Nr. LIS Erstes Blatt.
153. Jahrgang
Samstag 13. September 1SOS
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesfischen Landwirt bie Siebener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch- u. Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Erpedüion und Druckerei!
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Kekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen.
In der Zeit vom 13, September l. I. bis einschließlich 26. September l. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Daubringen die Arbeiten des 3. Abschnittes vom 2. Felde obiger Feldbereinigung, nämlich:
1. 5 Zuteilungskarten,
2. 2 Bände Gütergeschosse,
3. 1 Band Zuteilungsoerzeichnis,
4. 1 Band Geldausgleichungsoerzeichnis,
5. 1 Band Obstbaumverzeichnis,
6. 1 Band Obstbaumgeschoß,
7. das Protokollbuch zur Einsicht der Beteiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, den 2 7. September 19 0 2, vormittags von 10 bis 11 Uhr im Amtszimmer der Groß. Bürgcrmeisterel Daubringen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nlchterschei- nenden mit Einwendungen ausgeschlossen find. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengräße (mindestens 1/i Bogen) einzureichen.
Friedberg, den 9. Sept. 1902.
Der Großherzogliche Bereinigungskommissar: I. V. Schnittspahn, Regierungsassessor.
Einweihung des Alice-DenKmals in Darmstadt.
(Von unserem 6r.-Korrespondenten.)
Darmstadt, 12. Sept.
Die umfassenden Vorarbeiten, welche der Dentmals- enthüllung voraufgegangen waren, erhielten heute ihren ■ tönenden Abschluß in einem feierlichen Aktus. Unter den Klängen eines PosaunenchoE betraten die Allerhöchsten Herrschaften das Fürstenzelt, welches an der dem Palais zu gelegenen Festseite aufgeschlagen war. Hieraus trug ein aus fast 300 Personen bestehender Damenchor einen Psalm vor. Bei dem Satz „Heilig ist Gott der Herr" aus dem Mendelsohn'schen Oratorium „Elias" entwickelte sich zwischen Damen- " und Schülerinnenchor ein stimmungsvoller Wechselgesang. Sodann bestieg die Festrednerin Frl. Dr. Ella Mensch das kleine Podium, das gegenüber dem Denkmal aufgebaut war. Es hatte inzwischen stark zu regnen angesangcn, und es war nicht leicht für die menschliche Stimme, den Wettkampf mit den schwer niedersallenden Regentropfen und dem Summen und Wogen der Kopf an Kopf gedrängten Menge, die die Straßen bis dicht an den Denkmalsplatz füllt, auszu- nehmen. Frl. Dr. Mensch sagte in ihrer Rede u. a.:
Hier auf der Höhe des freien, lichten Platzes^ im Schatten der Kirche, welche die Asche der Großherzogin Mathilde hütet, hier auf bem letzten Ausläufer unserer Bergstraße, wo das Auge in die Ferne geht, ergiebt sich auch geistig eine Rundsicht, eine Ueberschau. Hier wehen die Palmen des Friedens. Hier ist die weiße Fahne gehißt. Das Wort der Sophokleischen Antigone: „Nicht mitzu- hassen, mitzulieben bin ich da", gewinnt eine real-moderne Beden- lung, ivenn wir das Leben und Wirken der verewigten Großherzogin Alice betrachten unter dem dreifachen Gesichtspunkt: der Frau, der F ü r ft i n und der T r ä g e r i» eines neuen Kulturid eals.
Die an sie von der Vorsehung gestellten Aufgaben als Frau hat sie im edelsten Sinne erfüllt. Wenn wir die Briefe der Großherzogin Alice in die Hand nehmen, so tritt uns aus ihnen entgegen das Bild der ergebensten Tochter, der zärtlichsten Gattin rind Mutter, der treuesten Schwester.
