Nr. 88
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Greßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Zamilien- ilätler viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schea Ünivers.-Buch-u.Slein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erveditton und Druckerei:
Schulstraße 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
FrrnsprkchanschlußNr.51.
Zweites Blatt. ISS. Jahrgang Mittwoch 1«. April LSOS
Bezugspreis!
monatlich 7öPs., viertele jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Mk. 2.—viertel« jährt ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilen preis: lokal I2Ps* auswärts 20 Psg.
Verantwortlich: für den polit. il allgem.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
” U zeigenteil: HanS Beck.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v
Are Heutige Yummer umfaßt 12 Seiten.
Dalitische Tagesschau.
Das Attentat gegen den rusfischen Minister des Innern.
Nach dem „Minister der Volksaufklärung" Bogoljepow — der Minister des Innern Ssipjägin! Man must sagen, die russischen Revolutionäre wissen ihre Opfer mit Sicherheit zu treffen.
Tmitri Ssergejewitsch Ssipjägin entstammt einem alten Moskauer Aoelsgeschlechte, und ist 49 Jahre alt geworden. Man hoffte vielfach, daß er als Minister den Verfolgungen von Protestanten, Katholiken und Sektirern ein Ende machen würde. Aber er hat, wie alle anderen russischen Minister vor ihm, auch nichts neues zu thun gewußt, als die in Rußland noch immer beliebten gewaltsamen Unterdrückungen aller der Regierung unangenehmen Bestrebungen. Daß die Revolutionäre den Minister des Innern sich zum Opfer auserwählt haben, ist dadurch zu erklären, daß dieser die Hauptrolle sowohl bei der Unterr- drückung der Presse als auch b-e.1 der Bekämpfung der Straßen-Demonstratiou gespielt hat. Im übrigen wird man das Attentat nicht sowohl als gegen die Person, denn als Protest gegen das ganze Regterungssystem anzusehen haben.
Minister Ssipjägin hatte das Reichsratsgebäude betreten, um sich in die Sitzung des Ministerkomitees zu begeben. Der Mörder, der kurz vorher in einer Equipage eingetroffen war, wartete auf den Minister und übergab ihm ein Schreiben. Als der Minister das Schreiben eutgegen- nahm, feuerte der Ueberbringer 4 Schüsse auf den Minister ab und verwundete ihn schwer. Der Verwundete wurde alsbald in das naheliegende Maximilianowski-Hospital gebracht. Er verschied trotz ärztlicher Hilfe nach etwa einer 6tunbc. Der Mörder wurde sofort verhaftet. Er ist, wie wir bereits in unserem heutigen Morgenblatt mitteilten, Student. Es ist bekannt, daß die russischen Studenten und Studentinnen, die „Kursistki", zum größten Teil Bevölkerungsklassen entstammen, die mit irdischen Gütern nicht gesegnet sind. Wie groß die Not unter den „Kursistki" ist, kann man aus den Angaben des kürzlich erschienenen Rechenschaftsbericht des „Moskauer Vereins zur Unterstützung Studierender^ ersehen. Ein trübes Bild sozialen Elends entrollt sich da dem Blick. Die Kursistki bringen es fertig, ihre Ansprüche so herabzuschrauben, daß sie für Wohnung, Essen und Kleidung monatlich nur drei bis sieben Rubel verausgaben. Ihre Nahrung besteht aus Thee und Brot, das Mittagessen kostet 5 bis 6 Kop. und es giebt so manchen Tag, an dem sie überhaupt nicht zu Mittag essen. Viele Kursistki schlagen sich monatelang auf diese Weise durch und wenden sich erst dann an den Unterstützungsverein, um endlich einmal chre Leibwäsche oder ihre abgetragenen Kleider und ihr Schuhwerk ausbessern zu können. r ■ ■ ■— ■ - —-......
Deutsches Keich.
Berlin, 15. April. Der Kaiser hörte heute den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts und Marinevorträge.
— Für den 21. Juni ist ein Besuch des Kaiser - Paares in Wesel in Aussicht genommen.
— Im Befinden des F ü r st e n von R e u ß ä. L. ist, dne in Greiz nunmehr auch offiziös zugestanden wird, seit gestern eine bedeutende Verschlimmerung eingetreten. Ter Zustand giebt zu großen Besorgnissen Anlaß.
— Tie „diordd. Allg. Ztg." schreibt: Aus Wiesbaden und Frankfurt a. M. wird in der Presse verbreitet, daß nach Erledigung des ersten Flottengesetzes vom Kaiser dem Abg. Dr. Lieber ein höheres Reichsamt oder ein Oberpräsidium angeboten worden sei. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß ein derartiges Angebot niemals erfolgt ist.
