für die Finanzen einer ganzen Reihe von Bundesstaaten eine geradezu unerträgliche Last bilden."
Auch in Preußen dürfte die Veranschlagung der Eisenbahneinnahmen und des Eisenbahnüberschusses für 1903 sich voraussichtlich wenig befriedigend gestalten, denn dieser Veranschlagung wird das überaus ungünstige Jstergebnis des Jahres 1901 in Verbindung mit der Entwicklung des Verkehrs in den bis äut Etatsaufstellung verflossenen Monaten des laufenden Rechnungsjahres zu Grunde gelegt. Wenn daher, wozu bis jetzt keine Aussicht vorhanden ist,^ der Verkehr in den nächsten Monaten sich nicht sehr beträchtlich hebt, so wird der Etat der Eisenbahnverwaltung, sowohl was die Einnahmen als auch den Ueberschuß anlangt, sich erheblich ungünstiger gestalten, als für das lausende Jahr. Wenn dann noch eine beträchtliche Steigerung des Betrages der durch Ueberweisungen nicht gedeckten Matrikularunilagen hinzukommt, so wird es auch in Preußen eine schwierige Aufgabe werden, das Gleichgewicht im Staatshaushalt ohne eine unerwünschte Kürzung der Ausgaben, namentlich der nnmaligen 'AüÄgaben, aufrecht zu erhalten.
Die Lage der österreichischen Land- und Forstwirtschaft.
Im österreichischen A b g e o r d n e t en h a u s e gab bei Beratung des Ackevbaubudgets der Ackerbauminister eine umfassende Darstellung von der Lage der Land- und Forstwirtschaft unter Anführung der bereits eingeleiteten und noch bevorstehenden Maßnahmen der Regierung zur Förderung der Landwirtschaft. Er sagte u. o.: Die Landwirtschaft müsse unbedingt erhalten bleiben. Ihre Nieder- ringung dürfe um so weniger ftattfinden, als die Monarchie in der Lage sei, nicht nur den eigenen Bedarf des Landes zu decken, sondern auch einen Teil der heimlichen Produkte an das Ausland abzugeben. Hierzu bedürfe es des Schutzes der heimischen Produkte und der thunlichsten Entwicklung der Produktions- sowie Abffatzsähigkeit. Me Monarchie dürfe sich in handelspolitischer Beziehung nicht aus den Jsolierschemel stellen, noch auch versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Andererseits aber könne die vom Deutschen Reiche gerade auf dem Gebiete der Land- und Forstwirtschaft ein» geleitete Zollpolitik nicht ohne Rückwirkung auf Oesterreich bleiben. Ohne aus Einzelheiten einzugehen, versicherte der Minister, daß die Regierung sich ihrer Verantwortung für den Schutz schwerwiegender Interessen vollkommen bewußt sei. Er bitte das Haus, in Bezug auf die brennende Frage der Weinzollklausel versichert zu sein, daß die Regierung i m Rahmen der großen zoll- und handelspolitischen Aktion für die Interessen der Land- und Forstwirtschaft einzutreten wisse, und daß sie namentlich jene besonderen Interessen, welche Oesterreich eigentümlich seien, ganz besonders zu wahren entschlossen sei. (Beifall.)
Bezüglich des Verhältnisses zu Ungarn bemerkte der Minister, es erscheine geboten, die speziellen Interessen Oesterreichs sorgfältig zu wahren und jede Preis- gebung derselben mit allem Nachdruck hintanzuhalteu Nur billige Berücksichtigung der beiderseitigen Verhältnisse könne zu einer Ordnung der Dinge führen, welche einen beruhigenden Ausblick auf die künftige wirtschaftliche Entwickelung ermögliche. Der Minister botonte, daß ber Zucker- rübenb au voraussichtlich eine successive Einschränkung roerbe erfahren müssen und hebt als Pflicht der Regierung hervor, auf Erhaltung des Rübenbaues in gerechtfertigten Grenzen sowie aus Aufrechterhaltung des Zuck er ex- Portes nach Thunlichkeit hinzuwirken. Der Minister begrüßt die Aufhebung des Terminhandels, welcher vielfach zu argen Mißständen geführt habe. Aus Gründen der öffentlichen Moral könne er keineswegs die hochgespannten Hoffnungen aus eine preissteigernde Wirkung des Verbotes teilen. Der fortschreitenden Verschuldung des Bauernstandes könne nur eine zielbewußte Organisation des landwirtschaftlichen Personal- und Realkredites steuern. Die Regierung sei entschlossen, dieses schwierige Problem sowie dasjenige der Beseitigung der Leutenot, letztere zunächst durch Schassung eines Arbeitsvermittlungsamtes, einer gedeihlichen Lösung entgegenzusühren oder zum mindesten näher zu bringen, wobei man der Fürsorge für die ^Landarbeiter werde näher treten müssen.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, 17. Mai 1902.
