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kalte Winter dürfte den Bahnarbeiten nichts weniger günstig und förderlich sein.
g. Wohnfeld, 19. Nov. In der Nacht vom 17. den 18. November hat sich der Landwirt Johann Rahn seinem Speicher erhängt. Unheilbare Krankheit hat . Mann in den Tod getrieben.
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von 95 Psg. bis 5.85 p. Met. f. Blousen u. Roben. Franko u. Hcnoa vtrxolli tue pauS geliefert. Reiche Musieraus- wahl umgehens.
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Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
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• Diedenhofen, 19. Nov. Auf der Straße zwischen hier und (Eiert ereignete sich gestern ein schweres Unglück. Lurch den schrillen Pfiff einer Lokomotive scheuten die Pferde eines Fuhrwerkes, m welchem drei Herren aus Trier faßen, und liefen direkt in die Mosel. Hcrbeieilende Fischer konnten den Kutscher retten. Die dreiHerren ertranken. Pferde und Wagen verschwanden gleichfalls in den Fluten.
• Paris, 19. Nov. Mehrere Zeitungen beschäftigen sich wieder sehr eifrig mit der Flucht der berüchtigten Schwindlerbande Humbert-Daurignac. Man scheint, nach diesen Auslastungen zu urteilen, den Gaunern auf der Spur zu sein und diese in Spanien zu verfolgen, denn es soll Alles dafür sprechen, daß die Karawane der Crawsord-Erben Europa nicht verlassen hat, sondern von Bordeaux aus, wo die Polizei bei ihren ersten Nachforschungen jede Spur von ihr verlor, zu Wagen oder zu Fuß sich nach Spanien flüchtete, wo sie sich jetzt in einem der verschwiegenen und un-
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Höchste Temperatur am 18.—19. November — 1,6*C.
Niedrigste , , 18.—19. , — 8,7’ C.
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zugänglichen Klöster der Provtnz Taragosia aufhielte. Dal soll der sehr gewiegte Geheimpolizist Maginie, der in Spanien noch immer nach den Humbert-Daurignac^ fahndet, heraus, bekommen haben. Ter »Pctil-Parisicn^ fügt hinzu, daß die berüchtigte Familie mindestens 2 Millionen in Gold und Banknoten mitgenommen hat. Tas Versetzen von Kleinodien bei dem „Mont-de-Piets" für 46 000 Francs am Tage vor ihrem Verschwinden sei auch eine jener Komödien gewesen, in deren Ersinnen Frau Therese so Hervorragendes geleiitet hat.
• Mord. Einer Depesche der „Frkf. Ztg." aus Bamberg zufolge, wurde in Königsfeld cm Dienstknecht von einem l6jährigen Burschen erschossen. Ter Thäter ist verhaftet.
• Dr. Botha ein Elsässer. Der Boerengeneral Leon August Mana Ludwig Botha wurde, wie pfälzische Blätter mitzuteilen wissen, am 20. März 1853 zu St. Louis im damaligen französischen Elsaß geboren. Sein Vater Louis August Botha ist am 17. Februar 1814 zu Landau ud.P alz als Sohn des in Landau wohnhaften Kaufmanns LoutS Botha und dessen Ehefrau Mana Jakobea Michel geboren und starb im Jahre 1856 zu Wolsach in Baden.
* Stud. barb. et fris. Man schreibt der ,„Rhein. Wests. Ztg." aus Münster: Tie Hoffnung, daß die hier neu errichtete Universität auf den geistigen Fortschritt unserer geliebten, altehrwürdigen Vaterstadt von nicht un- erheblichem Einfluß sein roirb> beginnt bereits sich zu erfüllen. Ein hier bestehender Verein der Friseurgeb i l s e n hat beschlossen, fortan, vorläufig an Sonntagen und Kneipabenden seine Mitglieder studentische Korpsbänder in den Farben weiß-rvt-gold tragen zu lassen und man hatte bereits Gelegenheit, Mitglieder dieser Verbindung auf den Straßen in „Wichs" bewundern zu können. Sb die „Bartstudenten" auch Mensuren aussechten werden, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist Münster durch dieses neue „kulturelle Element" anderen Universitätsstädten erheblich über.
