Ausgabe 
16.5.1902 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Landratsämter, Polizei- und Gemeinde-Verwaltungen, be-, Geyserausbruch, so wird uns durch eine Trarrsparentdar- .... -rixn-jrx.. cn_______= iS. u.r.? »-.it ct-rftnrtmnatfiM hoÄ Cf-ntffpFien her yJZonbtihafen

stellung mit Erklärungstafel das Entstehen der Mondphasen zum vollen und unauslöschlichen Verständnis gebracht. Ein gleiches Lob gebührt den vorzüglich ausgesührten Text-

Friedrich III. Nr. 114, seither im 5. Großh. Hess. Infanterie- Regiment Nr. 168; das Silberne Kreuz desselben Ordens dem seitherigen Bczirksfeldwebcl Diehl beim Landwchrbezirk Gießen.

* Ernennung. Der Großherzog hat am 14. Mai den Lehrer Backhaus in Darmstadt zum Gewerbelehrer an der Landesbaugewerkschule und der Gewerbeschule zn Darm- tadt ernannt.

** Tirnstnachrichten. Der Großherzog hat dem Förster- Klein zu Gainbach zu dem bereits früher verliehenen All­gemeinen Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" das Band des Verdienstordens Philipps des Großniütigen verliehen. Der Großherzog hat den Ober­amtsrichter Kolb m Zwingenberg zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 unter Erteilung des Charakters als Amtsgerichtsrat mit Wirkung vom l.Juni ernannt. Durch Entschließung des Ministeriums der Justiz wurde Gerichts­assessor Dr. Friedenreich in Mamz mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungcn eines Staatsanwalts am Landgericht der Provinz Rheinhessen und Gerichtsassessor Lanz in Zwingen­berg nut Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amts­anwalts in Mainz beauftragt.

* * Das Regierungsblatt Nr. 27 enthält das Gesetz, die Ausführung der Unfall- und Krankenversicherung der m land- und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen betr., vom 10. Mai 1902.

* * Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz, Nr. 9, enthält ein Ausschrciben an die Notare, betreffeiid die Prüfung der Amtsführung der Notare im Jahre 1901. Die Nr. 10 desselben Amtsblattes hat zum Inhalt ein Aus­schreiben an die Amtsgerichte, betr. die Beiordnung von Justiz- beamten nach § 116 der Zivilprozeßordnung.

Aus Stadt und Kaliö.

Gießen, den 16. Mai 1902.

** Auszeichnungen. Der Großherzog hat verliehen: DaS Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Generalmajor z. D. Wund sch, seither Komniandeur des 5. Großh. Jnf.-Regiments Nr. 168; das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone desselben Ordens dem Major v. Lindequist, Bataillons-Kommandeur im An- haltischcn Infanterie-Regiment Nr. 93, seither im 1. Großh. Jnfanterie-(Lelbgarde-)Regiment Nr. 115; das Ritterkreuz 1 Klasse desselben Ordens dem Major Melchior, Bat.- Kommandeur im 6. Badischen Jnfanterie-Regiment Kaiser

Haftes Unterstützen der letzteren bei Aiüaß der Uufmaucrung t>c$ Mittelpfeilers. Als weitere Momente kommen hinzu: Ungenügende Dimensionierung einer Säule und Mangel einer Kontrolle der Dimenslomermig durch die Unternehmung, Venvendung ungeeig­neten Rohmaterials, inangelnde iLorgialt bei der Anssuhrung um Älangel einer Prüfung der Festigkeit des Betons, unklare Ab­grenzung der Kompetenzen in den unteren Organen der Bauleitung und Hast und unzweckmäßige Reihenfolge bei der Ausführung der Arbeiten und bei Entfernuiig der Sprießen. Der fahrtaffigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung sind angeklagt: 1. Ter Architekt Rudolf Linder, 2. der Bauingenieur ^.heologue Beniduma, der Chef der Hennebiquearbeilen ivar, 3. der Bau- ührer Aiigust Wobnli nnb 4 der Bautechnlker und Bclonbauführer Wilhelm Bendler. Tas Urteil lautet gegen Linder und Pemdunia aus jäuildig, doch würbe bic ihnen zur X.'aft fallende Fahrlässigkeit als nicht besonders schwer angesehen. Linder tmirbc zu 1 Monat Gefängnis imd Penidunia zu 100 Fr. Geldbuße vernrte,lt: Wernl, uild Bendler würben sreigefprochen. ........

sonders für alle Beamten militärischer Bureaus ist dieses altbewährte Armee-Schema ein unentbehrliches Hilfsmittel. .Hinsichtlich der höheren Chargen bietet dasselbe einen sehr brauchbaren Ersatz der großen, sehr viel teureren Rang­liste; es ergänzt dieselbe durch die Sächsischen und Baye­rischen Truppenteile, welche die Rangliste nicht enthält.