Als F ü x st i n ward ihr, der englischen Königstochter, die Mission, an bescheidene deutsche Verhältnisse sich zu gewöhnen und, eine echte Landesmiltter, hineinzuwachsen in den nationalen Gedanken. Zu den: Wort wurde die Thal gefügt, in den denkwürdigen Jahren 1870/71, als sich in der Residenz unter Führung der Prinzessin Alice die hessischen Frauen und Mädchen zum Lie-- besmerk der Pflege der Verwundeten zusammenfandeii.
Die fürstliche Frau hatte eine hohe und kluge Auffassung von diesem Beruf. Diesem eigentlichsten Frauenberuf in Friedenszeilen eine neue Grundlage zu geben, war einer ihrer Lieblingsgedanken, und die Namen „Alicehospital", „Aliceschwestern" zeugen von seiner Verwirklichung. Mit diesen Schöpfungen, welchen sich sehr bald andere Institutionen: Alice-Schule, Alice-Bazar rc. angliederten, betrat die Verewigte den Boden des Humanitären Gedankens, der in der Auffassung gipfelt: daß das Leben der Frau gleichfalls in eine neue Entwickelungsphase getreten fei und daß man zu achten habe auf die gebieterischen Mahnrufe der Zeit. Und somit verehren vor allem die Frauen in der Person der allzu früh ihrem segensreichen Wirken entrissenen Fürstin die Vertreterln eines neuen Kulturideals, das zwar herausgeboren aus den Kämpfen, dem Ringen der Zeit, doch noch keineswegs Gemeingut der Menschen, auch nicht der Gebildeten war. Wir dürfen das an dieser Stätte ehrlich sagen und betonen: nut ihren Plänen überschritt die hochselige Großherzogin Alice weit weit die damalige Denkweise hier zu Lande. Und nur der liegrelchen Mach: ihrer überall Licht und Leben weckenden Persönlichken war es zu danken, daß der „Widerstand der stumpfen Welt" gebrochen wurde, daß das ins Daseiii trat, was die edle Frau zum Nutzen und Frommen ihrer Mitschwestern erdacht hatte. ..."
In ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Landeskonn- tees ersuchte dann Freifrau Heyl zu Herrnsheim in einigen warmen Worten, die Beziehung hatten auf das Wirken der verewigten Landesmutter, den Großherzog um Genehmigutlg zur Enthüllung des Denkmals. Während des Fallens der 5Mle spielte die Musik den „Engelchor" aus dem „Liebesmahl der Apostel" von Rich. Wagner. Mit nachstehender Ansprache übernahm Oberbürgermeister Mor- neweg das Denkmal in den Schutz der Stadt:
„Eine seit Jahrzehnten empfundene Ehrenschuld ist heute ein- aelöst worden; einer der berechtigtsten Wünsche des Hehenvolkes hat sich in dieser Stunde erfüllt. Unserer unvergeßlichen Großherzogin Alice ist ein sichtbares Dankeszeichen erstanden. An hervorragender Stelle, vor dem Hause, tn dem ote allzusruh Entschlafene gelebt, gearbeitet, geliebt und gelitten, haben Hessens
Frauen der edlen Fürstin und Wohlthäterin, ihrer Führerin auf neuen Bahnen, ein Mal errichtet und es der Obhut der Haupt- und Residenzstadt anvertraut. Gerne und freudig übernehme ich als berufener Vertreter die kostbare Gabe in Eigentum und Fürsorge der Stadt mit der Versicherung, daß es der Stadtverwaltung jederzeit ernste und angenehme Pflicht sein wird, das Kunstwerk seines erhabenen Zweckes würdig zu unterhältst. Herzlichen Dank sage ich namens der Stadt dem hochgeehrten Landeskomitee und allen den Meistern, Wertlenten und Arbeitern, die mit Kunstfertigkeit, Treue und Fleiß zum Gelingen beigelragen haben. Möge ihnen Sillen dadurch gelohnt werden, daß das Denkmal das Gedächtnis der verklärten Fürstin für alle Zeilen fruchtbringend erhält, als Mahnzeichen zu treuer Pflichterfüllung im Familienkreise und in der bürgerlichen Gesellschaft, zu frischer, mutiger That und zu gottergebenem, ftaiidhaitem Ausharren in schwerem Leid. Möge das Denkmal Sr. Köntgl. Hoheit unserein geliebten Großherzog und dem hohen Großh. Hause Freude unb Genugthuung bereiten und Ihnen von neuem Zeugnis ablegen für die Dankbarkeit, Liebe und Treue, die das Hessenvolk mit seinem erlauchten Jürstenhause verbindet und die dauernd zu bewahren, wir geloben in dem Rufe: Se. König!. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig und das hohe Großh. Haus hoch 1 hoch I hoch!"
