Ausgabe 
18.12.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 297

Erich-»«« «»glich oufcer Sonntage.

Dem «Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesftlchea Landwirt die Sirhener Familien« Hättet viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Dtein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, 6rpebttion und Druckerei: «chuls»raße 7.

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FkrnsprkchonsLliiß Nr. 51.

Donnerstag 18.Dezember L8E2

15L. Jahrgang

Erstes Blatt.

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yerngSprei»: monatlich 75Ps., viertel* jährlich Mk. 2.20; durch 9lbf)ole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch diePost Dtk.2. viertel- jährt. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen iür die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Pf^

auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. u. allgem. Teil i.V.: Fr.Hannemann; für,Stabt u. Land* uno .Gerichtssaal*: Eurt Plato; für den An* zeigenteil: HanS Beck.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger u

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen

Volttische Tagesschau.

Line Arbeiter Dankadrefie an den Kaiser.

Ter BreSlauer evangelische Arbeiterverein hat folgende Kundgebung an den Kauer gerietet: Der Breslauer etxui* relische Arbeiterverein bittet im Namen der 3500 im schlesischen Verbände zusammengefchlossenen evang. Arbeiter Eurer Majestät ehrerbietigsten Dank für die in der Rede m die Breslauer Arbeiterdeputaticm der deutschen Arbeit gezollte Anerkennung und daS darin von neuem bekundete ivarme Interesse an dem Wohl deS Arbeiterstandes aus­sprechen zu dürfen mit dem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue su Kaiser und Reich, hrie auch zum Heiligtum unseres evangelischen Glaubens. Er erhofft als Frucht der Worte Eurer Majestät die Begründung einer reichs- treuen Arbeiterpartei, welche geeignete Vertreter her Arbeiterinteressen zu segenSvoller Mitarbeit an den Derken deS sozialen Friedens in die Volksvertretung ent­senden wird.

Der Rest der ReichstagSarbeitea.

Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt mterm 17. Dezember:

Die gesetzgeberischen Aufgaben, deren Lösung, gutem Kernehmen nach, die Regierung von diesem Reichstag noch erwartet, bestehen in der Verabschiedung des Gesetzentwurfs über die gewerbliche Kinderarbeit und in der Er­ledigung der nvcb vorzulegenden Novelle zumBörsen- gesetz, sowie des Gesetzentwurfs betr. die kaufmän­nischen Schiedsgerichte. Die Regierung glaubt, daß die erstere Vorlage gemeinsam mit dem Etat bis zu den Osterferien sich werde erledigen lassen, weil die MehrheitS- harteien entschlossen sind, einem Ausufem der Etatsdebatte diesmal durch Schlußanträge vorzubeugen. Auf die Zeit wischen Ostern und Pfingsten, also etwa bis Mitte Mai, ,en voraussichtlichen Schlußtermin der Reichstaasverhand- ungen, würde dann die Erledigung der beiden anderen Vor- agen entfallen. Von diesen dürfte die Börsengesetznovelle lie größeren Schwierigkeiten machen. Was die Regierung in dem Entwurf bietet, wird den handelssreundlichen Par- leien schwerlich ausreichend erscheinen. Andererseits ist die Anbringung verschärsender Mbänderungsanträge aus dem dörsengegnerischen Lager seit Jahr imb Tag angekündigt. Wahrscheinlich giebt aber daSZollkartell" auch der Börsen- zesetznovelle in der Form des Regierungsentwurfs, oder mit weniger einschneidenden Denderungen, am Ende seinen Legen. Die ost afrikanische Eisenbahnvorlage dürfte nicht zur Weiterberatung gelangen. Nach unseren Informationen ist die Regierung von der Zweckmäßigkeit des Zentralbahnprojekts nicht mehr so vollkommen über­zeugt, um dessen Realisierung auch jetzt noch zu empfehlen. Experimente auf diesem Felde zu machen, verbietet die Finanzlage des Reiches.

Bevollmächtigt znm Bundesrat.