VonWeltall und Menschheit" gelangt soeben die 2. Lieferung (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57, Preis pro Lieferung 60 Pfg.) zur Ausgabe. Sie rechtfertigt die hochgestellten Erwartungen, denen man sich nach den so überaus günstigen Eindrücken des Probeheftes hingeben durfte, in geradezu glänzender Weise. Das alte und eingewurzelte Vorurteil, daß deutsche Gelehrte und Professoren, wenn sie.schreiben, vom Laien nur schwer ver­standen werden können, wird durch dieser Werk siegreich aus

Nr. 113 »-scheint täglich außer Sonntags.

Dem Gubener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesfllchea Landwirt die Siebener Familien- diLtter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Unwers.-Buch- u. Stein­druck er ei (Pietsch Lrb«0 Refcafnon, ®rpebitior und Druckerei

Echulftraße 7.

Ubrefle für Depeschen: Anzeiger «teße«.

EernsprrchanslbliibNr.51.

illustrationen.

Amtliche Berichte der Generale de la Reh, Smuts, Liebenberg, sowie andere Urkunden über den südafrikanischen Krieg (insonderheit über die Grausamkeit der englischen Kriegsführung), welche die Vertreter der Buren in Europa kürzlich empfangen haben. Mit Zustimmung der Regierung der Burenstaaten in deutscher Uebersetzung herausgegebcn durch A. Scho- walter. München, I. F. Lehmanns Verlag, 1902. Preis 60 Pfg. Es erscheinen hiermit erstmals amtliche, von Buren­generalen an Präsident Krüger in Europa gerichtete Be­richte über den Südafrikanischen Krieg in zusammenhängen­der Form. Jetzt, wo alle Burenfreunde den Verlauf der schwebenden Friedensverhanolungen mit atemloser Spann­ung verfolgen, werden diese wahrhettsgetreuen Berichte der im Felde stehenden Burengenerale mit Begierde aus­genommen und gelesen werden. Woran schon längst kein Deutscher mehr gezweifelt, das bestätigen auch diese Be­richte vollauf: England scheut sich trotzder hohen Kultur» Mission, die es zu erfüllen berufen ist", nicht, in der un­menschlichsten, rohesten Weise gegen ein Volk vorzugehen, das ihm an wahrer Bildung weit überlegen ist.

Feuilleton.

Im Verlage der Hofbuchhandlung von Karl Siegis- vmnd in Berlin erschien soeben: Stecherts Armee- Einteilung und Quartier-Liste des deutschen Reichsheeres und der Kaiserlichen Marine. Nach amtlichen Quellen bearbeitet und herausgegeben von der Redaktion des Deutschen Soldatenhortes. Einzelpreis 80 Pfg. Die sett 43 Fahren regelmäßig erscheinende Armee-Liste enthalt eine tabellarische und sehr übersichtliche Zusammenstellung aller Truvventeile der deutschen Armee mit namentlicher An- gäbe der Chess (Inhaber), tommanbeuie Stanborte, foroie für« Uniform-Beschrelbunyen und Abbildungen der ReqimentÄr-menSzüg-, ferner d«P-rf°nnüen der Kriegs­ministerien und höheren Milrtur-Behorden, ine General- NLbe -Inlvektionen, Gouvernements und Lommandanturen, unb Bildungswefen, Verwaltungsbehörden; i»ner die Landwehr «unb 2emtorra£be$irfe, ein Verzeich. nti tomtMier Truppenteile nach Wafiengattungen und Nummerniolae und -in alphabetisches Verzeichnis der Gur. niionTn mit Armeekorps-Zugehörigkeit. Die Abteilung "Kaiserliche Marine" cnlhÄr die Personalien des ttetc^ fi» die Oberkommandos ^^pe^nen die Küstenbezirke Verwaltungsbehörden, SchutztriEPen für die Kolonien das ostasmtische Expeditionskorps und eine genaue ' ^r easschiffe nLbst Deplacement und Pferde- ^n aller Behörden,

Gerichlssaal.

