Ausgabe 
18.11.1902 Zweites Blatt
 
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Tendenz: ziemlich fest.

Müller.

8036

MarkeSchwan Allen voran!

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Koch.

8018

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wert abzugeben

7806,

Knöß.

8016

102.10

91.20

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28.25

123.00

44.30

8*/e°/o Hessen . . .

356 Oberhessen . . , 456 Oesterr. Goldrente .

4'/, 56 Oesterr. Biiberrente

456 Ungar. Goldrente . .

4°/, Italien. Rente . . .

4/a56 Portugiesen . . ,

4°/ Portugiesen. . . .

156 C. Türken . . .

Türkenlose.....

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4V,56 äussere Argentiner

3u/q Mexikaner , . 4*/g7o Chinesen . . Electric, bohuckert , Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsges, Oesterr. Staatebahn . Lombarden . . . Guttharabahn . . , Laura hütte . . . . Bochum . . . . . Harpener . . . .

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2. M ÄnspracheCsi :tx ieiboni« im Ami«- )on mittbtlienS 1(1 eiüd MMdrsWeuWii , bezogen wl> im Bivyti* gejoröen orckm.

. 25.00 . 92.50 . 80.10 . 94.75 . 209.50. . 187.50, . 137.90; . 142.40 . 155.50 . 148.10: . 18.20 . 180.00

. 199.50' . 166.20 . 167J.0-

Holzheim, den 17. November 1902. Droßherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. Klotz.

Betanntmachang.

Der Voranschlag der Gemeinde Holzheim für das Jahr 1903/04 liegt vom 21. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeistereibureau offen.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für tag Jahr 1903/04 liegt vom 17. d. Mts. an acht Tage lang pe Einsicht der Interessenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Mainzlar, den 13. November 1902.

Großh. Bürgermeisterei Mainzlar.

Familien Nachrichten.

Verlobte: Anna Deubler (Fauerbach o. d. H.) und Karl Jung (Hausen b. Butzbach).

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Hausen für das Jahr 1903/04 liegt vom 20. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenten auf dem Bürgermeistereibureau offen.

Hausen, den 17. November 1902.

Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen.

Einen Posten Kartoffeln prima magnum bonum (Wetterauer Ware) hat preis-

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Weickartshain für !M3/04 liegt vom 20. d. Mts. an acht Tage lang zur Ein- stzl der Jntereffenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Weickartshain, den 16. November 1902.

Großherzogliche Bürgermeisterei Weickartshain.

Ich habe mich in Gießen als

Arzt

niedergelassen. Meine Wohnung befindet sich

Ludwigstratze 38, Part.

«Sprechstunden: Vormittags 8«/r bis 10 Uhr, nachmittag?

6027 2*/i bis 4 Uhr. Sonntag nur vormittags.

Dr. Geyer, pr. Arzt.

Tolstoi. Nach einem Telegramm aus Moskau teilte der Hausarzt des Grasen Tolstoi, Dr. Nikitin, mit, daß Tolstoi von seiner letzten Krankheit, Leberkolik mit leichter Gelbsucht, voll­ständig wieder hergestellt ist. Herz und Lunge seien voll­ständig gesund. Gras Tolstoi habe sich aufs neue an die Arbeit gemacht und sei auch schon ausgegangen.

V« in bet ah?bet Hw« t Kr:

w und das Wesen "Sequenzen klar legt bereits hervor.

* Mk. für Bahn. e öffentliches f. ^eider-Lieserungka a,9t In diesem Jahn 1 ntan weiß die tztki, en der Arbeitslöhnen el bereitgestellt. So hat tem das Eleltrizitäls. chaffungen und Um. gen, Erd., Kanals .und 25000 Ml. Lieferungen zur Beu iten sind 40000 L ihrend strengen Fros« gen über Beschäsiigut ) eine ArbeitsorüM angehestet.

i Hessen und-en :r Handelskammn p Hm ein zweiterÄf k Laubach e»M nge Sohn de- mit seinen e Rakete M los und >odurch ij- der et wuck

Diene fle ^tiriuuinjnu

Originaldrahtmelduugeu des Gießener Anzeiger.