— Wie die „Naü-Ztg." erfährt, haben sofort nach Abschluß der Brüsseler Zuckerprämienkonvention die Vorarbeiten betreffend die Genehmigung der Konvention begonnen und sie werden derart gefördert, daß die Ein- br ingung der Vorlage im Reichstage noch vor der Unterbrechung der Sitzungen desselben bis zum Herbst zu erwarten ist.
— Tie Geschäftsordnungskommission des preuß. Abgeordnetenhauses beschäftigte sich heute vormittag mit einem Anträge, dem Abg. v.' Bülow-Bothkamp die Erlaubnis zu erteilen, in einer Privatklagesache als Zeuge vor Gericht zu erscheinen. Tie Kommission beschloß, dem Plenum zu cinpfehlen, die Erlaubnis zu v erjag e n. Es wurde dabei hervorgehoben, daß dieser Beschluß keine prinzipielle Bedeutung habe, sondern nur dem vorliegenden Einzelfall angepaßt erscheine.
Wilhelmshafen, 15. April. Prinz und Prinzessin Heinrich sind zur Grundsteinlegung des Seemannshaufes heute hier eingetrofsen und begaben sich, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, sogleich durch die reichgeschmückten und beflaggten Straßen nacl) dem Festplatze. Nach der Grundsteinlegung, bet der Admiral Thomsen die Festrede hielt, fand im Marineoffizier-Kasino ein Frühstück statt, dem auch die Spitzen der Behörden und die Leiter der See- mannshaus-Gcsellschast beiwohnten. Prinz und Prinzessin Heinrich sind um 41/2 Uhr wieder von hier abgereist.
Dessau, 15. 2lpril. Eine neue landesherrliche Verordnung bestimmt, daß Personen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, an einer öffentlichen Tanzlustbarkeit auch dann nicht teilnehmen sollen, wenn sie in Begleitung Erwachsener sind.
Coburg, 15. April. In einer ösfenrlichcn Versammlung sprach der Führer der Gothaer Sozialdemokraten, Abg. Bock, dem jetzigen Ministerium Hen-
tig sein volles Vertrauen aus. Den ihm vom vom „Gothaer Tagebl." verliehenen Titel eines „herzoglich sächsischen Hofsozialdemokraten" lehnte Bock ab, indem er sagte, die Sozialdemokraten seien zw arhöflich, aber würden nicht zu Hofe gehen.
Karlsruhe, 15. April. ZweiteKammcr. Staatsminister v. Brauer bemertt, daß er erklärt habe, daß Baden an seiner Eisenbahnhoheit festhalten werde. Wenn er sich ein paar Worte über die Zukunft der deutschen Bahnen gestatten dürfe, so glaube er nicht, daß die preußisch-hessische Gemeinschaft vorbildlich für andere große Staaten sein werde. Er hoffe, daß eine immer größere Einheitlichkeit unter den deutschen Bahnen eintreten werde, doch könne dies nur schrittweise geschehen. Das nächste Ziel sei, zu einer völligen Personentarifgemeinschaft zu gelangen. Mit ihr werde für das reisende Publikum die Hauptbeschwerde erledigt sein. Sei dies erreicht und seien auch die Gütertarife im einheitlick>en Sinne weiter ausgebildet, dann werde eine weitere Aufgabe sein, zu gemeinsamen Wagengestellungsvorscyriften zu gelangen, um einen gemeinsamen deutschen Wagenpark zu erlangen. Alle diese Einheitsbestrebungen könnten durchgesührt werden, und die Verwaltung der Eisenbahnen könnte doch bei den Einzelstaaten bleiben.
Ausland.
London, 15. April. Das Unterhaus nahm den Antrag auf Erhöhung der Stempelabgaben auf Cheks, Kupons und Sichtwechsel von einem Penny auf zwei Pence an. — Schatzsekretär Hicks Beach beantragt eine Resolution, durch welche die Regierung zur Aufnahme einer Anleihe von 32 Millionen Pfund in zweidreiviertelprozentigen Konsols ermächtigt wird.
Paris, 15. April. Aus Brazzaville (Weftafrika) vorliegende Depeschen vom 10. April bestätigen, daß die Eingeborenen die Faktorei N'doci am Sangha plünderten, der Direktor Labbe wurde ermordet und aufge- g e s s e n. In der Gegend des Tschadsees wurde der L e u t - n an t Pradier im Kampf mit den Tuaregs getötet. In Quesso sind zwei Kompagnien Senegalschützen eingetroffen, eine dritte ist unterwegs. Tie Regierung hofft, daß dieselbe zur Wiederherstellung der Ruhe genügen.