Mannheim, 14. Mai. Eine neunköpfige DiebeS-- und Hehlerbande hatte sich heute vor der Strafkammer zu ver­antworten. Die Hauptangeklagten waren Hausburschen hiesiger Warenhäuser. Sie haben seit Jahren ihre Geschäfte geplündert. Der Gerichtssaal glich selbst einem Warenhaus. Hunderte num­merierter und etikettierter Gegenstände, Hemden und Damen- ackets, Hüte und Schirme, Stoße und ganze Anzüge waren aufge- eqt. Die Hauptdiebe, die Hausburschen Adolf Sturm aus Affal­trach bei Heilbronn und Gottlob Straub aus Großbottwar bei ; ?eilbronn wurden zu Zuchthausstrafen von 2i/< und 3 Jahren, die Ue brigen zu Gefängnisstrafen von 28 Monaten verurteilt.

Bafel, 13. Mau Volle vier Tage hat das hiesige Sttafgericht im foq. Hennebiqueprozeß verhandelt. Wie man sich er­innert, ist am 28. August 1901 der fast vollendete Neubau des HotelsZum Bären" an der Aeschenoorstadt in Basel cm« g estürz t, wobei sieben Arbeiter getötet und sechs schwer verletzt wurden. Der Bau wurde ausgeführt von der FirmaBasler Baugesellschaft, vormals Rudolf Linder". Die technische Ober­leitung lag vollständig in den Händen des früheren Eigentümers des Geschäfts, Rudolf Linder. Der Bau war in sogenannter venne- biquekonstrukiion ausqesührt worden, die statistischen Berechnungen des eingestürzten vierstöckigen Hauses sind sämtlich aus dem Bureau Hennebigue in Paris ausgeführt worden, eine Nachprilfung hat aus dem Bureau der Basler Baugesellschaft nicht stattgefunden. Nicht bloß der Volksmund, sondern auch angesehene Ingenieure bezeichneten unmittelbar nach der Katastrropbe das ange- wandte Bausy st em als die Ursache des Unglücks. Das Baudepartement des Kantons Baselstadt veranstaltete infolge dessen eine Umfrage in allen deutschen Großstädten über dieses System, das für die Hennebiquekonstruktion günstig aussiel. Außerdem wurden Stadtbaumeister Geiser in Zürich und die Pro­fessoren Ritter unb Schule am Polytechnikum in Zürich um ein Gutachten ersucht. Die Experten verneinen ausdrücklich die Frage, ob der Zusammensturz das System Hennebiaue überhaupt in Frage gestellt habe. Allerdings sei ein ganz abgeklärtes, allge­mein adoptiertes, wissenschaftliches System zur Berechnung von Hennebiquebauten noch nicht vorhanden. Aber die verschiedenen gegenwärtig angewandten Methoden der Berechnung ließen doch die Tragkraft der Konstruktionen mit annähernder Sicherheit be­stimmen. Auch die städtische Baupolizei wird durch den Experten­bericht entlastet. Als Hauptursache des Einsturzes wird darin be­zeichnet: Unvorsichtigkeit im Vorgehen bei Wegnahme der Sprießen unter den Unterzügen 3 und 4 über dem Parterre und mangel-

dem Felde geschlagen werden. Fließend und klar ist der Stil, anschaulich und faßlich für einen jeden wird der um­fangreiche Stoff von ersten Autoritäten behandelt, sodaß sich den weitesten Kreisen des Volkes die langgesuchtc Mög­lichkeit giebt, fast spielend und sich uuterhaltend den inter­essantesten Problemen der Naturwissenschaften nahe zu kommen und sie zu verstehen. Wie in dem Probehefte das Entstehen eines Gewitters dem Leser und Beschauer geradezii zum Greifen deutlich vor die Augen geführt wurde, so macheil wir mit Hilje einer vierteiligen Klappenbeilage mit Erläuterungen der Theorien von Mackenzie, Bunsen und Lang in dem neuen Hefte die Bekanntschaft mit einem

Politische Tagesschau.

