Grundtaxe von zwei Pfennig pro Kilo­meter ins Auge zu fassen, sobald die Finanzlage den vorübergehenden Ausfall der Uebergangszeit gestattet. Es wurde ferner der Zusatzantrag angenommen, auf allen Staatsbahnstrecken für Lolalzüge eine besondere Fahrtaxe von zwei Pfennig für die dritte Klasse versuchsweise ein­zuführen, ferner auf allen Zügen mit Ausnahme der dem Durchgangsverkehr dienenden Schnellzüge die 1. Wagen- klasse eingehen zu lassen.

Ter Gewerkschaftskongreß hat zur Ar- beitslosen-Versicherung die Resolution mit uu- wesentlichen Zusätzen angenommen.

Heer und Flotte.

Heiraten von Militärpersonen. Ter Kaiser hat durch Kabinettsordre vom 25. Mai d. I. eine neue Verordnung über das Heiraten von Militärpersonen des preußischen Heeres und der Landgendarmerie unter Aushebung aller bisher gegebenen Bestim­mungen erlassen. Gleichzeitig hat er das Kriegsministe­rium ermächtigt, Erläuterungen zu geben, sowie Aende- rungen nicht grundsätzlicher Natur oorzunehmen, insbeson­dere hinsichtlich der Voraussetzungen, unter benen das nach- gewiesene Einkommen als sicher und sichergestellt anzu- nebmen ist, sowie bezüglich der Dienststellen, welche die dem Katesr nicht vorbehattene Erlaubnis zur Verheiratung oder die Einwilligung zur Verfügung über das Heiralsgut zu erteilen haben.

Aus MM nud Lund.

Gießen, den 21. Juni 1902.

* * Parlamentarisches. Der Erste Ausschuß der Zweiten Kammer hat beschlossen, bei der Kammer zu bean­tragen, die für einen Stallbau für das Großh. Landgestüt geforderten 12 500 Mk. z. Z. abzulehnen. Ter Zweiten Kammer ist von der Regierung eine Mitteilung, betr. die Kosten der Volksschule zugegangen nebst statistischen Ueberfichten, auf die wir noch zurückkommen werben.

* * Die Gesellschaft für Erd - un d Völkerkunde wird ihren diesjährigen Sommerausflug am 13. Juli zur Ausführung bringen. Eine Lahnlandschaft von ganz beson­derer Schönheit soll diesesmal besucht werden: Obernhof, der Goethepunkt, Kloster Arnstein am Jammerthale und Nassau. In der Klostermühle Arnstein soll ein Mittagessen einge­nommen werden. Pros. Sievers wird dort auch über die Nebenthäler der Lahn sprechen und Geh. Hofrat Oncken an dem Denkmal Steins in Nassau einen Rückblick werfen auf die Bedeutung dieses großen Mannes.

* * Das Promenadenkonzert findet morgen um 11.30 Uhr in derOstanlage" statt. Gespielt werden u. A. die Ouvertüre zu Stradella von Flotow, die Einleitung zur Oper Loreley von Bruch, die Schönen von Valencia! Walzer von Morena und das Finale aus der Oper »Lohengrin" von Wagner.