** Omuibusverkehr Wieseck.
S)te 2. Tour früh nach Herzog Ludwig IV., der hier so ost und gern weilte, ein1
Gerichtssaal.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, 14. April 1902.
Arbeiterbewegung.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Den Fürsten von Isenburg und Büdingen, den in Bern^ wie wir berichtet haben, ein Schlaganfall betroffen, hoffen die ihn behandelnden Aerzte wieder Herstellen zu können. — An der Berliner Börse war am Samstag das Gerücht verbreitet, der Oberbürgermeister von Frankfurt a.M., Adickes, werde in die Direktion der Diskonto-Gesellschaft eintreten. Letztere^ erklärt dieses Gerücht jedoch für unbegründet.
ko. Frankfurt a. M., 13. April. In Hermsdorf bei «Prag wurden ein gewisser Johann Eisenbiech und seine Frau, die angeblich aus Elberfeld stammt, wegen versuchten Raubes, Betruges u. s. w. verhaftet. Man glaubt in der Frau die Person festgenommen zu haben, die in Frankfurt, Kassel, München und anderen Städten sich bei besseren Herrschaften als Dienstmädchen verdingte und nach Ausführung eines Diebstahls verschwand. Das Verbrecherpaar soll ferner den seinerzeit bekannt gewordenen Raubmordversuch auf die Freiin Thekla v. Truchseß in der Kapuzinergasse in Würzburg verübt haben.
die Thäter hatten ein Drahtsell über die Landstraße gezogen, wodurch B. zu Fall kam. Die Staatsanwaltschaft sucht eifrig nach den Thätern. — Morgen wird das meist von Darmstädter Meistern angefertigte sogen, hessische Zimmer verpackt verladen, um in die Ausstellung in Turin verbracht zu werden.
8. Darmstadt, 13. April. Gelegentlich des letzten Jagdausfluges besichtigte der Großherzog mit dem Prinzen Heinrich von Preußen auch eingehend das Jagdschloß Romrod, an dem bekanntlich Erweiterungen auch der Parkanlagen nach der Stadtseite zu vorgesehen sind. Der Groß- hcrzog soll beabsichtigen, seinem verstorbenen Vater, Groß-
b. Mainz, 13. April. Wie wir mitteilten, sind die hiesigen Volksschullehrer bei der städtischen Verwaltung Ium eine Gehalts-Erhöhung nach der irr Darmstadt, I Worms und Offenbach geltenden Norm eingekommen. Der städtische Finanzausschuß hat diesen Antrag abgelehnt, und I öroar irn Hinblick auf die gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse, die jede weitere Belastung des städtischen Budgets unthunüch erscheinen lassen.
Mainz, 12. April. Vor einigen Tagen wurde im Eisbach zwischen Heppenheim a. d. W. und Offstein die Leiche eines Mannes aufgefunden, welcher anscheinend zu den befferen Ständen zählte. Die anfängliche Annahme, es liege ein Unglücksfall oder Selbstmord vor, ist nicht zutreffend, denn gestern wurde aus der Werntz'schen Mühle ein Dienstknecht, der im vorliegenden Falle des Raubmordes stark verdächtig ist, in das hiesige Untersuchungsgefängnis abgeführt. Der Ermordete soll aus Zweibrücken und Vater einer zahlreichen Familie sein. (Nach der„W.Z." soll der Knecht einen volb- ständigen Alibibeweis erbracht haben.)
Wiesbaden, 13. April. Von dem 3 Uhr 7 Min. nachm. hier fälligen Rheingauer Personenzug ist unmittelbar vor der Einfahrt in den Rheinbahnhof die Lokomotive und ein Wagen entgleist. Sonstiger Schaden entstand nicht. Das Geleise ist vorläuftg gesperrt.
Preußisches Abgeordnetenhaus.
57. Sitzung vom 12. April.
. Ter Gesetzentwurf bctr. die Erweiterung des Hafens in Ruhrort (es wird für dieselbe eine Staatsunterstützunu von 7 Millionen Mark gefordert) wird an die Budget Kom- imission verwiesen.