Aus Berlin, 17. Dezember, wird uns geschrieben:

Ter Flaggoffizier des Marinestaatssekretärs, Kvntreadmiral v. Ahlefeld, ist zum Bevollmächtigten beim Bundesrat ernannt worden. Darin liegt nichts Außer­gewöhnliches; ist doch hinlänglich bekannt, daß speziell diesem Offizier die Bearbeitung des Materials für die Vermehrung der Auslandskreuzer zugewiesen wurde. Einige Vertrautheit mit parlamentarischen Verhältnissen

kann Herrn v. Ahlefeld hierbei nur von Nutzen sein. Der Kontreadmiral war biS zum Herbst zweiter Kommandeur deS Kreuzergeschwaders; er ist also über die m i l i t ä r i s ch e Lage in O stasien, über die man sich voraussichtlich in der Vudgetkommission eingehend unterhalten wird Verminderung der Besatzungstruppen, genau informiert Gelegenheit zu weiterem interessanten Meinungsaustausch wird sich beim Kolonialetat bieten insofern, als Oberst L e u t w e i n, der Gouverneur Deutsch - Düdwestafrikas, dessen Delegierung zum Bundesrat außer Zweifel steht, über die Verhältnisse und Aussichten im Schutzgebiet Mit­teilung machen wird.

Reue welfische Umtriebe.

Ter in unserer Tienstagsnummer unter den Telegram­men zum Mdruck gebrachte Brief des Herzogs von Cumber­land findet in der deutschen Presse allgemein eine wenig beifällige Beurteilung. Es wird nteist der Ansicht Raum gegeben, daß damit bloß eine Neubelebung der welfischen Treibereien beabsichtigt werde. In den Berliner Blättern findet sich keine einzige Aeußerung der Zustimmung zu dem neuesten Schritte deS welfischen Prätendenten, wohl aber vielsach der Ausdruck der Ueberzeugung, daß für das Welfenhaus in Braunschweig kein Platz sei und daß man es bellagen müsse, daß nicht schon lange in Braunschweig reiner Tisch gemacht worden ist. Zu derselben Frage äußert sich heute auch eine offiziöse Stimme in derNordd. Allg. Ztg." wie folgt: In den Ende November stattgehabten Verhand­lungen des braunschweigischen Landtages, welche sich auf den inzwischen angenommenen braunschweigischen Gesetzent­wurf betr. die authentische Erllärung be5 Paragraphen 6 deü Gesetzes vom 16. Februar 1879 Nummer 3 wegen pro­visorischer Ordnung der Regierungsverhältnisse bei der Thronerledigung bezogen, ist unter anderem aus einem kürzlich an das Herzoglich Vraunschweigisch-Lüne- burgische Staatsministerium gerichteten Schreiben des Reichskanzlers folgende Aeußerung der Landesver- sammlung des Herzogtums mitgeteilt worden, daß nach [einer, deS Reichskanzlers, Auffassung in den thatsächlichen Verhältnissen keinerlei Veränderung eingetreten sei, welche dem Bundesrate Anlaß geben könnte, aus eigener Entschließung oder auf Anrufen eine andere Stellung als in dem Beschlüsse von 1885 einzu^ehmen. TieNordd. Allg. Ztg." fährt fort: Wir sind zu der Feststellung ermäch­tigt, baß mit der angelegenen Aeußerung auch heute die bestehende Auffassung sowohl der kaiserlichen Regierung^ als auch der preußischen Staatsregierung wiedergegeben ist. Hieraus folgt aiufh, daß anderweite Schritte deS braunschweigischen Staatsministeriums, zu welchen dieses nach einem in jenen Verhandlungen gestellten, aber abge­feimten Anträge eines Abgeordneten veranlaßt werden sollte, um die braunschweigische Frage einer Lösung ent- gegenzuführen, zur Zeit gegenstandslos sein würden.

Lohnbücher für das Konfektionsgewerbe.