— Im heutigen Ministerrat teilte Minister Del- casse ein Schreiben des Präsidenten Roosevelt mit, in dem Präsident Loubet ein ge laden wird, der im Mai stattfindenden Enthüllung des Denkmals des Marschalls Grafen Rochambeau in Washington beizuwohnen. Der französische Botschafter in Washington erhielt den Auftrag, Roosevelt den Dank Loubets auszusprechen. Er wird ihm gleichzeitig die Namen der Mitglieder der zur Vertpet- u n g des Präsidenten ausersehenen Abordnung mitteilen, welche sich auf einem Kriegsschiff nach Amerika begeben, sollen.
Bern, 15. Llpril. Die Geschäfte der schweizerischen Gesandtschaft in Rom werden durch den belgischen Gesandten Loo weitergeführt. Der Bundesrat ließ heute der Bundesversammlung eine Botschaft betr. den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien Angehen. Tie Botschaft schließt: Wir bedauern aufrichtig, daß die diplomatischen Schiebungen zwischen unserem Lande und dem Nachbarstaate, mit dem uns alte Freundschaft und gemeinsame Interessen verbinden, abgebrochen sind, aber wir sind überzeugt, daß der Abbruch der Beziehungen in keiner Weise durch unsere Schuld veranlaßt worden ist. — InR 0 m wurde heute ein Grünbuch veröffentlicht, das neun Dokumente umfaßt.
Wien, 15. April. Im Einlaufe des Abgeordnetenhauses befindet sich eine Interpellation Bennati über die Nichterhebung der Anklage gegen den Fasten- prediger Colleoni, der in Dignano sagte, wer sich dem Pap st widersetze, ende im Elend;Humbert sei durch eine von Gott bewaffnete Mörder Hand gefallen; man werde sehen, wie der jetzige König enden werde. Tie Voruntersuchung wurde eingeleitet und Italien davon verständigt, daß die Staatsanwaltschaft in Rovigno nicht Anklage erhebe, was die Loyalität gegen Italien in ein schlechtes Licht rücke. Der Juftizminister wird aufgefordert, im Einvernehmen mit dem Kultusminister dem systematischen Mißbrauch des Altars und der Kanzel Schranken zu setzen. (Collconi ist inzwischen aus Oesterreich ausgewiesen worden.)
Washington, 15. April. Im Repräfentantenhause hat Modersott eine Resolution auf Ab s cha s f un g des Zolles auf fremde Biere eingebracht.
N e w y 0 r k, 15. April. „Mail anö Expreß" sagt, Kaiser Wilhelm habe drei amerikanische Offiziere zu den deutschen Manövern eingeladen.
Der Ausstand in Belgien.
Während in der Provinz der allgemeine Ausstand die üblichen Gewaltszenen zeiiigt, hat in Brüssel die Menge wieder Vernunft angenommen und ihre vier großen Meetings in aller Ruhe abgelfalten. Voraussichtlia> wird der Brüsseler Ausstand nicht so allgemein werden, wie die So- üalisten hoffen, denen aus der anderen Seile durch den Beschluß einer Gruppe von Großinoustriellen des Henne- gaues, den König (im Intervention anzugehen, ein unerwarteter Sukkurs erwachsen ist. Die Zahl der Ausständigen wird z. Zt. aus 250 000 geschätzt. Am Montag sand im Volkshause eine Volksver,ammlung statt. Tie Abgg. Tesuet, Telporte und Vandc^oelde mahnten zur Ruhe, sordcrten aber zugleich die Arbeiter zur Energie und Beharren int Widerstände aus. Wir sordern eine yteform, welche in Deutschland ein Mann, der gewiß kein So
zialist war, fteiwillig durchgeführt habe, und wir werden siegen! Seit heute ist die Lage der von 1899 ähnlich geworden. Tantals habe das Gewitter eines Abends entschieden, diesmal werde das Unwetter länger dauern. Die Entscheidung liege nun bei Leopold von Coburg.
Der König hatte eine längere Unterredung mit dem Minister des Innern und dem Bürgermeister von Brüssel, welche die Ereignisse der letzten Tage zum Gegenstand hatte. In Löwen sind Schulen und Universität vorläufig geschlossen worden. In Bastogne explodiere vor der Wohnung des Geheimrats Dr. Gribaumont eine Dynamit- Patrone. Der Materialschaden ist bedeutend. Personen wurden jedoch nicht verletzt. Der Brüsseler Polizei sind bisher 3000 Patronen abgeliefert worden. Während der letzten Gendarmerie-Attacke wurden zwei Frauen derart in Schrecken versetzt, daß sie an dessen Folgen gc • st 0 rben sind.
Die Zugänge zur Repräsentantenkammer sind- von der Bürgergarde bewacht.
