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Telephonischer Kursbericht.
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Für die gesamte Redaktion verantwortlich. I. V.: Curt Plato.
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Paris, 13. Sept. Die Abreise des Schahs von Persien erfolgt morgen. Der Schah hat befohlen, daß sein Zug in Zukunft nicht mehr als 40 Kilometer pro Stunde zurücklegt.
Rom, 13. Sept. Ein italienischer Gelehrter erklärte m einer Unterredung über einen eventuellen Ausbruch des Vesuv, es herrsche eine wirkliche Gefahr. Seiner Ansicht nach werde der Vulkan in nächster Zeit viel Schwefel ans- werfen. Diese Meldung hat in der neapolitanischen Bevölkerung Bcunruhignng heroorgerufen.
Eis enstadt (Ungarn), 13. Sept. Der hier zur Inspektion eingetroffene Raaber Bischof, Graf Szögyäny, wurde auch von einer Deputation der jüdischen Kultusgemeinde begrüßt. Auf eine Ansprache des Führers der Deputation erwiderte der Bischof, daß es ihn freue, daß auch Israeliten zu seiner Begrüßung erschienen seien. Er werde an seinem Teil darüber wachen, daß in seiner Diözöse der Geist der religiösen Toleranz und friedlichen Zusammenwirkens jeder Zeit gewahrt werde. Schließlich erteilte der Bischof der Deputation seinen Segen. .
Newyork, 13. Septbr. Aus St. Luzia wird berichtet: Während des Ausbruches des Soufrieres hat sich die Oeffnung des Kraters bedeutend gesenkt, sodaß man befürchtet, der Berg werde völlig em- slürzen. Verschiedene Teile des Strandes sind völlig überschwemmt, während andere Telle der Insel in die Höhe gehoben sind. Die Kakao-Ernte ist auf einem großen Teile der
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. . 102.35
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en detail.
Insel völlig zerstört. Der Soufriöre wirft noch immer Lava und Asche aus; auch das unterirdische Getöse dauert an.
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Meteorologijcire Beobachtungen
der Station Gießen.
12. Sept, bis
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m. 11., 13. September 3j/q Mexikaner . . 4% /, Chinesen . < Electric, bei uckert . Nordd Lloyd . . hreditaktien . DisKonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Batik . . Beniner Handelsges. Gestern. Staatsbahn . Lombarden ... Uotthar ibahn . . . Laura ütte .... Bochum .....
Höchste Temperatur vom
Nieorigste , „
Neueste Meldungen.
Originoldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 13. Sept. Die „Berl. Ztg." giebt unter Vorbehalt folgendes Telegramm aus Posen wieder: Als gestern die Zimmerleute daran gingen, die Tribüne vor denl ehemaligen Berliner Thor abzubrcchen, vor der am Abend des 2. September die Mitglieder der Stadtbehörden das Kaiser- paar beim Einzug in die Stadt Posen empfingen, entdeckten sie im Erdboden gerade in der Mitte unter der Tribüne ein Loch, in der ein Poften Dynamit und Bleikugeln aufbewahrt war. Auch eine Zündschnur soll neben dem Pulver gelegen haben. Polizeibeamle sperrten die Umgebung und den Fundort ab.
Berlin, 13. Sept. Rach einem Telegramm des Lokal- Anzeigers aus Belgrad weilt seit zwei Tagen ein Adjutant des Zaren Fürst Dolgorucki, inBelgrad und wurde vom Königspaar in Smederevo in Audienz empfangen und zur Familientafel gezogen. Wie verlautet, bezweckt seine Anwesenheit die Festsetzung gewisser Details bezüglich der russischen Reise des serbischen Königspaares.
Berlin, 13. Sept. Der deutsche Juristentag veranstaltete gestern Abend im zoologischen Garten ein Festbankett, das von mehr als 1200 Teilnehmern besucht war. Rach demselben gelangte ein Festspiel zur Aufführung.
Berlin, 13. Sept. Wie aus Hamburg telegraphiert wird, wurde die dem Konsul Weber gestohlene Brief- marken-Sammlung, die einen Wert von 150 000 Mk. repräsentirt. in London ermittelt, wohin sie für 8000 Mk. verkauft worden war. Von dem Diebe, Prioatsekretär Roth, fehlt noch jede Spur.
Köln, 12. Sept. Als der gestern Mittag um 1 Uhr 45 Min. zur Abfahrt nach Aachen bestimmte, Schnellzug Rr. 6 in den Hauptbahnhof einlicf, stieß er mit dem letzten Wagen auf einen Prellbock auf. Zwei Wagen wurden durch den starken Zusammenstoß beschädigt. Der Packwagen und Postwagen entgleisten. Mehrere Zugbeamte erlitten Ver-
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der König von Italien in der Uniform seines 13. Husarenregiments. Die Dichterfürsten Schiller und Goethe zeichnen sich durch natürliche Haltung und große Ähnlichkeit aus. Nicht unerwähnt bleibe die bekannte Frankfurter Lokalfigur, der Isenburger Watz; die beiden Gruppen „Na weine nur nicht" und „Nesträuber" dürften besonders dem jugendlichen Publikum viel Freude machen. Die Smgha- lesen-Truppe, deren Kriegssänge und Hochzettsgebrauche das Publikum in hohem Maße fesseln, bleiben nur noch bis Ende dieser Woche im Panoptikum.
tzea, geb. den 20. Juli. Dem Bureau-Alpiranten Rudolf Bohrmann ein Sohn, Rudolf Ludwig Bernhard, geb. den 16. August. Dem Schlosser Wilhelm Kahn em Sohn, Wilhelm Hermann, geb. Den 16. yutil JohanneSgemeinde. Ten 10. «ept. Dem kal. Oberarzt Dr. med. Rudolf Köster eine Tochter, Erika, Marie geb den 80. Juli. Den 12. Sept. Tem Landgerichtsrat Ferdinand Schmidt ein Sohn, Hans, geb. den 5. Juni.
