II Frankfurt a. M., 19. Jan. Der wegen verschiedener Einbruchsdiebstähle und Betrügereien, begangen i. 1.1901 in Offenbach, steckbrieflich verfolgte angebliche Bildhauer Wilh. Leidensccker von Sachsenhausen wurde dieser Tage in Hamburg festgenommcn; auch der wegen Betrugs zum Nachteil eines Offenbacher Schneidermeisters steckbrieflich verfolgte Schmied Ioh. Michaly von Kalasz in Ungarn wurde in
Berstadt, 18. Jan. Bei einer Jagd kamen 147 Hafer; zur Strecke.
Darmstadt, 19. Jan. Der Großherzog empfing u. a. den Regierungsrat Fresenius von Büdingen. — Dec Großherzog und Großfürst Sergius von Rußland werden am Donnerstag einer Einladung des Großbritannischen Geschäftsträgers Mr. Johnstone Folge leisten.
wurden die Toten nach Kohden beerdigt. Die Anlage des Friedhofs ist in der Richtung nach GeiK-Nidda geplant, und zwar mit Rücksicht auf das Bad in ziemlicher Entfernung. Sollte der Platz wirklich gewählt werden, so ist bei der weiten .Entfernung für den Fall schlechter Witterung unbedingt die Erbauung einer Schutzhalle nötig.
= Darmstadt, 19. Jan. Staatsminister Rothe hatte für gestern Abend gegen 300 Einladungen zu einer größeren Festlichkeit ergehen lassen, die im Kasino der Vereinigten Gesellschaft stattfand. Auch der Großherzog sowie seine hohen Gäste, Großfürst und Großfürstin Sergius, leisteten der Einladung Folge. — Auf Grund des im vorigen Jahre gefaßten Kammerbeschlusses haben nunmehr die Ausschüsse der zweiten Kammer die zweiten Vorsitzenden gewählt. Im ersten (Finanzs-Ausschuß wurde Abg. Molthan, im zweiten (Ge- setzgebungss-Ausschuß Abg. Dr. Gutfleisch, im vierten (Petitions)-Ausschuß Abg. Dr. Frenay gewählt; im dritten Ausschuß findet die Wahl demnächst statt.
schlösse minder günstiger Jahre, was die' Tilgrmgsqüote anbetrifft, möglichst auszugleichen. Dieser Ausgleichfonds, der bis zu einer Maximalhöhe von 80 Millionen Mark an- gefüllt werdem sollte, sollte die Funktionen eines Staatsschatzes versehen.
Das preußische Abgeordnetenhaus hat den Ausgleich,- fonds gestrichen, dafür eine Resolution angenommen, wonach die Regierung ausgefordert wurde, baldmöglichst den Entwurf eines neuen Eisenbahngarantiegcsetzes, in dem die Verwendung der Ei'enbabnüberfchüsse für die allgemeinen Staatsbedürfnisse anderweitig geregelt werden sollte, vorzulegen.
Ein solches Gesetz ist bisher nicht erlassen worden. Meines Erachtens kann die Reform im Rahmen der bisherigen Verhältnisse nur nach der Richtung vollen Erfolg versprechen, daü mau der Verwaltung der Staatseisen- bahnen eine selbständige Stellung int Staatsfinanzwesen in der Weise einräumt, daß die allgemeine Finanzverwalt- ung auf bcn Genuß begrenzter Bezüge, die durch Anlegung eines Reservefonds gewährleistet werden, soweit die Ueber- schüsse der Eisenbahnen in Frage kommen, beschränkt wird. Daneben ist eine feste Tilgungspflicht, die selbst bei dem englischen Privateisenbahnjystem kraft gesetzlicher Vorschrift jetzt eingeführt ist, nicht zu entbehren, und zwar schon um deswilleit nicht, weil tnc Verhältnisse der Nachbarländer und der übrigen Länder, mit denen die deutsche Volkswirt-! schäft in Wettbewerb steht, Berücksichtigung verdienen.
Insbesondere ift auf Frankreich hinzuweisen, in welchem Lande nach Lage der gesetzlichen Bestimmungen bezw. der den großen Privatbahnen erteilten Konzessionen um die Mitte dieses Jahrhunderts diese Bahnen in das Eigentum des Staates ohne Gegenleistung oder doch gegen verhältnismäßig geringe Gegenleistungen übergehen'werden und der schuldenfreie oder doch mit verhältnismäßig sehr geringen Schulden belastete Besitz des gesamten Eisenbahnlörpers den Staat in bett Stanb setzen wirb, bas wirtschaftliche Gedeihen ber Nation burch Verkehrserleichterungeit aller Art mit einem Nachbruck zu fördern, wie es überall da unmöglich fein wird, wo die Betriebsüberschüsse der Eisenbahnen noch zum großen Teil zur Verzinsung der Anlagekapitalien Verwendung finden müssen.