Nach dieser Ansprache traten die Herrschaften den Rund- gang um das Denkmal an. Voran der Großherzog, welcher die Generalsuniform seines Regiments trug, an der Hand die kleine Prinzessin Elisabeth führend. In seiner Gesellschaft befanden sich seine älteste Schwester, Prinzessin Ludwig von Battenberg mit ihren Töchtern Alice, Luise und dem Prinzen Georg, die Prinzessin Friedrich Karl v o it H e s s e n, jüngste Tochter der Kaiserin Friedrich, Prinz und Prinzessin Joseph von Battenberg (die Prinzessin ist die Schwester der Königin von Italien) urtd die Gräflich Erbacy-Schön- b er g sch en Herrschaften. Sehr anmutig siel der Umzug der Schülerinnen aus, die helle Kleider tragend und Blumen streuend einen lieblichen Anblick gewährten. Beim Weggang der Herrschaften spielte die Musik „Tie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von Beethoven.
Tas Monument stellt sich in schlichter Größe dar und fügt in den Ruhmeskranz des jungen heimischen Bildhauers Ludwig Habich ein neues wertvolles Glied. Tie Kränze, die am Denkmal niedcrgelegt wurden und die ausnahmslos kostbare Schleifen und Widmungen in Goldlettern trugen, wiesen aus den Reichtum von Frauenvereinen hin, den wir hier zu Lande, dank der Initiative der verstorbenen Großherzogin besitzen. Unter den Kranzspenden bemerkten wir auch ein sehr geschmackvolles Palmenarrangement mit blau-weißer Schleife, das die Damen der Alice-Schule in Gieß en niedergelegt hatten. Als Vertreter der Behörde war von Gießen Herr Provinzialdirekdor Dr. Breidert erschienen.
Nach der Feier auf dem Tenkmalsplatz fand beim Großherzog im Neuen Palais Empfang der Vertreter des Landeskomitees statt. Die unmittelbar am Festakt Beteiligten, wie Bildhauer, Oberbürgermeister, Festrednerin rc. waren auch zugezogen worden. Gvoßherzog und Prinzessin Viktoria unterhiüten sich mit allen aufs liebenswürdigste. In einem Salon des Parterres wurden Thee und Erfrtsch- ungen gereicht. Hieran schloß sich eine größere festliche Vereinigung im Saalbau, woselbst die Kapelle Hilge konzertierte. Ter Großherzog wohnte dieser Veranstaltung gleichfalls bei. Für die Ausschmückung der Wilhelminenfrraße haben Stadt und Private viel geleistet. Trotz des ungünstigen Wetters trug alles ein glänzendes Festgewand. Ungeachtet des Regens sand die Illumination des Platzes und der Häuser statt, den bis in die Abendstunden hinein Tausende umsluteten. Tie Druckereien und Papierfabriken haben sich mit der Anfertigung von Ansichtspostkarten förmlich Überboten. Tie Firmen Hohmann und Lautz verdienen der besonderen Erwähnung. Erstere hat eine Karte herausgebracht, die in Uebereinstimmung mit dem Bildhauer vom Maler Nietzsche gezeichnet worden und namentlich die Umrisse des Denkmals scharf reproduziert. Letzterer (Lautz) excelliert in der Wiedergabe älterer, halb schon vergessener Portraits der Großherzogin Alice.
