Ausgabe 
14.7.1902 Zweites Blatt
 
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Hamburg, TS. JuL Das mit biefetn Monat er- DrebstahkS mit einem Verweis vorbestraft, hat in Häusern, in denen öffnete, im Kurgarteu anschließend an das Kurhaus an keine Erwachsene, sondern nur Kinder anroefenb waren, gebettelt -J V. ° ./r 7 * < r . ....k CbtaftftrrfiTo m«an»fuhrt Gr orhnft Art mim

v erworfen.

erhalten.

Märkte.

ko. Frankfurt a. M., 14. Julr. (Telegr. Orng.-Berlcht des Gieß. Anz."). Amtlick)e Stotterungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen 449 Ochsen, darunter 156 aus Oesterreich, 70 Bullen, darunter 12 aus Oesterreich, 873 Äül)e, Fersen, Stiere und Rinder, OKühe aus Oesterreich, 219 Kälber, 160 Schafe und Hammel, 832 Schweine, 0Ziegen,0 Ziegen-, 00 Schaflämmer. Bezahlt

Vermischtes.

Stuttgart, 13. Juli. Die deutsche Fachaus­stellung für Fleischerei und Kochkunst wurde heute in Anwesenheit staatlicher und städtischer Vertreter durch den Minister des Innern im Namen des Königs eröffnet.

* London, 12. Juli. Professor Bother, Leiter einer Schule für stemde Sprachen im Stadttelle Fulham, wurde gestern Dtorgen mit durchschnittenem Halse und blutigem Rasiermesser neben sich im Bett gefunden. Prof. Bother war Deutscher, aber in der Schweiz naturalisiert. Er hatte in Zürich eine Schule gehabt. Vor drei Jahren war er nach London gekommen.

* Antwerp en, 12. Juli. In Baelen in der Provinz Antwerpen fand in einer Dynamitfabrik eine große Explo­sion statt. Ein Arbeller und 3 Arbeiterinnen wurden ge­tötet. Der Schaden ist beträchtlich.

* Paris, 12. Juli. Der Minister für die Kolonien veröffentlicht folgende Mittellung: Am 11. d. Mts^ vor­mittags, fand ein neuer Ausbruch des Mont Pelöe statt, welche ebenso heftig war, wie der vom 9. d. Mts. Es erfolgten starke Detonationen, gefolgt von einem Stein- und Aschenregen, welcher über Basse-Pointe, Morne-Rouge und Fond-St. Denis niederging. Die Bevölkerung blieb ruhig. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Die rviffenschastliche Expedition, welche, sobald die Meldung von dem Ausbruch nach Guadeloupe gelangt war, von dort nach Martinique aufbrach, ist in Fort de France ein­getroffen.

* La Coruna, 13. Juli. Mehrere Individuen ver­suchten sich eines Teiles der Ladung des an der Küste ge­strandeten deutschen DampfersTrier" zu bemächtigen. Zollwächter verfolgten die Plünderer und gaben auf dieselben mehrere Schüsse ab, wodurch zwei Seeräuber ver­wundet wurden. Der deutsche Konsul protestierte gegen diesen Akt von Seeräuberei.

iüber 10ÖÖ Unterschriften aus, trotz verschiedener Cingesartdts in den hiesigen Blättern, die einen Schaden für Homburg aus dieser Petition prophezeien. Den hiesigen Kinder­pflegeanstalten sind durch ein Geschenk der Fran Speyer- Fcmrkfurt 5000 Mark zu teil geworden.

Vom großen Feldberg, 13. Juli. Die Arbeiten au dem Aussichtsturm gehen ihrer Vollendung ent­gegen und werden soeben mit doppeltem Eifer betrieben. Dem Vorsitzenden des Taunusklubs ist die Mitteilung ge­worden, daß es nicht ausgeschlossen fei, daß der Kais er der Einweihung beiwohnen wird, werrn dieselbe in der Zeit vom 12. bis 24. Äugust stattfinde. In dieser Woche ist die Spitze des Turmes, der römische (ein sitzen­der) Adler aufgesetzt worden. Derselbe ist aus einem SandsteinblocL von 26 Zentner Gewicht gemeißelt, wiegt -jetzt' noch 16 Zentner und hat eine Hohe von 1,70 Meter. Ohne den Adler, ist der Turm 35 Meter hoch. Die unteren Raume des Turmes, bestehend ans zwei' Zimmern und einer Küche, sürd zur Wohnung des Kastellans bestimmt. Diese Stelle, die viele Bewerber finden dürfte, wird wahr­scheinlich an einen Mllitäranwärter vergeben werden.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Braumeister einer bekannten Groß- Brauerei in Dieburg ist flüchtig geworden. Voraussicht­lich dürste sich die Staatsanwaltschaft mit dem Flüchtigen demnächst eingehender beschäftigen.