Getraute. Lukasgemeinde. $c£,..7r September. Lari Flohr, Ober-Postassistent zu Gießen und Elisabeth Henriette »aroline Geister, Tochter des Metzgermeisters Heinrich Meister zu Dießen. Johan nesgemeinde. Den 6. Sept. August Dorg, Schweizer zu Gießen unb Margarethe Schmidt, Tochter des verdorbenen Bahnarbeiters Ludlvig Schmidt zu Gießen. Ten 7. Sept. Karl Konrad Enders, Kutscher zu Gießen und Katharine Hosmann, Tochter des Porzellanwaareiihändlers Heinrich Hosmann zn Geils- *QU'ei99ecrbUte. M a t th äus g em eind e. Den 7.September. Catharine Bender, geb. Kümmel, Witlwe des Gärtners Paul Ben- iber, 86 Jahre alt, starb den 5. Sept. Lukasg em ein de. Den ß. Sept. Rosalie Wildenhayn, Tochter des verstorbenen ArztesjDr. Wilh. Wildenhayn, 57 Jahre alt, starb den 6. Sept. Kar Kullmann, Serichtsaccesjist, 26 Jahre alt, starb de» 6. Sept zu Stainz.
Hat p.-ner......
1 endpnz: behauptet.
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
Wallmenroth. 1) Aus Grund des § 95 des B. G.-B. sind -die von Ihnen gepflanzten Bäunle nicht als Bestandteile des der Gemeinde gehörigen Gartens aulzusassen. Sie bleibe» also auch mach dein Einpslanzen Ihr Eigentum, woran die Uebergade an Ihren Amtsnachsolger nichts ändert. Sie haben nun gemäß tz 985 2es B. G.-B. einen klagbaren Anspruch gegen Ihren Amlsnach- lolger aus Herausgabe der Bäume, soivie der von diesem etwa gezogenen Nutzungen gegen Ersatz der von ihm gemachten not- -wendigen Verwendungen. Der Herausgabeanspruch verjährt erst hn dreißig Jahren. - 2) Die zweite Frage durste nach dem Reichsgesetze über das Postwesen vom 28. Oltober 1871 zu bejahen sein. „ .
r. y. Z. Eine spezielle Polizeiverordnung, welche eine lirette Antwort auf Ihre Frage gäbe, existiert für Gießen nicht, belästigende Exzesse, auch musikalische, braucht sich der Nachbar Istbst am Tage nicht gesallen zu lassen, sonder» kann sich der zu- bändigen Polizeiorgane zu feinem Schutze bedienen. Werden die Belästigungen vorsätzlich verübt, so ist derThäter nach dem viel- besprochenen § 360 Pos. 11 des Str.-G.-B., ruhestöreiiden Lärm und ■iroben Unfug bett:., unter Umständen mit Geldstrafe bis zu 150 Alk. aU bestrafen. Die Polizeistunde, nach welcher Ruhe die erste Bürgerpflicht sei» muß, ist 11 Uhr, sowohl für Wirtschaften als auch für Prioathäufer. Nach dieser Zeit haben lärmende Ge° täusche, auch roenn sie musikalischer Natur sind, zu unterbleiben, Sofern sie nicht speziell erlaubt worden finb. Allerdings pflegen Hefe Bestimmungen gegenüber Prioathäujern nicht so streng durch- lefuhrt zu werden.
von Eiten & Keussen, Haadiuna Krefeld.
Aus dem Geschästsleden.
Santis, nicht der himmelanragende Riese der Alpenwelt, tonbern die an seinen Abhängen gedeiheilden, uiivergleichlich aromatischen und heilkräftigen Kräuter haben Pathe geltanden bei der Taufe eines neuen Alagenbittern, dessen Specialfabrikalion die frankfurter Firma Dr.W. Knecht u. Eo. seit einigen Monaten mit Lrfolg betreibt. Unter den zahlreichen Dragenbittern nimmt Säntis" eine ganz besondere Stelle ein: seine Wirkung aus den Stoffwechsel ist eine ausgezeichnete und bei Magenleiden und Er° Irankungen der Verdauungsorgane wird er mit besten Erfolgen an- gewaiidt. Zugleich ist er aber auch ein pikanter Ligueur, der jeber Tafel zur Zierde gereicht.
Frankfurt a. M-, 12. Sept. (Castans Panop- likurn.) Die großstädtische Schaustellung aus der Karser- Itraße ist neuerdings durch zahlreiche Gruppen und Fr- auren wiederum bereichert worden. Vor allem ist es unser inaendlicher Kronprinz Wilhelm, der in der Uniform des wsten Garderegiments zu Fuß die Repräsentation stnseres Herrscherhauses vervollständigt. Die Fürstengalerie frieren nunmehr auch König Wilhelm II. von Württemberg und
An- und Verkauf von Wertpapieren.
Einlösung von Coupons, Geldsorten etc.
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