Zu dem Beschluß des Bundesrats, durch den vom 1. April 1903 an die Führung von Lohnbüchern für die Kleider- und WäschekonfeMon vorgeschrieben wird, erfahren wir folgendes. Nach den Ergebnissen der unter Mitwirkung der Kommission für Arbeiterstatistik angestellten Erhebungen wurden in dem Konfektionsgewerbe bei der Vergebung der Arbeiten vielfach die auf die Lohnberechnung bezüglichen I Arbeitsbedingungen nicht genügend llargestellt, obwohl dies

bei den hier bestehenden eigenartigen Verhältnissen dringend wünschenswert erscheint. Der Arbeitsvertrag erstreckt sich in der Regel nur auf den einzelnen Auftrag; darüber hinauS besteht für die Arbeitgeber keinerlei Verbindlichkeit, weder ;ur Uebertragung weiterer Aufträge, noch hinsichtlich der ür solche zu bewilligenden Löhne. Die nach Anfertigung >er Muster mit dem Arbeitgeber vereinbarten Preise er* ähren aber zuweilen schon bei Erteilung der ersten Be- tellung eine Veränderung!; die während der Saison ein* reienden Aenderunaen in den FayonS oder hinter der PreiS- orderung zurückbleibende Angebote haben oft eine Aende- rung der früheren Preise und Lohnsätze zur Folge. Tie Bedingungen über die Lieferung hott Stoffen und Werk- Szu der übertragenen Arbeit sind nicht bei allen

geben: gleich, und die übernommenen Einzelaufträge ind der Natur der Sache nach von ungleichem Umfange. Dessenungeachtet erhalten sowohl die Arbeiter wie die Zwischenmeister häufig keine oder nur eine unvollständige christliche Bescheinigung über den Inhalt der auf die Lohn­berechnung bezüglichen Arbeitsbedingungen. ES besteht daher die Gefahr, daß die Arbeiter sich bei der Uebemahme deö Auftrags im Unklaren über den demnächst von ihnen zu beanspruchenden Lohn befinden. Durch die Einführung von Lohnbüchern wird dieser Uebelstand beseitigt werden. Tie von den Arbeitgebern vorzunehmende Beurkundung der auf die Lohnbcrechnung bezüglichen Arbeitsbedingungen wird für die Folge dem Arbeiter vor Uebemahme des ein­zelnen Auftrags Klarheit über die Lohnverhaltnisse ver­schaffen. Und zwar sollen die Lohnbücher auch für solche Arbeiten zu führen sein, die innerhalb der Fabriken oder Werkstätten verrichtet werden. Mag nämlich auch daS Be­dürfnis zur Beurkundung der Arbeitsbedingungen innerhalb geschlossener Betriebe nicht in demselben Matze wie bei der Heimarbeit bestehen, so erscheint eS doch hier nicht an- «, hinsichtlich der Fabriken eine Ausnahme zu machen,

t der Konfektion eine strenge Sonderung von Fabrik- und Heimarbeit für die einzelnen Arbeiter nicht immer durchgeführt ist. Tas Nähere über den Umfang der Ein­tragungen und die sonstigen Vorschriften ergiebt sich <ms dem Formular der Lohnbücher, welches vom Reichskanzler im Einklang mit dem § 114 a der Gewerbeordnung und dem zweiten Absätze des BundesratLbesMusses festgestellt worden ist und demnächst den Bundesregierungen zugehen wird.________

Aus Stadt uni» Land.

Gießen, den 18. Dezember 1902.

* Gedenktage. Zu Eutin wurde am 18. Dezember 1786 der Freiherr Karl Maria von Weber als Sohn eines Offiziers geboren. In Freiberg in Sachsen komponirk Weber als 14jähriger Knabe die Oper »DaS Waldmädchen", im Jahre 1801 und den folgenden Jahren arbeitete er eben­falls an größeren Werken. Im September 1814 wurde er zu seinen Aufsehen erregenden Kriegsliedern begeistert, an deren Spitze .Lützows wilde Jagd" und dadSchwertlied" stehen. Weber ist der Schöpfer der romantischen Oper ge- worden.Freischütz",Preziosa",Oberon" haben seinen Namen unvergänglich gemacht.