Fortsetzung folgt.
** Maskenball. Die kurze Frist bis zur Fastnacht bringt' in alle Vereine reges Leben und überall werden Maskenbälle und karnevalistische Sitzungen gehalten. Auch in Gießen, haben die Bälle bereits begonnen nnb nehmen regen Fortgang. Wie aus dem Annoncenteil hervorgeht, hält der FechtvcrbandGicßen-Lahram26. Januar sein Masken-, fest ab. Wir hören, daß das Fest mit der neuesten (Sruppen* aufführung und mit einem prächtigen lebenden Bild verbunden.' ist, so daß der Bestich der Festlichkeit nur empfohlen werden kann. Ein Teil des Ueberschusses soll für hiesige Arme verwendet werden.
*’ Bei dem Berliner Ordensfest erhielten ferner (vgl. besonderen Artikel und die „Neuesten Meldungen" in der Parlamentsbeilage) Auszeichnungen: Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub: Perbandt, Kommandeur der großherzoglich (25.) hessischen Division; v. Daum, Generalmajor und Kommandant von Darmstadt.
** Der Voranschlag für das Staatsbudget 1902 fordert, wie aus Darmstadt gemeldet wird, sehr eingehende Behand- uttig int Finanzausschuß der 2. Kammer, der nach befielt Kräften sich bemüht, einer Erhöhung der Vermögens-, st e u e r vorzubeugen.
** Falsche 20'Markscheme kursieren seit einiger Zeit in Baden, Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland. Die Reichsschuldenverivaltung hat eine Belohnung bis zur Höhe von 1000 Mark für denjenigen festgesetzt, der die Ergreifung der Thäter ermöglicht.
Wieseck, 19.Jan. Der Turnverein veranstaltete gestern Abend im Restaurant Koch einen Familienabend, der einen schönen Verlauf nahm. Besonderen Beifall fanden die Vorträge des vont Mitglied Mank arrangierten Trompeterquartetts. Auch die Theaterstücke „Das Rauchen" und „In der Sommerfrische", die durch Turnwart Kreiling und Mitglied Lotz vorzüglich zur Aufführung gelangten, wurden mit großem Beifall ausgenommen.
Trais-Horloff, 18. Jan. Gegenwärtig wird hier von sämtlichen Arbeitern, welche in der Braunkohlengrube und Brikettsfabrik „ Grube Friedrich" beschäftigt sind, eine Petition unterzeichnet, die vereint mit Petitionen aller anderen Stern- berg'schen Werke, demnächst an höchster Stelle eingereicht, die Begnadigung und Haftentlassung des Berliner Bankiers Sternberg bezwecken sollen, da andernfalls die Einstellung sämtlicher Betriebe befürchtet wird.
Aus Stadt und Knud.
(Der Abdruckder unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) Gießen, 20. Januar 1902.
Fahrgeschwindigkeit aufgefordert. Die geringere Fahr- g^esch windig kett soll völlig ausgeglichen werden durch .größere Stärke, höhere Zuverlässigkeit sowie durch die Fähigkeit, größere Kokstenvorrätc einzunehmen.
P a r i s, 19. Jan. Das Blatt „Francais" kommt auf die Gerüchte eines bevorstehenden französisch-deutschen Konfliktes zurück- Das Blatt veröffentlicht in Form eines Telegramms eine Unterredung mit einem hohen französischen Offizier in Nancy, aus der hervorgeht, daß das französische Spionagebureau über die Zusammenziehung deutscher Truppen an der Grenze (?) aufgeregt ist, und fragt die Regierung, ob sie die notwendigen Maßregeln hiergegen getroffen habe. Nach Erkundigungen auf dem Kriegsministerium entbehrt diese Mellum g jeder Grundlage. Man sieht darin nur eine Fälschung der Nationalisten vor Begum der Wahl-
Triest, 18. Jan. Prinz Adalbert von Preu- -ßen besichtigte heute nachmitrag das Schloß Miramare. Am Wend fand beim Statthalter ein Diner statt- Der Statthalter Graf Goeß hielt eine Rede. Er erinnerte daran, daß man in diesen Tagen mit den Arbeiten begonnen habe, die bcn Gebirgswall der Tauern, Karawanken unb Julischen Alpen durchbrechen und Triest in wenigen Jahren dem Deutschen Reiche näher bringen werden und sprach die Hoffnung aus, daß damit em neues Band in den
Der Weichseisenöalingedanke.