Ruffische Wirtschaft

Jetzt liegt auch der Wortlaut des nach einem telegro- fhischen Auszug bereits von uns wiedergegebenen amt = ichen Berichts über die russischen Bauernu nruhen vor. Dieser Bericht ist ein geradezu klassisches Beispiel da­für, wie man im Zarenreich wirtschaftliche Mißstände schlimmster Art dadurchaus der Welt schafft", daß man die Empörer mundtot macht. Daß eine furchtbare Not unter der Landbevölkerung herrscht, wird von den russischen Behörden natürlich nicht zugegeben. Alljährlich erstattet Minister Witte seinenFinanzbericht" an den Zaren und beweist darin, daß alles vorhanden ist, was Riißland braucht zur Mehrung von Besitz und Macht. Denn darauf kommt es in der Hauptsache an; wie es im Innern des gewaltigen Reiches aussieht, das steht erst in zweiter und dritter Reihe zur Erwägung. Ge­legentlich werden ein paar Millionen ausgetellt an besonders notleidende Distrikte, wie viel von der Spende an den Fingern der Beamten kleben bleibt, das ist eine naheliegende Frage. Nichts charakterisiert besser das System der Hinweg­leugnung als die Bemerkung in dem amtlichen Bericht, in den Kreisen Poltawa und Konstanttnogrod,wo die wirt- schaflliche Lage der Bauern infolge einiger aufeinander fol­gender Mißernten nicht ganz befriedigend ist", habe die gegen die Regierung gerichtete Propaganda Wurzel gefaßt.Nicht ganz befriedigend", ein kühlerer, gleichgültigerer und zugleich unwahrerer Ausdruck konnte nicht gefunden werden. Da ist eS fein Wunder, daß auf Grund solcher Darstellungen die oberen Behörden in Rußland die Bauernbewegung auf eine vorwiegend politische, auf Umsturz des Bestehenden gerichtete auffassen, während es in Wirklichkeit eine Bewegung des Hungers und der äußersten Verzweiflung ist. Der amtliche Bericht erwähnt im Beginn, daß zunächst die Bauern unter Berufung auf den Mangel an Verpflegungsmitteln um kosten­freie Ausgabe von Getreide und Viehfutter gebeten haben. Die Langmut, die geduldige Ergebung des ruffischen Bauern ist bekannt, er ist durch eine harte Schule der Erfahrung ge­gangen. Das Elend muß einen außerordentlich hohen Grad erreicht, die Behörden müffen jede Hülfeleistung rundweg ab­geschlagen haben mit keinem Wort ist in dem amtlichen Bericht von irgendwelchen Unterstützungsmaßregeln die Rede daß die Bauern zur Empörung sich aufwiegeln ließen. Dann ist die russische Regierung energisch eingeschritten, Ge­wehrfeuer und die berühmte Knute haben dieRuhe m den Gouvernements Poltawa und Charkow wiederhergestellt." Der Bericht hält die Hinzufügung für nöthig,es sei unwahr, daß die Behörden Bauern zu Tode geprügelt hätten." Wa­rum sagt man nicht gleich, die Erekuticrten hätten sich nach den Knutenhieben frisch und munter gefühlt? Dann würde man doch dem Beschönigungsstil treu bleiben. Dieserussi- sche Wirtschaft", glanzvoll, prunkend nach außen, kümmerlich und düster nach innen, unterscheidet sich auch nicht viel von derpolnischen" Wirtschaft, die den Makel dieser Bezeichnung unauslöschlich durch die Jahrhunderte trägt.

vierzehnjähriger Erfolg.

Zur Vertilgung der Ratten m Wohnräumen, Gehöften, Vieh unb Hühnerställen haben sich Freyberg's Delicia-Ratlenttichen ans das Glänzendste bewährt. Delicia-Rattenkuchen töten alle Nage­tiere, für Menschen und Haustiere wirten sie jedoch im schlimmsten Falle nur brechenerregend und können deshalb ohne Gefahr, wert­volle Tiere (Schweine, Hunde, Katzen, Hühner, Tailben) zu ver- giften, überall ohne Bedenken ausgelegt werden. Um sich vor Nachahmungen zu schlitzen, verlange man in Apolheten und Trogeichandlungen ausdrücklich Telieia-Rattenkuchen (patentamtl. geschützt unter Nr. 36110 F. 2807 Klasse 2).