** Konzerte der Kapelle des L Garde-Dra- gouer--Re gi.men.ts ans Berlin. Wir machen an dieser Stelle auf die beiden am Dienstag den 15. d. Mts. in Steins Garten stattfiudenden Konzerte aufmerksam. Das Musitkorps leistet unter Leitung seines Dirigenten, des Kgl. Stabstrompeters Alwin Peschke anerkannt vorzügliches. Zur Zeit konzertiert die Kapelle in der Düsseldorfer Ausstellung. Herr Stein benutzte diese Gelegenhell, um sie für einige Konzerte in Gießen zu gewinnen.

keine Erwachsene, sondern nur Kinder anwesend waren, gebettelt mrd dabei verschiedene Diebstähle ausgeführt. Er erhäll, da auch ein versuchter schwerer Diebstahl zur Anklage steht, unter Zu­billigung mildernder Umj'tänbe eine Gefängnisstrafe von vier Monaten und 2 Wochen. Wegen Bettelns wlld auf eine, durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärte Haft­strafe von zwei Wochen erkannt. Der Buffetier Hermann Barthel ist des Vergehens i. S. des § 175 St.-G.-B. angeklagt, wird jedoch, den Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend, frei- g e s r o ch e n. Der gegen ihn in der vorliegenden Strafsache er­lassene Haftbefehl wurde aufgehoben. Der Taglöhner Jose Hermann aus Mährisch-Trübau ist gleichfalls des Vergehens aus § 175 Sr.-G.-B. angeklagt; er wlld trotz seines Leugnens überführt und in eine viermonatige Gefängnisstrafe verurteitt. Der Ziegler Konrad Spring von Obev-Mockstadt, hat sich ein Darlehen von 15 Mark, oas er zur Zahlung einer Gerichtskostenrechnung brauchte, unter der falschen Vorspiegelung erschwindelt, der Amtsrichter von Nidda hätte ihn geschickt, um den Betrag zu erbitten. Das Schöffengericht Nidda hatte den Angeklagten wegen Betrugs in eine Geldstrafe von 15 Mark genommen. Gegen dies Urteil hat der Angeklagte mrd dann die Staatsanwaltschaft Berufung einge­legt. Das Berufungsgericht erachtete eine schärfere Bestrafung für am Platze mit Rücksicht aus die Dreistigkelt, mll der der Ange­klagte den Namen des Richters zu betrügerischen Zwecken miß­braucht hatte, sowie mit Rücksicht auf das Raffinement seines Vorgehens. Trotz seiner seitherigen Unbestrafcheit wurde der An­geklagte wegen Betrugs in eine Gefängnis st rase verulleitt, die das Gericht auf eine Woche bemaß. In der Privatklage- sache der Ehefrau Jakob Emmerich in Altenstadt gegen beit Adam Emmerich daselbst wlld die von der Privatklägerin eingelegte Be­rufung gegen das Urteil des Schöffengerichts Altenstadt, da die Privatklägerin im heutigen Termin nicht erschien, k o st e n f ä l l i g

Gerichtssaal.

