Das Journal des Debats über den Kasseler Treberprozetz.
M. In
neben begann bereits das juristische Studium aufzukommen. Unter den Vorlesungen bildeten die kostenfreien Publica
seines Schutzbefohlenen.
Dec S-tud^n^ang richtete sich nicht nur nach dem
i-,»-——- 1- —, m..a „4, uu. , z , ________v_ Die Nachrichten über den Fleiß der Studenten, besonders
'A^ist'rmmer^dieselLe^Ges§ichte-^»Ber-I"^h Wochen schon'Wieder verließen. Bei der Eröffnung!bezüglich des Kollegbesuchs, sind wenig günstig.
Viehzucht und Bergbau in Deutsch - SLdwestafrika.
Ansiedler aus Südwestafrika, die in Berlin anwesend sind, berichten mancherlei interessante Einzelheiten aus dem Schutzgebiete. Mit der Viehzucht auf Spitzkopje, wo die süd- westafrikanische Kolonial-Gesellschaft eine Zuchtstation eingerichtet hat, steht es nicht gut; die Angoraziegen sind fast alle gestorben; auch die übrige Viehzucht geht nicht vorwärts. Dieser Mißerfolg ist recht bedauerlich und ist ein neuer Beweis dafür, daß selbst die Viehzucht dort nicht so einfach ist, wie wohl vielfach angenommen wurde. Auch darin haben die Buren eine besondere Erfahrung und es ist sehr erklärlich, wenn die Kenner von Land und Leuten dort behaupten, die Buren müßten in der Besiedelung des Schutzgebietes unsere Lehrmeister werden. Europäische Ansiedler müßten dort erst nach allen Richtungen hin Erfahrungen sammeln und vow den Afrikanern lernen. Daraus ergiebt sich in recht deutlicher Weise, welch wertvolles Element die Buren-Einwanderung in unser Schutzgebiet bringt. Durch die Buren allein kann Südwest-Afrika als Landwirtschafts-Kolonie mit der Zeit einen Wert erhalten.
Wenn bisher das Aufsuchen von Metallen in Südwest- Afrika noch nicht zu Ergebnissen geführt hat, die den gehegten Erwartungen entsprechen, so sind unzweifelhaft Mineralien vorhanden, die einen sicheren Ertrag versprechen. Ganz in der Nähe der Bahn von Swakopmund nach Windhoek sind große Marmorbrüche an mehreren Stellen entdeckt worden. Zu chrer Ausbeutung hat sich schon ein Syndikat gebildet. Zunächst ist nur eine sachverständige Untersuchung notwendig, um festzustellen, daß der Marmor brauchbar ist und nicht hinter dem europäischen zurücksteht. Diese Untersuchung würde nur einen Kostenaufwand von etwa 15 000 Mark erheischen. Doch möchte das Syndikat sich vorher versichern, daß ihm! von der Bahn niedrige Frachten gewährt werden. Die Eisenbahn hat zwar einen reichlichen Transport nach dem Innern, auf dem Rückwege aber fahren die Züge meist leer. Der Marmor würde eine sichere Rückfracht darbieten und die Einnahmen sehr erhöhen. Die jetzigen Tarife sind so hoch, daß ein Erträgnis aus den Marmorbrüchen nicht zu erwarten wäre. Daher ist es schwer verständlich, daß angegeben wird, von amtlicher Seite könne man sich nicht entschließen, billigere I Tarife zuzusagen.