•* Diknstnachrichten. Der Großherzog hat dem Pfarrvikar Scheunemann in Groß-Gerau die eoang. Pfarrstelle zu Dalheim, Dekanat Oppenheim, übertragen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligien Feuerwehr zu Alzey Messinger und Becker. — Der Großherzog hat den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Wimpfen Römer auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Juli ab und unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste in den Ruhestand versetzt.
** Personaluachrichten der Ober.Postdirektion Darmstadt. Der Kaiser hat dem Postmeister König in Nidda den Charakter als Rechnungsrat und dem Postschaffner Arras :n Darmstadt das Preuß. Allgem. Ehrenzeichen aus Anlaß hres Uebertritts in den Ruhestand verliehen, der Großherzog aus dem gleichen Anlaß dem Postschaffner Feldmann in Mainz und dem Briefträger Hamann in Offenbach a. M. des Hess. Allgem. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste." — Versetzt sind: Der Ober-Post- praktikant Quirin von Bad-Nauheim nach Offenbach a. M., der Postverwalter Bormann von Neustadt i. O. als Ober- Postassistent nach Mainz, der Postassistent Herbert von Mainz als Postverwalter nach Neustadt i. O., die Postassistenten Boberski von Worms nach Bretten, Sitter und Schnell von Mainz, Stegmann von Darmstadt, Stock von Büdingen und Schmitt von Bingen a. Rh. nach Mannheim. — Etatsmäßig angestellt: Die Postassistenten Fink in Gießen, Glenz in Erbach i. O. und Prieur in Michelstadt. — Angenommen sind: Als Postanwärter der Hoboist Andrae in Grünberg (Hessen), als Postgehülfe: der Gynmasiast Muschkc und der Realschüler Schnell in Gernsheim, die Realschüler Appel in Reüchelsheim i. d. W., Geisel in Stockheim (Hessen), der Gymnasiast Josef May in Mlbel, die Realschüler Karl May in Groß-Umstadt und Ulrich in Seligenstadt (Hessen), als Postgehilfin: Elisabeth Diery und Wilhelmine Mühlpforth in Darmstadt, als Telegraphengehilfin: Minna Bartschat, Frieda Oeste, Marie Stiehl und Margarete Storch in Offenbach a. M. — Die Postsekretärprüfung haben bestanden: der Post- Verwalter Fischer in Bodenheim, die Ober-Postassistenlen
Niebel in Offenbach a. M. und Wolff in Kastel a. Rh. — In den Ruhestand tritt: der Postverwalter Habich in Gernsheim.
Kliniksbau. Auf dem zur Erbauung der Kliniken links der Frankfurter Straße vorgesehenen Gelände werden seit einigen Tagen Ausschachtungen vorgenommen. Es handelt ich vorerst wohl nur darum, die Beschaffenheit des Baugrundes festzustellen.
** Hundesport. Der erst jüngst begründete Jagdhund- Klub hält auf seinem Schliefplatz auf der „Schönen Aussicht" am 1. Juni sein erstes Schliefen ab, das nur für seine Mitglieder offen ist.
e. Bad-Nanheim, 16. Mai. Da§ hiesige Bad hatte gestern eine Gesamtfrequenz von 2665 Kurgästen gegen 2498 j(ur selben Zeit im vorigen Jahre, also trotz der schlechten Witterung ein Mehr von 167 Personen. In der letzten Woche ind 878 Fremde angekommen. Anwesend sind z. Z. 2294 Kurgäste gegen 2134 zu gleicher Zeit im Vorjahre. Bäder wurden auch bereits 1052 mehr gegeben roie 1901, nämlich 17394 gegen 16342 am 15. Mai des vorigen Jahres. Das Kurtheater hat heute seine Vorstellungen begonnen.