M. Gieße«, 11. Juli. Strafkammer. Ten Vorsitz fühll Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, die Anklagebehörde verllat Staatsanwalt Dr. Reuß. Der Maurer Fr. Karl Hofmann von Vilbel hatte an einem Sonntag den sozialdemokratischen Kalender velleilt und zwar derart, daß er einige in Prioathäusern abgab, einen in ein neben dem Wirtslokal befindliches Privatzimmer eines Hauses und einen auf den Wirtstisch in einem von Gästen gerade nicht besuchtes Wirtszimmer legte. Das Schöffengericht Vilbel hatte den Angeklagten, unter Bestätigung eines Strafbefehls, dieser- halb wegen Ueberlretung des Art. 224 des hessischen Polizei straf-- gefetzbuchs und der Art. 45, 47 des hessischen Preßgesetzes zu einer Geldstrafe von 6 Mk. verurteilt. Das Berufungsgericht erklärte den Art. 2Z4 des Polizeistrafgesetzes für nicht anwendbar, da er sich nur auf Gewerbsleute und ähnliche Personenklassen beziehe, nicht aber auf eine Privatperson. Der Art. 47 des Preßgesetzes sei insoweit durch § 9 des Gesetzes vom 10. Oktober 1871 aufrecht er­halten, als er sich auf das öffentliche unentgeltliche Verteilen von Druckschristen beziehe. Eine Verteilung an öffemlichen Orten liege jedoch hier nicht vor, die Privalhäuser und das Prwatzimmer neben dem Wirtslokal schieden von vornherein aus, aber auch das Wllts- zimmer selbst, auf dessen Tisch der Angeklagte einen Kalender ge­legt habe, sei vorliegenden Falles nicht als em öffentlicher Ort an­zusehen, da niemand sich in demselben aufgehalten habe. Der Be­griff des öffentlichen Ortes sei ein relativer und nur dann auf ein Willslokal anzuwenden, wenn Gäste sich in demselben befänden. Der Angeklagte wurde, unter Aufhebung des erstinstanzlichen Ur­teils, freigesprochen. Der Dienstknecht Johann Karl Roth von Niederslorstadt war vom Schöffengericht Friedberg wegen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von 1 Woche verurteilt worden. In der heutigen Verhandlung vor dem Berufungsgericht gestaltete sich' die Beweisaufnahme für den Angeklagten derart günstig, daß die Staatsanwaltschaft seine Freisprechung be­antragte, aus die auch vom Gericht erkannt wurde. Der jugendliche Dienstknecht Georg Köhler von Bernsburg, wegen

Stelle des allen, niedergerissenen Badehanses errichtete neue Kurhausbad erfreut sich infolge feiner vortrefflichen, allen modernen Anforderungen gerecht werdenden Ein­richtung einer starken Benutzung. Es enthält 38 Zellen, in denen Sühwaffer-, kohlensaure und Soolbäder genom­men werden tönnen. Unsere Kur- und Badeverwaltung hat vor kurzem für diese Saison im Kurhaufe eine Ge- mälde-Ausstellun g eröffnet, in der Frankfurter und Berliner Maler Bilder ausgestellt haben. Die Frankfurter Maler fiiü>: Ang. Bandel, A. Eggersdörfer, E. Gies, Prof. I- H- Haffelhorst, H. Herterich, Ph. H. G. Hehl, Prof. E. Stirner, Emmy und Adolf Ziegeumoyer. Von der Cron- tberger Malerkolonie ist Pros. Rorb. Schnodl vertreten. Z. zirkulierende Petition an den Gisenbahnminister um Errichtung des neu zu erbauenden Bahn h ofs in Homburger statt in Gonzenheimer Gemarkung weist bereits

Sport

11. Ruderregatta. In Ergänzung unserer Notiz in Nr. 159 desGieß. Anzeigers" geben wir oie Vereine bekannt, die sich gemeldet haben: Bremer Rudervereiu v. 1882, Bremen. RudergesellschaftRhenania", Coblenz. Crefelder Rudettlub 1883, Erefeld. Ruderverein Ems, Ems. Frankfurter Ruderverein, Frankfurt. Frankfilrter RudergesellschaftOberrad", Frankfurt. Frankfutter RudergesellschaftGermania", Frankfurt, Frankfurter RudergesellschaftSachsenhausen", Frankfurt. Frankfurter Ruder­klub, Frankfurt Gießener Rudergesellschaft, Gießen.Hassia", Hanau a. Al. Heidelberger Ruderklub e. V., Heidelberg. Ruder­gesellschaft Heidelberg, Heidelberg. Mainzer Ruderverein, Mainz. Mannheimer RudervereinAmiettia", Mannheim. Offenbacher Ruderverein 1874 e. V., Offenbach a. M. Offenbacher Ruder­gesellschaftUndine", Offenbach a. M. RudervereinHellas", Offenbach a. M. Wetzlarer Ruderklub, Wetzlar. Aus den zahl­reichen Meldungen ersieht man, daß die sportlichen Veranstaltungen der Gießener Rudergesellschast in den maßgebenden Kreisen sehr gewürdigt werden, und daß auch in diesem Jahre die besten mittel- deutschen Mannschaften im friedlichen Wettstreit am 27. d. Dl. sich zusammenfinden. Bei der Vortrefflichkeit der Leistungen der meldenden Vereine sind sehr scharfe ynd interessante Rennen zu er­warten, wie solche das große Publikum hier am Platz noch nicht zu sehen Gelegenheit hatte. Als Neuerung kann angeführt werden, daß zum ersten Male drei Boote statten, wodurch die Vorrennen ver­mindert und jedenfalls die Hauptrennen bedeutend interessanter werden. Die Gießener Rudergesellsckaft hat zu^ verschiedenen ihre fleißige Junior-Mannschaft gemeldet, der zu wünschen ist, daß ihre Bemühungen von Erfolg begleitet sein mögen.