Fortsetzung.
Die preußische Staatsschuld ist in den letzten zwei Jahrzehnten von li/2 Milliarden Mark auf 6i/2 Milliarden Mark gestiegen. Für ängstliche Gemüter ist damit eine schwindelnde Höhe und rapide Zunahme erreicht. Uebertriebens Befürchtungen daran zu knüpfen, liegt an und für sich keine Veranlassung vor. Bedenklich wird die Sache erst bann, wenn man gleichzeitig bic Reichsschuld, bie von Jahr zu -Jahr anwächst, ohne daß seither auch nur der Versuch gemacht ist, ber Steigerung derselben durch eine planmäßige ^rlgung Scyranren zu setzen, mit berücksichtigt.
Bekanntlich findet die preußische Staatsschuld in dem Staatsvermögen volle Deckung, und die Staatseisenbahnen allein stellen ein staatswirtschaftliches Betriebsunternehmen bar, dessen Reinerträge kaprtaltsiert, einen bie Staatsschuld erheblich übersteigenden Wert ergeben. Das übrig» preußische Staatsvermögen ist also auch heute noch, red> nerisch betrachtet, schuldenfrei. Aber diese Betrachtung kann über bie Gefahren nicht Hinwegtäuschen, in welche die ^taatsfinanzen bei ungewöhnlich unglücklichen Zeiten, ^^ubatlich während eines für unsere Waffen ungünstigen .Krieges, hineintreiben, wenn bic Zinsenlast bleibt unb gleich- zeitig bic Quellen zur Beschaffung der Mittel versiegen. Unter allen Umständen bringen neben den in bem Charakter ber Eisenbahnen als industrielle Unternehmungen liegen- den Erwägungen auch allgemein wirtschaftliche Gründe auf ^rue -Tilgung des ^taatseisenbahnkapitals und zwar eine direkte Tilgung ber ursprünglichen Eisenbahnschuld, für die
-.^Bahnbetrieb selbst eine gesetzlich sistgelegte Quote alsiahrlich zu liefern hat.
- HAr Besitzer eines gewerblichen Werks hält cs für eine Pflicht solider Buchführung und Geschäftsführung, bei der D^vertung.seiner Anlagen alljährlich abzuschreiben und ferne Geschaftsschulden aus den Geschäftsgewinnsten zu verringern. In jedem Falle wird er, wenn er neue Anlagen wacht, zunächst die Geschäftsüberschüsse dazu verwenden und nicht letztere verzehren, und für bie Kosten der Neuanlaqm neue Schulden kontrahieren. a
Diese Grundsätze der Privatwirtschaft darf auch der Staat bei feinen Veriehrsbetrieben nicht vollständig ver- leugneti, wenn er seine finanzielle Zukunft nicht der Unsicherheit und bedenklichen Gefahren aussetzen will.
- Einen gewissen Fortschritt bietet allerdings das neue preußische Schuldentilgungsgesetz vom 8. März 1897. Es fuhrt eine 2,ilgungsvflicht im Betrage von dreifünftel Pro; pro anno ber Staatskapitalschulb ein und verläßt damit E, Systent der sogenannten freien Tilgung unb geht an stelle dieses Systems zur festen Titgungspflicht über Ter preußische Gesetzentwurf sah des weiteren bic Bildung und Kerube Erhaltung eines Ausgleichfonds vor. In diesen AusgleichfondS sollten bie Ucberschüsfc besonders günstiger Jahre fließen, dort zunickgestellt werden, um damit Pie Ab»
vielfachen Wechsel-Beziehungen Oesterreich-Ungarns unb Teutschlaubs geflochten werben möge. Wir aber wünschen Eurer Königl. Hoheit aus ganzem .Herzen int reichsten Maße Glück und ®rfotg auf dem Lebenswege zur Freude Euerer Königl. Hoheit erhabenen Eltern und zum Glanze und Ruhme des der österreichisch-ungarischen Monarchie eng verbündeten Reiches. Redner schloß mit einem Hoch auf den deutschen Kaiser, die Kaiserin unb den Prinzen.
Budapest, 18. Jan. Im Abgeordnetenhause .-interpelliert Rakosi den Minister des Innern, ob er geneigt sei, die Polizei anzuweisen, daß keine weiteren Li- cenzen an deutsch e Chantant-Kaffeehäuser erteilt werden. In der Motivierung erllärt Redner, selbst ein Berliner Blatt habe das Vorgehen der Universitäts- Jugend gegen diese Chantants gebilligt.