' Von der schweizerischen Rekrutenprüfung. Die Schweiz hat noch Analphabeten. Bei der Rekrutenprüfung un Kanton Uri kam es zu folgender Auseinandersetzung zwischen dem Prüfenden und einem Rekruten aus dem Schächenthale. Pr.: »Leset einmal.• — R.: »Ich cha mt iesä, Herr, ich cha g'wiß mt lefä.N — Pr.: »Ach, Ihr könnt'- schon, probierte nur.- — R.: „Ich cha bim Eicher nit lesä, lüenb mi' nit länger plagä, ich will ech lieber öppis gä." Spricht's und zieht seinen Geldsäckel heraus und streckt dem Examinator em Frankenstück hin. Zum Militär wurde -er Schächenthaler aber doch ausgehoben._________________
Gisenbichn Zeitung.
M ur°'A„°u^7---n B°dn»,.n ,an. Seleeetifjeit habet, Die auf btt!Xe .r„ba0nt)ire,llo„ kranlaflung marken zu erhalten, so hat die Ei|c . r mres Bezirkes tu genommen, sämtliche &abnhofsbuchh^„ tct8 auch eine Anzahl ersuchen, neben den Vertaufsgcgenstandr , bQ(tCn und D<n Brieiinarken zum Selbsckostenpreije vorra.« ober durch
Verkauf derselben durch eine leicht lesbare ^„besannt zu fltbtn. Aushang eines Schildes an den Verkaufsstand'^ berutien, Die beteiligten Stationen haben innerhalb 8 f4fl.JL ® rootöen ÜL ob dem Ersuchen der Eisenbahndirektion enlfpi ' ine t)<n die — In Bezug auf die Beamten- re. KonsumlT XienfifteUen Eisenbahndirektion in einer an die Inspektionen -Triüaunfl daraus sowie an alle Beamten und Arbeiter gerichteten ^^ichälielübrung aufmerksam gemacht, daß bei der Gründung und GM. ^^ai^enen- von Konsumvereinen der Beamten und Aroeuer bei Aewerde- bahnverivaltung alles zu vermeiden ist, was den^ die treibenden Anlaß zu berechtigten Beschwerde J|ncn une Konsiimvereine geben könnte. ^Beide Anordnungen fchr be- recht erfreulich und werden gewiß im ganzen Direktw grüßt werden. T. Red. des Gieß. Anz.).
Sehr verständig war's, daß sich bei uns in Gießen Männer zusammenchaten, um etwas zu schaffen „im Zeichen >es Verkehrs. Es giebt mehrere Aufgaben, die durch einen Verkehrsverein erfüllt werden können. Zahlreiche old)er Vereine in anderen Orten haben es sicht vornehmlich zur Ausgabe gestellt, Passanten den Aufenthalt in der ^tadt und der Umgebung angenehm zu gestalten. Andere Vereine sind gewissermaßen Ansiedelungsoereine. Bei zahlreichen Personen tritt in einem gewissen Lebensalter das Bedürfnis Bedürfnis hervor, sich vorn Berufe zurückzuziehen und sich mit Familie an einem genehmen Orte an zu sied ein. Wird dieser Entschluß zur rechten Zeil gefaßt, so spürt der im Berufe überarbeitete Beamte, Offizier, Lehrer, Kaufmann rc. 20. den Erfolg, daß sich seine Gesundheit in^ kurzer Zeit hebt und er sich dadurch noch, lange ieiner F-amilie erhält. Tie Großstadt ist dafür durchaus nitch immer geeignet. Tas Hastige, Ueberhastende in ihr macht oft den ruhigen Zuschauer nervös. Umgang mit angenehmen und gecilbeten Leuten, den Besuch von guten Theatervorstellungen, Konzerten rc. will man nicht missen, und Rücksicht nehmen muß man auf die Kinder, sie guten Schulunterricht erhalten sollen.
Gießen ist für diese Zwecke außerordentlich geeignet Es hat eine hübsche Umgebung, des Lahnthals und der zahlreichen Taunusbäder Schönheiten sind benachbart Unjere Stadt hat zweifellos bie günstigsten Bedingungen für ein „Pensionopolis". Es besitzt die besten Schulen, Universität, hervorragende Aerzte, auSg-zsichnete Äliiufcn, eine musterhafte Badeanstalt, ferner schattige und schöne Promenaden innerhalb der Stadt, die leicht noch hier und da ein wenig verbessert werden könnten, rc. rc.
