Ausgabe 
13.10.1902 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Kr. »40

täglich außer Sonntags, Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem keffischen Landwirt die Siebener Zamilien» blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu ttntvers.-Buch-u.Stein- drurkerei (Pie ts ch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schul st ratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr. 5L

Drittes Blatt.

15». Jahrgang

Moutag 13. Ottober 1002

Gietzener Anzeiger

M General-Anzeiger v **

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen

vezugspret», monatlich 7b Pj^ viertel* jährlich Mk. 250; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 69 Pf.; durch diePost 9)11.2, otettet- jährt, auöschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer biS vormittags 10 Uhr« Zeilenpreis: lokal 18Pf^ auswärts 20 Psg.

Verantwortlich: für den voltt. u. allgem. teil: P. Wittko: für .Stadt und Land^ un6 .Gerichtssaal': 6utl Plato; für den An­zeigenteil: HanS Deck.

Volitische Wochenschau.

Ein Teil der deutschen Presse scheint int Streite um die wichtige Frage der wirtschaftlichen Zukunft Deutsch­lands etwas nervös und überreizt geworden zu sein. Nur so läßt es sich verstehen, wie die verschiedenen Matter in der Beurteimng eines Falles, wie den Empfang der Burengenerale durch den Kaiser so weit aus­einandergehen können! Das Extrem der einen Auffassung gipfelt in der Forderung, die Regierung solle nach der Ant­wort der Burengenerale ihre Reise durch Deutschland, die zu antienglischen Demonstrationen führe, überhaupt nicht dulden; und das Extrem der ausgesprochenen Prvburen- gesinnung versteigt sich zu der Verdächtigung, der Empfang der Burengenerale sei durch den Kanzler und das Aus­wärtige Amt vereitelt worden; in der Wilhelmstraße hätte man gewußt, daß Lottis Botha wenige Stunden später inBerlin eintreffen werde, um neue Verhand­lungen zu beginnen, und den guten Willen der Generale zu bekunden, und deshalb sei gerade am Abend noch; die Notiz derNordd. Allg. Ztg/ erschienen, die jede Brücke abbrechen mußte. Wenn ein Leipziger Blatt eine derartige kompromittierende Behauptung überhaupt verbreitet, so sollte man meinen, daß seine Informationen auf zuver­lässigster Grundlage ruhen. Wie aber verhält es stch in der Thal? Nicht General Botha, sondern, wie wir s. Z. ganz richtig meldeten, ein Verwandter von ihm, Kvm- mandan; Botha, der mit der Reise der Generale absolut nichts zu schaffen hat, war in Berlin angenommen! Tie Angelegenheit des Burenempfanges thut kund, mit welcher Leidenschaft, bei der ein gut Teil Würde vergessen zu wer­den scheint, heute von mancher Seite eine plötzlich aufge­worfene Frage behandelt wird. Ter eine will die volks­tümlichen tapferen Generale, die in ihrer 9tot sich an uns wenden, überhaupt des Landes verweisen und der andere beschuldigt schwer das Auswärtige Amt. Gegenüber diesem widersprechenden Mitteilungen wird derNat.-Ztg."von zuverlässiger Seite" versichert, daß der deutsche Schritt, der auf Befehl des Kaisers gegenüber den Buren- Generalen geschehen war, sich auf eine Benachrichti­gung von den Empfangsbedingungen be­schrankte. Ein Wunsch des Kaisers, die Buren- Generale zu sehen, ist diesen niemals mitgeteilt worden. Ein Vertrauensmann der Burengenerale erklärt nun neuerdings in einem Eilbrief au den Sraarssetretar Frhrn. v. Richthofen, daß die Generale nach wie vor eine Audiez beim Kaiser lebhaft wünschen und immer gewünscht haben, mit allen Formalitäten einverstanden sind und Hofffen, die Angelegenheit noch zu einem befriedigenden Abschluß bringen zu können. Tie Reise ist also nicht auf geschoben, und es steht trotz allem dort auch eine erfreuliche Wendung der ganzen Angelegenheit bevor.