a. Marburg, 16. Mai. Dem Assistenten an der agrikulturchemischen Versuchsstation Dr. Mangler explodierte heute bei der Arbeit ein Kolben mit Natronlauge, wobei ihm letztere ins Gesicht spritzte. Er wurde sofort per Wagen in die Klinik geschafft, doch soll sein Zustand zu größeren Be- ürchtungen keinen Anlaß geben. — Die Stadtverordneten- Versammlung beschloß heute in geheimer Sitzung, eine Anleihe von 5 Millionen aufzunehmen.
Gerichtssaal.
M. Gießen, 16. Mai. Strafkammer. Den Vorsitz führte Landaerichtsdircktor Dr. Günaerich, die Anklagebebörde vertrat Gerichtsaffessor Hoos. — Die Wittwe Brücket von Gießen ist der ahrlässigen Brandstiftung angeklagt. Sie hat im April glühende Kohlenasche in einem Holzkasten aus den Holzboden in ihrer Küche gestellt; der Boden des Holzkastens brannte durch und das Feuer ergriff auch den Fußboden. Da kein größerer Schaden entstanden war, hielt das Gericht eine Geldstrafe von 10 Mk. für eine ausreichende Strafe. — Der Maurergeselle Karl Wedemann von Eberstadt war wegen Bedrohung vorn Schöffengericht Lich zu einer Geldstrafe von 10 Mk. verurteilt worden. Auf die von ihm ein» aelegte Berufung wird er freigesprochen, da feststeht, daß er die Drohung mir bedingungsweise, unter der Voraussetzung eines chm drohenden Angriffes, ausgesprochen hatte. — Zwei Standesbeamte werden, da sie Eheschließungen, bei denen Witwer beteiligt waren, unter Außerachtlassung der Vorschriften des § 1314 des B. G.-B. vollzogen haben, wegen Vergehens gegen § 29 des Personenstands- aesetzes zu Geldstrafen von je 5 Alk. verurtellt. — Der Arbeiter Pasarello wird wegen Diebstahls zu 3 Wochen Gefängnis verurtellt, die jedoch durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt werden. — Gegen den Landwirt I. K. Schmidt wird wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisenbahntransportes auf eine zweiwöchige Gefängnisstrafe erkannt.
6. Gießen, 15. Mai. Gewerbegericht. Den Vorsitz führte Stadtverordneter Keller. Es stehen 3 Klagen ßur Verhandlung. Eine Sache wird als erledigt zurückgenommen, die beiden anderen Klagen sind gegen den Bauunternehmer August Scheppelmann hier gerichtet urd zwar auf Zahlung von je einem Tagelohn als Entschädigung wegen verfrühter Entlassung. Der Beklagte führt gegen die Klage des Maurers Earl Deines von Lindenstruth aus, daß er zur Entlassung des Klägers berechtigt gewesen sei, denn dieser habe unbefugt die Arbeit verlaßen, er fei am 9. Mai anstatt mittags um 1 Uhr erst um 2 Uhr und am anderen Morgen, statt um 6 Uhr erst um 8 Uhr zur Arbeit erschienen. Der Kläger giebt dies au und ist der Ansicht, daß er bei ,Stundenlohn" zu arbeiten beginnen könne, wenn es ihm paffe. Die Parteien beantragen Erlaß be§ Urteils ohne Zuziehung von Beisitzern. Das Gericht weist die Klage kostenfällig ab, mit der Begründuna, daß in dem Verhalten des Klägers ein unbefugtes Verlassen der Arbeit zu sehen sei. — Zu der Klage des Maurers Jos. Söhnaen von Kirchgöns erklärt Beklagter, daß er sich auch in diesem Falle zur Entlaffimg des Klägers berechtigt geglaubt habe, weil derselbe einen Lehrling während der Arbeitszeit znm Besuche einer Maurerversammlung zu bereden versucht habe. Der Kläger giebt zu, mit dem Lehrling wegen des Besuches oer Maurerveftammlung gesprochen zu haben, er selbst sei aver garnicht dort gewesen. Es kommt ein Vergleich zustande, wonach der Beklagte Scheppelmann an den Kläger die verlangte Entschädigung und weiter 1 Mark für Zeit- versaumnis bei Abhaltung oes heutigen Termins zahlt.