Ems, 13. Juli. Der freundlichen Bäderstadt gaben heute die Ruderer eine veränderte Signatur. Die Kaiser-Regatta, die mit 11 Rennen gefahren wurde, hatte ein zahlreiches Publikum an die Ufer der Lahn gelockt; nicht nur die Badegäste stellten eine zahlreiche Menge, auch die Bewohner der Umgegend hatten sich zu dem wasserspottlichen Feste eingefunden. Eine heiße Julisonne brütete über dem engen Thale, etwas gemildert durch eine kühle Brise, die vom Rhein herüberwehte. Das sportliche Interesse ist erhöht durch die beiden Mitglieder des Rowing-Klubs aus Paris, denen es vergönnt war, in dem Doppelzweier ohne Steuermann einen Preis nach Hause ui bringen. Unter den Ergebnissen sind folgende hervorzuheben: Vierer, Preis der Stadt Ems: 1. Offen­bacher Ruderverein 7:14, 2. Gießener R--G. 7:28, Sachsen­hausen bei 1500 Meter abgestoppt, nachdem es ihm nicht gelungen war, gegen Gießen aufzukommeu. Doppelzweier ohne Steuer­mann, Staatspreis: L Rowingklub Patts Comte d'Heilly und O. Bouttemy 7:21, 2. Mainzer R.-D. Weber-Gangloff 7:24. Mainz kolliditte an der Gitterbrücke mit dem Pfeiler und verlor dadurch mindestens beet Längen, rückte dann wieder kräftig auf, konnte aber die verlorene Zett gegen die technisch brillant rudernden Franzosen nicht mehr einbringen. Die Sieger wurden auf der Rück­fahrt mit lebhaftem Beifall begleitet, die Musik spielte die Mar­seillaise. Junior-Achter, Preis der Kurverwaltung: L Frankfurter Ruderklub 7:12, 2. Offenbacher R.-V. 7:31, 3. Koblenzer R.-K. 7:52. Frankfutter Ruderklub führte bis zum Schluß mit einigen Längen. Einser für Seniors, Preis von der Bäderley: L Mainzer Ruderverein, Weber-Mönchho 7:46, 2. R.-K. Saar-Snarbrücken, D. Müller, 8:08. 9lnfang§ hartes Rennen zwischen Mainz und Patts, letzteres floppte nach 500 Meter ab. Nach Belieben gewonnen. Akademischer Vierer. Preis von Nassau: L Greßener Rudergesellschaft 7:33. R.-G. Heidelberg drei Langen vor dem Ziel aufgegeben.

Arbeiterbewegung.

Chicago, 13. Juli. Die ausständigen Frachtver­lader haben sich geweigert, die Arbeit wieder aufzunehmen, so lange eine Einigung noch nicht erzielt worden ist. Die Eisleute weigerten sich, As zu liefern, um die durch den Ausstaud zurück- gehaltenen Maaren vor dem Verderben zu schützen. Der Schaden, den die Kaufleute heute allein durch das Verderben der Maaren erleiden, wenn eine Einigung nicht zu Stande kommt, wird auf 500,000 Dollars geschätzt.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk in Essen aing durch Aktienkauf an ein Konsortium zu dauerndem Besitz. Das Gros der Aktten war seither im Besitz der Deutschen Gesell­schaft für elektrische Unternehmungen bezw. derLahmeyer-Ge° sellschaft in F r a n k f u r t a. M.. welche durch die Realisierung einen ansehnlichen Gewinn erzielt hat.

Accumulatorenwerke System Pollack Frankfutt a. M. teilen mit, daß sie an eine Einstellung des Betriebes oder an Liquidatton nicht im entferntesten denken. Die Geschäfte würden mit aller Energie weitergeführt werden.