Außer den Buren beschäftigt die Welt zurzeit nur noch Hne Reihe von Ausständen. Ein Weberausstand in der sächsischen Stadt Meerane ist ziemlich bedeutungslos, ebenso die Bewegung der Tiamantenschleiser von Amster- da m. Mehr als fünf Monate dagegen dauert bereits der Streik der pennsylvanischen Kohlenarbeiter. In Newyork giebt man neuerdings zwar vor, zu wissen, daß der Kohlenarbeiter-Streik amTienstag zuEnde geben wird, weil die Minenbesitzer es nicht mehr wagen, oer Opposition gegen die Trusts weitere Waffen in die Hände zu geben. Aber die Streikenden sprengten erst am 10. d. Mts. in Sehigthale mittelst Dynamit einen Güterzug in bie Luft, und das sieht wahrlich nicht danach aus, als ob sich die Empörung so schnell legen ließe. Tie Arbeiter verlangen 20 Proz. Lohnerhöhung für Stück­arbeit und den achtstündigen Arbeitstag. Wieweit diese Ansprüche berechtigt sind, läßt sich von hier aus bei den spärlichen Kabelnachrichten nicht beurteilen. Im Hinblick aber auf eine ihrer Hauptforderungen, die Anerkennung nämlich ihrer Union und des Rechts, daß diese zu Ver- handlungeit über die Arbeitsbedingungen mit den Trusp- leuten zugetassen wird, kann man. ganz im allgemeinen den Arbeitest diese elementaren, modern-sozialen Wünsche nicht übel nehmen. T; öffentliche Meinung scheint in Amerika stark auf feiten der Ausständischen zu fein.

In Frankreich ist der G e n e r a l a n s st a n d der Bergarbeiter proklamiert worden, nachdem die Ver­handlungen des Ausschusses des Bergarbeiterverbandes mit der Regierung ergebnislos verlaufen sind. Auch in Frank­reich ist es an mehreren Orten zu schweren Ausschreitungen getommen. Erst in den letzten Tagen kam es z. B. in dem der Stadt St. Etienne benachbarten Zerre noire zwischen Arbeitern und der Gendarmerie zu heftigen Zusammen­stößen, wobei zwei Personen getötet und mehrere verletzt wurden .Dagegen herrscht im Kohlenrevier von Carmaux Ruhe. Dort wird zwar nicht gearbeitet, aber es sind auch feine Zwischenfälle zu verzeichnen. In Mont- ceau leS Mines sowie in den Bergwerken von Blaney, Perrecy, Les Forges und mehreren anderen Kohlengruben wird dagegen normal gearbeitet und nichts läßt dort auf einen Streik schließen. Ter Ministerpräsident Combes be­schäftigt sich mehr mit anderen Dingen als dem Streik. Libre Parole" berichtet, er bereite einen Gesetzentwurf vor betreffend Auflösung des Coneordats und die sofortige Trennung von Kirche und Staat. Vier Minister, darunter Rouvier, seien entschlossen, zu demissio­nieren, wenn dieses Gesetz in der Kammer eingebracht werde. Tie Radikalen hat er dabei natürlich auf seiner Seite. Der in Lyon tagende radikale Kongreß beglückwünschte dieser Tage die Regierung für die Energie, mit der sie die An­wendung des Vereinsgesetzes durchsetzt, und sprach die Hoff­nung aus, daß die Regierung ihre Verweltlichungspolitik bis ans Ende durchführen möge.