Man muß sich freilich hüten, die allgemeine studentische Entwickelung auch auf unsere Universität zu
niemand. Die Statuten schrieben zwar bei der Ankunft eine kleine Prüfung vor. Doch ist es erklärlich, daß der Rektor bei großem Andrang und seinen sonstigen Geschäften ein Auge zudrückte. Die Prüfung unterblieb, namentlich wenn Fürsprecher da waren, und bei Adligen, die nicht abgeschreckt werden durften. In der ersten Zeit waren die Studenten, die vom Gießener Pädagogium kamen, besonders mustergültig. Dem Mangel der Vorbildung wurde in gewissem Maße durch die Einrichtung der Privatpräzeptoren abgeholfen. Es war vorgeschrieben, sich im ersten Semester einen solchen zu wählen, der den jungen Studenten überwachen und Lücken in
den Kern. Daneben standen die Disputationen, die
unseren Seminaren vergleichbar sind. Privatkollegs waren selten.
zu ergreifenden Beruf, sondern auch nach den Mitteln des Studenten. Er erstreckte sich bis auf 12 Jahre. Jeder mußte zunächst in der philosophischen Fakultät eingeschrieben sein. Nachdem er den philosophischen Kursus durchgemacht, sollte er die Vorlesungen der höheren Gebiete hören dürfen. Doch schloß damit für manchen das Studieren bereits ab. Er hörte daneben höchstens noch einige theologische Vorlesungen und machte die Ma gift er Prüfung, um Schullehrer oder Pfarrer oder beides zu werden. Die Zahl derer, die blieben, um zuletzt den Doktorgrad zu erwerben, war gering. Da-
über tragen. Dann birgt die Art des Materials aber, noch ^nem Wissen ausfüllen sollte. Ter Präzeptor war bis zu eine andere Gefahr in sich. Die DiSzipiinarakten um- einem gewissen Grade verantwortlich für die Thättgkeit
Kießeuer Studententum in der Ilrüözett der Universität (17. Iayryunbert).
n. Gießen, 14. Febr.
Gestern abend hielt in der vom Oberhessischesti Geschichtsverein einberufenen Versammlung Dr. Milh. M. Becker einen sich auf das im hiesigen Universitäts-Archiv und im Darmstädter Staats-Archiv befindliche Aktenmaterial stützenden sehr interessanten Vortrag über das studentischeLeben und Treiben in Gießen in der ersten Periode des Bestehens der Universität. lieber die kurze Periode von der Gründung der Universität 1805 bis zu ihrer Aufhebung im Mai 1824, von wo an das Gießener Universitätsleben sich wie durch eine Seelenwanderung im Rahmen der Marburger Hochschule fortsetzte, bietet sich im wesentlichen befriedigendes Aktenmaterial.
Von bürgerlichen Abgaben war er frei. In Gießen hatte stellung ist in drei großen, teils vollkommen neu er» der Student auch das seltene Recht der freien Jagd in bauten Hallen untergebracht und wird dem Besucher die der ganzen Gießener Gemarkung. Dadurch wurde bei den | Erzeugung des so notwendigen Schuhwerks vom Anfänge Studenten ein großer Standesstolz hervorgerufen. Sie traten | öurn Ende, vom Rohmaterial bis zum fertigen Schuh, den Bürgern mit Anmaßung entgegen. ,^8°" /uhrem Die ma>chinellen Arbeiten Bet der
cm < c ± v. , , .... . , Schuhfadrrtatwn werden sämtlich im Betriebe gezeigt.
Was biei bamahge t u den tentracht betritt, so trug g. Lollar, 11. Febr. Wie uns von geschätzter Seite der Student Pluderhosen, em Wams, einen großen Hut mit mitgeteilt wird, ist die Nachricht, daß die bei Rutters- Federn und einen langen Raufdegen. Auch Schußwaffen Hausen im vorigen Sommer erbaute L a h n b r ü cke dem- mutben häufig geführt, was man ihm zwar untersagen nächst dem Verkehr übergeben werden wird, leider ver- wollte; doch ließ sich ein solches Verbot bei seinem Jagdrecht! früht, weil noch sehr erhebliche Erdarbeiten und auch nicht durchführen; nur sollte innerhalb der Festung nicht ge- Arbeiten an der Brücke selbst zu vollenden sind, die unschossen werden. — In Begleitung des Studenten befand sich begreiflicherweise trotz der günstigen Herbst- und Winter- oft em Famulus, em sog. Studentenfunge, der oft M^ate nicht in Angriff genommen wurden, sodaß die
selbst Student war. LTr'Ä.t °^IUn9 enä baSJo notige SBer-
der Herkunft aus verschiedenen Landern war die Vorbildung frühere war. Die Kosten stellen sich erheblich niedriger
erne verschiedene. Die mitgebrachten Kenntnisse waren als 90000 Mark, welche Summe unser Korrespondent uns
oft gering, an die Forderung eines Reifezeugnisses dachte! nannte.