Berlin, 18. Nov. TerBorwärts" bestätigt, daß Krupp ein Strafverfahren wegen Beleidigung beab­sichtige, da der Artikel in der Samstagnummer des Blattes unwahre Thatsachen enthalte und gegen den Paragraphen 186 des Strafgesetzbuches verstoße. Ein zahlreiches Polizei­aufgebot habe am Montag mittag in den Räumen des Vorwärts" Haussuchung abgehalten, das Manuskript des Artikels aber nicht gefunden. Selbst die Pulte von Reichs- tagsabgeordneten, deren Durchsuchung durch die Verfassung ausgeschlossen sei, habe die Polizei geöffnet und durchsucht. Hiergegen würden die geeigneten Schritte eingeleitet werden. Aucb in zahlreichen Gastwirtschaften wurde der vorwärts" beschlagnahmt.

Essen a. d. R., 18. Nov. Dr. Diederich Hahn kün­digte in einer Versammlung des Bundes der Landwirte einen scharfen Kampf gegen die Industrie-Zölle der Tarifkommissbou an, die um 25 bis 30 Proz. ermäßigt werden müßten.

Birmingham, 18. Nov. Gestern abend fand unter Vorsitz des Lordmayors ein Festmahl zu Ehren Cham­berlains aus Anlaß seiner bevorstehenden Reise nach Südafrika statt, an dem Vertreter aller politischen Parteien teilnahmen. Chamberlain sagte, die heutige 3u- sammenkunft sei eine Familienzusammen^tnft. Seine Reise sei eine geschäftliche Angelegenheit und kein Parade- Unternehmen, eine nationale und nicht eine Parteimission. Er habe erlebt, daß man ihn als den best- gehaßten Mann seiner Zeit bezeichnete. Aber er habe während der ganzen Laufbahn des Kampfes niemals Animosität gehegt und stets die öffentliche Politik von privatem Charakter zu trennen gewußt. Wir wünschen aus Südafrika einen integrierenden Bestandteil zu machen, aus das wir zu stolz sind. Wir dürfen nicht erwarten, daß alle Bitterkeit aussterben wird, aber ich kann namens der Regierung erklären, daß sie allen, welche leiden, Hilfe bringen will. Vor allem müssen wir edel und weise jenen gegenüber handeln, die auf unserer Seite gestanden haben und dürfen nie vergessen, was sie ge­litten haben. Unsere zweite Pflicht ist kaum minder bedeu­tungsvoll. Wir haben diejenigen, die unsere Gegner gewesen sind, dahin zu bringen, daß sie sich mit dem Lose aus-

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Ang. Kretzschmar, MarklpH

Gerichtssaal.

K B. Darmstadt, 17. Nov. Vor der zweiten Straffammer Rrersetbst wurde heute ein Vorfall zur Aburteilung gebracht, der ßeinerzeit eingehend besprochen worden war. Vier Herren aus der kesseren Gesellschaft hatten t...t 7. August d. I. eine Vergnügungs- kour am Rhein gemacht und fuhren in heiterer Stimmung abends 8 Uhr mit dem Zug von Mainz nach Darmstadt. Als sie kaum im Koupee Platz genommen, kam noch ein anderer Herr, der 20- ßrhrige Kaufmann Paulus Hirsch aus Groß-Gerau mit hinzu. Dieser kehauptet nun, von den vier Insassen des Koupees beleidigt und mit Messer und Revolver bedroht worden zu sein. Die s. Zt. mit- Ueteilten Vorgänge hätten sich hauptsächlich zwischen Mainz-Neuthor itub Nauheim abgespielt, und bei der Ankunft in Groß-Gerau habe pirsch, wie er angab, in größter Aufregung die Feststellung der nicr Herren verlangt, die dann in Darmstadt erfolgt sei. Die Ltaatsanwaltschast hat den Antrag aus Klageeinleitung wegen Bedrohung und Sachbeschädigung abgelehnt und nur wegen Be­leidigung aus Grund des § 185 Atrasantrag gestellt. In der heu­tigen Verhandlung gaben nun die vier Angeklagten eine wesentlich Oiidere Schilderung der Vorgänge. Sie bestritten besonders, den Kirsch bei seinem Eintritt in das Koupee schroff angesahren oder sinne Religion beleidigt zu haben. Sie müßten zugeben, daß sie wach einem fröhlich verlebten Tage am Abend in sehr animierter Stimmung gewesen seien und den Zeugen Hirsch angeulkt hätten; et hätte aber milgelacht Rechtsanwalt, Geh. Justizrat Dr. Ojain bezeichnete es als charakteristisch für den ganzen Vorfall, daß Hirsch denselben in einseitigen tendenziösen Berichten an die Blätter einer gewissen Richtung für sich ausgebeutet habe. Er habe erklärt, er mibe jedes Wort seiner Anklage beschwören, aber durch die Zeu- Aknaussagen seien viele Behauptungen seiner Anklage als absolut irnwahr erwiesen worden. Der Dolch, mit dem er bedroht sein «olle, sei ein bescheidenes Taschenmesser gewesen, die Laterne des Schaffners ist, wie dieser in Uebereuiftimmung mit den anderen Zeugen beschwor, nicht dem Hirsch umzuhängen verlucht, sondern e inem der Zeugen wirklich umgehängt worden, und während dieser Vorgang sich unmittelbar vor Groß-Gerau abgespielt haben sollte, ; bet der Schaffner mit seiner Laterne das Koupee schon vor Nau- g«im verlassen und nicht wieder betreten. Ter Schaffner bekundete auch, er habe geglaubt, daß alle fünf Herren im Koupee zusammen- 3«borten, Hirsch habe ihm von den ganzen Vorgängen weder in (duftaosburg, noch in Nauheim oder in Bischofsheim etivas gesagt. Rechtsanwalt Bender führte aus, daß bezüglich der Hauptangeklagten alle Behauptungen Htrsch's als wahr erwiesen seien, auch sonst machten ale seine Schilderungen durchaus den Eindruck der Wahrheit. Ein all-