Hierauf wird die Beratung über den Etat der Eisenbahn- Verwaltung fortgesetzt.
Abg. Goldschmidt (frs. Vp.) erörtert die Arbeitsver^ haltnche in den staatlichen Werkstätten. Tie Arbeits-! zert sei verkürzt, infolgedessen sei der Lohn gesunken, nnd um dieselbe Zeit sei der Sparerlaß des Ministers bekannt geworden, der bei den Arbeitern große Aufregung hervorgerufen habe. Auch die Arbeiter^usschüsse leien ungenügend organisiert und keine Vertretungen der Arbeiter.
UnioerMs Nachrichten.
Die von der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen vollzogene Wahl des Kardinal-Fürstbischofs von Breslau, Dr. Kopp, zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ist bestätigt worden.— Der Regierungsbaumeister Obergethmann zu Berlin ist zum etatsmagrgen Professor an der technischen Hochschule zu Aachen ernannt worden.
** Gewitter. Bereits am Samstag erhellten ab und zu Blitze den Abcndhimmel, ohne daß es indessen zu stärkeren elektrischen Entladungen gekommen wäre. Und am Sonntag Vormittag strahlte die Sonne wieder am fast völlig wolkenlosen Himmel. Es war ein Frühlingstag, wie man ihn sich schöner kaum denken kann. Kein Wunder deshalb, daß alle Chausseen mit Ausflüglern dicht besetzt waren, ja selbst die Gartenrestaurants begannen sich schon zu füllen. Aber das alte Sprüchwort: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben", bewährte sich wieder einmal. Gegen 4 Uhr nachmittags begann ein ziemlich starker Wind zu wehen; bald folgten einzelne Blitze und Donnerschläge, und allmählich fing es an zu regnen, so daß alles schleunigst in die Lokale flüchtete. Zum Glück für die unterwegs Befindlichen hörte der Regen bei uns bald wieder auf. Heftige Unwetter haben | dagegen in anderen Gegenden gewütet. Wer z. B. sich kurz vor Ausbruch des Gewitters auf der Chaussee nach Lollar , i^.b.efarld, dem wird die eigentümliche Wolkenbildung am west- ^s- lichen Himmel aufgefallen sein. Heber einem streckenweise
' hellen Horizont türmten sich dunkle Wolkenmassen auf, die allmählich sich immer dunkler färbten. Dazwischen sah man eine ganz wunderbare Strahlenbildung, die sich besonders eigenartig an den hellen Stellen über dem Horizont ausnahm, ein Zeichen, daß in jenen Gegenden größere Regenmengen niedcrgegangen sind. — In Berlin ist am gestrigen Sonntage ein sehr schweres Frühlingsgewitter Imedergegangen. Der Blitz hat, wie uns telegraphisch gemeldet wird, dort mehrmals eingeschlagen und der Regen war so stark, daß noch heute früh Straßen zum Teil unpastierbar sind infolge der Ueberschwemmungen und die Straßenbahnen nicht fahren können. Der
durch das Unwetter angerichtete Schaden ist bedeutend.
In der Nachbarschaft des Bahnhofs Friedrichsstraße stand das Wasser so hoch, daß niemand den Bahnhof betreten konnte. Auf dem Lehrter Bahnhof mußte der Wartesaal 4. Kl. geräumt werden, weil die Decke einzustürzen drohte. In den Schulen mußte der Unterricht ausfallen. Auf der Strecke der Potsdamer Bahn bis Schöneberg ist ein Teil der Böschung fortgeschwemmt. Ein Teil des Dammes ist fortgeschwemmt, so daß nur ein Geleis befahrbar ist. Am nördlichen Teil der Ringbahn ist ebenfalls großer Schaden angerichtet. Eine große Anzahl von Kellern steht unter Wasser. Die Eisenbahn-
Bei der Besprechung der Bürgermeister hessischer Städte, ^üge konnten teilweise nicht fahrplanmäßig abfahren.
K. Wallernhausen, 12. April. Der von hier gebürtige Missionar Bach, Sohn des pens. Gensdarmen Bach, der schon mehrere Jahre in China im Dienste der Mission arbeitet, ist mit einem bezopften Kollegen zum Besuch bei seinen Eltern eingetroffen. Wie wir hören, wollen die beiden! längere Zeit hier verweilen. Der Zopfträgcr mit seinen seidenen Gewändern wird überall von der Bevölkerung staunend betrachtet. Herr Bach hat hier einen interessanten, Vortrag über die Mission und die Verhältnisse in China gehalten. Wie man uns mitteilt, wäre er auch bereit, anderswo
über die Verhältnisse in China zu sprechen.
‘bie am Mittwoch in Worms stattfindet, wird Gießen durch Bürgermeister Mecum und ein Mitglied der Finanzdeputation vertreten sein. Auf der Tagesordnung steht bekanntlich eine Besprechung über die Höhe der Zuschüsse des Staates zu den Kosten der Polizei und Gendarmerie. Wie verlautet, wird ferner der Antrag Preußens beim Bundesrat, betr. Aufhebung des Oktrois auf diejenigen Lebensrnittel beraten werden, die an der Grenze von Reichswegen bereits verzollt werden müssen, und wie die Städte, in denen die Verbrauchsabgabe erhoben wird, beim Fortfall dieser Einnahmequelle dafür Ersatz schaffen.
** Der Petitiousausschuh dec Zweiten Kammer tagte am Freitag und Samstag in Darmstadt unter dem Vorsitz des Abg. Zinßer. Es wurde eine Anzahl Fragen zur Erledigung, gebracht. Die Kommission sprach sich u. a. gegen das non' £, g0, Köhler-Langsdorf emgereichte Ersuchen, betr. die Abschaffung des Schächtverbots, aus. j
^^ßeu, 12. April. Schöffengericht. Vor dem I Schöffengericht stand heute u. a. ein früherer Lehrer unter dem Verdachte, sich eines Betrugs zum Nachteile eines hiesigen Geistlichen schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagte, der sich dem Berufe emes Volksschullehrers gewidmet hatte, war aus feiner Heimat, Westfalen, als Vertreter eines technischen Lehrers I an das Gymnasium in Wetzlar versetzt worden. Hier mußte er möeö wegen schlechter Führung entlassen werden. Er bat den betreffenden Pfarrer um ein Darlehen, ihm vorschwindelnd, er sei Gymnaftallehrer zu Wetzlar gewesen, auf der Reise zu seiner schwer- orkrankten Dlutter begriffen und werde demnächst eine Stelle am ^ophien-Realgymnasium in Berlin antreten. Leider sei er seiner Barschaft auf ber Reise nach Gießen verlustig gegangen und deshalb tn großer Not. Da der Angeklagte auf Befragen angab, daß w HaA Mathematik studiert habe, so erfüllte der Geistliche feine
Da ber Angeklagte fein außerorbentliches Versprechen, < änruckzuzahlen, nicht hielt unb Erinnerungsschreiben erfolglos blieben, bie eingeholte Auskunft aber sehr ungünstig war, so rourbc ber Angeklagte auf Antrag im August v. Js. in Berlin verhaftet, iiach brct Wochen aber wieber aus ber Haft entlassen rpeit er ben Nachweis erbringen konnte, daß er in B. in Privat- Itetlung sich befinde unb bort auch festen Wohnsitz habe. Seine Freiheit benutzte er bazu, um sich aus benx Staube zu machen. Angeblich besuchte er Hollanb, Belgien und Frankreich, bis er vor Kurzem nach Deutschland zurückkehrte unb in Soest von neuem ver- Wet würbe. Der bereits wegen Betrugs vorbestrafte Angeklagte S* a b.abe sich bamals für befugt erachtet, sich ben Charakter Ial§ Gymnasiallehrer beizulegen unb habe auch in Halle a. S mathematische Vorlesungen gehört. Obgleich bas Gericht mit Rück- sicht hierauf em freijprechcndes Erkenntnis erlaßt, so muß neuer- ömgs bie Verhaftung bes Angeklagten verfügt werben, weil er noch wegen auberer Schwindeleien verfolgt wird. — Wegen Sach- "^lsbnbfgung erhielt bes weitern ein hiesiger Lackiererlehrling, der aeltanbig pt, bie Schutzvorrichtung an ben Lindenbäumchen in ber -ielngsiraße beschädigt zu haben, eine Gelbstrafe von 20 Mark.
Verden, 12. April. Ter ehemälige Sparkassenrendant Wiener aus Peristrmgeil würbe heute von ber hiesigen Strafkammer wegen verurteilt Tagungen von 23 000 » zu 3 Jahren Gefängnis
von 3000 Mk. heran. Die kopfmäßige Belastung an direkten Steuern in Hessen hat heute die Höhe von ca. 10.27 Mk. gegen nur 6.05 Mk. in Preußen erreicht. Der berftorbene Oberbürgermeister von Worms hat als Finanz Minister die indirekten Bnlastuugen im Großherzogtum Hessen vornehmlich unter die Bezeichnung von Stempelabgaben aus eine Höhe von 3 Mk. pro Kops der Bevölkerung zu bringen, wodurch die indirekten Belastungen in Hessen um mehr als 100 Proz. über die entsprechenden preußischen hinauAgchen.
Trotzdem, so wird weiter ausgeführt, kommt die Re-! gierung mit einer Forderung von ca. 400 000 Mk. an die | Stände heran und zwar zur Verbesserung, Verschönerung und Vergrößerung des Hoftheaters in Darmstadt.
Zu diesen Ausführungen bedient sich das genannte Blatt .einer .unnützen SckKrfe, die wir im Vorstehenden auf das Sachliche beschränken. Was der „M. Anz." aber weiter vorbringt. Hat seine volle Berechtigung. Er schreibt:
Tas Land hat durchaus kein Interesse daran, ob das Theater in Tarmstadt 1200 oder 1500 Plätze hat. Es läge ungleich näher, sich mit der Stadt Darmstadt in Verbindung zu setzen, und zwar nicht nur zur lieber-! nähme eines Teiles der Kosten, sondern der Gesamt- ko st en. In der That hat die Stadt Darmstadt das unmittelbarste Interesse an einem guten, schönen und großen Theater. Man verweise nicht auf die Praxis der Ver- aangenheit, welche allerdings oft genug Theater- und sonstige Hofbaukosten getragen hat. Erstens war in sicheren Zeiten die Finanzlage im Großherzogtum eine bessere; zweitens war die Stadt Darmstadt eine kleinere und ärmere Stadt als sie es heute ist; drittens endlich war in früheren Tagen das Darmstädter Hoftheater ein besonders hervorragendes Kunstinstitut. Heute aber, wo das Darmstädter Theater von dem Frankfurter und Wiesbadener Theater überholt ist, heute, wo man nicht mehr nach Darmstadt fährt, um ein besonders gutes Theater zu sehen, kann auch die seitens der hessischen Regierung angeforderte Summe nicht auf die Pflege der Kunst im Großherzogtum Hessen verbucht werden, womit auch der letzte Grund wegsällt, dem überlasteten Hessenland auch noch diese neue Last zuzuwälzen.
Wir Gießener aber haben dem beizufügen, daß wir längst danach streben, einen angemessenen Theaterbau zu erhalten, und unser jetziger Finanzminister, der jetzt diese Darmstädter Theatervorlage unterzeichnet hat, hat sich, solange er Oberbürgermeister von Gießen, mit großem Eifer dieser Sache gewidmet. Leider ist das Nämliche von seinem Nachfolger im Gießener Bürgermeister- amt nicht zu sagen! Mit mehr Recht aber als die Darmstadter könnten wir Gießener vom Landtage eine Summe >^um Bau eines Theaters uns erbitten, das zur Förderung der Frequenz unserer Universität von wesentlichem Nutzen wäre. Wir Gießener brauchen zu unserem Theaterbau die Hilfe des Lcurdes weit mehr als die Darmstädter Bei uns in Gießen versammelt sich, die gesamte künftige Beamtenhirarchie, die gesamte Heranwachsende Intelligenz । des Landes. Wirhaben ein Theater nötiger als Darmstadt!!
■ _b- Mainz, 33. April. In dem hiesigen Zunmergewerbe droht cme L o h nbe ro e g u n g auszubrechen. Die Gesellen wollen bie rege Bauthatigkesi hier benutzen, um eine Lohnerhöhung burcknu- Jenen. Sie habe» de» Dieistern bereits durch Zirkulare ü re tforberungen unterbreitet Eine Rückantwort ist nicht erfolgt J
Kunst und Wissenschaft
.. ^heu, 13. April. Die archaeologische Kommission beschloß r-C M_I^rLerstellung bes Erechtheion, von bemnoch sämtliche Stucke vorhanben ftnb.
Minister v. Thie len erwidert, der Sparerlaß sei nötig gewesen zu einer Zeit, wo der Rückgang der Arbeitsgelegenheit vorauszusehen gewesen sei. Ohne Nachtdienst und Nachtarbeit gehe es im Eisenbahnbetriebe nicht. — Ak>g. Mischke (nl.) bringt Wünsche für bessere Eisenbahnverbindungen im Oberlahnkreise vor. — Abg v- Savigny (Ztr.) erörtert die Mängel des Signalwesens im Hinblick auf das Altenbekener Ungli'tck. Was die Arbeiterverhältnisse anlange, so müsse anerkannt werden, daß von den Arbeitern keine Unterwürfigkeit verlangt werde. Die Lohnreduktionen feien zu beklagen, aber die Arbeiter müßten sich tn Zeiten wirtschaftlichen Niederganges mit ihren Be- russgenofsen, die im freien Verkehr beschäftigt seien, trösten, ™ • u«^r ?cm "ohnruckgang noch schwerer zu leiden hätten. | Bei Bahnbauten und anderen größeren Bahnarbeiten bitte er die Mreszeit so zu wählen, daß sie nicht mit den landwirtschaftlichen Arbeiten zusammenfallen. — Ma. Horn (nl.) beklagt sich über die schäblonenmäßige Heranziehung der Kreise und Gemeinden zu den Bahnbaulasten zc Wg. v. Nickisch-Rosenegk (kons.) tritt für eine Ermäßigung der Tarifsätze ein, die beim Uebergange von Gütern von den Klein- und Nebenbahnen auf die Hauptbahnen erhoben werden. — Alle Einnahme titel werden bewilligt. I
am kommenden halb Offerten in Lotterielosen macht, aber nach Einsendung des Geldes^Nichts mehr von sich hören läßt. Anscheinend
«Ä«" Staate. DM fommt " OmuibuSverkehr Wieseck. «. ivur iurg nurg yerzog enonng iv., oer Hier ,o ok ihM HöchMtz?^c° Äftifcfe fällt b-r-Ä. van h-nte ab aus; dagegen Denkmal errichten zu lassen. - Hier scheint sich eine
hinausgeht. Dabei ziehen die hessischen Stsuergesetze aM bCm Schönberger- S ch w > n dlerftrma etabliert zu haben, welche nach außer-
die kleinen und kleinsten Einkommert und zwar von 500 ,^?cnb günstiger Witterung am kommenden halb Offerten m Lotterielosen macht, aber nach Einsendung
Mark ab, sowie auch die kleinen und kleinsten Vermögen Sonn ag zu eröffnen. . , des Geldes Nichts mehr von sich hören läßt. Anscheinend
' 9AAA cmw ' " - Bezirrsversammluug des Kriegervereinsbezirks Gießen, heißt die Firma Bischof. — Arn Abend des 5. Aprll
Gestem Nachmittag fand im Lenz'schen Felsenkeller unter dem zwischen 11 und 12 Uhr, wurde auf der Landstraße zwischen