* * Neuregelung der Organisten gehalte in Hessen. Ter evang. Oberkirchenrat hat zur Regelung der Organistengehalte den Gemeinden empfohlen, daß für Uvei-

Weihnachts-Lttteratur.

EncyklopädiederOhrenheilkun'de. HerrDr. Th. Schröder, Hals- und Ohrenarzt in Rostock, urteilt in Nr. 4 «>erAerztlichen Monatsschrift" über diese neu erschienene Encyllopädie wie folgt: Tie im Berlage von F. C. W. .Vogel in Leipzig erschienene, von Dr. Louis Blau herausgegebeneEncyllopädie der Ohrenheilkunde" möchten wir in nachfolgendem einer etwas ausführlicheren Besprechung unterziehen. Wenn man zunächst die Frage au werfen will, ob ein das Gesamtgebiet der Ohrenheil­kunde nach Art eines Lexikons zur Darstellung bringen­des Buch bei der heute fast sprichwörtlichen Ueberschwemm- ung des medizinischen Büchermarktes noch r.ne innere Be­rechtigung habe, so müssen wir gestehen, daß unserer Mein­ung nach zwar manches der Lehrbücher, welche bte Ohrenheil­kunde behandeln, ohne großen Schaden fehlen könnte, daß aber ein Nachschlagewerk, wie das von uns jetzt besprochene, ganz dazu angethan sein kann, eine sowohl für den Spezia­listen wie auch für den praktischen Arzt sich hanftg fühl- bar machende Lücke mit unzweifelhaftem Nutzen auszu- füllen, vorausgesetzt, daß es den Ansprück^n genügt, welche man billigerweise an eine solches Werk stellen wird. Diese Ansprüche aber dürften darin bestehen, daß bei richtiger Begrenzung des Stoffes nach der positiven wie neaativen Seite hin, das wissenswerte in klar faßlicher Weise dem heutigen Standpunkt der Ohrenheilkunde entsprechend dar- gestellt wird. Wir können schon hier im allgemeinen unser Urteil dahin aussprechen, daß diese Bedingungen in derEncyllopädie der Ohrenheillunde" in einer Weise er­füllt sind, welches die lebhafteste Besriediaung des Lesers wachzurufen geeignet erscheint. Wenn wir diese urrfere, aus eingehender Lektüre gewonnene Ueberzeugung etwas naher ausführen sollen, so sei zunächst darauf hingewiesen, daß ein eigentümlicher Vorzug des Werkes darin besteht, daß sowohl der mit Ohrenheilkunde sozusagenim Nebenamte sich beschäftigende Praktiker darin alles ihn interessierende mit Leichtigkeit auffinden, sich über alles in praktischer Hinsicht wichtige rasch orientieren kann, wie auch anderer­seits der mit Otologie sich spezieller Befassende eine tfuHe pes anregenden und belehrenden finden wird, tvonach er

sonst oft nur in ganz speziellen Werken mühsam suchen müßte. Erreicht ist die in dem Werke durchweg auffallende Anschaulichkeit, Klarheit und Vollständigkeit des Gebrach­ten zumeist wohl dadurch, daß nicht nur im allgemeinen durchweg anerkannte Vertreter der Ohrenheilkunde das Ma­terial bearbeitet haben, sondern daß auch innerhalb des bereits ziemlich ausgedehnten Gebiets im einzelnen vor­wiegend gerade denjenigen Autoren die besonderen Ab­schnitte zuerteilt wurden, von denen es bekannt war, daß sie gerade auf ihnen eine spezielle Erfahrung besitzen. So kommt es, daß man es vielen Abschnitten geradezu anzu­merken glaubt, mit wie großer Vorliebe der Verfasser sie niedergeschrieben hat, und man nimmt es schon mit in den Kauf, wenn der eine oder der andere von ihnen seine subjektive Meinung ein wenig apodiktisch ausspricht. Tenn trotz alles subjettiven im einzelnen, ruht doch über dem Werke eine durchaus wohlthuende Objektivität im ganzen, odaß man wohl sagen darf, daß der heutige Standpunkt )er Vertreter der Ohrenheilkunde, soweit sie maßgebend ind, überall zur Geltung kommt. Ter Ohrenarzt wird in diesem Buche eine reiche Quelle der Belehrung und bequeme Wiederauffrischung des gewußten, doch momentan vergessenen, finden. Gänzlich Verzicht geleistet ist auf Ab­bildungen und fiitteraturangaben. So sehr wir das Fehlen der letzteren billigen müssen, so gestehen wir andererseits, daß bei den vielfach komplizierten Verhältnissen besonders in anatomischer Hinsicht, instruktive Bilder hier und da für den weniger Eingeweihten ein rascheres Verständnis würden e-rmögllcht haben, wenn wir auch zugeben, daß dieser Vorzug durch eine dadurch zwessellos bedingte Preis­steigerung illusorisch gemacht worden wäre. Im übrigen ist die Ausstattung des Buches in jeder Beziehung eine tadellose, sodaß wir zum Schluß nochmals die Ueberzeugung aussprechen können, daß niemand die Anschaffung dieser in jeder Hinsicht empfehlenswertenEncyllopädie" jemals zu bereuen haben wird. (Brosch. 20 Mk, geb. 23 Mk.)