Düsseldorf, 13. Juli. Die Versammlung des Stabet s en- Verbandes war aus allen Revieren statt besucht. Es wurde konstatiert, daß bte Beschäftigung in sämtlichen Wetten gut sei und die Nachfrage vom Auslande zugenommen habe. Die Ver­sammlung beschloß, den Stabeisenpreis um fünf Matt, also auf 115 Mark zu erhöhen. , . ,

München, 12. Juli. In der heutigen Generalversammlung der Bayerischen Bank wurde die Herabsetzung des Aktien-Kapitals von 12 Millionen auf 9 Millwnen durch Zusammenlegung von je 4 Aktien zu 3 genehmigt und dement­sprechend der § 4 der Statuten abgeandert. Dte ^eftichung der Modalitäten der Zusammenlegung wurde dem Aufstchtsrctt über­lasten tmd dieser wird Vorkehrungett treffen, daß auch den Besitzern von einzelnen Aktien die Möglichkeit gegeben wird, ihren Besitz zu

wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen l.Qualität6769ML. 2. Qual. 6365 Mk., 3. Qual. 5961 Mk.; Bullen LQuaL 57 bis 59 Mk., 2. Qual. 5355 ML; Kühe L Qual. 64^-66 ML, 2. Qual. 6163 ML, 3. Qual. 5153 Mk, 4. Qual. 4345 Mk^ 5. Qual. 0000 ML Kälber: 1. Dualität7880 Pfg., Lebendgewicht 4849 Ps^ 2. Qu all 7174 Pfg., Lebendgewicht 4345 Pfg., Schlacht-, gewicht 5862 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 6466 Pfg^ 2. Qual. 6062 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine L Qual. 6600 Pfg., Lebendgewicht 51 Pfg., 2. Qual. 65 Psg^ Lebendgewicht 5000 Pfg., 3. Qual. 5256 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig Ueberftano gering, bei Kleinvieh gut, alles verkauft.

ko. Frankfurt a. M., 14. Juli. (Ottg.-Telegr. desGießen. Am.") Amtliche Notterungen der heuttaen Fruchtmarktpreise.' Weizen ML 00.0017.75, Kurhessifcher All. 00.0000.00, La Plataj ML 17.2518.25, Kansas ML 17.2518.25, Roggen (hteftgech, Mark 15.5000.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.751625, Frantew-s selber All. 16,5017,00,HaferML 17.2518.00,MaisMk. 12.0012.25^ Weizenmehl 0 Mk. 25.5026.00, 2. Qualität Mk. 23Ä*

bis All. 24.00 , 3. Qualität Mk. 21.5022.00, stiogaenmehl Oj Alk. 24.0000.00, L Qualität DU. 21.7500.00, Weizenklete Mk. 8J75; bis ML 0.00, Roggenkleie ML 9.500.00, Maiskeime Mk. IlUVs bis Mk. 10.00, Franken, Pfälzer, Ried DU. 00.0000.00. Alles per; 100 Kg. ab hier.

Grünberg, 14. Juli. Frachtmarkt. (Durchschnitts­preis pro 100 Kilo.) Weizen 17.00 bis 00.00 ML, Liorn 14^0 bis 14.98 M, Gerste 00.00 bis 00.00 DU., Hafer 17.00 bis 17.06 ML, Erbsen 0000.00 AU., Linsen 00.00 DU., Lein 00.00 ML, Wicken 00HÜ Matt, Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 3.96 bis 0.00 ML

Hpielplau der vereimgteu Frankfurter Stadttheatrr.

Schauspielhaus.

Dienstag den 15. Jull, abends 7 Uhr:2)ie Braut von Messina." Isabella: Freu Camilla Mondthal vom§LK. Hostmrg» cheater alsGaft_____________________ '

Schiffsnachrichten.

Norddeutscher Lloy d.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 11. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Doppelschrauben-PostdampferBarbarossa", Kapftän F. Msch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 2 Uhr morgens wohlbehalten in New-Pott angekommen.

Bremen, 12. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.); Der DoppelschranbendampferCaffel", Kapitän B. Petermann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr nachmittags wohlbehalten in Battimore angekommen.

Red Star Linie" Antwerpen.

Der PostdampferFriesland" derRed Star Linie" in Jlntwerpen ist laut Telegramm am 9. Juli wohlbehalten ixt New-Pott angekommen.

Kirchliche Nachrichten.

Evaugelische Gemeinde.

Die Bereinigung der koufirmirten männlichen Jugend, der MatthäuSgemeinde wird zu einer furjen Besprechung wegen Ausflugs am Sonntag auf Dienstag den 15. Juli, abends' 8/4 Uhr, in den Konfirmandensaal eingeladen. Behufs Feststellung der Zahl der Teilnehmer ist vollzähliges Erscheinen erwünschü

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Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener A«zeigers.