Was ist nun zunächst in Gießen zu unternehmen, um Fremdenbesuch herbeizuziehen (z. B. von dem nahen Bad Nauheim aus) und als einen sehr geeigneten dauernden Aufenthaltsort bekannt zu machen? Wie in anderen Ssiidten, muh auch in Gießen das Bestreben darauf gerichtet fein, alle der Hebung des Fremdenverkehrs dienenden Institutionen zu einer einheitlichen Organisation zu vereinigen, zu gemeinsamer Thäsigkell. Tie Schwierigkeiten, auch wirk sich etwas zu erreichen, darf man nicht verkennen, doch je steiler das Ziel, desto höhe- der Lohn, desto größer die Verdienste um die Allgemeinheit.
Für einen Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs dürften folgende Grund|ätze maßgebend fein: Vor allem empfiehlt es sich, in Wort und Schrift diejenigen Vorzüge der Stadt und Umgebung gebührend hervorzuheben, welche geeignet sind, den Ansiedlerzuzug und den Fremdenverkehr kräftig zu fördern, d. h. kein Hilfsmittel einer wirksamen Reklame zu versäumen. Es müßte also wohl zunächst ein geeigneter Gratis-Fremdenführer, dessen Kvsten durch Inserate gedeckt werden können, geschaffen werden. Tiefer — illustrierte — Führer müßte in Gießen am Bahnhof jedem Ankömmling überreicht werden, ebenso in Nauheim und auch durch Drudervereine in anderen Orten zur Ausgabe gelangen. Prospekte, in Eisenbahnwagen ausgelegt, dürsten nicht fehlen, ebenso wenig Plakate.
Ein größerer Fremoenoerkehr stellt aber auch erhöhte Forderungen. Tamm find die eifrigen Bemühungen anderer Vereine und Unternehmungen zur Hebung des Theaters und des Musikweseus, alle Bestrebungen auf Erlich tun g eines schmucken Schauspiel- und Konzert- Hauses von dem VerkchtsverciK mit allen Mitteln zu unterstützen. Man muß, wie in Nauhein'5'Lnö Marburg, an Die Begründung von Familienpensionaten denket, ip denen natürlich, ebenso wie in Hotels und Restaurants, auf küsste Bedienung größter Wert zu legen ist. Nicht verabsäum!' iverden darf die größte Reinlichkeit der Straßen. Tie Errichtung eines ständigen Troschkenhalteplatzes — selbst am Bahnhof bei Ankunft von Schnellzügen findet man nicht immer Droschken vor (9.19 Schnellzug von Eassel beAiu. ^agen nach Frankfurt!). — Ein Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs muß auch Hand in Hand gehen mit dem Berschönerungsoerein.
9 tätig ist die Schaffung einer zuverlässigen Auskunftsstelle. Eine solche ist praktisch mit einem Reissebureau zu verbinden. (£in Reisebureau kann sich meistens ganz gut lelbst erhalten.
Als Beispiel, waS im Verkehrswesen geleistet werden kann, mögen hier die Ergebnisse aus zwei Nachbarstädten folgen. Ter ^Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs" in Ai ar bürg blickte am 28. Mai d. I. auf eine elfjährige Thtigäkeit zurück. Es wurden durch den Verein für Broschüren, Rellamebllder rc. veraousgadt vom Jahre 1891 bis 1900 zusammen 8511 Mk. Tafür ist aber auch Marburg in den weitesten Kreisen des deutschen Vaterlandes wie aud) im Auslande als angenehmer Aufenthaltsort bekannt. Tie ausgewendeten Mittel, also nur etwa 800 Mk. pro Jahr, haben einen erheblichen Einfluß auf den Besuch und Zuzug uon Fremden unb wohl nitch minder auf die Frequenz der Universität ausgeübt. Es liegt auf der Hand, daß Damit auch das geeinte gewerbliche Leben, die Grundstückswerte wie die Sreuerkrast im allgemeinen gestärkt und gehoben werden mußten, sodaß jedem Gewerbetreibenden und Grundstückbesitzer direkt und indirekt Nutzen aus der Vereinsthätigkell zugeflossen ist. Auch Bad 9i a u lj e i m, das erst in diesem Jahre eine „Verkehrskommission" bildete, hat, wie der „Gieß. Anz." schon einmal berichtete, durch Herausgabe einer GratiSdroschüre rc. tüchtig gearbeitet und zum Teil dadurch bie Frequenz des Bades um etiva 2700 Kurgäste gehoben.