söhnen und Bürger des geeinigten Reiches werden. Krieg hnt viel gekostet, aber unserer wartet noch eine größere Aufgabe. Unser Wunsch ist, aus der ganzen Bevölkerung eine geeinigte Nation zu machen. Die Aufgabe fei, schwer, aber weil sie nicht unmöglich sei, werden die Eng-i länder sie durchführen. Er gehe, mehr von Milners Politik zu sehen. Er glaube, man werde ihm auf halbem Weges entgegenkommen und hoffe, die Freundschaft der neuem Unterthanen des Königs zu gewinnen. Er hege eine jeJjq optimistische Ans ch auung bezüglich Suo> afrikas.

Brüssel, 17. Nov. Der hiesige Anarchist MeSdag sagte freiwillig aus, daß Rubino versucht habe, sich an ihn zu drängen, daß er ihm ein Packet mit Rasierzeug unb Zeitungen sandte, und ihm mitteilte, daß er für den 15. No»> oember eine Beschäftigung hätte, ihm (Mesdag) aber sowohl wie seinem Kameraden Chapelie, dem sofort wieder frei*, gelassenen Anarchisten, sei Rubino widerlich und v er ächt« lich vorgekommen.

Sevilla, 17. Nov. Die UeVerführung dev sterblichen Reste von Christoph Columbus wurde heute in feierlicher Weise Dorgenommen. Der Marine* Minister, der Generalkavitän von Cadiz, sowie sämtliche' Behörden von Sevilla und ein großer TeÜ der Bevölkerung- nahmen an der Feier teil.

Rom, 18. Nov. Im Schlosse des Marchese Cor« dowa, der wegen Beziehungen zu den sizilianischen Bri­ganten verhaftet wurde, fand man hinter einem Wandschrank int Schlafzimmer eine versteckte Mauer* Öffnung und einen Schacht, der zu einem unterirdischem, Gange von 250 Meter Länge führte und durch eine eiserne- Thür in ein Dickicht mündete.

Fiume, 18. Nov. Seit gestern wütet im ganzen Küstengebiet eine fürchterliche Bora. Tie Schiffahrt ist beinahe vollständig eingestellt. Im hiesigen Hafen kollt*^ dierten die DampftrSipan" undRisoto". Letzterer wurde^ stark beschädigt.

Athen, 18. Nov. Zu dem Dvppelmord auf der Loreley wird gemeldet: Tas bisherige Ergebnis der Untersuchung war dieAuffindüngzweierHämmer^ einer Feile und eines Brecheisens im Hause des Leucht Mrmwürters, in dessen Jolle auch ein eiserner Kästen ge*, funden wurde. Alle Nachforschungen nach dem verschwun-» denen Matrosen Kohler waren trotz der ausgesetzten Sten lohnung bisher erfolglos.

Athen, 17. Nov- Nach einem Telegramm von den Dardanellen umzingelten von insgesamt 300 aus dem Dienst entlassene Soldaten 50 im Namen der Kameraden das' Haus des kommandierenden Generals und verlangten ben für vier Jahre rückständigen Sold und Zurück- beförderung in die Heimat. Der Sultan spendete, um Un­ruhen zu vermeiden, 230 000 Franks.

Petersburg, 18. Nov. Aus allen Landesteilen wird eine Zunahme des Frostes gemeldet. Aus Kasan werden 15, aus dem Kama-Gebiete eine Kälte von über 20 Grad gemeldet. Alle Flüsse sind eingefroren. Massen* hafte Quantitäten von Frachten lagern aus den SchiffayrtH, Stationen.

Kairo, 18. Nov. Eine gestern veröffentlichte ©ta*; tistik weist fünf neue Cholerafälle auf. 14 Per*, fönen befinden sich in Behandlung. 6 sind an Cholera Der-, ftorben.

New York, 18. Nov. Eine Zusammenstellung der Wahlziffern ergießt eine gewaltige Zunahme des sozia- listischen Votums. Im Jahre 1896 wurden 36000 und jetzt 500 000 sozialistische Stimmen gezählt. Ter Sozia­lismus dürfte bei den nächsten Präsidentenwahlen im Jahre 1904 bereits einen politischen Faktor Don Bedeutung ab­geben.

Telephonischer Kursbericht.

8 Stck. 0000 Pfa^ ®finfeder 0000 Pfg^ Entenei« OOPsg^ Käse vr.Stck.5v Pf., Kasematte 2 Stck. 5OPsch, Erbsen pr. Liter 2OPsg. Linsen pr. Liter 32 Psg^ Tauben pr. Paar 0,700,90 Ack., Hühner pr. St 0,901,40 Mst Hahnen pr. Stück 0,751,60 Mk., Enten pr. Stück 2,202,80 2JIL, Gänse pr. Pfd. 5064 Pfg^ Ochsenfleisch pr. Pfund 6676 Pfg^ Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 7080 Psg^ Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6872 Psg^ Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kar. 4,505,20 All., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 3,303,50 Mst Milch per Liter 18 Psg. Acpsel per Pfd. 000 Pfg^ in Körben 0000 Psg. Trauben 0000 Psg.

Eingesandt

(Für Form und Inhalt aiiet unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Um Irrtümer richtig zu stellen, sei hier nur kurz erwähnt, baß der »Ausschuß der Gießener Turnerschast" ben in Nr. 269 bes »Gieß. Anz." angezogenen Artikel ber »Freien Turnerschaft" in Nr. 264 d.Bl. mißverstanben hat. Da viel­fach bie irrige Ansicht verbreitet ist daß Alles, was von Arbeitern begonnen wird, auch sozialdemokratisch sei, dieses aber bet der Gründung der »Freien Turnerschaft Gießen" keines­wegs zutrifft, was auch aus dem Statut zu ersehen ist, glaubte ber Einsender des betr. Artikels das Wort »unpolttisch" nicht entbehren zu können, um wenigstens bei den Arbeitern nicht erst eine falsche Meinung Platz greifen zu lassen. Dem »Turn­verein" resp. ber »Gießener Turnerschaft" nahe zu treten, war keineswegs die Absicht des Einsenders.

Bemerkt sei noch, daß die ^Freie Turnerschaft Gießen" morgen Mittwoch, abends 8'/, Uhr, ihre Turnstunden im »Pfau", Neustadt, beginnt und Anmeldungen dort entgegen genommen werden.

Der Vorstand der »Freien Turnerschaft Gießen".

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 19. November, nachmittags V,3 Uhr netben bei dem früheren Reqiemngsgebäude am Kanzleiberg MX Haufen altes Brennholz versteigert.

Gießen, am 15. Dlooember 1902. 8006

GrokjherzogUHe Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

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die Kleider er von einer-7' die Brust rd! et aufgef** - 3" *8 ?

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Neuenbäue 17 Telephon 346 empfiehlt: per Pfund Pfg.