Er soll dein Narr fein. Eine Buchdrucker- und Ehestandsgeschichte aus alter Zeit von Johannes Pr o e l ß. Stuttgart, Verlag von Adolf Bonz & Camp. Preis geheftet 2 Mk. Tas ergreifende Schicksal der jungen Di'chd^ickersfrau. die aus Widerspruchsaeist und Schelmerei

in ihres ManneS Biberdruck den Druckfehler etnschmuggett, den der Ahnungslose als Blasphemie büßen muß, hat tn Johannes Proelß den berufenen Dichter gefunden. Drama­tische Spannung und schalkhafter Humor erhöhen den Rei­ber Erzählung, die das Typische des Falls für den ewigen Kampf der Geschlechter um die Herrschaft in der Ehe so beleuchtet, daß Mann uno Frau im gleichen Maße ihre. Freude daran haben können.

Bismarck. Ein Buch für Deutschlands Jugend und Volk. Von Hans Blum. Mit Titelbild und Abbildungen (319 S.). Fein geb. 5 Mk. Carl Winter's Universitätsbuch- liandlung in Heidelberg.) Packend, man möchte fast sagen, faszinierend, schreibt der Cohn des Märtyrers von Wien; Blum besitzt die glückliche Gabe volkstümlicher Darstellung, die ihn hier besonders befähigt, den Verehrern des großen Mannes das Erwartete zu bieten und ihn der deutschen Jugend ins Herz zu pflanzen.

Eine Neuigkeit aus demselben Verlag ist von B. Schulze-SmidtAus dem goldenen Buche", eine Erzählung für junge Mädchen, mit 6 Tonbildern von W. Zehrne. Mit diesem neuen Buche giebt die bekannte Verfasserin wiederum eine überaus anmutige und gehall- volle Erzählung, die auf jedem Weihnachtstisch mit Ent­zücken begrüßt werden wird.

Leo Ziegler (E. Leo), Neue Rätsel für Groß und Klein. Oktav, geh. 1.20 Mk. (Carl Wmter's llniversitätS- buchh. in Heidelberg.) Die Sammlung zeichnet sich durch feinen Geschmack, anmutige Frische, hohe Formvollendung und dichterischen Schwung aus, so daß wir das schöne Büchlein allen Rätselfreunden sowie allen Freunden der Poesie bestens empfehlen können.

Töchter-Album", Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemütes der Heranwachsenden weiblichen Jugend. Begründet von Thekla von Gumpert. Neue Folge. Herausgegeben von Berta Wegner-Zell, Verlag von Carl Flemming, Glo- gau. o. Band 1902 (48. Band des ganzen Werkes). Mit 1 Heliogravüre, 15 Farbendruckeildern, 13 Beilagen und zahlreichen Abbildungen im Text. Cleg. geb. 7.50 Mk. Tas diesjährige Töchter album bringt unseren Heran­wachsenden jungen Mädchen wiaderunr eine reiche Fülle