Berlin, 14. Juli. Auf der Berlin-Jüterbock-Militär- Eifenbahn ereignete sich ein BetriebsunfalL Das Kom­mando des 3. EifenLahnregiments teilt dazu mit, dcch bei einer Entgleisung eines Zuges 1 Sergeant und 3 Mauri schtver, 2 Mann leicht verwundet feien.

B e r l i n, 14. Juli. DieWelt am Montag" meldet orrs Prag: Der Steckbrief gegen den deutschen Kaiser macht hier fortgesetzt von sich reden. Es ist festgestellt, daß bte Polizeibehörde erst mehrere Tage nach Llus-gabe des amt­lichen Organs davon Kenntnis erhielt. Der Steckbrief war bereits in mehreren tschech,ifchen und deutschen Blattern obgedruckt worden. Eine Anzahl von Pvlizeiämtern war nicht mehr in der Lage, die von ihnen zurückverlangten Exemplare wieder einzusenden.

London, 14. Juli. Der Rücktritt Lord Salisburys verursachte keine Ueberraschung, da man in den letzten Mo­naten wahrgenommen hatte, daß er den Schmerz über den Tod der Gattin nicht überwinden konnte, und, obgleich fein Gesundhettszustand kein schlechter war, doch Spuren von der Last jahrelanger Pflichterfüllung zeigte. Da Lord> Salisbury in Wirklichkeit nur das formelle Amt des Lord Geheimfiegelbewahrers des Kabinetts behätt, erwartet man keine wesentliche Aenderung in der gegenwärtigen Zu­sammensetzung des Ministeriums. Mit der Ernennung Bal­fours als" ersten Lord des Schatzes und Führers des Unter­hauses zum Premierminister kehrt man zu einer in den letzten Jahren befolgten Gewohnhett zurück, von der man nur bei der Ernennung Lord Salisburys abgegangen war.

Madrid, 14. Juli. Ein furchtbarer Sturm ist gestern abend 6 Uhr über Madrid niedergegangen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Häuser abgedeckt und sonstiger Schwaden angerichtet.

Eger, 14. Juli. Der gestern abgehattene olldeutschPi Volkstag, sowie der der alldeutschen Gehilfenschaft nahmen einen ruhigen Verlauf. Dem Abgeordneten Schönerer wur­den seitens der Teilnehmer stürmische Ovationen dar­gebracht. Derselbe sprach über die polittsche Lage, wobei er feinem Bedauerti darüber Ausdruck gab, daß die anderen deutschen Parteien Oesterreichs nichts thun, damit das ein­zige Attttel der Sprachenfrage, die Einführung der deutschen^ Amtssprache erfolge, schließlich wurde eine Resolution angenommen, in welcher der alldeutschen Bereinigung Dank und Vertrauen ausgedrüctt wird.

Peking, 13. Juli. Die Gesandten einigten sich über die Rückgabe Tientsins an China

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. Bl., 14. Juli 1902.

3V8% Reichsanleihe . . 102.20 3°/o do. . . . 92.45 3i/,°/o Konsols .... 102.20 3<Vo do......92.60

31/2% Hessen .... 100.40 3l/zZ6 Oberhessen . . . 99.35 4% Oesterr. Goldretne . . 103.40 4%% Oesterr. Silberrente 101.20 4% Ungar. Goldrente . . 103.40 40/ Italien. Rente . . . 103.20 4% % Portugiesen . . . 47.30 80/. Portugiesen. .... 29.30 1% C. Türken ..... Türkenlose ...... 113.40

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 43.20 4X),% äussere Argentiner.

3,J/o Mexikaner .... 25.25 4i/r Vo Chinesen .... 91.20 Electric. Sohuckert . . . 100.70 Nordd. Lloyd . . . ..

Kreditaktien.....214.00

Diskonto-Kommandit. . . 184.90 Darmstädter Bank . , . 136.50 Dresdener Bank .... 145.00 Berliner Handelsges. . . 146.30 Oesterr. Staatsbahn . . . 149.40 Lombarden.....17.40

Gotthardbahn.....168.40

Laurahütte......199.50

Bochum.......199.40

Harpener......169.50

Tendenz: fest.

SeHenstolfotÄjÄ

von Elten & Keussen, Krefeld.