penn bie Sätze des Tarrsentwurss als unabänderlich gellen sollen. Dieser Meinung ist auch die „Deutsche Volkswirtschaftl. Korresp.", die bekanntlich industrielle Interessen zu vertreten hat. Sie schreibt ausdrücklich, daß ein großer Fehler sein würde, wenn der Reichskanzler weitere Verständigungsvorschläge nicht prüfen, sondern unbedingt zurückweisen wollte. Welcher Art die Vorschläge sein müssen, ist auch von uns schon erörtert worden. Sie dürfen sich nicht auf einzelne Positionen beschränken, sondern müssen den gesamten Tarif ins Auge fassen. Geschieht dies nicht, beschränkt man sich vielmehr auf eine oder einige Positionen, um die sich der Hauptkampf zur Zeit dreht, so wird es sachlich unmöglich sein, zu solchen Vorschlägen jetzt schon bindende Stellung zu nehmen.
die des e r n st e n Studierens, in den Hintergrund tritt Und doch ist auch viel gearbeitet worden. Viele bedeutende lutherische Theologen, Juristen und Schriftsteller haben in jener Zeit hier geweilt, aus der leider beinahe sämtliche Matrikel verloren gegangen sind. Neben den fleißigen Studenten gab es allerdings gar manchen, der nach der Sitte dieser Zeit bald hier, bald dort weilte, und dem das Genießen näher lag als das Studieren. So hat ein Student in den Jahren zwischen 1599 und 1604 auf nicht weniger als e l s H o ch s ch u l e n geweilt Ueber- haupt sammelte sich viel wildes Volk auf den Hochschulen, das nicht studieren wollte.
. ... v vv ------- -- —i- — -v—7— । m«v «,-> ivu. -LVJ.0. Das beliebte Ballspiel gab zur
|unb u°ch lunger traten. Besonders bet Vornehmen mußte Gründung eines Ballhauses Anlaß.
man Rücksicht nehmen. 1608 wurden zwei Prinzen von fn?nf
Schleswig immatrikuliert, die 13 und 14 Jahre zählten. J B
Aber auch ältere, selbst verheiratete Studenten waren häufig. ..... ~ -----------------
Der neue Student hatte die Pflicht, sich innerhalb acht lita -fttnilt Itttil 4T<rnh
Tagen zu melden und in die Matrikel einschreiben UllV -UHIV.
jn lassen. Sonst wurde er mit einer Geldstrafe belegt! Der Abdruck der unter dieser Rubrik besindlichenOriginal-Nachrichten Dennoch waren viele nicht immatrikuliert, um bie Gebühren I st nur unter genauer Quellenangabe: ,,Gieß. Auz." gestattet.) von einem halben Reichsthaler zu sparen. Kam er von Gießen, 14. Februar 1902.
der Schule, so mu&te er erst bie „De po si tion"am sych „ m ( m ...
vollziehen lassen, durch die symbolisch die Aufnahme des Versetzung. Der seitherige Polizeiwachtmeister von
Pennälers unter die Studenten dargestellt wurde. Mit Bad-Nauheim und ehemalige Kriminalschutzmann m Gießen, einem Hut mit Hörnern, auf dem Kopfe wurde er in die Polizeikommissariats-Aspirant Weiß, ist als Polizeiwacht- Mitte der Studentenschaft geführt. Hier wurden ihm die!meister nach Friedberg versetzt worden.
Hörner abgeschlagen (wovon der Name „Deposition" her- ** Pensionierung. Der Großherzog hat am 12. Februar Nthrt). Dann wurde ihm der Baechantenzahn gezogen, sein den Bezirkskassier der Bezirkskasse Ortenberg Marchand t2<19e' mit @Tre hegen geschwächter Gesundheit auf sein Nachfuchen in den
und Schwamm ein menschliches Aeußere gegeben, worauf er mLestand verlebt schließlich feierlich zum Studenten ernannt wurde. Das $ | , /&. •>= rv/ c. x u t
Ganze war eine amtliche Handlung, die durch den Depositor, .. _ Zagdergebmffe. In Gobelnrod (&rei§ ®icfcen) hatte einen Pedellen, für eine Gebühr vollzogen wurde. Nun bie Versteigerung der Gememdesagd em für die Gemeinde sehr erhielt der Student einen Schein und konnte immatrikuliert günstiges Ergebnis; der jährliche Pachtpreis, der seither nur werden. I 260 Mark betrug, beläuft sich für die nächsten 6 Jahre auf
w. Lindheim i. Oberhessen, 11. Febr. Ten Hinterbliebenen unseres früheren Mitbürgers, des Romanschriftstellers Leopold von Sacher-Masoch, geht es schlecht v. Sacher-Masoch hat leine Schätze hinterlassen, uno Frau Hulda v. Sacher-Masoch unb ihre drei unmündigen Kinder befinden sich in großer Not. Von Berlin aus ergeht soeben ein Aufruf zu ihren Gunsten. Gaben nimmt der Schriftsteller v. Schlichtegroll, Wilhelmstraße 35 in Berlin, entgegen, v. Sacher-Masoch war früher Besitzer des berüchtigten „Hexenturms" dahier.
+ Gedern, 12. Febr. Der hiesige Gesang-Verein kann am 12. April sein 60jähriges Stiftungsfest feiern. Bemerkenswert ist, daß noch zwei der Mitbegründer am Leben sind. Sämtliche Gesang-Vereine der Umgegend werden zu dem Feste eingeladen.
Mainz, 13. Febr. Der hier festgenommene Geomete»
ewe andere Gefahr in sich. Die DiSziPlinaraltrn umfassen fast nur die Seite dsS studentischen Leben-, die zu Mtigtvn Wfofi gaben, während W andere Seite,
Wie sehr die Studenten auf ihre Stan de s ehr ei 700 Mark. — In Ostheim blieben bei der Verpachtung hielten, zeigt folgender heiterer Vorgang: Ein Student der Feldjagd eine Nauheimer Jagdgesellschaft, die Herren schießt sich auf der Reise nach Gießen einer Kaufmanns- Thielemann re. Meistbietende mit 1360 Mark pro Jahr.
Hanseln beginnt In Meßen be- Seither war die gesamte Jagd an Fauerbacher und Ostheimer schwert er sich darüber bei befreundeten Studenten. Als
er hier bei den Kaufleuten immer noch unten am Tisch x5a9*c* 5^2^, !??.n ® \ .
sitzen muß, die ihre Spöttereien fortsetzen, erscheint plötzlich c Fach - Ausstellun g b e r b eu_t cf}le n Schuh- eine Anzahl Vermummter mit Depositionsinstrumenten. Der u bu st r i e r/n Frankfurt a.
dem Studenten Zunächstsitzende wird ergriffen und erhält ^^it vom 16., 17. und,18. Z^bruar findet auf beml eine Maulschelle. Die Kaufleute springen auf, rufen utn We Ae,r ehemaligen RofewAusstellung, anläßlich beä. Hilfe und wollen nach ihren Waffen greisen finden sie Verbandstagesder deutschen Sch uh war en Händler eine aber nicht mehr vor. Und vor den Augen be§ ^e^änfe^teTt 23erbkanQbek üe^an^te.te
werden sie sämtlich der Deposition unterzogen. “nb ?eder-Jndustrie ftatt Die Ausstellung, der
Den Nichtstudenten gegenüber trat der Student damit eine außerordentliche Beteiligung zugeftchert ist, wird nicht . c. < ,, . r m nur für den Fachmann, sondern auch für den Laien viel
m den Genuß der studentischen Rechte und Frei- Interessantes und Lehrreiches bieten, da alle Zweige der Heiken em. Kem bürgerliches Gericht konnte ihn vorladen. Schuh- und Leder-Industrie, darunter auch die in diesem Nur vor bemJRenor stand er zu Gericht, und nur nach den Fache hochentwickelte Maschinen-Jndustrie, mit ihren neuen akademischen Satzungen durfte gegen ihn verfahren werden, und besten Erzeugnissen vertreten sein werden- Die Aus-
Das Journal des Debats über den Kasseler Treberprozeß. Zu den größten Universitäten hat Gießen nie ge- Ueber den Prozeß sich im einzelnen zu äußern, bevor rählt, doch läßt sich eine genaue Frequenzziffer für das Urteil gesprochen ist, vermeidet die deutsche Presse aus Meßen ebensowenig wie für andere Universitäten auf- naheliegenden Gründen. Einige Bemerkungen, die das Pa- lallen. Tie akademischen Behörden waren niemals davon riser „Journal des Debats" über den Prozeß macht, mögen unterrichtet, wieviel eingeschriebene Studenten sich auf indes hier wiedergegeben fein. Tas Blatt äußert sich dar-- ber Hochschule aufhielten oder wie viele sie vielleicht über wie folgt: „Es ist immer dieselbe Geschichte- Ver- Wochen schon wieder verließen. Bei der Eröffnung I bezüglich des Kollegbesuchs, sind wenig günstig. 1613
waltungsräte, die im täglichen Leben ehrliche Leute finb 1605 waren 200 Scholaren anwesend, darunter 70 Schüler ersuchte der Rektor die Regierung, den Weg vor dem Uni-
und sich hüten, jemanden zu täuschen ober zu schädigen,! des Pädagogiums- ^n den nächsten Jahren wuchs ihre versitätsgebäude ausbessern zu lassen, damit die Studenten
mit dem sie in direktem oder persönlichem Verkehr stehen. Zahl fo, daß 1608 bereits über Wohnungsmangel geklagt keine Ursache zum Kollegschwänzen hätten. 1619 gab ein
Dieselben ehrlichen Leute verlieren iede Vorstellung von ^rde. Tie Zunahme erhielt ftch bis 1613 bie Pest die P^-sor an, in fein Kollea kämen bisweilen 20—30 bis- der eventuellen Verantwortlichkeit unb der Pflichten gegen- Studenten fa)t völlig zerstreute. Aus der geplanten Der- JJ1 k A J über den Aktionären, von denen sie ein Mandat angenommen! legung nach Grünberg oder Staufenberg mürbe i er B J
haben, und scheuen sich nicht, Tantiömen von 50 000 bis nichts- Die Hochschule erholte sich aber bald wieder. 1617 übrig. Besonders geklagt wurde darüber, daß zu wenig nach- 100 000 Mark einzutassieren. Solche Verwaltungsräte be- sollen 150 Studenten immatrikuliert gewesen sein. Ten geschrieben wurde, obgleich die Mehrzahl der Professoren finden sich in völliger Ab hängig kett vom Dttektor, den sie Höhepunkt erreichte die Universität 1618, wo mau ihre Zahl diktierte. An dem mangelhaften Kollegbesuch waren aber als einen großen Manu betrachten, dessen Anordnunoen aixf 500 bis 600 annehmen kann. Dann beginnt ein Rück-!auch die Professoren mit schuld. Auch sie waren sehr sie ausführen und unterzeichnen, ohne zu prüfen, mö-ge Die Kriegsunruhen, schlechte Disziplin usw., geneigt, Kollegs auszusetzen, ohne den Studenten Mitteilung
dieser Ätann nun Whttaker Wright von der London and | oollends aber die Bedrohung Gießens durch den Herzog davon zu machen. Die Pedelle mußten daher über die Gl°bEs°llsch«ft oder Schmidt von der T-ebertrocknlrng v°n Braunschweig, verlerdeteu den jungen Studenten die säum,gen Professoren Register führen, damit sie zur hcrtzem Es Ist die,etbe Aten chengattung, nur daß der Eng- h'/stge Hochschule, ,o dax manche Pro,es,oren ihre Vor. St use ae»oaen werden konnten Ucberlastet mit Kollea- länber geschickter in seinen Ntanipulationen ist. In Kassel Äsungen gänzlich emstellten. Auch der geplante Versuch , weroen tonnten, ueoeriaster mü stoueg-
waren äußerlich bie Bücher in Ordnung; aber dieses che iw- b^ ^rof. Winckelmann, ein Fähnlein Stubenten auf bie b ä^Eilen, waren bll.etltbenteiLuber^aypt
bar richtige Buchführung verbarg ganz un- Festungswälle zu führen, würde kaum von großem Erfolg rourbe nur am Montag, Dienstag, Donnerstag
geheuerliches, unb es bedurfte monateianger Arbeit gewesen sein. Immerhin waren 1620 wieber gegen 200 und Freitag gelesen.