Tie Nachrichten aus Genf über den Gesamtaus­

stand der Gew er ksch(af ten sind zurzeit am span­nendsten. Der schweizerische Bundesrat hat von der Bundes­versammlung für den Fall, daß für eine Intervention nötig werden sollte, die Vollmacht zur Einberufung von über zweitausend Mann nachgesucht und erhalten. In den letzten Nächten kam es zu Zusammenstößen zwischen dem Militär und der Menge, wobei Steine gegen das Militär geworfen wurden. Verschiedene Verhaftungen wurden vor­genommen. Außer Soldaten wurde amfy der Staatsrat Didier verwundet. Man hat sich veranlaßt gesehen, die Theater zu schließen. Zahlreiche Ausländer, vor allem Italiener wurden über die Grenze abgeschoben. Die benach­barten Gemeinden sind durch den unterbrochenen Straßen- bahnverfehr schwer geschädigt und haben zum Teil Be­schwerde bei der Regierung über die Unterbrechungen ein­gelegt. Wenn aud) die Angestellten der Genfer Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke beschlossen haben, die Arbeit nicht niederzulegen, so scheint die Situation in diesem schweize­rischen Bundesgebiete doch ziemlich kritisch zu sein. Der Schweizer Ausstand hat aber nicht das Interesse für die Allgemeinheit wie etwa der französische oder amerikanische Kohlenarbeiterstreik, und deshalb kann man seine weitere Entwickelung immerhin ohne große Erregung verfolgen.

In Spanien find an dem Ausstandsorte La Linea am Donnerstag neun Personen ums Leben ge­kommen, darunter eine Frau und ein Kind, und in Ruß­land nehmen die Bauern- nnb Studenten-Un- ruh en fein Ende. Neuerdings fouen in der Gegend von Pultawa bei Zusammenstößen zwischen Bauern und Guts­besitzern viele Personen oermunbet bezw. .getötet worben sein. Von der russischen Negierung allerdings! werben berarüge Meldungen regelmäßig in Abrede gestellt.

Aas Mittel! im neuen Konitzer Irozeß wurde nach neuntägiger Tauer der Verhandlung am Sams­tag in der fünften Nachmittagsstunbe gesprochen: Ter An­geklagte Dr. Bötticher würbe in 24 Fällen schuldig be­funden und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Gegen den zweiten Angeklagten Bruhn lautete das Urteil auf sechs Monate Gefängnis, lieber den Verlauf des letzten Verhandlungstages liegt folgender Bericht vor:

Dr. Bötticher nahm gleich zu Beginn der Sitzung das Wort mi seiner Verteidigung. Er müsse, so führt er u. a. ans, den Vorwurf der Leichtfertigkeit oerfteiten. Die über Könitz veröffentlichten Berichte und Mitteilungen rührten von Leuten her, an deren Zuverlässigkeit und Loyalität zu zweifeln er keine Veranlassung hatte. Außer­dem habe die Bearbeitung der Konitzer Angelegenheit in der Hand eines bewährten Red aktions ko liegen gelegen. Er verweise darauf, daß der JustiMinister selbst im Ab­geordnetenhause es habe dahingestellt sein lassen, ob in der Konitzer Affaire von Anfang an alles in der notwendigen Weise seitens der Behörden geschehen sei. Er habe weder leichtsinnig, noch gewissenlos gehandelt, denn er habe, wenn ihm ein Irrtum unterlaufen war, nie gesäumt, diesen Irrtum offen einzugestehen. Die Zeit, als die Artikel er­schienen, sei eine sehr bewegte gewesen, und es sei nicht verwunderlich, daß in einer solchen Zeit im Kampfe auch viel über die Schnur gehauen wird. Er sei der Ansicht gewesen, daß diese Verhandlung die grausige Mordaffaire zu einem gewissen versöhnlichen unb beruljigenben Abschluß bringen werbe. Wenn aber auf eine hohe Strafe erkannt werben würbe, würbe von solcher Beruhigung feine Rebe sein können. Eine solche Strafe würbe eine Vernich­tung seiner journalistischen Existenz bebeuten und er denke doch, baß feine Verfehlung, wenn eine solche vorliege, nicht so groß sei, um eine solche ungeheure Strafe zu rechtfertigen.