Zum Schlüsse sei noch bemertt, daß man in Frankfurt a. Main am 24. Januar d. I. die Bildung eines „Bundes deutscher Derkehrsvereinc" anregte. Dieser Bund wurde am 9. Oktober d. I. in Tüsseldorf (onftituiert Als Vorort ist Leipzig erwählt worden. Der Bund bezweckt den Zusammcii- ichluß aller Vereine zur Hebung des Fremdenverkehrs.
Gerichtssaal.
o Gieße«, 18. Nov. Schöffengericht. Gegen die Obst- Händlerin Witwe S. aus Gießen war, wie wir feiner Zeil derich- leten, Anzeige ergangen, weit sie Sonntags Nachmittags wahrens Des Gottesdienstes Obst seilgehalten hätte. Die Entscheidung war damals ausgefetzt worden, well nicht klar war, ob sonntags von 2-3 Uhr in der katholischen Kirche .Gottesdienst' abgehallen wuide. Heute wurde entschieden, daß die Andacht, welche zu dieser ont m der katholischen Kirche abaehalken wird, nicht aiS Goliesdienft im technischen ömne des Gesetzes anzusehen set, da ,a auch Die Zerkaussläden während dieser Zett ohengehalten wurden. Sie geklagte wurde h-eraus sretgesprochen. In ZuturM, werden also Anzeigen dieser Art nicht mehr erhoben werden. - Die Tien b- niagl Uijette S. hatte nut einer hiesigen Herrschau einen Dien t- vertrag abgeschlossen und nach Abschluv desselben ztoei Aiark Drauf- erhalten. Trotz wiederholter Mahnung erschien sie ledochi nicht rnn/^Misiaiuritt. Tas Gericht verurteilte sie deshalb zu 15 mt. Welbftrl 'X und in die Kosten des Verfahrens. — Wegen Rorytv- ueiojira der Schlosser W. und der Taglöhner «. angeklagt. Sentern b,e unaehorsa.n war, mit ein« Mi|t-
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* bei Hungen, welche
bekanntlich durch die Ko hlenstaub explosion im Juni d. Js. sehr stark zerstört wurden, sind nunmehr so weil wieder hergestellt, daß die Brckettfabnkation wieder ausgenommen werden konnte und in einigen Wochen sämtliche Pressen in Betrieb gesetzt werden können. Sämtliche Apparate der inneren Einrichtung sind bei den Reparatur- und Umbaiiarbeitcn von Grund auf renoviert bezw. durch neue ersetzt, sodaß jetzt ein besseres, allen Anforderungen entsprechendes Fabrikat hergestellt wird. An Stelle des ftüheren Pappdaches hat die Bnkettfabrik ein Wellblechdach erhalten, wodurch die gesamten Tagesanlagen gegen früher einen hübscheren und gefälligeren Eindruck machen und auch gegen Feuersgefahr bester geschützt sind; der Brikettlagerschuppen erhält ebenfalls eine Wellblechbedachung. Wie bekannt, ist die Heizkraft der Friedrich-Briketts sehr groß und die Briketts sind wegen ihrer Langflammigkeit besonders bei den Bäckern sehr beliebt; ferner eignen sie sich infolge ihres großen und anhaltenden Heizeffektes vorzüglich zu Hausbrand- und wegen der günstigen Frachtoerhältniste auch zu Jndustrie- zwecken bezw. zur Kestelfeuerung. Bemerkt sei hier, daß der frühere den Briketts anhaftende starke Geruch durch Aushalten der theerhaltigen Schwelkohle beseitigt ist, sodaß mit Sicherheit die Unterbringung der ganzen Brikettproduktion zu erwarten steht; es wäre dies auch aus dem Grunde zu wünschen, weil dadurch noch manchen Leuten Arbeitsgelegenheit geboten würde. Zur Zeit ist der Absatz, auch nach Süddeutschland, flott Hoffentlich bleibt die Grube, welche durch die fast vollständige Verbrennung von ca. 650 Doppelwagen gelagerten Briketts sowie die teilweise Zerstörung der Tagesanlagen und den langen BetriebSstillsland großen chaden erlitten hat, von weiteren Unglücksfällen verschont.
Die Krüudung eines ZZcreins zur Kcbung des KremdeuvelkehlS.
Gießen, 19. Nov.
Unsere Zeit hat ein Ueberrnaß von Vereinen aller Art hervorgebracht, doch der außerordentlich wichtigen Frage Ve r kehr shebung l)at man in den meisten Orten noch nicht genügende, ja z T. noch gar keine Aufmerksamkeit geschenkt — und dabei hört man fast täglich das Kaiser- wort: „Unsere Zell steht im Zeichen des Verkehrs!" Durch die mobcnien Reiseverbindungen werden heutzutage die Entfernungen aufgehoben. Wer in Neivyork einen luxuriös ausgestattcten Schnelldampfer beüeigt, der verläßt ihn acht Tage darauf in einem deutschen Hafenorte. Niemand wundert sich mehr, daß mau den Ozcan in so kurzer Zeit durchmej'en kann.
zusammensallen, um Bei LandtagSwahlen energisch eingreifen zu können Pfarrer Mauer pflichtete dem Vorredner bezüglich des ersteren Punktes bei, widersetzte sich aber auss heftigste dem zweiten Vorschläge Wagners. Ter Hessische Bauernverein sei kein politischer Verein unb habe mit Politik nichts zu thun. Auch Rechtsanwalt Tr. Frenay - Maiiiz erklärte sich gegen eine Neueinteilung der Bezirke, ohne indes das politische Moment besonders zu betonen Tagegen ist er für eine regere Agitation, be<onders in Rheinhesien, wo die Zahl der Lokalvereine verhältnismäßig gering sei. Hier thäte Arbell ganz besonders not
Tamit war der geschäftliche Teil erledigt Inzwischen war es Zeit zum Mittagessen geworden Es wurde un „Deutschen Hause" gemeinschaftlich eingenommen. Treuliche Reden würzten das Mahl. Pfarrer Hermann-Gems- heim ermahnte u. a. einig und solidarisch zu Jein. Turch Solidarität würden die Bauern mehr erreichen und größere Vorteile haben, als wenn der Zolltarif statt 3.50 Mart 5.50 Mark Zoll verzeichne. Nach dem Essen hielten Vorträge: Ter Verbandsrevisor Petri-Ludwigshasenn über künstliche Tüngei und bereit Anwendung, R.-A. Tr. Frenay--Mainz über Waldschaben unb Wild'schadengcseN und Verbandsdirektor Dr. Strauven-Straßburg über Notwendigkeit des bäuerlichen Zusammenschlusses in Bauern- unb Raifseisen^Ver- einen.
Aus Stadl unb £ani>.
Gießen, den 20. November 1902.
•* Gedenktage. In Breslau wurde am 21. November 1768 der unermüdliche Kämpfer für eine freiere Kirchen- versastung Friedrich Ernst Daniel Schleier machet geboren. Er war ein Schüler des Pädagogiums Barby an der Elbe und wurde in strengster herrnhuiischer Frömmigkeit erzogen. Nachdem er als Erzieher, Lehrer, Prediger und Prosestor gewirkt hatte, ging er nach Auflösung der Universität Halle nach Berlin, wo er durch Schrift und Won bemüht war, den nationalen Geist des Volkes lebendig zu erhalten 1809 wurde Schleiermacher Prediger in Berlin und dann Professor an der wesentlich nach seinen Ratschlägen neu- gegründeten Universität
— Zur Hebung des Fremdenverkehrs macht in München und im bayerischen Hochlande em diesem Zwecke dienender Verein große Anstrengungen. Seiner Thätigken sind bereits verschiedene Neuerungen zu danken. U. a. ist von der Generaldirektion der bayerischen Staatseisenbahnen gestattet worden, daß der Verein die Rundreise billets mit eigenen Umschlägen versieht, deren Ausdruck für Propa gandazwecke dienen kann. Die Verbreitung einet von ihm herausgegebenen ,Offiziellen Fremdenzeitung" in den Eisenbahnwagen der bayerischen Hauptoerkehrslinien wird angestrebt.
§ Mücke, 19. Nov. In nicht eingeweihten Kreisen glaubte man an eine Fertigstellung der neuen Eisenbahnstrecke Mücke — Laubach noch in diesem Jahre. Die vorgeschrittenen Arbeiten zwischen Flensungen und hier konnten diesen Glauben nähren. Wer aber die Durchstechungs- und Durchbruchsarbeiten mit ihren Schmierigkeiten bei Laubach und bei Freienseen beobachtet, der wird es bezeugen, daß an eine Vollendung der neuen Strecke vor nächsten Herbst nicht zu denken ist Zudem ist zu den erforderlichen Stationö- Erbauungen noch kein Anfang gemacht Der hereingebrochene
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