Fst Znckerrübenkrant 18 » Zwetschenhonig 25 » Marmelade (gemischt) 28 » Apfelgelee 30

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gemeiner Ult sei der ganze Vorfall nicht gewesen, sondern grobe ge­schmacklose Beleidigung, die bei der ganzen Stellung der Angeklagten Doppelt schwer ins Gewicht falle. Ltaalsanwalt Dr. Wolff hatte D.or diesen Plaidoyers betont, daß er die Behauptungen Hirscy's nicht sämtlich als erwiesen erachten könne. Doch sei eine Anzahl beleidigender Aeußerungen sestgestellt und auf Grund derselben be­antrage er gegen Amtsrichter Mahr als den Hauptschuldigen eine Liildstrafe von 800 Mk. Bezüglich des zweiten Angeklagten Rechls- anroalt Dr. Geßner, habe er die Ueberzeugung gewonnen, daß bdefer versöhnend unb vermittelnd bei dem Vorsall eingewirkt habe und deshalb straffrei ausgehen sollte, während er bezüglich der beiben Brüder Reitzel das Urteil dem Gericht anheim gebe. Nach- ben noch Geh. Juftizrat Dr. Osann sür eine sehr viel geringere tlbftrafe für seinen Klienten plaibiert und Rechtsanwalt Dr. Jager aiuSführlich zu Gunsten der drei anderen Angeklagten gesprochen, zog sich der Gerichtshof zurück. Nach etwa zweistündiger Beratnng verkündete der Präsident das Urteil dahin, daß alle vier Angeklagte ber Beleidigung schuldig zu erachten und Amtsrichter Aiahr zu 150, A «chtsanwalt Dr. Geßner zu 70, Ober-Rechnungsrevisor Reitzel zu 70 und Hosbuchhändler Reitzel-Stuttgatt zu 50 yJlf. Geldstrafe und alle vier zur geineinjchastlichen Tragmig ber Kosten zu verurteilen seren.

Berlin, 17. Novbr. Vor dem Schwurgettcht beS Lanb- gerichts 1 begann heute der Prozeß gegen den früheren Bankier umb königl. Lotterie-Einnehmer 2)1 i 11 a f f. Die Anklage be schuldigt ihn, sich gegen bie Konkursorbnung unb das Handels- gejetz vergangen zu haben. Die Verhandlung beginnt mit ber Ver­einung bes Angeklagten, ber bestreitet, übermäßigen Aufwand Etrieben zu haben, und ertlärt, der Zusammenbruch seines Ge­ästs sei die Folge eines tomplottartigen Vorgehens feiner Haupt- au gestellten gegen ihn gewesen.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft

Nürnberg, 17. Nov. Von den 40 Millionen Mart An- le ihen ber etabt Nürnberg, bie im Jahre 1900 beschlossen wür­be», gelangten bis jetzt 10 Millionen Mart zur Ausgabe. Es loLlen nunmehr weitere 7 Altllionen 2)lart begeben werben. Daher butiert bie etabtoerroaltung zur Einreichung von Offerten aus, ba bei bleibt es aber den Offerenten überlassen, euren 4proz. ob.tr 3'/,proz. Zinsfuß zu Grunde zu legen.

Hessische Brauerei. In der am 8. Dezember stattfindenden 3sieraluerjammlung ber Hessischen Brauerei wird den Aktionären bie Verteilung einer Dwrdeirde von sechs Prozent vorgeschlagen uerben.

Der AuffichtSrat der Münchener Branhans-Attien- vasellschast hat beschlossen, in ber am 10. Dezember er. ftattfm- ieinben Generaloerjammliing bie Verteilung eurer Dividende von ! ^roz. (t. V. 4 Proz.) vorznschlageir.

Märkte.

Kietzen, 19. Nov. Marktbericht Auf dem heuttgen Wochenmarkt jlj bfieten: Butter pr.Pfd. 0,851,10 Ack., Hühnereier pr. St 79 Pfg.,

Mittwoch, d. IS. Novbr. 1902 nachmittags 2 Uhr werden im Biekettschen Saale versteigert: 2 Sophas, 1 Kom­mode mit Glasschrank, 1 ovaler Tisch, 1 Spiegel, 1 vollst Bett, 1 Vertikow, 1 Schreibtisch, 1 Re­gulator, 1 Nähtisch, 1 Blumen­tisch, 6 Bilder, 1 Kleiderschrank, 1 Faß Wein u. a. m.

8041 Geißler, Gerichtsvollzieher.

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am Bootplatze der Gießener

Ruder-Gejellschast

Donnerstag, den 20. Novbr. vormittags 11 Uhr bestehend in: 1. Nutzholz (Pappel- u. Esche- siainm);

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