Sodann wurde dem Angeklagten Bruhn das Wort erteilt. Er leitete seine Rede mit der Bemerkung ein, daß jetzt der Schlußakt des Konitzer Dramas durch das Urteil des Gerichtshofes seinen Abschluß finden solle. Zu dem scheußlichen Vorgänge in Könitz mußte dieStaatsv.-Ztg." Stellung nehmen. Tie Sache habe ihn dreimal nach Könitz geführt. Jedesmal habe er einen Artikel über seine Wahr­nehmungen geschrieben und jedesmal mit feinem Namen unterschrieben, denn er wollte das, was er veröffentlichte, auch mit feinem Namen vertreten. Es fei nicht gerecht, wenn der Vertreter der Staatsanwaltschaft dies mit Aus­drücken wiefrivol" unbleichtfertig" bezeichne. Er habe sicher nicht bie Absicht gehabt, Beamte zu beleidigen. Eine Kritik der bei der Untersuchung beteiligten Beamten habe sich nicht vermeiden lassen. Daß er wegen Beleidigung des Herrn Lewy ins Gefängnis gehen solle, erinnere ihn an das Wort:Es rast der See unb will sein Opfer haben!" Er habe nur für bie Wahrheit unb seine lieber» zeugung gekämpft. Zwischen dem deutschen unb jüdischen Charakter bestehe eine unüberbrückbare Kluft. Heute feiern bie Juden ihr Versöhnungsfest unb der Wortlaut des Gebetes, welches sie an diesem Tage sprechen, sei für ihn der Schlüssel zu der Erklärung des Widerspruches zwischen den jüdischen und den christlichen Zeugen in dieser Sache. (-M. Kanzow erfiärt, daß, wenn der Angeklagte damit eine Schmähung der jüdischen Religion zum Ausdruck bringen wolle, hiergegen Einspruch erhoben werden müsse.) An gekl.: Nein, das wolle er keinesfalls, er glaube wirklich, daß der Ritualmord, nur zu dem Aber­glauben einer Sekte gehöre, da aber das gesamte Judentum für diese Sekte eintrete, müsse er den Kampf gegen das gesamte Judentum führen. Justizrat v. Gordon habe behauptet, bei der Konitzer Affaire sei für dieStaats­bürgerzeitung" nur das Geschäftsinteresse maßgebend. Sw machen so ruft der Angeklagte dem Justizrat v. Gordon zu mit dem Judentum bessere Geschäfte, wie bieStaats­bürgerzeitung" ! Wer Geschäfte machen wolle, dürfe nicht gegen 0. Juden, sondern müsse für dieselben kämpfen. Tiefes . . mitgeriM'-'icbäuöe [ei be beste Beweis von

dem Vordringen des Judentums. Wenn es so weiter gehe, werde man bald nicht mehr deutsche Richter und Rechtsanwälte haben, f andern nur noch Glau­bensgenossen des Herrn Sonnen selb. Er kämvse nicht im Geschäftsinteresse, sondern er kämpfe gegen die Uebermacht des Judentums im Interesse des deutschen Volkes und Vaterlandes. Nack) Jahr und Tag werde man, wie er fest überzeugt sei, dasselbe Trauerspiel wieder erleben, wie in Könitz. Er bitte, die Artikel aus dem Milieu von Könitz zu beurteilen und ihn freizusprechen.

Aus Stadl und Land.

Gießen, 13. Oktober 1902.

S. Die elektrischen Anlagen am Kollegiengebäude unserer Universität sind nunmehr fast fertiggestellt. Wie wir hören, sollen vier große Bogenlampen, davon zwei außen vor dem Hauptportal angebracht werden. Außerdem wird die große Aula im oberen Stockwerk elektrisches Licht er­halten.

**S)er Sängerchor des hiesigen Turnvereins feiert am Sonntag, den 19. Oktober l. Js., abends 8 Uhr in der Turnhalle sein 1. Stiftungsfest in Gestalt eines Gesangskonzertes. Der Verein, welcher unter der tüchtigen Leitung des Musiklehrers Albert Kasten steht, hat trotz seines kurzen Bestehens schon öfter Proben seines vorzüg­lichen Könnens abgelegt. Eine besondere Anziehungskraft erhält das Konzert durch die Mitwirkung von Fräul. Käthe Do über t aus Frankfurt a. M., einer durch ihre schöne, aus­giebige Stimme rühmlichst bekannten Sängerin. Dem Kon­zert schließt sich ein Tanz an.