Belgrad, 18. Jan. Die Thronfolgefrage .dürste früher zur Entscheidung gelangen, als man bisher angenommen hatte. Es steht außer Zweifel, daß in dieser Angelegenheit bereits regelrechte Verhanblungen geführt werden. Dieselben sollen von russischer Seite ausgegangen, .in Wien aber bekannt fein und König Alexander chestnde sich keineswegs in Unkenntnis über bie Sachlage. Er soll sogar den Anstoß zu ber Sache gegeben haben, da er sich ber Un haltb ar keit seiner Position im Laube immer mehr bewußt werde. Es hanbelt sich darum, den König gegen eine größere Abfindung, bie von Rußland garantiert würbe, zur Verzichtleistung auf den Thron zu bewegen, in welchem Falle Rußland und Oesterreich-Ungarn in die Wahl Georgs Karageorgiewitsch, eines Sohnes des Thron-Prätenbentcn willigen würben.
New-York, 18. Jan. Dem „New-York Heralb" wirb irus Washington telegraphiert, Präsident Roosevelt habe den Marinesekretär Song angewiesen, dem Staatsdepartement 376000 Dollars auszuhändigen, welche dem chinesischen Gesandten Wutingfang als Wert der von den Amerikanern im Salz-Yamen in Tientsin beschlagnahmten Silberbar.ren übergeben werden sollen.
Mexiko, 19. Jan. Der «panamerikanische Kongreß hat einstimmig seinen Beitritt zu den Beschlüssen der Haager Konferenz bezüglich des Schiedsgerichts erllärt, ohne zu der Frage des Vertrages betr. obligatorische schiedsgerichtliche Entscheidung, welchen neun Republiken, unabhängig von ihrer Teilnahme am Kongreß .unterzeichnet haben, Stellung zu nehmen. Dieses Ergebnis ist ein Erfolg der Bestrebungen der chilenischen Regierung, einen einstimmigen Beschluß zu Gunsten der Haager Konvention herbeizuführen.
** Einbrecher machen in diesen Tagen unsere Stadt unsicher. Wir möchten also unseren Mitbürgern möglichste Vor-, sicht anraten. Am Samstag Vormittag wurde in einem Baisse 3 + Ruddingshausen, 19. Jan. Der in den Gemarkungen der Hilleb ran dtstraße eine goldene Vorstecknadel im Werte Wermertshausen und Rüddingshausen herzustellende Exerzier- von 32 Mk. entwendet. Als des Diebstahls verdächtig wurde soll nicht nur vom 18., sondern auch vom 11. Armee- cin hausierendes Frauenzimmer beschuldigt. An demselben ^rps benutzt werden.
Tage wurden in verschiedenen Straßen der Stadt Man- O Eschenrod, 19. Jan. Seit einigen Tagen wird die
sardenzimmer-Einbruchsdieb stähle ausgeführt und I geisteskranke Frau des Herrn Herrmann von hier vermißt, zwar in einem Hause der Westanlage in der Nähe von $rau ^9 sich immer mit dem Gedanken, sich zu er-
Oswalds-Garten, wo eine goldene Herrenuhr im Werte von tränken. Umliegende Gewässer wurden jedoch bis jetzt erfolg- 100 Mk., sowie ein Zehnmarkstück gestohlen wurden; ferner in roS durchsucht.
einem Hause der Bahnhofstraße, wo dem DienstmädchenL ®b-3-u ^sten unserer neuen eine silberne Damenuhr und 6 Mk. entwendet wurden; end- siNZ«'/rrch e hatte un,er Bychof am Wechnachtsfest TCf-m,[a9C fcCC Teil des^n der Bau^m^n°ch"fehle^Be/-°gs
. 3. uksurterstraße. Dort wurde in einem Zimmer _ des freiwillige Spenden äufzubringen. Der Ertrag der Samm-
?'N0ebrochen. In diesem Fall fiel, soweit festge-I lung ist denn auch ein so guter gewesen, daß die im
stellt wurde, dem Dieb eine Taschenuhr in die Hände. In! romanischen Stil erbaute Kapelle nächstens lasten ft ei wird
allen diesen Fällen wurden die Räume und die Behältnisse und bald ihrer Bestimmung wird übergeben werden können,
mittelst Brechwerkzeug gewaltsam erbrochen. . Har tmannsh ain, 18. Jan. An ber Kreis-
** Schlägereien. Am Sonntag abenb gerieten straße Hartmannshain-Volkartshain wurde heute nacht eine mehrere Arbeiter in einer Wirtschaft am Neuenweg in ^ä^hl von Obstbäumen burch ruchlose Hanb beschädigt. Wortwechsel, ber sich auf der Straße fortsetzte und in ^cr TMer ist leider unbekannt.