Die Kammersitzung am Dienstag endete ohne Zwischenfall. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten forderte Abg. Neujean die Regierung auf, um den Bürgerkrieg zu vermeiden, die Auflösung der Kammer zu dekretiren. Cabinetschef Smet de Raeyer erklärte, diesen Vorschlag nicht annehmen zu können. Das Auflösungsrecht stehe dem König zu, die Kammer habe darüber nicht zu entscheiden. Das Gerücht, wonach die Regierung sich mit Auf-: lösungsgedanken trage, sei unrichtig. Der liberale Abg.Janson unterstützte den Vorschlag Zieujean's und erklärte, die Regierung dürfe nicht vergeffen, daß man sich vor dem- Bürgerkriege befinde. Der Abg. Woeste (Führer der Kath.) erklärte, die Regierung dürfe nicht kapttuliren und werde die Ruhestörer zur Ordnung bringen. Man verlange von der Regier nung die Demission, sie werde dies aber nicht thun.
Vor dem Bankgebäude der Societö Generale in Brüssel wurde eine Bombe gefunden.
Aus Stadt uud Land.
Gießen, 16. April 1902.
** Um Früherlegung des Arbeiterzoges Nr. 791 haben eine große Anzahl von Arbeitern aus Lang-Göns und der Umgegend in einer Eingabe an die Kgl. Eisenbahn-Direktion zu Frankfurt a. M. gebeten. Der Zug wird 4.59 morgens von Friedberg abgelassen und trifft 5.49 in Gießen ein. Die aus der Umgegend kommenden Arbeiter, die ost 25 Minuten und mehr zu ihren Arbeitsstellen zu gehen haben, kommen deshalb häufig zu spät dort an, da die Arbett faft ausnahmslos um 6 Uhr ihren Anfang nimmt. Derselbe Zug wird, wie man uns schreibt, auch ab Station Gießen von Arbeitern benutzt, die in Lollar beschäftigt sind, wegen des dort herrschenden Wohnungsmangels, jedoch in Gießen wohnen müssen. Diese können erst um 6 Uhr in Lollar eintreffen, also gerade zu der Zeit, in der die Arbett beginnt
Friedberg, 15. April. Nach längeren Verhandlungen der israelitischen Gemeinde mit dem Ministerium soll nunmehr, nachdem auch die Gesellschaft zur Erforschung jüdffcher Altertümer in Köln einen größeren Beitrag zu den Kosten der Wiederherstellung des Judenbades zeichnete, mit der Erneuerung dieses hochinteressanten Baudenkmals begonnen werden. Diese wird unter Aufsicht des Kreisamts nach den Plänen des Architekten H. Kratz dahier ausgeführt und geleitet.
)( Reichlos, (Kr. Lauterbach) 15. April. Seit etwa 16 Wochen wurde die Wittwe des Kaufmanns und Gastwirts Philipp Walther von hier vermißt. Ein Landwirt aus Weidenau entdeckte nun zufällig den Leichnam der Frau in dem sog. „Sauer Bach", der sich auf dem Wege von hier nach Freiensteinau befindet. Dem Leichnam war ein Bein bis zum Knie und ebenso das eine Ohr abgefressen. Der Körper soll, wie man hört, erst wenige Tage im Wasser gelegen haben. Der Vorfall erregt in der ganzen Umgegend großes Aufsehen.
ö, Grebenhain, 15. April. Dem hiesigen Landwirt Emil Ruhl sind innerhalb einer Woche zwei wertvolle Kühe plötzlich verendet, wie man vermutet an Rausch- oder Milzbran d.
X Ha tmannshain, 14. 2lpril. Heute Nachmittag gegen 5 Uhr ertönte hier plötzlich der Ruf „Feuer". Es brannte die Hofraite des hiesigen Landwirts und Flurschützen Heinrich Adolf IX. Den sofort herbeigeeilten Feuerwehren gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschranken. Das zweistöckige Anwesen aber brannte vollständig ab. Das Gebäude war mit etwa 6000 Mk. versichert. Gewiß ein großer Nutzen für den Beschädigten. Das Feuer ist m der Scheune entstanden. Ob Brandstiftung vorliegt, ist bis jetzt nicht bekannt geworden.
8. Tarm8adt, 16. April. (Original-Telegr. des „Gieß. Anz.") Die Abreise des Großherzogs nach Italien wird morgen Abend erfolgen. — Gestern Mittag wurde Oberbürgermeister Morneweg zur Hoftafel gezogen. — Der Gesetzgebungs-, sowie der Sonderausschuß der Zweiten Kammer werden von Donnerstag bis Samstag hier zusammentreten, um eine Anzahl wichtiger Fragen zu erledigen.