.)(. Bieber bei Rodheim, 10. Okt. Die Ein­weihung der neuen Schule und die Einführung des zweiten Lehrers wurde am Donnerstag Nachmittag hier gefeiert. Es sind kaum 25 Jahre her, daß unser Dörf­chen überhaupt eine Schule besitzt, aber in diesem kurzen Zeitabschnitt ist die Schülerzahl Hierselbst so rasch geftiegen, daß der vorhandene Schulsaal sich schon lange als zu klein erwies. Im vorigen Jahre wurde deshalb ein Neubau be­schlossen, worin eine zweite Schulklasse untergebracht werden sollte. Daß dies mit großen Umständen verknüpft war, läßt sich leicht erklären, wenn man bedenkt, daß Bieber den beiden Gemeinden Nodheim und Fellingshausen zugeteilt ist. Unter der Leitung des Architekten Hamann aus Gießen haben Bauhandwerker aus den beteiligten Gemeinden einen wahren Prachtbau geschaffen, von dem man mit Recht sagen kann, bas Werk muß den Meister loben/ Von Seiten des Kreisschulinspektors waren zur Einweihung zahlreich Ein­ladungen an die Gemeinde- und Schulvorstandsmitglieder der beiden Gemeinden, die Bauhandwerker und benachbarte Lehrer ergangen. Die Feierlichkeit begann vor der Schule, wo sie die Schüler mit einem Gesang eröffneten. Nach einer Ansprache des Lehrers fand die Ueberreichung des Schlüssels durch den Architekten Hamann statt. Der neue Schulsaal soll 72 Kinder aufnehmen und ist mit neuen Subsellien und Lehr­mitteln ausgestattet. Der Kreisschulinspektor sprach beiden Gemeinden im Namen der Behörde seinen Dank aus für das große Opfer, welches sie im Interesse der Schule ge­bracht haben. In der Gerlach'schen Wirtschaft fand eine entsprechende Nachfeier statt, bei welcher alle Eingeladenen bei Kaffee unb Bier einige Stunden gemütlich verbrachten.

Darmstadt, 11. Okt. Das Prinzenpaar Hein­rich von Preußen mit den zwei jüngsten Söhnen trifft am Mittwoch zum Besuch am hiesigen Hofe ein. Auch der Groß fürst und die Großfürstin Sergius von Ruß­land treffen diese Woche zum Besuche des Großherzogs hier ein. Der Großherzog empfing heutr Vor­mittag eine Deputation der Kreisgruppe Darmstadt des Deutschen Flottenvereins, bestehend aus Oberlehrer Lauteschläger und Chemiker Dr. Zimmer, in Audienz, welche die Einladung zu den in nächster Woche hier ftattfinbc'fiben patriotischen Festvorstellungen überbrachten. Der Landesherr gab durch eingehende Erkundigungen sein lebhaftes Interesse für die bevorstehenden Biographischen Vorführungen des Vereins zu erkennen und nahm die Einladung dazu entgegen. Se. Kgl. Hoheit empfing ferner u. A. den Oberst v. Dewitz, Kommandeur des Jnf.-Regts.Kaiser Milhelm", den Pro­fessor W a l b e von der Technischen Hochschule, mit den Funk­tionen des Denkmalpflegers für die Provinz Oberhessen be­auftragt. Ter Großherzog wird am Mittwoch weder Audienzen erteilen, noch Meldungen entgegennehmen; dagegen werden zur gewohnten Zeit Vorträge ilattfinden. Der Großherzog hat am 29. September der Franziska Kohler aus Offenbach, in Diensten der Frau Rentner Gottfried Schwab zu Darmstadt, die silberne Medaille des Ludwigs-Ordens verliehen.

Kleine Mitteilungen aus Hessen unb b en Nachbarstaaten. 301500 Einwohner hat nach Mitteilung des statistischen Amtes gegenwärtig der Stadtkreis Frank, furt am Main.

LU Ml IM Illi

1/^ Wer gebraucht nicht längst schon

Pfeiffer & öiiiers | ALtffe -Essenz

Jeder, der Wert nur guten Kaffee legt:

6961 Versuchen Sie dieselbe einmal.