Handel und Verkehr. Uolksuiirtschafl.

3 Prozent Reichvanleihe. Em Berliner Blaii wui Witzen, daß vor dem Herbst dieses Jahres keinesfalls eine neue Emission von 3 pEl. Reichsanleihe erfolgen wird. Auch darüber, was bann beschloßen wird, lasse sich iivch nichts Bestimmtes jagen; es sei we­nig wahrscheinlich, daß die Regierung dann mit einer neuen An­leihe an den Markt treten wird. , .

Dortmunder Union. Ter neueste Sanirungsplan wirb in den Finanzblättern einer eingehenden unb recht wenig sreundlichen Kritik unterzogen unb dies nut Recht. Tenn bas ewige Experi­mentieren mit dem Gelbe der Aktionäre und bis jetzt immer zum Nachteil der Letzlereii, war bei der Dortmunder Union Regel unb ordert die schärfste Kritik heraus. Tie neueste Sanierung ist die ünfte ihres Zeichens. Nach dieser ivürde die Union zu rechnen haben mit 36 Millionen Aktienkapital, 3 Mill. Mark Bankschulden (an sonstigen Kreditoren waren Ende Juni 1901 noch ca. ö Mill. Mark vorhanden) und einer fundierten schuld von ca.17 Mill. Alk. Wenn man die Sache im rechten Licht betrachtet, fehlt es bann eigentlich wieber an Baarmitteln. Jedenfalls kann verlangt werden, daß den Aktionären, die Opfer fonder gleichen gebracht haben, iiachgewiefen wirb, daß Verhältnisse geschaffen smd, auf Grund bereu gehofft werben darf, daß die Gefellfchaft an guten Konjunk­turen entsprechenden Anteil hat und in ungünstigen Zelten nicht sofort wieder zu einer neuen Sanierung schreiten muß. Am Uebrigen gehen bic Aktien der Gesellschaft noch fortgesetzt zu nid, da in einem rheinifch-westphälischen Blatte die Zusammen­legung der Aktieii von o zu 3 als nicht ausreichend bezeichnet und eilte Zusammenlegung von 5 zn 2 angeregt wird. ...

Vom teifettmartt. In der Generalversammluna des palb zeugverbandes wurde festgestellt, daß der Absatz nach dem In- und Auslände sich in befriedigendem Umfange bewegt. An den Preisen wurde jedoch nichts geändert. Auch in derGeneral- versanunlung des Trägerverbandes wurde konstatiert, daß die Werke durchweg gut beschäftigt sind, doch wird auch hier an den Preisen fürs Erste nichts geändert werbe».

Bcrgtfch-Märkifchc «aut Elberfeld. Ter Protest des Ver treters des Barmer Bankvereins gegen den Generalverfainmlungs- beschlitß betreffend die Fiiston der Barmer Handelsbank ist zurück­gezogen worden.

Zwischen dem Rheinisch-Westfälischen Kohlen- syndikat, dem Robeisensyndikat und dem Halbzeitgvei> band ist eine neue Vereinbarung der Ausfuhrvergütung für die Eisenindustrie zu Stande gekommen. Bedingung ist, daß derAus- landpreis plus Ausfuhrvergütung nicht höher ist, als der In­landspreis. Die Vereinbarung hat rückwirkende Kraft ab 1. April d. Js.

Wien, 15. Mai. Der Generalrat der Oesterrcichischen- Ungarischen Bank beschloß am 26. Mai bei den Hauptanslalten und Filialen mit der Ausgabe von neuen Banknoten zu 50 Kronen zu beginnen.

Korman-Watte (Dose 30 Pfg.) 3400

vorzügliches Schnupfenmittel angenehme Anwendung.

Drittes Blatt. 152. Jahrgang Freitag 16. Mai

^rwigi,iy monatlich 75 Vf., ötertcl*

GletzenerAnMger s i

W General-Anzeiger " ,,£=

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZM