Ausgabe 
14.3.1902 Zweites Blatt
 
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Gerichtssaal.

4*/t% Oesterr. ßilberrente 101.75

Tendenz: fest.

y

Wetter

s

2138

+

2

2

2

Sonnenschein Sternh.Himm. Sonnenschein

8. SE. SSE.

5

12,20 (X

3,4° C.

Z

8u/o Mexikaner . . 4,/e7o Chinesen . , Electric, tichuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsgee Oesterr. Staatabahn Lorn barden , . Gotthardbahn . , Laurau litte , > « Bochum . . « .

Harpener , , » .

. 26.50 . 90.70 i 114.00

219*30 . 196.10 . 142.40 . 138.50 . 157.20 . 146.00 . 19.30 . 169.80 . 208.00 . 199.90 . 166.50

Die

Haltung

Lose öffentlich vergeben werben.

Die Bedingungen sind bei Großh. Hochbauamt Gieße» in den Dienststunden zur Einsicht offen gelegt und sind Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen bis längstens Donnerstag den 3. April L I., norm. 10 Zlhr, an die unterzeichnete Behörde einzusenden.

Zuschlagsfrist: 3 Wochen.

Mainz, den 10. März 1902.

Verdingung.

Anlieferung der im Etatsjahr 1902/03 zur Unter- der Ufer- und Flußbanwerke an der Lahn Gießen und der Landesgrenze bei Heuchelheim er»

Großh. Wasserbauamt Mainz. Schmitt.

8Ve% 8% sy.o/o 8%

August Septbr. Oktober Novbr. Dezbr.

1903 Januar Februar

496 Ungar. Goldrente . , 4o/u Italien. Rente . . .

4/a% Portugiesen . . <

»0/ Portugiesen. . . .

196 C. Türken . . .

Türkenlose......

4% Griech. Monopol.-Anl. 47,96 äussere Argentiner

12.-13. März

12.13.

ltzer m Monat:

1902 « April Mai Juni

378°/o Hessen . . .

396 Hessen . . . .

496 Oesterr. Goldretne .

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Verdingung.

Die Ausführung derPfaster- und Chausfierarbeiteu an der erweiterten ^Rodheime» straße soll

Freitag den 21. März, vormittags 11'/, Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Be­dingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 2 während der Dienststunden offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst er­hältlich, sind bis zum genanten Termin einzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 14. März 1902.

Das Stadtbauamt.

Schmandt. 2137

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Reichsanleihe do.

Konsole , do. , .

zwischen

forderlichen 300 cbm Wasserbausteine sollen in einem

Versteigerung aller Aauteile.

Samstag den 15. d. M., nachmittags 4 Uhr, werden im Kreisamtsgebäude auf dem Brandplatz zu Gießen folgende noch brauchbare Bautelle unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen ver­steigert werden:

9 Stück Fenster mit Hau­steinumrahmungen , 4 Paar Jalousieläden, 1 Flügelthüre, verschiedene Bretterthüren, 1 Holzpumpe u. 1 steinerner Wassertrog.

Gießen, 12. März 1902.

Großh. Hochbauamt Gießen.

Neuling. 2107

Höchste Temperatur am

Niedrigste , ,

Arbeitnehmerbeisitzer

Gustav Krüger, Eisendreher Johann Schäfer, Weißbinder Joh. Rudolph, Cigarrenm, Derselbe, für d. ausgeschied.

Gg. Dahmer Derselbe, für den gestorbeuen

Paul Kertzig Adolf Hensel. Schriftsetzer Christ. Peterson, Schneider Aug. Bock, Drechsler Wilhelm Laucht, Maurer. Heinrich Baum, Glaser

Heinrich Männche, Schreiner Gust. Hollberg, Bierbrauer.

101.75

92.35

101.70

92.15

100.20

102*90

unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Be° DÖlferung ^esteh^.2I6enbmaf)I§|ejern finden statt Gründonnerstag, Abends 8 Uhr, und Karfreitag im Vormittagsgottesdienst, ledes- mal für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam. 2ln= Meldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 15. März.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Abends um 8 Uhr wird ein fremder Priester Beicht Horen. Sonntag den 16. März.

Passionssonntag. Großes Gebet.

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste hell. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kom­munion. Aussetzung des Allerheiligsten; Begum des Großen Gebetes.

8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt.

, 10 Uhr: Tie dritte heil Messe.

Von morgens 7 bis nachmittags 6 Uhr Betstunden; die letzte Stunde ist nachmittags um 5 Uhr; darauf Schluß des Großen Ge­betes mit Te Deum.

Mittwoch abend um 6 Uhr ist Fastenandacht.

Donnerstag und Freitag abend um 8 Uhr: Fasteupredigt, gehalten von einem Ordenspricster.

Donnerstag und Freitag nachmittag 36 Uhr wird ein remder Priester Beicht hören.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Buderussche Eisenwerke zu Wetzlar. Dem Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft für 1901 entnehmen wir: Das Geschäftsjahr hatte empfindlich unter den Verhältnissen zu leiden. Nament­lich wurden in den Verbraucherkreisen die zu hohen Preisen ge-- thatigten langfristigen Abschlüsse in Rohstoffen und Erzeugnissen des EiseimewMies als eine drückende Last immer mehr empsunden. Wahrend wir unsere Erz- und Koksverträge erfüllen mußten, streßen wir sowohl in der Abnahme des von uns verkauften Erzes wie deS Roheisens auf große Schwierigkeiten. Wir sahen uns, nachdem die vochandenen Lagerplätze gefüllt waren, wegen des schlechten Absatzes von Roheisen schon rm Juni gezwungen, einen Ofen bis auf Weiteres außer Betrieb zu setzen. Die von dem Robeisensyn- dikat wiederholl gemachten Versuche in Gemeinschaft nut den Koks­und Eisenstein-Äyndikaten eine Hi herbeizusühren, schlugen fehl, well Mitwirkung ganz entschieden ab

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

b. Darmstadt, 14. März. Die Zweite Kammer setzte die Budgetberatung fort. Nach Erledigung einer großen Anzahl von Anträgen wurden die Regierungsvorlagen, betr. die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Landeskreditkaffe in der Periode 1894/97, und betreffend die Anlegung und den Betrieb der Dampfkessel u. s. w., geneh­migt. Abg. Weidner fragt betr. der Diensteinkommen der Bürgermeister an. Der Staatsminister antwortet, Erhebungen seien im Gange. An eine Erhöhung der Bezüge sei vor­läufig nicht zu denken. Sodann beantwortet der Justiz­minister die Interpellation Köhler-Langsdorf und Genossen bezüglich der Handhabung der Rechtspflege am Amtsgericht Darmstadt. Der betreffende Amtsrichter habe erklärt, er habe in keiner Weise den Glauben erwecken wollen, daß das jüdische Bekenntnis bei Eidesleistung mehr geschätzt werde. Nach dieser Erklärung habe zu einem Disziplinarvorgehen kein Grund vorgelegen. Es entspinnt sich eine längere Debatte, in der besonders Dr. Gutfleisch den antisemiti­schen Ausführungen entgegentritt. Darauf vertagt sich die Kammer bis zum 25. März.

Dresden, 14. März. König Albert wird' voraus­sichtlich im September zum Besuch des Kaisers Franz Jose; in Wien eintresfen.

Dorpat, 14. März. Infolge einer von einer Gruppe weniger russischer Studenten erfolgten Demonstration ist nun auch die Schließung der Vorlesungen in der hiesigen Universität gefolgt. Die Mehrzahl der Studierenden sind Balten, die sich stets jeder politischen Demonstration ferngehalten haben. Auch in Petersburg sind alle Hochschulen geschlossen.

London, 14. März. Aus Peking wird gemeldet: Die Vertreter der europäischen Mächte traten gestern zusammen, um über die Abschaffung der provisorischen Re­gierung in Tientsin zu beraten, worum die chinesische Regierung ersucht hatte. Die Versammlung konnte eine Ver­ständigung nicht erzielen. Die Vertreter beschlossen, diese Frage den verschiedenen Truppenkommandanten zu unter­breiten und deren Meinung über diese Angelegenheit ein­zuholen.Daily Mail" meldet aus Pietermaritz-- b ur g: Die Spezialgerichte, welche über die Fälle von Rebellion in Natal ab geurteilt haben, haben bereits 500 von 800 Angeklagten verurteilt und die übrigen vem Kriegsgericht überwiesen. Die Gesamtsumme der ver­büßten Strafen beläuft sich auf über eine Million Franks. Sämtlich e Angeklagten sind ruiniert und wen­den von befreundeten Familien erhalten.

London, 14. März. DieTimes" meldet aus Peking: Di« chinesische Regierung erhielt die Mitteilung, daß 8 fran­zösische Offiziere in Kwangsie an der Grenze von Tongking ermordet worden sind.

London, 14. März. Nachdem Lord Methuen au Ehrenwort in Frech eit gesetzt worden ist, glaubt man, da^

Telephonischer Kursbericht«

Frankfurt a. 11., 14. März.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Den Erreger deö Krebses entdeckt zu haben, behauptet der Berliner Arzt Dr. Feinberg. In der neuesten Nummer der .Deutsch, medizin. Wochenschrift" teilt er das Ergebnis semerUnter- suchungen, die bis in das Jahr 1899 zuruckreichen, mit. Es han­delt sich um Krebsgeschwülste, die ganz kurze Zeit bestanden hatten. Dr. Feinberg hat diese an der Hand exakter Methoden sorgfältig untersucht und in den Gewebsschnitten eigenartige Gebilde ge­funden, die er alseinzellige, selbständige tierische Organismen bezeichnet. Sie unterscheiden sich von allen Körperzellen und ähn­lichen Dingen ganz scharf und stehen nach Dr. Feinbergs Heber- zeuguna sicher in ursprünglichem Zusammenhang mit den Streos- geschwulsten. Dr. Feinberg glaubt sogar, in zweifelhaften Fallen durch Aufsind en dieser Gebilde die etwaige bösartige Natur eurer Geschwulst sicherstellen zu können. Die Untersuchungen, deren Er­gebnis sicherlich berechtigtes Aussehen erregen dürsten, fuw aum Dell in der ersten medizinischen Klinik der Cbarllä, ble Profegor von Leyden untersteht, zum anderen Teil in dem botanischen In­stitut der Berliner landwirtschaftlichen Hochschule angestellt und von autoritativer Selle kontroliert worden. Weitere Prüfungen werden zeigen müssen, ob Dr. Feinbergs Untersuchungen wirklich zur Entdeckung der eigentlichen Krebserreger geführt haben.

Hausschatz deö Wissens". (Verlag von I. Reumann, Neudamm.) DerHausschatz des Wissens" ist eine wohlfeile Haus­bibliothek in vornehmster Form, eine Sammlung von gemenwer- ständlichen Werken, welche das allgemeine Wissen umfaßen und zu billigsten Preisen bei oester Qualität des Gebotenen auf den Büchermarkt gelangen. Die neu erschienenen Hefte 252260 ent­halten: Länder und Völkerkunde von Dr. Paul Lehmann, Lfg. 35 bis 39. Kunstges chichte, von Prof. Dr. Max Schmid, nebst Geschichte der Musik und Oper von Dr. El. Cherwood, Lfg. 9/10. Die Physik von H» Mäser, Lfg. 9. Die Chemie von Dr. Mar Vogtherr, Lfg. 12. Der Preis einer Lieferung betragt nur 60 Pfennig.

s Gießen, 11. März. (Gewerbeaericht.) Den Vorsitz führt in Vertretung des Beigeordneten Wolff Stadtverordneter Keller. Als Beisitzer fungieren Schneidermeister Heinrich Leib und Bierbrauer Gustav Holtberg hier. Es findet durch Aus­losung die Festsetzung der Rechenfolge statt, in welcher die Lei-

-- Thclliakeit zu treten haben: Arbellgeberbeisitzer

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag Judica, den 16. März. Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags SV, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

?ormlltags 11 Uhr: Militärgottesdienst, Beichte und bell. Abendmahl für bie Milllargemeinde. Pfarrer Dr. Grein

Nachmittags 2'/, Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde

Abends 6 Uhr. Piarrer S ch l ° N ° g b

Mittwoch, den 19. März, abends 6 Uhr, 6. Passions­audacht. v Pfarrer Dr Grein.

Montag den 17. Mär^ abends 8 Uhr, Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. a Dr. Grein.

In der Joharnreskirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Euler.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasaemeinde.

Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Vogt. ^iarrer ul ec.

Montag, den 17. März, abends 8 Ubr, Bibelstunde tm Konsirmandensaal der Johcmneskirche. Pfarrer Euler.

Dienstag den 18. März, nachmittags b1/ Uhr, findet im Schwesternhaus Vereinigung der Unfirmierten Mädchen der Lukas- gememde statt. Pfarrer Euler.

Am Sonntag Palmarum, den 23. März, Land sS-Buß- und Betrag. An diesem Tag« nach allen Gottesdiensten Samm­lung zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden

Seine. Leib, Schneidermeist. Karl Stohr, Schlossermeist. Gustav Gerhardt, Friseur Heine. Winn, Bauunterneh.

Karl Berg, Schuhmachernr.

Fr. Hennings, Bäckermeister L. Emmelius, Fabrikant E. H. Müller, Schreinerin. Ludw. Pirr, Metzgermeister C, A. Faber, Spenglerin,

Ed. Krumm, Kaufmann I. Kirch, Bahnhofsrestaurat.

Herabsetzung der Abschlußpreise - - namentlich das Kokssyndikat seine Mitwirkung ganz entschieden ablehnte. Das Roheisen-Syndllat wählte schließlich den Weg der Verschmelzungsgeschäfte, um den Abnehmern von Gießerei-Roheisen entgegen zu kommen. Die Preise für Zukäufe wurden auf Mk. 53 bezw. Mk. 49 für Gießerei- Roheisen Nr. 1 bezw. Nr. 3 für die Tonne ab Hütte, also well unter den Gestehungskosten festgesetzt und die Lieferfrist für die sich ergebenden Verschmelzungsmengen vis Ende 1902 ausgedehnt. Der weitaus größte Teil der Abnehmer machte von diesem Anerbieten Gebrauch. Wenn trotz dieser Sachlage das Ergebnis als be­friedigend bezeichnet werden darf, so beweist es, daß die Grund­lagen unseres Unternehmens gesund sind. Es betrugen in den Jcchren 1900 und 1901: der Roh gewinn Mk. 143589158 bezw. Mk. 1957 68773, die regelmäßigen Abschreibungen und Zurückstellungen Mk. 690000 bezw. Mark 120482207, der Reingewinn Mark 745 89158 bezw. Mack 752865 66. Die Zurückstellungen haben gegen das Vorjahr eine Erhöhung von Mack 51482207 er­fahren und der Reingewinn ist um Mack 697408 gestiegen. Dieses Ertragnis gestattet die Verteilung einer Dividende von 7 Prozent auf das ganze Aktienkapital von Mk. 7 500 000 gegen 9 Prozent im Vorjahre auf Mk. 6 000 000 Aktien Buchstabe,^, und B und 41/, Prozent auf Mk. 1 500 000 Aktien Buchstabe C. Zu be­achten ist hierbei, daß die Röhrengießerei, für deren Erbauung die im Jahre 1900 beschlossene Kayitalserhöhung von Mk. 1,500,000 bestimmt war, an dem Erträgnis noch nicht beteiligt ist.

Butzbach, 13. März. Bei schönstem Frühjahrswetter fand heute der 25. Butzbacher Fasel- und Prämiierungs­markt statt. Der Besuch war recht groß. An Rindvieh und Schweinen waren gegen 1000 Stück zugetrieben. Der Handel war bei hohen Preisforderungen mittelmäßig. Eine das Silberjubiläum unseres Faselmarktes kennzeichnende Erhöhung der Prämiierungs­geldmittel ermöglichte den Mehrankauf von Vieh au[ dem Markt und eine Verbesserung der Gewinnchancen. Zur Prämiierung ge­langten etwa 100 Stück Rindvieh der gesuchtesten Wetterauer und Vogelsberger Racen, welche sodann, geführt von ihren Besitzern, mit Musst vom Markt durch die Stadt an den.Hessischen Soft ge­leitet wurden, wo die Auszahlung der Preise erfolgte. Auf dem Krammarkt waren ziemlich viel Veckaussstände aufgeschlagen. Hier herrschte reges Treiben.

101.20

100.85

43.30

28.50

28.25

45J0

derselbe, sobald es sein Gesundheitstzustand erlaubt, nach England zurückkehren wird. Die Morgenblätter erklären ziemlich einstimmig, daß Delarey sich durch die Freilassung Methuens als Edelmann gezeigt habe.. Mehrere Blätter fragen, welche Haltung die englische Re­gierung angesichts dieser Großmütigkeit ein schlag en werde. Viele Blätter sind der Ansicht, daß die beste Antwort, die ein würde, eine andere Spaltung gegenüber de n Bärenführern englischerseits anzunehmen.Daily News" sagt, dies sei eine gute Gelegenheit, um die Ver^ bannungs-Proklamation zurückzuziehen. Morning Leader" erklärt, es gebe drei Arten, sich dankbar zu erweisen: 1) die Buren künftighin nicht mehr als Ban - ditenzu behandeln, 2)denAmbulanzenfreresGe- leit zu geben und 3) Kruitzinger nicht mehr als Re­bellen, sondern als Kriegsgefangenen zu behandeln. Nach Meldungen aus Kapstadt macht der Kräfte-Ver?* fall bei Cecil Rhodes rapide Fortschritte.

Madrid, 14. März. Die Unterhandlungen für den Abschluß eines Handelsvertrages zwischen Spa- nien und Nordamerika, welche seit längerer Zett im Gange waren, sind endgiltig gescheitert.

Mailand, 14. Aiärz. Die Bewegung unter den Landarbeitern wächst. Im Bezirk Copparo ist ein allgemeiner Ausstand ausgebrochen. In Rovigo streiken seit vorgestern 20 000 Landallbeiter. Die Behörden sandten Truppen nach allen bedrohten Punkten.

Wien, 14. Viärz. In hiesigen unterrichteten Kreisen verlautet mit Bestimmtheit, der Reichskanzler Graf Bülow werde gelegentlich seiner Osterreise mit dem Grafen Go- luchowsky eine Zusammenkunft haben. Auch stehe es außer Zweifel, daß Bülow den leitenden italienischen Staatsmännern begegnen werde.

Bukarest, 14. März. Das Zuchtpolizeigericht verurteilte die vier Hauptanstister der vor dem Kammer- gebäude am 24. Februar stattgehabten Unruhen zu vier­monatigem und 37 Angeklagte zu dreimonatigem Gefängnis, 12 Angeklagte wurden sreigesprochen.

Semlin, 14. März. Hier wurde eine weitverzweigte Falschmünzerbande aufgehoben. Viele Bauern sind kompromittiert, bei denen große Summen falschen Geldes beschlagnahmt wurden.

Konstantinopel, 14. März. In den letzten Tagen sind in Medina 158, in Mekka 13 Ch olera-Fälle kon­statiert worden.

Newyork, 14. März. Dievereinigten deut* schen Gesellschaften von G ro ß-N e w yo r k" wui> den Mittwoch von den im deutschen Empfangs-Komitee ver­tretenen Vereinen provisorisch konstituiert, um eine dauernde Org anisation des New Yorker Deutschtums zu schaffen. Die Vereinigung soll sich in amerikanische Politik nur insoweit einmischen, als nativistische Uebergaifse oder Störungen der historischen Freundschaft mit dem deutschen Reiche bekämpft werden müssen. Die definitiven Ziele sind dagegen die Stärkung des Einheitsgesühles unter den deut­schen Eingewanderten, Schutz ihrer angestammten Kultur und Bedürfnisse und die Erhaltung der deutschen Sprache.

Wöchentliche Ucderßcht der Todesfälle mder Stadt Sießes.

10. Woche. Vom 2. bis 8. März 1902.

Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (infL 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 22,08, nach Abzug von 6 Ortsfremden 10,02 %o.

Kinder

Jagd-Gebraiichshund-Cliib Giessen.

Zu der am 16. März, nachmittags 4 Uhr, im Hole» Vroßher-og von Hessen (Saal) stattfindenden

Generalversammlung

luden wir hiermit Freunde und Gönner ergebenst ein. 2147

Daö Komitee.

Es starben an: Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

Lungenschwindsucht 2 (1)

Neubildungen (Krebs) 3 (2)

1. Lebensjahr:

2 (1) -

2,-15. Jahr

8 (2)

Bronchitis 1

1

Eiterung u. Blutver­giftung 3 (8)

8 (3)

Krämpfe 2

1

1

Summa: 11 (6)

8 (6)

2

1

März

Barometer aus 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

13.

2*5

752,7

+ 8,4

3,9

48

13.

9«

753,6

+ 0,6

3,6

75

14.

1^15

754,0

- W

84

93