Hungen, 13. Mai. Bei der gestrigen Schöffengerichtsverhandlung wurde Gastwirt Berg aus Trais-Horloff zu einer Geldstrafe von 40 Mk., sowie zur Tragung sämllicher Kosten verurteilt. B. hat bekanntlich vor einiger Zeit auf einige Bergleute, welche in später Abendstunde, nachdem er sie ausgewiesen, vor seiner Wirtschaft revoltierten und wieder bei chm einzudringen versuchten, geschossen und dabei einen verletzt. Der Genannte glaubt in Notwehr gehandelt zu haben und hat, wie wir hören, Berufung eingelegt
Kandel und Verkehr. Uolkswirtschast.
Von der Reichsbank. Am 2. Juni wird in Dilling e n eine von der Reichsbankstelle in Freiburg L B r. und in Pirna eine von der Reichsbankstelle in Dresden abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet worden.
Die Cifeubahuvcrstaatltchung in Oesterreich. Bei der in Aussicht stehenden Verstaatlichung handelt es sich in erster Linie um die Oesterreichische Staatsbahn und bann um die Nordwest- bcchn und ferner um die Reichenberg-Pardubitzer Eisenbahn. Minister Wideck hat in seiner jüngsten Eisenbahnverstaatlichungs- rede im österreichischen Abgeordnetenhause betont, daß die Regierung die Vorteile der Verstaatlichung keineswegs unterschätze, aber eine große Verstaatlichung sei für die Staatsfinanzen von außergewöhnlicher Tragweite. Der Minister führte noch aus, daß bei der Staatsbahn die Verstaatlichung leichter sei, wie bei der Nordwestbahn; dies liege hauptsächlich in den Nebenuntemehmunaen der Letzterem Die Verstaatlichung könne einzig aus Grund oe§ aktuellen Ertrags ftattfinden; wäre dies nicht möglich, so müßte eben der Weg des Streits betreten werden. Der Minister schloß: Die Regierung sei bereit zu verstaatlichen, aber nicht um jeden Preis. — Die Regierung hat auch schon früher verstaatlicht, und auch nicht um jeden Preis, sondern sehr zum Nachteil der Aktwnäre.
Biehmarkt. Im Allgemeinen waren die Märkte während der Berichtswoche wieder etwas lebhafter frequentirt, wenn auch der Verkauf fast allenthalben ziemlich zu wünschen übrig ließ. Dadurch daß der große Mannheimer Markt säst vollständig ausverkaust wurde, war der Bedarf im Allgemeinen gedeckt, sodaß das Geschäft sich nicht gut entwickeln konnte. Prima Großvieh fand allenthalben flotte Abnahme, an einigen kleineren Märkten waren auch mittlere Qualitäten gut beachtet. Kälber flott gehandelt, es blieb jedoch ziemlich Ueberftanb. Fette Schweine rasch ausverkaust, an einigen kleineren Plätzen konnte ber Bedarf nicht gedeckt werden.
§ Butzbach, 16. Mai. Der gestrige Markt, welcher früher als Konfirmandenmarkt sehr besucht war, brachte unserem Städtchen lebhaften Verkehr. Aus oem Schweinemarkte waren überwiegend Ferkel angetrieben, bereu Preise wegen der starken Nachfrage sehr hoch waren; es blieben aber nur sehr wenige Schweine unverkauft. Ter Krämermarkt hatte geftern weniger Stäube auszuweisen als sonst am Maimarkie; bogegen waren bte einheimischen Geschäftsleute Kun Teile dis in die Nachmittagsstunden vollauf beschäftigt.
Auszug aus den Kirchenbücher« dtt Stabt Gikßeu. Evangelische Gemeinde.