f Vorsitze des Präsidenten Bruch Häuser die Bezirkskrieger- Hüttenfeld und Viernheim an dem Milchhändler Phil. Bub . Versammlung statt. Nachdem Herr Bruchhäuser ein Hurrah von Mannheim von drei oder vier unbekannten Personen
. auf Kaffer und Großherzog ausgebracht geht er auf den ein Raub anfall begangen und demselben 38 bis 40
- Jahresbericht des Hassia-Verbandes em. Im verflossenen Mark, darunter ein Zwanzig-Markstück, abqenommen; ' Veremsjahre wurden im Kriegervereinsbezirk Gießen von dem ‘~ -
I Kaiser an zwei Vereine und zwar Burkhardsfelden und I Großen-Buseck Fahnenschleifen mit Nagel verliehen. Auch I zwei Ehrentafeln wurden vom Präsidium für 25jährige Vereinsangehörigkeit bezw. 25jähriges Bestehen ausgeteilt, die
I eine an den Kriegerverein Burkhardsfelden, die andere an den Rechner Schmidt des Kriegervereins Lollar,
der 25 Jahre dieses Ehrenamt unentgeltlich versah. Im Be- Irichtsjahre sind der H^ssia neu 25 Vereine mit rund 725 I Mitgliedern beigetreten. Unter diesen Vereinen wird besonders der Verein zu London begrüßt. Jnsgesammt. umfaßt I die Hassia 811 Vereine mit 53 637 Mitgliedern. Bei der! I vorjährigen Hassia-Lotterie kam der Hauptgewinn von 500 «Mark in den Gießener Bezirk, nach Allendors a. d. Lumda. Für dieses Jahr ist keine Lotterie geplant. Der Jahrbuchbezug hat sich im Bezirk auf etwa 100 vermehrt. Die ^Pa- !role" wurde in 959 Exemplareü von den Verbandsvereinen gehalten. Vom 1. Januar 1903 ab ist für den Hassia-Ver- banb die Gründung eines eigenen Vereinsblattes geplant. Am 1. Juni wird in Grünberg der Delegiertentag der Hassia abgehalten. Als Delegierter des Bezirks Gießen wird Vor-! sitzender Bruchhäuser, als sein Stellvertreter Bürgermeister Leun Großen-Linden gewählt. Zur Besprechung gelangen nun die Anträge für den Delegiertcntag zu Grünberg. Heber den Antrag des Präsidiums betreffend die Gründung eines eigenen Verbandsorgans" entspinnt sich eine ziemlich lebhafte Debatte. Kamerad Petri beantragt, daß der Delegierte Gießens gegen die Gründung stimmen solle, während Ehrenpräsident Meyer sich für die Gründung ausspricht. Nach längerer Diskussion bittet Herr Bruchhäuser, ihm freie Hand bezüglich der Abstimmung zu lassen, was durch Abstimmung auch beschlossen wird. Der Vorsitzende ersucht hiermit die Kameraden Oberheffens, sich am Delegiertentag zu Grünberg lebhaft zu beteiligen. Um das nächste Bezirkskriegerfest haben sich folgende sechs Vereine beworben, die damit noch eine Vereinsfeier verbinden wollen; Großen-Linden (Fahnenweihe), Garbenteich(25jähriges Bestehen), Mainzlar (25 jähriges Bestehen), Oppenrod (Fahnenweihe), Wieseck (30. Stiftungsfest und 25jähriges Fahnenjubiläum). Der Vorsitzende schlägt vor, daß die sechs Vereine losen. Das Loos trifft den Kriegerverein Wi eseck, wo also im Jahre! 1903 das Bezirksfest stattfindet. Nach geschäftlichen Mitteilungen wird die Bezirksoersammlung mit einem Hoch auf die Hassia geschlossen.