um bie Wahrheit aufzudecken. Dieser Schmidt ist wirklich Stuhenten hier. J£)te Annahme, baß die Studenten wesent- Die Ferien waren zwar bedeutend kürzer als heute, ein außergewöhnliches Finanzgenie. Er gründet eine äted . au$ Oberhessen und der Katzenellnbogen'schen 'Herr- doch blieb den Studenten genügend Zeit, daß sie sich körper- sellschaft mit einem Anfangskapital von einigen Hundert-! stammten, wäre aber falsch. Nachgewiejenermaßen lichen Hebungen hingeben konnten. Gleich zu Anfang wurde tausend gjlarf, um eine Nebenindustrie in Betrieb zu setzen, waren knapp 10 Prozent aus den Hessen-Darmstädtischen ein italienischer Tanz- und Fechtlehrer mit einem Gehalt be- begetjtert sich für eine Erfindung ohne praktischen Wert, ^nden, wahrend Westfalen, Braunschweig, die Ostseeländer, ^sin das bie Professorenaebälter weit überftiea Trokdrm bemüht sich ein internationales Kartell für btt Holzver: Dänemark usiv saft b e gleiche Zahl stellten. Im übrigen für seine S unden Dab^
Wertung zusammenzubringen, ruft ein Netz von Tochter- regulierte sich bie Herkunft wesentlich nach dem Gesichts- r In? x- p 1 $ ?
qesellschaften ins Leben, deren Dividende er garantiert, unb punft bes religiösen Bekenntnisses- Hauptsäch- fem ^trfa9 K 9ro^en
bereu Erzeugnisse er selbst sehr teuer aufkauft, um sie mii Lutherische schickten ihre Söhne nach Gießen- P^nuf. . Es kam vor, daß feine Stunden mit Kollegs zu-
Verlust als Brennmaterial sofort wieder loszuschlagen, treibt , .Das Alter der Gießener Studenten war sehr ver- sammenstelen, die dann geschwänzt wurden, um jene zu be- seine Aktien auf 900 pCtt, verttilt Dividenden von 50 pCt. schieden. Aehnlich wie heute bezog durchschnittlich auch!suchen. 1617 sand eine Fechtschule, ein festliches Schaufechten um schließlich mit einem Bankerott von 177 Millionen Mark, damals der junge Mann mit 17 bis 18 Jahren die Untt I statt, an dem auch Studenten teilnahmen. Auch eme Reit- zu enden, dem nur Aktiven von 1 PCt. gegenüberstthen. bbrsität. Aber es gab auch Studenten, die erst 14 Jahre schule gab es seit 1610.
Schmidt ist dem Exner wett überlegen, dem allgewaltigen ' 3 t*''* m ------ “
und umschmeichelten Dttektor der Leipziger Bank, der damit beginnt, der Trebertrocknungsgesellschaft 200 000 Mk. Kredtt zu gewähren, um schließlich in dieselbe 87 Millionen hineinzupulvern. Ein würdiger Wschluß der Laufbahn dieser beiden eigenartigen, aber echt modernen Genies."