Schlägerei ausartete, wobei einer mehrere blutende Wun- a- Bad Salzhausen, 17. Jan. Unsere Gemeinde den davontrug. Ferner entstand in einer Restauration an ^ird nunmehr einen eigenen Friedhof erhalten. Seither der Fr an kftir t e rstr aße Streit zwischen zwei Studierenden, ber in Thällichketten ausartete. In allen Fällen wurde Anzeige erhoben.
Auch ein Gast. Ein auswärtige Arbeiter, der - sich am Samstag abenb in einer Wirtschaft in ber Eder- i straße hier renitent gegen bcn Wirt und dessen Fran be- -yahm, sie mit seinem Schirm schlug, beschimpfte unb bedrohte, mußte, da er, vor bie Thür gesetzt, immer noch schrie und lärmte, unb baburch einen Auflauf von Menschen verursachte, in Haft genommen werben.
** Wanderer G. R. G. In ber vergangenen Woche sanb im Restaurant Royal bie Generalversammlung ber Manberer, Gießener Rabfahrer-Gesellschaft, statt. Dieselbe wählte bcn Vorstcmb, der sich wie folgt zusammensetzt: Hotelbesitzer Munb, 1. Vorsitzenber; Kaufmann August Wehn, 2. Vorsitzender; Kaufmann Ehr. Kron, Schriftführer und Tapezier Adolf Noll, Fahrwart.
** H n ]’ f i a. Der Landes-Verbanb ber Krieger-Vereine im Großherzogtuni, bie Kriegerkameradschaft öaffia, giebt alljährlich aus den Erträgnissen seines Kalenders bedürf- tigen Waisen und Halbwaisen, deren Väter gestorben sind, zu ihrer Konfirmation eine Geldunterstützung. Es sei daraus | aufmerksam gemacht, daß Anmelbung bei den Vereinsver- steheru sofort nötig ist.
** Aus bem Theaterbureau. Brieux' sensa- tionelles Schauspiel „Die rote R o b e" wirb am Dienstag den 21. .ds. zum britten unb letzten Male als volkstümliche Vorstellung aufgeführt. Wonne- mentsbillets haben für Sage unb erste Saalreihe Giltigkeit Mittwoch soll Goethes „Faust" als Abonnementsvorstett- ung nochmals in Scene gehen.
Gin "Utberbrettl". Nun sollen also auch die Gießener x)uy. uuu »uuim m Ungarn rouroe m
mit emem Ucb-rbr-tt " beglückt werden. Enr Herr Fritz Hamburg f-stgen->mm°n.
^nnerstag in Steins Garten» Fr-nksurt a. M.. 18. Januar. Wegen einer elektrischen
6 3 ' Göttingen hierher Bahn Frankfurt —Homburg über Eckenhcim fand
und ^über"seine dmtü!en^<x^ Thüringen und IM Vogtlande, gestern bei Oberbürgermeister Adickcs mit Vertretern der bc-
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den Gedanken kommen würde, mit der neuen Sache auf to. Wiesbaden, 19. ^an. Der Jnseratenredakteur des die Dörfer zu gehen". Herr Unger that also. An und fürW ist „Wicsb. Tgbl." Julius Ebert wurde aus seiner Stellung
.n’!-bCs e^un9c^f^^af^cn der wegen Veruntreuungen in Höhe von 5000 Mk. zum vom „Freischütz" über den „Postillon bis ’jur Hosbuchdruckers Schellenberg entlassen. Anzeige
neuesten Posse des Metropoltheaters führte. Und die Leistungen \'vxU btc ^trmn nicht erstatten.
verdienten auch zum größten Teil den Beifall, den a Garbenteich, 19. Jan. Der Gesundheitszustand unter Komiker. Herr ^Ublioßlbst,'.st em ganz komischer den Kindern unseres Dorfes läßt in diesem Winter viel zu und guter uechnik, die Damen sangen'ganz!ewlich^und?er^ u^9- Nachdem un Herbst vergangenen Jahres
meister Herr Hieke ist ein vorlefflicher Musiker. Am Besten nnrtte blc ,neilIcn Binder von dem Keuchhusten, der in Verbindung ^illemwonS „^le.Musik kommi" mir der famosen Musik von O^kar nut einem bösartigen Ausschlag an Gesicht und Händen ans- Strau^. ES muszte zum zweitenmal gemacht werden. | trat, befallen wurden, traten gegen Weihnachten stark bic