Getraute. Mathäusgemeinde. Den 15. Mai. Friedrich Wilhelm Grethe, Oberpostassistent zu Eronberg und Wilhelmine Adelheide Luise Emma Antonette Baist, Tochter des Geh. Justizrat Theophil Baist zu Gießen. Markusgemeinde. Den 14. Mai. Llidwig Christian Heinrich Hermanir Raab, Rechtsanwall zu Gießen und Emilie Lauer, Tochter des verstorbenen Rechtsanwalts Ludwig Lauer zu Gießen. Militärgemeinde. Den 10. Mai. Heinrich Eichmann, berittener Gendarm zu Gießen und Ida Valentin, Tochter des Steinbruchbesitzers Karl Valentin zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 11. Mai. Heinrich Philipp Christian Wick, Bauunternehmer zu Marburg und Mathill>e Kölle, Tochter des Schneidermeisters Otto Kölle zu Gießen. Jacobus Sigismund, Schlosser zu Gießen und Karoline Philippine Fritz, Tochter des verstorbenen Fuhrmanns August Fritz, zu (Strafe ebersbach.
Getaufte. Mathäusgemeinde. Ten 11. Mai. Eine uneheliche Tochter, Karoline Marie, geb. den 28. Januar. Ma r- kiisgemeinbe. Den 11. Mai. Dem Dachdecker Ludwig Schmidt ein Sohn, Wilhelm Heinrich Karl, geboren den 11. Mau Mi litärgemeinde. Den 14. Mai. Dem Stabsarzt Dr. Paul Radünz eine Tochter, Katharine Anna Pauline, geb. den 15. April. Lukasgemeinde. Den 11. Mai. Dem Ingenieur Louis Otto Wegerdt eine Tochter, Clara, geboren den 2. Februar. Dem Ingenieur Peter Wilson eine Tochter, Marion Friederike Pauline, geboren den 18. März. Den 13. Mai. Dem Prioatdocent Ur med. Hans Koppe eine Tochter, Annemarie, geboren den 26. November 1901. Den 14. Dem Gastwirt Wilhelm Fischer ein Sohn, Wilhelm August-, geb. den 7. Februar.
Beerdigte. Johannesgemeinde. Den 12. Mai. Johannes Bell, Bahnwärter, 65 Jahre alt, starb den 10. Mai.
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 14. Mai. (Per transatlantischem Telegraph») Der Doppelschrauben - Schnellpostdampfer „Kaiser Wilhelm bet Große", Kapitän D. Högemann, vom Norbdeutschen Lloyd w Bremen, ist gestern 9 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork anr gekommen.
Bremen, 14. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Friedrich der Große", Kapitän M. Eichel, vom Norddeutscherr Lloyd in Bremen, ist heute 3 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
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Wetter
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Höchste Temperatur am 15./16. Mai
Niedrigste „ , 15./16. „
4- 13,5° 6.
4- 5,9° 0.
4 ^Sonnenschein
2 jRegen
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Äbsoluribesres
■ Sehr geehrter Herr! Der Unter« hHl tißlUlUlSS- offtzier M. war so freundlich, mir ein Stück Herbaseife abzulaffen, die ich mit deffen Rat an meinen skrophulosen Hautausschlägen gebrauchen sollte, und bin jetzt soweit hergestellt, daß ich aus dem Stations-Lazarell entlassen werden kann; mochte aber diese Seife noch längere Zeit gebrauchen, denn ich bin überzeugt, daß meine Ausschläge nicht mehr wiederkommen, denn ich liege schon über /, Jahr hier im Lazarett und es blieb bis jetzt alles uiroeränbert, bis mir vor einiger Zeit Herr Unteroffizier M. Ihre Oberweyers Herbaseife gegeben hat. Ich bitte Sie daher um recht baldige Zusendung von 2 Stück Herbaseise per Nachnahme, denn ich bin letzt soweit, daß ich aus dem Lazarett hinauskomme. Ihr dankbarer Unteroffizier G., zur Zeit Stations-Lazarett in Wilhelmshaven.
Jeder, der an Skropheln, nassen ober trockenen Flechten ober an Hautausschlägen leibet, kann nach solchen Berichten, bie alle ber Wahrheit gemäß geschrieben, sich davon überzeugen, welchen großartigen Erfolg Obermeyers Herbaseife nach kurzer Zeit ihres Entstehens sich erworben hat. Obermeyers Herbaseife ist zu haben in allen Apotheken und Drogerien ober vom Fabrikanten I. Gioch in Hanau a. M. Bestanbteile : 90% Seife, 2% Salbei, 3% Arnica, 1,5% arab. Wasserbecherkraut, 3,5% Harnkraut.907
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