Auch die Gärtnereien sind mit der Dekorierung ihrer Fensterauslagen nicht zurückgeblieben. Besonders viel sieht man die Ekika, die Lieblingsblume der verstorbenen Großherzogin. Der Kranz, den die Stadt Darmstadt überreichte, bestand aus diesen Heideblumen; die Schleifen trugen die gleichen Farbentöne.
Deutsches Reich.
Berlin, 12. Sept. Aus Frankfurt a. O. wird gemeldet: Ter Kaiser brachte die Nacht im Biwack bei Weißensee zu und führte auch heute das Kavalleriekorps, welches mit dem blauen, dritten Korps von Norden her gegen Kalau anrückte. Hier hatte sich das rote, fünfte Korps mit der Front nach Norden aufgebaut. Ein heftiges, lang- andauerndes Gefecht entwickelte sich. Ter Kaiser machte mit dem Kavalleriekorps eine Umgehung und attackierte das fünfte Korps von Süden her. Am Schlüsse des Manövers hielt der Kaiser Kritik und kehrte über Schwiebus nach dem Neuen Palais zurück. Tem Manöver wohnten auch heute die Prinzen und fremden Offiziere bei.
— Lord Rob ertsünd die übrigen brittschen Offiziere traten abends 11 Uhr die Rückreise nach England an.
— Ter „Reichsanzeiger" meldet: Dem König von Italien wurde die Kette zum Schwarzen Adlerorden verliehen. Anläßlich der diesjährigen Herbstübungen wurden verliehen 1. beim dritten Armeekorps: Ter Schwarze Adlerorden General v. Liegnitz, das Großkreuz des Roten Adler? ordens mit Eichenlaub General z. T. Spitz-Berlin, der Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Krone Generalleutnant v. Moltke, der Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Sck verlern Generalleutnant v. Liebert, der Stern zum Roten Adlern orden zweiter Klasie mir Eichenlaub .Generalleutnant von
Tulitz, der Kronenorden erster Klasse Generalleutnant z.D v. Boguslawski-Charlottenburg. Beim 5. Armeekorps: Das Großkreuz des Roten Adleroroens mit Eichenlaub General v. Stülpnagel, der Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe Generalleutnant v. Hennings, der Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub Generalleutnant v. Eichhorn, Generalleutnant v. Siemens, und dem Generalleutnant v. Geeringen; ferner wurde Oberst Lüder, der Kommandeur des Infanterieregiments v. Courbiöre, in den Adelsstand erhoben.
— An Stelle des verstorbenen Abgeordneten Professor Dr. Virchow beabsichtigen, der „Post" zufolge, die frei- sinnigen Wähler des dritten Berliner'Landtagswahlkreises, den Virchow seit 1867 ununterbrochen bis zu seinem Tode vertreten hat, den Justizrat Dr. Edmund Friedemann-Berlin als alleinigen Kandidaten der freisinnigen Volkspartei aufzustellen.
— Die Verhandlungen des deutschen Juristentages wurden heute nachmittag geschlossen. In der letzten Vollversammlung waren wiederum Staatssekretär Niebcrding und Justizminister Schönstedt anwesend. Nach Eröffnung teilte der Vorsitzende folgende Antwort des Kaisers auf das tzuldigungstelegramrn mit: „Potsdam. Der Kaiser und König haben den treuen Gruß des deutschen Juristentages gern entgegengenommen, und mich zu beauftragen geruht, seinen Dank und die besten Wünsche für die Beratungen und Arbeiten des Juristentages auszusprechen. von Lucanus." Ebenso wurde ein Danktelegramm des Kaisers von Oesterreich verlesen. Sodann wurden die Beratungen ausgenommen. (Ausführlicher Be- richt s. i. d. 2. Blatt.)
K ie l, 12. Sept- Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer heutigen Sitzung, den vom Geheimrat Sartorr entworfenen Plan eines Kanals von Kiel nach Lauenburg a. d- Elbe dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten zur Prüfung und generellen Ausarbeittmg vorzulegen, und stellten zu diesem Zweck Mk. 31000 zur Verfügung.
Düss eldorf, 12. Sept- Gestern war der Gesamtpreisgerichtsausschuß der Industrie- und Gewerbe- Ausstellung versammelt, um das Ergebnis der Preisgerichtsarbeiten endgiltig festzustellen. Den Vorschlägen der Gruppenpreisgerichte konnte mit wenigen Ausnahmen Folge gegeben werden. Die Zahl der dem Arbeitsausschuß zur Genehmigung vorzulegenden Auszeichnungen ist recht ausgiebig bemessen worden. Die Veröffentlichung der Preise wird sich allerdings wohl noch bis gegen Ende der Ausstellung am 20. Oktober hinziehen, schon um deswegen, weil die Entscheidung über die Staatsmedaillen kaum eher zu erwarten ist. Es erscheint prattisch, die Auszeichnungen des Staates und der Ausstellung selbst zum gleichen Zeitpunkte bekannt zu geben.
Heer und Flotte.
Frankfurt a. O-, 10. Sept. Bon dem Kaisermanöver. Neun Berichterstatter, außer den Teutschen auch Franzosen, Engländer und Amerikaner, standen heute vormittag auf der Station Tempel, um auf den Zug zu warten; da kam der Kronprinz vorbei, dem die Bericyterstatter ihre Aufmerksamkeit zuwandten. In demselben Augenblick fuhr der Zug davon. Auf demselben Geleise stand nur nach ein Zug für die Stabsoffiziere, dessen Zugführer erklärte, es sei mrmöglich, in dem Zuge Privatleute mitzunehmen. Ta bemertte Graf Schlieffen die Berichterstatter, ließ sie in den Zug einladen, wies ihnen Abteile 1. Klasse an und ließ ihnen noch ein vorzügliches Tiner servieren.
Berlin, 12. Sept- Mitteilungen des Kriegsrniniste- riums über die Fahrt der Truppentransportschifse: Der Truppenttansportdampfer „Pisa" ist am 11. ds- von Co- l o m b o weitergegangen.
Ausland.
Haag, 12. Sept. Ta die Burengeneräjle erklärten, möglichst bald nach Afrika zurückkehren zu wollen, weil dort ihre Anwesenheit nötig sei, so ist es wahrscheinlich, daß die beabsichtigte Tournee kurz sein wird. Auch aus der heutigen Konferenz mit der Deputation sind die Generäle noch nicht zu einem festen Beschluß gekommen, ob und aus welche Art die Tournee ausgefuhrt werden soll.
Brüssel, 12. Sept. Ter Zustand der Königin gilt heute abend als ernst. Tr. Thiriar weilt am Kvanken- bett der Königin.
Spa, 12. Sept. Die Aerzte stellten in der heutigen Konsultation eine leichte Besserung im Zustande der Königin fest. Morgen werden dieselben zu einer neuerlichen Konsultation zusammentreten.
Petersburg, 12. Sept. Ter Finanzminister Witte blickt am 25. September auf eine zehnjährige Thätigkeit als Finanzminister zurück. Eine Feier dieses Tages unterbleibt auf Wittes ausdrücklichen Wunsch. Verschiedene Börsenkomitees und kaufmännische Vereine planten große Ehrungen, die sich der Minister aber energisch verbeten hat.
New York, 12. Sept. Nach einem Telegramm aus Port-au-Prince wurde der auf Seiten Firmins stehende General Chicoye, der beschuldigt wird, die Stadt Petit Goave in Brand gesteckt zu haben, durch ein Militärgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.
— Ein Telegramm aus Washington berichtet: Ter Kommandant des Kriegsschiffes „Ranger" berichtet aus Panama: Tie Aufständischen befinden sich in der Nähe der Eisenbahn. Tie Lage ist ernst. Der Handel auf der Landenge ist bis jetzt noch nicht gestört.
— Tie Blättermeldung, daß der h a I ti fd).e $£i>* imiral Killick nebst, zwei Offizieren mit dem „Erste;'


